Kriekaal

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Kriekaal.jpg
Kriekaal
Astrographie
Region:

Wilder Raum

System:

Kriekaal-System

Raster-Koordinaten:

J-14

Beschreibung
Klasse:

Terrestrisch

Landschaft:

Duraniumozeane

Atmosphäre:

Typ IV

Klima:

Extreme Hitze, Hitzestürme

Tageslänge:

18 Standardstunden

Jahreslänge:

105 lokale Tage

Gesellschaft
Ureinwohner:

Krieks

Einwohnerzahl:

454.000

Regierung:

Stämme mit Patriarchen (k’lar)

Kriekaal ist ein vulkanischer Planet im Wilden Raum, dessen Oberfläche von geschmolzenem Metall in einem schon Jahrhunderte andauernden Abkühlungsprozess begriffen ist. Trotz seiner extremen Hitze und giftigen Typ-IV-Atmosphäre konnte sich auf Kriekaal eine intelligente, schildkrötenähnliche Spezies, die Krieks, entwickeln. Als die Jedi Dreamer, ein Expeditionsschiff der Neuen Republik, den Planeten entdeckte, stieß die Mannschaft unter der Metalloberfläche auf eine rätselhafte Masse, die durch ein Versehen der Expedition das Ziel von Söldnern und Abenteurern wurde.

Beschreibung[Bearbeiten]

Kriekaal ist der zweite Planet des gleichnamigen Sternsystems im Wilden Raum, das in der galaktischen Rasterkoordinate J-14 liegt. Er kreist um einen alten orangefarbenen Stern. Ahug, der erste Planet des Systems, befindet sich zu nahe an dieser Sonne, um in seinen Ozeanen von geschmolzenem Metall und seiner extrem giftigen Atmosphäre die Entwicklung gewöhnlichen Lebens zu gewährleisten. Kriekaal dreht sich in einem größeren Abstand um die Sonne. Die Jahreslänge beträgt nur 105 Tage, die auf Kriekaal jeweils 18 Stunden dauern.

Kriekaal ist wie seine Schwesterwelt ein vulkanisch geprägter Planet mit metallischen Ozeanen aus fast reinem Duranium, die aber aufgrund des größeren Abstands zur Sonne in der Lage waren, im Laufe vieler Jahrhunderte abzukühlen und eine mehr oder weniger feste Oberfläche zu bilden. Im Verlauf dieses noch immer andauernden Abkühlungsprozesses hat die Bewegung der unter ihnen liegenden Metallozeane die Oberfläche auseinandergebrochen und so Protokontinente herausgebildet. Zur Zeit der Entdeckung durch die Neue Republik verfügte der Planet über zwölf Landmassen aus abgekühltem Duranium, die aufgrund ihrer Größe als Kontinente eingestuft wurden, und zwei weitere sich bildende Kontinentmassen an seinen beiden Polen. Der neu entstehende Kontinent am Südpol wird Ralte genannt. Der hohe Metallanteil des Planetenkerns sorgt für eine – im Vergleich zum galaktischen Durchschnitt – erhöhte Schwerkraft. Kriekaal verfügt über eine für menschliches Leben giftige Atmosphäre vom Typ IV, die das Tragen eines Schutzanzugs erforderlich macht. Auf dem Planeten herrscht eine extreme, ätzend wirkende Hitze. In der Region des Südpols bilden sich gewaltige Hitzestürme, die etwa alle drei Monate über den gesamten Planeten ziehen; in der heißen Jahreszeit, wenn Kriekaal seiner Sonne am nächsten ist, sogar mehrmals wöchentlich.

Die einzige Lebensform auf Kriekaal, die eine Art von Zivilisation gebildet hat, sind die schildkrötenähnlichen Krieks, die etwa 1,20 bis 1,50 Meter groß und etwa drei Meter lang sind. Die Krieks verfügen über eine dicke Panzerschale mit hitzeableitenden Platten, die sie gegen den stetig erhöhten Druck und die hohen Temperaturen schützen. Ihr guter Tastsinn erlaubt es ihnen, auf bis zu 60 Meter die Bewegungen der Metalle unter der Oberfläche zu registrieren. Aufgrund der harschen klimatischen Bedingungen bleibt die Population aber klein, zur Zeit der Entdeckung Kriekaals durch die Neue Republik waren es 454.000 Krieks. Auf Grundlage ihrer ersten Berichte äußerten die Aufklärer der Neuen Republik aber Zweifel, wie dieses Leben auf Kriekaal überhaupt möglich ist. Gegen die Vermutung, dass die Krieks irgendwie auf den Planeten gebracht worden sind, spricht, dass es dort keinen Hinweis auf andere höhere Lebensformen gibt, aber auch nicht auf evolutionäre Vorfahren der Krieks. Die Krieks lebten zur Zeit ihrer Entdeckung in 43 Stämmen und mehreren kleineren Unterstämmen bei den größten Stämmen, die jeder den Teil eines Kontinents für sich beanspruchen. Die verstreuten Siedlungen aus abgekühlten Erzblöcken liegen vor allem auf dem Äquator oder auf der Nordhälfte des Planeten. Wenn ein Stamm zu groß ist, um seine Versorgung mit Flechten, ihrem Hauptnahrungsmittel, zu gewährleisten, ziehen einige Familien weg von dem Stamm, um eine neue Ansiedlung zu gründen. Dem Stamm steht der k’lar, ein Patriarch, vor, dem der ken’karro, ein Beraterstamm aus Vertretern beider Geschlechter, zur Seite steht. Die Krieger, die ken’kali, sind vor allem mit zeremoniellen Aufgaben betraut. Die kulai, die Schamanen der Krieks, wandern auf Kriekaal umher, um den Göttern – Br’lai, der Herrscherin über die feurigen Ozeane, und T’kor, dem Gott der Hitzestürme – näher zu sein. Ihren Gottheiten opfern die Krieks Flechten, bevor sie die instabilen Ozeane überqueren oder ein Hitzesturm aufzieht. Die Überquerung der Metallmassen gilt aufgrund der vulkanischen Aktivität und der wie Treibsand wirkenden Duraniumsammlungen als äußerst gefährlich.

Geschichte[Bearbeiten]

Kriekaal bestand vormals wie sein Schwesterplanet aus metallenen Ozeanen, die aufgrund seines größeren Abstands zur Sonne aber in der Lage waren, über Jahrhunderte abzukühlen und eine feste, metallene Oberfläche zu bilden. Unter dem Druck der unter der Kruste liegenden Duraniumozeane brachen Protokontinente auseinander. Noch als die Neue Republik den Planeten entdeckte, dauerte sein Abkühlungsprozess an. Die Krieks berichten in einer Legende von einer Rasse von Sternfahrern, die ihre Welt besuchten, um sich das Land zu eigen zu machen. Der große Schamane Ssiskor soll daraufhin die Göttin der Ozeanfeuer, Br’lai, provoziert und dazu gebracht haben, die Invasoren zu verzehren. Die Neue Republik überlegte, ob diese Geschichte als Kolonisationsversuch der Alten Republik interpretiert werden könnte.

Eine Aufklärungseinheit der Neuen Republik an Bord der Jedi Dreamer unter dem Befehl von Kapitän Korren Starchaser entdeckte den Planeten Kriekaal und nahm umfangreiche Aufzeichnungen über den Planeten und seine kooperative Bevölkerung vor. Zur dieser Zeit durchliefen die Krieks das Steinzeitalter ihrer Evolution. Der damals größte Stamm, Kherkhaman, lebte auf dem gesamten Nordkontinent Debok. Nach dem Tod des letzten Patriarchen übernahm der noch junge, als offen und idealistisch geltende Kavakoderakanbnuarria die Führung.

Die Aufklärer entdeckten in der Region, in der die Krieks angesiedelt waren, unter der abkühlenden Kruste eines der jüngeren Kontinente eine große metallene Masse von etwa 600 Meter Länge und 300 Meter Breite, die, auch wenn magnetische Inferenzen und das Aufziehen eines Hitzesturms die genauere Untersuchung unmöglich machten, keine zufällige Zusammensetzung, sondern etwas Künstliches darstellte und langsam an die Oberfläche aufzusteigen schien. Die Aufklärerin Senni vermutete, dass es sich um ein Raumschiff oder eine Art Außenposten handelte, Kay-Oh glaubte hingegen an einen Zusammenhang mit der Legende der vom Feuer verzehrten Invasoren. Der machtsensitive Kriek Malketh, ein kulai-Berater von Kavakoderakanbnuarria, der von seinem Stamm für die lebende Stimme von Br’lai gehalten wurde, kannte die Wahrheit über das Objekt. Er träumte mehrere Nächte lang von der schrecklichen Zerstörung des Stammes durch die Sternenfahrer. Bei der Übertragung der Aufzeichnungen über die Entdeckung von Kriekaal und den Erstkontakt mit den Krieks wurde das Phänomen der metallischen Masse versehentlich öffentlich gemacht. Daraufhin begaben sich Söldner, Xenoforscher und Aufklärer, unter anderem die im Auftrag eines reichen Privatmanns operierende Söldnergruppe Happy Blasters unter ihrem Anführer Salem Victory, nach Kriekaal, um das Objekt zu untersuchen. Sie sahen sich bei der Vorbereitung ihrer Expeditionen der Schwierigkeit ausgesetzt, sich für die widrigen Lebensbedingungen auf Kriekaal auszurüsten. Zudem sorgte der extreme Magnetismus des Südpols und die starke Strahlung mitunter dafür, dass die Repulsorliftantriebe und die magnetische Beschildung ihrer Schiffe versagten. Die positive Haltung von Kavakoderakanbnuarria zur Neuen Republik führte zu Spannungen unter den pazifistischen Krieks, die die Versprechungen des Patriarchen wegen der unhöflichen Behandlung durch die nach Kriekaal kommenden Söldner geschädigt sahen.

Quellen[Bearbeiten]