Reess Kairn

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Reess Kairn als Frau.jpg
Reess Kairn
Beschreibung
Spezies:
Geschlecht:
  • männlich[1]
  • weiblich (nach rekonstruktiver Operation)[1]
Hautfarbe:
  • Gelb[1]
  • Hell (nach rekonstruktiver Operation)[1]
Augenfarbe:

Rot (durch Gewürzsucht)[1]

Besondere Merkmale:
  • Tätowierung um das linke Auge[1]
  • Operationsnarben im Gesicht[1]
Biografische Informationen
Todesdatum:

27 VSY[1]

Heimat:

Ryloth[1]

Beruf/Tätigkeit:
Bewaffnung:

Lichtschwert[1]

Zugehörigkeit:

Reess Kairn war ein Jedi-Ritter, der der Spezies der Twi’leks angehörte. Als er herausfand, dass ihn seine Verlobte betrogen hatte, tötete er sie und ihren Liebhaber und floh in den Äußeren Rand, um der Bestrafung durch den Jedi-Orden zu entgehen. Dort wandte sich Kairn aus Verbitterung der Dunklen Seite der Macht zu und wurde zu einem Piraten, der mit seiner Mannschaft jahrelang Überfälle durchführte. Während der Plünderung des Tempels der Ffib auf Lorahns tötete er vier ihrer Priester. Er begann jedoch, diese Tat zu bereuen, und entschloss sich dazu, den Töchtern der Ffib beizutreten, um den Mord zu sühnen, für den ihn der Orden aufspüren und bestrafen wollte. Nachdem er drei Shi’ido dafür bezahlt hatte, seine Gestalt anzunehmen, unterzog er sich einer rekonstruktiven Operation, um sein Geschlecht und seine Spezies zu ändern und dadurch der Verfolgung durch die Ffib zu entgehen. Kairn fürchtete jedoch, dass ihre wahre Identität offengelegt wurde, und beauftragte die Kopfgeldjägerin Aurra Sing in ihrem Auftreten als Ffib-Priesterin damit, Reess Kairn zu töten. Dabei führte sie Sing mit falschen Informationen irre, damit sie stattdessen ihre Doppelgänger ausschalten würde. Als sie die drei Gestaltwandler getötet hatte, erkannte die Kopfgeldjägerin jedoch, dass sie getäuscht worden war und die Priesterin ihr eigentliches Ziel war. Daraufhin kehrte sie zu Kairn zurück und tötete sie.

Biografie[Bearbeiten]

Jedi und Pirat[Bearbeiten]

Reess Kairn wurde auf dem Planeten Ryloth geboren.[1] Er entstammte dem Kairn-Clan, einer der zahlreichen Familien der in Stämmen lebenden Twi’lek-Gesellschaft.[2] Aufgrund seiner Sensitivität für die Macht wuchs er jedoch als Mitglied des Jedi-Ordens auf. Obwohl den Jedi Beziehungen untersagt waren,[1] hatte Kairn eine Verlobte,[3] die auf seiner Heimatwelt lebte. Als er als Jedi-Ritter nach Ryloth zurückkehrte, fand er heraus, dass sie ihn mit einem anderen Mann betrogen hatte. Daraufhin tötete er seine Frau und ihren Liebhaber und setzte ihre Hütte in Brand. Da er sich vor der Bestrafung durch die Jedi fürchtete und glaubte, dass ihm der Orden seine Tat nicht mehr verzeihen würde, stahl Kairn einen Kreuzer und floh in den Äußeren Rand. Sein Zorn darüber, nicht in die Gemeinschaft der Jedi zurückkehren zu können,[1] brachte ihn auf die Dunkle Seite der Macht.[3] Dabei entwickelte er eine Abhängigkeit von Ryll-Gewürz, die aufgrund seiner speziesbedingten Eigenschaften als Twi’lek dazu führte, dass seine Augen eine rötliche Färbung annahmen. Einige Jahre, nachdem er den Jedi-Orden verlassen hatte,[4] versammelte Kairn eine Mannschaft von Piraten um sich und begann damit, Handelsschiffe und Bergwerke im Mittleren Rand zu überfallen.[1] Er wurde insbesondere für seine Aktivitäten auf der Gamor-Route bekannt.[3] Auf einem ihrer Raubzüge überfielen die Piraten[1] den Großen Tempel[4] des Ordens der Ffib auf dessen Heimatwelt Lorahns. Dabei raubte und zerstörte Kairn zahlreiche wertvolle Artefakte und Schriften. Außerdem tötete er vier Ffib-Priester auf den Stufen ihres Tempels.[1] Da er durch seinen Raubzug die Ffib beinahe vollständig auslöschte,[5] schworen die Töchter der Ffib, eine Sekte des Ordens, den Piraten zu töten.[6] Die Ffib, die den Jedi-Orden dafür verachteten, dass er nicht zu ihrem Glauben konvertiert war, beriefen sich später oft auf die Plünderung ihres Tempels durch Reess Kairn, um die Jedi als Wilde darzustellen, obwohl der Pirat zu diesem Zeitpunkt schon seit Jahren kein Mitglied des Ordens mehr gewesen war.[4]

In der Zeit nach dem Angriff auf den Tempel begann Kairn, das von ihm verursachte Unrecht klarer zu erkennen. Da er den Mord an den Priestern bereute, suchte er nach einer Möglichkeit, diese Tat wiedergutmachen. Daher löste er seine Mannschaft auf und rief drei seiner Mannschaftsmitglieder zu sich, die als Shi’ido die seltene Fähigkeit besaßen, ihre Gestalt zu verändern. Er wusste, dass ihn die Ffib für immer verfolgen würden, und ließ daher die drei Gestaltwandler seine Identität annehmen. Im Gegenzug bot er ihnen aus seiner Beute ein beträchtliches Vermögen an. Kairn drohte ihnen jedoch auch, sie zu töten, wenn sie sein Geheimnis preisgaben. Daraufhin begab sich jeder der drei Gestaltwandler auf eine andere Welt, nach Hoth, Tatooine und Bespin. Kairn hingegen wollte für seine Tat büßen. Da er nicht glaubte, dass ihn die Jedi wieder in ihre Gemeinschaft aufnehmen würden, entschied er sich dazu, sich den Ffib anzuschließen. Er bezweifelte, dass der Orden eines seiner Mitglieder des Mordes verdächtigen würde. Indem er den Eid der Ffib-Priester ablegte, glaubte er, die von ihm getöteten Ordensmitglieder ehren zu können.[1] Da die Töchter der Ffib lediglich weibliche Mitglieder aufnahmen,[6] bezahlte Kairn gesetzlose Chirurgen auf Balmorra,[1] um in einer rekonstruktiven Operation[3] sein Geschlecht und seine Spezies zu ändern. Ihr neues Aussehen sollte es ihr ermöglichen, eine neue Identität als Tochter der Ffib aufzubauen. Sie betrachtete es auch als Ehrung ihrer verstorbenen Liebsten, die Gestalt einer Frau anzunehmen. Als Kairn in den Orden der Ffib eintrat, legte sie die traditionelle Kleidung der Sekte an. Sie gab sich dabei als Blinde aus, um einen Vorwand zu haben, ihre auffälligen roten Augen mit einem Tuch zu überdecken.[1]

Auftrag für Aurra Sing[Bearbeiten]

Da sie fürchtete, dass sie ihre eigentliche Identität offenbaren würden, wollte Kairn ihre Doppelgänger töten lassen. Daher nahm sie über die Kopfgeldjäger-Gilde Kontakt mit der Kopfgeldjägerin Aurra Sing auf und bat sie zu einem geheimen Treffen auf den Waldmond Endor, auf dem sich die abgelegenste Mission der Töchter der Ffib befand. Obwohl sie überlegte, dass es falsch von ihr sein könnte, die Gestaltwandler zu verraten, war sie davon überzeugt, dass die Shi’ido ohnehin von den Inquisitoren der Ffib gefasst und hingerichtet würden. Um zu verhindern, dass Sing, sollte sie die Täuschung aufdecken, ihre Erkenntnisse weitergeben konnte, bezahlte Kairn eine Gruppe von Thranta-Reitern, um die Kopfgeldjägerin zu töten, wenn sie den auf Bespin lebenden Doppelgänger aufsuchen würde. Sie glaubte jedoch, dass es Sing selbst dann nicht gelingen würde, Kairns wahre Identität aufzudecken, wenn das Attentat der Thranta-Reiter fehlschlug.[1]

Aurra Sing überrascht Reess Kairn, nachdem sie die drei Doppelgänger getötet hat.

Nach ihrer Ankunft auf Endor näherte sich Aurra Sing der wartenden Priesterin auf einem Ast. Als Kairn ihre Anwesenheit spürte, bat sie sie darum, sich zu zeigen. Die Kopfgeldjägerin fürchtete allerdings, dass die Ffib in dem Wald einen Hinterhalt für sie arrangiert hatten. Daher sprang sie auf Kairn herab, stieß sie zu Boden und bedrohte sie mit einem Dolch. Die Priesterin bat die Angreiferin jedoch, ihr nichts zu tun. Als sich Sing davon überzeugt hatte, dass keine Gefahr von der Blinden ausging, sprach Kairn die Kopfgeldjägerin auf das Lichtschwert an, das sie während des vorausgegangenen Kontakts an ihrem Rücken gespürt hatte, und versprach ihr eine weitere Trophäe, wenn sie den Auftrag der Ffib annehmen würde. Sie setzte Sing über Reess Kairns Vergangenheit und seinen Überfall auf den Tempel der Ffib in Kenntnis. Dabei betonte sie, dass die gewöhnlichen Sicherheitskräfte der Ffib nicht ausreichen würden, um einen früheren Jedi zu töten, und sie der Rat der Ältesten daher angewiesen hatte, Aurra Sing mit der Suche nach Kairn und seinen Doppelgängern zu betrauen. Der Kopfgeldjägerin gegenüber behauptete die Priesterin, der Pirat habe lediglich zwei Shi’ido dafür bezahlt, um seine Identität anzunehmen. Außerdem erklärte sie, dass die Ffib einen Hinweis auf ihren Aufenthaltsort erhalten hatten: auf einer von drei Welten, die die Elemente Wasser, Feuer und Luft symbolisierten, auf der Eiswelt Hoth, dem Wüstenplaneten Tatooine oder dem Gasriesen Bespin, würde sie auf Kairn, auf den anderen auf seine Doppelgänger treffen. Als Sing zu ihrem Schiff zurückkehren wollte, wies sie die Priesterin auf die auffälligen roten Augen hin, die keiner der Shi’ido würde imitieren können. Die Kopfgeldjägerin tötete zunächst die beiden Doppelgänger auf Hoth und Tatooine. Als sich Sing nach Bespin begab, konnte sie die Thranta-Reiter aufhalten, die Kairn auf sie angesetzt hatte. Dabei stellte sie jedoch fest, dass auch ihr drittes Ziel ein Shi’ido war. Daraus schloss die Kopfgeldjägerin, dass sich der Pirat auf einer Welt aufhielt, die das vierte Element Erde symbolisierte, und es sich bei ihrem Ziel um die Priesterin handeln musste, da sie sie auf dem Waldmond mit falschen Informationen irregeführt hatte. Als sie nach Endor zurückkehrte, hatte sich Kairn in die Hütte der Mission zurückgezogen. Während sie darüber nachdachte, dass sie mit dem Eintritt in den Orden der Ffib ein neues Leben beginnen würde, und in Gedanken ihr Lichtschwert aktivierte, näherte sich Aurra Sing ihr von hinten und tötete sie mit ihrem Blaster.[1]

Persönlichkeit und Fähigkeiten[Bearbeiten]

Reess Kairn als Pirat

Obwohl Reess Kairn wegen seiner Empfindungsfähigkeit für die Macht als Jedi aufwuchs, wurde er von seinem Zorn und seiner Eifersucht eingenommen, als er davon erfuhr, dass ihn seine Verlobte betrogen hatte, und tötete sie und ihren Geliebten. Er wusste, dass ihn sein Orden nach dieser Tat nicht wieder aufnehmen und ihm dafür nie vergeben würde. Als er vor den Jedi in den Äußeren Rand flüchtete, brachte ihn die Wut darüber, nie wieder in seine Gemeinschaft zurückkehren zu können,[1] auf die Dunkle Seite der Macht. Aus Verzweiflung[3] entwickelte er eine Sucht nach Gewürz, die seinen Zorn und seinen Verdruss noch verstärkte. Auf den Raubzügen, die er mit seinen Piraten unternahm, raubte und zerstörte er auf Lorahns die einzigartigen Artefakte und Schriften der Ffib und tötete vier ihrer Priester. Einige Zeit nach dem Überfall auf den Tempel fühlte er jedoch, dass sich sein Leben nun klarer abzeichnete, und er entwickelte den Drang, das von ihm verursachte Unrecht wiedergutzumachen. Aus Reue für seine Tat entschloss er sich, selbst den Töchtern der Ffib beizutreten und durch diesen Eid die verstorbenen Ffib zu ehren. Mit der rekonstruktiven Operation, die sein Geschlecht und sein Äußeres für den neuen Körper seiner Sühne änderte, wollte er seine von ihm selbst niedergestreckte Liebste würdigen. Den drei Shi’ido, die seine Identität annahmen, drohte Kairn, sie wilden Monnoks zum Fraß vorzuwerfen, wenn sie das Geheimnis verraten würden. Da sie wusste, dass die Gestaltwandler ihre Hoffnung auf ein neues Leben zerstören konnten, gab sie die Informationen über ihren Aufenthaltsort an die Kopfgeldjägerin Aurra Sing weiter. Obwohl sie daran zweifelte, ob es richtig war, die Shi’ido zu täuschen, war sie davon überzeugt, dass ihre neue Identität auf diese Weise für immer ein Geheimnis bleiben würde. Für sie stellte die Erwartung, als Tochter der Ffib für ihre Tat büßen zu können, den Beginn eines neuen Lebens in Frieden und Gerechtigkeit dar. Kairn glaubte, dass jedes Wesen eine zweite Chance verdiente, und dachte während ihres Aufenthalts auf Endor über ihre Vergangenheit nach, um zu überlegen, wie sie ihre Fehler in ihrer neuen Familie wiedergutmachen und Erlösung finden könne.[1]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  • Im Inhaltsverzeichnis des Comicbandes Star Wars Special 7, in dem Panini 2000 die Comicgeschichte Aurra Sing in deutscher Sprache veröffentlichte, wird sein Name Rees Kairn geschrieben. Der gleiche Fehler wird in dem Sachbuch The Comics Companion gemacht.
  • In einem Artikel des offiziellen Star Wars Fact Files zu Aurra Sing wird behauptet, die Kopfgeldjägerin müsse ihre Beute viermal töten, bis sie erkenne, dass ihre Auftraggeberin Reess Kairn ist. Allerdings erkennt sie die wahre Identität des vermeintlichen Piraten, nachdem sie die drei Doppelgänger getötet hat; Kairn ist ihr viertes Ziel.[1]
  • In einem Abschnitt des offiziellen Star Wars Fact Files zu Wuher wird behauptet, der spätere Barmann komme in die Obhut von Reess Kairn, bis der Pirat von Aurra Sing getötet werde. Es ist jedoch nicht Kairn, sondern einer seiner Doppelgänger, den Wuher in Aurra Sing begleitet.[2]
  • Das Nachschlagewerk The Complete Star Wars Encyclopedia widerspricht sich in der Frage, welche Folgen Reess Kairns Angriff auf den Tempel der Ffib hat. In dem Eintrag zu den Töchtern der Ffib wird behauptet, er lösche dabei den gesamten Orden aus, der zu den Ffib erklärt hingegen, er habe ihn nur zu einem großen Teil vernichtet.
  • Auf einer Karte der „Force File“, die mit der Actionfigur von Aurra Sing in der Spielzeuglinie Power of the Jedi erhältlich ist, wird von einem Abenteuer der Kopfgeldjägerin berichtet, bei dem sie den Twi’lek-Piraten Reess Kairn aufspüren soll. Als sie herausfindet, dass er mit Beutegut auf Tatooine handelt, will sie ihn dort gefangen nehmen und den Ffib für einen Gerichtsprozess übergeben. Anscheinend handelt es sich dabei um eine abgewandelte Variante der Comicgeschichte.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]