Alter Orden der Pessimisten

Aus Jedipedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Hoher Eremit.jpg
Alter Orden der Pessimisten
Allgemeines
Anführer:

Hoher Eremit[1]

Mitglieder:
Sitz:

Maryx Minor[1]

Rolle:

Glaubensgemeinschaft[1]

Der Alte Orden der Pessimisten ist die Anhängerschaft eines fatalistischen Glaubens, die in der Erwartung lebt, dass sich alles stets zum Schlimmsten wendet, und deshalb jedes Leid hinnimmt, das ihnen widerfährt. Im Jahr 3 VSY suchte der imperiale Deserteur Abal Karda mit dem gestohlenen Kopf der Seherin Selestrine in der Einsiedelei der Pessimisten auf Maryx Minor Zuflucht. Kurz darauf wurde ihr Rückzugsort der Schauplatz eines Kampfes zwischen dem Kopfgeldjäger Boba Fett und dem Sith-Lord Darth Vader um Kardas wertvolle Beute. Der Hohe Eremit, der Führer ihrer Gemeinschaft, verstand das Überleben dieser Auseinandersetzung als Botschaft an die Gläubigen, ihre pessimistische Lebenseinstellung aufzugeben. Allerdings ließ Vader die Einsiedelei kurz darauf mit einem Orbitalbombardement seines Sternenzerstörers vernichten. Später nahm Foga Brill, der imperiale Moff von Prakith, den Glauben der Pessimisten an.

Beschreibung[Bearbeiten]

Der Hohe Eremit zelebriert Mabobs Beisetzung.

Die Pessimisten folgen einem fatalistischen Dogma,[2] das seinen Gläubigen aufträgt, in jeder Situation die Wende zum verheerendsten anzunehmenden Ende zu erwarten und alles Leid, das sie in ihrem kurzen, geplagten Leben erfahren werden, als Teil dieser Ordnung hinzunehmen.[1] Das Mantra, mit dem sie ihr Wehklagen ausdrücken, lautet „Wehe, wehe, tausend Mal wehe“.[3] Die Hinwendung zu einer von Optimismus geprägten Lebenseinstellung gilt als Häresie, die von den Göttern mit noch größerem Leid für die Gemeinschaft bestraft wird. Da es der Glaube vorgibt, dass jedem Wesen noch unvorstellbar viel Furchtbares widerfahren wird, kann auch die Erwartung des eigenen Todes als ketzerisch eingestuft werden. Allerdings wird es den Brüdern verziehen, wenn sie mit einer Aussage oder einer Handlung unbeabsichtigt eine optimistische Haltung andeuten. Die Leichname verstorbener Pessimisten werden in einer rituellen Bestattung, die mit einem Glockenschlag eingeleitet wird, in einen Magmapfuhl übergeben. Dabei werden die Teilnehmer daran erinnert, dass ihnen die leidvollen Befürchtungen noch bevorstehen, die sich bei dem Verstorbenen bewahrheitet haben. Die Pessimisten lehnen den Einsatz von Gewalt ab und bitten Fremde, ihre Friedfertigkeit zu respektieren.[1]

Die Mitglieder des Ordens sind ausschließlich männliche Humanoiden und tragen als Zeichen ihrer Zugehörigkeit zu den Pessimisten graue Kutten und Sandalen. Sie sprechen sich gegenseitig als Brüder an. Wer mit seinen Worten und Taten das Dogma der Pessimisten vertritt und damit seinen lauteren Geist beweist, gilt als Pilger, der trotz aller drohender Gefahren in die Obhut des Ordens aufgenommen werden muss. Der Führer der Gemeinschaft ist der Hohe Eremit, der als Zeichen seiner Stellung eine besondere Kopfbedeckung trägt. Als Verwalter des Klosters überträgt er Aufgaben an seine Brüder und kommuniziert mit Fremden, die den Sitz des Ordens, eine von Mauern umschlossene Einsiedelei hinter der Maryb-Wüste auf dem vulkanisch aktiven Planeten Maryx Minor, aufsuchen. Am Morgen jedes Tages begeht der Hohe Eremit einen rituellen Knochenwurf, um ein Omen zu erlangen. Die daraus erlangten Kenntnisse für die Zukunft, die er seinen Brüdern anschließend verkündet, fallen stets düster aus.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahr 3 VSY desertierte der imperiale Oberst Abal Karda, nachdem er auf Vestar seinen vorgesetzten Offizier Nim getötet hatte. Dabei nahm er in einer kleinen Truhe den lebendigen Kopf von Selestrine, einer Seherin der Icarii, mit sich. Da sie ihm prophezeite, dass er 31 Tage später von Boba Fett, dem von dem Sith-Lord Darth Vader mit der Suche nach Karda beauftragten Kopfgeldjäger, getötet werden würde, begab sich Karda zu der Einsiedelei der Pessimisten, als sein Transportschiff auf der abgelegenen Wüstenwelt Maryx Minor notlanden musste, und bat sie um Zuflucht. Die Anhänger des Ordens fürchteten sich vor der Ankunft des Fremden. Da er mit seinem Flehen, dass ihn das schrecklichste denkbare Schicksal ereilen würde, seinen lauteren Geist für den Glauben der Pessimisten offenbarte, sah sich der Hohe Eremit jedoch gezwungen, das Tor zu öffnen und den Pilger einzulassen. Als er dem Neuankömmling seine Truhe abnehmen wollte, bedrohte ihn Karda mit seinem Blaster. Allerdings erklärte ihm der Hohe Eremit, dass er ihm kein Leid antun würde, und trug seinem Ordensbruder Mabob auf, ihn in eine Kammer zu bringen, in der er sich von seiner Reise erholen konnte. Obwohl Mabob fürchtete, dass ihn der Fremde töten würde, erinnerte ihn der Hohe Eremit daran, dass ihm viel Schrecklicheres widerfahren könnte. Daraufhin entschuldigte sich der Bruder für seinen Optimismus. Nach Kardas Ankunft verkündete der Hohe Eremit seinen Brüdern, dass ihm die Knochen am Morgen ein düsteres Omen vorausgesagt hatten. Als einer der Pessimisten einwarf, dass die Knochen stets Schreckliches prophezeiten, erklärte der Führer des Ordens, dass diese Botschaft eine besonders unheilvolle Zukunft vorausgesagt hatte. Daraufhin brachen die Brüder in Wehklagen aus.[1]

Als Mabob dem Fremden das Essen bringen sollte, fürchtete er, dass ihn der in seiner Kammer laut redende Karda töten würde. Auf den Rat des Hohen Eremiten trat er deshalb nicht in sein Zimmer, sondern stellte das Tablett davor auf dem Boden ab und klopfte an die Tür. Aus Angst vor seinem Verfolger erschoss Karda den Pessimisten. Anschließend drohte er den anderen, sie alle zu töten, wenn sie versuchen würden, seine Truhe zu stehlen. Die Pessimisten forderten den Hohen Eremiten daraufhin auf, dass er seinen Pflichten nachkommen und den Fremden aus ihrer Einsiedelei verweisen sollte. Allerdings wollte er den Fremden nicht stören, da er fürchtete, bei dem Versuch selbst getötet zu werden. Als die Pessimisten Mabobs Leichnam kurz darauf in einem Magmapfuhl bestatteten, fühlte sich Karda von ihrem Wehklagen gestört und tötete einen weiteren Pessimisten. Er erklärte ihnen, dass sie seine Anwesenheit gegenüber Boba Fett leugnen sollten, wenn er die Einsiedelei am nächsten Tag erreichte. Würde Fett versuchen, in das Kloster einzudringen, sollten sie den Kopfgeldjäger töten. Als ihm der Hohe Eremit erklärte, dass sein Orden Gewalt ablehnte, drohte ihm Karda, dass er ihn und all sein Brüder auslöschen würde, wenn die Pessimisten Fett nicht aufhielten.[1]

Darth Vader sucht die Einsiedelei der Pessimisten auf.

Als Boba Fett die Einsiedelei erreichte und sich nach Karda erkundigte, erklärte ihm der Hohe Eremit, dass er niemanden unter diesem Namen kenne, und forderte ihn auf zu gehen. Der Kopfgeldjäger erklärte jedoch, dass er seiner Antwort nicht glaubte. Daraufhin schlugen die Pessimisten vor, Fett in das Kloster zu lassen. Der Hohe Eremit fürchtete jedoch, dass sie dann alle von Karda getötet würden. Deshalb drohte er dem Kopfgeldjäger mit einem Stein in den Händen, dass er und seine Brüder sich verteidigen würden, wenn er seiner Aufforderung nicht nachkommen sollte. Als Fett den Stein mit einem Schuss seines Blasters zerstörte, flohen die Pessimisten in das Innere ihrer Einsiedelei. Während Karda mehrere der Brüder tötete, um seine Drohung umzusetzen, drang Fett zu seiner Kammer vor und warf ihn in das Magma. Dabei bestätigte sich seine Ahnung, dass es sich bei dem Inhalt seiner Truhe nicht – wie von seinem Auftraggeber behauptet – um imperiale Dokumente handelte. Als die Pessimisten beobachteten, dass sich auch Vader ihrem Kloster näherte, glaubte der Hohe Eremit, dass der von den Knochen prophezeite Untergang des Ordens unmittelbar bevorstand. Während sie den Kampf beobachteten, den sich Boba Fett und Darth Vader um die Truhe lieferten, fürchteten die Pessimisten, als nächste von Vader angegriffen zu werden. Allerdings gelang Fett mit mehreren von Selestrines edelsteinbesetzten Haaren die Flucht. Daraufhin verließ Vader die Einsiedelei mit dem Kopf der Seherin.[1]

Obwohl ihm die Pessimisten berichteten, dass bei der Auseinandersetzung sechs ihrer Brüder gestorben und mehrere verwundet worden waren, hielt der Hohe Eremit ihr Überleben für einen Erfolg. Dass ihr Orden aus einem Kampf zwischen Darth Vader und Boba Fett, den gefährlichsten Personen der Galaxis, mit solch geringen Verlusten hervorgegangen waren, stellte für ihn einen Beweis dar, dass sich nicht immer alles zum Schlechten wendete. Während er fortan nur noch das Gute verehren wollte, war die Meinung seiner versammelten Brüder gespalten, ob sie sich seinem neuen Glauben anschließen oder seine Worte als Häresie verurteilen sollten. Allerdings ließ Darth Vader von seinem Sternenzerstörer im Orbit aus ein Bombardement auf die Einsiedelei der Pessimisten ausführen. Er fürchtete, dass die Anhänger des Ordens zu viel über den Inhalt der Truhe erfahren hatten, und wollte verhindern, dass sie später davon berichten konnten.[1]

Nach seiner Berufung als Moff von Prakith fand Foga Brill Trost in dem Glauben der Pessimisten. Auf den Rat seines Freundes Peccati Syn, eines imperialen Großadmirals, konvertierte er später jedoch zu der Kirche der Dunklen Seite, die Sate Pestage als offizielle Religion des Imperiums erlassen hatte.[2]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

Der Autor Abel G. Peña dachte darüber nach, den Alten Orden der Pessimisten in seiner Erzählung SkyeWalkers: A Clone Wars Story als Urheber der Disruptortechnologie zu verwenden. Obwohl er Gefallen an den Mönchen fand, die den humoristischen Gegenpart in der Comicgeschichte Boba Fett – Feind des Imperiums bilden, glaubte er, dass er an dieser Stelle eine Gruppierung benötigte, die eine größere Erhabenheit ausstrahlte, und die Pessimisten nicht über genügend Ernst für eine solche Rolle verfügten. Stattdessen erklärt Obi-Wan Kenobi in der Geschichte, dass die mysteriösen Fatalisten von Plootark IX für die Erfindung der Disruptortechnologie verantwortlich sind.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]