Mandalorianerentfernung

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Mandalorianerentfernung.jpg
Mandalorianerentfernung
Beschreibung
Beginn:

738 VSY[1]

Endergebnis:
Kontrahenten

Mandalorianer[1]

Truppenverbände
Verluste


Zahlreiche Mandalorianer[1]

Die Mandalorianerentfernung war ein Krieg zwischen der Galaktischen Republik, dem Jedi-Orden und den Mandalorianern im Jahr 738 VSY. Von den Mandalorianern wurde der Konflikt als Dral’Han – die Vernichtung – bezeichnet. Auslöser der Auseinandersetzung war ein zunehmendes Erstarken des Mandalorianischen Raums, der wirtschaftlich und politisch zu einer wichtigen Institution im Äußeren Rand wurde, aber von der Galaktischen Republik aufgrund seiner Ablehnung ihr gegenüber als Gefahr angesehen wurde. Daher entsandte sie eine Streitmacht unter Führung der Jedi, die im Zuge der Mandalorianerentfernung den Mandalorianern eine schwere Niederlage zufügten. Die Republik setzte eine Übergangsregierung ein, aus der die Neuen Mandalorianer hervorgingen, die den kriegerischen Weg ihres Volkes aufgaben.

Vorgeschichte[Bearbeiten]

Im Laufe ihrer Geschichte hatten sich die Mandalorianer mehrfach in Kriegen gegen die Galaktische Republik gewendet. Ab 3976 VSY führten die mandalorianischen Neo-Kreuzritter großangelegte Invasionen des republikanischen Raumes durch, die als Mandalorianische Kriege bekannt wurden.[2] Im Jahr 3960 VSY endete der Krieg, als Mandalore der Ultimative in der Schlacht von Malachor V getötet wurde.[3] Die mandalorianischen Clans wurden daraufhin auseinandergetrieben[4] und entwaffnet, wodurch die von ihnen ausgehende Gefahr gebannt zu sein schien. Viele Mandalorianer wurden zu Söldnern und Kopfgeldjägern, die den Kodizes der Mandalorianer nicht länger folgten und allein arbeiteten. Nur im Mandalorianischen Raum selbst lebten die Mandalorianer weiter nach ihren eigenen Verhaltensmaßstäben, doch waren sie führungslos,[3] da sich in den folgenden Jahrhunderten kein starker Mand’alor mehr fand. Viele der fähigsten Mandalorianer verließen daher Mandalore und die angrenzenden Sektoren, um an anderen Orten in der Galaxis Arbeit zu finden.[5] Dies änderte sich, als im Jahr 1058 VSY der mandalorianischer Söldner Aga Awaud nach Mandalore zurückkehrte. Der Planet war zu diesem Zeitpunkt von der Candorianischen Seuche befallen worden, die große Teile der mandalorianischen Bevölkerung ausgelöscht hatte. Die verbliebenen Mandalorianer reisten in Konvois durch den mandalorianischen Raum, um sich gegen Überfälle aus angrenzenden Sektoren schützen zu können.[6]

Awaud war von der Situation seines Volkes entsetzt, sodass er zum Begründer der Bewegung „Rückkehr“ wurde. Diese Gruppierung rief die Mandalorianer dazu auf, nach Mandalore zurückzukehren, um den Mandalorianischen Raum zu verteidigen. Da die von ihm ausgehende Bewegung Erfolg zeigte, wurde Awaud 1051 VSY zum Mand’alor und nahm den Namen „der Vereiniger“ an.[6] Unter der Führung Awauds und seiner Nachfolger, die diesen Kurs fortführten,[5] ging Mandalore wirtschaftlich gestärkt[6] und kulturell reformiert[5] aus den Neuen Sith-Kriegen hervor. Der Mandalorianische Raum entwickelte sich zu einer wichtigen Wirtschaftsmacht im Äußeren Rand,[6] und die Mandalorianer erhielten den Ruf versierter Ingenieure und einer disziplinierten Gesellschaft.[7] Sie begannen außerdem, Schutzverträge und Bündnisse mit benachbarten Systemen und Sektoren abzuschließen.[6] Die Republik erhoffte sich von dem aufstrebenden mandalorianischen Sektor einen Partner, der für mehr Stabilität im Äußeren Rand sorgte. Obwohl einzelne Mandalorianer einen Beitritt des mandalorianischen Raumes zur Republik forderten, um keinen neuen Konflikt zu provozieren, lehnte der Großteil des Volks diesen Schritt ab.[1] In dieser Zeit erreichte die kriegerische Kultur einen Höhepunkt.[8] Als die Mandalorianer eigenständig Abgaben auf ihren Hyperraumrouten erhoben und die Einschränkungen der Ruusan-Reform in Bezug auf die Größe der Sektor-Verteidigungsstreitkräfte missachteten, entstand für die Republik zunehmend der Eindruck, dass es sich bei ihnen um eine neue Bedrohung handelte.[1]

Verlauf[Bearbeiten]

Im Jahr 738 VSY stellte die Galaktische Republik eine Streitmacht zusammen, die aus den Judical Forces und Bestandteilen zahlreicher Planetarer Sicherheitskräfte von Welten in der Expansionsregion zusammengesetzt war. Die Befehlsgewalt wurde auf die Jedi übertragen, die den Einsatz koordinieren sollten. Anschließend drangen die republikanischen Streitkräfte in den Mandalorianischen Raum vor und griffen mehrere Welten an. Mandalorianische Kernwelten wie Fenel, Ordo und Concord Dawn wurden einem verheerenden Bombardement durch die republikanische Flotte ausgesetzt, das weite Teile der Planetenoberfläche verwüstete. Auch Mandalore geriet unter Beschuss,[1] sodass die Hauptwelt des Mandalorianischen Raums im Zuge des Krieges gegen die Jedi[10] weitestgehend unbewohnbar wurde.[11] Nachdem die Republik die Mandalorianer durch diesen schnellen Angriff überrascht hatten, konnte sie den Sieg für sich beanspruchen. Der Mandalorianische Raum wurde von republikanischen Truppen besetzt und entmilitarisiert,[1] viele Mandalorianer wurden verbannt.[5]

Nachwirkungen[Bearbeiten]

Die Besetzung des Mandalorianischen Raums hielt für mehrere Jahrzehnte an. In dieser Situation erstarkte die mandalorianische Friedensbewegung, die zuvor vor einer solchen Niederlage gewarnt hatte, und formierte sich als die Neuen Mandalorianer, die von der Republik in einer Übergangsregierung an die Macht gebracht wurden. Zwar waren auch sie angesichts des Vorgehens der Republik nicht länger Befürworter eines Beitritts zur Republik, sahen einen Kampf jedoch als aussichtslos an und strebten daher nach einer friedlichen Koexistenz.[1] Sie begründeten eine neue mandalorianische Kultur, die sich auf Neutralität, Frieden und Toleranz berief.[7] Dafür gaben sie die Kriegerkodizes der Vergangenheit auf[1] und viele Beskar’game, die vormals zur Kultur gehörende mandalorianische Rüstung, wurden zerstört.[12] Da der Großteil der Mandalorianer nicht länger an einem Krieg interessiert war, akzeptierten sie diesen neuen Weg.[13] Nachdem sie die Führung des mandalorianischen Volkes übernommen hatten, führten die Neuen Mandalorianer auch den Wiederaufbau ihrer Heimatwelt fort.[1] Talente von Erfindern und Baumeistern wurden gefördert und ermöglichten es, große Würfelstädte in den durch das republikanische Bombardement entstandenen Wüsten auf Mandalore zu errichten und sie damit wieder bewohnbar zu machen.[10]

Allerdings waren nicht alle Mandalorianer bereit, ihre alte Kultur aufzugeben. Diejenigen, die weiterhin den kriegerischen Traditionen folgten, bezeichneten sich als Aka’liit, die Mandalorianischen Getreuen, und begannen bald, parallel zu den Neuen Mandalorianern ihre eigene, auf den alten Werten basierende Gesellschaft zu errichten. Sie wurden weiterhin von einem „Wahren Mand’alor“ angeführt und gründeten ein geheimes Netzwerk von Clanvertretern. Aufgrund des Einflusses, den die Neuen Mandalorianer erreichten, entschieden sie sich jedoch, in den Untergrund zu gehen und auf eine Chance zum Gegenschlag zu warten.[13] Die Autorität des Mand’alors wurde jedoch weder von der neuen mandalorianischen Regierung noch von den Sektorbehörden anerkannt.[1] Die Spaltung der Mandalorianer in Neue Mandalorianer und Getreue durchzog dabei fast sämtliche Clans, in denen es Befürworter beider Seiten gab,[13] und führte in den nächsten Jahrhunderten zu diversen Konflikten wie dem Mandalorianischen Bürgerkrieg und den Großen Clankriegen, aus denen die Neuen Mandalorianer jedoch[14] bis in die Klonkriege[10] siegreich hervorgingen.[14]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

Die Mandalorianerentfernung wurde 2009 mit dem Essential Atlas von Daniel Wallace und Jason Fry erstmals erwähnt,[2] um einen Hintergrund für die durch das Multimediaprojekt The Clone Wars eingeführten, friedlichen Neuen Mandalorianer zu schaffen. Die Autoren hatten das Buch schon beinahe fertiggestellt, als sie von den geplanten Neuerungen erfuhren, weshalb sie nach einer Beratung mit den Kontinuitätsexperten Pablo Hidalgo und Leland Chee von Lucas Licensing einen kurzen Abschnitt zu der Entstehung der Neuen Mandalorianer integrierten.[3] Allerdings wurden nur wenige Details genannt, da man laut Fry zu diesem Zeitpunkt keine Widersprüche schaffen wollte. Er verwies jedoch in den Endnotes bereits darauf, dass weitere Informationen folgen würden.[4] Der 2012 erschienene Essential Guide to Warfare, ebenfalls von Jason Fry, enthielt eine ausführlichere Abhandlung über die mandalorianische Geschichte.[5] Darin benannte Fry den Konflikt erstmals als „Mandalorian Excision“. Er legte dabei Wert auf die Bedeutung des Namens, den er kalt und klinisch klingen lassen wollte, um die Einstellung der Republik gegenüber den Mandalorianern zu verdeutlichen und den Hass der Mandalorianer auf die Republik und die Jedi zu erklären.[3] Mit einer weiteren Beschreibung des Konflikts in dem Buch Das Buch der Kopfgeldjäger – Die geheimen Schriften des Boba Fett wurde 2013 auch erstmals eine Illustration beigesteuert und der Name offiziell als „Mandalorianerentfernung“ übersetzt. Außerdem vertiefte Fry darin die Folgen des Konfliktes, wie etwa die Zerstrittenheit der Clans,[6] die er schon beim Essential Guide to Warfare hervorheben wollte.[3]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eigenübersetzung: „I wanted a cold, clinical name — one that clearly expressed the Republic’s attitude about Mandalore, and that would ensure Mandalorian hatred and resentment.”
  2. The Essential Atlas (Seite 77, 133)
  3. 3,0 3,1 3,2 EG to Warfare Endnotes, Pt. 4
  4. Endnotes for Star Wars: The Essential Atlas (part 4 of 5) (Archiv-Link)
  5. The Essential Guide to Warfare (Seite 37-42)
  6. Das Buch der Kopfgeldjäger – Die geheimen Schriften des Boba Fett (Seite 133-136)