Namenlose

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Die „Namenlosen“ waren eine Gruppierung, an der der Jedi-Orden lange Zeit vor dem Niedergang der Galaktischen Republik schwere Sünden begangen hatte,[1] die Nameless Purge.[2] Ein Jedi-Mystiker empfing in einer Trance eine Vision, gemäß der die Verfehlungen des Ordens an den Namenlosen nur durch das Opfer einer Vielzahl von Jedi gesühnt werden könne. Die Vision handelte weiter von der Rückkehr einer Gefahr der Vergangenheit und einer Schwächung der Macht selbst, die nur durch die Taten eines Auserwählten zurück ins Gleichgewicht gebracht werden könne. Diese Vision wurde als die Prophezeiung des Auserwählten im Holocron der Prophezeiungen abgespeichert und im Holocron-Speicher der Jedi-Archive auf Coruscant aufbewahrt.[1] Zu Beginn der Ausbildung des späteren Jedi-Meisters Dooku kursierten unter den Jünglingen des Jedi-Ordens Legenden und Märchen über die Namenlosen, die der junge Schüler für Produkte der zu lebhaften Fantasie seiner Kameraden hielt.[3] Eine Geschichte über die Namenlosen, die sich auch außerhalb des Ordens verbreitete, handelte von einem Fluch der Namenlosen.[4] Erst später studierte Dooku das Holocron der Prophezeiungen und erfuhr so von den Sünden der Jedi an den Namenlosen. Für lange Zeit trug er das Holocron stets bei sich, bevor er sich von dessen Inhalten abwandte. Etwa ein Standardjahr, nachdem Qui-Gon Jinn von Dooku als Padawan akzeptiert worden war, verfasste der junge Jedi einen Aufsatz über die Geschichte der Theosophie, als ihn Dookus früherer Schüler Rael Averross auf das Holocron der Prophezeiungen hinwies. Die Studien der Prophezeiungen veranlassten Jinn, anstelle seines ursprünglichen Aufsatzthemas einen Text über die Weissagungen der alten Jedi-Mystiker zu verfassen, der ihm eine gute Note einbrachte. Allerdings untersagte Dooku seinem Padawan kurz danach weitere Studien an dem Holocron.[1] Als der mit der Rebellion liierte Dieb Thom Hudd während des Galaktischen Bürgerkriegs von Vaneé in Darth Vaders Schloss auf Mustafar festgehalten wurde, erzählte er Vaders Diener zu dessen Unterhaltung mehrere Schauergeschichten. Dadurch wollte er den gegenüber derartigen Erzählungen aufgeschlossenen Akolythen des Jenseits davon abhalten, ihn zu foltern oder zu exekutieren. Nachdem sich eine Geschichte über Crakka, einen Cousin des Hutts Jabba, als für Vaneé zu langweilig erwiesen hatte, bot Hudd an, ihm wahlweise eine Geschichte über den Fluch der Namenlosen oder die Erzählung The Silent Circle vorzutragen. Allerdings entschied sich Vaneé dazu, ihn zu exekutieren, bevor ihn die als Inquisitorin verkleidete Rebellin Lina Graf rettete.[4] Daten über die Nameless Purge waren unter anderem in den Datenbanken des Graf-Archivs auf Orchis 2 abgelegt. Einige Zeit nach der Schlacht von Endor sichtete der junge Entdecker Milo Graf die Aufzeichnungen des Graf-Archivs zu diesen Ereignissen.[2]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

Ein Drengir und ein Namenloser auf der Amaxinen-Station, daneben eine Konzepzeichnung eines Namenlosen

Die Namenlosen wurden als einer der Haupt-Antagonisten der verlagsübergreifenden Literaturinitiative Die Hohe Republik entworfen. Sie entstanden im Jahr 2018, als sich die beteiligten Autoren im Rahmen ausgedehnter Planungssitzungen mit der Frage befassten, wovor ein Jedi Angst haben konnte. Für das Projekt fertigte eine Vielzahl von Künstlern zahllose Konzeptzeichnungen der Schauplätze, Charaktere und Schiffe an, darunter auch Iain McCaig, der neben mehreren Protagonisten auch einige Konzepte für die Namenlosen entwarf. Die Grafiken zeigen Schemen geisterhafter Kreaturen in verschiedenen Formen. In der ersten Phase des Literaturprojekts traten die Namenlosen allerdings bislang noch nicht in Erscheinung. Der Fokus der ersten Romane und Comicreihen liegt statt dessen auf den Nihil, einer Piratenbande, und den Drengir, einer Spezies gefräßiger, von der Dunklen Seite der Macht erfüllter Pflanzen. Die an Die Hohe Republik beteiligten Autoren Cavan Scott und Claudia Gray erwähnten die Namenlosen allerdings bereits im Jahr 2019 in dem Hörspiel Dooku – Der verlorene Jedi, dem Roman Meister und Schüler und dem Comic Return to Vader’s Castle als eine von zahlreichen Anspielungen auf die mit Beginn des Jahres anlaufenden Publikationen über die Ära der Hohen Republik in diesen Werken. Eine Illustration eines Namenlosen von Iain McCaig, die bereits im offiziellen Videotrailer zu dem Verlagsprogramm gezeigt worden war, wurde im Rahmen der zweiten Ausgabe der Webvideoserie The High Republic Show zur Illustration einer Zusammenfassung des Romans In die Dunkelheit verwendet. Die schemenhafte Figur taucht neben einem Drengir auf der Amaxinen-Raumstation auf. In den letzten Kapiteln des Jugendromans spürt der Charakter Reath Silas neben den Drengir und den Nihl ein „dumpfes Grauen“ auf der Station, die Vorahnung einer dritten Gefahr, derer sich die an der Mission beteiligten Jedi noch nicht bewusst waren. Bislang blieb ungeklärt, ob es sich bei dieser Vorahnung um einen Hinweis auf einen künftigen Auftritt der Namenlosen handelt, was auch die Illustration aus der High Republic Show nahelegt, oder ob die Verwendung der Konzeptzeichnung in der Illustration der künstlerischen Freiheit der Videoproduzenten entsprungen ist.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eigenübersetzung: „The eureka moment was the question ,what scared the Jedi?’ And that made us all go ,uh, something wicked this way comes’.”