Orgon

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Orgon.jpg
Orgon
Allgemeines
Heimatwelt:

Gorsh[1]

Klasse:

Pflanze[1]

Designierung:

Intelligente Pflanze[1]

Lebensraum:

Sumpfige Inseln[1]

Ernährungstyp:

Fleischfresser[1]

Beschreibung
Hautfarbe:

Grün[2] bis dunkelgrün oder gelb (Schale)[1]

Durchschnittliche Größe:
  • Größe: 1,50 Meter[1]
  • Schale: Durchmesser von ca. 0,50 Meter[1]
  • Ranken: bis zu 4 Meter[1]
Besondere Merkmale:
  • runde, gehärtete Schale[1]
  • sechs bis acht Ranken[1]

Die Orgons sind intelligente Pflanzen und die dominante Lebensform auf den sumpfigen Inseln des Planeten Gorsh. Sie verfügen über eine runde, farblich an ihre Umgebung angepasste Schale, von der ihre lebenswichtigen Organe geschützt werden, und sechs bis acht Ranken, die sie zur Fortbewegung und zur Nahrungsaufnahme verwenden. Im Laufe ihrer Evolution entwickelten die fleischfressenden Pflanzen zur Kompensation ihrer nur behäbigen Fortbewegungsmöglichkeiten die Fähigkeit, Beute durch die Herstellung von Giften und die Platzierung von Fallen fangen und Angreifer so abwehren zu können. Die auf natürliche Weise von den Orgons hergestellten chemischen Verbindungen erregten die Aufmerksamkeit des Pharmaunternehmens Genetech Laboratories, dem Eigentümer von Gorsh.

Beschreibung[Bearbeiten]

Der Orgon, eine bis zu 1,50 Meter große Pflanze, besitzt zwei ausgeprägte Körperteile. Sein Gehirn und seine lebenswichtigen Organe sind in einer runden, gehärteten Schale untergebracht,[1] die mit ihrer grünen[2] bis dunkelgrünen oder gelben Farbe[1] für eine natürliche Tarnung in seiner Umgebung sorgt.[3] Sie ist im Durchmesser üblicherweise einen halben Meter breit. Außerdem verfügt der Orgon – je nach Alter – zwischen sechs bis acht Ranken, die bis zu vier Meter lang werden. Obwohl diese Gliedmaße weich und beweglich sind, weisen sie aufgrund ihrer abwechselnden Anordnung von harten, gepanzerten Zellen sowie solchen Zellen, die bei Tieren die Funktion von Muskeln einnehmen, eine enorme Stärke auf. Der Orgon nutzt seine Tentakel für seine langsame und schwerfällige Fortbewegung. Durch das Anspannen und Lockern der weichen Zellen kann er sich durch den Sumpf ziehen, an Bäumen hinaufklettern und Werkzeuge benutzen. Außerdem nimmt er mit ihnen Nährstoffe auf, indem er sie in den Boden gräbt. Der Orgon stellt eine Verdauungsflüssigkeit her.[1] Die darin enthaltenen starken Säuren gibt er über seine Ranken ab, um seine Beutetiere außerhalb seines Körpers zu verdauen und ihre Nährstoffe dann wieder über seine Tentakel aufzunehmen.[4] Jede der Gliedmaßen verfügt über ein komplexes Nervensystem, das ständig Tastdaten an das Gehirn weiterleitet. Aufgrund seiner harten Schale und der Flexibilität seines Körpers kann der Orgon Angriffen mit stumpfen Gegenständen, etwa Keulen, deutlich besser widerstehen als solchen mit scharfen Waffen. Die fast immer allein anzutreffenden Orgons können durch eine präzise Bewegung ihrer Gliedmaßen miteinander kommunizieren. Diese auf vernunftbegabte Spezies kryptisch erscheinende Verständigung erlaubt es ihnen, sich auch über komplexe Ideen auszutauschen. Der Orgon besitzt zwar kein Sehvermögen wie die meisten kohlenstoffbasierten Lebensformen, er ist aber für Licht empfindlich und in der Lage, dessen Reflexion in einer weiten Umgebung wahrzunehmen.[1]

Der Orgon ist die dominante Lebensform auf Gorsh, einer tropischen, größtenteils von Ozeanen bedeckten Randwelt. Er lebt auf den sumpfigen, von seichten Wasserwegen durchzogenen Inseln, die das Ökosystem für eine Vielfalt von Tieren und Pflanzen darstellen. Da der Fleischfresser aufgrund seiner schwerfälligen Fortbewegung nicht in der Lage ist, Beute durch gewöhnliche Jagdmethoden zu fangen, hat er im Laufe seiner Evolution erlernt, starke Gifte, Klebstoffe und Fallen zu entwickeln.[1] Je nach Chemikalie kann die Herstellung Tage, Wochen oder Jahre dauern.[3] Kann der Orgon damit ein Beutetier fangen, frisst und verdaut er es nur langsam. Dabei benötigt er nur drei Kilogramm Fleisch im Standardjahr. Der Orgon versucht zumeist, sich vor vernunftbegabten Lebensformen zu verstecken. Als Abwehrmechanismus hat er eine glibberartige, klebrige Masse entwickelt, die die Haut eines Angreifers zerplatzen lassen kann. Der darin enthaltene reizauslösende Saft führt bei Kontakt mit freiliegender Haut innerhalb Minuten zu einem äußerst schmerzhaften Tod, wenn der Betroffene nicht sofort die richtige medizinische Behandlung erhält.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Orgons bildeten im Verlauf ihrer Evolution eine Intelligenz aus, um die mit ihrer schwerfälligen Fortbewegung verbundenen Nachteile auszugleichen. Das Pharmazieunternehmen Genetech Laboratories erhielt vom Galaktischen Imperium die ausschließlichen Eigentumsrechte an Gorsh, nachdem es eine erste eingehende Untersuchung des Systems unternommen hatte. Es richtete ein kleines Forschungslabor im Orbit des Planeten ein, das aus den dortigen Pflanzen und Tieren medizinische Produkte entwickelte. Dabei stieß Genetech auch auf die Orgons, die den Forschern als mysteriös[1] und bizarr erschienen. Die komplexe natürliche Chemie der Pflanze erregte das Interesse des Pharmaunternehmens.[2] Daher machte es sich zur Aufgabe, die Pflanzen zu fangen und zu untersuchen, um herauszufinden, wie sie im Rahmen seiner wissenschaftlichen Forschung genutzt werden könnten. Viele der fortschrittlichen Produkte, die Genetech zu dieser Zeit auf den Markt bringen konnte, basierten auf den natürlich hergestellten chemischen Verbindungen der Orgons. Dabei wusste Genetech nicht, wie intelligent die Pflanzen wirklich waren. Die Orgons lernten jedoch, Kontakt mit den Wissenschaftlern zu vermeiden. Sie entwickelten ein starkes Gift, das sie bewusst an den Pflanzen und Beeren hinterließen, die sich in der Nähe von Standorten von Genetech befanden.[1]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

Die Orgons wurden erstmals in dem 1991 erschienenen Sachbuch Planets of the Galaxy, Volume One für das Star-Wars-Rollenspiel von West End Games erwähnt. Da aus den englischsprachigen Werken nicht hervorgeht, welches grammatikalische Geschlecht der Name der Pflanze hat, verwendet dieser Artikel das generische Maskulinum.