PX-4 Mobile Kommandobrücke

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PX-4 TCG.jpg
PX-4 Mobile Kommandobrücke
Allgemeines
Hersteller:

Nen-Carvon[1]

Preis:

300.000 Credits (auf dem freien Markt nicht erhältlich)[2]

Technische Informationen
Länge:

21,80 Meter[3]

Höchstge-schwindigkeit:

100[4] bis 200 Kilometer pro Stunde[2]

Bewaffnung:

1 Mk 1e/S schwere Laserkanone[5]

Kapazitäten
Besatzung:

3: 2 Piloten, 1 Kanonier[3]

Passagiere:

7[6]

Beladung:
Nutzung
Einsätze:
Rolle:

mobile Operationsbasis[6]

Zugehörigkeit:

Galaktisches Imperium[1]

Die PX-4 Mobile Kommandobrücke war ein schwer gepanzertes Fahrzeug, das Nen-Carvon als bewegliches Kommandozentrum für die Feldkommandanten des Galaktischen Imperiums herstellte. In dem mit zwei gepanzerten Schichten geschützten Innenraum konnten die Befehlshaber mithilfe der fortschrittlichen Sensor- und Computeranlagen die Entwicklung eines in der Nähe stattfindenden Kampfgeschehens beobachten und ihre Strategie auf die Fortentwicklung der Auseinandersetzung anpassen. Obwohl sich die Mobile Kommandobrücke mit ihren Panzerketten mit den Truppen mitbewegen und mit ihrer schweren Mk 1e/S Laserkanone verteidigen konnte, griff sie in der Regel nicht selbst in die Schlacht ein. Der imperiale Gouverneur Grigor führte seine Streitkräfte in der Schlacht von Red Rock auf M’haeli aus einer PX-4 Mobilen Kommandobrücke an.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die PX-4 Mobile Kommandobrücke bot imperialen Feldkommandanten eine geschützte, mobile Operationsbasis,[6] mit der sie sich für die Vor-Ort-Beobachtung sicher an einen aktiven Gefechtsstandort begeben konnten – ein Ort, den Kommandanten ansonsten nicht betreten durften –,[1] um ihre Truppen in großangelegten Auseinandersetzungen ohne große räumliche Distanz befehligen zu können. Die Nähe zum Kampfgeschehen erlaubte es den Befehlshabern, schneller auf dynamische Fortentwicklungen reagieren zu können.[2] Daher konnte sich die Mobile Kommandobrücke auch mit den Truppen mitbewegen.[1] Die sich auf primitiven[9] Panzerketten fortbewegende mobile Kommandobrücke[6] konnte dabei eine Geschwindigkeit von 100[4] bis sogar 200 Kilometern pro Stunde erreichen.[2] Allerdings wurde die PX–4 Mobile Kommandobrücke typischerweise so weit weg von dem eigentlichen Kampfgeschehen eingesetzt, dass die imperialen Offiziere in einem sicheren Bereich bleiben und Entscheidungen abseits der Gefahren des Schlachtfelds treffen konnten.[2] Das Fahrzeug war nicht auf den direkten Kampfeinsatz ausgelegt, sondern sollte eine sichere Plattform für die Beobachtung des Kampfplatzes und zur Planung der weiteren Schlacht bieten.[6]

Eine PX-4 Mobile Kommandobrücke in der Seitenansicht

Das 21,80 Meter lange Fahrzeug,[3] vergleichbar mit der Größe eines Gleiters,[10] war zuvörderst auf den Schutz seiner wichtigen Insassen ausgelegt.[1] Die gepanzerte Außenhülle war[6] nahezu einen halben[1] bis einen Meter dick und mit reflektierenden Materialien beschichtet.[7] Die Kommandokapsel im Inneren war mit einer zweiten gepanzerten Schicht umgeben. Die PX-4 Mobile Kommandobrücke bildete so einen sicheren Kokon, aus dem heraus die Offiziere die Bodenaktionen beobachten konnten. Im Inneren der Kapsel fanden bis zu sieben Passagiere sowie die drei Besatzungsmitglieder Platz,[6] zwei Piloten und ein Kanonier,[3] die sich aus Piloten der Imperialen Armee zusammensetzten.[11] Eine hochentwickelte Sensorenphalanx sammelte Daten vom Schlachtfeld, die anschließend[6] von den intelligenten Bordcomputern[2] analysiert wurden.[6] Die hochentwickelten Sensoren und Computer konnten den Befehlshabern minutengenaue Daten liefern[1] und auf holografischen taktischen Darstellungen abbilden.[2] Die daraus gewonnenen Erkenntnisse halfen den Offizieren dabei, Taktiken zu entwickeln und ihre Strategien laufend zu aktualisieren.[6] Die Sensoren überwachten darüber hinaus feindliche und eingehende imperiale Kommunikation.[1] Die Mobile Kommandobrücke nutzte dabei dieselben überlegenen Bordcomputer-Kampfunterstützungsprogramme sowie die Up-Link-Kommunikationseinrichtungen wie der Kommandospeeder LAVr QH-7 Chariot.[1] Darüber hinaus konnte die Besatzung durch rot getönte Scheiben aus dem Fahrzeug schauen.[8] Das Innenabteil des IF-120 Landegefährts konnte nach seiner Landung aus dem Transportmodus in eine Mobile Kommandobrücke konvertiert werden, um mit seinen Kommunikations- und Sensoranlagen eine Operationsbasis vor Ort zu bieten.[12] Jede PX-4 Mobile Kommandobrücke verfügte über eine zur Verteidigung ausgelegte schwere Laserkanone des Typs Mk 1e/S.[5] Die Waffe bot dem Fahrzeug offensive Durchschlagskraft, obwohl es für gewöhnlich nicht in Kampfhandlungen eingriff.[1] Die Mobile Kommandobrücke hatte Platz für Ladung von einer Metrischen Tonne und Nahrungsmittel für eine Woche.[2]

Die PX-4 Mobile Kommandobrücke wurde in der imperialen Fahrzeugordnung als Surface Assault Vehicle eingeordnet.[13] Zu den etwa 60 Fahrzeugen, mit denen eine imperiale Garnison standardmäßig ausgestattet war, gehörte eine Mobile Kommandobrücke.[14] Von den 11.016 an Bord des Ersten Todessterns stationierten Landfahrzeugen waren 178 Mobile Kommandobrücken.[4] Die 300.000 Credits teure PX-4 Mobile Kommandobrücke war auf dem freien Markt nicht erhältlich.[2] Auf das Schlachtfeld transportiert und von dort weggebracht wurde die PX-4 Mobile Kommandobrücke durch Landefahrzeuge, in der Regel durch TFAT/f-Kanonenboote und ansonsten durch Landefähren der Wächter-Klasse[2] oder IF-120 Landegefährten.[12]

Geschichte[Bearbeiten]

Die PX-4 Mobile Kommandobrücke wurde von Nen-Carvon für das Galaktische Imperium hergestellt. Einige planetare Präfekten und Gouverneure waren unter dem Schutz einer Mobilen Kommandobrücke sogar bereit, selbst auf offen feindlichen Welten in die Schlacht zu ziehen. Dabei verließen sich einige dieser Anführer so sehr auf die Mobile Kommandobrücke, dass sie nur selten ohne sie reisten. Wenige lebten sogar in diesen Fahrzeugen und verließen den Schutz, den die gepanzerte Umgebung bot, nie.[1] Leutnant Nyrox, ein Absolvent der Raithal-Akademie, der renommiertesten Ausbildungseinrichtung der Imperialen Armee, wurde im Umgang mit dem Großteil des schweren Geräts der Imperialen Armee ausgebildet, von bodengestützter Artillerie bis hin zu komplexen Fahrzeugen wie Juggernauts, der HAV/r A9 Fliegenden Festung und Mobilen Kommandobrücken.[15] Major Viran Qol ging in seinem Unterricht für Nachwuchsoffiziere der Rebellenallianz in der Stunde über imperiale Garnisonen auch auf deren Ausstattung mit einer mobilen Kommandobrücke ein.[14] Die Mobile Command Base von Teklos wurde als eine kommerzielle, auf einem Repulsorlift-Antrieb basierende Alternative zur PX-4 Mobilen Kommandobrücke für den Schutz von Unternehmensmitgliedern und privaten Persönlichkeiten entwickelt.[16]

Eine PX-4 Mobile Kommandobrücke gehört zu Grigors Streitmacht auf M’haeli.

Eine PX-4 Mobile Kommandobrücke wirkte an der Blockade von Yavin mit.[7] Kurz nach der Schlacht von Yavin verlegte die Rebellion ihren geheimen Stützpunkt in das Gebirge Red Rock auf dem Planeten M’haeli. Als der imperiale Gouverneur Grigor von der Lage der Basis Kenntnis erlangte, ließ er einen Angriff auf diese Stellungen vorbereiten und stellte eine Streitmacht aus drei Allterrain-Scouttransportern, mehreren Düsenschlitten und Bodentruppen für die Militäroperation zusammen. Er selbst überwachte und koordinierte das Vorrücken auf die Basis in seiner Mobilen Kommandobrücke. Als sich seine Armee dem Stützpunkt näherte, bemerkte sein Hauptmann an Bord des Kettenfahrzeugs, dass die exponierte Lage der imperialen Streitkräfte im Gebirge ein ideales Ziel für einen Hinterhalt darstellte. Grigor, der davon ausging, dass die Rebellen von seinem Angriff überrascht würden, ergriff jedoch keine Vorsichtsmaßnahmen. Allerdings wussten die Rebellen von Ch’no, K’rk und einer Gruppe anderer H’drachi-Ältester, die den Zeitstrom gelesen hatten, von dem bevorstehenden imperialen Angriff und legten einen Hinterhalt. Die mit 1.4 FD P-Türmen ausgestatteten Widerstandskämpfer unter der Führung von Leia Organa konnten Grigors Streitmacht aufreiben und seine Mobile Kommandobrücke zerstören. Grigor überlebte die Explosion des Fahrzeugs zwar mit einigen Verletzungen, wurde aber nach dem Ende der Kampfhandlungen von dem abtrünnigen imperialen Agenten Ranulf Trommer getötet.[8] Während des Galaktischen Bürgerkriegs blieb eine Mobile Kommandobrücke während eines Einsatzes auf Taria II in einem Sumpf stecken.[5] Die von Kolor Delan angeführte Widerstandsorganisation Pendarran’s Revenge nutzte eine nach der Schlacht von Endor eilig aufgegebene imperiale Garnison auf Shalm als Operationsbasis. Bei der Übernahme des Außenpostens fanden die Soldaten unter anderem eine Mobile Kommandobrücke vor.[17]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  • Die PX-4 Mobile Kommandobrücke wurde erstmals in dem Sachbuch Imperial Sourcebook erwähnt und seitdem mehrfach als Fahrzeugklasse für das Star-Wars-Rollenspiel aufgegriffen. Das in den meisten Quellen nur als „mobile command base“ bezeichnete Fahrzeug wird in der Comicgeschichte Der Fluß des Chaos’ mit „Mobile Kommandobrücke“ übersetzt, die dieser Artikel um die in anderen Quellen bestätigte Typenbezeichnung PX-4 ergänzt. Das Sachbuch Heroes & Rogues schreibt diese Typenbezeichnung abweichend „PX4“ ohne Bindestrich.
  • Das Imperial Sourcebook und dessen überarbeitete Version geben für die Panzerung der PX-4 Mobilen Kommandobrücke eine Dicke von fast einem halben Meter an. In dem Expansion Pack Battle of Yavin des Trading Card Game wird dagegen von fast einem Meter gesprochen. Dieser Artikel trifft keine Entscheidung für eine der beiden Angaben.
  • Die frühere und die aktualisierte Version des Imperial Sourcebook sowie das Sachbuch Der Todesstern – Technisches Handbuch geben für die Mobile Kommandobrücke eine Höchstgeschwindigkeit von 100 Kilometern pro Stunde an, der The Force Unleashed Campaign Guide von 200 Kilometern pro Stunde. Dieser Artikel trifft keine Entscheidung für eine der beiden Angaben.
  • In einem nicht lizenzierten Beitrag für das Star-Wars-Rollenspiel aus dem Magazin Challenge ist eine mobile Kommandobrücke an dem Angriff auf den Rebellenstützpunkt ACT-5/GS beteiligt.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Challenge (Ausgabe 57, Seite 71: „Green Squad 3“)