Rhad Tarn

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Rhad Tarn.jpg
Rhad Tarn
Beschreibung
Spezies:

Mensch[1]

Geschlecht:

männlich[1]

Hautfarbe:

Hell[1]

Haarfarbe:

Braun[1]

Augenfarbe:

Blau[1]

Biografische Informationen
Todesdatum:

22 VSY, Ruul[1]

Beruf/Tätigkeit:

Jedi[1]

Zugehörigkeit:

Jedi-Orden[1]

Rhad Tarn war ein Mensch, der während der Klonkriege das Oberhaupt einer Gruppe von Jedi bildete, die die Auffassung vertrat, der Orden sollte nicht für die korrupte Galaktische Republik, sondern für die Konföderation unabhängiger Systeme kämpfen. Drei Monate nach dem Beginn des Krieges traf sich Tarn mit mehreren Jedi, die dem Aufruf zum Eingreifen in den Krieg nicht gefolgt waren – darunter auch der Schwertmeister Sora Bulq – sowie dem Jedi-Ratsmitglied Mace Windu auf Bulqs Anwesen auf dem Mond Ruul, um dort über eine mögliche Rückkehr der Abweichler in den Orden zu diskutieren. Nach einem ersten Meinungsaustausch wurde Bulq scheinbar von der Dunklen Jedi Asajj Ventress angegriffen. Tarn, der Windu verdächtigte, mit Ventress zu kooperieren, wurde während eines Lichtschwertkampfes mit ihr auf die Dunkle Seite verführt. Daraufhin griff er die Jedi-Meisterin Sian Jeisel an, die ihn in Notwehr mit ihrem Lichtschwert tötete.

Biografie[Bearbeiten]

Rhad Tarn wurde aufgrund seiner Begabung im Umgang mit der Macht in den Jedi-Orden aufgenommen. Als Padawan verbrachte er viel Zeit auf Missionen in den Grenzbereichen der Galaktischen Republik. Tarn gewann dabei den Eindruck, dass sich der Senat auf Coruscant nicht um die Probleme der Bevölkerung des Randes – die Sklaverei, illegale Gefängnisse oder die Arbeit in Gewürzminen – kümmerte, sondern lediglich an der eigenen Bereicherung interessiert war. Zu Beginn der Klonkriege zwischen der Republik und der Konföderation unabhängiger Systeme hatte Tarn den Rang eines Jedi-Ritters erreicht. Anstatt dem Aufruf des Jedi-Rates zu folgen und die Große Armee der Republik als Jedi-General mit zu befehligen, distanzierte sich Tarn von seinem Orden. Aufgrund seiner Erfahrungen vertrat er die Meinung, die Jedi würden sich selbst durch ihre Anbindung an die korrupte Republik Schande bereiten und sollten stattdessen für die Separatisten kämpfen, um die Republik zu stürzen. Mit seiner Ansicht konnte Tarn andere Jedi mit ähnlichen Zweifeln um sich zu scharen. Da der Jedi-Orden in den ersten drei Kriegsmonaten zahlreiche seiner Mitglieder verlor, fehlten ihm dringend benötigte Befehlshaber. Zudem ließ eine drohende Spaltung des Ordens die Jedi nach außen schwach erscheinen. Dem Jedi-Rat war daher daran gelegen, ein Schisma des Ordens zu verhindern und abweichlerische Jedi davon zu überzeugen, doch Verantwortung als Jedi-Generäle zu übernehmen. Zu den Jedi, die sich geweigert hatten, der Republik weiter zu dienen, gehörte auch der bekannte Schwertmeister Sora Bulq, der insgeheim von dem Sith-Lord Dooku, dem Anführer der Separatisten, auf die Dunkle Seite gelockt worden war und den Jedi-Orden spalten wollte. Bulq stellte sein Familienanwesen auf dem Mond Ruul als Ort für ein Zusammentreffen zur Verfügung, bei dem Tarn und die Anführer drei weiterer, ähnlich gesinnter Splittergruppen – der Whiphid K’Kruhk, die Devaronianerin Sian Jeisel und Mira – zusammenkommen wollten. Auf Wunsch des Jedi-Großmeisters Yoda und des Ratsmitglieds Mace Windu nahm der Jedi-Meister Quinlan Vos Kontakt zu den vier Anführern auf. Tarn und die anderen drei stimmten einer Beteiligung eines Vertreters des Jedi-Rates bei ihrem Treffen unter der Bedingung zu, dass Windu die Angelegenheiten des Ordens vertrat.[1]

Tarn verfällt im Duell mit Ventress der Dunklen Seite.

Nach Windus Ankunft auf Ruul brachte der Gastgeber Mira und Tarn zu ihm und den beiden Jedi K’Kruhk und Jeisel. Nachdem Mira dem Ratsmitglied ihre Ansichten vorgetragen hatte, ergriff Tarn das Wort und erklärte, dass er glaubte, die Jedi stünden auf der falschen Seite des Konflikts. Windu erklärte ihm daraufhin, dass auch der Rat über diese Fragen nachdachte, fragte die anderen Jedi aber auch, ob sie tatsächlich glaubten, eher die nötige Weisheit für eine Lösung der Probleme zu besitzen als beispielsweise Yoda. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit schlug Bulq kurz darauf vor, die Gespräche am nächsten Tag fortzuführen. Während Bulq Windu zum Hauptgebäude führte, blieben die vier anderen zurück. Tarn betonte dabei sein Misstrauen gegenüber Windu, den er verdächtigte, die Gedanken der Jedi kontrollieren zu wollen. K’Kruhk, der Windu als ehrenwerten Mann einschätzte, hielt diese Anschuldigung aber für unbegründet. Nachdem sich auch Mira und Jeisel eher skeptisch über die anstehenden Diskussionen geäußert hatten, trennten sich die Jedi und Tarn ging schlafen. Bulq wurde wenig später von der Dunklen Jedi Asajj Ventress, einer weiteren Agentin von Dooku, angegriffen und in einen Scheinkampf verwickelt. Als Mira, Bulqs ehemalige Padawan, eine Erschütterung der Macht spürte, eilte sie ihrem Meister zu Hilfe und warnte die anderen Jedi vor der Attentäterin. Bevor Tarn, K’Kruhk und Jeisel ihr beistehen konnten, tötete Ventress Mira jedoch. Auch gegen Tarn und die beiden anderen Jedi behielt Ventress die Oberhand. Als Windu dazukam, stellte sich die Dunkle Jedi als Dienerin des Ratsmitgliedes vor und ergriff dann die Flucht. Tarn beschuldigte Windu sofort der Kooperation mit Ventress und ließ sich dabei auch nicht von Bulq beruhigen. Er argumentierte, dass ohne Bulqs Kenntnis kein Schiff auf dem Anwesen hätte landen können und die Attentäterin deshalb mit Windu, der als Letzter angekommen war, angekommen sein musste. Das Ratsmitglied wies diese Anschuldigung zurück und verließ die anderen Jedi, um Ventress zu folgen. Tarn bezichtigte den Jedi-Meister weiterhin der Lüge und brach trotz K’Kruhks Einwänden auf, um Windu und Ventress aufzuspüren und Beweise für ihre Zusammenarbeit zu finden.[1]

Als Tarn Ventress in seiner Nähe spüren konnte, forderte er sie auf, sich aus ihrer Deckung zu begeben. Die Dunkle Jedi verwickelte den Jedi-Ritter daraufhin in ein Lichtschwertduell. Während des Schlagabtausches verspottete sie ihn aufgrund seiner Unterlegenheit und versetzte ihn mehr und mehr in Zorn. Sie forderte ihn auf, seinen Zorn zu benutzen und sich ihr anzuschließen. Die gleichzeitig dazukommenden Jeisel und K’Kruhk warnte ihn, Ventress’ Worte zu ignorieren, doch als sie ihn spöttisch dazu beglückwünschte, wieder eine schwache Marionette der Republik zu werden, aktivierte Tarn sein Lichtschwert und griff Jeisel an. Sie versuchte vergelich, ihn von der Dunklen Seite abzubringen. Mithilfe eines Machstoßes warf er die devaronianische Jedi-Meisterin zu Boden und setzte dazu an, sie mit seinem Lichtschwert zu töten.[1] Da Jeisel keine andere Wahl mehr hatte, um ihn aufzuhalten,[2] rief sie ihr Lichtschwert mithilfe der Macht zu sich und tötete den siegessicheren Tarn mit einem diagonalen Schlag durch den Bauch. Windu fand durch Tarns Hinweis, dass niemand unbemerkt auf dem Grundstück landen konnte, heraus, dass Bulq die anderen verraten hatte, setzte den Weequay in einem Lichtschwertkampf außer Gefecht und kam K’Kruhk und Jeisel zu Hilfe, die gegen Ventress kämpften. Das Ratsmitglied konnte die Dunkle Jedi in die Flucht zu schlagen und mit den beiden Jedi von Ruul fliehen. Daraufhin bat das Ratsmitglied die beiden überlebenden Jedi, ihm zu helfen, ihre Anhänger und die von Tarn und Mira aufzusuchen, damit er diese vor Bulq erreichen und von dessen Seitenwechsel berichten konnte.[1]

Persönlichkeit und Fähigkeiten[Bearbeiten]

Tarn wird von Jeisel getötet.

Die zahlreichen Missionen in den Randbereichen der Republik während seiner Zeit als Padawan prägten Rhad Tarns Meinung, da er Problemen wie des Sklavenhandels, illegaler Gefängnisse und der Arbeit in den Gewürzminen gewahr wurde, die die Republik und deren Senatoren ignorierten, solange sie selbst über genügend Finanzmittel verfügten. Er sah es als Schande für die Jedi an, dass sie die Regierung aktiv unterstützen und ihr sogar als Vollstrecker während der Klonkriege dienten. Daher vertrat er die Meinung, der Jedi-Orden sollte an der Seite der Separatisten kämpfen, um die Republik zu stürzen. Ihm gelang es in den Monaten nach dem Ausbruch des Krieges, mehrere Anhänger mit ähnlichen radikalen Ansichten um sich zu sammeln.[1]

Während der Gespräche auf Ruul zeigte sich Tarn Windu gegenüber von Beginn an ablehnend. Er vermutete sogar, Windu könne versuchen, die Gedanken der anderen Jedi zu manipulieren. Als Ventress Bulq und Mira angriff, war er trotz der Unterstützung von K’Kruhk und Jeisel der Attentäterin im Lichtschwertkampf unterlegen. Deren Behauptung, sie würde mit Windu kooperieren, schenkte er jedoch Gehör und bezichtigte den Jedi-Meister offen zu lügen und mit Ventress zusammenzuarbeiten. Daher entschloss er sich, den beiden zu folgen, um seine Vermutungen beweisen zu können. Als er Ventress aufspürte und diese ihn im Lichtschwertkampf vorführte, wurde Tarn von seinem Zorn übermannt und ließ sich von ihr dazu manipulieren, die Dunkle Seite einzusetzen und sich gegen die anderen Jedi zu wenden. Insbesondere die Vorstellung, erneut ein machtloser Handlanger der Republik zu werden, trieb ihn zu dieser Entscheidung. Trotz Jeisels Bemühungen, ihn von der Dunklen Seite abzubringen, ließ sich Tarn nicht umstimmen. Er war sogar willens, die Jedi-Meisterin zu töten, da er sich sicher war, dass er damit seine eigene Entscheidung traf. Er verkannte dabei jedoch, dass seine Gegnerin ihre Waffe mithilfe der Macht zu sich rufen und ihn niederstrecken konnte.[1]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,00 1,01 1,02 1,03 1,04 1,05 1,06 1,07 1,08 1,09 1,10 1,11 1,12 1,13 JediSezession
  2. The Complete Star Wars Encyclopedia (Band III, Seite 221f., Eintrag: Tarn, Rhad)

  • Rhad Tarn wurde für die Comicgeschichte Sezession entworfen, in der er die Rolle eines der vier dem Krieg gegenüber skeptischen Anführer abweichlerischer Jedi einnimmt. Tarn ist hierbei der radikalste Vertreter, der die Republik ablehnt und stattdessen sogar für die Separatisten kämpfen will.
  • In dem Roman Yoda – Pfad der Dunkelheit wird der Jedi Eremin Tarn erwähnt, der sich Sian Jeisel und deren Splittergruppe angeschlossen hat. Da zum Zeitpunkt des Romans Jeisel aber wieder dem Jedi-Orden angehört und Rhad Tarn ebenfalls namentlich in dem Roman erwähnt wird, ist es unwahrscheinlich, dass es sich hierbei um eine Namensverwechslung handelt.