Operation Domino
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Die Operation Domino war die erste große Militäroperation und der ursprüngliche Kriegsplan der Rebellen-Allianz gegen das Galaktische Imperium im Zuge des Galaktischen Bürgerkriegs. Ziel war es zu zeigen, dass Welten sich selbst von der Herrschaft des Imperiums befreien konnten. Dies wollte die Rebellion mit Hilfe der von den Sektorstreitkräften aufgestellten Bodentruppen erreichen. Die Allianz scheiterte jedoch mit vielen dieser Befreiungsaktionen, so dass die Operation Domino in einer desaströsen Niederlage endete.
Vorgeschichte[Bearbeiten]
Nachdem Mon Mothma die 2 VSY[1] Deklaration der Rebellion veröffentlichte, hatte dies den ungeahnten Effekt, dass mehrere Welten nicht nur ihre Solidarität mit der Allianz erklärten, sondern sich auch vom Imperium lossagten und ein offenes Bündnis mit der Rebellion eingingen. Mon Mothma versuchte diese Entwicklung zu stoppen, da es für so einen Schritt noch zu früh war.[6][7] Doch die als „Sezessionswelten“ gebrandmarkten Planeten wurden innerhalb kürzester Zeit wieder von der Imperialen Sternenflotte unterworfen.[1] Die militärische Gegenreaktion war absehbar, fühlte sich das Imperium durch die Aktion der Welten doch an die Separatistenbewegungen vor und während der Klonkriege erinnert. In einigen Fällen dauerte die Rückeroberung jedoch einige Tage oder gar Wochen. Dies verschaffte den Sezessionswelten Zeit den Großteil ihres Geld, Ausrüstung, Personal, Rohstoffe und sogar Raumschiffe an die Rebellion zu liefern.[7][8] Dies stärkte die noch sehr junge Rebellen-Allianz, wofür die Sezessionswelten jedoch einen hohen Preis zahlten.[8]
Dass die Sezessionswelten dem Imperium nicht lange standhalten würden, war Mon Mothma bereits klar, als sie sie von der Unabhängigkeit abbringen wollte, da es zu diesem Zeitpunkt noch keine der Widerstandsgruppen der Rebellion mit einer imperialen Streitmacht aufnehmen konnte.[8] Eine der Folgen des Corellianischen Vertrages war es, dass die Rebellen-Allianz auch tatsächlich eine Allianz von verschiedenen Widerstandsgruppen war, die gemeinsam gegen Palpatines Diktatur kämpfen wollten. Militärisch wurden diese auf Sektorebene über die Sektorstreitkräfte organisiert, wobei sie oft kaum etwas gemeinsam hatten. So unterschieden sich die Sektorstreitkräfte auch militärisch stark in ihrer Ausstattung und ihren militärischen Fähigkeiten.[2] Nach dem Debakel der Sezessionswelten,[1] formulierte die Allianz ihren initialen Kriegsplan gegen das Imperium, mit dem Namen Operation Domino. Ziel sollte es sein zu zeigen, dass sich Welten aus eigenen Kräften von der Herrschaft des Imperiums befreien konnten. Operation Domino sah dabei vor, dass die stärkeren Sektorstreitkräfte Bodentruppen aufstellen und die lokale imperiale Garnisonstruppen in Vorzeigeschlachten besiegten sollten. Anschließend sollten sie sich hinter starken planetaren Schutzschilden verschanzen. Nachdem die Rebellen-Allianz in diesen Schlachten siegreich war, sollten diese andere Welten dazu inspirieren, sich selbst zu befreien, um so eine galaxisweite Rebellion auszulösen.[2]
Zur Vorbereitung stellten einhundert Sektorstreitkräfte Brigaden für die Operation auf. Allerdings zeigte sich auch hier der Unterschied zwischen den einzelnen Sektorstreitkräften. Während einige dazu in der Lage waren, aus eigener Stärke respektable Flotten und Armeen aufzustellen, waren andere nur in der Lage, ein paar Infiltratoren und Agitatoren mit Blastern und Sprengstoff auszustatten.[2] Einige konnten zehntausende von Soldaten Ausrüstung und ihnen Bodenfahrzeuge und Artillerie zur Verfügung stellen, während die weitaus größere Zahl von Sektorstreitkräften vielleicht nur ein paar Tausend irreguläre Kräfte aufstellen konnte, die sie mit dem ausstattete, dass sie stehlen, erbetteln oder erobern konnten.[9] Viele der Sektorstreitkräfte besaßen keine Basen, hatten keine Luftunterstützung, es mangelte ihnen an Ersatzteilen und allen Truppen fehlte es an militärischer Ausbildung.[2]
Verlauf[Bearbeiten]
Mit dem Beginn der Operation Domino wurden die zuvor genannten Schwächen der Allianztruppen sichtbar und sorgten letztendlich für das Scheitern vieler Befreiungsschlachten. Viele der Aufstände scheiterten schon bevor sie überhaupt einen Planeten befreien konnten. Dutzende Armeen der Allianz wurden vernichtet und die Überlebenden mussten fliehen.[2] In anderen Fällen gelang es den Rebellen nicht, die eroberten Welten zu halten.[10] In Folge dessen kam es auch zu keiner galaxisweiten Revolution.[2] Einer der wenigen Erfolge der Operation Domino war die Befreiung Dacs durch den Mon-Calamari-Widerstand 1 VSY.[3]
Folgen[Bearbeiten]
Operation Domino zeigte, dass die auf die verschiedenen Sektorstreitkräfte verteilen Bodentruppen der Allianz[2][9] nicht stark genug waren um Territorium verteidigen zu können.[10] Es zeigte sich, dass die Allianz nicht über eine zusammenhängende klassische Armee verfügte, sondern eher über hundert verschiedene einzelne Armeen.[2][9] Die unterschiedlichen Stärken und vor allem Schwächen und Mängel der jeweiligen Sektorstreitkräfte führte letztendlich zum Scheitern der Operation.[2] Operation Domino lehrte Mon Mothma aber eine wichtige Lektion. Selbst wenn einhundert Sektorstreitkräfte Truppen aufstellen, war dies immer noch nur ein Teil einer Armee. Es brauchte also die Basen, die Luftunterstützung, Ersatzteile und militärische Ausbildung. Es fehlte der Allianz aber vor allem ein zentralisiertes Korps, dass direkt dem Oberkommando der Allianz unterstellt war, selbst wenn es nur dafür da war, die Sektorstreitkräfte auszubilden und mit Ausrüstung zu versorgen. Die Opfer der Rebellion führten allerdings auch zu einer Welle der Sympathie in den Rängen der Offiziere der Imperialen Armee. Bereits während der Kampagne desertierten General Kryll und Kommandant Harles zur Rebellion und halfen dabei, genau dieses Korps, die Spezialeinheiten der Rebellen-Allianz, zu gründen.[2]
Mit der Niederlage in der Operation Domino wechselte sich die Strategie der Rebellen-Allianz, statt einer großangelegten Bodenoffensive, ging man dazu über kleine gezielte Schläge mit hyperraumfähigen Sternenjägern auszuführen.[4] Dieser Fokus auf Snubjäger war die militärische Überzeugung von Jan Dodonna, der nach Operation Domino zum Befehlshaber des Raumjägerkommandos der Allianz ernannt wurde.[2] Zudem bestand Mon Mothma darauf, die Allianzflotte weiter zu aufzubauen, so dass es auch zu einer Stärkung des Flottenkommandos kam. Dennoch sollte sich Operation Domino noch einmal nützlich für die Allianz erweisen. So sollte Dac, eine der wenigen erfolgreich befreiten Welten, seine Flotte aus Mon-Calamari-Sternenkreuzern der Allianz nach dem Desaster von Deepspace Besh zur Verfügung stellen.[4]
Quellen[Bearbeiten]
- The Essential Guide to Warfare (Seite 145, 150, 161, 163, 182)
- The Star Wars Roleplaying Game – Handbuch der Rebellenallianz (Seite 12, 124)
- Zeitalter der Rebellion Grundregeln (Seite 384-346)
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ 1,0 1,1 1,2 1,3 The Essential Guide to Warfare (Seite 145)
- ↑ 2,00 2,01 2,02 2,03 2,04 2,05 2,06 2,07 2,08 2,09 2,10 2,11 2,12 2,13 2,14 2,15 2,16 2,17 2,18 2,19 2,20 2,21 2,22 2,23 The Essential Guide to Warfare (Seite 161)
- ↑ 3,0 3,1 The Essential Guide to Warfare (Seite 163, 182)
- ↑ 4,0 4,1 4,2 4,3 The Essential Guide to Warfare (Seite 163)
- ↑ Handbuch der Rebellenallianz (Seite 124)
- ↑ Zeitalter der Rebellion Grundregeln (Seite 384)
- ↑ 7,0 7,1 Handbuch der Rebellenallianz (Seite 12)
- ↑ 8,0 8,1 8,2 Zeitalter der Rebellion Grundregeln (Seite 385)
- ↑ 9,0 9,1 9,2 The Essential Guide to Warfare (Seite 150)
- ↑ 10,0 10,1 Zeitalter der Rebellion Grundregeln (Seite 346)