Schlacht von Andalia

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BattleOfAndalia-EGW.jpg
Schlacht von Andalia
Zeitliche Übersicht
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Schlacht zur Befreiung Coh Veshivs[1]

Beschreibung
Datum:

0 NSY[2]

Ort:

Andalia[2]

Ergebnis:
Kontrahenten

Galaktisches Imperium[2]

Hapes-Konsortium[2]

Kommandeure
Truppenverbände
Verluste
  • 1 Pursuit-Klasse Kreuzer[2]
  • 8 Kanonenboote[2]

Die Schlacht von Andalia war eine Auseinandersetzung zwischen Kampfverbänden des Galaktischen Imperiums unter der Führung von Großadmiral Osvald Teshik und des Hapes-Konsortiums, die im Jahr 0 NSY über dem Planeten Andalia ausgetragen wurde. Der Einsatz sollte dazu dienen, den bei Imperator Palpatine in Ungnade gefallenen Großadmiral auf eine Mission zu schicken, die er nicht überleben würde. Während einer vermeintlichen Patrouillenmission auf hapanischem Gebiet traf Teshiks Kampfverband auf eine übermächtige hapanische Flotte. Obwohl die imperialen Einheiten vollständig vernichtet wurden, überstand Teshik das Gefecht schwer verwundet und wurde später begnadigt.

Vorgeschichte[Bearbeiten]

Im Jahr 0 NSY führte die EF76-Nebulon-B-Fregatte Far Orbit, die dem Kommando des Piraten Dhas Fenoep Vedij unterstand, in der Rigali-Shell-Zone einige Raubzüge durch. Es gelang den Freibeutern, die im Dienst der Allianz zur Wiederherstellung der Republik standen, Coh Veshiv, den Berater des Imperators, auf einer Raumstation nahe dem Planeten Esseles gefangenzunehmen. Da die Operation in den Kernwelten stattfand,[1] fiel sie unter den Zuständigkeitsbereich des imperialen Großadmirals Osvald Teshik, der den Sektor Null, der Coruscant und die umliegenden Welten umfasste, militärisch verwaltete und dem mehrere auf Anaxes stationierte Kommandos wie Azure Hammer zur Verfügung standen.[6] Daher beauftragte der Imperator den Großadmiral mit der Rückholung des in Geiselhaft befindlichen Veshiv sowie der Vernichtung der Far Orbit und deren Besatzung, insbesondere des Kapitäns Dhas Fenoep Vendij. Zur Erfüllung dieses Auftrags setzte Palpatine Teshik eine Frist. Allerdings versagte der Großadmiral an der rechtzeitigen Befreiung des Beraters, der sensible Informationen zu imperialen Strategien besaß und mehrere Geheimnisse des Imperators hütete. Teshiks Fehlschlag erzürnte den Imperator,[1] der dadurch die Gelegenheit gekommen sah, an einem seiner Großadmiräle ein Exempel statuieren,[2] um sich ihrer Loyalität zu versichern.[3] Da das Hapes-Konsortium zu dieser Zeit mehrfach in imperiales Territorium vorgedrungen war, entsandte der Imperator Teshik in den Hapes-Sternhaufen, um die Flotte des Reichs in ihre Grenzen zu verweisen. Tatsächlich plante er, den Großadmiral mit einem schlecht ausgestatteten Kampfverband an eine übermächtige hapanische Flotte auszuliefern und Teshik auf diese Weise ohne direkte eigene Beteiligung zu exekutieren. Zu diesem Zweck übertrug man ihm das Kommando über den Pursuit-Klasse Kreuzer Shepherd, der mit zwei Staffeln TIE-Jägern bestückt war. Zusätzlich erhielt er Geleitschutz von acht leicht bewaffneten Kanonenbooten. Sein offizieller Auftrag lautete, einen Patrouillenflug an die Grenzen des Hapes-Sternhaufens zu unternehmen und etwaige feindliche Kräfte zurück in das Konsortium zu treiben. Anders als seine Mannschaft wusste Teshik darum, dass er bei Palpatine in Ungnade gefallen war, und vermutete daher bereits den eigentlichen Grund für die Mission. Trotzdem stand er loyal zum Imperium und seinem Anführer, sodass er den ihm übertragenen Auftrag ohne Protest ausführte. Nachdem seine Flottille nahe Hapes aus dem Hyperraum ausgetreten war, erhielt Teshik vom imperialen Flottenoberkommando die Anweisung, mit gleichbleibender Geschwindigkeit bis zum Planeten Andalia vorzurücken und im Falle eines Feindkontakts die gegnerischen Streitkräfte anzugreifen. Um den Tod des Großadmirals in der folgenden Schlacht zu dokumentieren und verifizieren, sandte Palpatine ein Spähschiff aus, das das Gefecht aus der Ferne beobachten sollte.[2]

Verlauf[Bearbeiten]

Nachdem Teshiks Kampfverband ins Andalia-System eingetreten war, stand seine Flottille einer Abteilung der königlichen Flotte von Hapes gegenüber. Die feindlichen Streitkräfte bestanden aus fünf Hapanischen Schlachtdrachen, die Geleitschutz von acht Schlachtkreuzern der Nova-Klasse erhielten. Daraus schloss der Großadmiral, dass die hapanische Admiralität einen Hinweis auf seine Flottenverschiebungen erhalten hatte. Obwohl die Besatzungen seiner Schiffe erwarteten, dass Teshik den Rückzug befahl, ordnete der Großadmiral an, den feindlichen Kampfverband anzugreifen. Nach seinem Befehl, alle 24 auf der Shepherd stationierten TIE-Jäger auszuschleusen und zum Angriff überzugehen, folgten die Offiziere trotz ihrer Bestürzung über die möglichen Folgen des Angriffs seinen Anweisungen und sandten die zwei TIE-Staffeln der Shepherd aus, um die hapanischen Schlachtdrachen zu bekämpfen. Binnen zwei Minuten wurden sämtliche Sternenjäger von den Turbolasergeschützen der Schlachtschiffe erfasst und vernichtet. Währenddessen konzentrierten die Nova-Klasse Kreuzer der Hapaner ihr Feuer auf die Kanonenboote des imperialen Kampfverbands. Innerhalb von einer Minute wurden sechs der acht Schiffe von Feindfeuer zerstört. Die Kommandanten der verbliebenen zwei Kanonenboote wandten sich angesichts der hohen Verluste ihres Kampfverbands und der Überlegenheit des Gegners zur Flucht, vollführten ihre Wendemanöver aber unkoordiniert, sodass sie dabei einen Frontalzusammenstoß verursachten und beide Schiffe detonierten. Anschließend nahmen die hapanischen Schiffe die Shepherd unter Beschuss. Trotz der Aussichtslosigkeit ihrer Situation führten die imperialen Offiziere des Kreuzers den Kampf fort.[2]

Da Teshik das Schlachtgeschehen gedankenversunken beobachtete und keine neuen Anweisungen ausgab, entstand an Bord der Shepherd ein Befehlsnotstand. Nach kurzer Zeit ließ der Feindbeschuss die Schilde des Kreuzers kollabieren. Zur Vernichtung des Schiffs beschoss das Flaggschiff der feindlichen Flotte, ein Schlachtdrache, die Shepherd mit Protonentorpedos, die zu sofortigen Hüllenbrüchen an mehreren Stellen führen. Zudem traf ein Torpedo den Hauptreaktor des Schiffs und leitete eine Kettenreaktion ein. Teshik verfiel beim ersten Einschlag in einen Zustand des Deliriums und ließ die durch sein Training an der imperialen Akademie ins Unterbewusstsein übergegangenen Bewegungen zur Rettung in Gefahrensituationen Überhand nehmen. Nachdem er einen Evakuierungsanzug gefunden hatte, wurde er bewusstlos. Da er sich nahe bei einem Hüllenbruch befand, wurde er bei der Detonation des Hauptreaktors und der anschließenden vollständigen Zerstörung des Schiffs von der dadurch entstandenen Druckwelle aus der Shepherd herausgedrückt und überlebte so die Vernichtung des Kreuzers. Allerdings erlitt er dabei schwere Verletzungen. Nach der Explosion von Teshiks Flaggschiff sammelte sich die hapanische Flotte zum Sprung in den Hyperraum. Dabei flog ein Schlachtdrache nahe bei dem imperialen Großadmiral vorbei, ohne ihn jedoch zu bemerken oder mit seinen Partikelschilden zu erfassen. Anschließend sprang die Flotte des Hapes-Konsortiums in den Hyperraum. Teshik hingegen fiel in einen Zustand des Deliriums, wobei er aufgrund seines Akademietrainings unterbewusst den Peilsender seines Evakuierungsanzugs aktivierte, der es imperialen Schiffen erlauben sollte, seine Position zu bestimmen und ihn zu retten.[2]

Folgen[Bearbeiten]

Nachdem alle hapanischen Kriegsschiffe den Schauplatz der Schlacht verlassen hatten, versank Teshik in eine Trance. Im Zustand der Bewusstlosigkeit erlebte er eine Vision. Da er seinen Peilsender aktiviert hatte, konnte er von dem Spähschiff des Imperators gefunden werden, das eigentlich seinen Tod verifizieren sollte. An Bord des Schiffs wurden seine schweren Verletzungen von Medi-Droiden behandelt, wobei 75 Prozent seines Körpers durch kybernetische Implantate ersetzt wurden. Anschließend wurde Teshik vom Imperator begnadigt. Palpatine empfand die Bestrafung seines Großadmirals als angemessen und war der Ansicht, dass Teshik in zukünftigen Gefechten seinen Nutzen unter Beweis stellen sollte. Als der Großadmiral nach der Zerstörung des Zweiten Todessterns im Jahr 4 NSY von der Allianz zur Wiederherstellung der Republik gefangen genommen und verhört wurde, bezog Teshik seine Erlebnisse bei Andalia in sein Geständnis mit ein.[2]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 1,2 The Far Orbit Project
  2. 2,00 2,01 2,02 2,03 2,04 2,05 2,06 2,07 2,08 2,09 2,10 2,11 2,12 2,13 2,14 2,15 2,16 2,17 2,18 2,19 2,20 2,21 2,22 2,23 The Essential Guide to Warfare
  3. 3,0 3,1 Who's Who – Imperial Grand Admirals
  4. Eigenübersetzung: „Proceed at speed to Andalia and engage enemy forces.”
  5. Eigenübersetzung: „But he was angry that your privateers had been running wild in the core, and that they'd kidnapped that swollen gasbag Advisor Veshiv from Esseles. Since I commanded that oversector, I had to sate his anger.”
  6. Coruscant and the Core Worlds
  7. Eigenübersetzung: „My men thought we were a recon patrol and that our mission was to keep the Hapans honest. But I knew better — I knew we were going to a place from which we'd never return.”
  8. Eigenübersetzung: „The only survivor of the Battle of Andalia was the man sent there to die.”

  • Osvald Teshiks Schilderung der Schlacht von Andalia bildet den Prolog des Sachbuchs The Essential Guide to Warfare von Jason Fry.[2]
  • In seinen Produktionsnotizen zu The Essential Guide to Warfare schrieb Jason Fry, dass er zunächst beabsichtigt habe, den Prolog des Essential Guides aus einem Transkript einer Sitzung hochrangiger imperialer Würdenträger zu bilden, die sich über die Wunder der Galaxis unterhielten. Auf Anfrage von Erich Schoeneweiss, einem Redakteur von Del Rey, änderte er die Einleitungs-Sektion des Buchs, da sie keine Hinführung zum Thema Kriegsführung darstellte. Daher beschrieb er den Verlauf der Schlacht von Andalia und Großadmiral Teshiks Erinnerungen an den Vorfall. Er wollte durch die Wahl dieses Themas erreichen, dass der Leser die Allgegenwärtigkeit des Krieges versteht.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eigenübersetzung: „I was struck, as tons of folks have been before, by its mix of beauty and despair – a sort of bleak transcendence. By the end of the song I knew what I wanted – an officer bearing witness to scenes that were terrible and yet somehow beautiful, and led to a strange vision.”
  2. The Essential Guide to Warfare
  3. EG to Warfare Endnotes Pt. 1