Emergenz

Als Emergenz wurden Hyperraumaustritte bezeichnet, die in Folge der Großen Katastrophe in verschiedenen Bereichen der Galaxis auftraten. Dabei fielen Trümmerteile des havarierten modularen Frachters Legacy Run aus dem Hyperraum und rasten mit hoher Geschwindigkeit als gefährliche Geschosse durch den Normalraum. Einige dieser Fragmente nahmen Kurs auf bewohnte Welten, wo sie aufgrund ihrer enormen kinetischen Energie eine verheerende Zerstörungskraft entfalteten und mehrere Millionen Todesopfer forderten. Außerdem sorgte die Bedrohungslage und die zunächst unklare Ursache zeitweise für eine Blockade der Hyperraumrouten, was Versorgungsengpässe und wirtschaftliche Ausfälle zur Folge hatte.[1]
Geschichte[Bearbeiten]
Emergenzen traten im Jahr 232 VSY als direkte Folge der Großen Hyperraumkatastrophe auf, bei der der Frachter Legacy Run während einer Reise durch den Hyperraum auseinanderbrach. Ein besonders hohes Auftreten von Emergenzen ereignete sich im Hetzal-System. Ein Trümmerteil schlug im Meer von Hetzal Prime ein, wodurch Tausende Quadratkilometer an Algenfarmen zerstört und ein Tsunami ausgelöst wurde. Aufgrund der geringen Größe des Fragments blieben die Auswirkungen vergleichsweise begrenzt, da es zu klein war, um die Kruste des Planeten zu durchdringen. Ein anderes, mit flüssigem Tibanna gefülltes Modul steuerte dagegen auf die größte der drei Sonnen zu und drohte, das gesamte System zu vernichten. Jedi-Meisterin Avar Kriss gelang es, sich mit anderen Jedi zu einem Netzwerk zu verbinden und das Modul in einer gemeinsamen Kraftanstrengung mithilfe der Macht in eine andere Umlaufbahn umzulenken. Sieben Fragmente tauchten im Ab-Dalis-System auf, wo ein Einschlag dafür sorgte, dass knapp 20 Millionen Personen ihr Leben verloren. Weitere Emergenzen traten bei Dantooine auf, wo eine orbitale Schiffswerft zerstört wurde, sowie im Ringlite-System, wo ein Einschlag mehrere Tausend Todesopfer forderte. Weitere 1,2 Milliarden Lebewesen starben bei einem Einschlag auf dem bewohnten Mond von Eriadu.[1] Als bekannt wurde, dass es auch im Trymant-System zu Emergenzen kam, begaben sich die Jedi-Meister Yoda und Torban Buck mit ihren Padawanen von der Star Hopper dorthin, um die Bewohner zu retten.[2] Insgesamt wurden mindestens 40 Emergenzen verzeichnet.[1]
Erst durch ein vom Datentechniker Keven Tarr entwickeltes Droidennetzwerk war es möglich, die bisherigen Emergenzen zu analysieren und eine Vorausberechnung künftiger Austrittspunkte vorzunehmen. Mit dieser Technologie konnte der Austritt des Brückenteils der Legacy Run, auf dem sich der Flugschreiber befand, vorhergesagt werden. Nach der Bergung und Auswertung des Flugschreibers konnten die Nihil als Verursacher der Katastrophe identifiziert werden.[1] Das Auge der Nihil Marchion Ro nutzte die Fähigkeiten der in Gefangenschaft befindlichen Hyperraumprospektorin Mari San Tekka, um selbst Emergenzen vorherzusagen und seine eigenen Pläne voranzutreiben.[3]