Droide

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Droiden sind mechanische Geräte, die je nach ihrer Konstruktionsweise und Programmierung für verschiedenste Aufgaben eingesetzt werden können. Sie finden sich in allen Bereichen des galaktischen Lebens, sei es in der Wirtschaft, dem Militär, der Wissenschaft, der Politik oder im Privathaushalt und haben meistens eine unterstützende Funktion inne. Durch Speicherlöschungen können die von ihnen gespeicherten Daten gelöscht werden, was zum einen zu Geheimhaltungszwecken, zum anderen für Veränderungen der Programmierung eines Droiden genutzt werden konnte. Neben Speicherlöschungen müssen Droiden generell regelmäßig gewartet werden, da sie andernfalls fehlerhafte Programmierungen und Verhaltensauffälligkeiten entwickeln können, die eine Gefahr darstellen können.

Während der letzten Jahre der Galaktischen Republik stellte die Konföderation unabhängiger Systeme, ein Konglomerat aus mächtigen Wirtschaftsunternehmen und abtrünnigen Sternsystemen, eine gewaltige Droidenarmee zusammen, mit der sie die Republik stürzen wollte, wodurch die Klonkriege ausbrachen, an deren Ende die Droidenarmee jedoch deaktiviert wurde.

Klassifizierung[Bearbeiten]

Droiden werden allgemein in fünf Klassen eingeteilt:

  • Klasse 1: Droiden dieser Klasse werden überwiegend für medizinische und wissenschaftliche Zwecke eingesetzt und besitzen Kenntnisse aus den Bereichen Naturwissenschaften, Mathematik und Medizin. So zählen sämtliche Medi-Droiden zur Klasse 1, ebenso wie Analysedroiden wie der SP-4 oder der JN-66.
  • Klasse 2: Droiden der Klasse 2 sind für den Einsatz im Ingenieurswesen und der Technik spezifiziert. So zählen unter anderem sämtliche Astromechdroiden ebenso zur Klasse 2 wie Energiedroiden oder der DUM-Serie Boxendroide.
  • Klasse 3: Die Droiden dieser Klasse werden im Bereich der Gesellschaftslehre und Dienstleistungen eingesetzt. Alle Arten von Protokolldroiden sowie Kameradroiden und Hilfsdroiden zählen dazu, so auch Sekretär-, Assistenz- und Dienerdroiden oder auch speziell ausgerichtete Koch-, Kellner oder Feuerwehrdroiden.
  • Klasse 4: Klasse-4-Droiden bewältigen Sicherheits- und Militäraufgaben. Alle Formen von Kampfdroiden, Attentäterdroiden, Sicherheitsdroiden und Suchdroiden werden zu dieser Klasse gezählt.
  • Klasse 5: Droiden der Klasse 5 sind für niedere Tätigkeiten und körperliche Arbeit ausgelegt und verfügen oftmals über eine einfachere, funktionale Programmierung. Darunter fallen hauptsächlich die Arbeitsdroiden, sofern diese nicht durch Spezialisierungen einer der anderen Klassen zugeordnet werden können.

Quellen[Bearbeiten]

Droiden sind mechanische oder elektronische Geräte, die konstruiert werden, um organischem Leben zu dienen. Durch das Vorhandensein einer selbsterkennenden Intelligenz, das Vorausplanen der Fortbewegung, vielfältige Informationsaufnahme durch verschiedene Sensoren, Logik, Manipulationsgeschick und Kommunikationsvermögen unterscheiden sich Droiden von Robotern. Viele Droiden besitzen eine Persönlichkeit, die ähnlich komplex ist wie die eines lebenden Organismus.

Geschichte[Bearbeiten]

Proteste gegen Droiden.

Die Ursprünge der Droidentechnologie sind unbekannt, allerdings existierten schon vor den ersten Raumflügen Droiden, die aus einer archaischen Robotertechnik entwickelt worden waren. Die ersten Droidenmodelle wurden dazu mit einer Grundprogrammierung versehen und passten sich durch Erfahrungen an ihre Aufgaben an. Im Laufe der Zeit entwickelten sich die für die Konstruktion und Programmierung von Droiden nötigen Technologien weiter, sodass Droiden in immer mehr Aufgabenbereichen genutzt wurden.

Droiden erfuhren seit dem Beginn ihrer Nutzung eine Ablehnung aus der Bevölkerung, da sie für den Verlust von Arbeitsplätzen verantwortlich gemacht wurden. Trotzdem weitete sich die Nutzung der Maschinen schnell aus. Im Laufe der Zeit wurden Droiden billiger und dadurch für einen größeren Markt verfügbar. Nachdem Ingenieure ersten Droiden Persönlichkeiten einprogrammiert hatten, steigerte sich der Absatz von Droiden nochmals. Die Abneigung gegen die Maschinen blieb trotz ihrer Verbreitung bestehen, weshalb Droiden häufig am Rande der Gesellschaft leben und zwar für unbeliebte Arbeiten eingesetzt werden, aber nicht in die persönlichen Bereiche von organischen Lebewesen vordringen dürfen. Einzig Medi-Droiden wird dies gestattet, da sie erkrankte oder verletzte Personen häufig besser und gefahrloser als organische Fachkräfte versorgen können.[1]

Der einzelne Droide[Bearbeiten]

Name[Bearbeiten]

Standardmäßig besteht der Name eines Droiden aus einer Kombination von Zahlen und Buchstaben, die meist die Modellreihe beinhalten. Zusätzlich kommen noch einige Zeichen dazu, um den individuellen Droiden von den anderen seiner Modellreihe abzuheben. R2-D2 war beispielsweise ein Astromechdroide der R2-Serie von Industrie-Automaton. D2 war dann seine persönliche Bezeichnung, die kein anderer Droide der R2-Serie trug. Oft werden Ziffernbezeichnungen auch phonetisch ausgeschrieben. So nannte Wedge Antilles seinen Droiden R5-G8 Gate (G-eight). Andere Droiden bekommen ganz persönliche Namen, zum Beispiel hieß Corran Horn Astromechdroide Pfeifer. In einigen seltenen Fällen werden Serien auch mit normalen Namen ausgestattet, so etwa die SIAK Serie der Verpinen. [1]

Klassifizierung[Bearbeiten]

Droiden werden in fünf Hauptklassen eingeteilt. Hierbei beinhalten die Klassen Eins bis Vier Droiden, die in der Regel eine relativ komplexe Persönlichkeitsmatrix besitzen. Klasse-Fünf-Droiden sind dagegen einfacher strukturiert und werden als Arbeitsdroiden verwendet. Zusätzlich gibt es noch Cyborgs, die eine Symbiose aus lebenden Organismen und Maschinen darstellen. [1]

Droiden der Klasse Eins[Bearbeiten]

In die Klasse Eins werden alle wissenschaftlichen Droiden geordnet. Dazu gehören Droiden, die in der Medizin und der biologischen, mathematischen und physikalischen Forschung eingesetzt werden. Sie sind in der Regel die teuersten Droiden, die auf dem Markt verfügbar sind. Obwohl sie über weit überdurchschnittliche Prozessoren verfügen, können sie diese nicht einsetzen, um Probleme in der echten Welt zu lösen. Medi-Droiden sind dabei die am häufigsten auftretenden Klasse-Eins-Droiden, außerdem sind sie die einzigen Klasse-Eins-Droiden, die nicht nur forschen, sondern in ihrem Feld praktisch tätig sind. Klasse-Eins-Droiden sind größtenteils kein Ziel von Anti-Droiden-Bewegungen, da, außer bei Medi-Droiden, die wenigsten Lebewesen mit ihnen in Kontakt treten. Forscher schätzen an Klasse-Eins-Droiden, dass man mit ihnen lange über die Forschung reden kann, ohne zu einem anderen Thema abzuschweifen, während andere Lebewesen dies häufig als langweilig oder arrogant empfinden.[1] (→ Liste der Klasse Eins Droiden)

Droiden der Klasse Zwei[Bearbeiten]

Klasse-Zwei-Droiden sind hauptsächlich im Ingenieurwesen und der angewandten Wissenschaft sowie als Techniker anzutreffen. Darin unterscheiden sie sich hauptsächlich von Klasse-Eins-Droiden, welche keine praktische Lösung zu Problemen suchen. Da Klasse-Zwei-Droiden meistens eine sehr zweckdienliche Form und Gestalt besitzen und normalerweise nicht über die die Fähigkeit verfügen, sich mittels Sprache auszudrücken, werden sie von den meisten Lebewesen als nicht sonderlich intelligent betrachtet, obwohl sie in der Regel sehr weit entwickelt sind und über eine ausgeprägte Persönlichkeitsmatrix verfügen. Deshalb ist es nicht unüblich, dass sich Klasse-Zwei-Droiden persönlich auf die Suche nach ihrem Schicksal machen. Zu den Klasse-Zwei-Droiden gehören Astromechdroiden, Aufklärungsdroiden, Umweltdroiden, Ingenieurdroiden und Wartungsdroiden.[1] (→ Liste der Klasse Zwei Droiden)

Droiden der Klasse Drei[Bearbeiten]

Die Droiden der Klasse Drei simulieren das organische Leben, da sie dafür gedacht sind, mit Lebewesen zu kommunizieren und zu interagieren. Klasse-Drei-Droiden sind historisch gesehen die letzte Art von Droiden, die entwickelt wurden. Sie sind meistens mit einer Recheneinheit ausgestattet, die versucht, ein organisches Gehirn zu simulieren. Das Programmieren dieser Einheit zählt zu den kompliziertesten und forderndsten Tätigkeiten eines Programmierers. Oft entwickeln Klasse-Drei-Droiden eine sehr eigene Persönlichkeit, wenn sie vor Speicherlöschungen bewahrt bleiben. Zu den Klasse-Drei-Droiden gehören Protokolldroiden, Dienerdroiden, Erziehungsdroiden und Haushaltsdroiden.[1] (→ Liste der Klasse Drei Droiden)

Droiden der Klasse Vier[Bearbeiten]

Klasse-Vier-Droiden sind Droiden, die für aggressive Tätigkeiten genutzt werden. Der handeln mit ihnen ist streng beschränkt und sie existieren aufgrund der Gefahr, die von ihnen ausgeht, selten unabhängig von organischen Lebewesen. Zu den Klasse-Vier-Droiden gehören Sicherheitsdroiden, Gladiatordroiden, Kampfdroiden und Attentäterdroiden.[1] (→ Liste der Klasse Vier Droiden)

Droiden der Klasse Fünf[Bearbeiten]

Droiden mit wenig Intelligenz und kaum Persönlichkeitsprogrammierung gehören in die Klasse Fünf. Zu den Klasse-Fünf-Droiden gehörten auch die ersten der je hergestellten Droiden. Sollten Klasse-Fünf-Droiden mit zuviel Intelligenz ausgestattet sein, kann es passieren, ihre Motivation verlieren und fortan ihre Arbeit nur noch unwillig erledigen oder revoltieren. Da man Droiden überall begegnet, kommt fast jedes Lebewesen irgendwann mit ihnen in Kontakt. Zusammen mit der Tatsache, dass Klasse-Fünf-Droiden Lebewesen viele Arbeitsplätze weggenommmen haben, sind sie häufig Ziel von Aggressionen. Zu den Klasse-Fünf-Droiden gehören hauptsächlich Arbeitsdroiden.[1] (→ Liste der Klasse Fünf Droiden)

Cyborgs[Bearbeiten]

Cyborgs sind eine Spezialform der Droiden. Als Cyborg gelten Lebewesen, die mit mechanischen Teilen ergänzt oder verbessert wurden. Dies kann von dem ersetzen einzelner Körperteile bis zur kompletten Rekonstruktion eines Körpers gehen. Auch als Cyborgs gelten Lebewesen, welche ihr Gehirn mit einem Computer verbunden haben.[1] (→ Liste der Cyborgs)

Droidenverhalten[Bearbeiten]

Standardmäßig hat jeder Droide einer Produktionsreihe dieselbe Programmierung und die gleichen Charakterzüge. Zwar lassen die Persönlichkeitsmatrizen der Droiden normalerweise eine Entwicklung des Charakters zu, so entwickeln viele Droiden, wenn sie lange genug sich selbst überlassen werden, eine eigene Persönlichkeit, die ihre Basisprogrammierung überlagert, doch das Verhalten wird immer von den Basishemmungen genannten Einstellungen, die der Droide von seinen Herstellern bekommen hat, eingeschränkt. Deshalb spiegelt der Charakter eines Droiden meistens den Zweck wieder, für den er ursprünglich konstruiert wurde.[1] Die Basishemmungen sind im Kernprogramm, das auf der tiefsten Speicherebene zu finden ist, abgespeichert. Dieses Kernprogramm lässt sich weder überschreiben noch löschen. Das Kernprogramm sorgt dafür, dass der Droide immer nach einem strengen moralischen und ethischen Regelwerk funktioniert. So besitzen alle Droiden, mit der Ausnahme von Kampfdroiden und Attentäterdroiden, ein Programm, nach dem sie kein organisches, intelligentes Wesen töten können, sei es aktiv oder passiv. Ein anderes Programm besagt, dass sich Droiden nicht zerstören lassen dürfen, außer ein organisches, intelligentes Wesen würde andernfalls verletzt werden. Droiden sind dazu programmiert, den Befehlen ihres Besitzers zu gehorchen. Ausnahmen bilden Befehle, die den Basishemmungen widersprechen. In solch einem Fall muss der Droide seinem Herrn sofort mitteilen, warum er den Befehl nicht ausführen kann. [2]

Speicherlöschung[Bearbeiten]

Der Speicher eines Droiden wird gelöscht.

Obwohl grundlegende Charaktergrundzüge immer erhalten bleiben, können sie, abhängig von den Erlebnissen des Droiden, stark erweitert werden. Das kann dazu führen, dass ein Droide zu einem Individuum wird, das selbstständig Entscheidungen trifft und sich gegen Befehle zur Wehr setzt.[3] Um ein solches unkooperatives Verhalten zu unterdrücken, werden bei Droiden oft Speicherlöschungen vorgenommen. Normalerweise wird die Persönlichkeit des Droiden wieder auf Fabrikstandard zurückgesetzt, wenn der Speicher gelöscht wird. Allerdings gehen die Techniker dabei häufig nicht sehr gründlich vor, und so können gewisse Charakterzüge eine Speicherlöschung überstehen. Auch physische Änderungen am Droiden können Charakterzüge über eine Speicherlöschung hinweg verändern. Wenn Droiden feststellen, dass ihr Speicher gelöscht wurde, nehmen sie dies normalerweise als Teil ihrer Existenz hin. Einige Droiden versuchen danach jedoch, herauszufinden, wer sie vorher gewesen sind. Dies führt in seltenen Fällen zu einer Besessenheit, die den Droiden dazu drängt, seine Pflichten zu vernachlässigen und seiner Geschichte nachzugehen, was meistens eine erneute Speicherlöschung zur Folge hat. [1] Viele Besitzer von Droiden finden jedoch die Speicherlöschung unpraktisch, da bei der Löschung auch wichtige Informationen entfernt werden, die ein Droide erworben hat, und es Jahre dauern kann, einen Droiden voll auszubilden. In Fällen von fehlerhaften Verhalten wird dann ein Hemmbolzen verwendet, der ein vorübergehendes Kontrollmittel ist.[2]

Droiden und das Gesetz[Bearbeiten]

Per Gesetz sind alle Droiden mit einem sogenannten Lebenserhaltungsprogramm ausgestattet. Dies soll verhindern, dass Droiden organische Wesen verletzen oder töten. Auch Droiden, die aufgrund ihres Aufgabenbereiches im Stande sein müssen, unter gewissen Umständen Lebewesen zu verletzen, wie es etwa bei Sicherheits- oder Kammerjägerdroiden der Fall ist, verfügen über ein Lebenserhaltungsprogramm. Diese Programme helfen dem Droiden, die Verhältnismäßigkeit von Gewalt einschätzen zu können.

Während die meisten Droiden nur ihren Tätigkeiten nachgingen, kam es früh auch dazu, dass Droiden Straftaten begingen. Dabei gab es zwei Möglichkeiten: Der Droide handelte aus eigener Initiative oder auf Anweisung seines Besitzers. Dennoch wurden beide Varianten gleich geahndet. Die in den sogenannten "Droiden-Statuten" festgelegten Gesetze bestimmten, dass bei einer Straftat eines Droiden der Besitzer angeklagt wird, als hätte dieser das Verbrechen selbst verübt. Seit der Gründung des Imperiums wurden Verbrechen von Droiden in fünf Klassen eingeteilt.[1]

Ein Droide begeht eine Klasse Eins Straftat an einem Menschen.

Straftaten der Klasse Eins stellten die schwerste Variante von Droiden-Verbrechen dar. Hierzu zählten unter anderem Verschwörungen, um die Regierung zu stürzen, absichtliche Tötung intelligenter Lebewesen und Spionage gegen die Regierung. Aufgrund des generellen Misstrauens gegen Droiden wurden Klasse Eins Straftaten meist totgeschwiegen. Die Bestrafung für Klasse Eins Straftaten beinhaltete eine Haftstrafe von fünf Jahren bis Lebenslänglich für den Besitzer und die Zerstörung des Droiden.[1]

Straftaten der Klasse Zwei galten als relativ schwere Verbrechen, die aber nicht das Ausmaß von Klasse-Eins-Straftaten hatten. Dazu zählten unter anderem unfreiwillige Tötung von intelligenten Lebewesen, Besitz und Einbau von illegalen Waffen in einen Droiden oder illegale Programmbestandteile. Die Bestrafung beinhaltete normalerweise eine Haftstrafe von fünf bis dreißig Jahren für den Besitzer und eine Speicherlöschung mit anschließendem Verkauf des Droiden.[1]

Straftaten der Klasse Drei wurden nur von lokalen Polizeistellen bearbeitet. Zu ihnen zählten unter anderem Diebstahl von mehr als 10.000 Credits, Besitz oder Einbau von Waffen ohne eine Erlaubnis oder der physischer Angriff auf intelligente Lebewesen, der nicht mit dem Tod des Opfers endete. Die Bestrafung dafür war eine Geldstrafe von 1000 bis 5000 Credits und eine Speicherlöschung mit Verkauf des Droiden. [1]

Straftaten der Klasse Vier wurden in größeren Städten und Raumhäfen oft ignoriert, während sie in ländlichen Gegenden meist mit größtmöglicher Härte bestraft wurden. Dazu zählten unter anderem Diebstahl zwischen 5000 und 10.000 Credits, Nutzung von verbotenen Programmen, Beschädigung von Gegenständen oder Droiden und Hausfriedensbruch in für Droiden gesperrten Gebieten. Die Bestrafung beinhaltete eine Geldstrafe von 300 bis 3000 Credits.[1]

Straftaten der Klasse Fünf wurden selten geahndet, gleichzeitig aber am häufigsten begangen. Dazu zählten unter anderem Diebstähle bis 5000 Credits, das Fehlen eines Hemmbolzens oder einer ähnlichen Einrichtung zur Kontrolle des Droiden oder ein verbaler Angriff auf organische Wesen. Falls sie überhaupt bestraft wurden, bedeutete dies eine Geldstrafe von 100 bis 1000 Credits, teilweise auch eine Speicherlöschung.[1]

Während in Gegenden mit einer sehr hohen Droidendichte, wie zum Beispiel Coruscant, Straftaten der Stufe vier und fünf sehr oft ignoriert wurden, so wurden auf weniger technologisierten Welten wie Tatooine oder Gamorr eine von einem Droiden verübte Straftat meist die komplette Staatsgewalt auf den Plan rufen. [1]

Droiden besaßen außerdem gegenüber Lebewesen eingeschränkte Rechte. Sie hatten kein Anrecht auf Repräsentation im Senat[4] und durften ohne Begleitung keine Fahrzeuge steuern[5], auf vielen Welten nicht einmal ohne Begleitung ein automatisches Taxi benutzen[6]. Zur Zeit der Neuen Republik existierte jedoch eine Droidenrechtsbewegung, die sich für sie einsetzte.[7]

Droidenkonstruktion[Bearbeiten]

Jeder Droide besitzt zwei wichtige Bestandteile: das Chassis und den Kernprozessor, ohne den er nicht funktionieren kann.

Droiden-Chassis[Bearbeiten]

Das Chassis eines Droiden hat viele Funktionen. Es bestimmt die ungefähre Größe des Droiden und die Fortbewegungsart. Des Weiteren bietet das Chassis Anschlüsse und Schutz von internem Bestandteilen. Insgesamt gibt es sechs Grundtypen:

  • Stationäre Droiden: Stationäre Droiden können sich nicht fortbewegen, da sie an ihrem Arbeitsplatz befestigt sind, so zum Beispiel der medizinische Assistent oder der TT-8L-Portaldroide.
  • Räderdroiden: Räderdroiden besitzen ein oder mehrere Antriebsräder, mit denen sie sich fortbewegen. Sie sind normalerweise an glatte Oberflächen angepasst und können keine Treppen steigen. Der beliebte R-10-Haushaltsdroide ist ein Beispiel für einen Räderdroiden.
  • Raupendroiden: Raupendroiden wie der LIN-Demolitionmech können sich auf unebenen Flächen fortbewegen, aber keine Treppen steigen.
  • Gehende Droiden: Gehende Droiden haben ein Chassis mit meist zwei oder vier Beinen. So können sie sich fast durch jedes Gelände fortbewegen. Das häufigste Gehdroiden-Chassis ist das humanoide, dessen Skelettform sich zum Beispiel bei den B1-Kampfdroiden der Handelsföderation zeigt.
  • Schwebedroiden: Schwebedroiden besitzen einen Repulsorlift, mit dem sie bis zu zehn Meter über den Boden schweben können. Ein typische Schwebedroide ist der TT40-Bibliotheksdroide.
  • Fliegende Droiden: Fliegende Droiden besitzen durch ihren Unterlichtantrieb eine große Unabhängigkeit. Sie sind jedoch sehr teuer, dafür aber hoch entwickelt. Die Droiden-Sternenjäger der Handelsföderation hatten ein Chassis, das auf dem Boden in einem Laufmodus schaltete.[2]

Kernprozessoren[Bearbeiten]

Jeder Droide besitzt einen Kernprozessor, der unterschiedlich groß sein kann. Alle Kernprozessoren sind mit einem Kernprogramm digital verschlüsselt. Dieses Kernprogramm enthält alle Informationen, die der Droide benötigt: Bewegungskontrolle, Benimmregeln, Reaktionsvermögen, Analyse-Programmen etc. Die Programmierung eines Droiden überdeckt das Kernprogramm mit erworbenen Wissen, erlernten Fähigkeiten, Verhalten und einem Sinn für Moral.[2]

Droidenkörperteile[Bearbeiten]

Im Gegensatz zu organischen Lebewesen, die vielseitige Gliedmaßen haben, haben Droiden Spezialglieder, die individuell an ihre Aufgaben angepasst sind. Nur sehr wenige besitzen überhaupt keine Bedienungselemente. Die Gliedmaßen ermöglichen es dem Droiden, Objekte zu berühren, zu halten, zu heben, zu benutzen oder, im Falle von Kampfdroiden, zu zerstören. Es gibt drei Hauptmodelle von Gliedmaßen: Klemmen, Klauen und Hände. Klemmen und Klauen sind Übergänge zwischen Werkzeug und richtigen Händen und haben nur eine begrenzte Funktion.[2]

Droidenzubehör[Bearbeiten]

Für Laien ist es häufig schwierig, den Droiden zu modifizieren. Daher bieten viele Hersteller an, ihre Produkte bereits ab Werk mit internem oder externem Zubehör über das Basispaket hinaus aufzurüsten.

Internes/Externes Zubehör[Bearbeiten]

  • Aufzeichnungsgerät: Mit diesem Gerät kann ein Droide Bild und Ton aufzeichnen und abspielen. Er kann jeden Teil der Aufzeichnung löschen oder überschreiben.
  • Diagnosepaket: Mit dem Diagnospaket wird es dem Droiden ermöglicht, andere Droiden zu überwachen, um Fehlfunktionen aufzuklären.
  • Heuristischer Prozessor: Er ermöglicht es einem Droiden, durch Ausprobieren zu lernen, ohne dass ein Lehrer nötig ist. Damit kann der Droide Lösungen oder Vorschläge gegeneinander abwägen und die beste Vorgehensweise bestimmen.
  • Internes Aufbewahrungsfach: Es dient dazu, kleine Objekte sicher und unerkannt zu transportieren.
  • Komlink: Viele Droiden können zwar die Standard-Komlinks verwenden, doch ein internes, in den Hauptcomputer des Droiden integriertes Komlink funktioniert effizienter und benötigt zudem keinen zusätzlichen Vokabulator.
  • Selbstzerstörungssystem: Um eine Entnahme von wichtigen Daten, die sich auf der Festplatte befinden, zu verhindern, gibt es kleine Explosivladungen, die den Droiden bei Aktivierung vollständig vernichten. Üblicherweise wird die Selbstzerstörung ausgelöst, wenn der Droide angegriffen wird oder jemand versucht, seine Ummantelung zu öffnen. Attentäter programmieren solch eine Sprengladung so um, dass sie ausgelöst wird, wenn sich der Droide einer bestimmten Person auf wenige Meter nähert.
  • Sensorenaufrüstung: Normale Sensoren funktionieren unterhalb oder im Bereich der menschlichen Wahrnehmung. Die Aufrüstung der Sensoren verleiht dem Droiden ein überlegeneres Seh- und Hörvermögen gegenüber organischen Wesen. Es gibt Bewegungssensoren, Schallsensoren und visuelle Sensoren. Der Bewegungssensor ermöglicht es dem Droiden, jedwede Lebensform an jedem Ort der Sensorenreichweite aufzuspüren. Mit den Schallsensoren kann der Droide auch Laute auf Infra- und Ultraschallfrequenzen empfangen. Die visuellen Sensoren umfassen üblicherweise Infrarotsicht, Dämmerlichtsehvermögen, Teleskopsicht oder 360°-Sicht. Die Infrarotsicht erlaubt es dem Droiden, in völliger Dunkelheit Objekte, deren Temperatur von der ihrer Umgebung abweicht, in bis zu 30 Meter Entfernung wahrzunehmen. Mit den Dämmerlichtsensoren kann ein Droide bei Mondlicht oder unter Wasser sehen. Teleskopsicht gibt dem Droiden eine schärfere Fernsicht, während die 360°-Sicht ihm den gleichzeitigen Blick in alle Richtungen ermöglicht.
  • Übersetzereinheit: Mit dieser Einheit kann ein Droide Informationen aus verschiedenen Sprachen verstehen und weitergeben.
  • Umweltkompensationsadapter: Diese Adapter sind Spezialanfertigungen, die für Droiden vorbehalten sind, die unter extremen Bedingungen, etwa bei Kälte, Hitze, Feuchtigkeit oder in stärkstem Schmutz, funktionieren müssen.
  • Vokabulator: Der Vokabulator ermöglicht es dem Droiden zu sprechen. Standardmäßig werden Vokabulatoren nur in Droiden eingebaut, für die Verwendung von Sprache unumgänglich ist, etwa in Protokolldroiden.
  • Abschaltknopf: Mit diesem Schalter, der meist leicht zugänglich ist, kann der Besitzer seinen Droiden deaktivieren, oft mithilfe eines Kodes.
  • Ausziehbare Verlängerung: Diese Verlängerungen können die Standardreichweite eines Droiden um bis zu zwei Meter vergrößern. Besonders nützlich ist sie für kleinere Droidenmodelle.
  • Fernprozessor: Ein Droide, der einen Fernprozessor anstatt des üblichen internen Prozessors verwendet, verhält sich wie eine ferngesteuerte Drohne. Die Reichweite lässt sich, abhängig vom Modell, von einem auf mehrere tausend Kilometer erweitern. Mit Fernprozessoren lassen sich auch mehrere Droiden gleichzeitig kontrollieren. Der Vorteil von Fernprozessoren liegt darin, dass ein ferngesteuertee Droide oft schneller auf unerwartete Situationen reagieren kann, als ein selbstständiger Droide. Dafür ermöglicht es ein interner Prozessor dem Droiden, schneller auf Standardprobleme zu reagieren.
  • Haltebolzen: Der Haltebolzen hindert den Droiden daran, einen bestimmten, begrenzten Bereich zu verlassen. Der Bolzen wird entweder automatisch oder durch ein Signalgerät aktiviert und schaltet dann den Droiden ab.
  • Magnetfüße: Die Magnetfüße ermöglichen es einem Droiden, sich auf bewegenden Gegenständen zu halten oder steile Anstiege zu überwinden, falls der Untergrund aus magnetisierbarem Material besteht. Vor allem Astromechdroiden erhalten Magnetfüße, da sie oft auf der Außenhülle von Raumschiffen arbeiten müssen.
  • Panzerung: Droiden, die etwa auf einem Krisenschauplatz zum Einsatz kommen, werden mit einer Panzerung versehen. Eine Panzerung bedeutet auch, dass der Droide in der Bewegungsfreiheit eingeschränkt wird.
  • Rosthemmer: Bei diesem teuren Verfahren werden die Verschleißteile mit Schmieröl und einer Versiegelung beschichtet, die eine Zersetzung verhindert und so die Betriebsdauer des Droiden erhöht.
  • Schilde: Da die Kosten für Droidenschilde enorm sein können, werden nur die wenigsten Droiden mit Schilden ausgestattet. Die Droidekas der Handelsföderation waren zum Beispiel mit solchen Schilden ausgerüstet.
  • Waffenhalterungen: Damit lassen sich verschiedene Waffen an den Droiden befestigt werden. Gewöhnlich sind die Waffenhalterungen nur bei Kampfdroiden zu finden.
  • Werkzeughalterungen: Durch dieses Zubehör wird der Droide mit einer Vielzahl von austauschbaren Werkzeugen ausgestattet.[2]

Droidenmodifikationen[Bearbeiten]

Während die meisten Besitzer ihre Droiden im Urzustand belassen, modifizieren einige ihre Droiden, um den Verwendungszweck des Droiden zu erweitern. Prinzipiell können jedoch alle Droiden durch die Installation von zusätzlichen Programmen oder Bauteilen modifiziert und an neue Aufgaben angepasst werden. Die tiefgreifendste Form des Modifizierens ist die Neuprogrammierung des internen Programms oder des Hauptprozessors eines Droiden, um diesem neue mentale Kapazitäten zu erschließen. Besonders oft wird die Sprach- und Lernfähigkeit erweitert. Weniger gesetzestreue Droidenbesitzer programmieren auch harmlos wirkende Protokolldroiden zu Attentätern um.

Entfernen des Kreativitätsdämpfers[Bearbeiten]

Durch das Entfernen des Kreativitätsdämpfers kann ein Droide einem vollständigen Bewusstsein so nahe kommen, wie es einem Droiden nur möglich ist. Der Droide hat dann die Möglichkeit, menschliche Züge und Verhaltensweisen anzunehmen. Er kann einen Hang zum Humor und zu Sarkasmus entwickeln. Der Droide zeigt aber, nach der Entfernung keine Unterwürfigkeit mehr, sondern Selbstvertrauen und kann gierig nach Credits werden. Ein Beispiel für einen Droiden ohne Kreativitätsdämpfer ist I-5YQ.[8]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]