Luthen Rael

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LuthenRael.png
Luthen Rael
Beschreibung
Spezies:

Mensch[1]

Geschlecht:

männlich[1]

Hautfarbe:

Hell[1]

Haarfarbe:

Grau[1]

Biografische Informationen
Heimat:

Fondor

Beruf/Tätigkeit:

Antiquitätenhändler

Organisation:

Galaktische Antiquitäten und Objekte von Interesse

Fahrzeug(e):

Fondor[1]

Luthen Rael lebte zur Zeit der Galaktischen Republik und erlebte deren Niedergang und Umwandlung in das Galaktische Imperium. Er befand sich um 5 VSY auf Coruscant und betrieb dort ein Antiquitätengeschäft namens Galaktische Antiquitäten und Objekte von Interesse, das sich vor allem an wohlhabende Kunden richtete. Darüber hinaus war er Anführer und Gründer eines Rebellen-Netzwerks mit dem Ziel, das Imperium so weit wie möglich zu schwächen. Er war dem Imperialen Sicherheitsbüro als Axis bekannt und eine der meistgesuchten Zielpersonen. Er gehörte zu den ersten Aufständischen, welche organisiert und im großen Stil aktiv gegen die diktatorische Herrschaft des Imperiums vorgingen. So war der Überfall auf die Garnison von Aldhani einer der ersten großen medienwirksamen Angriffe auf den Staatsapparat. Er kümmerte sich wenig um die unterschiedlichen Überzeugungen der einzelnen Rebellenzellen und hatte das große Ziel, alle Gruppierungen zu einem einzigen organisierten Widerstand zu vereinen.

Biographie[Bearbeiten]

Treffen mit Andor[Bearbeiten]

Nachdem Bix Caleen Luthen auf Wunsch Cassian Andors kontaktiert hatte, traf er mit seinem Shuttle Fondor über Ferrix ein und landete unbemerkt außerhalb des Raumhafens. Er nahm ein Transitshuttle in die Stadt. Dort traf er während des Fluges auf einen Mann Namens Willi, der ein Gespräch mit ihm suchte. Obwohl Luthen das Gespräch offensichtlich nicht führen wollte, kam es zu einer lockeren Unterhaltung.[1] Am Ferrix-Terminal angekommen, endete das Gespräch und die beiden gingen ihrer Wege. In der Nähe des Hotels sprach Bix ihn an, um ihn über die angespannte Lage auf Ferrix zu informieren, da Cassian von der Preox-Sicherheit gesucht wurde. In einer verlassenen Fabrik traf sich Rael mit Andor unter dem Vorwand, eine gestohlene Starpath-Einheit kaufen zu wollen. Luthen ging vorsichtig vor und stellte Cassian viele Fragen, die sein Misstrauen bestätigten. Es wurde schnell klar, dass er sich mehr für Cassian und seine Vorgehensweise interessierte als für das Diebesgut. Im Gespräch zwischen den beiden machte er deutlich, dass er alles über Andor wusste und setzte ihn so unter Druck, ihn zu begleiten. Als die Preox-Sicherheitskräfte die beiden ausfindig gemacht hatten und begannen, sie zu umzingeln, planten beide ihre Flucht und kurz darauf kam es zu einem Schusswechsel zwischen den beiden Revoltierenden und den Sicherheitskräften. Obwohl Andor sich Raels Anweisungen widersetzte und versuchte, die Starpath-Einheit zu retten, war dieser von seinem Willen und seinen Fähigkeiten bei der anschließenden Flucht sehr beeindruckt. Mit Hilfe eines gestohlenen Speeders und einem Ablenkungsmanöver gelang es ihnen, schnell genug die Fondor zu erreichen und von dem Planeten zu entkommen.[2]

Aldhani[Bearbeiten]

Luthen, Mon und Kleya in seinem Laden

Während ihres Fluges durch den Hyperraum wollte Luthen Andor zu einer Mission auf Aldhani überreden. Doch dieser lehnte ab und wollte nur irgendwo abgesetzt werden. Rael ging auf den Hass ein, den Andor aufgrund seiner Vergangenheit gegenüber dem Imperium hegte und überzeugte ihn schließlich, indem er offenbarte, dass er nicht an der Starpath-Einheit, sondern an ihm interessiert war. Er erklärte den Plan, die Garnison auf Aldhani anzugreifen und versprach Cassian eine hohe Belohnung. Nun willigte Andor ein, an der Mission teilzunehmen. Auf Aldhani angekommen, sprach Luthen mit Vel Sartha über Andor und darüber, dass er Teil des Teams werden würde. Zuvor gab er Cassian ein Kuati-Siegel als eine Art Vorschuss und um ihn für die Dauer der Mission an sich zu binden.

Nachdem er Andor abgesetzt hatte, kehrte er nach Coruscant in seinen Laden zurück und kleidete sich entsprechend dem Etablissement, das ihm als Tarnung diente, um mit wichtigen Personen in Kontakt treten zu können, ohne Aufsehen zu erregen. Senatorin Mon Mothma gehörte zu den Stammkunden des Ladens und Raels Assistentin Kleya Marki lenkte ihren neugierigen Fahrer ab, während Luthen und Mothma die Finanzierung des Rebellennetzwerks besprachen. Mon erklärte, dass es immer schwieriger werde, Geld zu transferieren und dass die Spionage des Imperiums immer stärker werde.[3] Die Tage danach hörte er ständig den Funk ab, um Neuigkeiten bezüglich des Überfalls auf Aldhani zu erfahren, aber es kamen keine. Daraus folgend war er leicht nervös und fragte Kleya, ob alles für eine mögliche Flucht der beiden vorbereitet sei. Sie schaffte es aber, ihn zu beschwichtigen und in die Fähigkeiten des Trupps auf Aldhani zu vertrauen.[4] Nach dem erfolgreichen Überfall machte es Luthen zu schaffen, dass es keine Hinweise über den Verbleib von Cassian Andor gab, denn dieser hatte wichtige Informationen über ihn, welche sein gesamtes Netzwerk auffliegen lassen könnten. Seine Assistentin machte ihn darauf aufmerksam, dass er langsam unvorsichtig werde und dass sie sich einen Fall wie Andor nicht mehr erlauben könnten. Luthen zeigte Einsicht und war gegen eine erneute Kontaktaufnahme mit Bix, um Cassian ausfindig zu machen.[5]

Neue Mission[Bearbeiten]

Rael suchte etwas später Saw Gerrera auf, um mit ihm das weitere Vorgehen zu besprechen, denn Luthen hatte wertvolle Informationen über das Kraftwerk auf Spellhaus, das durch einen Anschlag zerstört werden sollte. Er versuchte, ihn zu überzeugen, mit Anto Kreegyr zusammenzuarbeiten und im Gegenzug wertvolle Ausrüstung an Saw abzutreten, doch dieser wollte nicht mit einem Separatisten zusammenarbeiten. Luthen schaffte es am Ende nicht, Gerreras Meinung zu ändern und sagte selbst, dass er sich nicht in einem der verschiedenen Lager sähe, er wolle einzig und allein das Imperium daran hindern, zu mächtig zu werden, um es aufzuhalten.[5]

Opfer[Bearbeiten]

Zurück auf Corusant berichtete Kleya, dass sie eine Spur von Zeichen am Brunnen entdeckt hatte. Der Brunnen diente als Ort an welchem Raels Spione Zeichen hinterlassen konnten, wenn sie eine Kontaktaufnahme mit ihm forderten. Dabei handelte es sich um eine Kontaktaufnahme des ISB-Supervisors Lonni Jung, der insgeheim Informationen an die Rebellen weitergab. Rael machte sich auf den Weg, um sich mit dem Kontaktmann zu treffen. Dieser erzählte Luthen, dass Supervisorin Dedra Meero die Karriereleiter hinaufkletterte und dabei unnachgiebige Nachforschungen anstellte, welche langsam eine Verbindung zwischen Raels Aktivitäten herstellten. Außerdem offenbarte er, dass das ISB vom Plan Kreegyr Bescheid wusste, das Kraftwerk auf Spellhaus zu zerstören. Jung versuchte Luthen zu erklären, dass er nicht länger als Spion arbeiten könne, da er Vater geworden sei und seine Familie nicht in Gefahr bringen wolle. Rael lehnte das ab, da Jungs Wert für die Rebellion viel zu hoch sei, um ihn zu verlieren. Lonni wurde daraufhin wütend, da er alles für die Rebellion opferte und fragte Luthen, was er denn opfern würde. Dieser verfiel in einen Monolog darüber, dass er sein gesamtes Leben für die Rebellion gebe und wisse, dass seine Tage gezählt seien und er nie sein vollendetes Werk sehen würde. Jung sah ein, dass es sich für die Sache lohnte, alles zu riskieren. Das Treffen fand ein Ende als Lonni nach der Ansprache schweigsam blieb und Luthen ihn mit dem Aufzug wieder fortschickte.[6]

Wiedersehen mit Saw[Bearbeiten]

Luthen bedroht Saw.

Einige Tage später kehrte Luthen nach Segra Milo zurück, wo Saw seinen Unterschlupf hatte. Nachdem er kurz durchsucht wurde, traf er Gerrera, welcher seine Meinung bezüglich Kreegyr geändert hatte. Rael erwiderte, dass die Mission aufgeflogen sei, womit weitere Unterstützung unnütz wäre, und man Anto Kreegyr für das Fortkommen der Rebellion sterben lassen müsse. Saw wurde misstrauisch und vermutete auch in seiner Truppe einen Spitzel von Luthen. Dieser bedrohte Gerrera kurz mit einem Blaster, damit er ihm zuhörte. Er erklärte ihm, dass das Opfer von Kreegyr notwendig sei und man es nicht mehr aufhalten könne, ohne alles zu gefährden. Saw stimmte ihm nach einer kurzen Bedenkzeit zu und beide waren sich einig, dass der Krieg gegen das Imperium kein vorschnelles Ende finden durfte. Nachdem Luthen von Segra Milo abflog, fing ihn ein Cantwell-Klasse Kreuzer ab, welcher ihn für einen Piraten hielt. Obwohl Luthen eine alderaanische ID gemeldet hatte, wollte ein Entertrupp an Bord kommen, um ihn zu kontrollieren. Damit er nicht aufflog, aktivierte er die Gegenmaßnahmen der Fondor, welche den Traktorstrahl des Kreuzers zerstörten und ihm die Flucht ermöglichten, nachdem er die wenigen ausgesendeten Jäger zerstört hatte.[7]

Jagd auf Cassian[Bearbeiten]

Sein neues Ziel lautete Ferrix. Dort fand die Beerdigung von Maarva Andor statt, bei welcher ihr Adoptivsohn Cassian erwartet wurde. Luthen und seine Leute vom Aldhani-Überfall wollten ihn töten, weil er zu viel über alle Beteiligten wusste und somit das gesamte Netzwerk gefährdete. Auf Ferrix angekommen fuhr er mit seinem Speederbike in die Stadt und traf sich mit Vel Sartha, um ihr Vorgehen zu besprechen. Ihre Pläne wurden dadurch, dass der Trauerzug sich früher als angekündigt in Bewegung setzte, obsolet. Sie wollten warten, bis Andor versuchte, Bix Kaleen aus dem Hotel zu befreien und ihn bei dem Versuch zu töten, wenn alle Wachen damit beschäftigt waren, den Umzug in Schach zu halten. Luthen begab sich an die Ecke einer Seitenstraße nahe dem Hotel, das den Imperialen als Hauptquartier diente. Dort konnte er das Geschehen gut überblicken. Als eine holografische Ansprache der verstorbenen Maarva gezeigt wurde, die die Bewohner von Ferrix zum Widerstand gegen das Imperium ermutigen sollte, war Rael beeindruckt und inspiriert von dieser. Gleichzeitig wurde er jedoch von Cassian entdeckt, der daraufhin sein Vorhaben umplante. Als die Lage zwischen den Bewohnern und den Besatzern außer Kontrolle geriet, brach die Gruppe um Luthen ihr Vorhaben ab und er kehrte zu seinem Shuttle zurück, wo Cassian auf ihn wartete. Er gab Rael seine Waffe und stellte ihn vor die Entscheidung, ihn zu erschießen oder in seine Rebellion aufzunehmen. Luthen entschied sich dafür, ihn aufzunehmen.[8]

Persönlichkeit und Fähigkeiten[Bearbeiten]

Rael war ein verbissener Kämpfer für die Sache der Rebellion und dazu bereit, seinem Kampf gegen das Imperium alles unterzuordnen – auch sein Leben. Gleiches erwartete er auch von potentiellen Mitstreitern.[6] Da er in ständiger Geheimhaltung agierte, vertraute er niemandem und hatte keine Probleme damit, frühere Partner dem Imperium zu opfern[7] oder zu töten, wenn er es für den Fortbestand der Rebellion als notwendig erachtete.[8] Die interfraktionellen Kämpfe innerhalb des frühen organisierten Widerstands gegen das Galaktische Imperium frustrierten Rael, der sich selbst nicht als Teil einer Fraktion betrachtete, sondern eine Einigung gegen den gemeinsamen Feind anstrebte.[5] Rael war sich sicher, dass er den Sturz des Imperiums nicht miterleben würde und betrachtete seinen Widerstand gegen das Imperium daher als Kampf für die Zukunft anderer.[6]

Rael verstand es, sich vor der imperialen Obrigkeit zu verbergen. Er agierte unter ständig wechselnden Identitäten und tarnte sich in der jeweiligen Situation mit angemessener Kleidung, um keine Aufmerksamkeit zu erregen. Sein persönliches Raumschiff, die Fondor, rüstete er mit zahlreichen Modifikationen aus.[9]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

Luthen Rael trat erstmals in Das bin ich, der zweiten Folge der ersten Staffel der Serie Andor, auf. In der Serie wird Rael von dem schwedischen Schauspieler Stellan Skarsgård dargestellt. Im Deutschen wird er von Douglas Welbat synchronisiert.[1]

Der Vorname des Charakters wurde erstmals in den Untertiteln des Trailers zur 1. Staffel erwähnt, seinen Nachnamen erfuhr man anlässlich der Veröffentlichung eines LEGO Sets der Andor-Serie auf der Star Wars Celebration 2022.[2] Die Kostüme wurden von Michael Wilkinson und seinem Team entworfen, wobei die Schwierigkeit darin bestand, einen angemessenen Kontrast zwischen dem elegant gekleideten Antiquitätenhändler der Oberschicht und dem unauffälligen, etwas schmuddelig wirkenden Rebellen zu schaffen.[3] Schon vor Beginn der Castings wollte Autor Beau Willimon den Schauspieler Stellan Skarsgård für die Rolle gewinnen, was ihm schließlich auch gelang.[4] Skarsgård wurden zunächst nur Teile seiner Rolle gezeigt, doch er war von Anfang an begeistert von den beiden Extremen, die seine Figur darstellt.[5] Genau diese beiden Gegensätze, die den Schauspieler so begeisterten, hätte es beinahe nicht gegeben. Produzent Tony Gilroy fand die Figur zu kitschig und schwer zu spielen und wollte Luthen als klassischen Rebellen-Headhunter und gefallenen Helden neu schreiben, der für die gute Sache alles tut, ohne auf moralische Hindernisse zu achten. Im endgültigen Drehbuch war Luthen eine Mischung aus beiden Versionen, wobei die Grundidee letztendlich beibehalten wurde.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten]