Tor Vizsla

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Vizsla.jpg
Tor Vizsla
Beschreibung
Spezies:

Mensch[1]

Volk:

Mandalorianer[1]

Geschlecht:

männlich[1]

Haarfarbe:

Schwarz[1]

Augenfarbe:

Braun[1]

Biografische Informationen
Todesdatum:

42 VSY[1]

Beruf/Tätigkeit:
Zugehörigkeit:

Todeswache[1]

Tor Vizsla war ein Mandalorianer und Anführer der Splittergruppe Todeswache im Mandalorianischen Bürgerkrieg. Nach jahrelangen Auseinandersetzungen mit den Anhängern des Mand'alors Jaster Mereel, der mit dem Superkommando-Kodex die kriegerischen Clans reformieren wollte, gelang es Vizsla, Jaster Mereel auf dem Planeten Korda VI zu töten, doch setzte dessen Ziehsohn Jango Fett den Kampf gegen Vizslas Todeswache fort. Als Vizsla dennoch siegreich aus dem Bürgerkrieg hervorging, wurde er einige Jahre nach dem Ende der Kämpfe von Fett auf Corellia getötet.

Biografie[Bearbeiten]

Gründung der Todeswache[Bearbeiten]

Tor Vizsla gehörte zu den Mandalorianern, die die kriegerischen Traditionen ihrer Vorfahren verehrten und dem Kurs der pazifistischen Neuen Mandalorianer nicht folgten,[2] weshalb sie von ihnen verbannt wurden.[3] Vizsla fand Gefallen an der Arbeit als Söldner, sah sich jedoch in seiner Ausübung dieser Arbeit bedroht,[4] als im Jahr 60 VSY[2] Jaster Mereel zum Mand’alor, dem Anführer der mandalorianischen Clans, ernannt wurde. Mereel führte ein ethisches Regelwerk, den Superkommando-Kodex, ein, nach dem sich die Mandalorianer in ihrer Arbeit als Söldner und Kopfgeldjäger richten sollten. So hoffte er, den geschädigten Ruf seines Volkes als unmoralische Mörder wieder zu verbessern und die mandalorianischen Clans zu einen.[4][5] Allerdings teilte Vizsla die Moralvorstellungen Mereels nicht, weshalb er sich weigerte, ihn als neuen Anführer des Volkes zu akzeptieren, und mit einer Gruppe Gleichgesinnter die Todeswache gründete, eine Gegenbewegung zu Mereels Wahren Mandalorianern.[2][4] Mit der Todeswache begann Vizsla eine Kampagne gegen Meerels Wahre Mandalorianer: Der Konflikt der beiden Seiten wurde als Mandalorianischer Bürgerkrieg bekannt.[4]

Mandalorianischer Bürgerkrieg[Bearbeiten]

Während des Bürgerkrieges kam es zahlreichen Auseinandersetzungen zwischen der Todeswache, die Planeten überfiel und dabei oftmals die Bevölkerungen angriff, und den Wahren Mandalorianern. Im Jahr 58 VSY begann die Todeswache mit einer Offensive auf Concord Dawn,[1] den Heimatplaneten von Vizslas Gegenspieler Jaster Mereel.[4] Die Wahren Mandalorianer versuchten, den Angriff abzuwehren, doch als seine Anhänger auseinandergetrieben wurden, war Mereel gezwungen, sich mit einigen seiner Gefolgsleute bei dem örtlichen Beschützer-Eleven Fett zu verstecken. Vizsla verfolgte Mereel und die verbliebenen Wahren Mandalorianer zu Fetts Grundstück, wo er dessen Sohn Jango verhörte und vom Aufenthaltsort seiner Gegner erfuhr. Er ließ die Familie Fett töten und steckte das Getreidefeld in Brand, in dem sich Mereel versteckte. Der junge Jango konnte jedoch entkommen und wurde von Mereel gerettet, der ihn fortan als seinen Sohn aufzog. In dem Glauben, seine Gegner besiegt zu haben, ließ Vizsla seine Männer zur nächsten Stadt abziehen, wo sie sich erholen wollten. Als sie in die Stadt einmarschierten, gerieten sie jedoch in einen Hinterhalt der Wahren Mandalorianer, die Vizslas Panzerfahrzeug sprengten und seine Männer töteten. Vizsla entkam dem Bombenanschlag auf seinen Panzer und floh, doch verlor die Todeswache dadurch wieder die Kontrolle über Concord Dawn.[1]

Vizsla tötet seinen Erzfeind Jaster Mereel.

Im Jahr 52 VSY verfolgte Vizsla einen neuen Plan. Er begab sich nach Korda VI,[1] einem Planeten im inneren Rand.[6] Dort bildete er die einheimischen Kordaner aus und versorgte sie mit Waffen und Ausrüstung, bevor er unter dem Deckmantel der örtlichen Sicherheitskräfte eine Nachricht an die Wahren Mandalorianer sendete. Darin bat man die Söldner um Unterstützung, um eine von den Einheimischen umzingelten Trainingseinheit zu befreien – ein vermeintlich leichter Auftrag, da die Einheimischen nach den Daten der Verteidigungsstreitkräfte kaum über Bewaffnung verfügten. Die Wahren Mandalorianer nahmen den Auftrag an und begaben sich nach Korda VI, wo sie bereits beim Anflug auf den Planeten von Ionengeschützen unter Beschuss genommen wurden. Die von der Todeswache ausgebildeten Einheimischen zwangen die von dem Angriff überraschten Mandalorianer dazu, in Schützengräben Schutz zu suchen. Als einige der Wahren Mandalorianer unter Führung von Montross vordrangen und in Bedrängnis gerieten, kam Jaster Mereel ihnen zur Hilfe. Vizsla nutzte die Situation aus, indem er Mereel an Bord eines Panzers stellte, der zu spät erkannte, dass er in eine Falle gelockt worden war. Vizsla eröffnete das Feuer und tötete seinen Widersacher, dessen Rüstung nicht in der Lage war, den Geschützen von Vizslas Panzer standzuhalten. Nach dem Tod Mereels wurde dessen Ziehsohn Jango Fett zum neuen Mand’alor und setzte Mereels Bestrebungen fort.[1]

Im Jahr 44 VSY, zwölf Jahre nach dem Tod Mereels, stellte Vizsla den Wahren Mandalorianern erneut eine Falle, um seine Gegner endgültig auszulöschen. Dafür setzte er sich mit dem Gouverneur des Planeten Galidraan in Verbindung, der die Wahren Mandalorianer für einen Einsatz gegen eine Gruppe Aufständischer anheuern sollte. Als Jango Fett nach dem beendeten Einsatz in den Gouverneurspalast kam, um die Bezahlung abzuholen, wurde er von Vizsla angegriffen. Zwar entkam Fett seinem Hinterhalt, doch hatte Vizsla dem Gouverneur ebenfalls aufgetragen, die Republik und den Jedi-Orden zu informieren, dass mandalorianische Angreifer Zivilisten töten würden. Als daher eine Einsatzgruppe der Jedi unter der Führung von Dooku auf Galidraan eintraf, wurde sie zum Lager der Wahren Mandalorianer geschickt. Nur Jango Fett überlebte den Angriff der Jedi und wurde gefangen genommen. Danach wurde er dem Gouverneur übergeben und in die Sklaverei verkauft.[1]

Nach dem Krieg[Bearbeiten]

Jango Fett und Vizsla im Zweikampf

Vizslas Todeswache ging dank der Jedi siegreich aus dem Mandalorianischen Bürgerkrieg hervor. Als sich Vizsla mit seinem Kommandoschiff einige Zeit später auf dem Weg nach Corellia befand, wurde er überraschend angriffen. Er erkannte, dass es sich bei dem Angreifer um Jango Fett handelte, der von dem Sklavenschiff, auf dem er gefangen gehalten worden war, entkommen war. Mit dem Ziel, Rache an Vizsla zu nehmen und ihn endgültig auszuschalten, enterte Fett die Brücke von Vizslas Schiff und verwickelte Vizsla dort in einen Zweikampf. Da Fett beim Eindringen in das Schiff schwere Schäden verursacht hatte, drohte es abzustürzen. Vizsla ließ das Schiff daraufhin evakuieren. Es gelang ihm, Fett niederzuschlagen und an Bord einer Rettungskapsel zu flüchten. Sein Gegner folgte ihm jedoch. Nachdem die Kapsel auf Corellia gelandet war, setzten sie ihren Kampf im Freien fort. Es gelang Vizsla, Fett im Laufe des Kampfes zu verletzen, doch Fett traf im Gegenzug Vizsla mit einer Klinge am Bauch. Während Fett das Bewusstsein verlor, wurde der verwundete Vizsla von einer Gruppe Dire-Katzen angegriffen und getötet.[1]

Nach Vizslas Tod zerfiel die Todeswache und geriet bei weiten Teilen der Mandalorianer in Verruf. Allerdings blieben vereinzelte Mitglieder der Todeswache aktiv.[7] Als die Klonkriege ausbrachen, war die Organisation[8] unter einem weiteren Mitglied des Clans Vizsla[9] wieder erstarkt – Pre Vizsla rüstete die von den Neuen Mandalorianern als zerschlagen angesehene Todeswache versteckt auf Concordia auf, um ihre alten Ziele zu erreichen: Die Vernichtung der Neuen Mandalorianer und die Rückführung der Mandalorianer zu ihren früheren, kriegerischen Tugenden.[8]

Seine Pläne wurden zwar zunächst durch das Eingreifen von Herzogin Satine Kryze und dem Jedi Obi-Wan Kenobi vereitelt,[10] letztlich konnte er jedoch mit Darth Mauls Hilfe Mandalore mit der Todeswache übernehmen,[11] was die Mandalorianer in einen neuen Bürgerkrieg stürzte.[12]

Persönlichkeit und Fähigkeiten[Bearbeiten]

Tor Vizsla

Tor Vizlsa, dessen Vorname in Mando'a „Gerechtigkeit“ bedeutet,[13] galt als Egomane, der aufgrund seiner narzisstischen Persönlichkeit von sich selbst überzeugt war.[4] Er glaubte wie viele Mandalorianer, dass die Zukunft seines Volkes in den kriegerischen Traditionen der Vergangenheit lag;[2] insbesondere an den Eroberungsfeldzügen seiner Vorfahren hielt Vizsla fest, weshalb er die Eroberung fremder Planeten auch für die Todeswache zu einem Ziel setzte. Obwohl er sich selbst mit solchen Plänen Genugtuung schaffte, sicherte er sich damit auch die Unterstützung anderer Mandalorianer.[4] Damit einher ging seine Abneigung gegenüber den pazifistischen Neuen Mandalorianern, deren Zerschlagung er als einzigen Weg sah, die Ehre der mandalorianischen Clans wiederherzustellen.[2] Um seine Ziele zu erreichen, war Vizsla auch bereit, Opfer in Kauf zu nehmen. Auf Galidraan akzeptierte er den Tod von Frauen und Kindern, um den Jedi Beweise gegen die Wahren Mandalorianer zu liefern. Selbst der Sith-Lord Dooku bezeichnete ihn nach seinen Recherchen über die Vorfälle im Mandalorianischen Bürgerkrieg als barbarisch.[1] Aufgrund seiner Überzeugung war es zum Großteil auch seiner Ausstrahlung und seinem Willen zuzuschreiben, dass sich die untereinander zerstrittenen Mitglieder der Todeswache organisieren konnten und zusammenhielten.[4] Obwohl er oftmals die offene Konfrontation mied, war Vizsla ein fähiger Kämpfer, der im Umgang mit verschiedenen Waffen geübt war. Auch im unbewaffneten Kampf stellte er einen ebenbürtigen Gegner für Jango Fett dar. So prahlte er mit seiner Fähigkeit, die Kehle eines Mannes mit seinen bloßen Fingern öffnen zu können.[1]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

Der Star Wars-Autor W. Haden Blackman erschuf die Figur des Vizsla für den im Jahr 2002 erschienenen Comic Jango Fett – Die Jagd beginnt, in der er den Antagonisten zu Jaster Mereel und Jango Fett darstellte. Über Jahre hinweg wurde er als Vizsla in verschiedenen Sachbüchern aufgegriffen, doch erst 2009 erhielt er bei einer Erwähnung in dem Sachbuch The Essential Atlas den Vornamen „Tor“.