Bandara

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Bandara.jpg
Bandara
Allgemeines
Heimatwelt:

Devaron

Klasse:

Insekten

Designierung:

Nicht vernunftbegabt

Lebensraum:

Sandbänke und Flussstrände

Ernährungstyp:

Allesfresser

Art der Fortpflanzung:

Zweigeschlechtlich

Beschreibung
Hautfarbe:

Schwarz

Durchschnittliche Größe:

2 Zentimeter

Besondere Merkmale:
  • starke Mandibeln
  • langer, dünner Auracarpal

Die Bandaras sind eine Käferart, die in Schwärmen an den Flüssen des Planeten Devaron lebt. In der Sprache der Devaronianer werden sie deshalb nur als Sandbankbewohner bezeichnet. In der Brutzeit erzeugen die männlichen Bandaras einen dröhnenden Paarungsgesang, den die meisten vernunftbegabten Spezies für unerträglich halten. Die in der devaronianischen Kultur dominierenden Frauen versuchen deshalb vergeblich, die Insekten völlig von Devaron zu entfernen. Die männlichen Devaronianer, die sich an dem Geräusch der Käfer nicht stören, schätzen den Lebensraum der Bandaras an den Flüssen jedoch als Rückzugsort für sich und schmuggeln nach fortpflanzungsschwachen Sommern zuweilen sogar Bestände nach Devaron, um sich diese ruhigen Plätze zu erhalten.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die zwei Zentimeter kleinen Bandaras schließen sich mit einer Unzahl ihrer Artgenossen in einem Schwarm zusammen. Die Masse der Käfer kann bis zu zehn Meter im Durchmesser breit werden und so den weißen Sand der Sandbänke und Strände an den Flüssen von Devaron, auf denen sie sich angesiedelt hat, auf den ersten Blick schwarz erscheinen lassen. Die einzelnen Käfer bewegen sich schnell, verlassen aber niemals den Schwarm. Die Vereinigungen ziehen ihrerseits nur selten von der Sandbank fort, auf der sie sich gebildet haben. Ein neuer Schwarm formt sich dann, wenn ein anderer zu groß geworden ist, um sich auf seinem Flussgebiet zu erhalten. Einige Bandaras lösen sich dann von den anderen und treiben so lange flussabwärts auf dem Wasser, bis sie eine noch unbewohnte Sandbank erreichen. Die Käfer betreiben keine aktive Jagd, sondern ernähren sich von den Überresten dessen, was die Ströme der Flüsse zu ihnen tragen. Diese scheinbar ineffektive Methode ist deshalb erfolgreich, da die Bandaras fast alles fressen können. Sie nutzen ihre starken Mandibeln und den Sand, auf dem sie leben, um eine Vielzahl unterschiedlicher Stoffe in ihre Bestandselemente zu zersetzen und ihnen dann jedes irgendwie vorhandene organische Material zu entziehen.

In ihrer Brutzeit während des devaronianischen Sommers stimmen die männlichen Bandaras einen extrem lauten Gesang an, mit dem sie ihre Würdigkeit zur Fortpflanzung beweisen und die Weibchen beeindrucken wollen. Um dieses Geräusch zu erzeugen, vibrieren sie den langen, dünnen Auracarpal auf ihrem Rücken. Die Gesänge können eine Lautstärke von über 160 Dezibel und Frequenzen von 110 bis über 30.000 Kilohertz erreichen. Das erdrückende Dröhnen, dass die Männchen eines Schwarms zusammen erzeugen, können die meisten vernunftbegabten Spezies nicht ertragen. Eine der wenigen bekannten Gruppen, die das Geräusch tolerieren, sind die männlichen Devaronianer. Die Devaronianerinnen, die die Gesellschaft ihrer Spezies beherrschen, fühlen sich durch das Geräusch jedoch gestört und behaupten, die Käfer stellten eine Gefahr für ihren Planeten dar. Die Männer begrüßen den Gesang deshalb wiederum, da er die Frauen von den Flüssen fernhält und die Gebiete so als stille Zuflucht für sie bewahrt.

Geschichte[Bearbeiten]

Devaronianische Flusspiloten sind besonders vorsichtig, wenn sie in der Nähe einer von Bandaras bewohnten Sandbank navigieren, da jedes dort auflaufende Boot schnell verzehrt wird. Vereinzelt hat das Ernährungsverhalten der Schädlinge schon wertvolles Eigentum zerstört oder die Schließung befallener Flusswege notwendig gemacht. Solche Fälle nutzen die Devaronianerinnen als Argument für ihr Bestreben, ihren Planeten vollständig von den Käfern zu befreien. Keines der vielen Unterfangen in dieser Richtung war jedoch jemals erfolgreich. Es ist erlaubt, Bandaras in unbegrenztem Umfang von Devaron zu verbringen. In einigen Jahreszeiten werden Händlern für den Abtransport von Bandaraladungen sogar Konzessionen auf die Zahlung ihres Zolls gewährt. Der Transport von Bandaras nach Devaron ist dagegen mit lebenslanger Freiheitsstrafe bedroht. Gleichwohl kursieren unter Schmugglern und Händlern Gerüchte, dass die männlichen Devaronianer trotz der Bemühungen der Frauen oder gerade deretwegen genausoviel daran setzen, den Bestand der Bandaras zu schützen.

Als in einem Sommer keine Bandaras auf Devaron geboren wurden, freuten sich die Devaronianerinnen zwar, sich nun endlich in den Flussgebieten aufhalten zu können. Einige männliche Devaronianer verschworen sich aber, um wieder eine Population auf den Planeten zu schmuggeln. Der Devaronianer Skerrit traf sich in Felstun’s Transfer Cable Bar mit seinem Kontaktmann Tosha, um das illegale Unterfangen zu besprechen. Nach einer üblichen, unverfänglichen Begrüßung sprach ihn Tosha auf seine besondere Fracht an. Skerrit versprach ihm, dass seine gesunden, starken Larven für viele Jahreszeiten die lautesten Sänger auf Devaron sein würden. Tosha ermahnte ihn, die nötigen Vorkehrungen zu treffen, da die Handelsinspektoren besonders aufmerksam sein würden. Skerrit zeigte sich dabei bereit, seine Pflicht für seine Brüder zu tun, und hoffte, dass die Flüsse bald wieder den Männern gehören würden.

Im Jahr 43 NSY begaben sich Han Solo, seine Frau Leia und seine Enkelin Allana bei dem Versuch, der Geschichte ihres Schiffes, des Millennium Falken, auf den Grund zu gehen, nach Taris, um dort einen der einstigen Besitzer, den früheren Zirkusdirektor Vistal Purn, zu treffen. Da sich ihre Ankunft verspätete, mussten sie jedoch warten, während Purn auf Sok Broks 50. jährlicher Haustiermesse die wildesten und hässlichsten Kreaturen als Juryleiter bewerten sollte. Die Familie Solo setzte sich daher in das Publikum der Vorstellung. Han Solo zeigte sich von dem absurden Wettbewerb gelangweilt, fühlte sich um seine Zeit aber endgültig betrogen, als die Gand und andere insektoide Tierhalter mit ihren Bandarakäfern und Skorplanen die Manege betraten. Seine tierliebe Enkelin war von der Zurschaustellung der unterschiedlichen ausgefallenen Tiere dagegen ganz fasziniert.

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eigenübersetzung: „I am prepared to do my duty for my brothers. There will be bandaras on Devaron again. The females will soon be covering their ears and running from the sandbars, and the rivers will again be ours.”

Die Bandaras wurden für das 1994 veröffentlichte Rollenspielwerk Creatures of the Galaxy entwickelt. Während die Illustrationen in solchen Werken üblicherweise anhand eines vorgegebenen Manuskripts entstehen, basieren die Einträge in diesem Sachbuch auf den vorher angefertigten Konzeptzeichnungen. Den Beitrag zu den Bandaras verfasste Chuck Truett auf Grundlage einer Zeichnung von Dan Schaefer. Die Banadaras sind eine der wenigen in Creatures of the Galaxy eingeführten Spezies, die anschließend erneut in einem offiziellen Star-Wars-Werk verwendet wurden. Der Roman Millennium Falke erwähnt Bandarakäfer als Teil eines Wettbewerbs auf einer Haustiermesse, in dessen Rahmen die ausgefallensten Tiere ausgezeichnet werden sollen. Problematisch ist jedoch, warum Bandaras für eine solche Veranstaltung überhaupt infrage kommen sollen. Creatures of the Galaxy weist sie als nur zwei Zentimeter kleine Tiere aus, die wenn überhaupt als Schwarm in der Manege präsentiert werden können und dann irgendwie von ihren Haltern unter Kontrolle gehalten werden müssten. Auch spricht in der Darstellung in dem Rollenspielwerk nichts dafür, dass die Bandaras die Jurykriterien Wildheit und Hässlichkeit erfüllen würden. Darüber hinaus sind Bandaras, anders als der Roman suggeriert, eher für die Devaronianer von Interesse als für Tierhalter, die selbst einer insektoiden Spezies angehören.