Episode IV – Eine neue Hoffnung

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BKL-Icon.svg Dieser Artikel behandelt den Film Episode IV – Eine neue Hoffnung; für weitere Bedeutungen siehe Episode IV – Eine neue Hoffnung (Begriffsklärung).
Episode IV – Eine neue Hoffnung
Style-A-Poster Ep 4 Deutsch.jpg
Originaltitel:

Star Wars: Episode IV – A New Hope

Veröffentlichung:
  • 25. Mai 1977 (Englisch)
  • 10. Februar 1978 (Deutsch)
Länge:

120 Minuten

Altersfreigabe:

FSK 12 / FSK 6 (Special Edition)

Datum:

0 VSY

Stab
Regie:

George Lucas

Drehbuch:

George Lucas

Musik:

John Williams

Kamera:

Gilbert Taylor

Schnitt:

Paul Hirsch, Marcia Lucas, Richard Chew

Darsteller

Luke Skywalker
Han Solo
Leia Organa
Wilhuff Tarkin
Obi-Wan Kenobi
Darth Vader
C-3PO
R2-D2
Chewbacca

Mark Hamill
Harrison Ford
Carrie Fisher
Peter Cushing
Sir Alec Guinness
David Prowse
Anthony Daniels
Kenny Baker
Peter Mayhew

Weitere...
Episode IV – Eine neue Hoffnung ist der vierte Teil der Star-Wars-Reihe von George Lucas aus dem Jahr 1977, der ursprünglich unter dem Titel Krieg der Sterne (engl. Star Wars) erschien. Der Film startete in Deutschland am 10. Februar 1978. Unter dem heute bekannten Titel ist der Film erstmals am 10. April 1981 in den amerikanischen Kinos aufgeführt worden.

Der Film ist 1997 in einer Special Edition in den Kinos wieder veröffentlicht worden. Diese Version wurde mit den neuen technischen Möglichkeiten wie mehr Spezialeffekte und Ersatz von modellbasierten Effekten durch computergenerierte überarbeitet. Durch das Einfügen neuer Szenen ist der Film auch um einige Minuten länger. Im Jahr 2004 erschien noch eine Neuauflage auf DVD, auf der wiederum Szenen verändert oder Effekte bearbeitet wurden.

Eröffnungstext[Bearbeiten]


Es war einmal vor langer Zeit in einer
weit, weit entfernten Galaxis....

Star Wars Logo.svg

Episode IV

Eine neue Hoffnung

Es herrscht Bürgerkrieg. Die Rebellen, deren Raumschiffe von einem geheimen Stützpunkt aus angreifen, haben ihren ersten Sieg gegen das böse galaktische Imperium errungen.

Während der Schlacht ist es Spionen der Rebellen gelungen, Geheimpläne über die absolute Waffe des Imperiums in ihren Besitz zu bringen, den TODESSTERN, eine bewaffnete Raumstation, deren Feuerkraft ausreicht, um einen ganzen Planeten zu vernichten.

Verfolgt von den finsteren Agenten des Imperiums, eilt Prinzessin Leia an Bord ihres Sternenschiffs in ihre Heimat, als Hüterin der erbeuteten Pläne, die ihr Volk retten und der Galaxis die Freiheit wiedergeben könnten....

Handlung[Bearbeiten]

Lukes Bestimmung[Bearbeiten]

Leia verteidigt sich gegen imperiale Sturmtruppen.

Nach der Vernichtung der Jedi-Ritter und der Ausschaltung des Imperialen Senats versuchen der Großmoff Wilhuff Tarkin und der Sith-Lord Darth Vader im Auftrag des Imperators, die Galaxis zu unterwerfen. Nur eine Rebellengruppe widersetzt sich der dunklen Macht. Prinzessin Leia Organa, die zur Rebellen-Allianz gehört, gelangt schließlich in den Besitz der geheimen Baupläne des Todessterns, bei dem es sich um ein uneinnehmbares, mit neuen Superwaffen ausgerüstetes Raumschiff von der Größe eines Mondes handelt. Bevor sie festgenommen wird, kann sie dem Droiden R2-D2 noch die wichtigsten Daten über den Todesstern und einen Hilferuf einspeichern. R2-D2 und C-3PO fliehen mit einer Rettungskapsel auf den Planeten Tatooine, wo sie von den einheimischen Jawas eingesammelt und mit einer Ladung Elektroschrott an den Feuchtfarmer Owen Lars verkauft werden.

Luke bekommt das Lichtschwert seines Vaters.

Der 19-jährige Luke Skywalker, der bei seinem Onkel Owen und seiner Tante Beru aufwuchs und nichts über seine Herkunft weiß, soll die Droiden reinigen und reparieren. Dabei stößt er auf einen Teil des Hilferufs von Prinzessin Leia, der an einen gewissen Obi-Wan Kenobi gerichtet ist. Luke kennt die Frau nicht und von einem Obi-Wan hat er noch nie etwas gehört. Allerdings fragt er sich, ob dieser etwas mit dem Einsiedler Ben Kenobi zu tun hat. Da R2 nicht die ganze Nachricht abspielt, entfernt Luke dessen Haltebolzen, in der Hoffnung, etwas mehr erfahren zu können. Anschließend wird Luke von seinem Onkel gerufen und verlässt die Werkstatt. R2-D2 nutzt diese Gelegenheit und fährt in die Wüste Tatooines, um Kenobi zu suchen.

Am Abend bemerkt Luke das Fehlen des Droiden und beschließt, ihn am nächsten Morgen suchen zu gehen. Er macht sich mit C-3PO und seinem Landgleiter auf die Suche und wird von Tusken-Räubern überrascht. Ben Kenobi rettet ihn und bringt Skywalker, C-3PO und den wiedergefundenen R2-D2 zu seiner Hütte. Dort erzählt er Luke, dass er ein Jedi-Ritter sei, der an der Seite von Lukes Vater in den Klonkriegen gekämpft habe. Dann gibt er Luke das Lichtschwert, das einst seinem Vater gehörte. Kenobi berichtet, dass sein ehemaliger Schüler Darth Vader Lukes Vater getötet habe. Zum Schluss spielt R2-D2 auch die komplette Nachricht ab und Obi-Wan beschließt, nach Alderaan zu reisen. Luke soll ihn dabei begleiten und selbst zu einem Jedi-Ritter ausgebildet werden, doch der Farmerjunge lehnt das Angebot ab. Er sieht sich in der Pflicht, seinem Onkel bei der nächsten Ernte zu helfen.

Rettung der Prinzessin[Bearbeiten]

Die Überreste von Owen und Beru nach dem Angriff

Inzwischen zerstören imperiale Truppen, die auf der Suche nach den entkommenen Droiden sind, Luke Skywalkers Zuhause und töten dabei auch seine Pflegeeltern. Jetzt hält den Jungen nichts mehr zurück, mit Obi-Wan Kenobi zu Leias Heimatplaneten Alderaan zu reisen, um die Prinzessin zu retten. Sie begeben sich mit R2-D2 und C-3PO zum Raumflughafen Mos Eisley. Dort werden sie von Sturmtruppen aufgehalten, aber Obi-Wan wendet die Macht an, damit sie sie weiterfliegen lassen. Der verwegene Weltraumpirat Han Solo und der von ihm aus der Sklaverei befreite Wookiee Chewbacca fliegen den Jedi-Ritter und dessen Begleiter mit ihrem Millennium Falken nach Alderaan, aber der Planet wurde bereits vom Todesstern vernichtet. Sie fliegen direkt in das Trümmerfeld des zerstörten Planeten. Dann sehen sie einen imperialen Kurzstreckenjäger und wollen ihn verfolgen. So gelangen sie zum Todesstern und bevor sie sich der Gefahr bewusst werden, gerät der Millennium Falke in einen Traktorstrahl des Todessterns und wird von der gigantischen Raumstation an Bord gezogen. Sie verstecken sich in den Schmuggelverschlägen des Schiffs und schaffen es, unbemerkt in einen Kommandostand des Hangars zu gelangen. Dann beraten sie, was zu tun sei.

Die Gruppe im Millennium Falken

Obi-Wan Kenobi will den Traktorstrahl außer Gefecht setzen, damit sie fliehen können. Dazu schleicht er sich in die Energiezentrale des Todessterns, um die Generatoren abzuschalten. Sein früherer Schüler, Darth Vader, spürt jedoch seine Anwesenheit und sucht ihn. Han und Luke haben inzwischen herausgefunden, dass Leia Organa im Gefängnistrakt des Todessterns gefangen gehalten wird, und wollen sie befreien. Han lässt sich erst überreden, nachdem Luke ihm eine große Belohnung in Aussicht setzt. Die als Sturmtruppen verkleideten Rebellen, geben vor, Chewbacca sei ihr Gefangener und gehen in den Zellenblock. Die Droiden bleiben unterdessen im Kommandostand.

Luke, Han und Chewie schaffen es, die Prinzessin zu befreien, und flüchten nach einem Feuergefecht mit einigen Sturmtruppen in einen Müllschacht. Aus dieser Falle kommen sie nur dank R2-D2s Hilfe wieder hinaus. Anschließend machen sie sich auf den Weg zum Millennium Falken. Obi-Wan benutzt die Macht, um die Wachen der Energiezentrale in eine andere Richtung zu locken. Dann legt er einige Hebel der Energieversorgung um, schaltet den Traktorstrahl ab und begibt sich zurück zum Schiff. Auf dem Rückweg begegnet er Darth Vader, seinem alten Schüler. Sie bekämpfen sich und bewegen sich immer weiter auf den Hangar zu. So erkennt Kenobi, dass die anderen den Falken erreicht haben und startbereit sind. Um ihnen die Flucht zu ermöglichen, lässt sich Kenobi von Vader besiegen und wird so eins mit der Macht.

Schlacht von Yavin[Bearbeiten]

Der Todesstern explodiert.

Der Falke startet und springt, nach einem Feuergefecht mit einigen TIE-Jägern, in den Hyperraum. Das Imperium lässt sie jedoch bewusst fliehen und durch einen am Millennium Falken befestigten Peilsender spüren die Imperialen den Stützpunkt der Rebellen-Allianz auf und steuern den Todesstern darauf zu.

Zur gleichen Zeit ergibt eine Analyse der Baupläne, dass der Todesstern zwar für eine Kriegsflotte unangreifbar ist, aber von einem einzelnen Jäger durch einen Schuss in eine kleine Ventilationsöffnung zerstört werden kann. 31 Piloten starten mit ihren Maschinen. Unter anderen Luke Skywalker und Wedge Antilles in ihren X-Flüglern. Während der Todesstern sich von Minute zu Minute dem Rebellen-Stützpunkt nähert, kommt es zu einem Luftkampf zwischen den anfliegenden Piloten und den Abfangjägern des Darth Vader. Im weiteren Verlauf der Schlacht von Yavin kann sich der Todesstern in Position bringen, um Yavin IV mitsamt des Stützpunktes zu vernichten. Tarkin erteilt an Bord des Todessterns den Feuerbefehl. In letzter Sekunde zerstört Luke mit einem gezielten Schuss die imperiale Raumstation. Für diesem Schuss stellte Luke seinen Zielcomputer ab und ließ sich von der Macht leiten. Dies wurde ihm von Obi-Wan geraten, der durch die Macht mit Luke kommunizieren kann. Der Film endet mit einer Zeremonie auf Yavin IV, in deren Verlauf Luke, Han und Chewbacca für ihre Heldentaten im Dienst der Rebellion mit Medaillen geehrt werden.

Entstehungsgeschichte[Bearbeiten]

Idee und Einflüsse[Bearbeiten]

Die Entstehung des Films Eine neue Hoffnung, der in Deutschland zunächst als Krieg der Sterne bekannt wurde, begann bereits in den frühen 1970er Jahren. Der eigentliche Grundgedanke und die Idee zu einem solchen Filmprojekt haben ihre Wurzeln allerdings noch viel früher. Während seiner Kindheit und Jugendjahren entwickelte George Lucas ein großes Interesse an Anthropologie und in diesem Zusammenhang auch an Politik und Geschichte. Ebenso fasziniert ihn Mythologie mit Berücksichtigung kultureller Anlehnungen und traditionellen Abenteuergeschichten, weswegen er schon in jungen Jahren Romane wie Die Schatzinsel, Robinson Crusoe, Die Abenteuer des Tom Sawyer und Die Abenteuer des Huckleberry Finn sowie Comics von Donald Duck und Superman und die Geschichten von Robin Hood las. Durch sein geschichtliches Interesse vertiefte sich Lucas beispielsweise auch in Biografien von General Custer und Thomas Edison. Zu Lucas Lieblingssendungen im Fernsehen gehörten die Wiederholungen der Samstagvormittagsserien wie Adventure Theater, die serielle Comicverfilmung Flash Gordon und die Science-Fiction-Serie Buck Rogers. Ein weiterer Interessenschwerpunkt ist der Rennsport und wenngleich er sich von einer aktiven Teilnahme an selbigem nach einem schweren Autounfall los sagte, findet die Leidenschaft für Technik und Geschwindigkeit immer wieder Berücksichtigung in seinen Filmen. Während seines Anthropologiestudiums an der University of Southern California (USC) sammelte George Lucas mit verschiedenen dokumentarisch erzählten Studentenfilmen erste Erfahrungen in der Filmproduktion. Zu dieser Zeit setzte er sich auch mit den Schriften des Pädagogen Joseph Campbell auseinander, dessen Buch Der Heros in tausend Gestalten von 1949 Lucas in Hinsicht der darin kategorisierten Religionen und Mythen faszinierte und beeinflusste. Nachdem er von John Milius, einem seiner Kommilitonen an der USC, bei einer Vorführung des Films Die sieben Samurai (1954) mit den Werken des japanischen Regisseurs Akira Kurosawa vertraut gemacht wurde, legte sich Lucas darauf fest, nach seinem Studium den Weg eines Dokumentarfilmers einzuschlagen. Die visuelle Aussagekraft in Kurosawas Filmen beeinflusste Lucas nachhaltig, zumal er in seinen Studentenfilmen besonderen Wert auf eine dokumentarische Behandlung legte und für seine Arbeiten die Erzeugung eine Art visueller und akustischer Lebensnähe anstrebte. In Anlehnung an ein Zitat von Kurosawa bezeichnet Lucas dies als „makellose Realität“, also eine Realität, die in den Filmen zum Ausdruck gebracht werden sollte. Dies inspirierte Lucas dazu, Filmrequisiten und Kulissen gebraucht aussehen zu lassen, um diese Lebensnähe zu erreichen.[1]

Während eines sechsmonatigen Stipendiums in den Warner Bros.-Studios lernte George Lucas den Regisseur Francis Ford Coppola kennen, dem er als Produktionsassistent für seinen Film Der goldene Regenbogen (1968) unterstützend zu Seite stand. Nach Abschluss der Dreharbeiten waren Coppola und Lucas gute Freunde geworden, sodass Lucas ihn auch bei der Entstehung des Road Movies Liebe niemals einen Fremden (1969) als Mitproduzent unterstützte. Aufgrund einer zuvor getroffenen Vereinbarung mit Warner Bros.-Seven Arts erhielt Lucas außerdem die Gelegenheit, während seiner Zusammenarbeit mit Coppola ein Drehbuch für seinen ersten eigenen Spielfilm zu schreiben. Statt sich mit Dokumentarfilmen auseinander zu setzen, wie es Lucas ursprünglich geplant hatte, überarbeitete er ein Konzept, das er bereits in einem seiner Studentenfilme behandelte und aus dem schließlich THX 1138 (1971) hervorging. Während seinen Arbeiten am Drehbuch zu THX 1138 im Jahr 1968 hatten Lucas schon erste Gedanken, eines Tages einen Science-Fiction-Film zu drehen.[1]

Tatsächlich schwebte Lucas eine Verfilmung von Flash Gordon vor, sodass er sich nach der Veröffentlichung von THX 1138 bei dem Printmedien-Syndikat King Features in New York über einen Handel der Filmrechte an der Comicserie erkundigte. Die Verantwortlichen forderten jedoch Federico Fellini als Regisseur und zusätzlich eine Gewinnbeteiligung am Einspielergebnis von 80 Prozent, woraufhin der Deal nicht zustande kam. Trotz einiger positiver Kritiken fand THX 1138 nur ein kleines Publikum, woraufhin Warner Bros. aufgrund des ausbleibenden Erfolges die Zusammenarbeit mit George Lucas beendete. Im Mai 1971 wurde THX 1138 im Zuge der „Direktor's Fortnight“ bei den Filmfestspielen in Cannes aufgeführt, wo Lucas auf David Picker traf, dem Präsidenten des Filmstudios United Artists. Bei dieser Gelegenheit warb Lucas für seine neue Filmidee zu American Graffiti, zu der Lucas gelangt war, nachdem Coppola ihm dazu riet, einen fröhlicheren Film zu machen. Das Filmkonzept, das vom Erwachsenwerden in den 1960er-Jahren in der kalifornischen Kleinstadt Modesto erzählt und vor diesem Hintergrund auch biografische Elemente von George Lucas' eigenem Leben enthält, überzeugte Picker, woraufhin er Lucas finanzielle Unterstützung für die Ausarbeitung eines Drehbuchs zusagte. Bei weiteren Gesprächen mit Picker erwähnte Lucas auch seine Idee, einen Fantasy-Film vor einer Weltraumkulisse im Stil von Flash Gordon zu drehen. Der United-Artists-Präsident war von diesem Gedanken angetan und war bereit, auch hierfür mit Lucas ins Geschäft zu kommen. Am 28. Dezember 1971 einigten sich United Artists und der von Lucas inzwischen gegründeten Filmgesellschaft Lucasfilm Ltd. vertraglich auf die Produktion von American Graffiti und eines nicht näher benannten „zweiten Films“. Nachdem Lucas das Drehbuch für American Graffiti fertiggestellt hatte, sprang United Artists von der Vereinbarung ab, da das Filmstudio zu der Ansicht gekommen war, das Ganze sei zu experimentell. Eine ähnliche Meinung hatten die Verantwortlichen auch von dem Science-Fiction-Fantasy-Film, weswegen sie dem Projekt nur wenig Aussicht auf Erfolg bescheinigten und es schließlich ablehnten. Auf der Suche nach einem Käufer für American Graffiti stieß Lucas bei Universal Studios auf Interesse, das einer Finanzierung des Projekts jedoch erst zustimmte, nachdem sich Francis Ford Coppola nach seinem Erfolg von Der Pate (1972) als Produzent einschaltete. Neben American Graffiti sicherte sich Universal Studios vertraglich die Option auf zwei weitere Filme von Lucas.[2]

Noch während seines Studiums bei der USC schrieb Lucas gemeinsam mit John Milius an einem Film zum Vietnamkrieg mit dem Titel Apocalypse Now, doch nach THX 1138 und der darauf folgenden Absage von Warner in Bezug auf weitere Projekte, vermied es Lucas ein derart kontroverses Themenfeld anzustoßen, und beschloss, sich erst um American Graffiti zu kümmern. Universal war von Apocalypse Now nicht überzeugt, da es zu viele ineinander verwobene Nebenhandlungen gab, deren Gesamtplot nur schwer auszumachen war. Das Studio spielte mit dem Gedanken, den Film im Fernsehen und nicht im Kino zu veröffentlichen, woraufhin Lucas davon Abstand nahm. Im November 1972 – die Dreharbeiten von American Graffiti waren bereits abgeschlossen – begann Lucas mit der Ausarbeitung seines Science-Fiction-Projekts.[2]

Journal of the Whills[Bearbeiten]

George Lucas in seinem Büro, wo er Krieg der Sterne schrieb.

Viele Ideen von Apocalypse Now wurden auf Krieg der Sterne übertragen, da Lucas der Überzeugung war, der Film würde nur deswegen nicht akzeptiert werden, weil er vom Vietnamkrieg handelte. Nach eigenen Aussagen übertrug Lucas bei seinen ersten Überlegungen zu seinem Science-Fiction-Film die besonders interessanten Konzepte von Apocalypse Now einfach in den Weltraum. Somit stellte sich schon sehr früh, die Essenz des Films heraus, die sich durch alle späteren Manuskripte und Drehbuchentwürfe zog, nämlich der Kampf zwischen einem hochtechnisierten und übermächtigen Imperium gegen eine kleine Gruppe von Freiheitskämpfern. Bei der weiteren Entwicklung arbeitete sich George Lucas von diesem Grundgerüst zu kleineren Nebenhandlungen und noch kleineren Details, bis hin zu einer Liste von Namen der Charakteren und Planeten, die er für die Handlung zu verwenden plante. Seine erste schriftliche Ausarbeitung über dieses noch unbenannte Science-Fiction-Projekt geht auf das Jahr 1973 zurück. Dabei handelte es sich um eine Liste mit diversen Namen wie „Imperator Ford Xerxes XII“ an ihrer Spitze. Dieser Name geht auf einen persischen König zurück, der von einem seiner Söhne verraten und getötet wurde. Weitere Namen waren Xenos, Thorpe, Roland, Monroe, Lars, Kane, Hayden, Crispin, Leila, Zena, Owen, Mace, Wan, Star, Bail, Biggs, Bligh, Cain, Clegg, Fleet, Valorum, usw. Später machte sich Lucas daran, Vor- und Zunamen miteinander zu kombinieren und ihnen Titel, Aufgaben und Heimatplaneten zuzuteilen. Xerxes XII erhielt nun den Vornamen Alexander und wurde zum „Imperator von Decarte“, Owen Lars war ein „Imperialer General“, Han Solo der „Anführer des Hubble-Volkes“, Mace Windy ein sogenannter und nicht näher definierter „Jedi-Bendu“, C.2. Thorpe ein Raumpilot, Annakin Starkiller der „König der Beber“ und Luke Skywalker der „Prinz der Beber“. Eine Handlung existierte zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Ebenso verfuhr Lucas mit Schauplätzen – zuerst listete er Namen auf und gab ihnen später bestimmte Eigenschaften und Charakteristika. Ophuchi ist ein Wolkenplanet und bekannt für die schönen Frauen, die sich dort herumtreiben, Yoshiro und Aquilae sind Wüstenplaneten, wobei letzterer die Heimat des Hubble- und des Berber-Volkes darstellt, während sich Alderaan – zuerst noch Brunhuld genannt – zum Stadtplaneten und zum Zentrum des „Border-Systems“ entwickelte. Auch der Name Yavin wurde in dieser Phase der Entwicklung genannt, nämlich als Waldplanet und Heimat der Wookies [sic]. Weitere gelistete Schauplätze waren beispielsweise Anchorhead, Bestine, Starbuck, Lundee, Kissel und Harald Square.[2]

Mit diesen Listen verfasste Lucas das Journal of the Whills, [Part] I („Tagebuch der Whills, [Teil] I“), womit er ein narratives Mittel schuf, um etwa drei Dutzend verschiedener Sujets auszuprobieren. Lucas füllte das Journal mit zahlreichen Details, immer darauf bedacht, einen dokumentarischen Stil zu verfolgen, was bereits der Einleitungssatz verdeutlicht: „Dies ist die Geschichte von Mace Windy, einem angesehenen Jedi-Bendu von Ophuchi, wie sie uns von C.J. Thorpe, einem Padawaan-Schüler des berühmten Jedi, erzählt worden ist.“ Die Initialen, die wechselweise mal mit C.J. und mal mit C.2. angegeben sind, stehen für „Chiuee Two Thorpe of Kissel“. Sein Vater ist Han Dardell Thorpe, der Pilot des „ruhmreichen galaktischen Kreuzers Tarnack“. Mit 16 Jahren besucht Chuiee die renommierte Intersystems Academy, um sich als Padawaan-Schüler des „großartigen Mace Windy“ zu einem Mitglied des Jedi-Tempels auszubilden. In dieser frühen Version wurde Mace Windy als „Kriegsherr des Vorsitzenden der Allianz Unabhängiger Systeme“ beschrieben, von dem „einige glaubten, er sei mächtiger als das Oberhaupt des Galaktischen Imperiums“. Die Geschichte von Windy endet damit, dass er von seinen eigenen Kameraden aus Missgunst seines steigenden Einflusses verraten wird, was dazu führt, dass er die Streitkräfte verlassen muss. Chuiee bittet Windy, ihn weiterhin begleiten zu dürfen, um seine Ausbildung abzuschließen. Die Handlung des zweiten Teils des Journals spielt vier Jahre nach den Ereignissen des ersten Teils und erzählt von den Abenteuern von Windy und Chuiee. Die unvollständige Ausarbeitung behandelt jedoch nur, wie die beiden Protagonisten als Wächter einen Kurierdienst nach Yavin begleiten, wo sie dann von einem Mitglied der Allianz zum abgelegenen Planeten Yoshiro bestellt werden.[2]

Obwohl das zweiseitige Journal von der endgültigen Handlung noch weit entfernt war, finden sich bereits in dieser frühen Fassung Ideen, auf die Lucas bei späteren Ausarbeitungen zurückgriff und die er weiterentwickelte. Beispielsweise die Jedi, deren genaue Rolle und Bedeutung noch unklar blieb, sowie ein begabter Pilot namens Han, der Besitzer eines berühmten Raumschiffs, Windys treuer Kompagnon Chuiee, dessen phonetische Aussprache der von Chewie ähnelt, und auch das Galaktische Imperium. Elemente wie Verrat, Intrige und Freundschaft zeigten, welche Vorstellungen Lucas von der Handlung seines Science-Fiction-Projekts hatte.[2]

Erstes Treatment[Bearbeiten]

Die erste Manuskriptseite aus Lucas’ Treatment vom Mai 1973

Auf Grundlage des Journal of the Whills schrieb Lucas bis zum Mai 1973 ein erstes, vierzehnseitiges Treatment, mit dem er sich bei den Filmstudios United Artists und Universal vorstellte. Er suchte nach einem Abnehmer, der auch die endgültige Fassung eines Drehbuches finanzieren würde. Doch beide Studios nahmen dieses Fantasy-Weltraumabenteuer nicht und erteilten Lucas eine Absage. Zu wenige Details waren bekannt und das Treatment war insgesamt zu unsicher und zu vage formuliert. Im darauffolgenden Sommer sprach Lucas mit Alan Ladd Junior, dem neuen Kreativleiter von Twentieth Century Fox, und legte neben dem Treatment auch eine Kopie von American Graffiti bei. Ladd konnte sich zwar nicht für das Weltraumabenteuer begeistern, doch war er von Lucas’ Talent als Filmemacher überzeugt. So ging Ladd ein Geschäft ein, bei dem er Lucas ein vorläufiges Budget von drei Millionen US-Dollar einräumte.[1]

Später bemerkte Lucas erstmals, dass seine Geschichte zu umfangreich war, um sie mit einem Budget von drei Millionen US-Dollar finanzieren zu können. So beschloss Lucas, die Handlung in drei Akte zu untergliedern, von denen er zunächst den ersten als filmische Umsetzung plante. Den zweiten und dritten Akt stellte er zurück, sodass er sich einzig auf die weitere Ausarbeitung des ersten Teils konzentrieren konnte.[1]

Abnahme durch Twentieth Century Fox[Bearbeiten]

Früher Entwurf von Ralph McQuarrie für ein Star-Wars-Logo

Nachdem sich American Graffiti zu einem Kassenschlager avancierte, erhielt Lucas ein Angebot von Fox, nach dem das Studio auch die Finanzierung und den Vertrieb des gesamten Projekts übernehmen wollte. Für die Arbeit als Drehbuchautor und Regisseur von Krieg der Sterne sollte Lucas eine Gage von 150.000 US-Dollar und zusätzlicher prozentualer Gewinnbeteiligung erhalten. Zwar sicherte Tom Pollock, der damalige Rechtsanwalt von Lucas, seinem Mandanten zu, dass er nach dem Erfolg von American Graffiti eine weitaus höhere Gage verdiene, doch stimmte Lucas den Vertragsbedingungen von Fox zu. Allerdings erhob Lucas Ansprüche auf die Rechte für Fernsehen, Merchandising, Soundtrack und weitere Fortsetzungen. Da das Studio nicht an solchen Rechten interessiert war und sie somit eine schnelle Übereinkunft mit Lucas und seinem Anwalt trafen, konnte der Vertrag noch am 20. August 1973 unterzeichnet werden.[1]

1974 begann Lucas mit der Ausarbeitung seines Treatments, um Ladd eine erste Drehbuchfassung vorlegen zu können. Lucas sah einen heroischen Kampf zwischen einer Rebellen-Allianz und einem Galaktischen Imperium vor. Als Hauptbösewicht war bereits ein dunkler Krieger mit schwarzem Umhang vorgesehen, der den Namen Darth Vader tragen sollte. Ebenso war ein verwegener Kerl namens Han Solo und ein idealistischer Farmerjunge namens Luke Starkiller dabei, der im Laufe der Handlung zum Helden aufsteigen und zu einem Jedi-Ritter ausgebildet werden sollte. Als religiöses Element baute Lucas eine unerklärliche, spirituelle Kraft ein, die „Macht“ genannt wurde. Am Schluss umfasste das Drehbuch über 200 Seiten.[1]

Illustrationen von Ralph McQuarrie[Bearbeiten]

Während Lucas bei seinem ersten Treatment für Alan Ladd noch Bildmaterial aus verschiedenen Zeitschriften verwendete, um seine Vorstellungen bildhaft zu veranschaulichen, wollte er bei seiner nächsten Präsentation konkrete Szenen aus seinem Drehbuchentwurf darstellen. Lucas wusste, dass eine filmische Umsetzung sehr kostspielig werden würde und dass er das Studio davon überzeugen musste, das Budget zu erhöhen. Dazu engagierte Lucas den Künstler Ralph McQuarrie, der zunächst vier Schlüsselszenen aus Lucas’ Drehbuch illustrierte. McQuarries Motive zeigten überwiegend kleine Charaktere, die einer weitaus größeren Kulisse gegenübergestellt waren. Mit diesen Illustrationen konnte Lucas die Geschäftsleitung von Fox überzeugen, sodass das Budget auf acht Millionen US-Dollar erhöht wurde.[1]

Die Illustrationen von Ralph McQuarrie übten im weiteren Verlauf der Produktion zu Krieg der Sterne einen großen Einfluss auf die Gestaltung der Kulissen und Raumschiffe aus. Die ersten vier Illustrationen wurden im weiteren Prozess um viele weitere ergänzt. Außerdem schuf McQuarrie erste Konzeptentwürfe zu Marketing-Plakaten und Logos sowie eine Reihe von Bildern zu einzelnen Charakteren wie Prinzessin Leia oder Darth Vader.[1]

Gründung von Industrial Light & Magic[Bearbeiten]

Im Jahr 1975 begann Lucas mit der Zusammenstellung seines Teams. In der University of Southern California entdeckte Produzent Gary Kurtz bei einem Vorstellungsgespräch für einen neuen Tonmeister den Studenten Ben Burtt. Nach einigen Soundtests wurde Burtt in der neu gegründeten Sound-Abteilung von Lucasfilm angestellt, wo er zunächst der einzige Mitarbeiter war.[1]

Anschließend kümmerte sich Lucas um die Organisation einer Effektschmiede, die sich um die visuellen Effekte des Films kümmern sollte. Im Juni 1975 bekam John Dykstra die Leitung der fotografischen Spezialeffekte und erhielt in einer alten Lagerhalle in Van Nuys einen neuen Arbeitsplatz. Lucas wollte in dieser rund 2.500 Quadratmeter großen und leeren Halle sein eigenes Studio für Spezialeffekte einrichten. Er nannte es Industrial Light & Magic und übergab Dykstra die Geschäftsführung. Das Special-Effect-Team setzte sich aus einigen Fachleuten und Pionieren wie Joe Johnston, Richard Edlund, Steve Gawley und Dennis Muren zusammen, die allesamt von John Dykstra ausgewählt wurden. Im Juli entwickelten sie ein bis dahin einzigartiges Motion-Control-System, das den Namen „Dykstraflex“ erhielt und für das Dykstra 1978 mit einem Oscar ausgezeichnet werden sollte.[1]

Am 1. August 1975 stellte Lucas seine dritte Drehbuchfassung fertig, in der er die Charaktere und Schauplätze aus der vorangegangenen Fassung übernahm. Das Element der „Macht“ baute Lucas jedoch in einen sogenannten Kiber-Kristall ein und ließ diesen in den Mittelpunkt der Handlung rücken, während der Kampf zwischen Rebellen-Allianz und Imperium weiter präzisiert wurde. Als das Drehbuch abgefasst wurde, begann Lucas zusammen mit Produzent Kurtz die Suche nach geeigneten Drehorten. Sie entschieden sich letztlich für die Elstree-Studion in Borehamwood, England. Dort mieteten sie alle neun Filmbühnen und reservierten zusätzlich einige Räumlichkeiten der nahe gelegenen Studios in Shepperton. Die Dreharbeiten sollten im Frühling 1976 beginnen.[1]

Casting[Bearbeiten]

Parallel zu den Arbeiten an den Sets begann Lucas Ende August auch mit dem Casting, bei dem er von seinem Freund Fred Roos, der bereits das Casting für American Graffiti organisierte, unterstützt wurde. Roos konnte Dianne Crittenden als Besetzungschefin für das Casting in den Zoetrope-Büros der Goldwyn Studios in Los Angeles gewinnen. Alle drei Hauptcharaktere – also Han Solo, Luke Starkiller und Prinzessin Leia – sollten von bisher unbekannten Schauspielern verkörpert werden. Für den ca. 25 bis 30-jährigen Han Solo stellte sich Lucas einen Cowboy-ähnlichen Charakter vor, verwegen und kriminell, aber dennoch sympathisch. Luke, ein junger Farmer, der nur die Einseitigkeit seiner Heimatwelt kennt, bildet einen Kontrast zur Prinzessin, die zwar ebenso jung sein, aber dennoch eine selbstbewusste, redegewandte und starke Führungspersönlichkeit verkörpern sollte. Das offene Casting erstreckte sich über einen Zeitraum von drei Wochen. Täglich von 8:00 oder 9:00 bis ca. 18:00 oder 20:30 Uhr sprachen im Fünf-Minuten-Takt rund 250 Schauspieler vor. Lucas bestand darauf, so viele junge Menschen wie möglich zu sehen, weswegen er auch Leute von Universitäten und Schulen einlud, die noch nie zuvor als Schauspieler tätig waren. In dieser Phase des Castings ging es weniger darum, das schauspielerische Talent zu bewerten, als vielmehr darum, Menschen zu finden, bei denen sich Lucas vorstellen konnte, dass die Rolle auch im echten Leben zu den Kandidaten passte. Brian De Palma, der für seinen Film Carrie – Des Satans jüngste Tochter (1976) Schauspieler suchte, stieß zum Casting für Krieg der Sterne hinzu und saß sich neben seinen Freund Lucas, um gemeinsam mit ihm nach neuen Talenten zu suchen. Am zweiten Tag des offenen Castings sprach der 24-jährige Mark Hamill vor, der zuvor in der Fernsehserie The Texas Wheelers eine Rolle spielte. Hamill wusste nichts über das Drehbuch, nur dass es einen Farmerjungen gab, und so übte er einen Akzent aus dem mittleren Westen, um für das Casting vorbereitet zu sein. Während des Castings sprach er kurz mit Brian De Palma über sich und seine Geschwister, um dann Platz für den nächsten Kandidaten zu machen. In der ersten Woche standen unter anderem John Travolta, Nick Nolte und Tommy Lee Jones vor Lucas und De Palma. Später verließ De Palma das Casting, da er sich für John Travolta, Bill Katt, Sissy Spaceek und Amy Irving entschieden hatte.[2]

Während des Castings hatte Lucas verschiedene Vorstellungen davon, wie er seine Rollen besetzte. Zum Beispiel spielte er mit dem Gedanken, ausschließlich afroamerikanische Schauspieler in den Hauptrollen zu engagieren. In dieser Angelegenheit sprach Lucas auch mit Lawrence Hilton-Jacobs, der in der amerikanischen Comedy-Fernsehserie Welcome Back, Kotter die Rolle des Freddie Washington verkörperte. Es mag wohl mit Lucas' Präferenz für das Motiv der Orientierungslosigkeit – wie in seinen Studentenfilmen und THX 1138 dargestellt – und seinem Vorbild Akira Kurosawa zusammenhängen, dass er auch überlegte, Krieg der Sterne komplett in japanischer Sprache aufzunehmen und mit Untertiteln zu versehen. Ein anderes Mal sollte zumindest Ben Kenobi und die Prinzessin von Japanern und Han Solo von einem Afroamerikaner dargestellt werden. Für die Rolle des Ben Kenobi zog Lucas den Schauspieler Toshirō Mifune in Erwägung, der bereits in zahlreichen Werken Kurosawas mitgewirkt hatte. Ungefähr zur gleichen Zeit traf Lucas auch den britischen Schauspieler Sir Alec Guinness, der von Crittenden das Drehbuch ausgehändigt bekam und davon fasziniert war. Erst in einem persönlichen Gespräch mit Lucas erfuhr Guinness, dass es sich um einen Science-Fiction-Film handelte, wovor er zurückschreckte, da er mit diesem Genre keine Erfahrung hatte. Allerdings erkannte er in der Geschichte etwas von Tolkiens Der Herr der Ringe wieder, was ihn beeindruckte und was ihn zu dem Filmprojekt tendieren ließ.[2]

Im September 1975 reisten Lucas und Kurtz für eine Woche nach London, um sich von den dortigen Produktionsfortschritten zu überzeugen. Zu dieser Zeit begannen auch Produktionsleiter Robert Watts, Szenenbildner Roger Christian und der Künstlerische Leiter Les Dilley gemeinsam mit ihrem überwiegend britischen Produktionsteam mit der Arbeit an Krieg der Sterne. Für den Aufbau aller Sets und die reibungslose Durchführung der Dreharbeiten an den Studioaufnahmen benötigte Produktionsdesigner John Barry mehr als nur ein Filmstudio. Auf Grundlage der dritten Drehbuchfassung fertigte Barry Skizzen von den voraussichtlich benötigten Sets an, um einen Eindruck über die Größe der Produktion und den für die Sets benötigten Platz zu gewinnen. Letztendlich entschieden sich Barry und Kurtz für eine Kombination der EMI-Studios (auch Elstree-Studios genannt) und den Shepperton Studios. Die meisten Aufnahmen sollten in den EMI-Studios in Borehamwood nahe London stattfinden, wo mit Ausnahme von Bühne 5, die zu dieser Zeit an Paul McCartney vermietet wurde, alle neun Bühnen angemietet wurden. Die zwei größten Filmsets sollten hingegen in der weiträumigen H-Bühne der Shepperton Studios aufgebaut werden. Elliot Scott, ein erfahrener Produktionsdesigner und Leiter der Künstlerischen Abteilung, der von Fox als lokaler Berater verpflichtet wurde, hatte längst eine Kostenkalkulation für die benötigten Filmsets aufgestellt, die jedoch von Seiten des Filmstudios nicht abgesegnet wurde. Die Ungewissheit über die Kosten der benötigten Spezialeffekte und die großen Unterschiede der verschiedenen Drehbuchfassungen bereitete den Verantwortlichen von Fox Sorgen und hinderte sie daran, endgültig grünes Licht für die Filmproduktion zu geben. Auf keinen Fall reichte das erst veranschlagte Budget von drei Millionen Dollar aus, Kurtz rechnete mit 13,5 Millionen Dollar zzgl. den allgemeinen Unkosten. Um Kosten zu sparen beabsichtigte Lucas, sämtliche Nebenrollen in seinem Film mit britischen Schauspielern zu besetzen. Ein Schauspieler, der in dieser Phase dem Team hinzustieß, war Anthony Daniels, der aufgrund seiner pantomimischen Fähigkeiten von George Lucas zu einem Gespräch eingeladen wurde. Gegenüber der Idee, die Rolle eines Roboters zu übernehmen und selbst nicht im Film zu sehen sein, zunächst ablehnend eingestellt, ließ er sich von Lucas schließlich überzeugen. In späteren Interviews begründete Daniels seinen Meinungswechsel mit der fesselnden Wirkung der Produktionsgemälden von Ralph McQuarrie und dem Drehbuch, mit dem er sich zwar sehr intensiv auseinandersetzen musste, um es zu verstehen, das ihm dann aber aufgrund der ungewöhnlichen Darstellung seiner Rolle als C-3PO zusagte.[2]

Grünes Licht für Krieg der Sterne[Bearbeiten]

In den USA arbeitete das Spezialeffekteteam von ILM an der Entwicklung, dem Bau und der Anschaffung des Equipments, das für den Dreh der aufwendigen Effekte benötigt wurde. Der leitende Effektfotograf Richard Edlund und sein Team setzten auf das VistaVision-System, das bereits in den 1950er-Jahren von Paramount und Technicolor entwickelt wurde. Da für die Verwendung des Verfahrens keine Lizenz erforderlich war und herkömmlicher 35mm-Film verwendet werden konnte, war VistaVision vergleichsweise kostengünstig und auf einem qualitativ hohem Niveau. Die Dykstraflex basierte auf einer umgebauten VistaVision-Kamera. Der Aufbau einer funktionalen Arbeitsumgebung nahm viel Zeit und Geld in Anspruch, denn bis August 1975 hatte ILM Kosten in Höhe von 240.000 USD verursacht, was rund 25.000 USD pro Woche entspricht, ohne dabei eine einzige Effektaufnahme produziert zu haben. Die Produktion der Spezialeffekte war ohnehin schon sehr besorgniserregend für die Verantwortlichen von Fox und zahlreiche Ausgaben für Entwicklung neuer Technologien sowie John Stears Machbarkeitsstudie auf der anderen Seite des Atlantiks trug nicht gerade zur Verbesserung der Situation bei. Das Gegenteil war der Fall, denn analog zu Lucky Lady, der ebenfalls von Fox finanziert und bei dem der Regisseur Stanley Donen erst sehr viel Freiraum genoss, ehe er strenge Vorgaben auferlegt bekam, ging das Filmstudio dazu über, nun auch die Produktionswege von Krieg der Sterne kritisch zu hinterfragen. Schließlich wurde das ganze Projekt im Oktober 1975 kurzfristig stillgelegt. Zwar wurden weiterhin die Gehälter der Filmcrew bezahlt, doch zahlte Fox keine Gelder für die weitere Entwicklung des Films mehr aus. Erst im Zuge des nächsten Führungstreffens am 13. Dezember 1975 sollte über die Zukunft des Films entschieden werden.[3]

Fox fürchtete sich vor einer Kostenexplosion und so lange keine Verträge und keine vereinbarten Budgetgrenzen vorlagen, sah sich das Studio auch nicht in der Pflicht, Geld dafür auszugeben. Lag das Budget zur Zeit des Treatments noch bei 3 Millionen, so wuchs es im Verlauf der weiteren Ausarbeitung der Handlung und dem Beginn der Vorproduktion auf 6 Millionen und 8,2 Millionen USD an, bis sogar 15 Millionen USD kalkuliert wurden. Fox verlangte das Budget auf 7,5 Millionen inkl. der allgemeinen Unkosten, für die Kurtz ca. 600.000 USD veranschlagte, zurückzuschrauben und die Zeit der Vorproduktion um sechs Wochen zu verkürzen. Lucas und Kurtz mussten radikale Einsparungsmaßnahmen treffen, um das Filmprojekt und das bisher dafür investierte Geld, zu dem auch ein erheblicher Teil von Lucas' Privatvermögen gehörte, zu retten. Das Budget für die Künstlerische Abteilung wurde um zehn Prozent gekürzt. In Gesprächen zwischen Barry und Lucas wurde außerdem nach Einsparmöglichkeiten im Drehbuch gesucht, ohne dabei die Essenz des Films anzugreifen. Lucas verzichtete auf spezielle Einstellungen und Winkel, wodurch kleinere Filmsets gebaut werden konnten. Der Planet Alderaan wurde komplett gestrichen und die Szenen an Bord des Todessterns verlagert. Auch der Rebellen-Stützpunkt von Yavin IV, der ursprünglich mitten im Dschungel angelegt sein sollte, wurde in ein weniger herausforderndes und günstigeres Set eines alten Tempels verlegt. Die Kompromisse schlugen sich auch auf Ben Kenobis Unterkunft nieder, als es sich von einer mehrstöckigen Hölle in eine einfache Behausung mit Fenstern verwandelte, um es einfacher zu belichten. Eine personelle Änderung war der Wechsel des Kameramanns von Geoffrey Unsworth zum Briten Gilbert Taylor, der bereits an den Filmen Yeah Yeah Yeah (1964) und Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben (1964) mitarbeitete und deren dokumentarischer Stil sich Lucas auch für seinen Science-Fiction-Film wünschte. Taylor hatte gerade an Das Omen (1976) gearbeitet und brachte einen Großteil seiner Filmcrew zu Krieg der Sterne mit. Auch bei ILM gab es einige Änderungen. Joe Johnston, der zunächst als Unterstützung für den Umbau von Konzeptmodellen engagiert wurde, damit diese vor einem Blue Screen verwendet werden konnten, arbeitete außerdem als Storyboardzeichner, nachdem Alex Tavoularis das Filmprojekt verlassen hatte. Die Storyboards von Johnston waren für die Frontprojektionssequenzen erforderlich und entstanden in enger Zusammenarbeit mit George Lucas, der erklärte, was er sehen wollte, während Johnston die Machbarkeit einer Filmumsetzung von Lucas' Vision beurteilte.[6]

Zwischen Oktober und November 1975 reisten Robert Watts und John Barry zweimal nach Nordafrika, um neue Drehorte ausfindig zu machen. Aufgrund seiner vorherigen Drehortsuche für Krieg der Sterne und seinen Erfahrungen von Der kleine Prinz (1974) rückten Marokko und Tunesien in die engere Auswahl, während andere Favoriten wie der Iran, Libyen, die Türkei, Spanien und Algerien ausschieden. Speziell Djerba mit der fremdartigen Architektur und Matmata mit den unterirdischen Berberbehausungen rückten in das Interesse von Lucas, der in Anlehnung an Michelangelo Antonionis Beruf: Reporter (1975) am liebsten in Algerien gedreht hätte. Mit Tunesien war er ebenso zufrieden und so entschied er sich für Tozeur, Djerba, Matmata und das direkte Umland. Ein kleiner Ort namens Tataouine, unweit der Drehorte, diente Lucas außerdem als Inspiration, die Wüstenwelt Utapau für seine vierte Drehbuchfassung in Tatooine umzubenennen. Neben der Landschaft, die weite Sanddünen, Salzwüsten und große Schluchten in unmittelbarer Nähe zueinander bot, war Tunesien auch aus logistischen und finanziellen Gründen gegenüber Marokko die bessere Wahl. George Lucas und Gary Kurtz führten unterdessen ein weiteres Casting in New York City durch, wo sie Jodie Foster für die Rolle der Prinzessin Leia und Christopher Walken als Han Solo anhörten. Ende November reiste Lucas nach Los Angeles, um an seiner vierten Drehbuchfassung weiterzuarbeiten und gleichzeitig die Fortschritte von ILM zu überwachen. Außerdem kehrte Ralph McQuarrie nach freiberuflichen Aktivitäten für Die Abenteuer der Familie Robinson in der Wildnis (1975) und The Winds of Autumn (1976) in die Produktion von Krieg der Sterne zurück, um weitere Konzeptbilder anzufertigen. Zum Missfallen der Modellbauer musste das Design des „Piratenschiffs“ für Han Solo, für das viel Entwicklungszeit und nach Schätzungen von Grant McCune zufolge rund 25.000 Dollar aufgewendet wurde, komplett überarbeitet werden. Die Fernsehserie Mondbasis Alpha 1, die Anfang 1975 in den USA anlief, zeigte ein Raumschiff mit frappierender Ähnlichkeit zum bisherigen Schiffsentwurf, zu dem bereits ein Modell fertiggestellt wurde. Um die Individualität des Schiffes zu bewahren, entschied Lucas, ein neues Modell zu entwerfen. Daraufhin entstand innerhalb kürzester Zeit das heutige Aussehen des Millennium Falken, der während der Produktion auch scherzhaft „Frikadelle“ genannt wurde. Das alte Schiffsmodell wurde hingegen für den Blockadebrecher der Rebellen, die Tantive IV, verwendet, das nun ohne Cockpit auskam, da das bisherige Cockpit dem Millennium Falken erhalten blieb. Anfang Dezember 1975 heuerte Bob Shepherd, Produktionsleiter bei ILM, Jon Erland und Lorne Peterson als Experten für Gummiformen an, um das Team der Modellwerkstatt zu verstärken.[7]

Am 13. Dezember 1975 gab Fox während des Führungstreffens grünes Licht für die Produktion von Krieg der Sterne. Jeder der Gesprächsteilnehmer erhielt eine Mappe mit Bildern von Ralph McQuarrie und Joe Johnston, die von Charles Lippincott, der für die Öffentlichkeitsarbeit des Films zuständig war, zusammengestellt wurde. Dass Fox zu diesem Zeitpunkt nicht die Produktion absagte, wird vor allem der Unterstützung und dem Rückhalt von Alan Ladd zugesprochen, der nach wie vor an das Filmprojekt glaubte.[8]

Vierte Drehbuchfassung, Januar 1976[Bearbeiten]

In der vorherigen Drehbuchfassung wurde zwar stets ein gewaltiger Raumkampf erwähnt, aus dem Luke siegreich hervorgehen sollte, doch eine genaue Beschreibung der Szenen hatte sich Lucas bis zuletzt aufgespart. Für die vierte Drehbuchfassung nahm er sich vor, dies nachzuholen. Dabei griff er auf bereits gefertigte Storyboards und altes Filmmaterial vom Zweiten Weltkrieg zurück, das er so strukturierte und zusammenschnitt, wie er es sich für seinen Film vorstellte, um es anschließend in seinem Drehbuch ausführlich dazulegen. Aus dem siebenminütigen Zusammenschnitt wurden rund 50 Drehbuchseiten, die jede Einstellung sehr detailliert wiedergeben. In handschriftlichen Notizen wird auch ein Rebellenpilot namens „Chewie“ (nicht zu verwechseln mit Chewbacca) erwähnt, der an der Raumschlacht um den Todesstern teilnimmt, und der zu den wenigen Überlebenden zählt. Aus Chewie wurde schließlich der Spitzname für Han Solos Freund Chewbacca, und der Rebellenpilot in der vierten Drehbuchfassung erhielt den Namen Wedge.[9]

Harrison Ford und Terri Nunn während des Vorsprechens

Parallel zur Arbeit an einer neuen Drehbuchfassung nahm Lucas im Dezember an mindestens drei weiteren Castings teil. Unter anderem sprachen Richard Doran, Chris Moe, Forest Williams, Christopher Alport, Lisa Eilbacher, Linda Purl, Eddie Benton und Carrie Fisher vor. Außerdem erschien Mark Hamill, der nach seinem Auftritt beim offenen Casting erneut eingeladen wurde. Schauspieler wie Kurt Russell und Terri Nunn, wovon letztere für die Rolle der Prinzessin Leia favorisiert wurde, nahmen im Dezember gleich an mehreren Einheiten teil. Harrison Ford, der bereits in American Graffiti mitspielte und der zu dieser Zeit den Tätigkeiten eines Tischlers nachging, um sich neben seiner Schauspielkarriere ein festes Standbein aufzubauen, wurde von Fred Roos engagiert, um eine Tür in den American-Zoetrope-Büros einzusetzen. Obwohl sich Lucas vorgenommen hatte, eher unbekannten Schauspieler in den Hauptrollen zu besetzen, ließ er sich von Roos überzeugen, Ford während der Castings dafür einzusetzen, Han Solos Zeilen im Gespräch mit sämtlichen Schauspielern zu übernehmen. In dieser Funktion führte Ford gemeinsam mit Lucas über fünfzig Aufnahmetests durch, also Vorsprechen, die auf Video aufgezeichnet wurden. Lucas änderte seine Meinung und lud auch Cindy Williams und Charles Martin Smith, die zuvor ebenfalls in America Graffiti mitspielten, zu den Castings ein. Zusätzlich nahmen Dianne Crittenden und ihre Assistenten Kontakt zu sämtlichen Agenturen auf und schalteten Zeitungsanzeigen, um kleinwüchsige und sehr groß gewachsene Schauspieler zu gewinnen. Während einer Casting-Einheit am 30. Dezember 1975 erfolgte auch der Aufnahmetest von Mark Hamill und Carrie Fisher. Dies war Fishers zweite Einladung für ein Casting. Die erste Einladung musste sie ablehnen, da sie sich zu dieser Zeit in London aufhielt und den Film Shampoo (1975) drehte, in dem sie eine kleine Nebenrolle spielt. Nachdem die Castings abgeschlossen waren, reiste Lucas wieder nach England, um dort an der Vorproduktion mitzuwirken.[10]

Die vierte Drehbuchfassung, die Lucas am 1. Januar 1976 fertigstellte, begann erstmals mit dem Satz „Vor langer, langer Zeit ereignete sich in einer weit, weit entfernten Galaxis ein unglaubliches Abenteuer.“ Damit wollte Lucas den märchenhaften Charakter des Films vor einer Weltraumkulisse andeuten, was er selbst als Weltraummärchen umschrieb. Die Inspiration, seinen Film mehr an ein Märchen anzulehnen, erhielt er durch die Lektüre von Bruno Bettelheims Kinder brauchen Märchen. Der Kiber-Kristall wurde aus der Handlung gestrichen, wodurch die Macht ihre Verkörperung verlor und ihre endgültige Form als eine Art Energiefeld erhielt. Die Spielzeit, in der das Element der Macht und die Vorgeschichte der Jedi-Ritter erklärt werden sollten, wurde auf einen einzigen Dialog zwischen Luke und Ben reduziert. Lukes Umfeld änderte sich insofern, als dass dessen Onkel Owen sympathischer charakterisiert wurde und dieser nun sterben sollte, um die Brutalität des Imperiums auch auf persönlicher Ebene herauszustellen. Dies erklärt auch Lukes Motivation, sich aus freien Stücken auf das kommende Abenteuer einzulassen. Dies steht im Gegensatz zum vorherigen Drehbuch, in dem Luke das Fremdartige meidet und mehr unfreiwillig in den Sog der Ereignisse gerät. Durch die Tatsache, dass der Planet Alderaan gestrichen werden musste, schrieb er das Drehbuch so um, dass die entsprechenden Szenen nun auf dem Todesstern stattfinden und Alderaan als weiteres Zeichen der imperialen Brutalität vom Todesstern zerstört wird. Als die Helden das Trümmerfeld des Planeten erreichen, werden sie in ein Gefecht mit mehreren TIE-Jägern verwickelt, die von Han und Luke abgeschossen werden. Die Jagd nach dem letzten verbliebenen TIE-Jäger führt die Helden in Richtung des Todessterns, bis er von dessen Traktorstrahl erfasst und an Bord gezogen wird. Da die Handlung nun keinen Kiber-Kristall mehr vorsieht, ist Bens neues Ziel die Deaktivierung des Traktorstrahls an Bord der Raumstation, um sich und seinen Kameraden die Flucht zu ermöglichen. Währenddessen wird Han von Luke mit den Reichtümern der Prinzessin geködert, ihm bei der Rettung eben jener behilflich zu sein. In dieser Drehbuchfassung ist ebenfalls von einer Begegnung mit einem „Dia Nogu“ die Rede und erstmals wird auch jene Szene erwähnt, in der sich Luke und Leia nach ihrer Trennung von Han und Chewbacca mit einem Seil über einen „heimtückischen Abgrund“ (Zitat aus der Drehbuchfassung) schwingen. Die Szenen im Müllschacht, der Kampf zwischen Ben und Darth Vader und die Flucht aus dem Todesstern blieben gegenüber der dritten Drehbuchfassung weitestgehend unverändert. Die Landung der Helden auf Yavin mittels einer Rettungskapsel, wie sie in der dritten Fassung noch Erwähnung fand, wurde ersatzlos gestrichen. Wie die Helden auf dem Planeten ankommen, wird nicht mehr gezeigt, nur noch ihr Einmarsch in den Rebellen-Stützpunkt. Auch die finale Raumschlacht um den Todesstern blieb nahezu unverändert, abgesehen davon, dass das Sternjägermodell der Rebellen nun „X-Wing“ genannt und R2-D2 während der Schlacht schwer beschädigt wird.[11]

In der vierten Drehbuchfassung erfuhr insbesondere Darth Vader eine Weiterentwicklung, da sich Lucas nun mehr mit der Frage der Identität und der Motive des Charakters beschäftigte. Die damalige Hintergrundgeschichte, die im Film lediglich am Rande erwähnt werden sollte und die freilich nicht in diesem Maße ausgearbeitet war, wie sie viele Jahre später mit der Prequel-Trilogie erzählt werden sollte, handelt von Lukes Vater, Ben und Darth Vader als sie junge Jedi-Ritter waren. Irgendwann ist Darth Vader auf die Seite des Bösen gewechselt und hat Lukes Vater getötet, was zu einer Konfrontation zwischen Vader und Ben führte. In diesem Kampf hat Ben seinen Widersacher fast getötet. Die Verletzungen aus diesem Kampf waren so schwer, dass Vader fortan auf ein lebenserhaltendes System mit Rüstung und Atemmaske angewiesen war. Lucas spielte mit dem Gedanken eine Nahaufnahme von Vaders Gesicht bereits in Krieg der Sterne zu zeigen, doch entschied er sich letzten Endes dagegen, um das Mysterium dieses Charakters nicht zu zerstören. Die familiären Verwicklungen Darth Vaders als Vater von Luke Skywalker und Prinzessin Leia war zu diesem Zeitpunkt noch nicht ausgearbeitet und ist das Ergebnis dramaturgischer Handlungswendungen, die Lucas erst bei der Arbeit der Fortsetzungen entwickelte.[12]

Finales Drehbuch, März 1976[Bearbeiten]

Im Laufe des ersten Quartals 1976 nahm George Lucas vereinzelte Änderungen an seiner vierten Drehbuchfassung vor, die sich vor allem auf das erste Drittel der Handlung konzentrierten. Seine Überarbeitung, die er am 15. März 1976 fertigstellte und die den Titel „The Adventures of Luke Starkiller, as Taken form the ‚Journal of the Whills‘ (Saga I) Star Wars“ trägt, war schließlich auch die für die Dreharbeiten gültige Fassung. Lucas haderte nach wie vor mit den Dialogen, sodass er seine Freunde, die beiden verheirateten Literaten Willard und Gloria Huyck, um Hilfe bat. Die Huycks hatten schon einige der vorangegangenen Drehbuchfassungen durchgesehen und waren somit mit Lucas’ Arbeit an Krieg der Sterne vertraut. Sie überarbeiten die gesprochenen Teile und lockerten viele Dialoge auf, damit diese verbal besser auszudrücken waren. Einige der Dialoge wurden auch noch während der Dreharbeiten geändert, nachdem auch die Meinung einiger Schauspieler in gewisser Weise einen Einfluss darauf hatte. Inhaltliche Änderungen am Drehbuch betraf zum Beispiel Lukes Zuhause, welches nun ein Loch inmitten eines Wüstensalzbetts darstellt. Ben Kenobi erhielt den vollen Namen Obi-Wan Kenobi, womit Lucas auf einen Namen aus seiner aller ersten Liste für Krieg der Sterne zurückgriff. Diese Änderung erfüllt in Bezug auf Luke insofern einen praktischen Nutzen, als dass er nun die an Obi-Wan Kenobi gerichtete Hologrammbotschaft der Prinzessin nicht mehr zuordnen kann, da er lediglich einen „alten Ben“ kennt. zudem verlängerte Lucas den Dialog zwischen Ben und Luke um einige weitere Zeilen zur Bedeutung des Lichtschwerts als Waffe der Jedi-Ritter. Neu in dieser finalen Drehbuchfassung war auch die Szene, in der sich Ben eines Jedi-Machttricks bedient, um die Sturmtruppen bei Mos Eisley zu täuschen. Han Solos Raumfrachter, welcher zuvor lediglich „Piratenschiff“ genannt wurde, bekam den Namen „Millennium Falcon“ – in der deutschen Fassung von Krieg der Sterne noch mit „Rasender Falke“, später auch mit „Millennium Falke“ übersetzt. Mit dieser Fassung erschuf Lucas auch die bekannte „Han shot first“-Sequenz, als Han seinen Widersacher Greedo erschießt und die Jahre später von Lucas in ihrem Kontext maßgeblich revidiert werden sollte. Die Zerstörung Alderaans sollte diesmal als dramaturgisches Element und zur Stärkung von Leias Charakterprofil in vollem Umfang gezeigt werden und nicht – wie in der vorherigen Drehbuchfassung – nur in einem Dialog erwähnt werden. Um Leia weiter mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, gestaltete Lucas ihre Zeilen provokativer, insbesondere im Dialog mit Han Solo. Die finale Raumschlacht erfuhr hingegen keine Änderungen, ebenso wie der einleitende Lauftext, der seit der dritten Drehbuchfassung unverändert geblieben ist.[13]

Auch wenn das Drehbuch in seiner letzten Fassung angekommen ist, beschreibt es doch nicht genau das, was im fertigen Film zu sehen ist. Einige der wichtigsten Änderungen in der Handlung standen zu diesem Zeitpunkt noch aus – bemerkenswert sind vor allem die Änderung von Lukes Nachnamen von „Starkiller“ in „Skywalker“, worauf sich Lucas erst nach den Dreharbeiten in Tunesien festlegte, oder die Tatsache, dass Ben Kenobi die Flucht vom Todesstern nicht überleben sollte.[14] Weitere Umbauten betrafen vor allem auch die finale Schlacht, die nicht zuletzt aus Zeit- und Kostengründen im Verlauf der Postproduktion massiv gekürzt wurde.

Dreharbeiten[Bearbeiten]

Außenaufnahmen in Tunesien[Bearbeiten]

Lucas und Mark Hamill während der Dreharbeiten in Tozeur, Tunesien

Da die Vorbereitungen zu den Dreharbeiten aufgrund des von Fox auferlegten Moratoriums Ende 1975 ins Stocken gerieten, mussten in London bis unmittelbar vor Drehbeginn alle Kräfte mobilisiert sowie umfangreich improvisiert werden, um beispielsweise das Kostüm von C-3PO, die Sturmtruppenrüstungen und das Modell des Sandkriechers rechtzeitig fertig zu bekommen. Eine sehr kostspielige Folge des Produktionsstillstandes war auch der Transport der Fracht, die aus unzähligen Requisiten, Filmausrüstung, Sets, Kostümen und Modellen bestand. Da dieser Punkt relativ kurzfristig geregelt werden konnte, war ein Transport über LKWs nicht mehr möglich. Stattdessen musste für 22.000 USD eine militärische Chartermaschine des Typs C-130 Hercules gebucht werden, die die letzten Materialien zwei Tage vor Drehbeginn nach Tunesien transportierte. Am 17. März 1976 veranstalteten George Lucas und Gary Kurtz eine Feier im Hotel Africa, um gemeinsam auf das bevorstehende Vorhaben anzustoßen, ehe Schauspieler und Filmemacher am 20. März vom Flughafen London Heathrow mit einem Charterflug der British Airways in Richtung Djerba, Tunesien aufbrachen. Von dort aus ging es mit dem Auto weiter in die Stadt Nefta und in die nahe gelegene Kleinstadt Tozeur, wo sich das Team in ein Hotel einquartierte. Das britische Produktionsteam von Krieg der Sterne, welches für die Außendreharbeiten in Tunesien rund 100 Leute umfasste, wurde zusätzlich von einer 25-köpfigen tunesischen Filmcrew verstärkt. Beide Gruppen konnten lediglich über die französische Sprache miteinander kommunizieren.[15]

Am 22. März 1976 fiel in Tozeur die erste Klappe der insgesamt 355 Szenen für Krieg der Sterne. An der ersten Szene waren zwölf einheimische Kinder beteiligt, die verkleidet als Jawas den Verkauf der beiden Droiden R2-D2 und C-3PO an die Feuchtfarmer Luke und seinen Onkel Owen spielen. Bereits am ersten Tag zeichnete sich ab, was sich durch den gesamten Dreh in Tunesien ziehen sollte – nämlich eine Aneinanderreihung von Pleiten, Pech und Pannen sowie jede Menge Unzulänglichkeiten, sodass George Lucas die Arbeiten in der Wüste als katastrophal bezeichnen und wie einen Alptraum erleben sollte. Anthony Daniels klagte über das enge C-3PO-Metallkostüm, was in der Wüstensonne eine Qual war. Außerdem konnte er sich in seinem Outfit nicht setzen, sondern sich allenfalls auf einer Art Bügelbrett abstützen, um das Gewicht des Kostüms etwas zu entlasten. Probleme bereitete auch C-3POs Partner R2-D2, dessen Modell nicht richtig funktionierte und dessen schwer einzusetzende Batterien in der Wüste schnell aufgaben. Zudem funktionierte R2s drittes Bein nicht und die Drehfunktion des Kopfes war defekt. Dazu kamen falsch zusammengebaute Requisiten und viele technische Probleme, sodass einiges an Improvisation nötig war, um die Aufnahmen zu erledigen. Es sollte noch die Szene von Luke und den Zwillingssonnen aufgenommen werden, doch da das Wetter nicht mitspielte, blieb es bei einer einzigen Szene und einer Ausbeute von 2.43 Filmminuten am ersten Drehtag.[16]

Später wurde die ausgedörrte Wüstenebene von Tozeur mit einer viertägigen Regenperiode getränkt, so dass der Schauplatz nicht mehr einem Wüstenplaneten glich. Außerdem klagte Mark Hamill über eine schmerzende Schulter und der Landrover des Teams wurde von den tunesischen Behörden beschlagnahmt. Zu allem Übel stellte sich nach einigen abgedrehten Szenen heraus, dass eines der Panaflex-Objektive einen Defekt aufwies und sämtliche damit aufgenommenen Sequenzen unbrauchbar waren. Eine weitere Störung war ein Sturm, der eines Tages durch die Wüste fegte und sämtliche Sets zerstörte. Lucas beendete die Dreharbeiten in der Wüste Tunesiens wie geplant am 4. April, hatte dafür allerdings nur die Hälfte der Szenen aufgenommen, die in Tunesien gedreht werden sollten.[1]

Elstree-Studios in London[Bearbeiten]

Mit dem Rückflug nach London begannen am 7. April die Dreharbeiten in den Elstree-Studios, bei denen auch erstmals Carrie Fisher und Harrison Ford am Set erschienen. Doch auch die Arbeiten in den Elstree-Studios verliefen nicht nach Drehplan und so hatte Lucas bis Ende Mai bereits einen Rückstand von sieben Tagen zu beklagen. Hinzu kam, dass die Filmcrew durch das schlechte Vorankommen zunehmend misstrauischer wurde und das Filmprojekt anzweifelte. So belächelte Kameramann Gilbert Taylor den im Pelz gekleideten Peter Mayhew als Hund, während Hamill und Fisher über die Set-Einrichtung witzelten und Harrison Ford gegenüber Lucas seinen Unmut über die kompliziert verfassten Dialoge zum Ausdruck brachte.[1]

Im Juli hatte Fox angedroht, das Projekt abzubrechen - Lucas musste unbedingt seinen Rückstand aufholen und den Film fertig stellen. Dies führte zum einen zu weiteren Kürzungen und Streichungen im Drehbuch und zum anderen zur Aufstellung von drei Drehteams, die gleichzeitig in den Elstree-Studios filmten. Außerdem nahm man die Studios in Shepperton hinzu, wo man Innenszenen des Rebellen-Stützpunktes im Yavin-Tempel abdrehte. Durch diese Maßnahmen konnten die Dreharbeiten am 16. Juli 1976 nach insgesamt 344 aufgenommen Szenen bei einer Gesamtlaufzeit von über 124 Minuten abgeschlossen werden, was einem Tagesdurchschnitt an abgedrehter Spielzeit von 1:30 Minuten entspricht. Insgesamt wurden 90.357 Meter belichteter Film und 219 Rollen an Tonaufnahmen produziert.[1]

Postproduktion[Bearbeiten]

Spezialeffekte[Bearbeiten]

Richard Edlund von ILM kreiert optische Spezialeffekte.

Nach den Dreharbeiten reiste Lucas zurück in die Vereinigten Staaten, um den Fortschritt der Spezialeffekte von ILM zu begutachten. Doch von den insgesamt 360 Effektaufnahmen war lediglich eine einzige fertiggestellt, wobei Dykstra und sein 75-köpfiges Team das zur Verfügung stehende Budget bereits zur Hälfte für die Forschung und Entwicklung neuer Techniken aufbrauchten. Lucas war sichtlich schockiert von Dykstras unerwartet schlechtem Voranschreiten und bemerkte nach seiner Heimreise nach San Francisco sogar erste Anzeichen eines Schwächeanfalls. Er wurde in das Marin County Hospital eingeliefert. Nach seiner Entlassung am nächsten Morgen suchte Lucas nach einer Möglichkeit, die Arbeit bei ILM schneller voranzutreiben. Dazu beschäftigte er den Produktionsleiter George Mather und wies ihn an, den Zeitplan bei ILM neu zu organisieren. Folglich wurde das Team in zwei Gruppen aufgeteilt, das jeweils zu Tag- oder Nachtschichten arbeitete, während Lucas an bestimmten Wochentagen die Leitung persönlich überwachte.[1]

Diese radikalen Maßnahmen führten zwar zu reichlich Unmut zwischen den Mitarbeitern von ILM, da man ihnen das Gefühl gab, ihre Arbeit in Frage zu stellen, doch konnte Lucas die Effizienz der Arbeiten deutlich steigern. ILM konnten in den folgenden sechs Monaten mehrere hundert Aufnahmen fertig stellen, die dann in einen ersten Rohschnitt mit eingearbeitet wurden.[1]

Schnitt[Bearbeiten]

Bei der Frage, wer den Schnitt von Krieg der Sterne übernehmen sollte, hatte Lucas schon frühzeitig mit Richard Chew gesprochen, der zuvor Der Dialog (1974) und Einer flog über das Kuckucksnest (1975) zusammengestellt hatte. Chew war jedoch teuer und wollte nach seinen letzten Engagements eine Pause einlegen. So musste sich Lucas nach einem anderen Cutter umsehen, was sich als schwierig erwies, da er seine bisherigen Filme selbst zusammengestellt hatte und relativ wenige Kontakte in diesem Handwerk pflegte. Es wurde versucht, John Victor-Smith für das Filmprojekt zu engagieren, doch nachdem dies nicht funktionierte, entschied sich Lucas für den Briten John Jympson, der zuvor den Beatles-Spielfilm Yeah Yeah Yeah (1964) schnitt und nicht extra eingeflogen werden musste. Jympson begann mit seiner Arbeit bereits kurz nach Beginn der Dreharbeiten in Tunesien, nachdem er die ersten Lieferungen von Filmmaterial erhielt. Erst als die Dreharbeiten in den Elstree-Studios weitergingen, hatte Lucas Gelegenheit, einen Blick auf die bisherige Arbeit von Jympson zu werfen und war sehr unglücklich darüber. Der Regisseur stellte die Auswahl der Takes in Frage und war unzufrieden mit der Schnitttechnik. Lucas baute darauf, viele Kreuzschnitte anzuwenden und somit zwischen den verschiedenen Handlungsebenen immer wieder hin- und herzuwechseln. Allerdings sah Lucas zunächst davon ab, die Arbeit seines Cutters zu kritisieren, da es angesichts des Zeitdrucks und der räumlichen Distanz zwischen Tunesien und England kaum Gelegenheiten gab, Jympson über seine Vorstellung von Krieg der Sterne zu unterrichten und er mehr improvisieren musste. Im weiteren Produktionsverlauf stellte sich heraus, dass sich die Vorstellungen von Jympson und Lucas derart stark unterschieden, dass eine Zusammenarbeit nicht möglich war und eine Entlassung die Konsequenz sein musste. In einer Stellungnahme erklärte Lucas, dass Jympson den Film nicht vollständig verstanden habe. Zudem habe er das Filmmaterial, welches Lucas absichtlich in einem dokumentarischen Stil aufgenommen hatte, nicht in Spielfilmform bringen können.[2]

Die Arbeiten am Film gingen zunächst ohne einen Cutter weiter und bis August 1976 stand ILM noch keine Rohfassung des Endkampfes zur Verfügung, um gezielt an die Produktion der Spezialeffekte zu gehen. Überhaupt war zu dieser Zeit nur eine einzige Effekteinstellung fertig und rund 360 weitere waren in den folgenden acht Monaten zu erledigen. George Lucas war derart unzufrieden mit dem bisherigen Schnitt, dass er die bisherige Fassung verwerfen und nochmal komplett von vorne beginnen wollte. Seine damalige Ehefrau Marcia Lucas sprang ein und übernahm die Arbeit an der finalen Schlacht im Film. Zusätzlich wurde Richard Chew angeheuert, der den Anfang des Films und anschließend die Flucht vom Todesstern zusammenstellte. Insgesamt gab es 18,3 Kilometer Zelluloid-Filmband zu schneiden, was Ende der 1970-Jahre ein zeitaufwändiger und handwerklich fordernder Prozess war. Alleine diese Menge an Rohmaterial in ein schnittfähiges Format zu transformieren, welches mit den Maschinen kompatibel war, nahm sechs Wochen in Anspruch. Neben der Tatsache, dass Lucas eng mit Richard Chew zusammenarbeitete und den Schnittprozess genau mitverfolgte, war der Regisseur bei einer Sequenz auch direkt beteiligt – es handelt sich um jene Szene, als Luke und Han mit den Geschützen des Millennium Falken angreifende TIE-Jäger abschießen. Beim Filmschnitt achteten die Verantwortlichen Cutter genau darauf, so wenig wie möglich Effekteinstellungen zu verwenden, um Zeit und Kosten einzusparen.[2] So wurde auch der anfangs rund 35 Minuten lange Angriff auf den Todesstern radikal gekürzt, um ILM das Produzieren weiterer Spezialeffekte zu ersparen. Dies war ebenfalls ein Kompromiss, den George Lucas aufgrund des Budgets eingehen musste, zumal das Filmstudio den Wunsch äußerte, die Szene komplett aus dem Film zu streichen.[1]

Da die Handlung des Films schlecht einleitete, wurden gleich drei Anfangsszenen geschnitten.

Selbst mit Marcia Lucas und Richard Chew, die beide parallel am Schnitt arbeiteten, lief die Produktion nicht schnell genug, um den engen Zeitplan einzuhalten und den Film bis zum Frühjahr 1977 fertigzustellen. Es war ein Rückstand von einem Monat aufgelaufen, weswegen ein weiterer Cutter eingestellt werden musste. Auf Empfehlung seines Freundes Brian De Palma entschied sich Lucas für Paul Hirsch, dessen Frau zu dieser Zeit ein Kind erwartete. Dennoch nahm Hirsch das Engagement an und stieß kurz darauf dem Produktionsteam hinzu, nachdem er als Test eine von Jympson geschnittene Szene neu zusammenstellte und damit den Ansprüchen des Regisseurs gerecht wurde. Zwischen Ende Oktober und Anfang November 1976 stand ein erster Rohschnitt, der allerdings noch etliche Spezialeffekte vermissen ließ, da diese von ILM noch nicht abgearbeitet waren. Als Platzhalter dienten unter anderem Beispielvideos aus dem Zweiten Weltkrieg. Zudem fehlten noch viele Eröffnungsszenen wie die Totalen des Todessterns, der Lauftext und der Abspann. Eine Privatvorführung dieser ersten, 117 Minuten umfassenden Rohfassung, an der neben Lucas und den drei beteiligten Cuttern nur noch Produzent Gary Kurtz und Sounddesigner Ben Burtt teilnahmen, führte zu zahlreichen Änderungen. So standen die ersten Szenen mit Luke und Biggs zur Disposition, da der Beginn des Films zu viele Handlungsebenen aufwies und überfrachtet wirkte. Man beschränkte sich auf den Kern der Geschichte und führte die Charaktere erst dann ein, wenn es die Handlung erforderte. Diese Änderung machte C-3PO und R2-D2 am Anfang zu Hauptcharakteren, da die Erzählung diesen beiden Droiden folgt – so wie es George Lucas in einer früheren Drehbuchfassung vorgesehen hatte. Eine weitere wichtige Entscheidung hinsichtlich entfallener Szenen war einmal mehr dem engen Zeitplan geschuldet – nämlich die Szene von Jabba dem Hutten. ILM schaffte es nicht, die komplizierten Stop-Motion-Animationen dieser Szene fertigzustellen, weswegen sie gleich ganz gestrichen wurde. Um dem Zuschauer doch noch mitzuteilen, dass Han Solo ein von Kopfgeldjägern gejagter Schmuggler ist, bediente man sich eines Tricks. Man nahm die Informationen aus dem Han-Jabba-Dialog und legte sie Greedo in den Mund, dessen fremdartige Sprache ohnehin untertitelt wurde. Im Schneideraum wurde auch das Gespräch zwischen Luke und Ben Kenobi in dessen Einsiedlerhütte neu geschnitten, sodass die beiden zunächst über die Macht reden, sich danach Leias Hologramm-Botschaft ansehen, bevor sie sich um das Schicksal der Prinzessin Gedanken machen. In einer vorherigen Fassung sahen sich Luke und Ben zuerst das Hologramm an, thematisierten dann die Macht und entschieden anschließend über das Schicksal von Leia. Des Weiteren kürzten die Cutter den Dialog im Rebellen-Hangar und arbeiten sehr lange an der Spannungskurve der finalen Schlacht.[2]

Kurz nach Thanksgiving verließ Marcia Lucas das Produktionsteam, um Regisseur Martin Scorsese bei seinem Musikfilm New York, New York (1977) zu helfen. Die Cutter Chew und Hirsch stellten bis Weihnachten für eine weitere Privatvorführung eine neue Schnittfassung fertig, die zu diesem Zeitpunkt weder Soundeffekte noch Filmmusik beinhaltete. Diese beiden Elemente kamen erst in der weiteren Verarbeitung nach und nach hinzu. Bis Januar 1977 waren die Arbeiten so weit im Zeitplan vorangeschritten, dass nur noch Hirsch am Schnitt weiter machte, während Chew das Team verließ, um bei einem anderen Projekt tätig zu werden. Ende Januar führte Lucas seinen Film einer kleinen Gruppe von Verantwortlichen von Fox vor, allen voran Alan Ladd, Gareth Wigan, Jay Kanter und Geschäftsführer Leonard Kroll. Zwar waren noch nicht alle Effekteinstellungen im Film vorhanden und auch bei der Filmmusik waren nicht alle Arbeiten abgeschlossen, aber die Studiobosse erhielten einen groben Eindruck davon, wie der Film aussehen wird. Abgesehen von Wigan, der nach Filmende sehr emotional reagierte und Lucas zu seinem „großartigen Film“ gratulierte, waren die Reaktionen der Fox-Verantwortlichen zwar verhalten, doch waren sie zufrieden mit der Arbeit des Regisseurs. Weitere Vorführungen neuerer Schnittfassungen veranstaltete Lucas dann Mitte Februar 1977 mit seinen engsten Freunden und Bekannten, darunter waren Brian De Palma, Mathew Robbins, Hal Barwood, die Huycks, Steven Spielberg, Jay Cocks und einige ILM-Mitarbeiter. Die Meinungen gingen weit auseinander. Während De Palma den Film stark kritisierte und sehr schlecht bewertete, war Steven Spielberg von der Geschichte angetan und prognostizierte Lucas einen Erfolg. Einer von Brians Kritikpunkten beschäftigte sich mit dem noch sehr langen Lauftext, der noch aus dem dritten Drehbuchentwurf stammte und die rund 100 Jahre Vorgeschichte zum Film zusammenfasste. De Palma schlug vor, den Eröffnungstext radikal zu kürzen und sich auf die Ereignisse unmittelbar vor der Filmhandlung zu konzentrieren, was letztendlich auch umgesetzt wurde.[2]

Da aus Zeitgründen mehrere Produktionsabläufe parallel ablaufen mussten, standen die Filmemacher vor dem Problem, dass noch immer an einer finalen Schnittfassung gearbeitet wurde, während gleichzeitig die Filmmusik von John Williams entstand. Bereits produzierte Musikaufnahmen mussten gegebenenfalls von Musikeditor Ken Wannberg nachträglich der neuen oder geänderten Szenenfolge angepasst werden. Um das Medieninteresse allmählich auf Krieg der Sterne zu lenken, wurde Ende März 1977 vor 25-30 Pressevertretern eine Filmvorführung abgehalten. Die Reaktionen waren positiv bis begeistert. Diese Stimmen stärkten Lucas den Rücken, denn so wie das Veröffentlichungsdatum immer näher rückte, stand die ungeklärte Frage im Raum, wer die finale Schnittfassung von Krieg der Sterne abnahm. Es gab zwar ein informelles Versprechen von Alan Ladd, dass die Verantwortlichen bei Fox keine Änderungen am Schnitt vornehmen würden, doch Lucas hatte in dieser Hinsicht mit seinem Film THX 1138 schon schlechte Erfahrungen gemacht, als das Filmstudio Kürzungen und Änderungen diktierte. Obwohl die Tonspur noch nicht abschließend abgemischt war, wurde am 1. Mai 1977 erstmals eine öffentliche Vorführung im Northpoint Theatre in San Francisco veranstaltet. Während und nach dem Film gab das Publikum mehrmals heftigen Applaus, was die Filmemacher in ihrer Arbeit bestätigte. Im Publikum saß auch Alan Ladd, der – obgleich der positiven Reaktionen erleichtert – die außergewöhnlich schnelle Schnittfolge des Films und die lauten Soundeffekte kritisierte. Kurz darauf wurde Krieg der Sterne der Führungsebene von Fox vorgeführt, die abgesehen von einigen noch ausstehenden Änderungen an der Tonspur die finale Filmfassung zu sehen bekamen. Bei einer anschließenden Abstimmung unter den 16 Mitgliedern des Verwaltungsrats stimmten zwei Leute dafür, dass der Film ein Hit werden würde, der Rest stimmte neutral oder tendierte sogar zu einem Flop. Zwei Leute schliefen während der Vorführung sogar ein.[2]

Filmmusik[Bearbeiten]

Das London Symphony Orchester bei den Aufnahmen zur Filmmusik

Während seiner Suche nach der passenden Filmmusik ließ sich Lucas von dem Film 2001: Odyssee im Weltraum (1968) inspirieren, bei dem bereits futuristische Science-Fiction-Szenen mit klassischer Musik untermalt wurden. Lucas gefiel diese Richtung und stellte eine erste vorläufige Filmmusik zusammen, die einzelne Kompositionen von Künstlern wie Gustav Holst, William Walton und Antonín Dvořák enthielt. Auf Empfehlung von Steven Spielberg, dessen Film Der weiße Hai (1975) mit erstklassiger Filmmusik begeisterte und einen großen Erfolg landete, engagierte Lucas den Komponist John Williams.[1]

Im Januar 1977 bekam Williams den aktuellen Schnitt von Paul Hirsch zu sehen. In den darauffolgenden Wochen, in denen Lucas unter anderem Nachdrehs in Death Valley, Kalifornien, anstellte, um seine lückenhaften Aufnahmen aus Tunesien zu vervollständigen, arbeitete Williams intensiv an der Filmmusik. Williams versuchte bei seinen Kompositionen, zahlreiche ausschweifende Melodien in bestimmte Charakterthemen einzuleiten. Jede Melodie sollte für sich ein eigenes Leitmotiv verfolgen, woran sich Williams an eine bekannte Technik des deutschen Komponisten Richard Wagner anlehnte. Weitere Inspiration erhielt Williams durch die Werke von Franz Wegmann und Bernhard Herrmann.[1]

Am 5. März 1977 begannen in den Anvil-Studios die Tonaufnahmen mit dem London Symphony Orchestra. In den folgenden acht Tagen dirigierte Williams sein Orchester und nahm somit über 88 Minuten Filmmusik auf, die anschließend abgemischt und in den Stereo-Soundtrack des Films eingearbeitet wurde.[1]

Kinostart[Bearbeiten]

Das Grauman’s Chinese Theatre in Los Angeles am Tag der Premiere

Bis zu seiner Fertigstellung hat Krieg der Sterne genau 11.293.151 USD an Produktionskosten verschlungen – unberücksichtigt der weiteren Filmfassungen und Wiederaufführungen – und lag damit rund drei Millionen USD über dem vereinbarten Budget. Das Filmstudio belangte Lucas aufgrund dieser Überschreitung mit einer Strafzahlung in Höhe von 15.000 USD, die dem Regisseur von seiner eigentlichen Gage abgezogen wurde. Erst als der Film später zu einem Kassenschlager avancierte, erhielt Lucas seine volle Gage ausgezahlt.[2] Dass der Film nicht das investierte Geld wieder einbrachte und sich für das Filmstudio zu einem finanziellen und rufschädigenden Desaster entwickeln könnte, war die große Sorge bei Fox. Science-Fiction-Filme haben zu dieser Zeit – wenn überhaupt – nur mühsam ihr eingesetztes Kapital wieder eingespielt und Gewinne abgeworfen. Zu den wenigen Ausnahmefilmen dieses Genres zählen beispielsweise 2001 – Odyssee im Weltraum (1968) von Stanley Kubrick, der 56 Millionen USD an den Kinokassen einspielte, oder Planet der Affen (1968) mit einem Erlös von 32 Millionen USD. Die meisten Science-Fiction-Kassenschlager dieser Zeit brachten zwischen 10 und 16 Millionen USD ein und es gab von Seiten des Filmstudios keinen Grund zu glauben, dass es bei Krieg der Sterne anders sein würde.[18] In einem Artikel der Tageszeitung Los Angeles Herald-Examiner enthüllte der Reporter Martin A. Grove im Jahr 1980, dass Fox mehrere Versuche unternommen hatte, Krieg der Sterne an ausländische Investoren zu verkaufen, um das Risiko zu minimieren. Sechs Monate vor dem Kinostart nahm das Filmstudio Verhandlungen mit einer Gruppe von Experten für Steuersparmodelle in Deutschland auf. Nachdem dies nicht funktionierte, schnürte Fox am 2. Mai 1977 für das Unternehmen Bel-Aire Associates ein Investmentpaket, das die Filme Krieg der Sterne zum Preis von 12 Millionen USD, The Other Side of Midnight (1977) für 9,2 Millionen USD und Fire Sale (1977) für 3 Millionen USD beinhaltete. Der Deal kam ebenfalls nicht zustande. Die Investoren bezichtigten das Filmstudio Jahre später des Wortbruchs und zogen vor Gericht.[19]

Eine Frage, die zwischen Lucas und den Verantwortlichen bei Fox kontrovers diskutiert wurde, betraf den genauen Starttermin des Films. Nachdem klar war, dass der ursprüngliche Termin an Weihnachten 1976 nicht mehr möglich war, legte sich Lucas auf den 25. Mai fest, also dem Wochenende des Memorial Days. Fox brachte den Einwand, dass dieses Datum nicht nah genug an den Schulferien lag, da große Sommerfilme zu dieser Zeit für gewöhnlich erst im Juli anliefen. Lucas wollte seinen Film nicht in den Ferien veröffentlichen, da er damit rechnete, dass sich die Kinder auf den Schulhöfen über den Film unterhalten und damit eine Mund-zu-Mund-Propaganda anstoßen würden. Man ließ Lucas gewähren und so feierte Krieg der Sterne am Mittwoch, den 25. Mai 1977 seine offizielle Kinopremiere in zunächst 32 Lichtspielhäusern. Darunter waren beispielsweise das Astor Plaza in New York, das Coronet in San Francisco und das Grauman’s Chinese Theatre in Los Angeles. Weitere Kinos nahmen den Film am 26. und 27. Mai ebenfalls in ihr Programm auf, sodass sich die Zahl für das Startwochenende auf 43 Häuser erhöhte. Ein großflächiger Kinostart sollte erst erfolgen, nachdem die zu dieser Zeit übliche Mono-Tonspur sowie eine weitere Acht-Kanal-Tonspur abgemischt waren, an der Lucas und seine Sounddesigner auch nach Kinostart noch arbeiteten. Der Film, welcher am 25. Mai anlief, besaß einen Dolby-Stereo-Ton.[2]

Die Reaktionen auf Krieg der Sterne verliefen ebenso unerwartet turbulent wie bahnbrechend fulminant. Bei vielen der Premierenkinos war der Publikumsansturm derart gewaltig, dass sich vor der Aufführung Warteschlangen bildeten, die um ganze Häuserblocks reichten. Nicht selten sah sich die Polizei gezwungen, die Straßen zu sperren und den Verkehr umzuleiten, um die Menschenmengen auf den Straßen nicht zu gefährden. Das Grauman’s Chinese Theatre, wo Krieg der Sterne ursprünglich überhaupt nicht anlaufen sollte, aber dann von produktionsbedingten Verzögerungen bei Atemlos vor Angst (1977) von William Friedkin profitierte, fuhr den erfolgreichsten Filmstart in seiner 50-jährigen Geschichte ein. Alleine in diesem Kino spielte der Film an seinem ersten Tag 19.358 USD ein, was ungefähr 4.800 Zuschauer entspricht. Die Ticketpreise zu dieser Zeit lagen je nach Standort und Kinobetreiber zwischen 2,00 und 4,50 USD. Bei acht der anderen 31 Kinos, die den Film am 25. Mai 1977 aufführten, wurden ebenfalls neue Rekorde aufgestellt, sodass am ersten Spieltag Gesamteinnahmen in Höhe von 254.809 USD und in der ersten Woche bereits 2,89 Millionen USD zusammen kamen. Nur wenige Tage nach der Kinopremiere hatte Lucas die Arbeiten am Soundmix für die weiteren Tonspuren beendet und reiste zusammen mit Bill und Gloria Huyck sowie seiner Frau Marcia nach Hawaii, um sich eine Auszeit zu nehmen und sich von dem Stress der letzten Jahre zu erholen. Ende Juni hatte der Film rund 8,8 Millionen USD eingenommen, wurde dann aber von dem Horrorfilm Exorzist II – Der Ketzer (1977) auf Platz Zwei der Kinocharts verwiesen. Am 27. Juli und nach acht Wochen Spielzeit – Krieg der Sterne lief mittlerweile in 48 Kinos in den USA – stieg er wieder auf Platz Eins auf und hatte bis zu diesem Zeitpunkt 18,2 Millionen USD eingespielt. Bemerkenswert war die Tatsache, dass viele Zuschauer den Film mehr als nur einmal im Kino ansahen. In vielen Kinos wurde der Film so oft abgespielt, dass aufgrund des Verschleißes an den Filmrollen beim Filmstudio neue Kopien bestellt werden mussten. Bis Oktober 1977 verbreitete sich der Film aufgrund seines Erfolges im ganzen Land und war in 910 Kinos in den USA und in Kanada zu sehen. Der unerwartete Erfolg des Films wirkte sich auch auf den Börsenwert von 20th Century Fox aus. Hatte die Aktie des Filmstudios im Juni 1976 noch einen Wert von rund 6 USD, so stieg diese bis kurz nach dem Filmstart von Krieg der Sterne auf fast 27 USD an. Fox schaltete in der Variety-Ausgabe vom 16. September 1977 eine ganzseitige Anzeige, mit der das Studio bekanntgab, dass sich „Krieg der Sterne zum erfolgreichsten Kinofilm der Firmengeschichte“ entwickelt habe, und mit der man sich außerdem bei all denjenigen bedankte, die dies möglich gemacht hatten. Auch Steven Spielberg bediente sich einer ganzseitigen Anzeige in einer Variety-Dezemberausgabe, um seinem Freund George Lucas dazu zu gratulieren, dass sich Krieg der Sterne – gemessen an den Inlandseinnahmen in den USA – zum erfolgreichsten Kinofilm entwickelte und damit an Spielbergs Der weiße Hai (1975) vorbeizog.[2]

Nach dem fulminanten Erfolg in den Vereinigten Staaten feierte Krieg der Sterne im Herbst 1977 auch auf den Philippinen seine Premiere. Wenig später schritt der Erfolgszug des Weltraummärchens mit Begleitung einer teuren Werbekampagne von Fox auch über die europäischen und asiatischen Grenzen. In Belgien, wo der Film im Oktober 1977 anlief, wurde der Film als überaus gewalttätig eingestuft und nur Erwachsenen zugänglich gemacht. Erst als eine spezielle von Lucas genehmigte Schnittfassung nach Belgien ausgeliefert wurde, durften auch Kinder den Film sehen. In dieser Fassung sind der abgeschlagene Arm in der Cantina-Sequenz sowie die sterblichen Überreste von Lukes Pflegeeltern nicht zu sehen und auch das Geräusch, als Darth Vader einem Rebellen-Offizier den Nacken bricht, wurde entschärft.[2] In Deutschland startete der Film am 10. Februar 1978 vorerst nur in einem Kino, dem Royal-Palast in West-Berlin, wo er mit einem für damalige Verhältnisse modernen 6-Kanal-Stereo-Ton ca. 30 Wochen im Programm war. Später lief Krieg der Sterne auch im Berliner Zoo-Palast, dem traditionellen Austragungsort der Berliner Filmfestspiele, sowie vielen anderen Kinos in Westdeutschland. Insgesamt lieferte 20th Century Fox 106 Kopien des Films in die Bundesrepublik aus und verzeichnete damit den bis dahin breitesten Deutschlandstart der Firmengeschichte mit insgesamt 771.768 Zuschauern am Startwochenende.[20] Ein ähnliches Bild bot sich in Japan und Indien, wo die Kinos rund 24 Wochen lang ausverkauft waren.[1] Krieg der Sterne war bis 1982 der erfolgreichste Film, er spielte im Kino weltweit 775 Millionen USD ein und steht ohne Inflationsbereinigung auf Platz 37 der erfolgreichsten Filme aller Zeiten (Stand: August 2011).[21]

Medienecho[Bearbeiten]

Bilder und Charaktere aus Krieg der Sterne zierten die Cover sämtlicher US-amerikanischer Film- und Medienzeitschriften, während George Lucas’ Porträt auf vielen Wirtschaftsmagazinen zu sehen war, die rund um die Kinopremiere veröffentlicht wurden. Darin waren Artikel zu lesen, die ein überwiegend positives bis begeistertes Stimmungsbild von George Lucas’ Weltraummärchen zeichneten. Art Murphy schrieb in der Variety, dass Krieg der Sterne ein „großartiger Film“ sei und „das Ergebnis auf einer Ebene mit Walt Disney, Willis O’Brien und anderen berechtigterweise berühmten Fachleuten“ stehe. Viel Beachtung erfuhren vor allem die zur damaligen Zeit herausragenden Spezialeffekte. Von einigen Seiten gab es aber auch kritische Stimmen. Allen voran gab es den kontrovers diskutierten Vorwurf, Krieg der Sterne würde sich durch die strikte Schwarz-Weiß-Darstellung rassistischen Vorurteilen bedienen. Immerhin – so die Argumentation – gab es keine afroamerikanische Schauspieler sondern nur ein vollständig in schwarz gekleideter Darth Vader als Antagonist, der dazu noch von einem bekannten schwarzen Schauspieler synchronisiert wurde.[2]

Da durch Krieg der Sterne das Interesse an Science-Fiction auf der Welt zunahm, konzentrierten sich die Pläne anderer Filmstudios auf dieses Genre. Walt Disney produzierte Die Katze aus dem Weltraum für Kinder, während Universal und Paramount gemeinsam an einer Neuverfilmung von Der jüngste Tag arbeiteten.[2] Außerdem wurden in dem James-Bond-Film Moonraker – Streng geheim (1979) Elemente des Science-Fiction wie eine Weltraumstation und ein Kampf im Weltraum hinzugefügt. Die Produzenten von James Bond wollten damit verhindern, dass sich bisher treue Bond-Fans dem Star-Wars-Franchise zuwandten und James Bond als erfolgreichstes Kinokonzept der Geschichte abgelöst würde.[22]

Werbekampagne[Bearbeiten]

Filmposter[Bearbeiten]

Ein sehr früher Plakatentwurf zu Eine neue Hoffnung von John Solie

Die ersten Ideen zum Plakatdesign zu Krieg der Sterne stammten von Ralph McQuarrie, der in seinen Entwürfen dramaturgische Motive miteinbrachte. So stellte McQuarrie die Hauptcharaktere Luke und Leia vor dem Hintergrund eines strahlenden Sonnenuntergangs der Zwillingssonnen von Tatooine, während er in einem weiteren Entwurf einen drohenden Schatten von Darth Vader über die Helden des Films positionierte. Im Dezember 1975 richtete Twentieth Century Fox an sämtliche Kinobetreiber der Vereinigten Staaten die Werbekampagne „Sechsundzwanzig für sechsundsiebzig“, in der das Studio eine Diashow mit den Motiven von Ralph McQuarrie präsentierte. Durch diese Strategie hoffte Fox, Vorausbuchungen für Krieg der Sterne einholen zu können. Der von Fox angeworbene Premierentermin für Weihnachten 1976 konnte allerdings nicht eingehalten werden.[23]

Im Juli 1976 verkaufte Star-Wars-Publizist Charles Lippincott auf der Comic-Con in San Diego rund 1.000 Poster, die von Howard Chaykin entworfen wurden. Der Kaufpreis lag damals bei 1,75 US-Dollar. Heute ist das Poster im melodramatischen Comic-Stil ein begehrtes und seltenes Sammlerobjekt, das mehrere hundert US-Dollar wert ist. Nachdem feststand, dass der Film bis Ende 1976 nicht mehr fertiggestellt werden konnte, veröffentlichte Fox ein sehr einfach gestaltetes Teaser-Poster mit der Aufschrift „Coming to your Galaxy this Summer“.[23]

Das bekannte Style-„A“-Poster, das auch bei der Premiere im Mai 1977 eingesetzt wurde, stammt von Tom Jung. Der technische Aspekt des Films rückte bei diesem Plakat bewusst in den Hintergrund, um weibliche Besucher nicht von einem Kinobesuch abzuschrecken. Stattdessen posieren Luke und Leia im Vordergrund, während eine übergroße Darth-Vader-Maske den Kontrast zwischen Schwarz und Weiß herstellt. Die beiden Droiden R2-D2 und C-3PO wurden später von einem anderen Künstler eingefügt. Auf das einjährige Jubiläum von Krieg der Sterne sollte ein Fotoplakat aufmerksam machen. Das Motiv bildet eine Star-Wars-Geburtstagstorte mit einer flammenden Kerze und einige Spielfiguren ab. Als Vorlage diente ein einfacher Entwurf von Ralph McQuarrie.[23]

Als Krieg der Sterne im Juli 1978 ein zweites Mal in die US-Kinos kam, warb das Style-„D“-Poster von Charles White III und Drew Struzan den Film an. Dieses Plakat richtet sich an ein eher älteres Publikum und verfolgt einen altmodischen Stil aus klassischen Filmromanzen. Vom britischen Künstler Thomas Chantrell stammt hingegen das Style-„C“-Plakat. Diese Illustration zeigt sämtliche Hauptcharaktere in aggressiver Kampfhaltung, während im Hintergrund Schiffe und Explosionen zu sehen sind. Das „C“-Poster diente auch als Vorlage für das Cover zur DVD-Auflage von Krieg der Sterne im September 2006.[23]

Ab dem Jahr 1997 trat im amerikanischen Raum das Style-„B“-Poster von Krieg der Sterne in Erscheinung, das für die „Special Edition“ des Films warb. In dieser Komposition baute Drew Struzan ein Porträt von Leia ein, das ursprünglich für ein Poster zu Das Imperium schlägt zurück verwendet wurde.[23]

Galerie[Bearbeiten]

Wiederveröffentlichungen[Bearbeiten]

Zweiter Kinostart[Bearbeiten]

Im Juli 1978 wurde Krieg der Sterne ein weiteres Mal in den Kinos veröffentlicht. Im Gegensatz zur ersten Premiere erfolgte der zweite US-Kinostart flächendeckend. Nach der Wiederveröffentlichung im Grauman’s Chinese Theatre ließ Ted Mann, der Betreiber des Kinos, ein Medienaufgebot von Presse und Schauspielern heranrücken und gestattete den Mitwirkenden von Krieg der Sterne sich am 3. August vor dem Eingang mit einigen Abdrücken in Beton zu verewigen. Neben bekannten Größen wie Frank Sinatra oder Clint Eastwood zieren nun Abdrücke von Anthony Daniels, R2-D2, George Lucas und Harrison Ford die betonierte Eingangspforte zum Chinese Theatre.[1] Am 10. April 1981 wurde der Film erstmals mit dem Untertitel „Episode IV – A New Hope“ über dem Lauftext aufgeführt.[24]

Special Edition[Bearbeiten]

Die umstrittene „Han Shot First“-Szene

Während der Dreharbeiten zu Krieg der Sterne musste Lucas häufig feststellen, dass die damalige Filmtechnik noch nicht ausgereift genug war, um seine Vorstellungen filmisch umzusetzen. Diese führte dazu, dass Lucas sein Drehbuch noch während der eigentlichen Produktion kürzen und bestimmte Szenen ganz streichen musste, um Kosten zu sparen. Im April 1995 trat Lucasfilm an Twentieth Century Fox heran und verhandelte über eine Wiederveröffentlichung von Krieg der Sterne und seinen beiden Fortsetzungen Das Imperium schlägt zurück und Die Rückkehr der Jedi-Ritter. Die Filme sollten in digital überarbeiteter Form in einer neuen VHS-Videofassung veröffentlicht und darüber hinaus in einem monatlichen Rhythmus in den Kinos neuaufgeführt werden.

Nachdem Fox den Vorschlag absegnete, begann Lucas zusammen mit Produzent Rick McCallum und seinem Effekt-Team von ILM einige Szenen der drei Filme mit zusätzlichen Spezialeffekten aufzubereiten. In der „Special Edition“ von Krieg der Sterne wurden insbesondere die Szenen in Mos Eisley verbessert. Mittels digitaler Technik verlieh man dem Raumhafen ein größeres Gelände und fügte einige Touristen und andere Gestalten ein, sodass die Szene deutlich lebendiger wirkt. Zu den größten Verbesserungen zählt eine neue eingefügte Szene, die zeigt, wie Han Solo mit dem Hutt Jabba über seine Schulden verhandelt. Lucas verzichtete ursprünglich auf diese Szene, da er die Darstellung von Jabba nicht mehr rechtzeitig realisieren konnte. Strittig ist hingegen eine Szene in Chalmuns Cantina, in der Han Solo seinen Gegenspieler Greedo erschießt. In der originalen Filmfassung von 1977 zieht Han während des Gesprächs mit Greedo seinen Blaster und erschießt diesen. Nach der Überarbeitung in der Special Edition handelt Han aus Selbstverteidigung, da Greedo zuerst einen Schuss abfeuert, der sein Ziel allerdings verfehlt. Lucas wollte Han mit dieser Änderung einen nachvollziehbaren Grund zu seiner Tat geben. Trotzdem gibt es in den Romanen Intrigen und Blutlinien kleine Anspielungen auf die „Han Shot First“-Szene.

Der US-Kinostart der Special Edition erfolgte am 31. Januar 1997 – knapp zwanzig Jahre nachdem Krieg der Sterne zum ersten Mal in den Kinos anlief. Obwohl der Film bereits zum dritten Mal in den Kinos aufgeführt wurde, war er ein Erfolg und stellte in den Monaten Januar und Februar sogar einen neuen Umsatzrekord auf.[1] Die US-Gesamteinnahmen des Films stiegen somit auf rund 400 Millionen US-Dollar. Das weltweite Einspielergebnis erhöhte sich dagegen auf 775 Millionen US-Dollar.[25]

DVD-Veröffentlichung[Bearbeiten]

Während der Dreharbeiten zu Die Rache der Sith im Jahr 2004 beschloss Lucas seine klassische Trilogie ein weiteres Mal zu überarbeiten, um sie für eine DVD-Veröffentlichung zu optimieren. Im Gegensatz zur Special Edition von 1997 sollten sich die Arbeiten überwiegend auf die Restauration des Filmmaterials beschränken. Nichtsdestotrotz wurden aber auch einige der neu eingefügten Szenen überarbeitet. Ein Beispiel sind die Gesichtszüge Jabbas, die in der Special-Edition-Kinofassung noch ein wenig verunglückt aussahen und für die DVD-Fassung der Limited Edition deutlich dem Aussehen aus Episode VI angeglichen wurden.

Lucasfilm beauftragte die auf Filmrestauration spezialisierte Firma Lowry Digital Images, die zuvor bekannte Filmklassiker wie Casablanca (1942), Moby Dick (1956) und Lucas’ Erstlingswerk THX 1138 (1971) optisch aufwertete. In einem mehrere Monate andauernden Arbeitsprozess entfernten John Lowry und sein Team unzählige Kratzspuren und Schmutz aus den originalen Negativen, die nach einer fast 30-jährigen Lagerung und andauerndem Kinoalltag große Verschleißerscheinungen aufwiesen. Mit dem sogenannten telecine-Verfahren übertrug Lowry Digital die Filme auf einen hochauflösenden Videofilm, von dem Lucas am Ende der Arbeiten das Master erhielt. Die DVD wurde am 22. September 2004 in einem Dreifach-Set zusammen mit Das Imperium schlägt zurück und Die Rückkehr der Jedi-Ritter veröffentlicht. In der deutschen Übersetzung des Lauftextes erschien dabei erstmals der Untertitel „Episode IV – Eine neue Hoffnung“ während der eigentliche Titel von „Krieg der Sterne“ in „Star Wars“ umbenannt wurde.

Zwei Jahre später, am 14. September 2006, veröffentlichte Lucasfilm eine neue DVD-Auflage der Special Edition von 2004 unter dem Namen Limited Edition. Als Bonusmaterial enthält das 2-Disc-Set die unbearbeitete Kinofassung von 1977. Wie alle Star-Wars-Filme enthält auch Eine neue Hoffnung in der DVD-Version einen DVD-ROM-Internetlink zu weiteren exklusiven Star-Wars-Inhalten, der den veralteten, seit Windows Vista nicht mehr unterstützten InterActual Player verwendet und zu einer Seite auf StarWars.com verlinkt, die nicht mehr existiert. Ob dieser Fehler behoben werden wird, ist nicht bekannt.

Darstellerliste[Bearbeiten]

Hauptpersonen[Bearbeiten]

Rebellen[Bearbeiten]

Imperiale[Bearbeiten]

Andere[Bearbeiten]

Deutsche Synchronsprecher[Bearbeiten]

Charakter Sprecher
Luke Skywalker Hans-Georg Panczak
Han Solo Wolfgang Pampel
Leia Organa Susanna Bonaséwicz
Darth Vader Heinz Petruo
Obi-Wan Kenobi Wilhelm Borchert
Wilhuff Tarkin Friedrich Schoenfelder
C-3PO Joachim Tennstedt

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Oscar 1978

Saturn Award 1978

  • Bester Hauptdarsteller (Mark Hamill)
  • Beste Hauptdarstellerin (Carrie Fisher)
  • Bestes Kostüm (John Mollo)
  • Beste Regie (George Lucas)
  • Bestes Make-up (Rick Baker und Stuart Freeborn)
  • Beste Musik (John Williams)
  • Bester Science-Fiction-Film
  • Beste Spezialeffekte (John Dykstra und John Stears)
  • Bester Nebendarsteller (Alec Guinness)
  • Bestes Drehbuch (George Lucas)

weitere Auszeichnungen

  • 1977 – Best Cinematography Award (Gilbert Tayler)
  • 1977 – LAFCA Award für Beste Filmmusik (John Williams)
  • 1978 – DGA Award für hervorragende Leistungen als Regisseur (George Lucas)
  • 1978 – WGA Award für Beste Komödie (George Lucas)
  • 1978 – Goldene Leinwand
  • 1978 – Golden Globe für Beste Filmmusik (John Williams)
  • 1978 – Grammy Award für Beste Filmmusik (John Williams)
  • 1978 – Hochi Film Award für Bester fremdsprachiger Film (George Lucas)
  • 1978 – People’s Choice Award für Bester Film
  • 1979 – Evening Standard British Film Award für Bester Nebendarsteller (Alec Guinness)
  • 1979 – Evening Standard British Film Award für Bester Film (George Lucas)
  • 1979 – Readers’ Choice Award für Bester fremdsprachiger Film
  • 1989 – Eintrag in das National Film Registry
  • 1997 – MTV Movie Award
  • 2005 – Golden Satellite Award für Beste DVD-Kollektion

Inhalt[Bearbeiten]

Trivia[Bearbeiten]

Filmfehler[Bearbeiten]

  • Beim Verkauf der Droiden an Owen Lars und Luke Skywalker wird zuerst der Droide R5-D4 verkauft. Kurz danach gibt es eine kleine Explosion in dessen Kopf und der Droide bleibt vor Luke stehen. In der nächsten Szene steht der Droide jedoch wieder unversehrt in der Reihe der angebotenen Droiden. Die nächste Einstellung zeigt ihn jedoch wieder beschädigt neben Luke.
  • Als Luke auf der Suche nach R2-D2 von einem Tusken-Räuber niedergeschlagen wird und bewusstlos auf dem Boden liegt, liegt er mit zur rechten Seite geneigten Kopf da. Nachdem Obi-Wan den verlorenen Droiden freundlich anspricht und danach wieder Luke zu sehen ist, liegt er mit relativ geraden Kopf da.
  • Kurz nachdem sich Skywalker, Solo und Kenobi aus dem Hangar geschlichen haben, stehlen sie zwei Waffen aus einer Halterung. Doch einige Szenen später stehen diese Waffen wieder dort.
  • Der Millennium Falke hat auf der Oberseite einen großen Radar-Schirm. In der Szene, als Luke und seine Begleiter in Mos Eisley das Raumschiff zum ersten Mal im Hangar sehen, ist dieser jedoch verschwunden.
Der Kopfstoß
  • In der Unterhaltung zwischen Wilhuff Tarkin und Darth Vader, dass Prinzessin Leia die Rebellion niemals verraten würde, gestikuliert Vader weiter, ohne dass er jedoch noch etwas spricht. Der Grund hierfür war, dass der Text viel länger war, als später im Film zu hören. David Prowse sprach folgenden Dialog: „I told you she would never consciously betray the Rebellion, unless she thought she could destroy us in the process.“ In der Postproduktion wurde der Dialog jedoch nach dem Wort "Rebellion" abgeschnitten.
Vaders Fenster
  • Nachdem der Müllschacht aktiviert wurde, stürmen Sturmtruppen das Versteck von C-3PO und R2-D2. Beim Sturm ist jedoch die Panzertür nicht ganz offen: Einer der Sturmtruppler stößt mit dem Kopf dagegen. (In der Special Edition wurde hier ein entsprechendes Geräusch eingefügt.)
  • Die „detaillierten Pläne“ des Todessterns werden von den Rebellen aus R2-D2 geladen und im anschließenden Briefing erklärt. Deutlich ist zu sehen, dass der große Superlaser in der Mitte der Kugel dargestellt wird. Im restlichen Film befindet er sich jedoch in der Mitte der nördlichen Hälfte.
  • Bei den Cockpit-Ansichten des TIE-X1-Turbosternjägers ist deutlich hinter Vader ein Fenster zu sehen. Bei den Außenansichten des Jägers fehlt jedoch ein solches. (Der Fehler passierte dadurch, dass die Szenen mit David Prowse vor dem Bau des Modells bereits gedreht waren. Aus Kostengründen griff man auf das "Standard-Cockpit" des TIE-Jägers bei den Dreharbeiten zurück. Als das Modell vom TIE-X1-Turbosternjäger dann gebaut wurde, vergaß man das Fenster auf der Rückseite).
  • Als Obi-Wan und Darth Vader gegeneinander kämpfen, sieht man den kleinen Tafel auf Vaders Rüstung. Ein paar Szenen später ist es wieder zu sehen, allerdings gespiegelt.
  • Als Obi-Wan sein Lichtschwert zündet, kann man erkennen, dass sich unter seinem Lichtschwert eine Schnur befindet. (Man muss das Bild auch anhalten und näher heranzoomen, damit man es erkennen kann.)
  • Als Wedge Antilles den Todesstern verlässt, ist für einen kurzen Moment noch der Greenscreen über seinem Kopf zu sehen.

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,00 1,01 1,02 1,03 1,04 1,05 1,06 1,07 1,08 1,09 1,10 1,11 1,12 1,13 1,14 1,15 1,16 1,17 1,18 1,19 1,20 1,21 1,22 Das Kino des George Lucas
  2. 2,00 2,01 2,02 2,03 2,04 2,05 2,06 2,07 2,08 2,09 2,10 2,11 2,12 2,13 2,14 2,15 2,16 2,17 2,18 The Making of Star Wars – The Definitive Story Behind the Original Film
  3. The Making of Star Wars – The Definitive Story Behind the Original Film, Hardcover, Ebury Press, Seite 82
  4. „There was a bit of hysteria around here at that point because we’d just come off Lucky Lady, and the company was getting very bad press about it being the most expensive picture Fox had made since 1969. And Lucky Lady’s cost had at least been covered in guarantees, while the budget for Star Wars kept escalating and escalating [with no such assurances]. We kept certain budgets and it kept increasing and increasing and increasing. There was concern because the research and develepment kept going on and on, and nothing was being seen. A couple of people came in and said, ’look, it’s never going to stop unless you just say, That’s it.’“ – Alan Ladd, Jr., The Making of Star Wars – The Definitive Story Behind the Original Film, Hardcover, Ebury Press, Seite 82
  5. „I just don’t think they were as aware as they should have been about how a film like this gets made and the fact that things have to be done way ahead of time. It takes six month to design a robot and build it. They just figured you could do it in six weeks, because they’re used to making television movies where you come in and threee weeks later, everything is ready to go. This isn’t that kind of a movie, and the more time and money that’s spent up front, the less time and money you have to spend actually making the movie. You save money.“ – George Lucas, The Making of Star Wars – The Definitive Story Behind the Original Film, Hardcover, Ebury Press, Seite 82
  6. The Making of Star Wars – The Definitive Story Behind the Original Film, Hardcover, Ebury Press, Seite 83-86
  7. The Making of Star Wars – The Definitive Story Behind the Original Film, Hardcover, Ebury Press, Seite 86-90
  8. The Making of Star Wars – The Definitive Story Behind the Original Film, Hardcover, Ebury Press, Seite 93
  9. The Making of Star Wars – The Definitive Story Behind the Original Film, Hardcover, Ebury Press, Seite 100-101
  10. The Making of Star Wars – The Definitive Story Behind the Original Film, Hardcover, Ebury Press, Seite 101-105
  11. The Making of Star Wars – The Definitive Story Behind the Original Film, Hardcover, Ebury Press, Seite 108-110
  12. The Making of Star Wars – The Definitive Story Behind the Original Film, Hardcover, Ebury Press, Seite 111
  13. The Making of Star Wars – The Definitive Story Behind the Original Film, Hardcover, Ebury Press, Seite 132-135
  14. The Making of Star Wars – The Definitive Story Behind the Original Film, Hardcover, Ebury Press, Seite 169
  15. The Making of Star Wars – The Definitive Story Behind the Original Film, Hardcover, Ebury Press, Seite 138-140
  16. The Making of Star Wars – The Definitive Story Behind the Original Film, Hardcover, Ebury Press, Seite 141-143
  17. „It played like a drama with the board of directors. I must say that here were more who didn’t like it than liked it. There was also a screening for radio and record peaple – and about ten people walked out...“ – The Making of Star Wars – The Definitive Story Behind the Original Film, Seite 290
  18. Ein Imperium der Träume
  19. The Making of The Empire Strikes Back, Hardcover, Aurum Press, Seite 10
  20. Star Wars – Das offizielle Magazin, Ausgabe 48, 30 Jahre Sternenkrieg in Deutschland
  21. Einspielergebnisse lt. Branchendienst BoxOfficeMojo.com
  22. James Bond in sechzig Minuten, Seite 72f., Thiele-Verlag 2008
  23. 23,0 23,1 23,2 23,3 23,4 Das Star Wars Poster Book
  24. Episode IV – Eine neue Hoffnung auf Lucasfilm.com
  25. Star Wars auf Box Office Mojo