Seyugi-Derwische

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Razi Khan.jpg
Seyugi-Derwische
Allgemeines
Gründer:

Karrh[1]

Anführer:

Razi Khan[2]

Sitz:
Rolle:

Kult machtnutzender Attentäter[2]

Die Seyugi-Derwische waren ein Attentäterkult, dessen Anhänger ihre Fähigkeiten im waffenlosen Nahkampf durch ihre Verbindung zur Macht zu einer Kunstform entwickelten. Ihre Tradition ging aus dem Zusammenschluss machtsensitiver Krieger aus dem geächteten Nomadenstamm der Seyugi hervor. Die zumeist in den Kernwelten aktiven Attentäter nahmen vor allem Aufträge zur Eliminierung prominenter Zielpersonen an. Obwohl es dem Jedi-Orden gelang, den Kult beinahe vollständig zu vernichten, überdauerte eine Zelle im Karbonitschlaf unter einem Kloster auf dem Planeten Recopia.

OrganisationBearbeiten

Der Kampfstil der Seyugi-Derwische war auf die Nähe des Anwenders zu seinem Gegner ausgelegt. Die Derwische studierten die Anatomie zahlreicher Spezies, um mit Angriffen auf die zentralen Nervenstränge ihrer Gegner möglichst effektive Verletzungen hervorrufen und sie mit einer Abfolge schneller, taktisch gesetzter Attacken kampfunfähig machen zu können. Ein Meister dieser Formen war in der Lage, eine Gruppe von Gegnern innerhalb von wenigen Sekunden zu töten. Beobachter beschrieben die verwirrenden, wirbelartigen Bewegungen[1] ihrer zu einer Kunstform erhobenen Fertigkeiten[4] als einen Tanz des Todes. Die Seyugi-Derwische waren in der Lage, ihre Talente im waffenlosen Nahkampf und im verdeckten Vorgehen durch ihre Empfänglichkeit für die Macht zu erweitern.[1] Die Macht stellte für sie ein Mittel dar,[2] um ihren Körper zu einer Waffe zu entwickeln.[1] Die am besten mit der Macht vertrauten Anhänger des Kults waren in der Lage, sich für kurze Zeit mit Macht-Geschwindigkeit fortzubewegen.[2] Obwohl die Derwische keine Vertreter des von den Jedi verfolgten Ansatzes waren, die Macht zur Wahrung des Friedens einzusetzen, sahen sie sich auch nicht als Anhänger der Dunklen Seite, da ihr Einsatz von Gewalt nicht von Macht, sondern von Gier und persönlichem Erfolg motiviert wurde. Mithilfe der Macht waren die Attentäter in der Lage, unbemerkt in streng bewachte Orte einzudringen und Zielpersonen schnell und leise auszuschalten. Wenn ihre Mission keine besondere Ausrüstung erforderte, verließen sich die Attentäter auf ihre Fähigkeiten im waffenlosen Nahkampf, anstatt sich mit Waffen durch das Auslösen von Sensoren oder die Verursachung von Lärm zu verraten.[1] Dazu waren sie auf ein geduldiges, nach außen emotionsloses Verhalten angewiesen. Zu ihrer traditionellen Ausrüstung gehörte ein roter Mantel und eine weiße Maske,[2] die die Identität ihres Trägers verbergen und seine Gegner mit ihrem Aussehen einschüchtern sollte.[1] Razi Khans Maske verfügte deshalb über die stilisierte Zeichnung eines Rancormauls.[2]

Die Seyugi-Derwische arbeiteten für jeden Auftraggeber, der ihre hohen Honorarforderungen bezahlen konnte. Dafür konnte er mit einer schnellen und diskreten Erledigung seines Anliegens – zumeist der Eliminierung von Adeligen, Unternehmensvorstehern und anderen prominenten Individuen – rechnen. Obwohl sich die meisten ihrer Aktivitäten auf die Kernwelten konzentrierten, nahmen die Derwische Aufträge in der gesamten Galaxis an. Dazu unterhielten sie Stützpunkte auf beinahe jedem wichtigen Planeten im Kern und mehrere Außenposten im Mittleren Rand. Die Attentäter führten ihre Missionen im Regelfall allein aus und schlossen sich nur für besonders anspruchsvolle Aufträge mit anderen zusammen. Außerdem griffen sie für bestimmte Einsätze auf die Hilfe von Hackern oder Sprengstoffexperten zurück. Die angeworbenen Personen wussten meist nicht, für wen sie tatsächlich arbeiteten, und wurden nach dem Ende des Auftrags getötet, damit sie die Identität ihrer Auftraggeber nicht verraten konnten. Die Derwische spürten potenzielle Anwärter, Angehörige aller Spezies und Geschlechter, im Säuglingsalter auf, wenn sie noch nicht durch die Erziehung ihrer Eltern beeinflusst worden waren. Das machtsensitive Kind wurde von einem Anhänger des Ordens entführt und in einen der Tempel des Kults gebracht. Nach den ersten 15 Jahren seiner Ausbildung wurde ein Novize auf seine erste eigene Mission entsandt. Dabei stand er unter der Aufsicht eines Meisters, der die Situation von außen beobachtete und Hinweise auf das Attentat entfernte, wenn der Schüler Fehler beging. Nach dem Ablegen des Novizenstatus stand es einem Derwisch frei, sich frei durch die Galaxis zu bewegen. Seine Befehle erhielt er über verschlüsselte Nachrichten oder durch Kommunikation in der Macht.[1]

GeschichteBearbeiten

Die Tradition der Seyugi-Derwische entwickelte sich im Zeitraum zwischen 25.000 und 22.000 VSY auf dem Planeten Seyugi in den Kernwelten.[3] Die Seyugi waren ein Nomadenvolk, das von den anderen Bewohnern seiner Heimatwelt als Verbrecher geächtet wurde. Einem Anführer der Seyugi, dem machtsensitiven Karrh, gelang es jedoch, Krieger aus mehreren Stämmen zu vereinen, die ebenfalls für die Macht empfänglich waren, und sie zu effizienten und diskreten Attentätern auszubilden. Die ersten Missionen unternahmen Karrhs Anhänger aus Rache an denen, die die Seyugi seit Generationen verunglimpft hatten. Der Kult breitete sich über die gesamte Galaxis aus. Der Großteil seiner Aufträge richtete sich gegen prominente Individuen aus der Elite der Kernwelten. Da die Attentäter außerdem Gerüchte über ihre Taten verbreiteten, reichte die Nennung ihres Namens[1] oder der Anblick ihrer berüchtigten Rüstung, um die Angehörigen der gehobenen Schichten des Kerns einzuschüchtern.[2] Die tanzähnlichen Bewegungen ihrer einzigartigen Kampfkunst brachten ihnen die Bezeichnung als Derwische ein.[1] Die Seyugi-Derwische, die für die Ausführung ihrer Auftragsmorde auf ihre von der Macht unterstützten Fähigkeiten zur Tarnung zurückgriffen, etablierten sich als Zusammenschluss fanatischer Attentäter.[2] Ihre Tradition wurde über die Zeit von vielen Macht-Jüngern geprägt, die ein über ihr Dogma hinausgehendes Verständnis für die Macht erlangten und die Gebräuche ihres Kultes nachhaltig veränderten.[5] Obwohl sich die Derwische nie als Anhänger der dunklen Seite der Macht betrachteten, standen sie aufgrund ihrer Rolle als für Profit arbeitende Attentäter oft im Dienst von Macht-Nutzern, die ihre Fähigkeiten für ihre Zwecke ausnutzen wollten.[1] Der Sith-Lord Darth Bane schrieb in seinem Manifest Die Regel der Zwei den Rat an seine Nachfolger nieder, jeden in ihren Dienst zu stellen, der ihnen zur Erweiterung ihrer Fähigkeiten nutzen konnte. Er nannte die Ailon-Nova-Garde, die Morgukai und die Seyugi-Derwische als Beispiele für machtbasierende Orden, die den Kampf zu einer Kunstform entwickelt hatten und ihnen bei der Verbesserung ihrer Kampfausbildung nützlich sein konnten. Er stellte es ihnen sogar frei, einen Anhänger dieser Traditionen als Schüler in Betracht zu ziehen.[4]

Als die Jedi auf die Seyugi-Derwische aufmerksam wurden, begannen sie damit, die Attentäter sowie ihre zahlreichen Stützpunkte in der Galaxis auszuschalten und so die von ihnen ausgehende Bedrohung zu beenden. Nach einer mehrere Jahrzehnte andauernden Jagd glaubte der Jedi-Orden, den berüchtigten Kult vernichtet zu haben. Allerdings zogen sich die letzten noch lebenden Derwische, eine Zelle von mehreren hundert ihrer Anhänger, in eine geheime Tempelfestung auf Recopia zurück,[1] eine schwach besiedelte Kernwelt ohne natürliche Ressourcen.[2] Sie begaben sich in den unterirdischen Kammern unterhalb des Tempels in einen Kälteschlaf in Karbonit, in der Hoffnung, eines Tages ihre alte Rolle in der Galaxis wieder einnehmen zu können. Aus der Tradition der Seyugi-Derwische ging der Mönchsorden der exzentrischen Mallif hervor, der seine Philosophien durch die illegale Übernahme von HoloNetz-Übertragungen verbreitete.[1] Die religiösen Einsiedler vergaßen die Geschichte ihrer Vorgänger.[2] Die wenigen ihrer Anhänger, die von dem Geheimnis der im Kälteschlaf wartenden Attentäter wussten, halfen dabei, die Festung bis zu ihrem Erwachen zu erhalten.[1] Ein Teil der Derwische, der von den Mönchen aufgeweckt wurde, überwältigte die Gläubigen, war jedoch nicht in der Lage, die Tore zu den Kammern der anderen zu öffnen. Daraufhin begaben sie sich mit ihrem neuen Anführer Razi Khan auf den nahegelegenen Planeten Scapio. Allerdings verhielten sich die Derwische nach ihrem 500 Jahre andauernden Kälteschlaf gereizt und aggressiver als zuvor. Sie landeten mitten auf der Straße, provozierten eine Auseinandersetzung mit den lokalen Strafverfolgungsbehörden und nahmen einen Hacker in Gewahrsam, um die Tore der Tempelfestung zu öffnen. Allerdings verfolgte eine Gruppe von angeworbenen Sicherheitsleuten die Attentäter nach Recopia, um eine Rückkehr der Seyugi-Derwische zu verhindern.[2]

QuellenBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  • Die Seyugi-Derwische wurden in dem Sachbuch Coruscant and the Core Worlds als neue Prestigeklasse für das Star-Wars-Rollenspiel eingeführt. Der Beiname des Attentäterkults lehnt sich an den islamischen, strenge Disziplin und Askese praktizierenden Orden der Derwische an, der einen ekstatischen rituellen Tanz praktiziert.
  • Das Sachbuch Jedi Academy Training Manual behauptet, die Derwische würden aus dem von Recopia stammenden Nomadenvolk der Seyugi hervorgehen. In The Essential Atlas wird dagegen erklärt, dass der Kult zwischen 25.000 und 22.000 VSY auf dem Planeten Seyugi entstanden ist. Dieser Sachverhalt wird von der Darstellung in Coruscant and the Core Worlds unterstützt, der zufolge die Zitadelle der Attentäter auf Recopia nur einer ihrer zahlreichen Außenposten ist. Dieser Artikel versucht, die beiden sich widersprechenden Aussagen über die Entstehungsgeschichte soweit wie möglich zu verbinden.