Sufi
Sufi war eine Lanteebanerin, die zur Zeit der Klonkriege lebte. Sie wohnte in dem Dorf Torbel auf dem Planeten Lanteeb und versorgte dort Verwundete.
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[Bearbeiten] Biografie
Sufi arbeitete für einige Zeit als Krankenschwester in Lanteebs Hauptstadt Lantibba. Danach kehrte sie in ihr Heimatdorf Torbel zurück. Torbel bestand zu großen Teilen aus einer Damotit-Mine und der dazugehörenden Raffinerie, in denen die meisten Bewohner arbeiteten. Das Damotit war hoch giftig und es kam trotz der Schutzkleidung und vorbeugender Medikamente regelmäßig zu Unfällen. Opfer dieser sowie andere Verletzte und Erkrankte behandelte Sufi, gemeinsam mit Brandeh, im Heilhaus des Dorfes. Als der Planet von der Konföderation unabhängiger Systeme unter Lok Durd besetzt wurde, forderte dieser die Bewohner Torbels auf, so viel Damotit wie möglich an Lantibba zu liefern. Dieses benötigte Durd zum Bau einer Biowaffe. Weil sie dies nicht wussten und sie im Gegenzug lebenswichtige Nahrungsmittel erhielten, kamen sie seiner Aufforderung nach.
- „Er ist ein Jedi, Brandeh! Du weißt, wozu Jedi im Stande sind. Sie versklaven den Geist. Sie verwandeln freie Männer und Frauen in Arbeitstiere für die Republik!“
- — Sufi über Jedi (Quelle)
Nach einiger Zeit kamen die Jedi Obi-Wan Kenobi und Anakin Skywalker in das Dorf. Die beiden Neulinge wurden von Teeba Jaklin und dem Dorfvorsteher Rikkard aufgenommen und begannen ihre Arbeit in der Mine. Um kein Aufsehen zu erregen, gaben sie sich als lanteebanische Farmer aus. Jedoch offenbarte sich ihre wahre Identität bald darauf, als Anakin die Macht einsetzte, um die Sturmschilde des Dorfes aufrecht zu erhalten. Dies war allerdings von Nöten, da ein Theta-Sturm aufgezogen war und die Schutzschilde auszufallen drohten. Nachdem die Gefahr vorüber war, wurden die Verletzten geborgen und ins Heilhaus gebracht. Darunter war auch Rikkards Sohn Arrad, den es besonders schwer getroffen hatte. Da seine Tarnung nun aufgeflogen war, bot Obi-Wan Sufi seine Hilfe an. Als diese jedoch erfuhr, dass Obi-Wan ein Jedi war, vertraute sie ihm nicht und lehnte daher seine Hilfe ab. Doch mischte sich die junge Teeba Greti in das Gespräch ein und bat Obi-Wan, ihre Mutter Bohle zu heilen. Bohle war schon seit längerer Zeit Sufis Patientin, doch hatte sich ihr Zustand stetig verschlechtert. Obwohl Sufi versuchte, das Mädchen umzustimmen stand für Greti ihr Entschluss fest. Besorgt beobachtete die Ärztin, wie Obi-Wan und Greti mit Hilfe der Macht Bohle heilten. Anschließend überprüfte Sufi den Zustand der Frau und stellte erstaunt fest, dass sie größtenteils geheilt war. Daraufhin trug sie dem Jedi auf, sich auch um die anderen Patienten zu kümmern. In den folgenden Tagen blieb Obi-Wan im Heilhaus und auch Greti blieb dort, um den beiden zu assistieren. Sufi gab ihnen und den anderen Bewohnern des Dorfes eine von ihr angefertigte Medizin gegen grünes Fieber, eine Krankheit, die durch die Gase des Damotits hervorgerufen wurde und an der nach und nach fast das halbe Dorf erkrankte.
Als Durd kurz darauf erfuhr, dass Anakin und Obi-Wan sich in Torbel versteckten, schickte er eine Droidenstreitmacht dorthin. Als die Droiden in die Nähe des Dorfes kamen, hielten die Bewohner sie erst für den Konvoi, der wöchentlich das Damotit abholte, doch wurde das Dorf Sekunden später von Moskito-Droiden angegriffen. Obwohl die beiden Jedi das Dorf verteidigten und alle Moskito-Droiden zerstören konnten, gab es einige Tote – darunter auch Brandeh. Zudem gab es viele Verletzte. Es gelang Anakin, die Sturmschilde in Deflektorschilde umzufunktionieren, bevor die restlichen Droiden das Dorf erreichten. In der darauf folgenden Belagerung versorgte Sufi weiterhin die Patienten, obwohl sie befürchtete, dass die von Obi-Wan angekündigte Hilfe von Seiten der Republik zu spät eintreffen könnte. Wenn Obi-Wan nicht da war, arbeitete Sufi allein. Auch Greti verbrachte ihre gesamte Zeit im Lager, doch schickte Sufi sie regelmäßig schlafen. Nach einigen Wochen entdeckten Teeba Chiba und Anakin, dass ein Schildgenerator defekt war, woraufhin alle Bewohner in die Mine evakuiert wurden. Dann versagten zwei weitere Generatoren und die Schilde fielen aus. Bei dem folgenden Angriff wurde das gesamte Dorf zerstört. Doch konnten die Bewohner durch die in letzter Sekunde eintreffende Hilfe – die aus Jedi-Meister Mace Windu, Anakins Padawan und einer größeren Klonarmee bestand – gerettet werden. Noch am selben Tag bot Königin Jamillia den Dorfbewohnern die Umsiedlung auf den Planeten Naboo an. Der Dorfvorsteher Rikkard willigte ein und Sufi und die anderen Überlebenden wurden nach Naboo gebracht.
[Bearbeiten] Persönlichkeit und Fähigkeiten
Sufi war eine begabte Medizinerin. Sie hatte viel Erfahrung in ihrem Beruf und verfügte über ein großes Wissen über auf Lanteeb auftretende Krankheiten. In Torbel fühlte sie sich verantwortlich für alle erkrankten und verletzten Bewohner, weil sie alle Bekannte waren und sie die einzige erfahrene Ärztin des Dorfes war. Um Bewohner, die bei ihrer Arbeit mit dem giftigen Damotit in Kontakt kamen zu schützen, entwickelte sie im Geheimen ein vorbeugendes Medikament, das sie unter ihnen verteilte. Als das grüne Fieber im Dorf ausbrach und immer mehr Bewohner daran erkrankten, hatte Sufi Sorge, das Medikament könnte nicht reichen und rationierte es streng. Ihr Auftreten war selbstbewusst und bestimmt. Sie war autoritär und setzte sich gegen die meisten Menschen in ihrer Umgebung durch. Sogar gegen Obi-Wan und Anakin, der sonst immer sehr selbstbestimmt war. Sie war klein und nahm während der Belagerung stark ab.
[Bearbeiten] Beziehungen
- „Nie hätte ich gedacht, dass ich mal einem Jedi begegnen würde. Ich habe Lanteeb nicht ein einziges Mal verlassen, und ich habe auch nie den Wunsch danach verspürt. Aber selbst hier hört man Geschichten. Nun, zumindest bis die Separatisten kamen. Du bist nicht so wie die Jedi aus diesen Geschichten. So rein gar nicht.“
- — Sufi zu Obi-Wan (Quelle)
Als Obi-Wan Kenobis Tarnung als lanteebanischer Farmer Yavid aufflog und er in das Heilhaus kam, um Sufi zu helfen, war sie ihm gegenüber misstrauisch und fürchtete ihn. Dies lag daran, dass ihr im Verlauf ihres Lebens viel Schlechtes über die Jedi erzählt worden war. Obwohl Obi-Wan kein Jedi-Heiler war, konnte er mit Hilfe der Macht einige ihrer Patienten auf den Weg der Besserung bringen. Mit der Zeit wuchs ihr Vertrauen in ihn und sie änderte ihre Meinung über die Jedi. Obi-Wan entlastete sie ungemein und Sufi war ihm dankbar dafür. Sie fühlte sich verantwortlich für ihn und da er seine Zeit fast ausschließlich im Heilhaus verbrachte, nur wenig aß, trank und schlief, schickte sie ihn regelmäßig fort, um sich zu erholen. Außerdem baute Sufi eine Beziehung zu der jungen Greti auf, deren Mutter, Bohle, bei ihr in Behandlung war. Da sie Bohle nicht helfen konnte, fühlte sie sich verantwortlich für Greti, in der sie vor allem ein kleines Mädchen sah. So bereitete es ihr Sorgen, als Obi-Wan Greti in die Heilungen ihrer Mutter einbezog. Das war allerdings nötig, weil Obi-Wan das Machtpotential des Mädchens brauchte. Weiterhin achtete Sufi darauf, dass Greti ab und zu schlafen ging und ihre Medizin regelmäßig einnahm, da sie sich gegen beides weigerte. Dabei ging sie manchmal auch etwas harsch mit ihr um. Auch mit Brandeh, die ihr in dem Heilhaus half, verband Sufi eine Freundschaft, weshalb sie ihr Verlust schwer traf.