Jevesect

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Jevesect
Allgemeines
Heimatwelt:

Herzob[1]

Designierung:

Nicht vernunftbegabt[1]

Lebensraum:

Getreidefelder[1]

Ernährungstyp:

Allesfresser[1]

Beschreibung
Durchschnittliche Größe:

1,50 Meter[1]

Durchschnittliches Gewicht:

70 Kilogramm[1]

Der Jevesect ist eine Spezies, die auf der landwirtschaftlichen Kolonie Herzob heimisch ist. Obwohl er mit seinem Exoskelett, seinem Flügelpaar und seinem segmentierten Augenpaar in seiner äußeren Gestalt an ein Insekt erinnert, entspricht seine Atmung und seine innere Physiologie der eines primitiven Säugetiers. Für die Getreideernte der dortigen Bauern stellen die Jevesect-Schwärme eine Plage dar. Nicht nur frisst der seit der Besiedlung seiner Heimat ganzjährig aktive Schädling einen erheblichen Anteil ihrer Ernte. Insbesondere im Winter, wenn die Nahrung rarer ist, greifen die hungrigen Jevesects auch andere, kleine Tiere und sogar Menschen an. Die Bauern von Herzob setzen zur Schädlingsbekämpfung auf zwei Mittel: den Einsatz von Pestizide versprühenden Kammerjägerdroiden und die Anwerbung häufig unqualifizierter Kammerjäger.

Beschreibung[Bearbeiten]

Ein ausgewachsener Jevesect wird typischerweise 1,50 Meter lang und 70 Kilogramm schwer. Obwohl der Sechsbeiner aufgrund seines insektoiden Äußeren, vor allem wegen seines Exoskeletts, häufig für ein Insekt gehalten wird, atmet er[1] durch ein Lungenpaar,[2] anstatt Luft über seine Körperoberfläche aufzunehmen. Seine innere Physiologie erinnert auch im Übrigen an die eines primitiven Säugetiers. Zusätzlich zu seinem Exoskelett verfügt der Jevesect über ein knorpeliges Endoskelett, das sein Gewicht auf seinen Körper verteilt. Mit dem Flügelpaar auf seinem Rücken kann der Jevesect zwar nicht fliegen. Er nutzt es jedoch häufig, um weite Sprünge hinzulegen. Das laute, klimpernde Geräusch seiner Flügel ist bis auf eine Viertelmeile zu vernehmen. Der Jevesect verfügt über ein Paar segmentierter Augen mit exzellenter Sehkraft. Mit der ihm dadurch ermöglichten Schwarz-Weiß-Sicht ist er in der Lage, auch in der Dunkelheit auf eine Entfernung von 20 Metern zu sehen und sich daher in einer Umgebung ohne Licht zu orientieren. Aufgrund seiner Sehkraft ist es schwer, einen Jevesect zu überraschen. In einem besonderen Organ[1] im Hals[2] produziert der Jevesect eine ätzende Säure, die er durch eine Röhre in seine Stirn befördert und von dort auf eine Entfernung von bis zu 10 Metern auf sein Ziel versprüht. Obwohl die Säure auch zur Selbstverteidigung eingesetzt werden kann, gebraucht er sie zumeist als Magensäure, um widerstandsfähiges Pflanzengewebe zu zersetzen, damit er es einfacher kauen und verdauen kann. Obwohl die Säure nicht stark genug ist, um durch Stein oder synthetische Barrieren wie Durabeton zu brennen, zerschmelzen die meisten organischen Substanzen wie Holz oder Fleisch bei einer Berührung. Die Säure fügt dem Ziel Schaden zu, wenn sie nicht von der Haut oder Kleidung abgewischt wird.[1]

Auf seiner Heimatwelt Herzob, einem landwirtschaftlich geprägten Planeten in den Kolonien, bewegt sich der Jevesect in Schwärmen von sechs bis zehn Individuen über die bewirtschafteten Felder fort – und das, seit das Ökosystem mit der Besiedlung des Planeten angepasst wurde, ohne monatelange Ruhephasen,[1] in denen er sich in den Boden eingegraben hat.[2] Dabei ernähren sich die gefräßigen, von der Nahrungssuche angetriebenen Jevesects vornehmlich von dem dort angebauten Getreide. Üblicherweise sind sie nur daran interessiert, das Getreide zu fressen und weiterzuziehen. Allerdings frisst der Jevesect gelegentlich auch kleinere Tiere oder sogar Menschen – vor allem in den kalten Monaten des kurzen Winters, in denen am wenigsten Getreide wächst und der Jevesect daher gezwungen sein kann, seine Nahrungsquellen auszuweiten. Meist ist er nicht daran interessiert zu kämpfen. Hunger oder Ärger können ihn aber dazu bringen, sich auf außergewöhnlich aggressive Weise gegen jemanden zu verteidigen, der sich ihm zu sehr genähert hat und dem er daher einen Angriff unterstellt. Dabei schleicht er sich nur selten an seine Beute an. Der Jevesect wird von Hitze angezogen. Im Winter hält er sich in der Nähe von Generatoren oder Droiden auf, die Wärme ausstrahlen. Ganze Gruppen von Jevesects sammeln sich in der warmen Luft unter schwebenden Droiden oder folgen der Hitzespur niedrig fliegender Gleiter. Das Leben des Jevesect steht irgendwie mit Herzob in Zusammenhang: Er stirbt binnen 48 Stunden, wenn er von seiner Heimatwelt fortgebracht wird.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Bei der Besiedlung von Herzob töteten oder genmanipulierten die Siedler alle größeren Raubtiere, um den Planeten landwirtschaftlich nutzen zu können. Auf die Ausrottung der Jevesects legten sie dabei keinen Wert,[1] da sie sich monatelang im Boden eingruben[2] und nur unregelmäßig – einmal in mehreren Jahren – auftraten. Allerdings wurden die Jevesects durch die Veränderung von Herzobs Ökosystem aktiver,[1] da sie ihre bevorzugte Nahrung nunmehr alljährlich vorfanden,[2] und gaben ihre typischen Ruhephasen auf. Die planetenweite Verbreitung des Schädlings stellt eine Gefahr für die Ernte der Bauern dar, die sie aufgrund ihrer Gefräßigkeit und ihres aggressiven Verteidigungsverhaltens nicht einfach ignorieren können. Die Bewohner von Herzob haben dagegen zwei Mittel entwickelt. Sie setzen Pestiziddroiden ein, die über den Feldern schwebend nach Schädlingen suchen und sie dann durch das Versprühen von ätzendem Pestizid vertreiben. Das billigste und daher verbreitetste Modell, der LD-8 Kammerjägerdroide, war allerdings nicht sonderlich hochentwickelt und setzte seine Mittel mitunter so wahllos ein, dass die Bauern nicht mehr gewillt waren, ihre eigenen Felder zu betreten. Da einige Jevesects eine Resistenz gegen gewöhnliche Pestizide entwickelt haben, sind viele Bauern bereit, ihre Ernte dadurch zu riskieren, dass sie zu noch gefährlicheren Mitteln greifen. Des Weiteren floriert auf Herzob eine Kammerjägerindustrie. Die eng verbundene, gewerkschaftlich organisierte Gruppe der lizenzierten Kammerjäger greift zu unterschiedlichen Methoden – von persönlicher Jagd bis zu explosionsauslösenden Stolperdrähten –, um der Plage Herr zu werden. Die Tätigkeit zieht viele Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Hintergründen an, auch von außerhalb von Herzob. Viele von ihnen sind jedoch inkompetent und nur deshalb im Geschäft, weil sie überhaupt zu diesem gefährlichen Unterfangen bereit sind. Die Bauern wissen, dass es schwer ist, gute Hilfe zu finden.[1] Die Jevesects pflanzten sich schnell genug fort, damit die Neugeborenen die von Kammerjägern erlegten Individuen ersetzen konnten.[2]

Als der Bauer Wen Donof, der auf seinen hunderte Quadratkilometer weiten Feldern einen 3 Meter hohen Weizen züchtete, mit einer Jevesect-Plage zu kämpfen hatte, war er bereit, anstelle der größtenteils unqualifizierten Kammerjäger von Herzob, eine nicht gewerkschaftlich gebundene Hilfe von außen anzuwerben. Allerdings versuchten die einheimischen Kammerjäger, die Bemühungen der Fremden zu sabotieren, und waren dazu sogar bereit, die Verbreitung der Jevesects zu befördern. Der rodianische Wissenschaftler Burbu versuchte, den Umstand zu isolieren, der dafür sorgte, dass ein von Herzob verbrachter Jevesect binnen 48 Stunden stirbt. Umweltschutzgruppen waren jedoch daran interessiert, dass er diesen Faktor nicht herausfand, da sie die Gefahr erkannten, dass die Jevesects auf Grundlage dieser Erkenntnis schnell zu einer biologischen Waffe gegen andere landwirtschaftliche Welten ohne die Kontrolle durch natürliche Feinde weiterentwickelt würden. Bei den Bewohnern von Herzob ist die Knorpelsuppe aus dem Endoskelett der Jevesects ein typisches Mahl. Fast jede Großmutter hat ihr eigenes, geheimes Rezept. Obwohl es sich die Jugend von Herzob zum Sport machte, die auf Hitze reagierenden Jevesects mit ihren Gleitern durch die Gegend zu lenken, war dieser Zeitvertreib gefährlich, wenn ein Fahrer von seinem Fahrzeug fiel und damit zu einem potenziellen Ziel der Schädlinge wurde.[1]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  • Der Jevesect war der Gegenstand eines von Jeff Quick verfassten Beitrags für Creature Feature, eine mehrteilige, das Star-Wars-Rollenspiel von Wizards of the Coast ergänzende Artikelreihe auf der Internetseite des Verlages. Da das grammatikalische Geschlecht aus dem englischsprachigen Beitrag nicht hervorgeht, verwendet dieser Artikel das generische Maskulinum.
  • In seinem Eintrag in dem Nachschlagewerk The Complete Star Wars Encyclopedia wird der Jevesect als Pflanzenfresser und nicht wie in dem Rollenspielartikel als sich vorwiegend von Pflanzen ernährender Allesfresser beschrieben.