Yeomet

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Yeomet
Allgemeines
Designierung:

Nicht vernunftbegabt

Lebensraum:

Künstliche Umgebungen

Art der Fortpflanzung:

Zweigeschlechtlich

Beschreibung
Durchschnittliche Größe:

60 Zentimeter

Der Yeomet ist ein Allesfresser, der in vielen städtischen und anderen künstlich geschaffenen Umgebungen anzutreffen ist. Die dort vorherrschende elektromagnetische Strahlung aktiviert ein Verdauungsenzym, das es ihm erlaubt, sämtliche organische und zahlreiche anorganische Substanzen zu fressen. Die Herdentiere werden als Überträger zahlreicher Krankheiten und aufgrund der von ihnen verursachten Schäden als Plage bekämpft und von Kammerjägern gejagt. Allerdings finden Yeomets auch in der medizinischen Forschung, als Haustiere und umstrittenerweise als alternatives Mittel der Müllbeseitigung Verwendung.

Beschreibung[Bearbeiten]

Der bis zu 60 Zentimeter große Yeomet hat eine Haut mit gefleckter Musterung. Das Tier besitzt zwei ausgeprägte Hinter- und zwei kürzere Vorderläufe, die jeweils mit zwei Krallen abschließen. Seine beiden Augen sind im Gegensatz zu seinem vergleichsweise schmalen, auf einen vorgeschobenen Kiefer hinauslaufenden Schädel auffallend groß. Sein Körper schließt mit einem kurzen Schwanz ab. Obwohl viele sein Äußeres bedrohlich finden, ist der Yeomet ein scheues Tier, das nur dann zum Angriff übergeht, wenn es in die Ecke gedrängt wird. Dabei verteidigt er sich zumeist durch Beißen. Zwar besitzt er keine sonderlich scharfen Zähne. Allerdings kann er durch den Biss mit seinem starken Kiefer eine erhebliche stumpfe Gewalteinwirkung erzeugen. Außerdem ist der Yeomet Überträger zahlreicher Krankheiten. Eine von ihm zugefügte Wunde birgt daher ein wahrscheinliches Infektionsrisiko.

Der Yeomet ist in künstlichen Umgebungen – Raumstationen, großen Raumschiffen und ganzheitlich mit Städten bebauten Planeten – heimisch. Zwar kann er sich eigentlich nur von wenigen Pflanzen und Tieren ernähren. Ein Verdauungsenzym, das sich in der Nähe großer Mengen elektromagnetischer Strahlung – wie sie in seinem natürlichen urbanen Lebensraum vorkommen – aktiviert, erlaubt es ihm jedoch, alle organische und viele inorganische Materien zu fressen. Wenn er in Küchen, Lebensmittelverarbeitungsanlagen oder Lagerstätten eindringt, frisst er daher nicht nur die Lebensmittel, die er dort vorfindet, sondern auch die Vorratsbehälter und Zubehör, mit dem das Essen zubereitet werden soll. Häufig geht er auch auf Mülldeponien auf Nahrungssuche. Mit genug Zeit kann sich der Yeomet durch fast alles graben.

Die Yeomets leben in unhierarchischen Herden von bis zu 30 Individuen zusammen. Nach einer acht- bis neunstündigen Nahrungssuche bilden sie einen großen Haufen, in dem sie für etwa vier Stunden schlafen. Dieser zufällig zusammengesetzte Haufen weist keine besondere Organisation oder Aufgabenverteilung auf. Eine Ausnahme bilden Schlafperioden, kurz bevor ein Weibchen ein Junges gebären wird. Die werdende Mutter schläft stets am Boden des Haufens. Verhaltensforscher vermuten, dass ihr das zusätzliche Gewicht bei ihren Wehen hilft. Neugeborene werden als Nachkomme der gesamten Herde und nicht eines individuellen Mitglieds in die Herde aufgenommen. Daher entsteht keine Konkurrenzsituation, die bei anderen Spezies mitunter zur Tötung von Neugeborenen führt.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Yeomet hat sich in seinem urbanen Lebensraum auch deshalb so gut entwickeln, weil sich keiner seiner natürlichen Räuber an dieses Habitat anpassen konnte. Der Yeomet wird daher nur noch von den vernunftbegabten Bewohnern seines jeweiligen Lebensraums gejagt, weil der häufig als bloße Lästigkeit abgetane Allesfresser, wenn er sich mitunter durch Energie- und Datenübertragungskabel beißt, schwere Brände verursachen kann. In einigen Sektoren werden Yeomet-Kammerjäger ebenso respektiert wie die Mitglieder der Strafverfolgungsbehörden. Häufig verfolgen sie Yeomet-Herden tagelang, um das Muster ihrer Nahrungssuche und Schlafzyklen zu studieren und dadurch mögliche spätere Schlafplätze prognostizieren zu können. Die Schlafperiode ist der effektivste Zeitpunkt, den Yeomet zu jagen. Viele Bürokraten versuchen, die Yeomet-Plage als Vorzug darzustellen. Auf mehreren Raumstationen wurde der Takt der Müllabfuhr in der Annahme verringert, dass sich die dort angesiedelten Yeomets um den zurückbleibenden Müll kümmern werden. Allerdings stellt diese Verwendung der Yeomets aufgrund der von ihnen übertragenen Krankheiten eine unmittelbare Gefahr für die Bewohner dar. Gerüchteweise arbeiten Wissenschaftler daran, einen Yeomet zu züchten, der Müll noch viel effizienter verarbeiten und damit andere Methoden der Müllbeseitigung vollständig ersetzen kann. Der Yeomet wird auch in der medizinischen Forschung eingesetzt, da sein Verdauungs- und sein lymphatisches System eine große Ähnlichkeit zu denen mehrerer vernunftbegabter reptiloider Spezies aufweisen. Außerdem werden sie als Haustiere gezüchtet und sind als solche insbesondere bei Jenets beliebt. Domestizierte Yeomets sind jedoch weitaus fügsamer und unintelligenter als ihre wilden Artgenossen.

Der Yeomet war eine von über 60 Arten, die das Tagge Holographic Museum auf Chandrila während des Galaktischen Bürgerkrieges in der holografischen Ausstellung Creatures of the Galaxy über die Reichhaltigkeit der galaktischen Fauna zeigte. Eine Broschüre für die Besucher beschrieb die ausgewählten Tiere als einige der vielfältigsten und interessantesten Lebensformen auf den tausenden Welten des Galaktischen Imperiums. Jedes der holografischen Ausstellungsstücke wurde in einem begleitenden Datenblatt näher vorgestellt.

Quellen[Bearbeiten]

Der Yeomet wurde für das 1994 veröffentlichte Sachbuch Creatures of the Galaxy zum Star-Wars-Rollenspiel von West End Games entwickelt. Während die Illustrationen in solchen Werken üblicherweise auf Grundlage eines vorgegebenen Manuskripts entstehen, basieren die Einträge in diesem Sachbuch auf den vorher angefertigten Konzeptzeichnungen. Den Beitrag über den Yeomet verfasste Chuck Truett auf Grundlage einer Zeichnung und eines Grundkonzepts von Mike Vilardi. Da aus dem Sachbuch nicht hervorgeht, welches grammatikalische Geschlecht der Name der Tierart hat, verwendet dieser Artikel das generische Maskulinum.