Pfad der Offenen Hand

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Pfad der Offenen Hand
Allgemeines
Gründer:

Sachar Rold[1]

Anführer:
Sitz:

Dalna[1]

Rolle:

Glaubensgemeinschaft

Historische Informationen
Gründungsjahr:

ca. 482 VSY[4]

Auflösung:

382 VSY[5]

Der Pfad der Offenen Hand war eine spirituelle Glaubensgemeinschaft, die sich dem Schutz der Macht verschrieben hatte. Nach ihrer Lehre sollte die Macht frei fließen dürfen und unter keinen Umständen aktiv genutzt werden. Jede bewusste Anwendung galt als Missbrauch und wurde als ein Akt der Aneignung verstanden. Der Pfad vertrat die Überzeugung, dass der Einsatz der Macht an anderer Stelle in der Galaxis unweigerlich Schaden anrichtete. Diese Anschauung widersprach grundlegend der Praxis des Jedi-Ordens, der den Pfad als radikalen Kult mit fanatischen Anhängern einstufte. Der Sitz des Pfades befand sich auf dem Planeten Dalna. Angeführt wurde die Bewegung von ihrer spirituellen Führerin, Mutter Elecia Zeveron.

Beschreibung[Bearbeiten]

Ideologie und Lebensweise[Bearbeiten]

Die Anhänger des Pfads der Offenen Hand glaubten, dass der Gebrauch der Macht, ihr Gleichgewicht störte und negative Konsequenzen hatte, die sich wellenartig in der Galaxis ausbreiteten und an anderer Stelle Schaden anrichten konnten. Sie strebten nach Harmonie und einem Leben im Einklang mit der Macht, ohne diese einzusetzen. Die Philosophie des Pfads basierte auf den drei Säulen Freiheit, Harmonie und Klarheit und wurden von ihren Mitgliedern in Form einer blauen Gesichtsbemalung symbolisiert. Diese Grundwerte besagten, dass die Macht frei sein sollte und in keinster Weise eingesetzt oder kontrolliert werden durfte. Die Anhänger strebten nach einem tieferen Verständnis des Willens der Macht, was sie durch absolute Hingabe zu erreichen versuchten. In ihrem Glauben war die Macht selbst ein lebendiges Wesen. Die Mitglieder des Pfads strebten danach, im Einklang mit der Macht zu leben und verfolgten Prinzipien wie „Geben und Geben“ statt „Geben und Nehmen“. Dies bedeutete, dass Geschenke geduldet wurden, sofern diese „aus freien Stücken“ erfolgten.[1]

Die Anhänger des Pfads lebten in einfachen, wabenförmig angeordneten Zellen in einem abgegrenzten Gebiet abseits der Stadt Ferdan auf dem Planeten Dalna. Ihre Siedlung bestand aus einfachen oberirdischen Behausungen und einem ausgedehnten unterirdischen Höhlensystem einer alten Gebirgskette, das als Geschenk der Macht ansahen und zu Wohnzwecken umbauten. Die oberirdischen Unterkünfte waren nur spärlich eingerichtet und dienten hauptsächlich als Schlafplatz. Der Alltag war von einem starken Gemeinschaftsgefühl geprägt, da sowohl die notwendigen Aufgaben als auch das kulturelle Leben in Form zahlreicher Feste und Rituale gemeinschaftlich verrichtet wurden. Dazu zählten beispielsweise die Namensgebungsfeier für Neugeborene und das Dankesfest. Insgesamt lebten die Pfad-Anhänger ein einfaches Leben, das abgesehen von Spenden vollständig auf Selbstversorgung ausgerichtet war und nur wenige persönliche Besitztümer vorsah. Sie betrieben hauptsächlich Landwirtschaft und verzichteten dabei auf den Einsatz von Hilfsmittel wie Bewässerungsdroiden oder Dünger. Auf Reinigungsgeräte, Maschinen oder Raumschiffe griffen sie nur dann zurück, wenn es keine andere Möglichkeit zur Bewältigung ihrer Aufgaben gab. Sie akzeptierten Spenden von Wohltätern und betrieben gelegentlichen Handel mit Ferdan.[1]

Unter der Führung von Elecia Zeveron nahm der Pfad der Offenen Hand eine aktivere Rolle ein. Statt nur im Einklang mit der Macht zu leben, sollte das Gleichgewicht auch aktiv hergestellt und verteidigt werden. Mit dieser Vision rechtfertigte Elecia den Bau des Raumschiffs Gaze Electric, das als mobile Tempelanlage dienen sollte, um die Lehre des Pfads über die Grenzen Dalnas hinaus bekannt zu machen. Zudem rief sie die Gruppe der „Kinder“ ins Leben, eine von ihr zusammengestellte Elitetruppe, die Machtartefakte sammelte, um deren weiteren Missbrauch zu verhindern.[1] Die Mitglieder des Pfads ahnten nicht, dass es sich bei Elecia um eine Betrügerin handelte, die selbst die Macht einsetzte, um ihre Anhänger zu manipulieren. Mit dem angeblichen Ziel, die Macht von allem Negativen zu befreien und sie ins Gleichgewicht zu bringen, brachte sie ihre Anhänger gegen andere machtbasierte Orden auf, insbesondere gegen die Jedi. Die daraus resultierende Gewaltbereitschaft und die Akzeptanz militärischer Mittel wie den Einsatz von Vollstreckerdroiden führte in der Schlacht von Dalna zur direkten Konfrontation mit den Jedi und zur Zerschlagung der Gemeinschaft.[5]

Positionen und Ränge[Bearbeiten]

  • Mutter: Diese Position hatte Elecia Zeveron inne. Sie wurde von der Gemeinschaft als Prophetin anerkannt und verehrt. Sie hielt den Eindruck aufrecht, Visionen über die Zukunft des Pfads zu erhalten und die Fähigkeit zu besitzen, direkt mit der Macht Zwiesprache halten zu können. Sie galt als eine Person, die den Willen der Macht am besten verstand.[1] Entgegen der Ideologie des Pfads nutzte sie selbst die Macht und schuf eine besondere Aura, mit derer sie die Zuneigung und Loyalität ihrer Anhänger sicherte.[5]
  • Herold: Der Herold war das Sprachrohr des Pfades und vertrat die Ideologie der Gemeinschaft nach Außen. Zudem verkündete er die Entscheidungen des Ältestenrats gegenüber den übrigen Anhängern und stand ihnen als Ratgeber und moralische Instanz zur Verfügung. Bevor Elecia Zeveron als Mutter die Kontrolle über den Pfad übernahm, war mit der Position des Herolds auch die Führung der Gemeinschaft verbunden.[1]
  • Führer: Diese Position wurde von Elecia Zeveron nach der Entdeckung des Großen Gleichmachers neu geschaffen und Marda Ro zugesprochen, die bis dahin für die Betreuung der Kleinen verantwortlich war. Als Führerin des Pfads konnte sie in Abstimmung mit Elecia Zeveron die künftige Richtung des Pfads vorgeben. In dieser Rolle setzte sich Marda dafür ein, den Pfad nach Jedha zu führen, um sich dort für eine Repräsentation in der Synode der Macht einzusetzen.[1]
  • Meister des Gleichmachers: Wie auch die Position des Führers wurde die Rolle des Meisters des Gleichmachers von Elecia Zeveron nach der Entdeckung des Großen Gleichmachers neu geschaffen. Yana Ro bekam diesen Titel zugesprochen, da die Pfad-Anhänger glaubten, der Gleichmacher hatte sie als Bezugsperson ausgewählt. Tatsächlich wurde die Kreatur vom Stab der Jahreszeiten beeinflusst, den Yana zu diesem Zeitpunkt mit sich trug.[1] Später verlor die Rolle des Meisters des Gleichmachers an Bedeutung, da die Kreatur auch von anderen Trägern des Kontrollstabs beeinflusst wurde.[6][5]
  • Ältester: Die Ältesten waren besonders erfahrene Mitglieder, die die Mutter bei wichtigen Entscheidungen unterstützten. Gemeinsam bildeten sie den Ältestenrat.[1]
  • Kinder: Die Kinder galten als die treuesten Akolythen der Mutter, wobei es sich dabei nicht um Kinder im wörtlichen Sinne handelte, sondern um erwachsene und kampferprobte Anhänger. Im Auftrag der Mutter unternahmen sie Missionen zu anderen Welten, wo sie Machtartefakte stahlen. Da diese Objekte nach Ansicht des Pfads der missbräuchlichen Manipulation der Macht dienten, durften sie nicht eingesetzt werden. In ihrer Vorstellung befreiten sie die Macht, indem sie solche Artefakte dem öffentlichen Zugriff entzogen und deren Einsatz damit verhinderten. Die gestohlenen Gegenstände wurden anschließend der Mutter übergeben und in den unterirdischen Höhlen des Pfades verborgen oder an Bord des Flaggschiffs Gaze Electric gelagert. Zu den bekanntesten Objekten, die sich der Pfad auf diese Weise aneignete, zählte der Stab der Jahreszeiten. Bei den Einsätzen der Kinder handelte es sich um inoffizielle Aufträge, die zwar innerhalb der Gemeinschaft bekannt waren, aber nicht von allen Seiten akzeptiert wurden. Offiziell betätigten sich die Kinder als Missionare, um die Lehren des Pfades in der Galaxis zu verbreiten und neue Anhänger zu gewinnen.[1]
  • Mitglied: Als vollwertiges Mitglied galten alle volljährigen Anhänger, die ihre Lebensweise nach der Ideologie des Pfads ausrichteten und sich für die Gemeinschaft engagierten. Sie standen in der Hierarchie unter den Ältesten. Diese wurde durch drei blaue Wellenlinien symbolisiert, die die Mitglieder mit Brikalschalenfarbe auf ihrer Stirn auftrugen. Mit zunehmender Radikalisierung wandelte sich diese Gesichtsbemalung von den drei Wellenlinien, zu geraden bis hin zu gezackten Linien nach der Umwandlung in den Pfad der Geschlossenen Faust.

Geschichte[Bearbeiten]

Ein Dorf des Pfads der Offenen Hand auf Dalna.

Der Pfad der Offenen Hand wurde etwa im Jahr 482 VSY[4] von einem Mann namens Sachar Rold gegründet.[7] Rold hatte zuvor ein Priesteramt bei den Wächtern der Whills inne, verließ diese jedoch, nachdem eine Vision von lebendigem blauen Licht ihn in einen Glaubenskonflikt mit den Lehren des Ordens brachte. Auf der Suche nach spiritueller Zuflucht reiste er nach Dalna, wo er schließlich den Pfad der Offenen Hand gründete.[1] Er war überzeugt, dass dieser Ort seine Anhänger vor Krieg und Leid bewahren würde, wie er es zuvor auf Jedha erlebt hatte.[7]

Elecia Zeveron kam als Geflüchtete aus den Kernwelten zum Pfad der Offenen Hand und lebte mehrere Jahre in dessen Gemeinschaft, bevor sie eines Tages angab, eine Vision von einem machtbasierten Wesen empfangen zu haben. Ihren Aussagen zufolge habe das Wesen sie gelehrt, mit der Macht zu leben, ihr zuzuhören, sie zu teilen und eins mit ihr zu sein. Kurz darauf erblühte ihr Garten über Nacht, was sie als Bestätigung ihrer Erfahrung deutete. In der Folge sah sie sich selbst als Prophetin und leitete daraus einen Führungsanspruch ab, dem die Mitglieder des Pfades zustimmten.[1] Sowohl der Rat der Ältesten als auch der bisherige Anführer, Herold Werth Plouth, waren beeindruckt von ihrer Vision und den vermeintlichen Heilkräften und ordnete sich ihrer unter.[3] Ab dem Jahr 385 VSY[2] übernahm sie die Kontrolle des Pfades und wurden von ihren Anhängern als „Mutter“ bezeichnet und als Prophetin anerkannt, die direkt mit der Macht Zwiesprache hielt und ihren Willen in Visionen empfing. Sie wurde wegen ihrer Weisheit und Weitsicht geschätzt und gab den Pfad-Mitgliedern ein Gefühl von Sicherheit und Stabilität. Unter ihrer Führung verbesserte sich die materielle Versorgung. Dies war auch großzügigen Wohltätern zu verdanken, die die Mutter durch ihre Botschaften davon überzeugen konnte, Spenden bereitzustellen, um die Wintermonate zu überstehen, die vor der Ankunft der Mutter stets mit Hunger und Entbehrlichkeit verbunden waren. Zudem begann auf ihre Initiative hin der Bau des Raumschiffs Gaze Electric, das ihrer Vorstellung diente, die Heimat des Pfades von Dalna in den Weltraum zu verlagern, um dessen Lehren in der gesamten Galaxis zu verbreiten.[1]

In Wirklichkeit war Elecia Zeveron selbst machtsensitiv und nutzte ihre Fähigkeiten, um ihre Anhänger über Jahre hinweg zu täuschen und für ihre eigenen Ziele zu manipulieren. Im Gegensatz zur Ideologie des Pfads setzte sie bewusst die Macht ein und verfolgte persönliche Ziele. Dies umfasste die Vergeltung für eine frühere Demütigung durch den Jedi-Orden und die Sabotage der republikanischen Expansionsbemühungen zu dieser Zeit. Außerdem bereicherte sie sich selbst an den gesammelten Artefakten und nutzte dies zur Unterhaltung ihres Netzwerks aus Wohltätern, Schmugglern, Agenten und Piraten.[5] Im Jahr 382 VSY gelangte sie über den Hyperraumprospektor Radicaz Dobbs an ein Ei der Namenlosen, aus dem wenig später der Große Gleichmacher schlüpfte. Die Jedi Zallah Macri und Kevmo Zink, die auf Dalna die Aktivitäten des Pfads untersuchten und dem Diebstahl von Machtartefakten nachgingen, starben durch den Einfluss des Gleichmachers. Dadurch erkannte Elecia, dass sich diese Kreaturen gezielt als Waffe gegen die Jedi einsetzen ließen.[1] Sie intensivierte ihre Bemühungen, um den Jedi und der Republik zu schaden, indem sie mit der Pfad-Gemeinschaft zum Pilgermond Jedha reiste. Offiziell diente dies dem Zweck, die Lehre des Pfads in der Heiligen Stadt zu verbreiten, das öffentliche Interesse zu wecken und Einfluss in der Synode zu gewinnen. In Wahrheit beabsichtigte Elecia, Unruhen zu schüren und eine Ablenkung zu schaffen, um in den Besitz des Stabs des Tagesanbruchs zu gelangen. Dieses Machtartefakt sollte ihr zusammen mit dem bereits vorhandenen Stab der Jahreszeiten die vollständige Kontrolle über den den Großen Gleichmacher ermöglichen. Die vom Pfad provozierten Ausschreitungen führten zur Schlacht von Jedha.[5]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]