Sturz-Hyperantrieb

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Der Sturz-Hyperantrieb[1] war eine frühe Vorform des Hyperantriebs. Es handelte sich um eine antike Technologie der Gossam, DIe Gossam Courivers konnten mithilfe des Sturz-Hyperantriebs um das Jahr 27.000 VSY die weite Distanz zwischen ihrer Heimatwelt Castell und dem Planeten Felucia zurücklegen. Nachdem sie den Planeten, den sie zu dieser Zeit noch „Galuch“ nannten, erreicht hatten, erklärten sie ihn zu ihrem Eigentum und errichteten mehrere Kolonien. Die Siedlungen der Gossam wurden im Laufe der Jahrhunderte immer wieder aufgegeben und von den dichten Pilzwäldern von Felucia überwuchert. Die Gossam kolonisierten den Planeten mehrfach und errichteten später auch große Städte wie Kway Teow und Niango.

Quellen[Bearbeiten]

  • Bau den Millennium Falcon (Ausgabe 21, Seite 6: „Führer durch die Galaxie: Felucia“) (In der deutschen Ausgabe nicht enthalten)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. ↑ Übersetzung des Begriffs aus The Old Republic (Schatzsuche: Tiefer Sturz)

Der Sturz-Hyperantrieb war eine frühe Variante der Hyperantriebstechnologie, die von den Devaronianern und Gossam auf Basis der Macht-Antriebe der Rakata konstruiert wurde. Im Gegensatz zu den Antrieben der Rakata, die auf eine starke Präsenz der Macht am Zielort angeweisen waren, ermöglichte der Sturz-Hyperantrieb Sprünge zu beliebigen Zielen. Die experimentelle und instabile Technologie erlaubte jedoch lediglich Hyperraumsprünge von unkontrollierbarer Länge und Dauer, was ihren praktischen Nutzen erheblich einschränkte. Mithilfe von Sturz-Hyperantrieben erkundeten beide Spezies ferne Welten, darunter Felucia und Byblos. Die Entwicklung stabiler Hyperantriebe führte dazu, dass der Sturz-Hyperantrieb in Vergessenheit geriet.

Beschreibung[Bearbeiten]

Der Sturz-Hyperantrieb war eine Vorform der modernen Hyperantriebstechnologie. Er basierte auf Experimenten der Devaronianer und Gossam, die versuchten, die Technologien der Rakata nachzubauen. Da die Rakata-Technologie, darunter auch deren Macht-Antriebe auf Fokussierungskristallen und der Nutzung der Macht basierte, eliminierten und umgingen die Spezies diese Funktionalitäten und konstruierten mit dem Sturz-Hyperantrieb eine Ableitung des Macht-Antriebs.[1] Der experimentelle Sturz-Hyperantrieb[2] galt als primitiv und instabil.[3] Er ermöglichte riskante Hyperraumsprünge von unkontrollierbarer Länge und Dauer.[4] Allerdings gab er den Gossam und Devaronianern eine größere Flexibilität als der Macht-Antrieb den Rakata verschafft hatte, da er nicht darauf limitiert war, zwischen Welten mit einer starken Macht-Präsenz zu springen. Dennoch war der Sturz-Hyperantrieb angesichts des unklaren Ausgangs der Sprünge in seiner Einsetzbarkeit beschränkt.[3] Die Gossam rüsteten ihre Erkundungsschiffe[4] und die Devaronianer ihre Forschungsschuffe mit experimentellen Sturz-Hyperantrieben aus; um fremde Welten auszukundschaften und zu kolonisieren. Für spätere Generationen galt die Erforschung eines solchen Antriebs als wertvolle Erkenntnisquelle.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Um das Jahr 30.000 VSY ließ der Einfluss der Himmlischen in der Galaxis stark nach, was es den Rakata erlaubte, sich von ihrer Heimatwelt Lehon aus auszubreiten. Hierzu nutzten sie ihre Macht-Antriebe, die ihnen überlichtschnelle Reisen zwischen Welten erlaubten, die eine starke Präsenz in der Macht aufwiesen. Die weiten Gebiete zwischen ihren abgelegenen Besitzungen wie Corellia, Honoghr, Generis, Hijarna, Xo und Dantooine blieben mangels Macht-Präsenz unentdeckt.[4] Die Rakata achteten dabei darauf, ihre machtempfänglichen Sklaven von ihrer Technologie fernzuhalten. Hierdurch animierten sie ihre Sklaven, darunter Duros, Herglics, Baragwin, Devaronianer und Gossam, jedoch lediglich dazu, ihre Technologie an sich zu nehmen und nachzubauen. Die Rakata-Sklavenspezies versuchten dabei, die Rolle der Fokussierungskristalle und allen anderen Komponenten, die einen Einsatz der Macht erforderten, zu eliminieren. Aus Ableitungen der Rakata-Technologie entstanden verschiedenste Proto-Hyperantriebe wie die Hyperraumkanonen von Duro und Corellia.[1]

Um das Jahr 27.000 VSY,[4] kurz vor dem Niedergang des Unendlichen Reiches der Rakata,[3] begannen sowohl die Devaronianer als auch die Gossams mit Experimenten, aus denen der Sturz-Hyperantrieb entstand. Die experimentellen Geräte ermöglichten beiden Spezies riskante Sprünge von unkontrollierter Länge und Dauer,[4] machten sie aber auch erheblich flexibler als die Rakata, da sie bei der Wahl ihrer Erkundungsziele nicht auf Welten mit starker Präsenz in der Macht limitiert waren.[3] Indem sie sich diesen Umstand und die damit verbundenen regionalen Lücken im Unendlichen Reich der Rakata zunutze machten, konnten die Gossam und die Devaronianer dank ihrer Sturz-Hyperantriebe in einem kleinen Maßstab interstellare Konföderationen errichten. Mithilfe eines experimentellen Sturz-Hyperantriebs gelang es den Gossam Courivers, einer der ersten Kundschaftergruppen der Gossam, den Planeten Felucia zu erreichen. Dort trafen sie auf die primitiven, aber intelligenten Dschungel-Felucianer und beanspruchten den Planeten mit seinem einzigartig komplexen Ökosystem als Gossam-Land. In den folgenden Jahrtausenden errichteten die Gossam zahlreiche Kolonien in den Pilzwäldern des Planeten, die meist als exotische Urlaubsresorts Erfolg hatten.[4] Die Devaronianer nutzten experimentelle Sturz-Hyperantriebe an Bord ihrer frühesten Forschungsschiff. Eines dieser Erkundungsschiffe entsandten sie zu dem Planeten Byblos, von dem es nicht mehr zurückkehrte.[2]

Nachdem die Rakata um das Jahr 25.200 VSY von einer Seuche von der Nutzung der Macht abgeschnitten worden waren, wurden ihre Technologien für sie unbrauchbar, was ihr Unendliches Reich zu Fall brachte. Ihre ehemaligen Sklavenspezies gewannen durch den fortschreitenden Nachbau ihrer Technologien einen erheblichen Vorsprung gegenüber den stark dezimierten Rakata.[1] Aus der Erforschung erbeuteter Rakata-Technologie gelang es um das Jahr 25.000 VSY einer Gruppe corellianischer Wissenschaftler erstmals, eine stabil funktionierende Ableitung des Rakata-Hyperantriebs zu konstruieren, der zugleich nicht mehrauf die Verwendung der Macht angewiesen war. In der Folge begannen die Bewohner der Kernwelten zwischen 25.000 VSY und 20.000 VSY mit der Erforschung des Alls, was zu einer Erweiterung der noch jungen Galaktischen Republik in den galaktischen Osten führte.[3] Die überholten Proto-Hyperantriebstechnologien wie Hyperraumkanonen oder Sturz-Hyperantriebe gerieten in der Folge in Vergessenheit.[4]

Um das Jahr 3.638 VSY wurden historische Aufzeichnungen der devaronianischen Expedition nach Byblos entdeckt. Unter Archäologen und Schatzsuchern galt das noch immer dort vermutete devaronianische Erkundungsschiff als ein lohnenswertes Ziel. Insbesondere waren Schatzjäger darauf aus, dessen experimentellen und aufgrund seines Alters besonders wertvollen Sturz-Hyperantrieb zu bergen.[2] Im Jahr 1 VSY führte Insmot Bowen, ein Spezialist für prärepublikanische Geschichte am Obroanischen Institut, ein aufgezeichnetes Gespräch über die galaktische Frühgeschichte mit dem imperialen Wissenschaftler Bevel Lemelisk, dem Admiral Conan Antonio Motti und dem General Arhul Kurumenga aus der Abteilung für Militärforschung, in dem er auch seine Thesen über die Entwicklung früher Hyperraumtechnologie aus den Überresten der Rakata-Technologie vorstellte.[1]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

Der Sturz-Hyperantrieb wurde erstmals in dem Nachschlagewerk The Essential Atlas von Daniel Wallace und Jason Fry erwähnt. Wallace führte diese Vorform des Hyperantriebs ein, da er Erwähnungen voll funktionsfähiger Hyperantriebe vor dessen offizieller Entdeckung im Jahr 25.000 VSY auf ein Minimum beschränken wollte. Gleichzeitig beabsichtigte er aber auch, die Gossam mit dem Planeten Felucia zu verknüpfen, der in Erzählungen aus der Zeit der Klonkriege eng mit der von den Gossam geführten Handelsgilde verknüpft ist. Daher führte er die Gossam Courivers als eine von zahlreichen in dem Werk erwähnten Kolonisierungsmissionen aus der Zeit vor der Galaktischen Republik ein. Zum Zeitpunkt des Erscheinens von The Essential Atlas war sich Wallace noch nicht sicher, wie genau ein „Sturz-Hyperantrieb“ funktionierte. Allerdings war er der Ansicht, dass bereits der Name der Technologie keine sonderlich sichere Reise versprach.[1]

Die deutsche Übersetzung des Begriffs „tumbledrive“ aus The Essential Atlas entstammt dem Online-Rollenspiel The Old Republic. In dem Rollenspiel-Ergänzungswerk Reise ins Unbekannte wird der Begriff „tumble hyperdrives“ generisch als „primitive Hyperantriebe“ übersetzt. Im Kanon wird der Sturz-Hyperantrieb in der englischen Fassung der 21. Ausgabe des Magazins Bau den Millennium Falcon als „tumbledrive“ erwähnt. In der deutschen Übersetzung des Magazins ist der Satz mit der Erwähnung des Sturz-Hyperantriebs dagegen gänzlich entfallen. Für den Kanon-Abschnitt dieses Artikels wurde daher auf die Übersetzung aus The Old Republic aus dem Erweiterten Universum zurückgegriffen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]