Blinkcode

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Der Blinkcode, häufig nach seiner häufigsten Übertragungsart auch Lichtcode oder Mon-Calamari-Lichtcode genannt, ist eine von den Mon Calamari entwickelte Zeichensprache. Sie erlaubt es ihrem Anwender, durch eine Abfolge von Lichtblitzen oder Klopfzeichen Buchstaben aus dem Aurebesh abzubilden und so eine zumeist kurze, aus mehreren Buchstaben zusammengesetzte Nachricht zu übermitteln. Sowohl der Schmuggler Han Solo als auch Prinzessin Leia Organa Solo konnten in dem im Militär und Geheimdienst gebräuchlichen Blinkcode kommunizieren.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Blinkcode wurde von den Mon Calamari entwickelt.[1] Er bildet eine einfache Art der Verschlüsselung,[2] die als äußerst simple und primitive Weise zur Kommunikation gilt.[3] Die mühsame und zeitraubende Technik ist jedoch dann nützlich, wenn die gewöhnlichen Kommunikationskanäle gestört sind. Mit einer Abfolge von langen und kurzen[4] Lichtblitzen[2] oder Klopfzeichen[1] sowie dazwischen eingefügten Pausen[3] in einem bestimmten Muster kann der Nutzer einen Buchstaben des Aurebesh-Alphabets darstellen. Durch die Zusammenstellung mehrerer Buchstaben kann er auf diese Weise kurze Nachrichten übersenden.[2] Ein spezielles Signal zeigt dabei das Wortende an.[4] Der Signal Wand, ein 25 Zentimeter langes Multifunktionswerkzeug, verfügte über ein rotes externes Licht, das es dem Nutzer erlaubte, Signale zu übertragen, um etwa im Blinkcode zu kommunizieren.[5]

Nachdem der Valor-Klasse Kreuzer Corellia in der Schlacht von Sebaddon von Schnellen Brütern geentert und zerstört worden war, kommunizierte die in einer Rettungskapsel geflohene Jedi-Großmeisterin Satele Shan mit Lichtzeichen im Blinkcode und konnte so Kontakt zu der Soldatin Larin Moxla und dem Schmuggler Jet Nebula auf der Auriga Fire herstellen.[6] Zur Zeit des Galaktischen Imperiums war diese Kommunikationsmethode so verbreitet, dass sie häufig als imperial angesehen wurde.[7] Salmakk, ein berüchtigter Mon-Calamari-Pirat, konnte Blinkcode lesen und schreiben.[8] Oberst Guarran, ein Mon Calamari, der als Guerillakämpfer gegen die imperiale Besatzung von Dac bekannt wurde, konnte ebenfalls im Blinkcode gebährden.[9]

Der Schmuggler Han Solo und Fiolla, die stellvertretende Präsidentin der Rechnungskammer der Korporationssektorverwaltung, versuchten im Jahr 2 VSY, auf Bonadan einen Sklavenhändlerring aufzudecken. Nachdem sie festgestellt hatten, dass die Zimmer von Fiolla und ihres Assistenten Magg im Imperial-Hotel verwüstet worden waren, wollten sie auf den Millennium Falken zurückkehren, um ihre Ermittlungen auf dem Planeten Ammuud fortzusetzen. Da sie jedoch bemerkten, dass Solos Raumschiff von Mitgliedern einer Swoop-Bande beobachtet wurde, denen sie schon zuvor begegnet waren, bestieg Solo das Cockpit eines nahegelegenen Frachtschiffs, um seinen Partner Chewbacca zu kontaktieren, der noch in seinem Schiff zugange war. Nachdem er ihn mit dem Aufleuchten der Lichter des Transporters auf sich aufmerksam gemacht hatte, teilte er ihm durch eine Abfolge langer und kurzer Leuchtsignale seine Lage und seinen neuen Plan mit, dass er und Fiolla sich auf einem der regelmäßig abgehenden Passagierschiffe nach Ammuud begeben und sich dort wieder mit ihm zusammenschließen würden. Chewbacca bestätigte seine Meldung, indem er die Lichter des Millennium Falken zweimal aufleuchten ließ.[10] Jeder Unteroffizier und jeder Teilnehmer an der Akademie des Geheimdienstes der Neuen Republik lernte diese Art der Kommunikation. Kurz vor der Corellia-Krise nahm Han Solo mit der Geheimdienstagentin Belindi Kalenda aus seiner Villa in Coronet heraus im Blinkcode Kontakt auf, um ihr mitzuteilen, dass er ihre Bewachung nicht mehr brauchen würde. Kalenda erkannte Solos Motivation, im Blinkcode zu kommunizieren: Er wusste, dass sie diese Zeichen aufgrund ihrer nachrichtendienstlichen Ausbildung verstehen würde, wohingegen die hochtechnisierten Kommunikations- und Überwachungssysteme der Corellianischen Verteidigungsstreitkräfte, die die Villa bewachten, die Lichtzeichen nicht erkennen und selbst, wenn die dort zu seiner Sicherheit patrouillierenden Wachen sie im falschen Moment beobachten würden, die Nachricht vermutlich nicht verstehen würden. Der gesendeten Botschaft merkte sie angesichts mehrerer Fehler jedoch an, dass Solo inzwischen aus der Übung war.[3] Im Zuge der Corellia-Krise kommunizierte Leia Organa Solo mit den Landeleuchten der Jades Feuer im Blinkcode an Han Solo und die Selonianer Salculd und Dracmus in deren Kegelschiff, um ein Signal zum gemeinsamen Wiedereintritt in die Atmosphäre von Selonia zu erbitten, da die gewöhnlichen Kommunikationskanäle gestört wurden. Solo antwortete daraufhin mit einer Taschenlampe mit einer abermals fehlerhaften Nachricht. Als er seinen eigenen Fehler bemerkte, gestand er sich ein, seine Kenntnisse aufrischen zu müssen. Einen seiner Fehler, die Schreibung von „fertig“ als „fetzig“, griff Organa – zu Solos Verdruss – bei ihrer Antwort als Stichelei auf. Kurz darauf fiel Solo auf, dass ihm Organa abermals Zeichen zusandte. Aufgrund der Bewegungen des Schiffes und seiner mangelnden Kenntnisse hatte er zunächst Schwierigkeiten zu erkennen, dass sie ihn vor Banditen hinter der Jades Feuer warnte, bis das Kegelschiff tatsächlich von den Schüssen der Leichten Angriffsjäger des Oberstocks, einer Gruppe radikaler Selonianer, getroffen wurde.[4]

Als Leia Organa Solo während des Yuuzhan-Vong-Krieges von dem Kriegsmeister Tsavong Lah auf Duro gefangen genommen wurde, versuchte sie zunächst vergeblich, mit einem Kieselstein ein Notsignal im Blinkcode zu senden. Einige Zeit später nahm ihre Tochter Jaina Solo auf demselben Weg Kontakt zu ihr auf, um sich darüber zu verständigen, wie sie die Invasion von Duro abwenden konnten. Dabei nutzten sie zugleich die Macht, um die übermittelten Botschaften im Kopf des anderen lebendiger zu machen.[11] Während der Qoribu-Krise nahm das Killik-Nest der Lizil zu Luke und Mara Jade Skywalker auf der Jadeschatten im Blinkcode Kontakt auf, um ihnen Informationen zum Landeanflug auf Yoggoy zu geben. Ihr Astromechdroide R2-D2 machte sie darauf aufmerksam, dass die Lizil, die mehrere ihrer Schiffe entsandt hatten, keinen Angriff gegen sie planten. Auch mit Han und Leia Organa Solo im Millennium Falken, die den Skywalkers kurz darauf folgten, kommunizierten die Killiks im Blinkcode. Die Lichter des Schmugglerschiffes XR808g leuchteten im Blinkcode auf, um sich als Flaggschiff der JuunTaar Commercial vorzustellen und die Jedi um ein sicheres Geleit zu bitten. Luke Skywalker musste R2-D2 dabei um eine Übersetzung bitten.[7] Der Astromechdroide R2-D2 benutzte den Jedi-Blinkcode, um Han Solo während der Infiltration des Jedi-Tempels zu widersprechen, als dieser behauptete, sich leise verhalten zu haben.[12]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

Der Blinkcode wurde erstmals in dem Roman Der Hinterhalt erwähnt und seitdem mehrfach im Erweiterten Universum aufgegriffen. Die Art und Weise, wie mit dem Blinkcode kommuniziert wird, erinnert an die – durch den englischen Begriff „blink code“ so noch nicht implizierte – Kommunikation durch Morsezeichen. Der englische Begriff „Mon Calamari blink code“ wurde dabei in jeder deutschen Übersetzung unterschiedlich übersetzt: in Der Hinterhalt als „Mon Calamari-Lichtkode“, in Showdown auf Centerpoint als „Mon-Calamari-Lichtkode“, in Planet der Verlorenen als „Mon-Cal-Morsekode“ und in Eine unheilvolle Allianz als „Blinkcode-Hilferuf auf Mon Calamari“. Die letztgenannte Übersetzung suggeriert dabei fälschlicherweise, der Binkcode sei auf die gleichnamige Sprache der Mon Calamari beschränkt. Die Übersetzung „Mon-Cal-Morsekode“ stellt einen – in der englischen Fassung nicht vorhandenen – Bezug zu dem Erfinder des weltlichen Morsekodes her. Die Übersetzungen mit „Mon-Calamari-Lichtkode“ oder, grammatikalisch inkorrekt, mit „Mon Calamari-Lichtkode“ berücksichtigen nicht, dass die Kommunikation mit Lichtzeichen nur eine Möglichkeit ist, in dieser Sprache zu kommunizieren, und werden daher mit der heute gebräuchlicheren Schreibweise „Code“ nur als Beinamen erwähnt. Dieser Artikel verwendet daher den Begriff „Blinkcode“ aus dem Roman Die Königsdrohne als Hauptlemma, obwohl in dem Roman der ansonsten vorhandene namentliche Bezug auf die Spezies der Mon Calamari fehlt, sowie die auf eine Übertragungsform beschränkten Bezeichnungen „Lichtcode“ und „Mon-Calamari-Lichtcode“ jeweils einheitlich mit der heutzutage üblicheren Schreibweise des Wortes Code mit C als alternative Bezeichnungen. Dass das dreiteilige Nachschlagewerk The Complete Star Wars Encyclopedia wohl versehentlich gleich zwei Einträge zum Blinkcode – einen im ersten Band unter dem Schlagwort „blink code“, einen im zweiten unter dem Schlagwort „Mon Calamari blink code“ – enthält, suggeriert durch den eigenen Eintrag ohne diesen Namenszusatz aber, dass es sich auch so um dieselbe Kommunikationsform handelt. Außerdem berücksichtigt der Artikel den in Apokalypse erwähnten „Jedi-Blinkcode“ sowie die Kommunikation von Han Solo und Chewbacca in kurzen und langen Abfolgen von Lichtzeichen in Han Solos Rache, die im Deutschen als Morsesignale übersetzt wurden. Als Blinkcode wurde die Kommunikationsform auch schon im Kanon der Lucasfilm Story Group, nämlich in dem Sachbuch Die illustrierte Enzyklopädie der kompletten Saga, erwähnt.