Bant’ena Fhernan

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Bant'ena Fhernan.jpg
Bant’ena Fhernan
Beschreibung
Spezies:

Mensch

Volk:

Corellianer

Geschlecht:

weiblich

Haarfarbe:

Hellbraun

Augenfarbe:

Braun

Biografische Informationen
Todesdatum:

21 VSY

Heimat:

Corellia

Familie:

Fhernan

Beruf/Tätigkeit:

Wissenschaftlerin

Bant’ena Fhernan war eine renommierte corellianische Wissenschaftlerin. Im Verlauf der Klonkriege wurde sie von der Konföderation unabhängiger Systeme entführt und auf den Planeten Lanteeb gebracht, wo sie der separatistische General Lok Durd zwang, eine Biowaffe zu entwickeln. Nachdem die Konföderation die Waffe am Planeten Chandrila getestet hatte, fühlte sie sich für die zahlreichen Opfer des Angriffs verantwortlich und beging Selbstmord, um die separatistische Anlage mitsamt der Biowaffe zu zerstören.

Biographie[Bearbeiten]

Forschungsmission auf Taratos IV[Bearbeiten]

Während der Klonkriege stellte Bant’ena Fhernan eine Hypothese über die antibakteriellen Eigenschaften von strahlungsbehandelten und molekular veränderten Niriktavi-Korallen auf, an der einige Biotechnologie-Unternehmen Interesse zeigten. Sie baten die Wissenschaftlerin um ihre vorläufigen Ergebnisse, sobald diese ausgewertet und zusammengefasst waren. Um die Niriktavi-Korallen näher zu untersuchen, reiste Fhernan im Jahr 21 VSY nach Taratos IV, einem bisher kaum erforschten Planeten in den Unbekannten Regionen mit einer einzigartigen Flora und Fauna. Erst kurz zuvor hatte die Regierung den Planeten zur Erforschung und wissenschaftlichen Untersuchung freigegeben, weshalb Fhernans Forschungsteam sich ihre Einrichtung, die an der Niriktavi-Bucht lag, mit anderen Forschern teilte. Einen Monat nach ihrer Ankunft auf Taratos IV griff eine Kampfdroiden-Einheit, die von einem Schiff der Konföderation unabhängiger Systeme abgesetzt worden war, die Forschungseinrichtung an. Dabei wurde ein Großteil der Forscher getötet; einige wenige, darunter auch Fhernan, wurden verschont und von den Droiden auf das Schiff gebracht. Wie sich später herausstellte, war die Invasion auf Taratos IV Teil einer großflächigen Separatisten-Offensive.

Arbeit für Lok Durd[Bearbeiten]

Erste Monate[Bearbeiten]

Nach ihrer Ankunft in der Hauptstadt des Planeten Lanteeb, Lantibba, wurde Fhernan von den anderen Forschern getrennt und versuchte sich, wenige Stunden nachdem sie ihr Bewusstsein wieder erlangt hatte, das Leben zu nehmen. Jedoch hielten die Separatisten sie davon ab, wobei General Lok Durd ihr drohte, dass er bei einem weiteren Selbstmordversuch ihre Mutter auf qualvolle Weise töten und die Wissenschaftlerin die Aufzeichnung ihres Todes ansehen lassen würde. Sie bekam ein eigenes Zimmer sowie ein fortschrittlich ausgestattetes Labor zugewiesen, in dem sie festgehalten und zur Entwicklung einer biologischen Waffe gezwungen wurde. Wenn sie etwas für das Projekt benötigte, erhielt sie es innerhalb kürzester Zeit, doch wurde sie vollständig von der Außenwelt abgeschnitten. Ihre Fortschritte wurden regelmäßig kontrolliert und wenn sie nicht weit genug vorangekommen war, wurde sie von den Separatisten so sehr misshandelt, dass sie gerade noch im Stande war, ihre Arbeit fortzusetzen. In den ersten Monaten ihrer Gefangenschaft arbeitete sie mit sieben verschiedenen Ansätzen, drei davon hatten Aussicht auf Erfolg oder würden sie zumindest in ihrer Forschung weiterbringen. Sie versuchte mehrmals, zu entkommen oder Durds Forschung zu sabotieren, und hegte erneut Selbstmordgedanken. Fast drei Monate nach ihrer Entführung zeigte Durd ihr aktuelle Aufzeichnungen von ihrer Mutter Mata Fhernan, der Familie ihrer Geschwister Ilim und Chai sowie ihrer Freunde Didjoa, Samsam, Lakhti und Nevhra. Er kündigte an, bei einem weiteren Versuch, zu fliehen oder ihn zu hintergehen, ihre Freunde und Familie nach und nach töten zu lassen. Bald darauf fand sie heraus, dass die Kombination aus Rondium und Roh-Damotit der Schlüssel zur Entwicklung der endgültigen Substanz war. Um die Reinheit des Rondiums zu überprüfen und heimlich eine Nachricht dort zu hinterlassen, suchte Fhernan in Durds Abwesenheit – mit entsprechender bewaffneter Eskorte – die Firma Ralteb Minotech auf. Als Durd erfuhr, dass sie den Planeten verlassen hatte, tötete er den Verantwortlichen, Oberst Argat. Nachdem sie wieder am Laborkomplex in Lantibba angekommen war, dachte die Wissenschaftlerin darüber nach, mit Hilfe des Rondiums Selbstmord zu begehen, verwarf den Gedanken jedoch wieder.

Unerwarteter Besuch[Bearbeiten]

Als die Jedi Obi-Wan Kenobi und Anakin Skywalker nach Lantibba kamen, um die Produktion der Waffe zu stoppen, fanden sie Fhernan durch die Macht, da sie ihre Angst, Verzweiflung und Schuldgefühle spürten. Sie gelangten über die Luftschächte ins Gebäude und zu dem Labor der Wissenschaftlerin. Zeitgleich würgte Durd Fhernan in einem Wutanfall und fügte ihr eine Platzwunde am Kopf zu. Nachdem er das Labor wieder verlassen hatte, ließen sich die beiden Jedi aus dem Schacht fallen. Bant’ena hielt die Jedi zuerst für eine Einbildung, realisierte jedoch im Gespräch mit Kenobi, dass sie Wirklichkeit waren, was sie neue Hoffnung schöpfen ließ. Erst einige Zeit später erkannte sie die beiden Jedi, die sie früher in den HoloNetz-Nachrichten gesehen hatte. Während Kenobi sich auf den Weg machte, um die Aufzeichnungen der Überwachungskameras zu löschen, brachte Fhernan Skywalker auf ihr Zimmer, da sie dort ungestört waren. Sie gab ihm Wasser, brach dann allerdings zusammen, da sie keine Kraft mehr besaß und Trauer und Scham sie überkam. Daraufhin versorgte Skywalker ihre Wunden und brachte ihr etwas zu trinken. Nachdem sie wieder zu Kräften gekommen war, ging sie duschen. Inzwischen hatte sich auch Obi-Wan Kenobi in ihrem Zimmer eingefunden und sie versorgte die beiden Jedi mit Essen. Dann verließ Fhernan ihr Zimmer und erstellte Kopien ihrer Formel und aller Daten, die sie während ihrer Forschung zusammengetragen hatte. Nachdem sie die Daten auf vier Datenkristalle überspielt hatte und zu ihrem Zimmer zurückgekehrt war, forderte Kenobi sie auf, eine Kopie der Aufzeichnungen ihrer Freunde und Familie sowie eine Liste derer Namen und Wohnorte zu erstellen. Darüber hinaus fügte sie die Namen von vier Wissenschaftlern bei, die sie für fähig hielt, auf Basis der Formel ein Gegenmittel für die biologische Waffe herzustellen. Bevor sie das Gebäude wieder verließen, gab Kenobi ihr eines von zwei Komlinks, die er zuvor entwendet hatte. Er bat sie, es bei ihr zu verstecken, um mit ihnen in Verbindung zu bleiben.

Verrat an den Jedi[Bearbeiten]

Nachdem die Jedi sie verlassen hatten, legte Fhernan das Komlink beiseite und schlief bald darauf ein. Am nächsten Morgen wurde sie von Durd geweckt, der sie zur Rede stellte, da er das Fehlen der beiden Komlinks bemerkt hatte. Ihres hatte er bereits gefunden und fragte daher nach dem Verbleib des zweiten. Er teilte ihr mit, dass ihre Mutter gerettet worden war, doch als Fhernan weiterhin abstritt, zu wissen, woher das Komlink stammte und wo sich das andere befand, befahl er, ihren Freund Samsam zu töten. Er zeigte ihr die Aufzeichnung seines Todes und kündete an, weitere ihrer Bekannten zu töten. Fhernan beharrte auf ihrer Lüge, doch als Durd eine Aufzeichnung ihrer Neffen, Irek und Tam, abspielte, gab sie nach und gestand, dass Jedi bei ihr gewesen waren. Daraufhin überkam Durd die Furcht vor den Jedi, welche sich in Hass umwandelte, den er an der Wissenschaftlerin ausließ. Er fügte ihr Schmerzen zu und wollte in seiner Wut Fhernans Neffen ermorden lassen. Sie konnte ihren Tod nur verhindern, indem sie ihm erklärte, dass die Jedi mit ihr in Verbindung treten würden, und ihm das Versprechen gab, sie zu ihm zu führen. Als Bedingung verlangte die Wissenschaftlerin, dass er ihr regelmäßig aktuelle Aufnahmen ihrer Familie und Freunde zeigte. Sie fühlte sich von den Jedi hintergangen, da sie bei der Rettung Samsams versagt hatten und nahm daher an, ihnen nicht mehr vertrauen zu können.

Um sich Zeit zu verschaffen, teilte Fhernan Durd mit, sie sei auf eine Instabilität in der primären Molekülsequenz gestoßen. Kurze Zeit später meldete sich Kenobi bei ihr. Im Gespräch mit ihm gab sie vor, Durd nicht eingeweiht zu haben, und bat die Jedi darum, sie noch in der folgenden Nacht zu befreien. Sie verstärkte ihre Bitte, indem sie vortäuschte, zu befürchten, dass Durd sie umbringen wollte. Am selben Abend erreichten die Jedi den Komplex, wo sie bereits von Kampfdroiden, Superkampfdroiden und Droidekas erwartet wurden. Sie erkannten Fhernans Verrat und ihnen gelang die Flucht mit einem Bodenwagen. Einige Zeit später erreichten sie das Dorf Torbel, dessen Vorsteher ihnen Zuflucht gewährten.

Anschlag auf Chandrila[Bearbeiten]

Fhernan gab in der folgenden Zeit weiterhin vor, es gäbe ein Problem mit ihrer Formel, und Durd zwang sie, den Tod Samsams in einer Dauerschleife anzusehen. Dazu und zur Bewachung der Wissenschaftlerin positionierte er Kampfdroiden auf dem Korridor und in ihrem Labor, die kontrollierten, dass sie die Aufnahme nicht unterbrach, wegging oder die Augen schloss. Auch Durds persönlicher Droide, KD-77, überwachte sie zeitweise. Bald darauf eröffnete der Separatisten-General ihr, dass sie die Anlage am folgenden Tag verlassen würden, und ließ sie ihre Materialien und Unterlagen zusammensuchen. In ihrem neuen Labor, das sich in einem anderen Komplex des Separatisten befand, wurde sie nach einem Wutausbruch Durds von zehn Kampfdroiden bei der Arbeit bewacht. Er ließ ihr zusätzlich einen Sklavenkragen umlegen, mit dem es ihr nicht möglich war, das Gelände zu verlassen, da er durch eine Nadel mit ihrem Rückenmark verbunden war und sie dadurch im Falle eines Fluchtversuchs gelähmt würde. Zudem verfügte der Kragen über eine Bestrafungsfunktion, mit der Fhernan starke Schmerzen zugefügt werden konnten, wenn Durd mit ihrem Verhalten oder ihrer Arbeit unzufrieden war. In der folgenden Zeit testete Durd die Biowaffe an dem Planeten Chandrila. Er zeigte Fhernan Berichterstattungen über den Angriff, woraufhin sich die Wissenschaftlerin verantwortlich für seine Opfer fühlte. Durd informierte sie darüber, dass er wenige Tage später Bespin angreifen und die Waffe anschließend effektiver machen wollte, da der Giftstoff zu schwer sei und sich daher zu langsam ausbreiten würde. Fhernan wurde mittlerweile nicht mehr von Kampfdroiden begleitet, da diese Kenobi und Skywalker gefangen nehmen sollten, stattdessen stand sie ausschließlich unter der Beobachtung von KD-77. In seinem Büro hörte sie eine Kom-Unterhaltung mit, in der Durd darüber in Kenntnis gesetzt wurde, dass republikanische Kreuzer den Orbit des Planeten erreicht hatten, wo sie von der separatistischen Blockade um den Planeten aufgehalten wurden. Fhernan freute sich insgeheim über die Nachricht, an der Durd allerdings ihr die Schuld gab und daher die Bestrafungsfunktion ihres Kragens betätigte. Er drohte ihr, ihre Neffen zu töten, sollte sie nicht innerhalb von einer Stunde einen Lösungsweg erarbeitet haben, wie man den Giftstoff leichter gestalten konnte. Nachdem ihr Peiniger den Komplex verlassen hatte, kehrte sie heimlich in sein offenstehendes Büro zurück, um über seine Kom-Konsole einen Hilferuf an die Republik zu entsenden. Zwar fürchtete sie, entdeckt zu werden und so das Leben ihrer Familie aufs Spiel zu setzen, doch wollte sie nicht erneut den Fehler begehen, das Leben ihre Familie und Freunde über das tausender Fremder zu stellen. Sie nahm Kontakt zu ihrer Mutter auf, die von den Jedi mittlerweile in Sicherheit gebracht worden war, und bat sie, ihr Gespräch aufzuzeichnen. Anschließend unterrichtete sie Mata Fhernan über Durds nächstes Angriffsziel, die Position der Produktionsstätte der Biowaffe und darüber, dass Skywalker und Kenobi noch am Leben waren. Sie bat darum, den beiden Jedi Unterstützung zu schicken. Daraufhin setzte ihre Mutter sie darüber in Kenntnis, dass ihre gesamte Familie sowie ihre Freunde ebenfalls in Sicherheit waren.

Zerstörung der Biowaffe[Bearbeiten]

Nachdem er ihre Ergebnisse kontrolliert und sie aufgrund ihres geringen Arbeitsfortschrittes geschlagen hatte, setzte Durd Fhernan eine erneute Frist, in der sie ihre Aufgabe erfüllen sollte: Er kündete an, bis zum nächsten Morgen zum Raumhafen zu fahren, und forderte bis dahin die Fertigstellung der Verbesserung der Waffe. In der darauffolgenden Nacht drang die Jedi-Meisterin Taria Damsin über die Lüftungsschächte in Fhernans Labor ein. Damsin teilte ihr mit, dass sie bereits einen Großteil des von ihr mitgeführten Sprengstoffes im Lüftungssystem angebracht und nun noch genügend für das Labor und den Lagerraum der Biowaffe bei sich hatte. Anschließend berichtete die Wissenschaftlerin Damsin, wo Kenobi und Skywalker sich aufhielten, da sie ihr zusicherte, die beiden Jedi zu retten. Damsin wollte die Sprengladungen platzieren und im Anschluss daran mit Fhernan fliehen, doch wies diese sie auf ihren Sklavenkragen hin und versprach, die Sprengsätze allein anzubringen und Durds Anlage zu zerstören, während die Jedi-Meisterin Kenobi und Skywalker unterstützen sollte. Daraufhin übergab Damsin ihr widerwillig den Zünder und den Sprengstoff und verließ sie wieder durch die Luftschächte. Fhernan platzierte den Sprengstoff in der Produktionsanlage und dem Lagerraum der Biowaffe. Durch die anschließende Explosion wurde die Anlage mitsamt der biologischen Waffe vernichtet und Bant’ena getötet.

Eigenschaften[Bearbeiten]

Persönlichkeit[Bearbeiten]

Bant’ena Fhernan war gewissenhaft, umsichtig und verstand sich darauf, sich nicht erwischen zu lassen, indem sie ihre Spuren gründlich beseitigte. In ihrem Leben hatte sie sich ganz der Forschung verschrieben. Die Corellianerin hegte dabei eine Leidenschaft und unbeirrbare Hingabe für die Wissenschaft. Die meiste Zeit ihres Lebens war sie der Meinung, dass die Wissenschaft dazu diente, das Leben angenehmer zu machen. Sie sehnte sich sowohl nach Respekt als auch nach Ansehen und hatte den Wunsch, Gutes zu tun.

Die Wissenschaftlerin störte sich nicht an Experimenten an Versuchstieren, da es für sie keinen Unterschied machte, ob ein Tier für die Wissenschaft oder zum Verzehr starb. Doch als die von ihr entwickelte Biowaffe zum ersten Mal an einem Versuchstier die gewünschte Wirkung zeigte, übergab sie sich nach dem Versuch und die Schreie des Tieres hallten noch einige Zeit in ihrem Kopf wider. Fhernan fiel es nicht leicht, für die Separatisten zu arbeiten, da sie diese verabscheute und es sich für sie wie Verrat an den Forschern von Taratos IV anfühlte. Sie schämte sich für ihre Arbeit für die Konföderation und fürchtete, sich an das Gefangensein und ihre Arbeit zu gewöhnen. Trotz ihrer Abneigung gegen die Separatisten unterschied sie zwischen ihnen. Daher belastete sie der Tod ihres ersten Aufsehers, Oberst Argat, der sich ihr gegenüber korrekt verhalten und dessen Traurigkeit sie bemerkte hatte, da auch er nicht freiwillig auf Lanteeb war. Fhernan gab schnell auf, sich gegen die Gewalttaten und Erniedrigungen Lok Durds zu wehren, da es zwecklos war. Daher zeigte sie sich ihm gegenüber unterwürfig, was nicht ihrem sonstigen Verhalten entsprach und nur dem Selbstschutz diente sowie dem Schutz ihrer Familie und Freunde. Sie hatte Angst vor ihrem Entführer und wurde geübt darin, ihre Gedanken und Gefühle vor Durd geheim zu halten. Nachdem sie allerdings erfahren hatte, dass die Personen, die er als Druckmittel einsetzte, außer Gefahr gebracht worden waren, erkannte sie, dass er nun nur noch ihren Körper verletzen konnte, was für sie den geringeren Schmerz darstellte.

Die biologische Waffe war ihre größte Errungenschaft, auch wenn sie auf deren Erschaffung nicht stolz war. Ganz im Gegenteil verabscheute sie ihre Erfindung und dafür, dass sie sie erschaffen hatte, auch sich selbst. Sie weigerte sich erst, die Waffe zu sabotieren, da sie sich zum Schutz von Durds Geiseln ihm gegenüber loyal verhalten wollte. Die Ankunft der republikanischen Verstärkung und die Rettung von Durds Geiseln ließ Freude, Erleichterung sowie die Hoffnung, einen weiteren Einsatz der von ihr entwickelten Waffe abwenden zu können, in ihr aufkommen. Deshalb sabotierte sie sie aus eigenem Antrieb.

Meist zeigte Bant’ena sich gefühlvoll und herzlich und besaß ein fröhliches Wesen, doch überwog in Gefangenschaft die Trauer und das Gefühl der Einsamkeit. Dazu trug auch bei, dass sie prinzipiell kontaktfreudig war und viele Freunde besaß. Besonders am Herzen lag Fhernan ihr Assistent und zeitweiliger Geliebter, Raxl, dessen Tod sie zwar nicht sah, seine Schreie allerdings aus der Menge heraushörte. Während ihrer Gefangenschaft dachte sie an ihn und litt unter dem Gedanken an seinen Tod. Als sie zum ersten Mal die Aufzeichnungen ihrer Freunde sah, kamen gemischte Gefühle in ihr auf: Einerseits freute sie sich über den Anblick, doch hatte die Wissenschaftlerin auch Angst um sie und ein schlechtes Gewissen, da sie ihr Leben riskierte. Der Umstand, dass sie ihnen nicht helfen konnte und dadurch, dass er über ihr Leben entscheiden konnte, abhängig von ihrem Entführer war, trieb Fhernan in die Verzweiflung. Sie erkannte ihr Wesen nicht wieder, als sie für Lok Durd arbeitete, da sie für gewöhnlich aufrichtig und ehrlich war, und die Schuldgefühle, die sie aufgrund ihrer Waffe und den Opfern, die ihr Einsatz kostete, hatte, quälten sie. Bant’ena gab sich die Schuld an den Toten des Anschlags auf Chandrila und bereute es, das Wohl ihrer Bekannten über das tausender Fremder gestellt zu haben, sowie gegen ihr Gewissen, ihre Überzeugung und den Eid, den sie als Wissenschaftlerin abgelegt hatte, gehandelt zu haben.

Mit ihrer Gefangenschaft gewöhnte sie sich an, sich mit denjenigen, die die Kontrolle über sie hatten, gut zu stellen. Auch gewöhnte sie sich daran, dauerhaft unter Beobachtung zu stehen, was ihr zu Beginn noch schwer zu schaffen gemacht hatte. Dennoch war sie erleichtert, als die Überwachung von den Jedi vorübergehend unterbrochen wurde. Als diese zum ersten Mal die Anlage aufsuchten, versorgte Fhernan sie und wies sie an, Essen und Trinken zu sich zu nehmen. Obwohl sie Jedi waren, setzte sich die Wissenschaftlerin teilweise gegen sie durch und es gelang ihr, Anakin Skywalker für sich zu gewinnen. Sie hatte Vertrauen in die Jedi, dass sie Durds Streitkräften trotzen und ihm das Handwerk legen würden. Dazu trug auch die Jedi-Meisterin Taria Damsin bei, die ihr sympathisch war und ihr mitteilte, dass sie ihre Mutter in Sicherheit gebracht hatte, wofür ihr Fhernan dankbar war. Der Entschluss, sich das Leben zu nehmen, fiel ihr nicht leicht, und sie bat Damsin, ihrer Mutter zu erklären, warum es für sie die beste Entscheidung gewesen war.

Fähigkeiten[Bearbeiten]

Bant’ena Fhernan war eine talentierte Wissenschaftlerin und erlangte ein hohes Ansehen in der Wissenschaft, wofür auch ihre vielen Titel und Empfehlungsschreiben, mitunter von den bekanntesten Universitäten der Republik, sprachen. Doch bereute sie während ihrer Gefangenschaft ihre Fähigkeiten im Bereich der Wissenschaft und sie hätte sie gern gegen ein anderes Talent getauscht. Der Wissenschaftler Tryn Netzl, der ein Gegenmittel zu ihrer Biowaffe entwickeln sollte, verabscheute sie für ihre Erfindung und unterstellte ihr, sich und ihren Beruf verraten zu haben. Dennoch erkannte er ihre wissenschaftliche Arbeit an. Zudem hatte sie ein Talent dafür, die Gefühle und Gedanken anderer zu erkennen, auch wenn diese versuchten, sie vor ihr zu verstecken. Sie konnte sich in andere hineinversetzen, sowohl in Freunde von ihr als auch in Fremde. Die Wissenschaftlerin kannte sich durch die vielen Expeditionen, die sie unternommen hatte, gut mit Kom-Systemen aus. Sie war im Stande, ihre Gefühle und Gedanken vollständig vor ihrem Gegenüber zu verbergen und eine Fassade aufzubauen, die sie nur vor Personen, denen sie vollständig vertraute, fallen ließ. Auch ertrug sie die Schmerzen, die ihre Entführer ihr zufügten, um die Personen, die ihr nahestanden, nicht in Gefahr zu bringen.

Beziehungen[Bearbeiten]

Obi-Wan Kenobi und Anakin Skywalker[Bearbeiten]

Als Anakin Skywalker und Obi-Wan Kenobi den Gebäudekomplex von Lok Durd betreten hatten, um Fhernan ausfindig zu machen, wurden sie durch die Macht von den starken Emotionen der Wissenschaftlerin geleitet. Nach ihrem Eintreffen schöpfte Fhernan Hoffnung, dass sie ihr helfen könnten, und fasste Vertrauen in sie. Der junge Jedi Skywalker, der als Kind selbst als Sklave in Gefangenschaft lebte, zeigte Mitgefühl und Verständnis für sie. Die Wissenschaftlerin mochte ihn und fühlte sich, obwohl Skywalker wesentlich jünger war als sie, in seiner Gegenwart geborgen. Als Fhernan einen Schwächeanfall erlitt, nahm der junge Jedi sie beruhigend in den Arm und kümmerte sich um sie. Während ihrer Gefangenschaft baute sie eine Fassade der Unnahbarkeit auf, die sie im Gespräch mit ihm vollständig fallen ließ. Er wollte sie nicht in Durds Anlage zurücklassen und versprach, ihre Familie und sie zu retten. Um zu verhindern, dass sie sich zur Zerstörung der Biowaffe das Leben nahm, wollte er alles in seiner Macht stehende tun. Auch wenn sein Optimismus sie Mut schöpfen ließ, wusste sie, dass es keine Garantien gab und er sein Wort möglicherweise nicht halten können würde. Er vertraute ihr und ihr Verrat traf ihn dementsprechend schwer.

Obi-Wan Kenobi hingegen unterdrückte sein Mitleid und Bedauern für Fhernan, um seine Mission nicht zu gefährden. Dadurch fühlte sich die Wissenschaftlerin missverstanden von ihm und hielt ihn zeitweise für arrogant. Sie forderte daher, dass er sich in ihre Lage versetzte, doch gestand er daraufhin, dass er ihr Schuld an der Situation gab. Im Gegensatz zu Skywalker vertraute er ihr nicht vorbehaltlos, konnte aber ebenfalls ihre Sorge und Angst verstehen. Auch wenn er versuchte, seine Gefühle unter Kontrolle zu halten, verfolgte ihn der Gesichtsausdruck der Wissenschaftlerin, als sie sie wieder verließen. Er war bereit, sie zu belügen, hoffte aber ebenfalls, sie befreien und vom Planeten fortbringen zu können.

Mata Fhernan[Bearbeiten]

Bant’ena Fhernan liebte ihre Familie, insbesondere ihre Mutter, und schätzte ihr Wesen, das sie während ihrer Kindheit oft irritiert hatte. Nachdem sie sich entschlossen hatte, Wissenschaftlerin zu werden, sorgte sich Mata Fhernan um sie und wollte ihr aus Angst, dass sie in Kriegsgebiete geraten könnte, die Reise nach Taratos IV ausreden. Als sich die Wissenschaftlerin in Gefangenschaft befand, sehnte sich nach dem Klang der Stimme ihrer Mutter und vergab ihr ihr unstetes Wesen. Auch vor ihr konnte sie ihre wahren Gedanken und Gefühle offenlegen und als sie mit ihrer Mutter redete, verließ sie jede Kraft, die sie während ihrer Arbeit im Labor mühsam aufrechterhalten hatte. Obwohl Mata Fhernan gesagt wurde, dass niemand den Angriff der Separatisten überlebt hatte, hörte sie nicht auf, daran zu glauben, dass ihre Tochter lebte. Nachdem Bant’ena mit ihrer Mutter geredet hatte, erfüllte sie tiefe Trauer, doch fühlte sie sich im Anschluss an das Gespräch auch frei, zu tun, was nötig war, um die Konföderation aufzuhalten.

Quellen[Bearbeiten]

Der Charakter Bant’ena Fhernan wurde mit dem im Februar 2010 erschienen Roman Im Verborgenen von Karen Miller in das Erweiterte Universum eingeführt und trat auch in dem darauffolgenden Roman, Unter Belagerung, auf.