Celot Ratua Dil

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Celot Ratua Dil
Beschreibung
Spezies:

Zelosianer

Geschlecht:

männlich

Biografische Informationen
Beruf/Tätigkeit:

Schmuggler

Celot Ratua Dil war ein zelosianischer Gewürz-Schmuggler, der zur Zeit des Galaktischen Bürgerkriegs lebte. Aufgrund seiner Straftaten wurde er vom Galaktischen Imperium festgenommen und auf die Gefängniswelt Despayre in die Slashtown-Strafkolonie verbannt, woraus er sich im Jahr 0 VSY nach einem erfolgreichen Fluchtversuch selbst befreien konnte. So gelangte er schließlich unter dem falschen Namen Teh Roxxor an Bord des Todessterns.

Biografie[Bearbeiten]

Leben als Schmuggler[Bearbeiten]

Celot Ratua Dil wurde als zweiter Sohn des Ersten Beirats Nagat Keris Ratua und seiner Frau Feelah Derin geboren. Seine Familie betrieb ein erfolgreiches Immobilienunternehmen und besaß somit einige wertvolle Besitztümer wie den Netaluma-Turm auf dem Planeten Coruscant. Obwohl Ratuas Anteil an dem Familienbetrieb eine halbe Milliarde Credits betrug, konnte er sich nie für die Arbeit seiner Eltern begeistern.

Mit seinem leichtsinnigen und rebellischem Naturell beschloss Ratua eine Karriere als Schmuggler anzustreben, da er die Vermögensverwaltung des Familienunternehmens als zu langweilig erachtete. Während seiner Suche nach Abenteuern schmuggelte er Gewürz durch die Galaxis, obwohl er dabei ausgesprochen wenig verdiente und sich seinen Lebensunterhalt mit zusätzlicher Bettelei sichern musste. Gerade durch diese schweren Lebensumstände entwickelte Ratua Dil die Fähigkeit, kühne Geschäfte zu tätigen und einige Händler zu übervorteilen. Während eines Aufenthalts in einer Raumhafenkneipe auf dem Planeten Trigalis versuchte Ratua auf dieselbe Weise, ein Geschäft mit einer Piratenbande auszuhandeln. Doch während er mit den Verbrechern um meelweekianische Seide feilschte, tauchten in der Kneipe einige imperiale Behörden auf, die die Piraten und auch Ratua als vermeintliches Mitglied der Verbrecherbande aufgriffen und gefangen nahmen. Im anschließenden Prozess konnte Ratua den zuständigen Richter nicht von seiner Unschuld überzeugen, sodass er in der Annahme, ein Pirat zu sein, der Beihilfe verurteilt und auf den Gefängnisplaneten Despayre verbannt wurde. Dort lebte er lange Zeit in einer schlichten Behausung inmitten der Slashtown-Strafkolonie, wo er sich der Gewaltsamkeit anderer verbannter Krimineller und zahlreichen wilden, nicht selten sogar giftigen Raubtieren ausgesetzt sah.

Gefangenschaft auf Despayre[Bearbeiten]

Trotz der widrigen Umstände lernte Ratua Dil seine Eigenschaften und einzigartigen Fähigkeiten zunutze zu machen, um auf Despayre überleben zu können. So führte er unter den Sträflingen häufig Tauschgeschäfte mit diversen Dienstleistungen und zuvor erbettelte Ware durch, um somit die anderen Verbrecher bestechen und deren Aggression auf den Zelosianer von sich abzulenken. Außerdem verfolgte Ratua den Selbstverteidigungsunterricht, den der Gefängnisaufseher Sergeant Nova Stihl, ein Meister der waffenlosen Kampfkunst Teräs Käsi, freiwillig anderen Wachleuten und Strafgefangenen anbot. Während des Unterrichts bat Stihl den Zelosianer einige Male zu Übungszwecken in den Kampfkreis, um mit ihm den anderen Schülern die Vorgehensweise der Selbstverteidigung zu schildern. Einmal sollte er dabei den Sergeant mit einem Übungsmesser angreifen. Da Ratua eine abnormale Zellstruktur aufwies, die ihm extrem schnelle, nastische Reaktionen erlaubten, konnte er Nova Stihl mit Leichtigkeit besiegen. Diese gelegentlichen Demonstrationen verschafften Ratua die nötige Anerkennung und den erforderlichen Respekt unter seinen Mithäftlingen, um auf Despayre am Leben zu bleiben.

Während seiner Gefangenschaft auf Despayre pflegte Ratua außerdem einen guten Kontakt zu dem ebenfalls verurteilten Schmuggler Balahteez, der ihn regelmäßig mit den neuesten Informationen versorgte, sofern sich Ratua dazu bereit erklärte, die unglückseligen Umstände von dessen Verurteilung anzuhören. Einmal erfuhr Ratua von Balahteez, dass der Superlaser des Todessterns, der sich im Orbit von Despayre im Bau befand, in der Lage sei, ganze Himmelskörper aus dem Weltraum zu sprengen. Zwar hatte Ratua bereits zuvor von dieser imperialen Kampfstation gehört, doch ahnte er nicht, welche Ausmaße und welche Feuerkraft dahinter steckte. Erfüllt von dem Gedanken, dass er den Rest seines Lebens auf Despayre verbringen und das Missverständnis, das zu seiner Verurteilung führte, niemals aufgeklärt werden würde, beschloss er, einen Fluchtplan zu schmieden. Ratua wägte jegliche Eventualitäten ab und kam zu dem Schluss, dass die Raumstation nach ihrer Fertigstellung der sicherste Ort in der Galaxis sein würde und er sich leicht darin verstecken konnte, sofern im die Flucht gelänge. Außerdem bemerkte er, dass er nichts zu verlieren hatte, und so kam er letztendlich zu dem Schluss, dass das Leben auf Despayre schlimmer war als das Risiko, während eines Fluchtversuchs erwischt und getötet zu werden.

Ratua wandte sich an Brun, einem Mithäftling, der sich aufgrund seiner jahrelangen Gefangenschaft eine Vertrauensposition erarbeitete und in dieser Funktion die imperialen Versorgungsschiffe be- und entladen durfte. Dem Zelosianer fiel es leicht, Brun mit seinem Reservoir an Speisen, Getränke, elektronischen Gegenständen und Todesstäbchen sowie einer Liste von Händlern zu überzeugen. Außerdem implantierte sich Ratua freiwillig einen Spionkiller. Dieses Gerät sollte in Ratuas Kopf explodieren, sobald er den Namen „Brun“ aussprach und stellte somit die Absicherung für Brun dar, dass der Zelosianer ihn nicht verraten und ihn um seine mühsam erarbeitete Vertrauensposition bringen konnte. Dass der Spionkiller in Wirklichkeit manipuliert war, ahnte Brun nicht, sodass er sich in seiner Gier nach Ratuas Vorräten dazu hinreisen ließ, die Flucht des Zelosianers zu ermöglichen. Er schleuste Ratua in ein Versorgungsschiff ein, woraufhin dieser unbemerkte die Strafkolonie verlassen konnte und sich später in einem Werkzeugmaschinen-Vorratsdepot in der polaren Umlaufbahn um Despayre wiederfand. Nachdem er einige Tage das Warendepot erkundete, entdeckte Ratua einen Allzweckdienstdroiden, mit dessen Hilfe er seine Reise zum Todessterns fortsetzen wollte. Er programmierte den Droiden mit einfachen Befehlen, versteckte sich anschließend in einer Kiste und ließ sich von seinem selbst programmierten Droiden an Bord eines weiteren Frachtschiffs mit der Bezeichnung KJB-87 tragen. Das Schiff flog direkt zum Todesstern, wo es seine Fracht mitsamt Ratua ablieferte.

An Bord des Todessterns[Bearbeiten]

An Bord des Todessterns war es Ratua erlaubt, sich völlig frei durch die Korridore zu bewegen, da in ihm niemand einen flüchtigen Verbrecher vermutete und das Wachpersonal ihm keine besondere Beachtung entgegenbrachte, während die anderen imperialen Behörden ihren eigenen Angelegenheiten auf der Kampfstation nachgingen. Dass sich Ratua nicht identifizieren musste, war vor allem in dem Umstand begründet, dass sich zur Zeit der Bauarbeiten des Todessterns viele fremde Wesen unterschiedlichster Spezies auf der Kampfstation aufhielten. Die ersten Tage auf dem Todessterns verbrachte Ratua damit, sämtliche Räume und Korridore zu erkunden, sowie in einem Müllschacht einen provisorischen Schlafplatz einzurichten. Später wich er auf einen leerstehenden Lagerraum aus und nachdem es ihm gelungen war, von einem mittellosen Beamten mit einem geringfügigen Spielproblem Schmiergeld zu kassieren, konnte er sogar in ein privates Zimmer umziehen. Speisen und Getränke bekam er hingegen in den vielen Cantinas an Bord der Kampfstation umsonst. Mit seinen Tauschgeschäften, die Ratua auf der Kampfstation fortführte, verdiente sich der Zelosianer außerdem schnell einige Credits, um kleinere Gegenstände kaufen zu können, die er nicht umsonst bekam. Schon innerhalb einer Woche besaß Ratua einen kleinen Vorrat an Handelsgütern und bereits nach wenigen Tagen knüpfte er Kontakt zu einigen Quartiermeistern, die sich auf dem Schwarzmarkt einen kleinen Nebenverdienst sicherten. Für den seltenen Fall, sich einmal ausweisen zu müssen, bastelte Ratua eine falsche Identi-Marke und versteckte sich somit unter der Identität von Teh Roxxor, einem Baukontrolleur bei einem zivilen Unternehmen, das Lagerbehälter für Wiederaufbereitungsanlagen herstellte.

Während eines Besuchs der Hard-Heart-Cantina lernte Ratua die Wirtin Memah Roothes kennen, eine rutianische Twi'lek-Frau, die von dem Zelosianer bereits während der ersten Begegnung in seine kriminelle Vorgeschichte und der Flucht auf den Todesstern eingeweiht wurde. Schnell fühlte sich Ratua zu der Twi’lek hingezogen und spürte dabei, dass auch Memah tiefere Gefühle für den Zelosianer entwickelte. Nach einer unbeschwerten Zeit auf der Kampfstation stellte Ratua schockiert fest, dass der ehemalige Gefängnisaufseher Sergeant Nova Stihl auf den Todesstern versetzt wurde. Wohl wissend, dass sein falsches Spiel sofort aufliegen würde, sollte Nova Stihl ihn entdecken, stimmte Ratua seine Besuchszeiten in der Hard-Heart-Cantina streng mit den Arbeitszeiten des Sergeants ab, um eine Begegnung zu vermeiden. Ein weiteres Ereignis, das Ratua zutiefst erschütterte und mit weitaus größerer Sorge erfüllte, war die Zerstörung Despayres durch den Superlaser des Todessterns. Er konnte sich nicht an der Tatsache erfreuen, dass ihm die Flucht gelang und er nicht mit der Gefängniswelt unterging. Viel mehr bereitete ihn Sorge, dass das Imperium den Superlaser gegen eine bewohnte Welt richtete und diese kaltblütig zerstörte. Wenig später begegnete Ratua in der Hard-Heart-Cantina Sergeant Nova Stihl, der sich von dem Wiedersehen mit dem Zelosianer zwar überrascht zeigte, jedoch keinen Alarm schlug. Nach der Zerstörung von Despayre begann auch Stihl, die Handlungen des Imperiums anzuzweifeln, sodass er sich ernsthaft überlegte, welche Verbrechen ein Schmuggler im Vergleich zum Imperium begangen haben könnte.

Kurz nachdem der Todesstern zu seinem Jungfernflug aufbrach, ging bereits eine weitere Meldung durch die Stationen – die Zerstörung des Planeten Alderaan. In der Hard-Heart-Cantina lernte Ratua, den Chirurgen Kornell Divini, den TIE-Jäger-Pilot Villian Dance, die Architektin Teela Kaarz und den Archivar Atour Riten kennen, die nicht weniger schockiert über die Zerstörungswut des Imperiums waren und zunächst ein hypothetisches Gespräch über einen Fluchtplan aus der Kampfstation führten. Dank Atour Riten, der sich in seiner Funktion als Archivar Zugang zu einigen sensiblen Informationen verschaffen konnte, wurde die Möglichkeit der Flucht tatsächlich unter einstimmiger Akzeptanz in Erwägung gezogen. Riten besorgte mithilfe seines Droiden auf illegale Weise die Zutritts- und Abflugcodes eines imperialen E-2T-Medishuttles und obwohl Nova Stihl und Rodo, der für Memah Roothes als Rausschmeißer arbeitete, während der Flucht in den Sanitätshangar ums Leben kamen und Atour Riten selbst auf der Kampfstation bleiben musste, da sein Droide während seiner illegalen Recherchen entdeckt und festgenommen wurde, entkamen Ratua, Memah, Teela Kaarz, Kornell Divini und Villian Dance aus dem Todesstern, während dieser gerade in der Schlacht von Yavin verwickelt war. Allerdings bemerkte Darth Vader die Deserteure und nahm sich ihrer an, wobei er seine Aufmerksamkeit kurz darauf wieder den angreifenden Rebellen zukommen ließ, unter den sich auch Luke Skywalker befand. Auch die Traktorstrahlen des Todessterns konnten Ratua und den Rest der Gruppe nicht aufhalten, da die Kampfstation kurz darauf vollständig zerstört wurde.

Nach der erfolgreichen Flucht beschloss Ratua, zu seiner Familie nach Coruscant zurückzukehren. Als er gegenüber Memah seinen Ursprung aus einem wohlhabenden Elternhaus offenbarte, fragte Ratua sie auch, ob sie ihn begleiten wollte, was diese nicht ablehnte.

Persönlichkeit und Fähigkeiten[Bearbeiten]

Ratua Dil war trotz seiner kriminellen Vergangenheit ein aufrichtig ehrlicher Zelosianer, der mit dem Gewürz-Schmuggel lediglich der langweiligen Büroarbeit seiner Eltern entfliehen wollte. Obwohl oder gerade weil er sich somit selbst das Leben schwer machte, entwickelte er sich gerade auf der Gefängniswelt Despayre zu einem Überlebenskünstler. Er überlegte sich genau, wie er auf andere Mithäftlinge wirkte, um unnötige Streitereien schon gar nicht erst entstehen zu lassen. Als Pirat, Häftling und Flüchtling an Bord des Todessterns bewies Ratua sein außergewöhnliches Talent für Tauschgeschäfte, woraus er stets seinen eigenen Vorteil zu ziehen wusste. Eine weitere Fähigkeit, wenngleich auch weniger ausgeprägt, waren seine Kenntnisse in der Programmierung von Allzweckdroiden. Zu diesem Wissen gelangte er, als er sich einmal mehrere Tage lang in einer Droiden-Reparaturwerkstatt versteckte und sich aus Langeweile selbst die Grundlagen der Droidenprogrammierung beibrachte. So war er später imstande, einen einfachen Droiden mit den Funktionen eines Lastenhebers zu programmieren, um sich von diesem in ein Frachtschiff tragen zu lassen, das ihn geradewegs zum Todesstern transportierte.

Im Laufe seines Lebens hatte Ratua zahlreiche Dogmen und Glaubenslehren kennengelernt, doch stand ihm nie der Sinn nach einer religiösen Ausprägung. Ebenso unbekümmert ließen ihn politische Themen, da es für ihn irrelevant war, welche Organisation gerade an der Macht war. Als verurteilter Strafgefangener war Ratua der Meinung, dass keine regierende Macht jemals die unglücklichen Umstände seiner Verurteilung genauer untersuchen und ihn die Freiheit entlassen würde.

Im Gegensatz zu anderen Zelosianern besaß Ratua die einzigartige Fähigkeit, für einen kurzen Moment wesentlich schneller zu sein als seine Umgebung. Ein Arzt, der ihn dahingehend untersuchte, prognostizierte eine Mutation, woraus er die abnormal schnellen nastischen Reaktionen in Ratuas Zellfasern begründete.

Quellen[Bearbeiten]