Realfilmserie

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Die Realfilmserie war eine in Vorproduktion befindliche Star-Wars-Realserie, die aus Kostengründen vorzeitig eingestellt und nie realisiert wurde. Inhaltlich sollte die Serie in der Zeit zwischen Episode III – Die Rache der Sith und Episode IV – Eine neue Hoffnung spielen und eher Nebencharaktere aus den bekannten Filmen sowie völlig neue Charakteren folgen. Im Fokus standen Verbrecherbosse, Schmuggler, Piraten und Kopfgeldjäger. Wie George Lucas berichtete, gab es bereits Drehbücher für einen Pilotfilm sowie 50 Stunden an regulären Folgen.

Entstehungsgeschichte[Bearbeiten]

Pläne für eine Star-Wars-Realfilm-Fernsehserie bestehen mindestens seit dem Jahr 2005 und wurden noch vor der Filmpremiere von Episode III – Die Rache der Sith im April 2005 von George Lucas auf der Celebration III der Öffentlichkeit vorgestellt. Im gleichen Zuge wurde auch die animierte Fernsehserie The Clone Wars vorgestellt, die sich im Gegensatz zur Realserie an eine jüngere Zielgruppe richtete und ab Oktober 2008 ausgestrahlt wurde. Wie Produzent Rick McCallum bekanntgab, war die Realserie auf einen Umfang von 100 Episoden ausgelegt, die inhaltlich die Lücke zwischen Episode III – Die Rache der Sith und Episode IV – Eine neue Hoffnung füllen sollten. Im Mittelpunkt standen Charaktere, die in den Filmen nur am Rande vorkommen oder überhaupt nicht in Erscheinung treten. Demnach sollten in der Serie die Handlungen von Luke Skywalker, Darth Vader und anderen bekannten Filmfiguren keine Rolle spielen und allenfalls beiläufig erwähnt werden. Viel mehr konzentrierten sich die Geschichten auf die dunklen und kriminellen Aspekte des Star-Wars-Universums. Die Handlung wurde maßgeblich von Verbrechern wie Schmugglern, Piraten und Kopfgeldjägern getragen. Es wurde aber nicht ausgeschlossen, dass bekannte Figuren aus den Filmen oder dem Erweiterten Universum Kurzauftritte erhielten oder wie im Falle von Boba Fett auch über längere Zeit in der Serie zu sehen sein würden.[1]

Auf der Suche nach einem Autorenteam trafen Rick McCallum und George Lucas über 200 Autoren auf der ganzen Welt, neben den Vereinigten Staaten auch England, Prag, Budapest und Australien. Ziel war es, ein sechsköpfiges Autorenteam zusammenzustellen.[2] Auch Comic- und Romanautoren, die bereits Star-Wars-Geschichten schrieben, wurden bei der Autorenauswahl berücksichtigt. Wie im Januar 2008 bekannt wurde, einigten sich die Verantwortlichen auf ein Autorenteam, das aus zwei Engländern, einem Australier und zwei Amerikanern besteht. Zwar geriet die Fertigung der Drehbücher durch einen Autorenstreik zeitweise ins Stocken,[3] doch wurden im Zuge der Vorproduktion Drehbücher geschrieben, die rund 50 Stunden der Fernsehserie abdecken.[4] Aufgrund der Tatsache, dass die Verantwortlichen im Bezug auf die Fernsehserie großen Wert auf die visuelle Qualität legten, überstiegen die tatsächlichen Produktionskosten einer Folge das veranschlagte Budget bei Weitem. Auf der Suche nach kostengünstigeren und effektiveren Produktionstechniken sowie alternativen Vertriebswegen geriet die Produktion erneut ins Stocken, bis sie letztendlich gänzlich eingestellt wurde.[5]

In einem Interview nannte Rick McCallum den Titel Underworld, der von Fans als Arbeitstitel der Realfilmserie angesehen wurde. Später gab McCallum jedoch bekannt, dass dies nicht der Arbeitstitel sei und dass er stattdessen mit Underworld den Ort der Serie beschreiben wollte: die unteren Ebenen Coruscants.[6]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]