Sliideptra

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Sliideptra.jpg
Sliideptra
Allgemeines
Heimatwelt:

Tel IV

Klasse:

Würmer

Lebensraum:

Regenwald

Ernährungstyp:

Fleischfresser

Beschreibung
Hautfarbe:

Weiß bis blassgelb

Durchschnittliche Größe:

0,40 Meter

Besondere Merkmale:
  • länglicher, knochenloser Körper
  • segmentierter, porenbesetzter Luftsack
  • dünne Ranken

Der Sliideptra ist ein wurmartiges Raubtier aus dem Regenwald des Planeten Tel IV. In seinem segmentierten Luftsack produziert der an Ästen hängende Jäger ein Kontaktgift, mit dem er unter sich gelockte Beutetiere tötet. In einem aufwändigen Verdauungsprozess zersetzt er den Kadaver, um ihn durch seine Schnauze einsaugen zu können. Aufgrund seiner effektiven Verteidigungsmechanismen besitzt der Sliideptra keine natürlichen Feinde. Während des Galaktischen Bürgerkrieges setzte das Galaktische Imperium die Tierart bei Experimenten zur Weiterentwicklung seiner chemischen Kriegsführung ein.

Beschreibung[Bearbeiten]

Der Sliideptra hat einen weichen, knochenlosen Körper, der bis zu 40 Zentimeter lang werden kann. Den Großteil seiner Körperlänge macht ein Luftsack aus. Er besteht aus bis zu zwölf einzelnen Segmenten, die jedes über eine einzigartige Ausstattung von Poren verfügt. Die Segmente weisen eine weiße bis blassgelbe Färbung auf, die auf Menschen verstörend wirken kann. Die angesammelte Luft vermischt sich in dem Sack mit einem von hochspezialisierten Drüsen produzierten Giftgas. Dabei entsteht ein tödliches Kontaktgift, das der Sliideptra durch seine Poren abgeben kann. Das Tier benötigt 50 Stunden, um nach dem Ausscheiden des Giftes ausreichend Gift für einen erneuten Ausstoß zu produzieren. An der Oberseite der Segmente gehen zahlreiche dünne Ranken ab, mit denen es sich an höhergelegenen Ästen festhalten kann. Durch das Entrollen und das Zurückziehen dieser Ranken kann sich der Sliideptra über eine vertikale Distanz von bis zu sieben Metern bewegen. Auf jeder Seite seines primitiven Kopfes verfügt das Tier über drei Augen mit einem hochsensiblen Sehvermögen. Seine ausstreckbare Schnauze enthält einen engen, zahnlosen Mund.

Der Sliideptra ist im Regenwald von Tel IV heimisch. Obwohl sich die Tiere mit einer wogenden Bewegung ihrer Ranken langsam von Ast zu Ast bewegen können, verbringen die meisten von ihnen ihr gesamtes Erwachsenenleben an dem gleichen Baum hängend. Das unscheinbare Äußere des Sliideptra, das einer Larve oder einem Kokon ähnelt, verbirgt ein tödliches Raubtier ohne natürliche Feinde. Wenn er angegriffen wird, stößt er in einer plötzlichen Abwehrreaktion tödliches Giftgas durch seine Poren aus. Die einzige Alternative, um diesen Verteidigungsmechanismus zu umgehen, besteht darin, das Tier in der anfälligen Zeitspanne nach dem Ausscheiden seines Gifts anzugreifen, solange er noch keine ausreichende Dosis für einen erneuten Ausstoß produziert hat. Allerdings ist auch das Fleisch des Sliideptras mit seinem tödlichen Gift durchsetzt. Die hermaphroditen Tiere pflanzen sich im Larvenstadium fort, wenn sie noch deutlich kleiner und beweglicher sind als nach dem Erreichen des Erwachsenenalters. Im Zuge einer kurzen Brutperiode tauschen die Jungtiere Gameten miteinander aus, ohne sie sofort zu befruchten. Stattdessen speichern sie sie in ihrem Körper und vermischen sie dort mit eigenen Gameten zu befruchteten Eiern.

Die Nahrung des Sliideptras besteht hauptsächlich aus kleinen Säugetieren. Allerdings fallen auch größere Reptilien in das Beuteschema des Fleischfressers. Wenn er ein potenzielles Beutetier in der Umgebung erspäht hat, erzeugt der Sliideptra ein tiefes Brummen, mit dem er es auf eine offene Fläche direkt unter sich lockt. Anschließend überrascht er es mit dem Ausstoß einer lähmenden Giftgaswolke. Während das Gift das Bindegewebe seiner Beute zersetzt, senkt sich der Sliideptra mit seinen Ranken ab. Sobald er unmittelbar über dem sterbenden Tier hängt, streckt er seinen Rüssel aus und spuckt dünne Schwalle ätzenden Speichels aus, der das Fleisch des Kadavers weiter zersetzt. Nach einer Stunde hat das Gewebe eine halbflüssige Konsistenz angenommen. Dann kann der Sliideptra seinen Verdauungsprozess fortsetzen, indem er die zersetzte Masse durch seine Schnauze aufsaugt. Wenn er gesättigt ist, zieht er sich mit seinen Ranken wieder nach oben. Am nächsten Morgen senkt er sich wieder herab und frisst sich erneut satt. Diesen Prozess wiederholt das Tier jeden Tag, bis der Kadaver völlig konsumiert ist. Auch ein geringer Kontakt mit dem Gift des Sliideptras fügt dem Opfer Nervenschäden zu, die die Kontrolle des Gehirns über die Muskeln beeinträchtigen. Solch eine Vergiftung muss sofort mit einem Medikit behandelt werden. Ohne eine entsprechende Maßnahme wird das Opfer nach kurzer Zeit bewegungsunfähig. Wenn es in der folgenden Woche zu neurologischen Symptomen kommt, ist eine weitergehende medizinische Behandlung erforderlich. Der Kontakt mit dem Gift hinterlässt auf der Haut eines Menschen eine haarlose Stelle mit weichem, rosafarbenem Narbengewebe.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Galaktische Imperium sammelte während des Galaktischen Bürgerkrieges zahlreiche Sliideptras, um sie für seine Forschung in der chemischen Kriegsführung einzusetzen. Aus den Ergebnissen dieser Experimente entwickelten die Wissenschaftler den lähmenden Kornschimmel, der die Bevölkerung von Keresia dezimierte, und einen biologischen Selbstzerstörungmechanismus für die Spione des Imperialen Geheimdienstes. Einer Gruppe von Ho’Din gelang es im Rahmen eines Forschungsaufenthalts auf Tel IV, ein Serum gegen das Gift der Sliideptras zu erzeugen. Allerdings machten sie ihren Erfolg nicht öffentlich, da sie mit seinem Bekanntwerden Vergeltungsmaßnahmen des Imperiums gegen ihre Spezies fürchteten.

Quellen[Bearbeiten]

Die Sliideptras wurden für das 1994 veröffentlichte Rollenspielwerk Creatures of the Galaxy entwickelt. Während die Illustrationen in solchen Werken üblicherweise auf Grundlage eines vorgegebenen Manuskripts entstehen, basieren die Einträge in diesem Sachbuch auf den vorher angefertigten Konzeptzeichnungen. Den Beitrag zu den Sliideptras verfasste Chuck Truett auf Grundlage einer Zeichnung von Pete Venters. Da aus dem Sachbuch nicht hervorgeht, welches grammatikalische Geschlecht der Name der Tierart hat, verwendet dieser Artikel das generische Maskulinum.