Asenec

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Asenec
Beschreibung
Spezies:

Croke

Geschlecht:

männlich

Biografische Informationen
Geburt:

593 VSY

Tod:

244 VSY

Heimat:

Crakull

Beruf/Tätigkeit:

Dichter

Asenec war ein Dichter der Croke, dessen Werke in dem Ruf standen, durch die lobende Darstellung abstoßender Themen zu provozieren. Daher waren Asenecs Werke in weiten Teilen der Galaxis verpönt und wurden weitestgehend zensiert. Sein bekanntestes und zugleich letztes Werk war das Gedicht Der Glanz von Kiirium über den Gewaltherrscher Xim. Asenecs Urheberschaft an dem Text galt unter Literaturwissenschaftlern allerdings als umstritten, da sich dessen Grundstimmung deutlich von seinen übrigen Werken unterschied. Daher wurden mehrere Theorien entwickelt, die mögliche Gründe dafür erörterten, dass Asenec seinen Stil zum Ende seines Lebens hin noch einmal verändert habe.

Biografie[Bearbeiten]

Asenec wurde im Jahr 593 VSY auf Crakull, der Heimatwelt seiner langlebigen Spezies, der Croke, geboren. Allerdings wurden Angehörige von Kopffüßer-Spezies in dieser Epoche von der galaktischen Bevölkerung diskriminiert. Asenec galt als der meistgehasste Autor in der galaktischen Geschichte und wurde in weiten Teilen der Galaxis zensiert. Das Verbot seiner Werke gründete jedoch nicht ausschließlich auf seiner Abstammung – die Croke sind mit den in weiten Teilen der Gesellschaft verhassten Hutten verwandt und wurden daher ebenfalls verachtet –, sondern auch auf dem Inhalt seiner Gedichte. In seinen Werken provozierte er den Leser bewusst mit seinen abstoßenden Anekdoten. Er pries unter anderem die Genugtuung von Rache, schrieb über das Plätschern von Matsch, verfasste Loblieder auf die Wutausbrüche historischer Gewaltherrscher und deklarierte radioaktiv verseuchte Wüsten als Gegenden von atemberaubender Schönheit. Daher galt Asenec hinsichtlich der in seinen Werken zum Ausdruck kommenden Gehässigkeit als beispiellos innerhalb des galaktischen Literaturkanons.

Als ein Vertreter der Poesie der Dunkelheit verfügte Asenec über eine Vorliebe für Texte über Schurken der galaktischen Geschichte. Verschiedenen Überlieferungen zufolge verfasste er während seiner langwierigen Todeszuckungen im Jahr 244 VSY das Gedicht Der Glanz von Kiirium, sein bekanntestes Werk. Der dreistrophige, auf Toongese verfasste Text war Asenecs einziger Beitrag zu dem Kompendium The Despotica, in dem Beiträge über den Kriegsherren Xim gesammelt wurden. Das Gedicht bestand aus einem dramatischen Monolog einer Kämpferin der Duinarbulonischen Sternenlanciers, die ihre Freude darüber zum Ausdruck bringt, in der Zweiten Schlacht von Vontor für den von ihr verehrten Tyrannen Xim kämpfen zu dürfen. Der Beginn des Gedichts zeigt deutliche Züge der für Asenec typischen Lobgesänge auf die Tyrannei. Literaturwissenschaftler beschreiben diese Passage als einen Text mit einer fatalistischen, traurigen und dadurch romantischen Stimmung. Als Xims Truppen den Planeten verlassen, macht die Kriegerin die schockierende Entdeckung, dass sie und die übrigen Sternenlanciere lediglich eine Ablenkung waren, um die Lagerstätten des seltenen Metalls Kiirium auf Vontor auszubeuten. Da der Dichter für seine Hingabe zu Texten über das Böse bekannt war, wurde angenommen, dass der Croke geradezu dazu prädestiniert gewesen sei, ein Gedicht über den Despoten Xim zu verfassen. Allerdings war Der Glanz von Kiirium in einem vollkommen anderen Stil als Asenecs frühere Werke verfasst. Das düstere und zugleich rebellische Ende seines Textes las sich für Kritiker in Asenecs Epoche als Widerspruch zu der unaufhörlichen Feindseligkeit in seinen übrigen Gedichten.

In späterer Zeit behaupteten einige Kritiker, dass Der Glanz von Kiirium kein von Asenec verfasstes Werk gewesen sei, sondern es sich dabei um den geschickten Versuch eines seiner Bewunderer handelte, die Texte seines Lieblingsdichters für ein breiteres Publikum zugänglich zu machen. Andere spekulierten darüber, dass das Gedicht einem antiken Folianten entstammte, der im Zuge der Ausgrabungen um das Große Duinarbulon-Mausoleum entdeckt worden war. Allerdings dementierte die verantwortliche Archäologin Henrietya Antilles diese Vermutungen. Die Redaktion der Printausgabe von The Despotica weigerte sich, Asenecs Beitrag in dem Kompendium abzudrucken, da die verantwortlichen Redakteure um die Reputation ihres Werkes fürchteten, wenn sie einen galaxisweit geächteten Künstler unterstützten. Asenecs Werke zogen vereinzelten Gerüchten zufolge sogar die Aufmerksamkeit des Imperators Palpatine auf sich und waren sogar Teil seiner Literatursammlung. Der arkanianische Mutant Zeta Magnus war ein großer Bewunderer von Asenecs Werken. Als er die Jedi Obi-Wan Kenobi, Halagad Ventor und Anakin Skywalker während der Klonkriege in seiner Festung auf dem Planeten Skye gefangen hielt, zitierte er Asenecs letzte Worte, als er ankündigte, die Jedi durch geklonte Drohnen ersetzen zu wollen. Während des Galaktischen Bürgerkriegs befasste sich S. V. Skynx, ein emeritierter Professor aus dem Department of History der Universität von Ruuria, mit Asenecs Leben und Werken. Er verfasste einen Beitrag über Der Glanz von Kiirium, der über das universitäre Datennetzwerk publiziert wurde. Er stellte seinem Beitrag eine Übersetzung des Textes aus dem Toongese in galaktisches Basic von Kiekal Zzoh voran und interpretierte Asenecs scheinbar plötzlichen Stilwechsel in seiner Abhandlung als eine Erleuchtung kurz vor dem Tod des Croke, die ihn dazu bewegte, sein Gedicht nicht ganz so düster zu gestalten. Skynx versah den Eintrag mit einer Erklärung, in der er ausdrücklich darauf hinwies, dass er das Gedicht nicht öffentlich verbreitete, um das Wirken des Asenec zu loben, sondern um seinen Lesern zu erlauben, den Text selbst zu beurteilen.

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eigenübersetzung: „Tyrants, however small, truckle to no one.”

Als Jason Fry das Nachschlagewerk The Essential Guide to Warfare zusammenstellte, bat er Michael Kogge, den Autor der Hyperspace-Artikelreihe Xim Week, einen weiteren Text aus der Reihe Xim Week zu verfassen, um ihn in dem Sachbuch verwenden zu können. Daraufhin schrieb Kogge den Beitrag „A Soldier’s Story: The Gleam of Kiirium (From The Despotica)“. Allerdings musste Fry den Beitrag aus der endgültigen Fassung entfernen, da der Xim gewidmete Abschnitt im Verhältnis zu anderen Themen einen zu großen Platz in dem Buch einnahm. Allerdings erhielt Fry die Möglichkeit, den Text nach der Veröffentlichung des Sachbuchs im offiziellen Blog auf der Webseite StarWars.com zu präsentieren, nachdem sein Inhalt von Leland Chee auf seine Vereinbarkeit mit dem Kanon des Erweiterten Universums überprüft worden war.[1] In einer Twitter-Konversation wiesen die Autoren Abel G. Peña, der den Croke in seiner Novelle SkyeWalkers: A Clone Wars Story erwähnte, und Michael Kogge darauf hin, dass es sich bei dem Namen um ein Anagramm des römischen Dichters Seneca handelt.[2] Asenecs Hang zu provokanter Dichtung gleicht der Vorliebe des Stoikers Seneca für sozialkritische und daher oftmals kontrovers diskutierte Prosatexte.

Einzelnachweise[Bearbeiten]