Dejarik

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Chewbacca und C-3PO bei einem Dejarikspiel

Dejarik war ein weit verbreitetes schachähnliches Holo-Brettspiel, welches es seit der Zeit der Republik gab. Die Spielfiguren waren teils reale und teils mythologische Kreaturen acht verschiedener Spezies und wurden als Hologramm auf den Spieltisch projiziert. Bei einem gelungenen Zug wurde dann eine der Figuren des Gegners von der eigenen Figur auf brutale Weise geschlagen, was holografisch animiert wurde. Besonders Raumpiloten legten sich die Spiele zu, um die Zeit auf langen Reisen mit dem Raumschiff überbrücken zu können. Wookiees waren als Dejarikspieler berüchtigt dafür, schlechte Verlierer zu sein.

Liste der Spielfiguren[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Ein Dejarik-Spielbrett.

Dejarik war ein weit verbreitetes Holospiel mit komplexen strategischen Grundzügen. Dabei wurden primitive Lebewesen als holografische Spielfiguren auf einen Spieltisch projiziert.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Spiel wurde kurz vor dem Fall der Galaktischen Republik von dem Unternehmen Dejarik Entertaiment Company auf Basis von mehreren ähnlichen Strategiespielen entwickelt und hergestellt. Als Spielfiguren sollten dabei erstmals echte mythische Lebewesen eingesetzt werden, die von unterschiedlichen Kulturen stammen. Bevor Dejarik veröffentlicht werden konnte, wurde der Hersteller zunächst in viele Rechtsstreitigkeiten gezogen, da Politiker, Sekten und Tierschutzverbände gegen lebendige Spielfiguren protestierten. Nach vier Jahren und kostspieligen Prozessen konnte schließlich eine Einigung erzielt und Dejarik mitsamt lebendigen Primaten veröffentlicht werden.

Das Spiel wurde zu einem durchschlagenden Erfolg und es bildete sich sogar ein Wettbewerb für erfahrene Spieler, die galaktische Liga für Dejarik-Holospiele. Besonders Raumpiloten legten sich die Spiele zu, um lange Reisen mit dem Raumschiff überbrücken zu können. Ein bekannter und ausgesprochen begabter Dejarik-Spieler war der Wookiee Chewbacca, der auf dem Millennium Falken als Kopilot von Han Solo tätig war. Zwar war er ein geschickter Stratege und häufiger Gewinner eines Dejarik-Duells, doch war er ein schlechter Verlierer und reagierte wütend und verärgert auf seine siegreichen Gegenspieler.

Die Dejarik-Spielfiguren waren im einzelnen der Mantellianische Savrip, Houjix, Ghhhk, Ng'ok, die K'lor-Schnecke, der Kintanische Strider und der Socorranische Monnok. Diese wurden in komplizierten Regeln gezogen, bis der Spieler gewann, der seine Figuren strategisch geschickt einsetzt und deren Stärken optimal ausnutzte.

Quellen[Bearbeiten]

Entstehungsgeschichte[Bearbeiten]

Dejarik kann als Star-Wars-Version von Schach aufgefasst werden, es gibt allerdings auch innerhalb des Star-Wars-Universums eine Spielart namens Schach. Die Animationskünstler Phil Tippett und Jon Berg waren während der Produktion von Episode IV – Eine neue Hoffnung für die Animation der Dejarik-Figuren verantwortlich. Die Szene wurde mittels des aufwändigen Stop-Motion-Verfahrens umgesetzt. Hierbei werden die zu animierenden Objekte fotografiert, anschließend geringfügig bewegt und erneut fotografiert. Die Abfolge der Einzelbilder in der richtigen Bildwiederholungsrate ergibt die fertige Animation, ähnlich eines Daumenkinos. Regisseur George Lucas wandte sich sehr spät in der Produktion an Phil Tippett und Jon Berg, um das Dejarik-Spiel animieren zu lassen. So arbeiteten sie bis tief in die Nacht, um die wenige Sekunden lange Sequenz rechtzeitig fertigzustellen, während ihre ILM-Kollegen bereits das Ende der Dreharbeiten feierten. Der ursprüngliche Produktionsplan sah vor, die Szene mit Schauspielern zu drehen, die Masken und Turnanzüge tragen sollten.[1]

Im 2015 erschienen Film Episode VII – Das Erwachen der Macht gibt es als Anspielung ebenfalls eine kurze Dejarik-Szene im Gemeinschaftsraum des Millennium Falken. Die Bewegung der Figuren ist dabei eine genaue Fortführung der ursprünglichen Animation von Episode IV – Eine neue Hoffnung. Da sich die Originalfiguren aufgrund jahrzehntelanger Lagerung in einem desolaten Zustand befanden, wurden diese am Computer neu modelliert und mithilfe eines 3D-Druckers erstellt. Umgesetzt wurde die Animation von zwei Mitarbeitern von Tippett Studio, einer von Phil Tippett gegründeten Spezialeffektefirma. Obwohl die Szene mit den verfügbaren technischen Mitteln vollständig am Computer hätte realisiert werden können, entschieden sich die Verantwortlichen bewusst für das aufwändige und langwierige Stop-Motion-Verfahren, um eine Analogie zur Originalszene aus Episode IV herzustellen.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]