Trockenlegung von Gholondrein-Beta

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Die Trockenlegung von Gholondrein-Beta war eine Gräueltat, die das Galaktische Imperium im Jahr 10 VSY an den Bewohnern des Planeten Gholondrein-Beta verübte. Seit der Gründung des Imperiums passte sich die republiktreue Randwelt nur langsam an die Neue Ordnung an. Als eine Gruppe lokaler Wissenschaftler eine Reihe regierungskritischer Publikationen gegen das imperiale Regime veröffentlichte, ordnete der Imperator Palpatine an, durch die Zerstörung des dortigen Ökosystems ein Exempel an Gholondrein-Beta zu statuieren. Nachdem das gesamte Wasser der Randwelt von imperialen Frachtern abtransportiert worden war, setzte das Imperium eine genetisch modifizierte ithorianische Tausendfüßlerspezies auf Gholondrein-Beta aus. Die Insekten gruben die Erdkruste auf und füllten die Bohrlöcher mit einem toxischen Sekret, das den Planeten für Jahrhunderte unbewohnbar machte. Die Bewohner von Gholondrein-Beta flohen daher auf andere Welten des Systems.

Vorgeschichte[Bearbeiten]

Im Jahr 19 VSY gestaltete der Oberste Kanzler Palpatine die Galaktische Republik in das erste Galaktisches Imperium um und rief die Neue Ordnung aus, die die Agenda eines chauvinistischen, humanozentrischen Weltbildes und der Festigung der imperialen Herrschaft galaxisweit durchsetzen sollte. Damit ging eine starke Beschränkung der kulturellen und wissenschaftlichen Entwicklung auf dem imperialen Hoheitsgebiet einher. Während die Kernwelten, in denen die menschliche Hochkultur schon seit Jahrtausenden als soziale Norm galt, die imperialen Umstrukturierungen begierig umsetzten, standen entlegenere Welten, die meist von Ausgestoßenen und nichtmenschlichen Spezies bevölkert wurden, der Neuen Ordnung kritisch gegenüber. Bis zur Gründung der Rebellen-Allianz durch idealistische Kernwelten-Senatoren wie Bail Organa von Alderaan und Mon Mothma von Chandrila verfügten die Welten des galaktischen Randes kaum über Fürsprecher in den Zentren der imperialen Macht, sodass das Imperium seine Agenda dort fernab von Korrespondenten kritischer Holomedien mit Gewalt durchsetzen konnte. Der Planet Gholondrein-Beta, eine Welt im südlichen Teil des Mittleren Randes,[1] war für seine vielen Gelehrten und Philosophen bekannt.[2] Da der Planet vor der Ausrufung des Imperiums über starke Bindungen zur Galaktischen Republik verfügt hatte, behinderten die politischen Führer des Planeten die Anpassung ihrer Welt an die Neue Ordnung.[3] Die Treue der an den Küsten und im Binnenland der Randwelt angesiedelten Staaten von Gholondrein-Beta galt auch neun Jahre nach der Gründung des Imperiums noch dem demokratischen System der Republik.[4] Als erstmals Details über imperiale Gräueltaten bekannt wurden, zeigten sich akademische Kreise in der ganzen Galaxis erschüttert über die Vorgehensweise des Regimes, jedoch wagten es nur wenige Wissenschaftler, offene Kritik an der Regierung zu üben, um nicht selbst zum Ziel einer Vergeltungsaktion zu werden.[2] Allerdings hielten die Gelehrten von Gholondrein-Beta die Verbreitung von Wahrheit unabhängig von politischem Druck für die oberste Verpflichtung aller vernunftbegabten Wesen.[1] Daher veröffentlichte eine Gruppe von gholondreinischen Wissenschaftlern im Jahr 10 VSY ein Traktat, in dem sie den Imperator Palpatine und dessen Politik scharf verurteilten.[2] Da sie ihre Schriften nicht widerriefen, sondern in der Folgezeit zahlreiche weitere regierungskritische Texte publizierten, beschloss Palpatine, ein Exempel an Gholondrein-Beta zu statuieren, durch das er weitere kritisch eingestellte Wissenschaftler vor ähnlichen Publikationen abschrecken wollte.[1]

Verlauf[Bearbeiten]

Um den Widerstand der Wissenschaftler von Gholondrein-Beta zu vergelten, ordnete Palpatine an, den planetaren Ozean leerzupumpen und dem Planeten so seine gesamten Wasserreserven zu entziehen. Anschließend ließ er das abgepumpte Wasser von einer Flotte imperialer Großraumfrachter zu einem Orbitalen Katalysewerk nahe Coruscant transportieren, um Trinkwasser aus dem ungenießbaren, salzhaltigen Meerwasser zu gewinnen. Die Verschiffung so großer Wassermengen stellte einen beträchtlichen finanziellen Aufwand dar. Insgesamt waren Transport und Katalyse des Wassers für das Imperium teurer, als es eine synthetische Herstellung derselben Wassermenge gewesen wäre. Das Fehlen von Wasser beendete den klimatischen Kreislauf auf Gholondrein-Beta und führte zu einem Massensterben der einheimischen Meeres- und Landtiere.[4] Der gesamte Planet wurde zu einer ariden Wüstenregion, sodass die überlebenden Bewohner zur Flucht von ihrer sterbenden Heimatwelt gezwungen waren.[3] Die Überreste der Zivilisation wurden dem durch die Trockenheit beschleunigten Verfallsprozess überlassen. Um sicherzustellen, dass sich in den folgenden Jahrhunderten niemand mehr auf Gholondrein-Beta ansiedeln würde, ließ Palpatine in einem imperialen Biowaffenforschungslabor eine Hybridenspezies giftiger, ungenießbarer Tausendfüßler aus einer ithorianischen Insektenart züchten und auf dem gesamten Planeten aussetzen. Die genetisch an eine Umwelt ohne Feuchtigkeit angepassten Tiere sonderten ein Gift mit einer molekularen Verfallszeit von mehreren Jahrhunderten ab, während sie sich durch die Erdkruste gruben und sich immer weiter vermehrten. Dadurch sollte die Menge der Tausendfüßler immer weiter zunehmen, bis sie an Nahrungsmangel eingingen. In den folgenden Jahren durchlöcherten die Tiere die gesamte Erdkruste und machten Gholondrein-Beta durch ihr Biotoxin gänzlich unbewohnbar.[4]

Folgen[Bearbeiten]

Durch die Trockenlegung von Gholondrein-Beta entzog Palpatine der gesamten planetaren Bevölkerung ihre Existenzgrundlage. Die wenigen Überlebenden wurden als mittellose Flüchtlinge[2] auf den übrigen Welten des Gholondreine-Systems aufgenommen, wo sie als kleine Kolonien auf den Zeitpunkt warteten, zu dem ihre Heimat wieder bewohnbar sein würde. Das Imperium führte den benachbarten Systemen dadurch die Folgen einer Insubordination gegen das Imperium vor die Augen.[4] In der Folgezeit begann das Imperium auch in den Kernwelten mit gezielten militärischen Angriffen gegen Protestbewegungen.[1] Allerdings stellte die Trockenlegung von Gholondrein-Beta die einzige imperiale Gräueltat im Vorfeld des Galaktischen Bürgerkrieges dar, die gezielt der Unterdrückung akademischen Gedankenguts diente. Neben der Verwüstung von Gholondrein-Beta führte auch die Verfolgung ganzer Spezies wie der Nosaurianer, Mon Calamari und Wookiees zu politischen Diskussionen in der wissenschaftlichen Welt, da das Imperium die Kulturschätze dieser Völker zerstörte und zu den deportierten oder getöteten Angehörigen dieser Spezies auch zahlreiche brillante Wissenschaftler zählten. Die Zerstörung Alderaans 10 Jahre nach der Trockenlegung von Gholondrein-Beta bildete den vorläufigen Höhepunkt einer Reihe von Rückschlägen für die galaktische Archäologie, da neben der renommierten lokalen Universität und den dortigen archäologischen Koryphäen auch unzählige historisch bedeutsame Artefakte und Texte vernichtet wurden.[2] Kurze Zeit nach der Schlacht von Yavin nutzten die Kopfgeldjäger Boba Fett und Bossk das verlassene Gholondrein-Beta als Treffpunkt, um ungestört über eine vorläufige Partnerschaft zur Jagd auf Trihin Voss’on’t zu verhandeln.[4]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]