Olabrianische Trichine

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Olabrianische Trichine.jpg
Olabrianische Trichine
Allgemeines
Heimatwelt:

Olabria-System[1]

Klasse:

Insekten[2]

Lebensraum:

Lebende Wirtskörper[2]

Ernährungstyp:
  • Fleischfresser[2]
  • Blutfresser[3]
Lebenserwartung:

3 Wochen[2]

Beschreibung
Hautfarbe:

Grün-schwarze Längsstreifen[2]

Durchschnittliche Größe:

Wenige Zentimeter[2]

Die Olabrianische Trichine ist ein sich parasitär verhaltendes Insekt aus dem Olabria-System. Sie tötet ihren Wirt von innen, indem sie sich von seinen Bronchien zu seinem Herzen oder einer Hauptarterie frisst und so einen massiven Blutverlust verursacht. Das einzige bekannte Gegenmittel gegen einen Trichinenbefall ist reiner Sauerstoff. Der imperiale Gouverneur Wilek Nereus versuchte mehrfach, die Ssi-ruuk-Invasoren seiner Heimatwelt Bakura mit Trichinenlarven zu infizieren. Im Verlauf der Schlacht um Bakura misslang sein Vorhaben, den Jedi-Ritter Luke Skywalker mit Olabrianischen Trichinen zu töten.

Beschreibung[Bearbeiten]

Detailansicht des Mauls einer Olabrianischen Trinine

Die Olabrianische Trichine ist ein Insekt, das ausgewachsen etwa die Länge und Breite eines menschlichen Fingers erreicht. Sie hat einen grob strukturierten, wulstartigen Körper, der sich nach hinten hin verjüngt. Der längsseits grün und schwarz gestreifte Körper des Insekts endet in einer Spitze,[2] die den Eiablageapparat des Tiers bildet.[1] Mit ihren kurzen Beinen kann sich die Trichine über kurze Strecken auf ebenem Untergrund fortbewegen.[3] Die Insekten sind lichtscheu und haben ein primitives Kreislaufsystem.[2] Ein erwachsenes Tier legt in seinem etwa dreiwöchigen Leben zwischen zehn und zwölf Kokons, in denen sich je drei Eier befinden. Diese Kokons werden meist in reifenden Früchten abgelegt[3] und können mehr als fünf Jahre überdauern, ohne ihre Lebensfähigkeit zu verlieren. Als Parasiten befallen Olabrianische Trichinen nahezu alle höher entwickelten Spezies. Ihre wenigen natürlichen Feinde kommen weder in menschlichen noch in Ssi-ruuk-Körpern vor.[2] Wenn ein potentieller Wirt eine Frucht verzehrt, in der eine Trichine ihre Eier abgelegt hat, gelangt der Kokon in seinen Magen,[3] wo die Larven innerhalb der folgenden 14 Stunden schlüpfen. Dieser Prozess brachte den Tieren den Beinamen Vierzehn-Stunden-Larven ein.[2]

Sobald der Wirt schläft, beginnen die Larven, aus dem Magen in seiner Speiseröhre hinaufzukriechen,[1] um sich in der Lunge oder den Bronchien festzusetzen. Die feuchte Umgebung begünstigt das Wachstum der Larven. Innerhalb von ein bis zwei Tagen können sie deshalb scharfe, mandibelartige Kauwerkzeuge entwickeln, die es ihnen erlauben, sich durch die Bronchien durch den Wirtskörper zum Herzen oder einer großen Arterie hin durchzufressen.[3] Das starke Hungergefühl der Larve und ihre instinktive Suche nach dem Geruch von Blut bedingt,[2] dass sie stets die nächste größere Quelle von Hämoglobin als Zielorgan auswählt.[1] Vier bis sechs Stunden – abhängig von der allgemeinen physischen Konstitution des Körpers –, nachdem das Tier seine Kauwerkzeuge entwickelt hat, entwickelt der Wirt einen starken Hustenreiz.[2] Sobald es das Zielorgan erreicht hat, ernährt es sich vom Blut des Wirts und beginnt damit,[1] sich in einer großen Lache der langsam gerinnenden Körperflüssigkeit zu verpuppen.[2] Innerhalb der folgenden zwei Stunden setzen im Thorax des Wirts schwere innere Blutungen ein. Der massive Blutverlust verursacht nach kurzer Zeit seinen Tod. Der Zeitraum zwischen dem Verschlucken des Kokons und dem Tod des Infizierten beträgt zwischen 20 und 51 Stunden.[1] Nach kurzer Verpuppung schlüpfen die Larven und fressen sich als ausgewachsene Trichinen aus dem Wirtskörper heraus. Ab diesem Zeitpunkt sind die sich eingeschlechtlich vermehrenden Tiere vollständig fruchtbar.[3]

Das einzige bekannte Mittel gegen einen Befall mit Olabrianischen Trichinen ist das Einführen von reinem Sauerstoff in der Frühphase der Infektion.[3] Die abgetöteten Insekten[1] werden durch einen Hustenreiz des Wirtes wieder ausgestoßen.[3] Zur Entfernung von Trichinen eignet sich eine CD-12-Ausrüstung. Um die Tiere nachhaltig zu beseitigen, sollte dieses Gerät so lange benutzt werden, bis sich der Patient übergeben muss und dabei die Trichine ausspuckt.[2] Die Kokons und die Eier einer Olabrianischen Trichine sind aufgrund ihrer geringen Größe nur schwer aufzuspüren. Sobald die Tiere das Larvenstadium erreicht haben, sind sie mit geeigneter Scannerausrüstung lokalisierbar.[1] Allerdings werden die Tiere nur selten entdeckt, da die Infektion mit ihnen bis zur vollständigen Entwicklung ihrer Kauwerkzeuge völlig asymptomatisch verläuft.[3] Allein das Überleben einer Larve im Magen des Wirts genügt, um einen Humanoiden zu töten. Trichinen sind im Larvenstadium nicht übertragbar, doch besteht durch die exponentielle Vermehrungsrate der Insekten die Gefahr eines flächendeckenden pandemischen Befalls.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Der Kokon einer Olabrianischen Trichine

Die Olabrianische Trichine entwickelte sich auf den Planeten des Olabria-Systems. Zur Zeit des Galaktischen Bürgerkrieges standen die Insekten in dem Ruf, Populationen mit rückständiger Medizin schnell auslöschen zu können. Allerdings waren Kokons mit Trichineneiern aufgrund ihrer geringen Größe schwer zu finden und wurden daher nur selten von Händlern vertrieben.[1] Die Behandlungsweise bei Trichinenbefällen war der galaktischen Parasitologie bekannt.[2] Wilek Nereus, der imperiale Gouverneur des abgelegenen Planeten Bakura, beschäftigte sich aus wissenschaftlichem Interesse mit verschiedenen Parasiten der Galaxis. Unter den vielen von ihm erforschten parasitären Lebensformen war die Olabrianische Trichine sein Favorit. Er nahm daher eine Abhandlung, die auf die besonderen Vorzüge ihrer Verwendung als biologische Waffe einging, in seine persönlichen Aufzeichnungen zu seinen Forschungen auf.[1]

Nach dem ersten Versuch einer Invasion von Bakura durch die Ssi-ruuk im Jahr 4 NSY versuchte Nereus mehrfach, die Angreifer mit Olabrianischen Trichinen zu infizieren, indem er einige seiner eigenen Soldaten Trichineneier schlucken ließ und dafür sorgte, dass sie in Gefangenschaft der reptilischen Spezies gerieten. Allerdings scheiterte sein Vorhaben, da die Ssi-ruuk ihre Gefangenen sofort technisierten und ihre Körper vernichteten, sodass sich die Trichinen nicht voll entwickeln und ausbreiten konnten. Als die Rebellen-Allianz kurz darauf einen Kampfverband unter der Führung des Jedi Luke Skywalker nach Bakura entsandte, um den Planeten im Kampf gegen die Invasoren zu unterstützen, entwickelte Nereus den Plan, Skywalker mit Olabrianischen Trichinenlarven zu infizieren und zu einem Gefangenen der Ssi-ruuk zu machen. Die Invasoren strebten danach, ein machtempfängliches Wesen zu technisieren, und boten Nereus im Gegenzug an, Bakura zu verschonen. Der Gouverneur hoffte, dass Skywalker als Gefangener der Invasoren lange genug am Leben gelassen werden würde, damit eine Brut ausgewachsener Trichinen in ihm heranreifen könne. Da ihm kein natürlicher Feind der Insekten im Körper der Reptilien bekannt war, rechnete er mit einer pandemischen Verbreitung der Trichinen unter den Ssi-ruuk, die die gesamten Invasorenstreitkräfte töten. Sollte Skywalker nicht an Bord des Ssii-ruu-Flaggschiffs Shriwirr gelangen, überlegte Nereus, den Jedi sofort vernichten zu lassen, um eine planetenweite Verseuchung zu verhindern. Dabei hoffte er darauf, dass Skywalker in seinem Idealismus selbst mitwirken würde, um die Infizierung von Bakura zu unterbinden.[2]

Als Nereus erfuhr, dass die Senatorin Gaeriel Captison den Jedi besucht hatte, ließ er in der Folge ihre Kommunikation überwachen. Dabei stellte er eine übergroße Essensbestellung fest. Da er vermutete, dass die Senatorin den Jedi später zum Essen einladen würde, ordnete Nereus an, in dem Essen einen Kokon von Trichinen unterzumischen. Auf diese Weise gelang es ihm, Skywalker mit zwei Eiern und Captison mit einem zu infizieren. In einer Taktikbesprechung am folgenden Tag ließ Nereus Skywalker heimlich medizinisch überprüfen. Dabei entdeckte er die zwei Larven in seinen Bronchien, die damit begannen, Kauwerkzeuge zu entwickeln. Wenige Stunden nach dieser Zusammenkunft wurde Skywalker im Raumhafen der Hauptstadt Salis D’aar von den Ssi-ruuk Firwirrung und Sh’tk’ith gefangen genommen, während Captison bewusstlos geschlagen und nach der Flucht der Invasoren von imperialen Streitkräften zu Nereus gebracht wurde. In seinem Büro erläuterte er der Senatorin seinen Plan zur Infizierung der Invasoren und ließ die inzwischen im voll entwickelten Larvenstadium befindliche Trichine mit einer CD-12-Ausrüstung aus Captisons Bronchien entfernen. Skywalker konnte die Shriwirr gemeinsam mit Dev Sibwarra, einem machtempfänglichen Gefangenen der Ssi-ruuk, kampfunfähig machen und die an Bord verbliebenen Invasoren zur Flucht zwingen. Kurz bevor er bewusstlos wurde, gelang es ihm mithilfe der Macht, die Trichinen in seinen Bronchien zu lokalisieren und unter Einsatz der Macht zu entfernen. Als Skywalker nach Bakura zurückkehrte, versuchte Nereus, ihn zu erschießen, da er glaubte, der Jedi würde noch immer zwei Trichinen in seinem Körper tragen und durch seine Anwesenheit die Bevölkerung von Bakura infizieren. Allerdings warf Skywalker den Blasterschuss mit seinem Lichtschwert auf den Gouverneur zurück und tötete ihn so.[2]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

Die Olabrianische Trichine erschien erstmals in dem Roman Der Pakt von Bakura. Reale Trichinen sind eine Gattung parasitärer Fadenwürmer, die eine Trichinellose – eine parasitäre Erkrankung, bei der sich die Schädlinge im menschlichen Körper stark vermehren und dadurch nachhaltig innere Organe schädigen – hervorrufen können.