Boba Fett

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BKL-Icon.svg Dieser Artikel behandelt den Kopfgeldjäger; für weitere Bedeutungen siehe Boba Fett (Begriffsklärung).
Boba Portrait.jpg
Boba Fett
Beschreibung
Spezies:

Mensch (Klon)

Geschlecht:

männlich

Hautfarbe:

Hell

Haarfarbe:

Schwarz

Augenfarbe:

Braun

Körpergröße:
Körpermasse:
Biografische Informationen
Geburtsdatum:

31,5 VSY[2]

Heimat:

Kamino

Familie:

Fett-Clan

Beruf/Tätigkeit:

Kopfgeldjäger

Titel:

Mand’alor

Zugehörigkeit:

Mandalorianer

Boba Fett war ein Kopfgeldjäger, der im Jahr 23 NSY der Mand’alor der Mandalorianer wurde.

Geboren wurde er als Klon des Mandalorianers Jango Fett, der sein Genmaterial für die republikanische Klonarmee zur Verfügung stellte. Jango Fett verlangte neben einem Geldbetrag von fünf Millionen Credits einen genetisch unveränderten Klon als Bezahlung für sein zur Verfügung gestelltes Erbgut.

Bereits im Alter von zehn Jahren verwaiste Boba nach dem Tod seines Vaters Jango Fett auf Geonosis. Seit diesem Tag musste er sich alleine durchschlagen. In ihm wuchs der Wunsch, genauso ein Kopfgeldjäger wie Jango zu werden, und mit großer Disziplin setzte er dieses Vorhaben bereits als Jugendlicher in die Tat um.

BiografieBearbeiten

KindheitBearbeiten

Leben auf KaminoBearbeiten

Boba Fett kam im Jahr 32 VSY als erster Klon Jango Fetts auf Kamino zur Welt. Im Gegensatz zu seinen genetischen „Brüdern“, den Klonkriegern, war Boba auf Wunsch seines Vaters weder genetisch altersbeschleunigt noch verhaltensmodifiziert. Obwohl Jango stets betonte, dass Boba weniger sein Sohn als sein Nachfolger und Jaster Mereels „Vermächtnis“ war, liebte er das Kind abgöttisch und hatte oft ein schlechtes Gewissen, wenn er aus beruflichen Gründen für längere Zeit Kamino fernbleiben musste.

Boba mit seinem „Vater“ Jango Fett

Boba Fett wuchs in Jangos Quartier in Tipoca-Stadt auf. Mit den Klonkriegern, die ebenfalls auf Kamino ausgebildet wurden, hatte er so gut wie keinen persönlichen Kontakt; lediglich die Null ARCs, die unter der persönlichen Obhut von Kal Skirata standen, begegneten ihm öfter in den Gängen der Stadt, weil sie von ihrem Ziehvater dazu angehalten wurden, Tipoca-Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Boba versuchte, sich ihnen so gut wie möglich zu entziehen, da sie versuchten, ihm zwangsweise Mando’a – die mandalorianische Sprache – beizubringen. Boba selbst wurde von seinem Vater Jango auf Basic erzogen und sprach zudem Huttisch, da dieses die wichtigste Handelssprache war und ihre Beherrschung für einen Kopfgeldjäger große Vorteile brachte.

Die wichtigsten Bezugspersonen waren neben seinem Vater die Kaminoanerin Taun We, in der er fast so etwas wie eine Stiefmutter sah. Sie kümmerte sich um die Erziehung des Jungen, wenn Jango beruflich unterwegs war. Auch der Droide MU-12 war mit der Versorgung und Ausbildung des Jungen betreut.[3]

Ebenfalls eine wichtige Rolle spielte die Kopfgeldjägerin und Clawditin Zam Wesell, die oft mit Jango zusammenarbeitete und im Laufe der Zeit eine Freundin der Familie geworden war. Zam Wesell war es auch, die in Boba die Freude am Lesen weckte und ihm die Wichtigkeit von Büchern nahe brachte. Dank ihrer Anregung verbrachte er als Kind viel Zeit in der Bibliothek von Tipoca-Stadt. Da er niemals eine Schule besuchte, war die Bibliothek eine wichtige Informationsquelle für ihn.

Boba begrüßt seinen Vater nach der Rückkehr von einem Auftrag.

Jango legte in der Ausbildung seines Sohnes vor allem Wert auf „handfestere“ Qualitäten. Er brachte ihm den Umgang mit verschiedenen Waffen, Kampffertigkeiten und das Steuern seines Raumschiffes Sklave I bei. Auch leistete Boba ihm gelegentlich bei der Ausbildung der einhundert ARC Trooper, die Jangos persönlicher Kontrolle unterstanden, Gesellschaft und erhielt auf diese Weise Einblick in wichtige Kampftechniken und -taktiken. Gelegentlich begleitete Boba seinen Vater bei Aufträgen, um auf diese Weise praktische Erfahrungen zu sammeln.

Boba Fetts Kindheit bestand jedoch nicht nur aus Ausbildung, sondern Jango spielte durchaus auch mit ihm, wenn es seine Zeit erlaubte. Bevorzugte Spielzeuge des jungen Boba waren unter anderem seine Raumschiffminiaturen und Figuren mandalorianischer Soldaten sowie das Ballspiel auf den verregneten Landungsplattformen des Planeten. Daneben verbrachten beide ihre Freizeit beim Rollerfisch-Angeln auf Kamino.[4]

Beginn der KlonkriegeBearbeiten

Im Jahr 22 VSY musste Boba erfahren, dass Zam Wesell auf Coruscant ums Leben gekommen war. Sein Vater, der gerade erst von einem Auftrag zurückgekehrt war, erhielt Besuch von einem Jedi namens Obi-Wan Kenobi, der ihn nach seinen Aktivitäten befragte und wissen wollte, ob er in der letzten Zeit auf Coruscant gewesen sei. Boba beobachtete die Unterhaltung mit Skepsis und erhielt von Jango im Anschluss die Anweisung, seine Sachen zusammenzupacken: sie mussten von Kamino abreisen.[5]

Boba und Jango bestiegen die Sklave I, woran sie in letzter Sekunde beinahe von Obi-Wan Kenobi gehindert wurden, der den Auftrag erhalten hatte, Jango Fett gefangen zu nehmen und vor den Jedi-Rat zu bringen. Boba bemannte die Geschütze des Schiffes und unterstützte seinen kämpfenden Vater auf diese Weise dabei, Kenobi abzuschütteln. Jango Fett plante, nach Geonosis zu fliegen, wo sich die Führer der Separatisten und Fetts Auftraggeber Dooku alias Darth Tyranus versammelt hatten. Kenobi gelang es, einen Peilsender am Schiff anzubringen und die flüchtigen Fetts bis nach Geonosis zu verfolgen.[5]

Boba betrauert Jangos Tod in der Arena von Geonosis.

Auf Geonosis erhielten Jango und Boba die Gelegenheit, der Exekution des mittlerweile gefangen genommenen Obi-Wan Kenobi sowie seiner vermeintlichen Retter Padmé Amidala und Anakin Skywalker in der Arena von Geonosis beizuwohnen. Die Hinrichtungen liefen allerdings nicht so wie gewünscht, da die Gefangenen sich widersetzten und zur allgemeinen Überraschung auch noch eine große Anzahl von Jedi auftauchte, die die Freilassung forderte. Dooku sah sich gezwungen, eine Droidenarmee in die Arena zu schicken, um die Jedi zu bekämpfen und Jango Fett, der seit seinen traumatischen Erfahrungen in der Schlacht von Galidraan einen Hass auf alle Jedi verspürte, fühlte sich gehalten, am Kampf teilzunehmen. Er flog mit seinem Jet Pack in die Arena, wo er jedoch erst von einem Reek niedergetrampelt und dann von Mace Windu vor den Augen von Boba enthauptet wurde.[5]

Die Schlacht in der Arena endete mit der Flucht der Jedi mit Hilfe der eingreifenden Klonarmee und Boba Fett blieb alleine zurück. Er nahm die Rüstung seines Vaters an sich und begrub ihn danach auf Geonosis. Das Grab versah er mit den Buchstaben „J.F.“. Den Schock über diesen unerwarteten Tod sollte Boba niemals überwinden; selbst im hohen Alter dachte er fast täglich an seinen Vater und stellte fest, dass er ihn nach wie vor vermisste.[6]

Jagd nach WinduBearbeiten

Boba mit anderen Kadetten

Boba beschloss, sich bei Windu für den Tod seines Vaters zu rächen. Dazu tat er sich mit den Kopfgeldjägern Bossk, Aurra Sing und Castas zusammen, um ein Attentat auf den Jedi durchzuführen.

Sie schmuggelten Boba in eine Gruppe von Klon-Kadetten, die bald an Bord des Sternenzerstörers Endurance gelangen würde, wo sich auch Windu aufhielt. Gegenüber der anderen Kadetten gab er sich als Lucky aus und sagte, er sei von einer anderen Brigade, an deren Prüfung er aufgrund eines gebrochenen Armes nicht teilnehmen konnte. Boba erwies sich bei einer Übung an einem Geschütz an Bord des Kreuzers als äußert geschickt. An der Tür von Windus Quartier platzierte er eine Sprengfalle. Zu Bobas großem Entsetzen erwischte die Falle einen Klonkrieger, der etwas für Windu in dessen Quartier brachte. Als auf dem Schiff der Alarm ausbrach, aber Boba mitbekam, dass Windu überlebt hatte, kontaktierte er Aurra Sing. Diese riet ihm, den Reaktor des Schiffes zu sabotieren. Boba war nicht begeistert von der Idee, denn er wollte nur Windu töten. Er entschloss sich aber, es zu tun. Dort angekommen bemerkte er einen Klon, der dort Wache hielt. Dieser hielt Boba für eine Kadetten, der sich verlaufen hatte. Er war gerade dabei, per Funk um Geleit für Boba zu bitten, als dieser sich gezwungen fühlte, den Klon zu Boden zu schlagen und ihm die Waffe abzunehmen. Geplagt von der Tatsache, die ihm auch der Klon noch einmal verdeutlichte, dass die beiden so etwas wie Brüder waren, war Boba nicht in er Lage ihn zu erschießen, betäubte ihn aber. Mit der Waffe zerstörte er den Reaktor und kehrte zu den Kadetten zurück.

Das nicht mehr zu rettende Schiff wurde vollständig evakuiert. Nur Admiral Shoan Kilian und eine kleine Besatzung blieben an Bord. Die Kadetten sollten in die Rettungskapseln gehen und sich an einem vereinbarten Punkt sammeln. Mit drei anderen Kadetten betrat Boba eine Kapsel. Mit der Steuerungskonsole gelang es ihm, den Flug und die Kommunikationssysteme zu sabotieren, so dass die Kapsel nur noch treibende Totlast war. Nach einiger Zeit dockte die Sklave I an, um Boba abzuholen. Als die Kadetten von Aurra erfuhren, dass er ein Verräter war, beschimpften sie Boba als Verräter. Er fühlte sich schuldig und wollte von Aurra wissen, was sie mit den Anderen tun würde. Zu seinem großen Entsetzen hatte sie vor, die Rettungskapsel hilflos weitertreiben zu lassen. Traurig ging Boba ins Schiff, entschuldigte sich bei den Klonen und trennte die Kapsel unter Aurras Aufforderung ab.

Unterdessen war der Kreuzer der Republik vollständig evakuiert und notlandete mit Kilian und einer kleinen Besatzung auf Vanqors Oberfläche.[7] Boba und sein Team landeten beim Wrack und nahmen die letzten Überlebenden als Geiseln. Ebenso platzierten sie auf der Brücke, wo Windu vermutlich nach Überlebenden suchen würde, den Helm einer Mandalorianischen Rüstung, der mit einer Sprengfalle versehen war.

Boba versucht, Windus Jäger abzuschießen.

Nach einiger Zeit machten sich Windu und Anakin Skywalker mit ihren Astromech-Droiden R2-D2 und R8-B7 auf die Rettungsmission und betraten wie geplant die Brücke des Wracks. Anakin entdeckte den Helm und nahm ihn in die Hand, als Windu sich an Boba erinnerte und realisierte, dass der Helm eine Falle war. Mit der Macht schleuderte er Anakin weg, kurz bevor die Detonation erfolgte. Boba und die anderen beobachteten aus einiger Entfernung die Explosion. Windu und Anakin waren allerdings bloß verschüttet und beauftragten R2-D2 damit, per Funk Hilfe zu holen. Unterdessen wollten Castas, Aurra und Boba sich über den Tod der beiden Jedi vergewissern, kamen aber nicht bis zur Brücke, weil R2 sie aufhielt, indem er sie mit Schrottteilen bewarf und Türen auf ihren Weg verschloss. Also beschlossen sie einfach, die Überreste der Endurance mit der Sklave I zu zerstören. Bei dem Sternenjäger von Anakin wurde der Astromech von einem Gundark angegriffen, konnte diesen aber eliminieren, indem er den Angreifer per Schleppkabel am Jäger befestigt und starten lässt. Boba und sein Team bemerkte den fliegenden Jäger und unterbrachen die Kommunikationswege des Planeten. R2 konnte demnach auch nicht mehr mit dem Jäger Windus Hilfe per Funk holen, weswegen er startete, um vom Orbit aus zu funken. Als seine Gegner das sahen, dachten sie, Windu sei an Bord, da es sein Jäger war und nahmen die Verfolgung auf. Boba, der am Geschütz saß, gelang es, die Kommunikationssysteme des Jägers abzuschießen. Also steuerte R2 nun die Hyperraumringe der beiden Jäger von Skywalker und Windu an, um bis nach Coruscant zu fliegen. Als Boba die Hyperraumringe sah, hatte er nur noch Zeit um einen der beiden zu erledigen und musste raten, welcher zu Windus passte. Als er den falschen abschoss, erhielt er Spott von Castas, da er, wie alle dachten, das Kopfgeld der Separatisten auf Windu verspielt hatte. R2 vollendete seine Mission und verständigte den Jedi-Orden, der eine erfolgreiche Rettungsmission in die Wege leitete.[8]

Gefangennahme auf FlorrumBearbeiten

An Bord der Sklave I ging Boba kurz zu den auf Vanqor gewonnenen Geiseln, um mit ihnen zu reden. Als allerdings Aurra hineinkam, brach er die Konversation ab. Die beiden zeichneten für den Rat der Jedi eine Holoaufzeichnung auf, in der sie Windu aufforderten, sich zu stellen. Ansonsten würden sie die Geiseln töten. Aurra forderte Boba in der Nachricht auf, die Geisel Ponds zu töten. Boba brachte es aber nicht übers Herz, weswegen es Aurra übernahm. Nach der Aufzeichnung machte Aurra Boba Vorwürfe, dass er ihre Aufforderung nicht befolgt hatte. Castas beschwerte sich über den mangelnden Erfolg der Mission und verließ das Team. Aurra erklärte sich bereit, Castas auf Florrum abzusetzen und nahm Kurs dorthin.

Auf Florrum angekommen traf Aurra einen alten Bekannten, Hondo Ohnaka. Dieser empfing Aurra, Boba und Castas und führte sie in die Bar seiner Piratenbande. Dort erzählte Aurra Ohnaka von ihrer Situation. Dieser wollte ihr nicht helfen, aber auch nicht im Weg stehen. Aurra bemerkte, dass Castas ein Ferngespräch mit seinem Kontaktmann Fong Do führte und Aurra gerade verraten wollte, als diese ihn exekutierte. Unterdessen waren die Jedi Plo Koon und Ahsoka Tano in der Unterwelt von Coruscant auf der Suche nach Boba, da er sich dort oft aufgehalten hatte. In einer Bar bekam Tano ein Gespräch über den Tod von Castas mit und erfuhr, dass Boba und die Anderen sich auf Florrum aufhielten. Die beiden Jedi machten sich umgehend auf den Weg dorthin.

Boba spricht mit Windu.

Als Bossk erfuhr, dass eine Jedi-Fähre sich der Basis näherte, landete er die Sklave I etwas weiter von der Basis weg, um das Schiff zu verstecken. Boba und Aurra machten sich in der Cantina bereit, Windu eine Falle zu stellen. Ohnaka empfing die Jedi und klärte sie über seine Neutralität auf, und in welche Falle er sie führe. Plo Koon wurde von Aurra und Boba empfangen, die ihn umgehend bedrohten. Dieser blieb entspannt, auch als Aurra Bossk befahl, die Geiseln zu töten, denn Tano betrat den Raum und bedrohte im Gegenzug die beiden. Es kam zu einem Kampf, der Aurras Flucht und Bobas Festnahme ermöglichte. Tano nahm die Verfolgung Aurras auf, die sich beits einen Speeder der Piraten geschnappt hatte, um zur Sklave I zu fahren. Ihre Verfolgerin nahm sich ebenso einen. Gerade als das Schiff startete, gelang es der Jedi noch, aufzuspringen und im Flug die Stabilisatoren zu sabotieren, worauf das Schiff abstürzte. Ahsoka sprang ab und blieb unverletzt,[9] Aurra konnte von den Piraten aus den Trümmern geborgen und gesund gepflegt werden.[10] Boba wurde mit Bossk ins Gefängnis auf Coruscant gebracht, als er Windu erblickte und ihm schwor, Jangos Tod niemals zu vergeben.[9]

Auf sich allein gestelltBearbeiten

Boba war fortan auf sich alleine gestellt und in einer fremden Welt, da er das vertraute Kamino nicht mehr aufsuchen konnte. Alles, was ihm von seinem Vater geblieben war, war das Schiff Sklave I und ein kleines schwarzes Buch, in dem Jango ihm Anweisungen für den Fall seines Todes erteilte. Als erstes suchte Boba Dooku auf, wie ihm im Buch geraten wurde, und fand ihn auf Raxus Prime. Diese Begegnung verlief jedoch nicht wie erhofft, zudem wurde Bobas Schiff von Aurra Sing gestohlen, so dass er nun ohne Geld und ohne Transportmittel dastand.[11]

Bevor das Kind sich weitere Gedanken um seine Zukunft machen konnte, wurde der Planet von Klontruppen angegriffen und Boba geriet in Gefangenschaft. Da man ihn für eine Kriegswaise hielt und nicht erkannte, wer er wirklich war, steckten die Jedi ihn in ein Waisenhaus auf Bespin. Seine Zeit dort währte nicht lange, da er von Aurra befreit wurde, die mit Hilfe des Jungen an Jango Fetts großes Bankvermögen gelangen wollte. Unter dem Vorwand, mit Boba eine Partnerschaft einzugehen, flogen beide auf den Planeten Aargau, wo sich die galaktische Zentralbank befand. Als Boba erkannte, dass Sing nur hinter dem Geld seines Vaters her war, ergriff er die Flucht und suchte Hilfe bei einem scheinbar freundlichen Wesen namens Nuri. Dieses unterstützte ihn zwar bei der Abbuchung des Geldes von der Bank, prellte ihn dabei aber um eine halbe Million Credits und ließ Boba fast bankrott zurück.[12]

Boba beschloss, nach Tatooine zu reisen und dort Jabba den Hutten aufzusuchen, wie ihm das schwarze Buch seines Vaters weiter empfahl. Nach einem ersten Aufeinandertreffen mit dem Kopfgeldjäger Durge, der seit vielen Jahren großen Hass auf alle Mandalorianer verspürte, erreichte er Jabbas Palast. Er verschwieg seine eigentliche Herkunft und behauptete stattdessen, von Jango Fett geschickt worden zu sein.[12]

Beginn der Kopfgeldjäger-KarriereBearbeiten

Autonomie von JabbaBearbeiten

Jabba war amüsiert über das ambitionierte Kind und erteilte ihm einen Auftrag – gemeinsam mit Durge sollte er Gilramos Libkath suchen. Obwohl Fett von Durge dabei behindert wurde, gelang es ihm, den Auftrag erfolgreich zu beenden, wodurch er sich Jabbas Respekt verdiente. Boba offenbarte ihm seine wahre Identität als „Sohn“ Jango Fetts und erhielt daraufhin die Zusage, in Zukunft viele weitere Aufträge für Jabba erfüllen zu dürfen. In den folgenden zwei Jahren erledigte er auf Tatooine zahlreiche Jobs für den Hutten und machte sich trotz seiner jungen Jahre einen Ruf als erfolgreicher und zuverlässiger Kopfgeldjäger.[13]

Jabbas Koch Gab’borah und dessen Tochter Ygabba, die sich in der Zwischenzeit mit Boba angefreundet hatten, passten Jangos alte Rüstung an Bobas Körpermaße an und überraschten ihn mit dieser auf seine Größe gekürzten mandalorianischen Rüstung. Dieses neue Aussehen in der gefürchteten Rüstung, die sein Markenzeichen werden sollte, unterstützte Boba beim Aufbau seines Rufes.[13]

Im Jahr 20 VSY erhielt Boba seinen ersten großen Auftrag, der ihn erstmalig auf einen anderen Planeten führen sollte. Man machte ihm das Angebot, Wat Tambor, den Führer der Techno-Union, auf Xagobah zu fangen. Dieser Auftrag scheiterte jedoch, da Boba mitten in eine Schlacht der Klonkriege hineingeriet und auf General Grievous stieß, dem er nur knapp entkommen konnte. Während seiner Flucht aus dem Orbit von Xagobah traf Boba zudem auf Asajj Ventress, die ihn angriff und die Sklave I so schwer beschädigte, dass er zur Notlandung auf einem nahe gelegenen Mond gezwungen war. Anakin Skywalker, der ihm geholfen hatte, Ventress zu vertreiben, half ihm bei der Reparatur, bestand anschließend aber darauf, Boba gefangen zu nehmen. Der Kopfgeldjäger rettete sich, indem er erklärte, wichtige Informationen für Palpatine persönlich zu haben – seine zuvor gemachte Entdeckung, dass Dooku und Darth Tyranus ein und dieselbe Person waren – und Anakin arrangierte daraufhin, dass Boba beim Jedi-Tempel auf Coruscant landen durfte.[14]

Auf Coruscant jedoch folgte Boba seinem eigentlichen Plan: Mace Windu erneut aufzusuchen und zu töten. Es gelang ihm tatsächlich, den Jedi zu stellen, doch Windu war ihm überlegen und hätte ihn fast getötet, wenn nicht Palpatine dazwischen gegangen wäre. Boba berichtete Palpatine von seinen Erkenntnissen und musste zu seiner Überraschung erfahren, dass diese Enthüllungen über Dooku keineswegs neu waren. Stattdessen bot ihm der Kanzler ein beträchtliches Schweigegeld, damit er diese Informationen für sich behielt. Boba Fett nahm das Schweigegeld an, wodurch er erstmals Unabhängigkeit von Jabba erlangte und fortan als freier Kopfgeldjäger arbeiten konnte, der sich seine Auftraggeber selbst aussuchte.[15]

Im Alter von dreizehn Jahren, das bei Mandalorianern den Beginn des Erwachsenenalters darstellt, begann Boba Fett damit, seinen Plan umzusetzen, der erfolgreichste Kopfgeldjäger der Galaxis zu werden. Mit dem Ende der Klonkriege und dem Beginn des Zeitalters des Imperiums übernahm er immer häufiger Aufträge für das Imperium, das seine Dienste schätzte. Er arbeitete sogar für erklärte Feinde Jabbas wie den Gangsterboss Sise Fromm, den er allerdings im Anschluss aus Wut über einen misslungenen Auftrag an Jabba verkaufte.[16]

Zusammen mit dem Cyborg D’harhan übernahm Boba Fett im Jahr 18 VSY den Auftrag des Imperiums, Ferus Olin auf dem Planeten Bellassa zu finden. Dieser Auftrag gestaltete sich aber als schwieriger als zuerst angenommen, da der im Exil lebende Obi-Wan Kenobi Ferus Olin zu Hilfe eilte und die beiden es so mit zwei Jedi aufnehmen mussten. Die beiden Kopfgeldjäger lieferten sich mit den beiden nun eine lange Verfolgungsjagd auf Bellassa, von dem Gebirge Arno, wo Ferus Olin sich versteckte, bis in die Hauptstadt des Planeten Ussa, wo die Jedi ein Raumschiff kaperten und flohen.[17] Boba Fett und D’harhan blieben aber hartnäckig und verfolgten sie durch den Raum. Das ganze endete mit einem Duell auf dem Raumhafen einer sterbenden Zwillingssonne, den Red Twins. Dieses Duell endete in einem Unentschieden, da die Sicherheitspolizei einschritt, bevor einer klar die Überhand gewinnen konnte. Lediglich D’harhan wurde so stark beschädigt, dass er die Jagd aufgeben musste. Da Obi-Wan und Ferus aber nicht genug Zeit hatten, um ihre Flucht vorzubereiten, flohen sie mit einem Schiff ohne Hyperantrieb, dass auch ansonsten in allen technischen Belangen Boba Fetts Schiff unterlegen war. Deshalb ersannen die Jedi eine List, mit der sie es schafften, trotz der widrigen Umstände, Boba Fett bei dem Planeten Deneter auszutricksen. Er stürzte mit seinem Schiff auf einen Satelliten des Planeten, wodurch sein Schiff so stark beschädigt wurde, dass er die Verfolgung aufgeben musste.[18]

Versuch eines alternativen LebensBearbeiten

Holografische Aufzeichnung von Boba Fett, seiner Frau Sintas Vel und der gemeinsamen Tochter Ailyn

Im Alter von 16 Jahren begegnete Boba Fett der Kiffar Sintas Vel, die er nach mandalorianischem Ritual heiratete, obwohl beide kein Wort des in mando’a gesprochenen Schwurs verstanden. Im Jahr 15 VSY bekamen sie eine gemeinsame Tochter, Ailyn. Die Ehe hielt jedoch nicht lange, da Boba kein sonderlich guter Ehemann war und durch seine Arbeit kaum Zeit für die Familie hatte. Jahre später keimte die Vermutung in ihm, dass neben dem frühen Tod seines Vaters auch die Tatsache, dass seine einzigen weiblichen Bezugspersonen eine Kaminoanerin und eine Clawditin gewesen waren und er kein normales Leben kannte, schuld an seinen Beziehungsproblemen sein mochten.

Sintas Vel war enttäuscht darüber, dass Boba Fett ihre junge Familie im Stich ließ. Ihre Tochter Ailyn wuchs im Hass auf den Vater auf, nachdem ihre Mutter jung verschollen war, und machte es sich seitdem zur Lebensaufgabe, ihn zu jagen und eines Tages zu töten. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde sie Jagd-Saboteur, weil sie hoffte, ihm auf diese Weise am ehesten in die Quere zu kommen.

Die Gründung einer Familie war nicht Bobas einziger Versuch, ein alternatives Leben zu führen. Er reiste nach Concord Dawn, wo er – wie sein „Großvater“ Jaster Mereel zuvor – als Journeyman Protector arbeitete. Gerüchten zufolge, die Boba Fett niemals zerstreute, sondern im Gegenteil sogar pflegte, nannte er sich zu dieser Zeit selbst „Jaster Mereel“. Da es für Fett von Vorteil war, eine geheimnisvolle Aura um sich zu verbreiten, die seinem Ruf zuträglich war, nährte er alle Arten von Gerüchten, die über ihn kursierten – angefangen von seiner Identität als Jaster Mereel, über eine mutmaßliche Tätigkeit als Sturmtruppler bis hin zu seinem eigenen Tod, der mehr als einmal in der Galaxis verkündet wurde.

Auch sein Dasein als Hüter von Recht und Ordnung auf Concord Dawn war nicht von Dauer. Während des Dienstes legte er sich, genau wie Jaster Mereel vor ihm, mit einem korrupten Vorgesetzten an und tötete diesen. Daraufhin wurde er verhaftet und auf Lebzeiten von Concord Dawn verbannt, womit er glimpflich davonkam, da man eigentlich die Todesstrafe für ihn gefordert hatte. Fett entschied sich, dass er für ein „normales“ Leben nicht geschaffen war und dass er sein Schicksal akzeptieren musste: er war und blieb ein Kopfgeldjäger. Zwar trug er weiterhin den charakteristischen Gürtel der Protektoren von Concord Dawn an seiner Rüstung, widmete sich nach diesen Fehlschlägen aber nur noch dem Ziel, ein guter Kopfgeldjäger zu werden und seinen Reichtum zu mehren.

Karriere als KopfgeldjägerBearbeiten

Jäger mit PrinzipienBearbeiten

Bei seinem Job kam ihm die Tatsache zugute, dass er einen ausgesprochen guten Geschäftssinn hatte. Als Kopfgeldjäger wurde er häufig gebucht, weil für ihn ein Auftrag ein bindender Vertrag war und er weder durch Drohungen noch Bestechungen noch höhere Zahlungen der Konkurrenz davon abzubringen war, ihn zu Ende zu bringen. Andere Kopfgeldjäger ließen zu, dass ihre Opfer sich freikauften, wenn sie mehr zahlten als das Kopfgeld, das sie einbrachten. Boba Fett galt als absolut unbestechlich und extrem verlässlich – eine Tugend, die in diesem Geschäft von Auftraggebern geschätzt wurde und ihm viele Stammkunden einbrachte. Dabei ließ sich Boba nie von Emotionen oder persönlichen Wünschen, Gefühlen oder Vorlieben leiten, sondern blieb stets hochprofessionell.

Boba Fett hatte zudem eine starke Abneigung gegen Drogen und Drogenhändler. Alle Personen, die etwas mit Drogen zu tun hatten, erregten seinen Widerwillen, seien es Dealer oder Gewürzschmuggler, die die illegale Substanz in der Galaxis verbreiteten. Die Tatsache, dass Han Solo Gewürz geschmuggelt hatte, machte ihn für Boba Fett zu jemandem, der kein Mitleid verdient hatte. Hatte er den Auftrag, einen Dealer zu fangen oder zu töten, so verbrannte er im Anschluss auch das Rauschgift, das er bei ihm vorfand, obwohl dieses nicht Teil seines Auftrags war.

Ein weiteres Grundprinzip von ihm war, sich nicht der Kopfgeldjäger-Gilde anzuschließen, die das Kopfgeldjäger-Geschäft in der Galaxis dominierte. Die Gilde war eine alte, mächtige Organisation und ihre Mitglieder folgten einem besonderen Kodex – zum Beispiel, anderen Kopfgeldjägern nie bei einer Jagd in die Quere zu kommen und keinen anderen Kopfgeldjäger zu töten – und wachten über die Verteilung von Aufträgen. Die Tatsache, dass der erfolgreichste Jäger sich ihnen verweigerte, zog die Wut und die Missgunst der Gilde auf Boba. Immer wieder geriet er mit Mitgliedern der Gilde wie Bossk, dem Sohn des Oberhauptes der Gilde Cradossk, aneinander und demütigte sie dadurch, dass er ihnen Aufträge vor der Nase wegschnappte.

Neben Bezahlung in Credits akzeptierte Boba Fett auch mandalorianische Rüstungsteile als Bezahlung und verwendete viel Zeit und Geld darauf, nach Rüstungsteilen zu suchen und sich Lager mit Ersatzrüstungen anzulegen.

Mehrmals versuchte Boba auf seiner Jagd nach diversen Schmugglern, auf die hohe Kopfgelder ausgesetzt waren, an die Koordinaten der Zuflucht Port Haven zu gelangen. Er wusste, dass dort mehrere seiner potentiellen Zielpersonen regelmäßig untertauchten, allerdings wurden die Koordinaten von den Schmugglern, die davon wussten, wie ein Schatz gehütet und mit ihrem Leben geschützt. Es gelang Boba, mit einem verräterischen Schmuggler namens Lorcu Malshae ein Abkommen erzielen, sich im Orbit von Ord Mantell zu treffen, wo ihm dieser die Position des Planeten verraten würde. Dessen Kopilotin Par’tha verriet allerdings seine Pläne, so dass Lorcu Malshae mitsamt seinem Schiff von loyalen Schmugglern gesprengt wurde, um Port Haven zu verteidigen. Als Boba den Orbit von Ord Mantell erreichte, konnte er nur noch die Explosion miterleben.[19]

Erste Begegnung mit Han SoloBearbeiten

Der Corellianer Han Solo sollte ein ständiger Faktor in Boba Fetts Leben werden. Im Jahr 12 VSY trafen sie erstmalig aufeinander, ohne zu wissen, welche Rolle sie in den nächsten fünfzig Jahren füreinander spielen würden.

Dauerhaftes Ziel seiner Jagd: Han Solo

In der Arena des Strafkolonie-Planeten Jubilar wurden Gladiatorenkämpfe abgehalten. Boba Fett hatte den Auftrag, in der Hauptstadt des Planeten, Death, einen Gewürzhändler namens Hallolar Voors zu töten. Zwecks Beobachtungen begab er sich in die Arena, wo gerade ein Kampf zwischen vier Verurteilten begann. Einer dieser Verurteilten war ein junger Mann, der wegen einer geringfügigen Straftat in die Arena geschickt wurde und dort gegen deutlich stärkere Männer – verurteilte Mörder – kämpfen musste: Han Solo. Der letzte, der noch stand, würde den Kampf gewinnen. Erstaunt stellte Boba fest, dass Han ihn anstarrte und sich offensichtlich darüber wunderte, wer dieser Mann in mandalorianischer Rüstung war, der im Publikum saß.

Wie es üblich war, stürzten sich die stärkeren zuerst auf den vermeintlich schwächsten: auf Solo. Zu Bobas Überraschung jedoch konnte der junge Mann durch einige abenteuerliche Manöver den Kampf für sich entscheiden und so seine Freiheit gewinnen. Dieser erste Eindruck von Solo beeindruckte ihn, jedoch sank sein Respekt in der Folge deutlich, als er erfuhr, dass Han Solo Gewürz schmuggelte.

Kampf gegen Darth VaderBearbeiten

3 VSY wurde Boba Fett an Bord von Darth Vaders Sternenzerstörer gerufen, dort bot Vader ihm einen Auftrag an. Er wollte, dass Boba Fett einen Oberst namens Abal Karda aufspürte. Dieser hatte seinen Befehlshaber Nim getötet und war mit einer Schachtel geflohen. Bobas Auftrag war, Karda zu töten und die Schachtel ungeöffnet zu Vader zurückzubringen. Boba Fett nahm den Auftrag an. Als er vom Sternenzerstörer ablegte, sagten ihm seine Anzeigen, dass das Schiff einige Gramm mehr wog, als zu dem Zeitpunkt, zu dem er Vaders Sternenzerstörer betrat. Dadurch erkannte er, dass Vader einen Peilsender im Schiff eingebaut hatte, um ihn verfolgen zu können. Boba Fett flog nach Port Esta auf dem Planeten Vestar, denn dies war Kardas letzter bekannter Aufenthaltsort. Dort traf er auf eine Gruppe Soldaten, die zu Kardas ehemaliger Einheit gehörten. Sie erzählten Boba davon, wie sie gegen die Icarii Krieg geführt hatten. Die Icarii waren ein Volk, das unglaublich starke regenerative Fähigkeiten hatte. Auch wenn man einen Icarii in mehrere Stücke riss, überlebte er dies.

Boba Fett kämpft gegen Darth Vader.

Kardas Männer erzählten, dass sie und Karda es geschafft hatten, eine Seherin der Icarii gefangen zu nehmen. Die Seherin hatte alle Juwelen ihres Stammes im Haar, und anstatt die Seherin zu töten, ließ Karda sie am Leben. Boba Fett suchte danach außerhalb von Port Esta nach weiteren Informationen über Karda. Er traf auf zwei Personen, die Karda geholfen hatten zu fliehen, doch sie wussten nicht, wo Karda jetzt war. Boba versuchte noch mehr aus ihnen heraus zu bekommen, doch er kam nicht weit, denn sie versuchten ihn zu töten. Doch Boba konnte mit seinem Jetpack die Überhand gewinnen und erschoss beide.

Danach flog Boba Fett zur Star Station 12, einer Raumstation voller Schiffe. Boba Fett war sich sicher, dass er hier etwas finden würde. Er erfuhr auf Star Station 12, dass Karda sich mit einer Gesichtstätowierung des Duhma-Stammes tarnte. Er konnte auch einen seiner Verfolger stellen, die vermutlich dem Sender seines Schiffes folgten. Er fand von seinem Verfolger heraus, dass Darth Vader wollte, dass Boba Fett getötet wird, sobald er den Behälter in seinen Besitz gebracht hätte. Doch Boba Fett entschied sich, trotzdem die Jagd fortzuführen. Er erfuhr, dass Karda mit dem Frachter Orammas geflohen war. Ein Besatzungsmitglied erzählte Boba, dass Karda das Schiff auf Maryx Minor verlassen hatte. Mit einem Speeder konnte Boba Fett Kardas Spur durch die Wüste von Maryx Minor verfolgen. In der Wüste traf er auf die restlichen Verfolger, die noch versuchten, gegen Boba Fett anzukämpfen, jedoch nach einigen Sekunden besiegt waren.

Danach folgte Boba Fett Kardas Spur zu einem Kloster einiger Pessimisten. Tatsächlich spürte er Karda im Kloster auf. Er verlas den imperialen Hinrichtungsbefehl, worauf Karda sich in einem Raum verschanzte. Boba Fett jedoch drang von hinten in den Raum ein und schoss auf Karda, der vom Stoß der Schüsse aus dem Fenster in die Lava fiel, die von den Mönchen als Bestattungsort genutzt wurde. Als Boba daraufhin den Behälter an sich brachte und öffnete, sah er darin den lebenden Kopf der Seherin liegen, deren Haar voll von den Juwelen ihres Stammes war. Sie erzählte ihm, dass Karda sie am Leben gelassen hatte, damit sie für ihn in die Zukunft sehen könne. Sie wollte für Karda aber nicht arbeiten und nahm Gift, doch Karda trennte ihren Kopf ab, bevor sich das Gift im ganzen Körper verteilen konnte. Plötzlich erschien Darth Vader im Kloster und wollte die Schachtel und Boba Fetts Leben. Der Dunkle Lord schaffte es, Boba ans Ende einer Klippe zu drängen und mit der Macht in den Abgrund zu stoßen. Doch Boba aktivierte sein Jetpack und flog wieder über die Klippe hinaus. Er nahm den Behälter mit dem Kopf der Seherin und warf ihn die Klippe hinunter in die Lava. Vader konnte die Schachtel nur mit der Hilfe der Macht retten. Diesen Moment nutzte Boba Fett zur Flucht.

Jagd auf die Arranda-KinderBearbeiten

Im Jahr 1 NSY begab sich Boba Fett an Bord der Executor, nachdem Darth Vader ihn zu sich hatte rufen lassen. Er erhielt den Auftrag, Zak und Tash Arranda sowie deren Onkel Hoole zu finden und, tot oder lebendig, an den Sith-Lord auszuliefern. Fett war zu dieser Zeit auf der Spur von Malloc und hatte kaum Interesse an Vaders Auftrag, willigte allerdings ein, nachdem dieser ihm drohte. Ihm wurde eine Menge Geld geboten, 50.000 Credits für jedes der Kinder, sofern sie lebten, und 100.000 für den Shi’ido.[21]

Die Arrandas waren auf Nar Shaddaa untergetaucht, und Boba gelangte an Bord ihres Schiffes, der Shroud. Er ließ die Sklave I das Schiff per Autopilot verfolgen, und als die Shroud in den Hyperraum überging, gab er sich zu erkennen. Nachdem sich die Kinder und der Shi’ido zur Wehr setzten, gab er seinen Plan auf, sie lebendig auszuliefern, allerdings konnten sie ihm mit Hilfe einer Rettungskapsel entkommen und nach Koaan gelangen. Boba verfolgte sie und gelangte in die dortige Galaktische Forschungsakademie, doch kam er zu spät. Einige Sturmtruppen berichteten ihm, dass eine Bande von Schmugglern, darunter die berühmte Platt Okeefe und ihr Partner Tru’eb Cholakk, das Gebäude gestürmt hatten und zusammen mit den Arrandas fliehen konnten. Boba konnte die von Okeefe gelöschten Daten auf dem Computer der Akademie wiederherstellen und stellte somit fest, dass ihr nächstes Ziel der Planet Dagobah war, womit er seine Jagd fortsetzte. Als Zak Arranda auf Dagobah sein Schiff ausmachte, war es jedoch Okeefe, die eine Jagd auf Boba startete, gemeinsam mit ihren Schmugglern und Hoole. Boba geriet allerdings in einen Kampf mit einer Drachenschlange und anschließend in die Gefangenschaft der verwahrlosten, kannibalischen menschlichen Einwohner Dagobahs. Es handelte sich um die Überbleibsel einer lang vergessenen Expedition unter Halka Four-Den; die Kinder der Kundschafter, die auf dem Planeten heimisch geworden waren, waren dünn und bleich. Sie sperrten ihn in einen Käfig, um ihn später zu verspeisen, wie sie es bereits mit einigen Angehörigen von Okeefes Truppe getan hatten. Als auch Zak Arranda in Gefangenschaft geriet, erfuhr Boba dies alles, doch sein Käfig bestand aus dem widerstandsfähigen Holz von Knorrenbäumen. Nachdem Galt zurückkehrte, der älteste der Kannibalen, gelang es Zak, diesen zu überwältigen und Boba zu befreien. Gemeinsam konnten sie ihren Peinigern entkommen und zu Tash gelangen, die sich an der Seite einer seltsamen Kreatur namens Yoda aufhielt. Boba unterschätzte die Gestalt und konnte von Yoda in die Höhle des Bösen geschleudert werden, kurz bevor auch Zak und die Kannibalen dort landeten. Die Kannibalen verflüchtigten sich, und Boba und der Junge gelangten wieder an die Oberfläche, wo Boba seinen zweiten Versuch starten wollte, die Kinder an sich zu reißen. Doch während er auf Hoole warten wollte, musste er feststellen, dass dieser sie bereits erreicht hatte. Er sah sich nun Platt Okeefe und deren Leuten gegenüber, die das Feuer auf ihn eröffneten, und musste fliehen, bevor sie ihn töten konnte.[21]

Boba entschied, dass es zu gefährlich sei, die Gruppe auf Dagobah zu jagen, weshalb er warten würde, bis sie den Planeten verließen. Allerdings erhielt er auf seinem Schiff eine Nachricht von Darth Vader, der ihm erklärte, dass der Job vorüber sei, ob ausgeführt oder nicht. Er hatte nun andere Aufgaben für ihn. Er erhielt den Auftrag, den Millennium Falken ausfindig zu machen und Han Solo zu schnappen. Von da an betrachtete er den Job als erledigt und machte sich auf die Jagd nach Solo.[21]

Zerschlagung der Kopfgeldjäger-GildeBearbeiten

Später in diesem Jahr wurde Boba Fett vom spinnenartigen Mittelsmann Kud’ar Mub’at für einen ganz speziellen Auftrag angeheuert: er sollte die Kopfgeldjäger-Gilde zerstören. Wer hinter dem Auftrag steckte, würde er nicht erfahren. Diese Vorgehensweise war nicht ungewöhnlich, da Auftraggeber oft anonym bleiben wollten und sich deswegen derartiger Vermittler bedienten.

Boba Fett im Kreise der Kopfgeldjäger-Gilde

Die mächtige Gilde war einer ganzen Reihe von Personen seit langem ein Dorn im Auge, unter anderem Prinz Xizor, dem Oberhaupt des Verbrechersyndikats Schwarze Sonne. Tatsächlich hatte Xizor den Imperator – gegen Darth Vaders Willen – davon überzeugen können, dass es überaus sinnvoll war, die Kopfgeldjäger-Gilde zu zerschlagen. Auf diese Weise wurde eine mächtige Organisation zerstört und die natürliche Auslese und Konkurrenz würde dafür sorgen, dass das Imperium fortan nur noch unter den besten Kopfgeldjägern wählen und sie für seine Zwecke einsetzen konnte. Boba Fett nahm den Auftrag an, der vorsah, dass er sich in die Gilde einschleuste, um sie von innen heraus zu vernichten.

Die Kopfgeldjäger-Gilde reagierte überrascht, aber hocherfreut auf die Tatsache, dass Boba Fett um Aufnahme ersuchte. Sie hatten ihn lange umworben und waren nun erleichtert, dass der erfolgreichste Kopfgeldjäger aller Zeiten nun endlich doch die Vorteile einer Mitgliedschaft erkannte – und ihnen zudem die 10% Gewinnbeteiligung an jedem Auftrag bescheren würde. Cradossk hieß Fett mit einem Willkommensfest in der Gilde willkommen, während sein Sohn und einige andere der jüngeren Mitglieder dem Sinneswandel Fetts äußerst misstrauisch gegenüberstanden. Tatsächlich war ihr Misstrauen nicht unbegründet, denn schnell begann Fett, die einzelnen Mitglieder gegeneinander auszuspielen und Zwietracht unter ihnen zu säen. Es gelang ihm, Bossk zum Putsch gegen seinen Vater zu verhelfen, der in der Verspeisung des Älteren durch seinen Sohn mündete. Nach Bossks Machtergreifung zerfiel die Gilde zwar nicht wie geplant, sondern spaltete sich nur in zwei verfeindete Fraktionen, aber das Hauptziel – die mächtige Organisation zu schwächen – war erreicht.

Bossk, der „ewige Zweite“

Xizor erhielt vom Imperator die Erlaubnis, die totale Zerschlagung in die Wege zu leiten und setzte deswegen das höchste Kopfgeld aller Zeiten auf einen vermeintlich desertierten imperialen Elitesoldaten aus. Der Plan war, dass alle Kopfgeldjäger angesichts einer solchen Summe jegliche Verbrüderung vergessen würden und jeder gegen jeden antreten würde. Boba Fett war interessiert an diesem Geschäft, erkannte aber schnell, dass dieses kein gewöhnlicher Auftrag war. Er heuerte seinen Erzrivalen Bossk als „Partner“ an, der ihm bei diesem Unterfangen zur Seite stehen würde. Gleichzeitig wusste er, dass Bossk ihn bei nächster Gelegenheit hintergehen würde, und heuerte auch Zuckuss an, um sich gegen Bossk abzusichern. Gemeinsam mit Bossk gelang es ihm tatsächlich, den desertierten Soldaten auf einer entlegenen Minenkolonie zu fangen. Wie erwartet versuchte der Trandoshaner anschließend auf Bobas Schiff, ihn um seinen Anteil zu betrügen. Boba Fett ließ sich davon jedoch nicht beirren, überlistete Bossk mit Hilfe von Zuckuss und zwang ihn, eine Rettungskapsel zu besteigen. Um sicherzustellen, dass auch Zuckuss ihm bei diesem Geschäft nicht in die Quere kam, steckte er ihn ebenfalls in die Kapsel und schickte beide Konkurrenten in den Weltraum. In letzter Sekunde gelang es Bossk, einen Thermaldetonator in den Lagerraum der Sklave I zu werfen, so dass das Schiff schwer beschädigt wurde und nur mit letzter Kraft an Kud’ar Mub’ats Netz ankam.

Kud’ar Mub’at überlebt das Zusammentreffen mit Fett und Xizor nicht.

Dort wurde Boba Fett zu seiner Überraschung von einem Schlachtschiff der Schwarzen Sonne unter dem Kommando von Xizor angegriffen. Xizor zerstörte die wehrlose Sklave I jedoch nicht, sondern ließ zu, dass Boba im schwebenden Weltraumnetz landete. Anschließend betrat der Falleen zusammen mit einem Säuberungskommando der Schwarzen Sonne ebenfalls das Netz und erklärte, Boba Fett nicht töten zu wollen, da er ihm lebend mehr nützte – wenn er bereit war, in Zukunft Aufträge für die Schwarze Sonne zu erledigen.

Boba war in erster Linie am Kopfgeld für den gefangenen Imperialen interessiert und verließ das Schiff, nachdem der Buchhalterknoten ihm das Geld transferiert hatte, während Mub’at Xizors Säuberungskommando zum Opfer fiel. Zu seiner Überraschung wurde Fett bei seinem Abflug von einem unbekannten Transporter angegriffen und stellte fest, dass sich darin der abgespaltene Buchhalterknoten des Spinnenwesens befand – er hatte in den vergangenen Monaten ein Eigenleben entwickelt und war nun von Xizor zum neuen Mittelsmann gemacht worden, während sein Erschaffer getötet wurde. Der Buchhalterknoten bedankte sich bei Boba für das Startkapital und schockiert musste Boba feststellen, dass das Spinnenwesen ihn um die Hälfte seines Kopfgeldes betrogen hatte. Da er jedoch die Dienste des Wesens in Zukunft noch brauchen würde und es zudem unter dem Schutz der Schwarzen Sonne stand, die selbst für Boba zu mächtig war, ließ er das Wesen damit durchkommen.

Galaktischer BürgerkriegBearbeiten

Jagd nach Han SoloBearbeiten

Boba Fett arbeitete weiterhin für verschiedene Auftraggeber. Er jagte Rebellen für Darth Vader und gewann dadurch den Ruf, in der persönlichen Gunst des Sith-Lords zu stehen und einer seiner bevorzugten Kopfgeldjäger zu sein. Daneben erledigte er zahlreiche andere Aufträge, wie die Suche nach der Yavin Vassilika, einer Statue, bei der er mit Han Solo, Lando Calrissian sowie zahlreichen anderen Kopfgeldjägern zusammenstieß. Auch bei der Suche nach einem Schlafvirus traf er erneut mit Solo und seinen Begleitern zusammen, diese enttarnten jedoch seine Verbindungen zum Imperium und sorgten dafür, dass er seinen Auftrag nicht erfolgreich beenden konnte.

Kurz vor der Schlacht von Hoth erhöhte Jabba das Kopfgeld auf Han Solo auf die beträchtliche Summe von 100.000 Credits – und damit auf eines der höchsten sechs Kopfgelder, die jemals auf eine Person ausgesetzt worden waren. Boba Fett verfolgte Han Solos Spur schon seit einiger Zeit, in erster Linie, indem er der Rebellen-Allianz nachspürte, weil er Solo dort vermutete. Mit Hilfe imperialer Informanten erfuhr er, dass die Streitkräfte des Imperiums auf dem Weg zum Eisplaneten Hoth waren, um dort eine Basis der Rebellen auszuschalten. Boba geriet beim Sprung aus dem Hyperraum mitten in die imperiale Flotte, die zu nah am Planeten aus dem Hyperraum getreten war, und stellte fest, dass die Schlacht schon in vollem Gange war. Er entdeckte Han Solos Schiff, den Millennium Falken, der vom Planeten zu fliehen versuchte und offenbar Antriebsprobleme hatte. Während die imperialen TIE-Jäger die Verfolgung in ein Asteroidenfeld aufnahmen, stellte Boba Fett Funkkontakt zu Darth Vaders Kommandoschiff her und vereinbarte ein Treffen.[22]

„Tot nützt er mir nichts.“

Auf dem Supersternzerstörer wurde er von Darth Vader persönlich empfangen, der ihm ein Angebot machte: für Han Solo würde er 150.000 Credits zahlen, für seine Begleiterin Leia Organa 100.000 Credits – wenn sie lebend abgeliefert würden. Boba Fett nahm den Auftrag an, musste jedoch erfahren, dass er dabei nicht alleine war. Die besten Kopfgeldjäger waren ebenfalls auf Han Solo angesetzt, so dass er mit ihnen konkurrieren musste – Dengar, Bossk, Zuckuss, 4-LOM und IG-88. Zurück auf der Sklave I beobachtete Boba Fett, dass Han Solo einen uralten Trick benutzte – er ließ sich mit dem Abfall des Sternenzerstörers davontreiben, den das Schiff ausstieß, bevor es in den Hyperraum sprang.[22]

Die anderen Kopfgeldjäger fielen darauf herein und begannen anderswo mit der Suche nach ihrer Beute, während Boba Fett sich ebenfalls im treibenden Weltraumschrott versteckte und auf diese Weise dem Millennium Falken nach Bespin folgen konnte. Kurz vor der Ankunft in der Wolkenstadt informierte er Vader über den Aufenthaltsort von Han Solo, so dass das Imperium ihm eine Falle stellen konnte. Darth Vader ließ ihn in Karbonit einfrieren und übergab den Körper an Fett, nachdem er keine Verwendung mehr für ihn hatte. Fett ließ seine Trophäe in sein Schiff verladen, wurde dabei jedoch von Leia Organa und Chewbacca verfolgt, nachdem sie von Lando Calrissian befreit wurden. Fett gelang es aber rechtzeitig zu starten, bevor Hans Freunde ihn retten konnten.[22]

Begehrte BeuteBearbeiten

Boba Fett machte sich mit seiner neuen Trophäe auf nach Tatooine, um sie Jabba zum Kauf anzubieten. Ohne sein Wissen geriet er jedoch in eine Intrige des Verbrecherlords Xizor, der plante Luke Skywalker zu töten und hierfür den in Karbonit gefangenen Han Solo benötigte, um ihn in eine Falle zu locken. Hierfür ließ er von Guri Kopfgeldjäger anheuern, die Fett seine Beute abjagen sollten. Bei der Ankunft im System wurde ein Signalmelder aktiviert, der in die Sklave I auf Bespin eingebaut wurde und sich selber aktivierte, sobald das Schiff bei Tatooine aus dem Hyperraum kam. Der Bordcomputer entdeckte den Signalmelder jedoch und informierte Fett über dessen Aktivierung, woraufhin der Kopfgeldjäger in den unteren Lagerraum eilte. Da er aber nicht genügend Zeit hatte, das Gerät zu suchen, feuerte er mit seinem Flammenwerfer von oben in den Lagerraum und schaltete es so aus. Anschließend ging er zurück ins Cockpit und wollte einen neuen Hyperraumsprung berechnen, doch da erschien in seiner Nähe ein Schiff. Dem Umriss nach ähnelte es der IG-2000, das Raumschiff des Attentäterdroiden IG-88. Fett nahm das Schiff ins Visier, eröffnete das Feuer und zerstörte es. Kurz darauf sprang hinter ihm ein weiteres Schiff aus dem Hyperraum.[23]

Bei diesem Schiff handelte es sich um die echte IG-2000, während das andere Schiff nur ein Köder war. Der Droide eröffnete selbst das Feuer und beschädigte Fetts Schiff. Anschließend befahl er ihm, ihn Solo auszuhändigen. Fett dachte jedoch nicht daran und aktivierte die Trägheitsdämpfer seines Schiffes, was es stark verlangsamte. Hierdurch überholte ihn IG-88 mit seinem Schiff unfreiwillig und geriet direkt vor die Geschütze der Sklave I, woraufhin Fett die IG-2000 zerstörte. Nach der Auseinandersetzung der beiden Kopfgeldjäger ließ sich Fett den Schadensbericht seines Schiffes geben. Da IG-88 die Sklave I ernsthaft beschädigt hatte, entschied Fett, sein Treffen mit Jabba aufzuschieben, um sein Schiff zu reparieren. Die Sklave I war jedoch zu auffällig, als dass er sie auf Tatooine reparieren lassen würde, zumal dort noch andere Kopfgeldjäger auf ihn lauern könnten. Somit entschloss sich Fett, nach Gall zu fliegen, um die Docks dort aufzusuchen.[23]

Auf Gall angekommen, traf er sich in einer Bar mit Bossk und Zuckuss, die ihn zu einer Kooperation überreden wollten. Das Kopfgeld auf Solo war hoch, weshalb sie etwas davon abhaben wollten, wofür sie im Austausch auch einen Teil der Verantwortung übernehmen würden. Das Treffen war allerdings eine Falle. Ein dritter Kopfgeldjäger brachte sich oberhalb von Fett in Stellung und zielte mit seinem Blaster auf ihn. Fett durchschaute den Hinterhalt jedoch und erschoss den anderen Kopfgeldjäger. Sein Schiffscomputer informierte ihn nun, dass die Sperrvorrichtung der Sklave I beschädigt wurde. Er warf den Tisch an dem Bossk und Zuckuss saßen um und floh aus der Bar. Draußen angekommen sah er, dass überall auf den Straßen der Enklave Sturmtruppen waren. Erst dann merkte er, dass Gall von der Rebellen-Allianz angegriffen wurde.[23]

Die Rebellen, allen voran Leia Organa, Lando Calrissian, Luke Skywalker samt Renegaten-Staffel und Dash Rendar, waren ihrerseits nach Gall gekommen, um Solo zu befreien. Während die X-Flügler es mit den Sternenzerstörern und den TIE-Jägern aufnahmen, waren Rendar und Lando in die Atmosphäre geflogen, um Fetts Schiff abzufangen. Dieser eitle zu seinem Frachtraum und erschien noch rechtzeitig, bevor 4-LOM mit seinen Helfern Solo stehlen konnte. Er erschoss 4-LOM und die anderen, warf sie in den unteren Lagerraum und machte sich anschließend daran, das Schiff zu starten. In diesem Augenblick erschien der Millennium Falke, der von einigen TIE-Jägern angegriffen wurde. Fett startete sein Schiff, während der Falke kritisch getroffen wurde und dabei die Waffen- und Kommunikationssysteme verlor. Leia und Lando entschlossen, die Verfolgung Fetts abzubrechen, während im Orbit auch die Renegaten-Staffel den Rückzug aufgrund der imperialen Übermacht antrat. So konnte Boba Fett entkommen.[23]

Fett versteckte sich in einem Asteroidenfeld, um seine nächsten Schritte zu überdenken. Da ihm der in Karbonit gefangene Solo mehr Ärger einbrachte als der lebende Solo, entschied er, nach Tatooine zurückzukehren, um ihn an Jabba zu übergeben. Gleichzeitig gelang es 4-LOM, seine Schäden zu reparieren und aus dem Lagerraum auszubrechen. Er kontaktierte die anderen Kopfgeldjäger, die sich sofort aufmachten, um Fett abzufangen. Der Bordcomputer informierte Fett über das Signal, woraufhin er in den mittleren Laderaum eilte, wo es erneut zu einem Gefecht zwischen ihm und 4-LOM kam. Hierbei schoss der Mandalorianer dem Droiden einen Arm ab, der daraufhin durch ein Schott fiel. Der Droide wollte sich dennoch nicht geschlagen geben, woraufhin Fett ihn in den Kopf schoss. Dabei zerstörte Fett allerdings eine Energieverteilungseinheit für die Waffensysteme.[23]

Nun war sein Schiff wehrlos und Bossk erschien zusammen mit Zuckuss mit seinem Schiff, der Reißzahn, und gab einen Warnschuss auf die Sklave I ab. Anschließend enterten Zuckuss zusammen mit anderen Kopfgeldjägern Boba Fetts Schiff, um sich Solo zu holen. Dort angekommen ermahnte Zuckuss den Mandalorianer, dass er das Angebot von ihm und Bossk auf Gall hätte annehmen sollen. Fett antwortete nur süffisant, dass er ja nun Geiseln besitzen würde, und zielte mit seinem Blaster auf Zuckuss’ Kopf, dieser sagte ihm aber, dass Bossk wenig auf das Leben der Kopfgeldjäger geben würde. In diesem Moment eröffnete Bossk das Feuer auf die Skalve I und fragte was Zuckuss dort anstelle und unterstellte ihm, er würde ein Komplott aushecken. Sollte der Gand ihn reinlegen, würde er das Schiff sprengen. Zuckuss beruhigte Bossk jedoch und erinnerte Fett daran, dass Solo in seinem Karbonitgefängnis die Zerstörung des Schiffes als Einziger wohl überleben würde. Fett sah ein, dass Bossk dies sogar riskieren würde und senkte seine Waffe, woraufhin er gefangengenommen und abgeführt wurde.[23]

Fett wurde von Furlag zu einem Zellenraum gebracht. Dort versuchte Fett, ihn in ein Gespräch zu verwickeln, worauf sich der Kopfgeldjäger nicht einlassen wollte, dann aber doch zu reden begann. Er machte sich darüber lustig, dass es doch kinderleicht gewesen wäre, Boba Fett, der sowohl als gefährlich als auch als einer der Besten galt, gefangen zu nehmen. Unbeobachtet gelang es Fett, einen Schalter zu bedienen, wodurch sich unter Furlag eine Schleuse öffnete, die ihn in das All saugte, wobei Fett zuvor noch dessen Blasterpistole auffing. Anschließend suchte er die anderen Kopfgeldjäger auf, die damit beschäftigt waren, den Karbonitblock aus seiner Halterung zu befreien, damit sie ihn auf die Fähre bringen konnten. In diesem Moment brach Fett durch einen Lüftungsschacht in der Decke und tötete zwei weitere Kopfgeldjäger, ließ aber Zuckuss am Leben, da er ihn noch brauchte. Mit vorgehaltener Waffe zwang er den Gand Bossk zu beschäftigen, während die Fähre zurück zur Reißzahn flog. An Bord befand sich jedoch nicht Solo, sondern die getöteten Kopfgeldjäger und eine Bombe, die in der Andockbucht explodierte und Fett so die Flucht ermöglichte.[23]

Nach seiner Flucht reparierte Fett seine Waffensysteme und setzte Kurs auf Tatooine. Er informierte seinen Gefangenen, Zuckuss, darüber, der ihm wiederum sagte, dass Fett es nicht schaffen würde, da die anderen Kopfgeldjäger dort auf ihn warten würden. Fett hatte jedoch schon ein Plan, bei dem ihm Zuckuss helfen würde, ob dieser wollte oder nicht. Als sich Fetts Schiff im Anflug auf Tatooine befand, wurde Jabba über dessen Ankunft informiert. Da ihm Fetts Preis zu hoch war, entsandte er seine Schergen, darunter auch Jix, um Solo von Fett zu klauen. Fett selbst freute sich, den Auftrag endlich abschließen zu können und reich zu werden, war sich aber auch bewusst, dass er kurz vor dem Ende noch scheitern und sterben könnte. Er landete in der Nähe von Jabbas Palast, wo auch schon Jabbas Schergen, sowie Bossk und Jix auf ihn warteten. Die Luke der Sklave I öffnete sich und ein Speeder mit einem Frachtanhänger verließ das Schiff, woraufhin sich alle Kopfgeldjäger auf ihren Swoops auf die Jagd machen. Da jeder die versprochene Belohnung von Jabba haben wollte, schossen sie teilweise auf sich selbst.[23]

Letztendlich gelang es Bossk, mit einem Schuss den Speeder zum Stehen zu bringen. Als sie sich Fett näherte, stellten sie jedoch schnell fest, dass nicht Boba Fett, sondern Zuckuss in der Rüstung steckte, dessen Hände an das Steuer gefesselt waren und nicht Solo sondern der Körper von 4-LOM sich auf dem Frachtanhänger befand. Fett war unterdessen unbehelligt in Jabbas Palast spaziert und hatte dem Hutten Solo ausgeliefert. Dieser freute sich über seinen Neuzugang. Als es jedoch an die Bezahlung ging, wollte Jabba verhandeln, doch Fett erklärte ihm, dass er so viel Ärger mit diesem Auftrag hatte, dass er, wenn er dies vorher gewusst hätte, den Auftrag nicht angenommen hätte. Er bestand deshalb auf eine sofortige Auszahlung seiner Belohnung.[23]

Han Solos BefreiungBearbeiten

Boba Fett übergibt den eingefrorenen Han Solo an Jabba.

Später nahm Boba Fett Jabbas Angebot an und blieb eine Weile in Jabbas Palast. Schon bald stellte sich heraus, dass Jabba sich mit seiner Vorhersage nicht geirrt hatte – Luke Skywalker, Lando Calrissian, Chewbacca und Leia Organa schleusten sich in den Palast ein, wo sie – von Lando einmal abgesehen – jedoch enttarnt wurden. Leia wurde von Jabba zur Sklavin gemacht und musste fortan als leichtbekleidete Tänzerin dienen.[24]

Jabba, dem immer viel an Boba gelegen hatte, seit er ihn als Jungen unter seine Fittiche genommen hatte, wollte ihm eine Freude machen und schickte ihm eines Nachts Leia Organa als „Sklavin für eine Nacht“ auf das Zimmer. Leias Drohungen, sich nicht von ihm vergewaltigen zu lassen, waren nicht nötig, da er nichts dergleichen plante. Er selbst hielt nichts von solchen unmoralischen Gewalttaten und bot Leia Organa stattdessen sein Bett an, während er auf dem Boden schlief. Sie kamen miteinander ins Gespräch und Leia erfuhr, dass Boba Han insbesondere deswegen ablehnte, weil er Gewürz geschmuggelt hatte – eine Droge, die Leias Sicherheit in dieser Nacht deutlich gefährdet hätte, wenn Boba sie genommen hätte. Leia erklärte, ebenfalls nicht begeistert von Solos kriminellen Aktivitäten zu sein und wies Boba darauf hin, dass Jabba selbst mit Gewürz im großen Stil handelte und der Auftraggeber Solos gewesen war. Zu ihrem Erstaunen erfuhr sie, dass Boba nur aus Notwendigkeit für Jabba arbeitete und davon ausging, dass Jabba nach dem Ende des Krieges durch das Imperium seiner gerechten Strafe überführt werden würde.

Ebenso erstaunt war sie über die Weitsicht des Kopfgeldjägers, der sie nicht fortschickte oder gar tötete, sondern sie bis zum Morgen in seinem Zimmer schlafen ließ, damit sie Jabba nicht brüskierten – sondern in dem Glauben lassen konnten, dass beide eine entsprechende Nacht miteinander verbracht hatten. Nachdem Luke Skywalker Jabbas Rancor getötet hatte, ordnete der Hutte wütend die Exekution von Han Solo, Skywalker und Chewbacca an. Alle sollten am folgenden Tag in die Grube von Carkoon geworfen werden, in der ein Sarlacc lebte. Am Vorabend der Exekution veranstaltete Jabba ein großes Fest, an dem auch der Kopfgeldjäger Dengar teilnahm.

Vorbereitungen für die Exekution über der Grube von Carkoon

Dengar, der einen Hass auf Han Solo verspürte, erweckte Jabbas Misstrauen und der Hutte erteilte Fett den Auftrag, den Kopfgeldjäger zu überwachen. Dengar jedoch hatte ganz andere Probleme – seine Verlobte Manaroo war entführt und ebenfalls als Sklavin in Jabbas Palast zwangsverpflichtet worden und er wollte Jabba töten, um sie zu befreien. Als diese Pläne durch den Verrat eines Tempelbediensteten bekannt wurden, erhielt Boba den Auftrag, Dengar zu beseitigen – auf eine „möglichst langsame und schmerzhafte“ Weise. Fett setzte sich mit zwei Drinks zu Dengar an den Tisch und verabreichte ihm auf diese Weise ein Schlafmittel. Bevor Dengar zusammenbrach, murmelte er, dass er seine Verlobte Manaroo retten müsse und Fett ahnte, was die Motive des Mannes waren. Er beschloss, Jabbas Befehl zwar auszuführen, aber gleichzeitig dem Paar zu helfen.

Der bewusstlose Dengar wurde zu den „Zähnen von Tatooine“ gebracht, einem Plateau in der Wüste, auf dem aufgrund besonderer Windverhältnisse stets scharfkantige Steine aufgewirbelt wurden und einen ungeschützten Menschen langsam zerschnitten, während die Sonne auf ihn niederbrannte. Dengar wurde mit Händen und Füßen ausgebreitet an umliegenden Felsen festgebunden, wobei man befeuchtete Lederbänder verwendete, die sich in der Hitze des Tages weiter zusammenziehen würden. Allerdings sorgte Boba dafür, dass der Gefangene seine Rüstung anbehielt, so dass nur Gesicht und Hände den „Zähnen“ der Wüste ausgesetzt waren und er auf diese Weise eine größere Überlebenschance hatte. Anschließend ermöglichte er Manaroo die Flucht, damit sie ihren Mann befreien konnte, nachdem Jabba durch die Hinrichtungsmethode zufrieden gestellt war.

Anschließend brach Boba Fett gemeinsam mit der Hinrichtungsgesellschaft auf Jabbas Segelbarke zur Grube von Carkoon auf, während die Delinquenten auf einem Wüstenskiff voranflogen. Die Hinrichtung lief nicht wie geplant; Luke Skywalker gelang es, an sein Lichtschwert zu gelangen und auf diese Weise einen Kampf vom Zaun zu brechen. Der von der langen Zeit in Karbonit vorübergehend erblindete Han Solo bekam eine BD-1 Cutter-Vibroaxt in die Hand, mit der er versehentlich Bobas Jet-Pack traf. Boba wurde in die Luft geschleudert und stürzte in die Grube von Carkoon, in den Schlund des Sarlacc. Diese traumatische Erfahrung sollte sein weiteres Leben entscheidend prägen.[24]

Der Sturz in den SarlaccBearbeiten

Bis heute Bobas Trauma: Der Sarlacc

Boba Fett stürzte in den säuregefüllten Magen des Sarlacc. Die Säure war jedoch, im Gegensatz zur Magensäure anderer Lebewesen, weniger aggressiv, da die Beute nicht sofort getötet und verdaut werden sollte, sondern das Wesen sich lange Zeit von ihr ernähren wollte. Das bedeutete, dass der besondere Stoffwechsel des Sarlacc darauf ausgelegt war, seine Beute möglichst lange am Leben zu erhalten.[24]

Um dies zu erreichen, durchbohrte der Sarlacc Boba Fetts Körper, insbesondere die Arm- und Beinmuskeln, mit Tentakeln, die ihn einerseits an der Magenwand fixierten, andererseits aber auch tief in den Körper eindrangen und ihn mit Toxinen und Lähmungsstoffen durchfluteten, um ein Entkommen zu verhindern. Boba verbrachte die meiste Zeit in einem halbdämmernden Zustand, während die Flüssigkeiten, die der Sarlacc in ihn pumpte, ihn am Leben erhielten. Die Säure hatte seine Rüstung zum größten Teil aufgelöst und anschließend seine oberste Hautschicht am ganzen Körper weggeätzt. In Agonie und voller Schmerzen hoffte Boba nach Tagen im Magen des Sarlacc auf baldigen Tod, riss dann jedoch ein letztes Mal seinen ganzen Überlebenswillen zusammen und schaffte es, sein Jet Pack als Sprengsatz zu zünden, der die aggressiven Säuren überlebt hatte. Die Sprengung zerriss den Magen des Tieres und sorgte dafür, dass Boba ausgespuckt wurde. Er landete im heißen Wüstensand Tatooines am Rande der Grube von Carkoon, wo sein Blut – aufgrund der fehlenden Haut und der starken Verletzungen – ungehindert in den Wüstensand lief. Bis auf wenige Rüstungsteile, die an seinem verätzten Körper klebten, war er nackt und so den zwei Sonnen des Planeten schutzlos ausgeliefert.

Als er sich dem Sterben hingab und die damit verbundene Leichtigkeit zu erfahren begann, sah er, dass ein Schatten auf ihn fiel. Obwohl er sich dessen nicht bewusst war, krächzte er „Hilfe“ und wurde kurz darauf von einer Person über die Schulter geworfen und weggetragen: Dengar und Manaroo hatten, nachdem Dengar sich von seinen Verletzungen durch die „Zähne von Tatooine“ erholt hatte, den Schauplatz des Kampfes aufgesucht, um nach Verwertbarem zu suchen und dabei den Körper Fetts entdeckt. Manaroo hatte Dengar gedrängt, dem Verwundeten zu helfen und so brachten sie ihn in Dengars Versteck.

Bobas Lebensretter: Dengar

Während Manaroo abreiste, pflegte Dengar zusammen mit zwei medizinischen Droiden und der entkommenen Tempelsklavin Neelah Fett, dessen Überleben immer noch in Frage stand. Er wurde im künstlichen Koma unter Drogen und Schmerzmitteln gehalten und sein offener Körper wurde mit Gelbandagen verbunden. Nur langsam regenerierte er sich, aber es war schon jetzt offensichtlich, dass die Zeit im Sarlacc dauerhafte Schäden angerichtet hatte.

Zwar sorgten die Gelbandagen dafür, dass eine dünne Ersatzhaut wachsen konnte, jedoch blieb diese stark vernarbt. Auch hatten die Toxine, die der Sarlacc in Fetts Körper gepumpt hatte, seinen Stoffwechsel und seine Gene dauerhaft geschädigt. Neben der Tatsache, dass er keine Kinder mehr zeugen konnte, gelang es ihm in den folgenden Jahren nur mit Medikamenten, den Ausbruch von Krebs zu verhindern, der ihm ständig drohte, da seine Zellen nicht mehr in der Lage waren, sich normal zu regenerieren, sondern zu Entartung neigten. Auch hatte er Leberschäden davongetragen und erlitt in den folgenden Jahren zahlreiche Organerkrankungen bis hin zu Organversagen. Zudem litt Fett zeitlebens an Beklemmungen, wenn er sich in engen Räumen befand, die der weichen Magenhöhle des Sarlacc ähnelten.

Boba Fett fand in Dengars Versteck nicht die Erholung, die er brauchte. Erst einmal forderte Neelah, die ihr Gedächtnis verloren hatte, von Boba Antworten über ihre Vergangenheit, dann riss sie ein Flächenbombardement an der Oberfläche aus ihrer Ruhe und zwang sie zur Flucht. Boba, der nicht laufen konnte, sondern kaum bei Bewusstsein war, musste von Neelah und Dengar getragen werden, während die Droiden protestierend folgten und darauf hinwiesen, dass jede Bewegung und Aufregung tödlich für den Patienten war. Ihre Flucht führte die Gruppe erst in eine Höhle, die sich als ein Seitenarm der Grube von Carkoon entpuppte und in dem noch Teile des schwer verwundeten Sarlacc am Leben waren. Sie suchten Unterschlupf in einer anderen Höhle, wo sie bald darauf aber von Gangstern aufgespürt wurden, so dass sie nur mit Hilfe der per Funk herbeigerufenen Sklave I entkommen konnten.

Boba Fett und KuatBearbeiten

Boba Fett gestattete Neelah und Dengar, bei ihm an Bord zu bleiben, weil er beide noch für nützlich betrachtete. Er hatte zuvor Neelah nach ihrer Gedächtnislöschung ebenfalls in schwer verletztem Zustand gepflegt und betrachtete ihre Fürsorge nach seiner Befreiung aus dem Sarlacc nun als ausgleichende Gerechtigkeit. Dengar war er etwas schuldig und beschloss, ihn selbst entscheiden zu lassen, wann sie quitt waren.

Unterwegs in der Reißzahn

Boba wollte das Gerücht, er sei im Sarlacc gestorben, nähren und ließ deshalb sein Schiff – Sklave I – verlassen im Orbit von Tatooine zurück, wo es später von Rebellen gefunden und zu einer Basis gebracht wurde. Mit Bossks Schiff Reißzahn, das Boba sich mit einem Trick aneignete, machte er sich auf den Weg zu Kud’ar Mub’ats nunmehr seit Jahren totem Netz, weil er dort herauszufinden hoffte, was es mit Neelahs Identität sowie einer merkwürdigen Entdeckung auf sich hatte, die er in dem Schiff gemacht hatte, in dem sie transportiert worden war: er war in den Besitz gefälschter Beweise gelangt, die eine Beteiligung Xizors am Überfall auf die Feuchtfarm der Familie von Luke Skywalker bezeugen sollten, und wer auch immer diese Beweise gefälscht hatte, musste auch Interesse an Neelahs Gedächtnislöschung gehabt haben.

Boba Fett deckte eine Intrige Kuat von Kuats auf, der den mittlerweile verstorbenen Xizor loswerden wollte, da die Schwarze Sonne es auf die Kuat-Triebwerkswerften abgesehen hatte. Neelah erwies sich als Adlige vom Planeten Kuat und wurde von ihren Verwandten aus Bobas Händen entführt. Boba Fett machte sich daran, den gefälschten Mord-Beweis gegen Xizor, den er an Bord der Sklave I gehabt hatte, wiederzubeschaffen. Davon erfuhr auch eine Fraktion der Schwarzen Sonne. Sie wollten den Beweis in einem internen Machtkampf benutzen und drohten Boba Fett, ihn zu töten falls er ihnen nicht den Beweis übergeben sollte. So gut er auch war, mit der Schwarzen Sonne legte sich Boba Fett nicht an.

Gemeinsam mit Dengar flog Boba Fett nach Kuat, um dort den Inhaber der Werft persönlich zur Rede zu stellen. Da sich gleichzeitig die Schlacht um Endor ereignete, war die Yacht in großer Aufruhr und stand unter Angriffen der Rebellen, da KDY imperiale Sternenzerstörer produzierte. Kuat, dessen Intrige aufzufliegen drohte, versuchte, sein Lebenswerk zu zerstören, damit es nicht in feindliche Hände fiel, und brachte sich dabei selber um, während Dengar die Flucht ergriff und erklärte, dass Boba Fetts Schuld abgeglichen war und sie quitt seien. Boba gelang es, die Werft vor der Zerstörungswut Kuats zu bewahren und er sorgte dafür, dass Neelah mit dem größten Sternenzerstörer zur Rebellen-Allianz reisen konnte, um sich ihr anzuschließen. Anschließend flog er zu einem Kontaktmann der Schwarzen Sonne und übergab die gefälschte Aufzeichnung.

Da Boba Fett noch immer das Gerücht aufrechterhalten wollte, dass er tot sei, ließ er die Sklave I bei der Rebellion, wo sie verschrottet wurde, und nutzte fortan die weitaus unbekanntere Sklave II, ein umgebautes mandalorianisches Vollstreckungsschiff der Verfolger-Klasse.

Fortsetzung der KarriereBearbeiten

DoppelgängerBearbeiten

Boba Fett stellt seinen Doppelgänger

Trotz seiner schweren Verletzungen setzte Boba Fett seine Karriere als Kopfgeldjäger fort. Obwohl er mit Dengar in der Vergangenheit mehr als einmal aneinander geraten war, verband beide Männer seit der Rettung aus dem Sarlacc eine gewisse Freundschaft, die so weit führte, dass Boba Fett Trauzeuge bei der Eheschließung von Dengar und Manaroo wurde. Um das Gerücht aufrechtzuerhalten, dass er tot sei, arbeitete Fett in der Folgezeit nur verdeckt und nur für Stammkunden, denen er vertrauen konnte. Er erkrankte trotz der Medikamente an Krebs und sein rechtes Bein musste amputiert werden. Die fortschreitende Degeneration seines Körpers führte Fett wiederholt nach Kamino, wo Körperteile und Organe für ihn nachgeklont wurden.

Im Jahr 5 NSY machte sich ein Mann namens Jodo Kast den Umstand zunutze, dass Boba Fett als tot galt. Er legte sich eine identisch aussehende Rüstung zu und begann, als wiederauferstandener Boba Fett Aufträge anzunehmen und von dessen gutem Ruf zu profitieren. Da er durch seine unprofessionelle Art und Gier auch negative Schlagzeilen zu machen begann, entschied Boba Fett sich, seinem Treiben ein Ende zu bereiten. Dengar nahm Kasts Spur auf, während Boba bei der Kopfgeldjäger-Gilde Haus Benelex als vermeintlicher Kunde – gehüllt in Bandagen – Jodo Kast für einen besonders lukrativen Auftrag auf Nal Hutta anheuerte. Auf dem Planeten lockte er ihn mittels eines Hologramms in eine Falle. Nach einem kurzen Kampf injizierte Boba Fett ihm ein Nervengift und versetzte Kasts Jet Pack in einen zeitgesteuerten Selbstzerstörungszustand. Dem wehrlosen Mann zog er anschließend die Rüstung aus, weil er der Ansicht war, dass er sie nicht verdiente, und legte dann zwei Phiolen mit Gegengift knapp außer Reichweite des besiegten Gegners.

Die Explosion tötete Kast, bevor er eine Chance hatte, sich zu retten. Dengar fragte Fett erstaunt, warum er dem unerwünschten Doppelgänger eine Chance zum Überleben eingeräumt hatte, woraufhin Boba ihn lakonisch darüber aufklärte und berichtete, dass dies keineswegs der Fall gewesen war.

Begegnung mit Kir Kanos und Jaden KorrBearbeiten

13 NSY nahm Boba Fett einen Auftrag der imperialen Splittergruppe Wiedererstarktes Imperium an, den letzten Ehrengardisten Kir Kanos zu finden und zu ihrem Stützpunkt zu bringen. Fett übernahm diesen Auftrag nicht allein sondern heuerte noch ein paar Kollegen an. In der Stadt Meenka spürten sie ihn auf, wobei sie in einen Überfall auf Kanos gerieten und einer der Kopfgeldjäger versehentlich von diesem getötet wurde. Fett nahm Kanos das aber aufgrund der Situation nicht übel und dachte an seinen Auftrag. Er erklärte Kanos die Situation und dieser folgte ihm zur Sklave I mit der sie zur Basis des Wiedererstarkten Imperiums flogen und Fett seinen Passagier ablieferte. Nach Erhalt der Bezahlung reiste Boba Fett mit seinen Leuten ab.[25]

Im Jahr 14 NSY führte der junge Jedi-Ritter Jaden Korr eine Mission auf Ord Mantell aus, wo er aus den Klonkriegen zurückgebliebene Waffen mittels Sprengladungen zerstören sollte, damit diese nicht in falsche Hände geraten konnten. Auch Boba Fett war an den Waffen interessiert, was zu einem regelrechten Wettlauf zwischen den beiden Männern führte, aus dem Jaden jedoch siegreich hervorging. Trotz des Einsatzes verschiedener seiner Waffensysteme gelang es Boba nicht, den Jedi auszuschalten und musste sich geschlagen geben und floh.[26]

Rache einer TochterBearbeiten

Bobas Tochter Ailyn Vel schwört Rache dafür, dass er die Familie im Stich ließ.

Boba Fetts Tochter Ailyn Vel, deren Mutter einst bei einer Kopfgeldjagd verschwand, war zeitlebens auf der Suche nach ihrem Vater, um Rache an ihm zu nehmen. Sie erfuhr, dass er sich im Extrictarium-Nebel aufhielt und suchte ihn dort auf. Zu ihrer Überraschung wirkte er degeneriert und befand sich fast im Delirium, so dass es ein leichtes war, ihn zu töten und seine Rüstung an sich zu nehmen. Erst später stellte sie fest, dass es nicht ihr Vater, sondern der abtrünnige Alpha-ARC A-02 „Spar“ gewesen war, den sie getötet hatte.

Ailyn begann fortan, genau wie Jodo Kast, sich in die Rüstung zu hüllen und als Boba Fett auszugeben, in der Hoffnung, ihn auf diese Weise endlich treffen und besiegen zu können. Ihr kam Boba Fett jedoch nicht auf die Spur, da sie sich deutlich professioneller anstellte als der Doppelgänger Kast.

Wiedersehen mit Han SoloBearbeiten

Nachdem Boba Fett in den folgenden Jahren zahlreiche weitere Aufträge für die unterschiedlichsten Auftraggeber ausgeführt hatte, wobei er insbesondere den Untergang des Imperiums bedauerte, das er als Kunden stets geschätzt hatte, erhielt er im Jahr 19 NSY den Auftrag, den so genannten „Schlächter von Montellian Serat“ zu töten. Auf diesen Mann war ein Kopfgeld in Höhe von 5 Millionen Credits ausgesetzt, eine Summe, die Boba Fett genügte, um sich zur Ruhe zu setzen. Er hatte dauerhafte Schmerzen in den kranken Beinen und die fortschreitende Degeneration seines Körpers machte ihm schwer zu schaffen.

Der Schlächter sollte lebend nach Devaron gebracht werden, da man ihn dort einer besonders grausamen Form der Hinrichtung mittels wilder Tiere aussetzen wollte. Tot war die Zielperson wertlos. Boba Fett gelang es, den Mann trotz massiver Sicherheitsvorkehrungen gefangen zu nehmen und mit seinem aktuellen Schiff, der Sklave IV, nach Devaron zu bringen, wo er das Kopfgeld kassierte. Zuvor hatte der Gefangene ihm das Versprechen abgenommen, einen Chip mit Musik, die vom Imperium verboten worden war, an sich zu nehmen und einer Kontaktperson zu übergeben, die dafür sorgte, dass die Musik wieder herausgebracht werden konnte. Obwohl Fett für diesen Auftrag kein Geld erhielt und den Gefangenen anschließend seinem Schicksal überführte, hielt er sich an dieses Versprechen und genoss die Musik sogar an Bord seines Raumschiffes.

Boba Fett trifft auf Han Solo

Während er unterwegs war, um den Chip abzuliefern, erhielt er die Nachricht, dass sich Han Solo auf Jubilar befand. Auf diesem Planeten hatte er Solo zum ersten Mal gesehen, beim Kampf in der Arena, und hier hatte Solo seinen Kampf mit einem gebrochenen Kiefer, einem gebrochenen Arm und zahlreichen Rippenbrüchen erfolgreich bestritten. Da noch immer Kopfgeld auf Han Solo ausgesetzt war, war Boba Fett froh über die Gelegenheit, seinen alten Gegner erneut treffen zu können – doch dieses Mal wollte er nicht den gleichen Fehler wie früher begehen und Han Solo lebend fangen. Stattdessen beschloss er, ihn aus der Ferne mit einem Scharfschützengewehr zu erschießen. Zu oft hatte Solo ihn überlistet oder war ihm mit Hilfe seiner Freunde entkommen.

Während Han Solo ein Schmuggelgeschäft abschloss, beobachtete Fett ihn durch das Zielfernrohr seiner Waffe. In dem Moment, als er abdrückte, gingen jedoch plötzlich die Lichter des Lagerhauses aus. Der Schrei einer Frau ertönte und Boba Fett eilte zum Gebäude, um zu sehen, was geschehen war. Er hatte Han Solo verfehlt und stattdessen seine Geschäftspartnerin Incavi Baker tödlich getroffen. Sie war in Fetts Augen ebenfalls keine Person, um die es schade war, da sie illegale und unmoralische Geschäfte aller Art machte, aber nie zuvor hatte er aus Versehen den falschen getötet oder gar jemanden erschossen, ohne dafür bezahlt zu werden. Dieses Missgeschick irritierte ihn und er gab der sterbenden und sich windenden Frau ein Betäubungsmittel, damit sie von ihren Qualen erlöst wurde.

Dank der Wärmebildsicht seines Helmes sah Boba Fett Bewegung im hinteren Teil des Lagerraums – Han Solo. Solo versuchte, aus dem Lager zu fliehen und Boba Fett blendete ihn mit einer Blendgranate. Trotzdem gelang es Han, ein Fenster einzuschlagen und ins Freie zu entkommen, wo er versuchte, zu seinem Landspeeder zu entkommen. Boba, der wegen seiner kranken Beine nicht gut laufen konnte, nahm die Verfolgung auf und stieß auf den im Dunkeln verirrten Han Solo, der ihm mit gezogenem Blaster gegenüberstand. Auch Boba zog seinen Blaster und beide Männer wussten, dass der andere beim Schießen ebenso schnell war und dass keiner von ihnen diese Konfrontation überleben würde, sollte es zum Schusswechsel kommen.

Eine Weile standen sie sich ratlos gegenüber, bevor Fett und Solo feststellten, dass beide nicht sterben wollten – es aber unweigerlich würden, wenn nicht einer von ihnen nachgab. Da sie sich gegenseitig nicht vertrauten, wussten sie nicht, wie sie mit der Situation umgehen sollten. Boba Fett war bereit, Han Solo ziehen zu lassen, weil er Frau und Familie hatte und bei ihnen sein sollte und Han Solo war ebenfalls bereit, Boba ziehen zu lassen. Hans Angebot, dass Boba fortlaufen könne, musste Boba aufgrund seiner Gehbehinderung ablehnen – zumal er darauf verzichten wollte, in den Rücken geschossen zu werden. Beide Männer entschieden sich, einander zu vertrauen und beide die Waffe zu senken – und so ließen sie sich gegenseitig in Frieden ziehen.

Der neue MandaloreBearbeiten

Im Jahr 23 NSY kehrte Boba Fett nach Kamino zurück, um sein von Krebs zerstörtes Bein ersetzen zu lassen, an dem er zu dieser Zeit nur eine Prothese trug. Taun We bot ihm bei dieser Gelegenheit einen Auftrag an: Er sollte den Mandalorianer Fenn Shysa fangen, der während der Klonkriege auf Seiten der Separatisten die neuen mandalorianischen Supercommandos gemeinsam mit A-02 beim Angriff auf Kamino angeführt hatte. Die Supercommandos waren zwar zerschlagen worden, aber dennoch sollte Shysa für diese Tat bezahlen. Shysa war nach der Vernichtung der Supercommandos nach Mandalore zurückgekehrt, wo er fortan Elite-Polizeieinheiten ausbildete. Er war während der Krise mit Großadmiral Miltin Takel zum neuen Mand’alor seines Volkes ernannt worden und hatte die Mandalorianer erneut vereinigt und die Supercommandos als „Mandalorianische Protektoren“ ins Leben gerufen, um auf der Seite der Allianz gegen diese Bedrohung zu kämpfen.

Boba Fett traf auf dem mandalorianischen Planeten Shogun auf Shysa. Dort tötete er ihn jedoch nicht, sondern Shysa starb stattdessen unter bislang nicht näher geklärten Umständen bei dem Versuch, Boba Fetts Leben zu retten. Nach dem Tod Shysas wurde Boba Fett zum neuen Mand’alor ernannt und die Mandalorianer betreuten ihn mit der Aufgabe, fortan die Supercommandos anzuführen – eine Aufgabe, die er eher unwillig übernahm, da er keine Führungspersönlichkeit und kein Teamspieler war, sondern lieber alleine operierte und nur für sich selbst Verantwortung trug. Ailyn Vel, die Boba weiterhin verfolgt hatte, entdeckte auf Shogun die Leiche des toten Shysa und hielt ihn für ihren Vater. Dieses Mal glaubte sie wirklich, er sei tot und nahm sein dort befindliches Schiff, die Sklave IV, an sich. Boba Fett entschied sich nach seiner Ernennung und dem Verlust seines vierten Schiffs, seine alte, von Jango Fett geerbte Sklave I, an der er noch immer hing, zu suchen und zu restaurieren. Er fand sie tatsächlich auf dem Schrottplatz von Grakouine und stellte sie komplett wieder her, wobei er bis auf den Original-Sitz quasi sämtliche Teile ersetzte.

Der Yuuzhan-Vong-KriegBearbeiten

Im Jahr 24 NSY wurde Boba Fett von einem Mann namens Nom Anor kontaktiert, der ihm erklärte, dass er die Mandalorianer gebrauchen könnte. Die Mandalorianer arbeiteten traditionell als Söldner-Armee und deswegen war ein solches Ansinnen nicht ungewöhnlich. Boba Fett rief in seiner Funktion als Mand’alor eine Flotte zusammen und wartete am vereinbarten Treffpunkt. Zu seiner Überraschung erschien eine Flotte vollkommen unbekannter Herkunft, deren Schiffe er nie zuvor gesehen hatte.

Die Ankömmlinge luden Fett zu sich an Bord an. Gemeinsam mit seinem engen Vertrauten Goran Beviin folgte Fett der Einladung und war erstaunt darüber, sich an Bord eines nahezu organischen Schiffes zu befinden. Die Besatzung stellte sich ihm als die Yuuzhan Vong vor, die erklärten, aus einer anderen Galaxis zu stammen und diese Galaxis von der „Knechtschaft der Technologie“ befreien zu wollen. Aufgrund der Grausamkeiten und Verstümmelungen, die Fett an Bord des Schiffes sah, ahnte er sofort, dass er es mit einer gefährlichen Invasionsstreitmacht zu tun hatte, der die geschwächte Neue Republik kaum etwas entgegenzusetzen hatte. Dennoch behielt er einen kühlen Kopf und sammelte mit Hilfe seiner Helmkamera so viele Informationen wie möglich.

Zum Schein ließ er sich auf das Geschäft ein, das die Yuuzhan Vong ihm vorschlugen: er sollte die Mandalorianer an ihrer Seite in den Krieg führen, genauer gesagt, die Supercommandos sollten die Invasionen der einzelnen Welten durch gezielte Kommandoeinsätze vorbereiten. Als Gegenleistung versprach man, den Mandalore-Sektor und damit die Heimatplaneten der Mandalorianer zu verschonen. Fett ahnte, dass dieses Versprechen gebrochen werden würde, sobald sie den Yuuzhan Vong nicht mehr von Nutzen waren, aber ging trotzdem auf das Geschäft ein, um Zeit zu gewinnen. Tatsächlich plante er, die Mandalorianer als „Doppelagenten“ einzusetzen und ihre Tätigkeiten für die Yuuzhan Vong für die Republik zu nutzen: auf diese Weise erhielten sie Informationen über bevorstehende Invasionen und konnten die bedrohten Planeten rechtzeitig evakuieren oder zumindest Verteidigungsmaßnahmen ergreifen. Allerdings war es auch notwendig, dass die Mandalorianer entsprechenden Schaden bei den bedrohten Planeten anrichteten, um den Schein gegenüber den „Verbündeten“ zu wahren.

Wiederholt versuchte Boba, den Jedi Informationen über ihre Doppeltätigkeit zuzuspielen und sie mit Geheimdienstinformationen über den neuen Gegner zu versorgen, aber die Republik beachtete ihre Botschaften nicht und zeigte sich stattdessen entsetzt über das vermeintliche Überlaufen der Mandalorianer. Der ohnehin schon stark geschädigte Ruf dieses Volkes wurde dadurch vollkommen ruiniert. Erst auf New Holgha konnte Fett den Jedi Kubariet von ihren wahren Absichten überzeugen und ihm den Plan unterbreiten, dass die Mandalorianer ihre Rolle weiterspielten, um die Republik mit lebenswichtigen Informationen zu versorgen, auch wenn niemand ihnen dieses dankte und sie offiziell Verräter ihrer eigenen Galaxis waren. Kubariet übermittelte endlich die Nachricht, weil Fett ihm das Leben rettete und die Mandalorianerin Briika Jeban während seiner Rettung starb, und seit diesem Tag arbeiteten die Mandalorianer gezielt als Informanten. Zudem erklärte Fett sich bereit, Mandalorianer als Ausbilder für die Republikstreitkräfte abzustellen, die ihnen besondere Kampftechniken beibrachten, um die schwer zu schlagenden Yuuzhan Vong zu bekämpfen.

Im Jahr 29 NSY brachen die Yuuzhan Vong wie erwartet ihr Versprechen und griffen Mandalore an. Die mandalorianischen Protektoren waren ihnen jedoch im Kampf überlegen und konnten die Invasion ihrer Kernwelt zurückschlagen. Anschließend schlossen sie sich mit Han Solo und Leia Organa, die mit befreiten Gefangenen auf die Caluula-Station zurückkehrten, zusammen, wobei Boba Fett seine Identität gegenüber Solo jedoch geheim hielt. Da Solo ihn niemals zuvor ohne Helm gesehen hatte, erregte er keinen Verdacht. Erst nachdem der Angriff zurückgeschlagen wurde und Fett Leia die Flucht von der Station ermöglicht hatte, offenbarte er sich gegenüber Solo und erklärte, dass seine Feindschaft für ihn niemals persönliche Gründe gehabt hatte, sondern immer nur eine geschäftliche Angelegenheit gewesen war. Erneut trennten sie sich im Frieden.

Letzte TageBearbeiten

Bevorstehender TodBearbeiten

Der Mand’alor Boba Fett im Jahr 40 NSY, im Alter von über siebzig Jahren.

Im Jahr 40 NSY war Boba Fetts Krankheit so weit fortgeschritten, dass sein Arzt auf Kamino ihm nur noch ein Jahr Lebenszeit bescheinigte. Fett litt an multiplem Organversagen und Zelldegeneration, sein Körper war von Krebs und Autoimmundefekten gezeichnet und konnte selbst mit Medikamenten nicht mehr kontrolliert werden. Seine einzige Chance war es, die Chefklonerin Ko Sai aufzuspüren, die insbesondere für die Kontrolle des Alterungsprozesses der Klonkrieger zuständig gewesen war. Mit ihrer Hilfe, so hoffte Boba, war es möglich, seinen Verfall zu verlangsamen oder gar zu stoppen. Ko Sai jedoch war vor vielen Jahren desertiert und mittlerweile tot. Auch Taun We war inzwischen von Kamino geflohen und hatte ihre Forschungsergebnisse mitgenommen. Sie galt es zu finden. Boba fasste drei Pläne: erstens, seine Tochter Ailyn Vel zu finden, um mit ihr Frieden zu schließen, zweitens, einen Nachfolger für die Position des Mand’alor zu suchen, die er noch immer innehatte, und drittens, den Tod zu besiegen.

Boba Fett machte sich auf die Suche nach Taun We, indem er Börsennachrichten und aktuelle Wirtschaftsentwicklungen auf dem medizinisch-genetischen Sektor beobachtete. Er war mittlerweile extrem wohlhabend und verfügte über zahlreiche lukrative Geldanlagen – Geld, das er – so fürchtete er – nicht mehr nutzen konnte, wenn er Taun We nicht rechtzeitig entdeckte. Er spürte Taun We auf, die nun für einen Pharma-Konzern arbeitete, sie konnte ihm jedoch nicht helfen, da sie nicht über Ko Sais Informationen verfügte.

Der enttäuschte Boba Fett begegnete einer jungen Frau namens Mirta Gev, die ihn offensichtlich verfolgte. Sie zeigte ihm einen Anhänger, den er einst seiner Frau geschenkt hatte, und erklärte, den Auftrag erhalten zu haben, dieses Schmuckstück zu Ailyn Vel zurückzubringen. Boba erklärte sich bereit, die junge Frau, die kein Schiff besaß, eine Weile in der Sklave I mitzunehmen, weil er hoffte, von ihr mehr über seine Tochter zu erfahren. Von ihr erfuhr er, dass Klone aus einem so genannten „Skirata-Clan“ existierten, die behaupteten, in der Schlacht von Geonosis gekämpft zu haben und noch heute kerngesund und nicht älter zu sein schienen als er. Daraus schloss Boba, dass es sich um die Klone handeln mussten, die Ko Sai aufgespürt und in Einzelteilen nach Kamino zurückgeschickt hatten. Offenbar hatten sie ihr das Geheimnis zur Alterungskontrolle entlockt und er fasste den Plan, sie zu finden, um ebenfalls an das Geheimnis zu gelangen.

Zweite Corellianische KriseBearbeiten

Zuerst führte Boba Fetts Weg jedoch nach Corellia, wo der momentane Regierungschef Thrackan Sal-Solo ihn aus geschäftlichen Gründen sprechen wollte: er fragte an, ob die Mandalorianer bereit wären, auf Seiten Corellias in der Krise mit der Republik zu kämpfen. Boba Fett rief die Supercommandos zusammen, die seit Jahren nicht mehr vereint waren, sondern in ihren Clans ihren eigenen Angelegenheiten nachgingen, und war erstaunt, als er feststellte, dass nur noch eine Handvoll seinem Ruf folgten. Goran Beviin erklärte ihm mit typisch mandalorianischer Offenheit, dass zurzeit Erntezeit wäre und man abgesehen davon nicht viel von dem Einsatz halte. Außerdem, so warf er Boba vor, war dieser ein lausiger Mand’alor, der immer noch nicht die Sprache seines Volkes sprach und weniger Kopfgeldjäger und mehr Mand’alor sein sollte, wenn er überhaupt noch jemanden dazu bringen wollte, ihm zu folgen. Boba Fett, der das Amt ohnehin nur widerwillig übernommen hatte, fand es an der Zeit, einen Nachfolger zu suchen und setzte den Plan auf seine Liste, beizeiten nach Mandalore zu reisen und sich dort nach einem neuen Mandalore umzuschauen.

Boba Fett stieß auf Corellia erneut mit Han Solo zusammen, auf dessen Kopf Sal-Solo ein Kopfgeld ausgesetzt hatte. Fett war jedoch nicht interessiert daran, stattdessen ließ er sich von Han Solo dazu überreden, gemeinsam mit ihm ein Attentat auf Sal-Solo zu verüben. Obwohl Han den Plan durch seinen Übereifer und seine Rage beinahe vereitelt hätte, konnte Boba Fett die Tötung des Regierungschefs doch noch durchsetzen und mit Han aus dem Regierungsgebäude fliehen, bevor sie von den Sicherheitskräften entdeckt wurden. Nach der erfolgreichen Durchführung der gemeinsamen Operation erfuhr Boba Fett, das Han Solos Sohn Jacen in der Zwischenzeit Ailyn auf Coruscant zu Tode gefoltert hatte. Leia fürchtete Fetts Rache, doch Fett ließ sie und Han am Leben, weil er meinte, dass es eine schlimmere Strafe für sie sei, einen solchen Sohn zu haben.

Als Mirta Gev vom Tod Ailyn Vels erfuhr, war sie erschüttert und wütend und offenbarte Boba Fett ihre wahre Identität: sie war die Tochter von Ailyn und damit seine Enkelin. Überrascht und überfordert mit der Erkenntnis, nun eine Enkeltochter zu besitzen, bot Boba Mirta an, mit ihm zusammen nach dem Klon zu suchen. Sie überzeugte ihn im Gegenzug davon, ein besserer Mand’alor zu werden und machte ihn erstmals mit der Kultur und den Bräuchen der Mandalorianer – seines eigenen Volkes – vertraut. Gemeinsam holten sie Ailyns Leiche ab, um sie auf Mandalore beizusetzen. Auf dem Weg dorthin machten sie auf Geonosis Halt, wo Boba Fett die Überreste seines Vaters ausgrub, um ihm ebenfalls endlich auf Mandalore ein würdiges Grab zu schaffen.

Die Suche nach dem HeilmittelBearbeiten

Gemeinsam mit Mirta Gev machte Boba sich nach dem Zwischenhalt auf Mandalore auf die Suche nach dem Klon aus dem „Skirata-Clan“. Sie stellten fest, dass er offenbar hinter Twi’lek-Sklavenhändlern her war und verfolgten seine Spur durch mehrere Systeme. Es war der Klon selbst, der sie stellte, da er seine Verfolger längst bemerkt hatte.

Es stellte sich heraus, dass es sich bei ihm um den ehemaligen Null-ARC Null-10 handelte, der sich mittlerweile Jaing Skirata nannte. Jaing machte Boba, wie Beviin zuvor, schwere Vorwürfe, dass er ein schlechter Mandalore sei. Boba offenbarte ihm, dass er nur noch kurze Zeit zu leben hatte und tödlich erkrankt war – und dass eine einzige Hoffnung darin bestand, an den Forschungsergebnissen von Ko Sai teilzuhaben, die offenbar auch den Null-ARCs eine normale Lebensspanne ermöglicht hatten. Jaing stellte die Forderung, dass Boba sich um einen Nachfolger für das Amt des Mandalore bemühte und sich endlich der Belange seines Volkes annahm, bevor er ihm helfen würde. Zudem hinterließ er keinerlei DNA-Spuren in Bobas Schiff, um ihm keine Hinweise auf die Details der Gentherapie zu geben. Wenn Boba sich endlich um die Mandalorianer kümmerte, so würde er sich bei ihm melden und ihm die Heilung gegen die Klon-Degeneration zukommen lassen.

Boba Fett entschied, Goran Beviin zu seinem Nachfolger als Mandalore zu bestimmen. Zudem rief er die Clans in der Halle von MandalMotors zusammen, um mit ihnen die Lage zu besprechen und sich anzuhören, was sie von ihm erwarteten. Da die Corellianer zudem angefragt hatten, ob die Mandalorianer bereit wären, auf ihrer Seite gegen die Galaktische Allianz zu kämpfen, wollte er die Meinung des Volkes zu diesem Punkt. Die Mandalorianer erteilten ihm eine Absage, wussten die Tatsache, dass er sich aber endlich wie ein Mandalore zu benehmen begann, zu schätzen.

Jaing nahm wie versprochen Kontakt zu ihm auf und schickte einen Mann namens Venku zu Boba auf Goran Beviins Farm, der das Heilmittel bei sich hatte. Venku war als Kad’ika mittlerweile zu einiger Prominenz gelangt und war der favorisierte Kandidat vieler Mandalorianer für den Posten des Mandalore. Mit Hilfe eines Veterinärs wurden Boba mehrere schmerzhafte Spritzen in das Brustbein versetzt, die bereits kurze Zeit später ihre Wirkung zeigten und die Degenerationserscheinungen stoppten. Boba hatte seine unheilbare Krankheit besiegt und konnte nun wieder Pläne bezüglich seiner Zukunft schmieden.

Als erste Handlung schickte er Han Solo ein Paket, das mandalorianische Rüstungsteile und Crushgaunts enthielt, dazu ein Beileidsschreiben bezüglich ihres abtrünnigen Sohnes Jacen Solo, der Bobas Tochter Ailyn zu Tode gefoltert hatte.

Weiterer LebenslaufBearbeiten

Nach seiner Heilung machte Boba sich mit Mirta auf die Suche nach Sintas Vel. Er fand seine frühere Gefährtin, in einem Karbonitblock eingefroren. Nachdem sie daraus befreit und von den schädlichen Auswirkungen ihres jahrelangen Aufenthaltes darin geheilt wurde, versöhnte Fett sich wieder mit ihr.

Außerdem trainierte er Jaina Solo für den Kampf gegen ihren Bruder Jacen, der inzwischen zu Darth Caedus geworden war. Im Verlauf seiner Bekanntschaft mit Jaina milderte sich seine Abscheu gegenüber den Jedi.

Mission auf Nickel EinsBearbeiten

Im Jahr 41 NSY reiste Boba mit Jaina Solo, die er zuvor auf Mandalore ausgebildet hatte, nach Nickel Eins, denn die Verpinen wurden vom Restimperium, welches sich Darth Caedus angeschlossen hatte, angegriffen. Boba und Jaina stießen auf einen Trupp von ca. 50 Verpinen der Kriegerkaste, mit denen sie in einer Passagierkapsel durch einen Tunnel fuhren. Plötzlich krachte die Kapsel auf den Tunnelboden, da die Imperialen die Stellung der Verpinen bei den Abluftöffnungen durchbrochen hatten. Der Rumpf der Kapsel wurde weggerissen, und es konnten nur noch zehn der Verpinen weiterkämpfen, da der Rest tot oder verwundet war. Als Fett erfuhr, dass keine der Luftschleusen gesprengt wurde, wurde ihm klar, dass die Imperialen die Verpinen mit Gas oder ähnlichem umbringen wollten.

Als sie an einem Lüftungsschacht vorbeikamen, hörten sie ein Zischen, und eine Wolke aus Gas trat aus, doch Jaina konnte sie zurückwehren. Die Wolke aus Gas riss es auseinander, doch daraus spritzte eine silberne Schmierschicht an die Wände. Diese Schmierschicht formte sich zu vielen kleinen Zacken, die alle auf jeweils einen Verpinen zeigten, die mit Fett mitgekommen waren. Sie eröffneten das Feuer darauf, doch es nützte nichts. Die Verpinen wurdem von der Schmierschicht bedeckt, und starben alle, doch Jaina und Boba überlebten, und konnten flüchten.

Mirta Gev, die Enkelin von Boba, wurde bei einer Mission auf Nickel von den Imperialen gefangen genommen und auf die Anakin Solo gebracht. Die Moffs ließen ihr Blut abnehmen, aus dessen Genen sie einen Nanokiller, den sie schon gegen die Verpinen eingesetzt hatten, für Fett entwickelten. Der Nanokiller wurde in der Luft von Mandalore versprüht, und vermehrte sich dort. Sollten Boba Fett oder Mirta Gev, die von seinem Blut stammte, jemals wieder Mandalore betreten, würden sie sterben.

Zusammenarbeit mit Natasi DaalaBearbeiten

Als Natasi Daala, Staatschefin der Galaktischen Allianz, von den Jedi ihres Amtes enthoben und in der Armand-Isard-Hochsicherheitsstrafanstalt gefangen gehalten wurde, war eine der Personen, die sie kontaktierte, Boba Fett. Auch war er an der Rettungsaktion beteiligt, wobei er mit Hilfe einer gefälschten Rüstung und einer nachgebauten Sklave I den Anschein zu erwecken versuchte, er sei lediglich ein Nachahmer von Fett, um nicht in einen Konflikt mit dem Jedi-Orden zu geraten. Die Befreiung verlief erfolgreich, so dass Fett gemeinsam mit Daala in einer Lambda-Fähre vom Planeten floh, bevor er mit ihr die Sklave I betrat und der ehemaligen Staatschefin seine Hilfe bei ihren Wiederaufstiegsplänen anbot, die Daala annahm.[27]

AusrüstungBearbeiten

RüstungBearbeiten

Boba Fetts Markenzeichen war seine mandalorianische Rüstung, die aus Versatzstücken einzelner Rüstungen bestand. Sie bestand, im Gegensatz zu anderen mandalorianischen Rüstungen, nicht aus Beskar, sondern aus Durastahl. Die Farbe seiner Rüstung war grün mit orangen Knieschonern und Schulterplatten. Auf seiner Schulterplatte befand sich das mandalorianische Mythosaurier-Emblem, das schon Jaster Mereel auf seiner Schulter trug. Dieses Abzeichen war auch auf Jaster Mereels Schiff zu finden.

Unter seiner Rüstung trug Boba Fett einen feuerfesten Pilotenkombi mit verstärkter Struktur, die deswegen auch begrenzten Schutz vor Stößen, Schlägen, Giften, Säuren oder sonstigen Angriffen bot. Verziert war die Rüstung mit an der Schulter angebrachten geflochtenen Zöpfen aus Wookiee-Skalp und dem Gürtel der Journeyman Protektoren von Concord Dawn, den er auch nach seiner Verbannung immer noch unter seinem mit zahlreichen Taschen versehenen Ledergürtel trug.

Am rechten Handgelenk trug Boba ein 20 Meter langes Fang- und Greifseil, das auf Knopfdruck ausgeschleudert wurde. Am linken Unterarm befand sich ein Flammenwerfer, der mit dem auf dem Rücken angebrachten Jet Pack verbunden war und von diesem mit entzündbarer Flüssigkeit versorgt wurde. Er war in der Lage, eine fünf Meter lange Stichflamme zu erzeugen. Die Knieschoner waren mit einer Vorrichtung zum Abschuss von Pfeilen versehen und am linken Unterschenkel verbarg Boba ein Kampfmesser und eine kleine Schallwaffe.

Auf dem Rücken trug Boba Fett ein Mitrinom Z-6 Jet Pack. Es verfügte über Treibstoffvorräte für eine Minute Dauerflug, was 20 Zündstößen zu je drei Sekunden entsprach. Gyrostabilisatoren sorgten für eine verbesserte Steuerung und Landung. Die Zündung des Jet Packs ermöglichte wahlweise einen Flug in 100 Meter vertikale Höhe oder in 70 Meter horizontale Entfernung bei einer Geschwindigkeit von 145 Stundenkilometern.

Im Jahr 40 NSY stellte der Mandalorianer Medrit Vasur ihm eine neue Rüstung her. Diese glich zwar seiner alten in der Farbe, bestand aber aus Beskar und umfasste darüber hinaus einen Ring, der den Hals schützte.

HelmBearbeiten

Boba Fetts Helm war durch technische Komponenten in der Lage, vielfältige Funktionen zu erfüllen. Er verfügte über Wärmebildwiedergabe und Infrarotscanner zur Auffindung von im Dunkeln versteckten Körpern, sowie über ein Makrobinokular, das eine starke Vergrößerung des Sichtfeldes ermöglichte. Neben einer Vorderansicht verfügte der Helm auch über hinten angebrachte Kameras, so dass eine Rundumsicht um 360 Grad gewährleistet war.

Der Helm war mit der Databank des Schiffes vernetzt und ermöglichte eine Sprachsteuerung sämtlicher Funktionen sowie Zugriff auf diverse externe Databanken und Informationsnetzwerke. Über sein HUD konnten alle relevanten Daten eingespielt werden. Zudem verfügte der Helm über Kamera-Aufzeichnungsfunktionen, mit denen bewegte Bilder der Umgebung aufgezeichnet werden konnten. Das stark verbesserte akustische System ermöglicht es, ein Flüstern aus einer Entfernung von 100 Metern zu hören. Die Breitbandantenne konnte Comlink-Übertragungen aus großen Entfernungen empfangen und vom integrierten System entschlüsseln lassen. Zudem war der Helm auch mit Visoren ausgestattet, die ihn vor Blendegranaten schützten.

Ein Atemfilter schützte vor giftigen Gasen und anderen Belastungen der Umgebung; die Luftreserve reichte für zwei Stunden. Über einen integrierten, ausziehbaren Strohhalm war es Boba Fett möglich, auch ohne Abnehmen des Helmes Getränke zu sich zu nehmen.

WaffenBearbeiten

Bobas EE-3 Blastergewehr

Boba Fetts bevorzugte Waffe war ein Blastech EE-3 Blastergewehr, das zusätzlich über einen Scharfschützenaufsatz mit Zielfernrohr verfügte und deutlich stärker als das Equivalent der Sturmtruppen war. Daneben verfügte er über eine MM9-Handgelenksrakete, der integrierter Bestandteil der Rüstung war und über computergesteuerte Zielerfassung verfügte. Er war mit verschiedenen Raketentypen beladen, sowohl Splitterprojektilen als auch Lähmungsprojektilen für den nicht-tödlichen Einsatz. Am linken Handgelenk trug er zudem einen Blastech DUR-24 Handgelenk-Laser, dessen Feuerkraft der eines Blastergewehrs in nichts nachstand. Den hinteren Teil seines Blastergewehrs konnte man abnehmen.

SchiffeBearbeiten

Nach wie vor Bobas liebstes Schiff: Die alte Sklave I

Im Laufe seiner Karriere besaß Boba Fett vier Schiffe, die er Sklave I bis Sklave IV nannte. Die Sklave I hatte er von seinem Vater Jango Fett geerbt und nach seiner Flucht aus dem Sarlacc im Orbit von Tatooine zurückgelassen, um seinen Tod vorzutäuschen. Dort gelangte sie in den Besitz der Rebellen-Allianz, die sie weiterverkaufte. Sie war ein Schiff der Firespray-31-Klasse und wurde von den-Kuat Triebwerkswerften hergestellt und im Laufe der Jahre mehrfach modifiziert und verbessert.

Anmerkung: Davon abweichend heißt es im Roman Das Sklavenschiff, es hätte nicht nur Jango Fetts Sklave I gegeben. Boba Fett ließ sich von den Kuat-Triebwerkswerften ein individuelles Schiff anfertigen, nach Bauplänen, die er geliefert hatte. Dieses Schiff wurde später ebenfalls „Sklave I“ genannt.

Nach seiner Ernennung zum Mandalore um dem Verlust der Sklave IV suchte Boba die betagte Sklave I, restaurierte sie und machte sie wieder zu seinem aktuellen Schiff, das er noch heute fliegt.

Die Sklave II war ein mandalorianisches Schiff der Pursuer-Klasse, wie es von den meisten mandalorianischen Söldnern und Kopfgeldjägern geflogen wurde. Da es ein relativ weit verbreiteter Schiffstyp ist und kein Prototyp wie die Sklave I, war es weitaus unauffälliger und half Boba, unentdeckt und unerkannt zu bleiben.

Über Sklave III ist nicht viel bekannt, auch weiß man nichts über den Schiffstyp. Boba Fett nutzte sie nur kurz.

Sklave IV war, wie Jango Fetts erstes Schiff Jaster’s Legacy ein AIAT/i. Das Schiff wurde von den Kuat-Triebwerkswerften hergestellt und war vor allem während des Mandalorianischen Bürgerkriegs in Gebrauch. Nach dem Tod Fenn Shysas fiel die Sklave IV Ailyn Vel in die Hände, die es fortan nutzte, während Boba Fett seine alte Sklave I restaurierte.

Alle Schiffe waren im Lagerraum mit Käfigen für die Unterbringung von Gefangenen ausgestattet (einer davon speziell für Gefangene mit Macht-Fähigkeiten), sowie mit Kühlkammern für tote Opfer seiner Jagd. Obwohl Boba Fett stets einen Reinigungsdroiden an Bord hatte, verbrachte er oft seine Zeit während langer Flüge damit, die Käfige und das Cockpit eigenhändig zu putzen, weil er diese Tätigkeit entspannend fand und dabei gut nachdenken konnte.

QuellenBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Kopf an Kopf – Duell der Teams
  2. Major Character Birth YearsLeland Chees Blog auf StarWars.com (Archiv-Link im Internet Archiv)
  3. Jango Fett (Comic)
  4. Episode II – Angriff der Klonkrieger (Roman)
  5. 5,0 5,1 5,2 Episode II – Angriff der Klonkrieger
  6. Boba FettDer Kampf ums Überleben
  7. The Clone WarsTödliche Falle (2.20)
  8. The Clone WarsKomm’ nach Hause, R2 (2.21)
  9. 9,0 9,1 The Clone WarsAuf Geiseljagd (2.22)
  10. The Clone WarsAttentäter (3.07)
  11. Boba FettIm Kreuzfeuer
  12. 12,0 12,1 Boba FettDas Labyrinth
  13. 13,0 13,1 Boba FettGejagt
  14. Boba FettEine neue Bedrohung
  15. Boba FettAuf der Spur
  16. Freunde im AllTig Fromms letzter Trick
  17. Der letzte JediAuf verlorenem Posten
  18. Der letzte JediDüstere Vorboten
  19. Platt’s Starport Guide (Port Haven Betrayal, Kurzgeschichte)
  20. „How could Fett have followed us here?“
    „I don’t know. But if I’d known that killer was after you, I’d have dropped you off on the nearest asteroid and let you deal with him yourselves.“ (Galaxy of FearThe Hunger)
  21. 21,0 21,1 21,2 Galaxy of FearThe Hunger
  22. 22,0 22,1 22,2 Episode V – Das Imperium schlägt zurück
  23. 23,0 23,1 23,2 23,3 23,4 23,5 23,6 23,7 23,8 Schatten des Imperiums (Comic)
  24. 24,0 24,1 24,2 Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Ritter
  25. Crimson Empire III – Das verlorene Imperium
  26. Jedi Knight – Jedi Academy
  27. Das Verhängnis der Jedi-RitterVerurteilung

  • Trotz seiner geringen Leinwandzeit in den Filmen der klassischen Trilogie hat sich um die Figur des Boba Fett ein enormer Kult gebildet. Dabei taucht Fett in der gesamten klassischen Trilogie weniger als 150 Sekunden lang auf. Seine knappen Dialoge aus Episode V – Das Imperium schlägt zurück bestehen im amerikanischen Original aus nur 28 Wörtern. Dies reichte aus, um eine regelrechte Faszination auszulösen. Fan-Clubs wurden gegründet, Kostüme nach dem Vorbild von Boba Fetts Rüstung nachgebaut, unzählige Merchandising-Artikel zur Figur auf den Markt gebracht und immer wieder wird der Kopfgeldjäger in den Medien zitiert und parodiert. Gespielt wurde Boba Fett in der klassischen Trilogie vom britischen Schauspieler Jeremy Bulloch, der seither ein beliebter Gast auf Conventions ist. In Interviews erklärte Bulloch, dass er aus Zufall zur Produktion stieß, da sein Halbbruder als Associate Producer an Episode IV – Eine neue Hoffnung und Episode V – Das Imperium schlägt zurück tätig war. Er benötigte lediglich zwei Tage am Set von Episode V.[1]
  • Boba Fetts erster Auftritt war im Jahr 1978 im Holiday Special, wo er einen eigenen, kurzen Zeichentrickfilm erhielt. Seine Figur fand großen Anklang und tauchte im gleichzeitig gedrehten Film Episode V – Das Imperium schlägt zurück wieder auf.
  • Boba Fetts Größe wird in The New Essential Guide to Characters als 1,78 Meter angegeben. Andere Quellen adoptieren allerdings die Größe seines Genspenders Jango Fett, 1,83 Meter, was auch die logischere Variante ist.
  • In der nachbearbeiteten Version von Episode IV – Eine neue Hoffnung wurde Boba Fett nachträglich digital ergänzt und empfängt nun gemeinsam mit Jabba dem Hutten Han Solo und seine Begleiter im Landedock des Millennium Falken auf Tatooine. Zusätzlich wurden die englischen Versionen der Episoden IV bis VI nachträglich neu synchronisiert; nun spricht Temuera Morrison, Darsteller des Jango Fett und der Klonkrieger, auch alle Dialoge des Boba Fett, damit dieser die gleiche Stimme hat wie sein „Genspender“. In der deutschen Fassung wurde diese Änderung nicht berücksichtigt.
  • Es existieren mehrere offizielle Varianten von Boba Fetts Lebensgeschichte. Die Tatsache, dass Boba Fetts Leben mit der Veröffentlichung von Episode II – Angriff der Klonkrieger und Jango Fetts Vergangenheit in den Open Seasons komplett neugeschrieben wurde, führte dazu, dass ältere Bücher teilweise nicht mehr mit der neuen Geschichte in Einklang stehen. Insbesondere gilt dieses für die Kurzgeschichte The Last One Standing aus dem Jahr 1996, die die ursprüngliche Hintergrundgeschichte für den Charakter liefert. Um zu verhindern, dass die beliebte Geschichte nach Episode II ihren Status als relevante Geschichte des damaligen Erweiterten Univerums verlor, wurde sie nachträglich von offizieller Seite aus umbewertet. Während die Geschichte berichtet, dass Boba Fett ursprünglich ein Journeyman Protector von Concord Dawn namens Jaster Mereel war, der von seiner Heimatwelt verbannt wurde und sich dann in „Boba Fett“ umbenannte, gilt es heute als kanonisch, dass diese Episode aus Bobas Leben nur ein kurzzeitiger Versuch war, sich eine alternative Existenz zum Kopfgeldjägerdasein aufzubauen, die jedoch scheiterte – und keineswegs sein gesamtes vorheriges Leben oder gar seine „wahre“ Identität. Dass er dabei den Namen seines „Großvaters“ verwendete, gilt als Mythos, den Boba Fett eigenhändig verbreitete. Kleinere Widersprüche, wie die Tatsache, dass er laut The Last One Standing noch nie mit einer Frau geschlafen hatte, während er später bereits mit 16 Jahren Sintas Vel geheiratet hatte, oder dass Boba Fett in der Geschichte „in seiner Muttersprache“ flucht, obwohl er bekanntermaßen Basic als Muttersprache sprach, wurden nicht weiter beachtet. Stattdessen überließ man es dem Leser, hinter den Satz „er hatte nie mit einer Frau geschlafen seit er Sintas Vel verlassen hatte“ in Gedanken zu ergänzen oder sich einen Fluch in Huttesisch vorzustellen, das Jango in Episode II mit Boba spricht.
  • Es existieren vier verschiedene Versionen der Sarlacc-Episode, wovon die Marvel-Variante, nach der Boba Fett sogar zweimal oder noch öfter in den Sarlacc stürzte und zwischendurch von Jawas aufgelesen wurde, im Widerspruch zu den anderen Büchern steht, die allesamt die gleiche Geschichte erzählen. Die offizielle Darstellung der Lebensgeschichte Boba Fetts orientiert sich an den Büchern der Kopfgeldjäger-Trilogie und den Kurzgeschichten zu Dengar und Boba Fett in Tales of the Bounty Hunters und Palast der dunklen Sonnen. Nach diesen Geschichten stürzte Boba bei der Befreiung Han Solos in den Sarlacc, befreite sich aus eigener Kraft und wurde schwer verletzt am Rande der Grube von Carkoon von Dengar gefunden, der ihn gesund pflegte. Die Geschichten, die von dieser Variante berichten, unterscheiden sich in Details. So finden in Payback: The Tale of Dengar Dengar und Manaroo gemeinsam den verletzten Boba, während er im Kopfgeldjägerkrieg erst von Sklavin Neelah gefunden und dann von Dengar gerettet wird. Auch unterscheiden sich die Geschichten in der Darstellung, wie und in welchem Zustand Boba aufgefunden wurde und wie diese Begegnungen abliefen; im großen und ganzen sind dieses jedoch nur Details, die einem stimmigen Gesamtbild der Geschichte nicht widersprechen und durchaus nebeneinander existieren können.
  • Für das Rollenspiel Morrowind wurde ein offizielles Plugin entwickelt, in dem der Spieler von Boba Fett aufgespürt werden kann. Sollte es dem Spieler gelingen, ein Kopfgeld in Höhe von 3.000 Draken – die Währung des Spiels – zu erlangen und legt er sich dann schlafen, kann es passieren, dass dieser durch ein Random Encounter unterbrochen wird. In diesem Fall erscheint ein Kopfgeldjäger in einer mandalorianischen Rüstung und attackiert den Spieler.

DarstellerBearbeiten

Schauspieler Auftritt Boba Fetts Alter
Daniel Logan Episode II – Angriff der Klonkrieger 10 Jahre
Mark Austin Episode IV – Eine neue Hoffnung 32 Jahre
Jeremy Bulloch Episode V – Das Imperium schlägt zurück, Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Ritter 35, 36 Jahre
Don Bies Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Ritter (neue Szenen Special Edition 1997) 36 Jahre

SynchronsprecherBearbeiten

Synchronsprecher Auftritt
Jason Wingreen Episode V – Das Imperium schlägt zurück (Stimme Original 1977 und 1997 Special Edition)
Temuera Morrison Episode V (neue Stimme DVD-Version 2004), Battlefront II, Empire at War
Don Francks Holiday Special, Freunde im All
Tom Kane Demolition, Galactic Battlegrounds, Jedi Knight – Jedi Academy
Daniel Logan The Clone Wars
Dee Bradley Baker The Force Unleashed – Ultimate Sith Edition, The Force Unleashed II

EinzelnachweiseBearbeiten