Episode II – Angriff der Klonkrieger

Aus Jedipedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
BKL-Icon.svg Dieser Artikel behandelt den Film Episode II – Angriff der Klonkrieger; für weitere Bedeutungen siehe Episode II – Angriff der Klonkrieger (Begriffsklärung).
Filmplakat II(engl.).jpg
Episode II – Angriff der Klonkrieger
Informationen zur Produktion
Originaltitel:

Episode II – Attack of the Clones

Veröffentlichung:

16. Mai 2002

Länge:

142 Minuten

Altersfreigabe:

FSK 12

Informationen zum Stab
Regisseur:

George Lucas

Drehbuch:

George Lucas
Jonathan Hales

Musik:

John Williams

Kamera:

David Tattersall

Schnitt:

Ben Burtt

Informationen zum Inhalt
Datum:

22 VSY

Darsteller

Obi-Wan Kenobi
Anakin Skywalker
Padmé Amidala
Palpatine
Mace Windu
Dooku
C-3PO
R2-D2
Bail Organa
Aayla Secura

Ewan McGregor
Hayden Christensen
Natalie Portman
Ian McDiarmid
Samuel L. Jackson
Christopher Lee
Anthony Daniels
Kenny Baker
Jimmy Smits
Amy Allen

Weitere Darsteller...

Episode II – Angriff der Klonkrieger ist ein Science-Fiction-Film vom Regisseur George Lucas aus dem Jahr 2002. Er ist der zweite Teil der Prequel-Trilogie, die die Vorgeschichte der ursprünglichen Star-Wars-Filme der Jahre 1977 bis 1983 erzählt. Der Film spielt zwischen den Filmen Episode I – Die dunkle Bedrohung (1999) und Episode III – Die Rache der Sith (2005).

Eröffnungstext[Bearbeiten]


Es war einmal vor langer Zeit in einer
weit, weit entfernten Galaxis....

Star Wars Logo.svg

Episode II

Angriff der Klonkrieger

Es herrscht Aufruhr im Galaktischen Senat. Mehrere tausend Sonnensysteme haben ihre Absicht erklärt, aus der Republik auszutreten.

Diese Separatisten, unter der Führung des mysteriösen Count Dooku, machen es der kleinen Gruppe von Jedi-Rittern schwer, Frieden und Ordnung in der Galaxis aufrecht zu erhalten.

Senatorin Amidala, ehemals Königin von Naboo, kehrt in den Galaktischen Senat zurück, um an einer Abstimmung teilzunehmen, die über die umstrittene Aufstellung einer ARMEE DER REPUBLIK zur Unterstützung der unterlegenen Jedi entscheiden soll....

Handlung[Bearbeiten]

Attentate auf Senatorin Amidala[Bearbeiten]

Amidalas Schiff im Anflug auf Coruscant

Im Jahr 22 VSY kehrte Senatorin Padmé Amidala von Naboo nach Coruscant, der Zentralwelt der Galaktischen Republik, zurück, um an einer Abstimmung im Galaktischen Senat teilnehmen, in der über das Mobilmachungsgesetz zur Aufstellung einer Armee der Republik entschieden wird. Sie möchte sich gegen einen solchen Gesetzesentwurf aussprechen. Bei der Landung auf Coruscant wird ein Bombenanschlag auf Amidalas Raumschiff verübt, den sie aber aufgrund ihrer Doppelgängerin Cordé unverletzt überlebt. Cordé stirbt jedoch an ihren Verletzungen. Die Senatorin selbst war in einem Naboo-N-1-Sternenjäger geflogen und konnte so dem Anschlag entgehen. Daraufhin bestimmt der Jedi-Orden auf Anraten Kanzler Palpatines zwei seiner Mitglieder, Obi-Wan Kenobi und dessen Padawan Anakin Skywalker, dazu, die Senatorin zu beschützen, obwohl sie keinerlei Bewachung wünscht.

Während der Nacht wird mit einem Attentäterdroiden und giftigen Kouhuns ein weiteres Attentat auf die Senatorin verübt. Die Jedi spüren die Anwesenheit der Gefahr und retten Amidala in letzter Sekunde. Obi-Wan sieht den Droiden am Fenster, springt hindurch und hält sich an dem flüchtenden Objekt fest. Anakin holt unterdessen einen Speeder und nimmt die Verfolgung auf. Obi-Wan wird vom Droiden zu dessen Besitzerin, einer Kopfgeldjägerin namens Zam Wesell, geführt. Als diese den Verfolger bemerkt, schießt sie jedoch auf Obi-Wan, sodass dieser in die Tiefen Coruscants stürzt und erst von Anakin in dem Speeder aufgefangen wird. Danach verfolgen sie Wesell, die mit ihrem Schiff in die unteren Ebenen Coruscants flüchtet. Dort versteckt sie sich im Outlander-Nachtclub des Uscru-Vergnügungsdistrikts. Die Jedi suchen sie dort und überwältigen sie, dann bringen sie Zam nach draußen. Doch bevor diese den Namen ihres Auftraggebers verraten kann, erschießt sie jemand aus dem Hinterhalt mit einem Kamino-Säbelpfeil.

Die beiden Jedi auf unterschiedlichen Missionen[Bearbeiten]

Padmé und Anakin sind auf Naboo angekommen.

Die Jedi beschließen, die Senatorin zu ihrer eigenen Sicherheit in Begleitung Anakin Skywalkers nach Naboo zurückzuschicken. Obi-Wan bekommt den Auftrag, den Attentäter aufzufinden. Während Anakin und Amidala, als Flüchtlinge getarnt, mit R2-D2 nach Naboo reisen, führt der Pfeil des Attentäters Obi-Wan zum Planeten Kamino. Zuvor hatte er sich bei Dexter Jettster Informationen über den Pfeil besorgt, dieser verwies auf diesen Planeten. Obi-Wan konnte jedoch nichts über Kamino im Jedi-Archiv finden und wandte sich so an Meister Yoda. Dieser unterrichtete eine Gruppe von Jünglingen. Eines der Kinder kommt auf die Idee, dass der Planet aus dem Archiv der Jedi gelöscht sein könnte. Daraufhin fliegt Kenobi die Koordinaten an, an denen er Kamino vermutet, nämlich den Mittelpunkt der Gravitation, die von diesem Planeten ausgeht.

Dort angekommen, wird er von den Kaminoanern freundlich empfangen. Der Premierminister Lama Su führt ihm eine Klonarmee vor, die sie im Auftrag des unter mysteriösen Umständen gestorbenen Jedi-Meisters Sifo-Dyas für die Republik produziert haben. Auf Kamino trifft Obi-Wan auch erstmals auf Jango Fett, einen Kopfgeldjäger. Dieser wurde auf einem der Bogden-Monde von einem Mann namens Tyranus als Klonwirt angeheuert, als er die Ex-Jedi Komari Vosa jagte (was Obi-Wan nicht weiß). Obi-Wan hat den Verdacht, dass Fett an den Attentaten auf Senatorin Amidala beteiligt ist und versucht, ihn gefangen zu nehmen, damit der Jedi-Rat ihn verhören kann. Jango Fett kann jedoch mit seinem Schiff, der Sklave I, entkommen.

Padmé und Anakin verlieben sich auf Naboo.

Auf Naboo beginnen Anakin und Padmé sich zu verlieben. Aber Anakin spürt auch, dass es seiner Mutter Shmi Skywalker, die er vor zehn Jahren auf Tatooine zurück ließ, schlecht geht. Er bricht mit Padmé nach Tatooine auf und erfährt dort von Watto, dass seine Mutter aus der Sklaverei befreit worden ist und von einem Feuchtfarmer geheiratet wurde. Als er Cliegg Lars, den Ehemann seiner Mutter, findet, erzählt ihm dieser, dass seine Mutter von Sandleuten, einer einheimischen Spezies aus Tatooine, entführt worden ist. Er verfolgt die Spur der Sandleute und findet seine Mutter, die in seinen Armen stirbt. Entgegen seinem Jedi-Kodex bringt er voller Hass alle Sandleute im Lager um.

Währenddessen verfolgt Obi-Wan den flüchtenden Jango Fett und dessen Sohn Boba mit Hilfe eines an dessen Schiff befestigten Peilsenders zu der trockenen Welt Geonosis. Bei der Verfolgung erkennt jedoch Boba, dass sie von dem Jedi verfolgt werden und sie nehmen daraufhin Obi-Wan ins Visier. In dem Asteroidenfeld gelang es Obi-Wan, denen sich seinem Jedi-Sternenjäger nähernden Protonentorpedos auszuweichen und sich geschickt zu verstecken, sodass er ohne weitere Probleme auf dem Planeten landen konnte. Dort belauscht er ein Treffen des abtrünnigen Jedi Dooku alias Darth Tyranus mit Vertretern der Handelsföderation und anderen Führern der Separatisten. Dooku ist der Anführer einer gegen die Republik gerichteten Konföderation unabhängiger Systeme und hofft, die Droidenarmeen der Handelsföderation für den Plan seines Meisters zu gewinnen, nämlich die Republik in einen Bürgerkrieg zu stürzen. Nute Gunray, der Vizekönig der Handelsföderation, verlangt als Gegenleistung Padmés Tod, was die Attentate auf die Senatorin erklärt. Bevor Obi-Wan seine Entdeckungen an den Jedi-Rat nach Coruscant vollständig übertragen kann, wird er gefangen genommen. Beim Verhör durch Graf Dooku wird Obi-Wan ein Bündnis mit der Konföderation unterbreitet, da die Republik unter dem Einfluss der Sith stünde. Dooku gibt also vor, mit seiner Separation gegen die Sith zu handeln. Obi-Wan lehnt ab.

Anakin Skywalker, der die Nachricht Obi-Wans nach der Beerdigung seiner Mutter mitbekommen hat, bricht zusammen mit Amidala von Tatooine nach Geonosis auf, um Obi-Wan zu retten. Er nimmt außerdem seinen Droiden C-3PO mit, der bis dahin im Dienst seiner Mutter stand. Dieser hatte mittlerweile eine Außenhülle bekommen. Dort entdecken sie, dass die Geonosianer eine Droidenarmee für die Konföderation bauen. Nach ihrer Flucht durch die Fertigungsanlagen werden auch sie gefangen genommen.

Auf Coruscant beschließt der Rat der Jedi, 200 Jedi-Ritter nach Geonosis zu schicken, um Obi-Wan Kenobi, Anakin Skywalker und Senatorin Amidala zu retten und die Geheimnisse um die Handelsföderation und die Handelsgilden zu lüften. Gleichzeitig erteilt der Senat auf Jar Jar Binks Vorschlag dem Kanzler Notstandsvollmachten, so dass dieser die Klonarmee einsetzen kann. Daraufhin macht sich Yoda auf, um sich die Klonarmee von Kamino anzusehen. Die Jedi fliegen unter der Leitung von Mace Windu nach Geonosis.

Schlacht von Geonosis[Bearbeiten]

Anakin, Padmé und Obi-Wan in der Arena der Gerechtigkeit

Obi-Wan Kenobi, Anakin Skywalker und Senatorin Amidala, die zum Tode verurteilt wurden, sollen in der Arena der Gerechtigkeit hingerichtet werden. Sie werden an Pfähle gekettet und anschließend werden drei wilde Geschöpfe auf sie losgelassen. Die drei Gefangenen können sich befreien und werden durch das Eintreffen der Jedi vorerst gerettet. Anschließend greift die Droidenarmee der Geonosianer an und die Schlacht von Geonosis beginnt. Ohne Chance gegen die Übermacht werden die wenigen überlebenden Jedi und Padmé eingekesselt. Doch dann beenden die Droiden ihr Feuer und Dooku gibt den Jedi die Chance sich zu ergeben. Diese gehen jedoch nicht auf ihn ein und erwarten den finalen Angriff. Dann treffen die Klontruppen unter der Führung von Meister Yoda ein. Sie erlangen die Oberhand in der Arena und retten die letzten Jedi. Die folgende Schlacht zwischen den Klonsoldaten und der Droidenarmee eröffnet die Klonkriege.

Die Schlacht von Geonosis

Graf Dooku kann trotz eines Lichtschwert-Kampfes gegen Obi-Wan Kenobi, Anakin Skywalker und Meister Yoda entkommen. Anakin verliert in diesem Kampf seine rechte Hand und den Unterarm. Dooku flieht nach Coruscant, wo er seinen Meister Darth Sidious trifft. Beide haben den Krieg arrangiert, damit der Kanzler Vollmachten erhält, um letztendlich die Demokratie zu untergraben. Graf Dooku alias Darth Tyranus verfolgte nur den Plan, die Jedi und die Republik voneinander zu trennen.

Anakin Skywalker und Padmé Amidala kehren nach Naboo zurück und heiraten heimlich, was einem Jedi untersagt ist. Skywalker hatte inzwischen eine mechanische Hand erhalten.

Entstehungsgeschichte[Bearbeiten]

Drehbuch[Bearbeiten]

Hatte George Lucas noch während der Produktion von Episode I – Die dunkle Bedrohung ausgeschlossen, dass er für Episode II – Angriff der Klonkrieger abermals die Regie-Arbeit übernehmen würde, änderte sich diese Meinung im weiteren Verlauf.[1] Für den zweiten Teil seiner Prequel-Trilogie war Lucas somit nicht nur als Drehbuchautor sondern auch erneut als Regisseur tätig, während Rick McCallum als Produzent wieder dafur verantwortlich war, die Kosten für die Umsetzung von Lucas’ Vision im Rahmen zu halten. Nach seiner Rückkehr aus dem Urlaub, den Lucas nach der Veröffentlichung von Episode I mit seinen Kindern in Europa verbrachte, begann er im September 1999 mit der Ausarbeitung des Drehbuchs zu Episode II. Das Zeitfenster war eng gesteckt, denn neun Monate später – im Juni 2000 – sollten die Dreharbeiten in den bereits angemieteten Studioflächen der neu errichteten Fox-Studios in Sydney, Australien beginnen. Im Vergleich dazu hatte er bei Episode I noch drei Jahre für die Entwicklung eines endgültigen Drehbuches gebraucht. Wie bei seinen vorherigen Filmen zog sich der Regisseur in seinen Schreibturm seiner viktorianischen Villa in der Medway Road in San Anselmo zurück und begann seine Arbeit am Drehbuch.[2] Lucas schrieb zunächst drei Drehbuchfassungen, der unzählige Rohfassungen vorausgingen. Danach engagierte er den Koautor Jonathan Hales, der ihm bei der Überarbeitung einiger Szenen unterstützend zur Seite stand. Hales arbeitete bereits in der Filmproduktion Radioland Murders und der Fernsehserie Die Abenteuer des jungen Indiana Jones mit George Lucas zusammen. Hales schrieb anschließend zwei weitere Drehbuchentwürfe, die Lucas bei seiner Fertigung eines finalen Drehbuchs berücksichtigte. Bei der Handlungsentwicklung achtete Lucas verstärkt darauf, auf die Ereignisse in Episode IV – Eine neue Hoffnung hinzuarbeiten. Auch nachdem das Drehbuch ausgearbeitet und für die Produktion freigegeben war, wurden während der Dreharbeiten und sogar im Zuge der Postproduktion immer wieder Details abgeändert und Dialogzeilen umgeschrieben.[3] Beispielsweise fügte er nachträglich einen Dialog hinzu, um die Figur des Grafen Dooku besser auszuarbeiten. Aus den zusätzlichen Zeilen geht hervor, dass der Jedi Qui-Gon Jinn sein früherer Meister war.[2]

Um die Absichten der Antagonisten zu verschleiern, baute Lucas rund um die Herkunft der titelgebenden Klonkrieger ein Mysterium auf, bei dem der Name des Jedi-Meisters Sifo-Dyas eine wichtige Rolle spielt, obschon der Charakter im Film selbst nicht vorkommt. Ursprünglich sollte der Name des Jedi „Sido-Dyas“ lauten. Die Ähnlichkeit zu Darth Sidious, der als Kanzler Palpatine die Intrige gegen die Jedi einfädelt, befand Lucas letztendlich für zu groß und so änderte er den Namen leicht ab. Dabei geht die heute bekannte Schreibweise auf einen Tippfehler aus einer der vielen Rohfassungen von Episode II zurück.[2] Außerdem hatte die geheime Hochzeit von Anakin und Padmé in einer früheren Drehbuchfassung mehr im Mittelpunkt gestanden und zu einem früheren Zeitpunkt in der Filmhandlung stattgefunden. Schließlich entschied sich Lucas aber dafür, der Entwicklung der Liebesromanze mehr Zeit einzuräumen und die Hochzeit an das Filmende zu platzieren. Eine Szene, die Lucas vor diesem Hintergrund nachträglich neu schrieb, war diese als Anakin und Padmé in der Villa am See auf Naboo gemeinsam zu Abend essen und Padmé von ihrem Gegenüber mithilfe der Macht eine schwebende Frucht serviert bekommt. Augenfällig griff Lucas hier auf eine biblische Lesart zurück, die Anakins Weg in die Versuchung nahe liegt. Ferner wurden in Episode II – Angriff der Klonkrieger subtile Elemente eingebaut, die auf frühere Produktionen von George Lucas anspielen. Eindeutig ist in diesem Zusammenhang Obi-Wans Aussage, „Wieso habe ich das Gefühl, dass du mein Tod sein wirst?“, als er und Anakin im Outlander-Nachtclub nach der Kopfgeldjägerin Zam Wesell suchen. Hier spielt Obi-Wan auf die Ereignisse an, die seinen Charakter in Episode IV – Eine neue Hoffnung betreffen. Nicht nur das Aussehen und die Einrichtung von Dex’s Diner erinnern an „Mel’s Diner“ aus American Graffiti, sondern auch der Servicedroide FLO besitzt Ähnlichkeiten mit den Rollschuhmädchen aus Lucas’ früherem Werk. Bei dem sterilen, aber modernen Aussehen der Klonanlagen von Kamino schuf Lucas ebenfalls eine Analogie zu seinem Film THX 1138.[4]

Produktion[Bearbeiten]

Das Drehbuch und die Handlung von Episode II war ein von George Lucas streng gehütetes Geheimnis. Während der gesamten Zeit der Vorproduktion erhielt die Filmcrew keine einzige Seite des Drehbuchs zu lesen. Modellbauer und Designer begannen mit der Entwicklung von Planeten und Kreaturen, ohne die größeren Zusammenhänge oder die Bedeutsamkeit der verschiedenen Elemente zu kennen. Dies ging sogar soweit, dass die Schauspieler während der Dreharbeiten nur diejenigen Seiten erhielten, die sie für ihren aktuellen Drehtag benötigten. Für alle Beteiligten, einschließlich des Produzenten Rick McCallum war die Produktion ein riesiges Stückwerk, welches erst in der Postproduktion zusammengesetzt werden sollte. Noch während Lucas am Drehbuch schrieb, besuchte er die künstlerischen Abteilungen seiner Filmproduktion und ließ sich von den dort entstehenden Konzepten inspirieren, ehe er seinen Schreibprozess fortsetzte. Erst drei Tage vor Beginn der Dreharbeiten überreichte Lucas seinem Team das Drehbuch, nachdem er Hales’ überarbeiteten Entwurf nochmals umgeschrieben hatte.[2]

Die Dreharbeiten begannen am 26. Juni 2000 in den australischen Fox-Studios – auf den Tag genau drei Jahre nach dem Beginn der Hauptdreharbeiten von Episode I – Die dunkle Bedrohung. In der ersten Szene verkündet Ian McDiarmid in seiner Rolle als Kanzler Palpatine vor dem versammelten Senat, dass Senatorin Amidala einem Anschlag zum Opfer fiel. Zudem wurde jene Szene an diesem Tag gedreht, in der Jar Jar Binks seinen Appell an den Senat richtet, um den Kanzler mit Notstandsvollmachten auszustatten. Erstere Szene schaffte es nicht in die endgültige Fassung des Films. Ein Großteil der Studioaufnahmen fand vor einem Bluescreen statt, um die Kulissen später digital hinzuzufügen. Dank dieser Arbeitsweise konnte fast vollständig auf die Verwendung echter Sets verzichtet werden. Ohnehin blieb kaum Zeit solche zu bauen, da während der Vorproduktion kein Drehbuch vorlag. Am 7. September reiste das Produktionsteam zum Chott el Djerid nach Tunesien, wo Szenen am Außenbereich der Lars-Feuchtfarm aufgenommen wurden. George Lucas nutzte die Gelegenheit, um eine einzelne Szene für den nachfolgenden Film Episode III – Die Rache der Sith aufzunehmen. Darin wird der kleine Luke Skywalker seinen Stiefeltern überbracht. Lucas fand letzten Endes aber keine Verwendung für die Aufnahme und ließ sie bei den Dreharbeiten zu Episode III im Jahr 2003 neu drehen. Im Anschluss an die nur wenige Tage dauernden Arbeiten in Tunesien, reisten Schauspieler und Filmcrew zur Plaza de España im spanischen Sevilla. Dort wurden die Aufnahmen auf dem Planeten Naboo realisiert. Nach weiteren vier Drehtagen in den Elstree Studios in London wurden die Hauptdreharbeiten am 20. September 2000 offiziell abgeschlossen. Insgesamt verliefen die Dreharbeiten ohne größere Komplikationen, sodass sie anderthalb Tage schneller beendet werden konnten, als im Produktionsplan vorgesehen.[2][5] Während der Postproduktion unternahm George Lucas weitere Änderungen am Drehbuch, als er Dialoge veränderte und sogar eine neue Actionszene – jene in der Droidenfabrik auf Geonosis – hinzufügte. Diese Änderungen und weiteres Schnittmaterial wurden im Zuge von Nachdrehs aufgenommen, die ab dem 26. März in den Ealing Studios in London begannen. Im darauffolgenden November wurden einige Schauspieler erneut zu einer weiteren fünftägigen Session an Nachdrehs in die Ealing Studios einberufen. Ewan McGregor, der zu dieser Zeit am Film Black Hawk Down arbeitete und seinen Bart abrasiert hatte, musste für einige Szenen auf einen falschen Bart zurückgreifen.[5]

Bei Episode II – Angriff der Klonkrieger hatten sich George Lucas und Rick McCallum für den Einsatz hochmoderner Kameratechnik entschieden, um die Verwendung digitaler Filmaufnahmen voranzutreiben. Sony baute eigens das Kameramodell HDC-F900, das in der Lage war 24 hochauflösende Bilder pro Sekunde aufzunehmen. Dies war für damalige Verhältnisse, wo eine Vielzahl der Filme noch auf Zelluloidfilm aufgezeichnet wurden, ein Meilenstein. Die Crew um Lucas kam so in den Genuss, vergleichsweise wenig Budget für Filmmaterial ausgeben zu müssen und so flexibler drehen zu können (z.B. Double Angle Shot). Dank des digitalen Formats konnte man sofort nach der Aufnahme auf das Material zugreifen. Lucas’ Ziel, den ersten vollständig digitalisierten Film zu produzieren, war jedoch mit zahlreichen Problemen behaftet. Die Entscheidung, auf digitale Kameras umzusteigen fiel erst sehr spät, da einige Vorkehrungen mit Sony und Panavision getroffen werden mussten. Dementsprechend kurz fiel die Testphase aus, in der Industrial Light & Magic (ILM) die neue Technik für die bevorstehende Produktion vorbereiten konnte. Das Resultat der Filmaufnahmen war letztendlich ernüchternd. Wie sich herausstellte, hatte die neuartige Kamera die Blaukanaldaten im Verhältnis zu den Rot- und Grünwerten übermäßig komprimiert, was bei der großangelegten Verwendung des Bluescreens einer Katastrophe gleichkam. Dutzende von Künstler und Bildverarbeitungsspezialisten mussten in mühsamer Handarbeit unzählige Ausbesserungen vornehmen, um das vorliegende Filmmaterial zu retten und den Einbau visueller Spezialeffekte überhaupt erst möglich zu machen.[2]

Veröffentlichung[Bearbeiten]

Bereits bei Episode I – Die dunkle Bedrohung ließen die Verantwortlichen bei Lucasfilm über die offizielle Seite StarWars.com umfangreiche Einblicke zu, angefangen von der Entwicklung des Drehbuchs, dem Casting der Schauspieler und der Arbeiten am Set. Für Episode II setzte man diese Strategie fort und so begann schon im August 2000 eine von Ahmed Best, dem Schauspieler von Jar Jar Binks, moderierte Videoreportage, die unter dem Titel On Location in wöchentlichem Rhythmus auf der offiziellen Internetseite veröffentlicht wurde. Das Format beinhaltete Interviews mit Crewmitgliedern sowie einige Einblicke hinter die Kulissen der Filmproduktion. Ein Jahr später wurde ebenfalls auf StarWars.com der vollständige Titel des Films bekanntgegeben.[5] Das Auftauchen des Wortes Klonkrieger gab Anlass zu zahlreichen Spekulationen über jenes Ereignis, das erstmals knapp 25 Jahre zuvor in Episode IV – Eine neue Hoffnung von Obi-Wan Kenobi in einem Gespräch mit Luke Skywalker erwähnt wurde – die Klonkriege. Lucasfilm hatte diesen Punkt in der Geschichte von Star Wars in den 1990er-Jahren zum Sperrgebiet erklärt und damit verhindert, dass Autoren des Erweiterten Universums den Filmen etwas vorwegnehmen konnten.[6] Monate vor dem Filmstart bewegten sich auch die Medien des Erweiterten Universums auf die Zeitperiode des neuen Films zu. Den Start machte die Jungendromanreihe Jedi Quest, deren erster Teil im September 2001 in den USA und im Oktober 2002 in Deutschland veröffentlicht wurde. Die Reihe handelt von Anakin Skywalkers Jedi-Training unter Obi-Wan Kenobi und ihren verschiedenen Missionen.[5]

Teaser-Plakat zum Film

Der damalige Lucasfilm-Fanbeauftragte Steve Sansweet besuchte in den Monaten vor dem Filmstart zahlreiche Conventions, um exklusiv von der Produktion zu berichten und eine Kurzdokumentation mit dem Titel Conections vorzuführen. Im Mittelpunkt stand die Botschaft, dass Episode II an vielen Stellen an die beliebte klassische Trilogie anknüpfte – ein Punkt, den viele Fans bei Episode I vermissten und der viel Anlass zur Kritik gab. Unter anderem besuchte er im Juni 2001 die Comic-Con in San Diego und im April 2001 die Jedi-Con in Köln.[5][7] Im November 2002 wurden zwei Teaser-Trailer zu Episode II veröffentlicht. Eine der Filmvorschauen trägt den Titel Breathing und zeigt einzelne Szenen, die vor einem schwarzen Hintergrund kurz ein- und ausgeblendet werden, begleitet von Darth Vaders mechanischem Atemgeräusch. Gezeigt wurde der rund 60 Sekunden lange Clip vor dem Pixar-Film Die Monster AG. Der zweite Teaser-Trailer mit dem Titel Mystery wurde im Internet auf einer speziellen Seite bereitgestellt, die nur über die zuvor veröffentlichte DVD von Episode I erreichbar war. Zudem wurde das erste Kinoplakat des Films preisgegeben. Das Motiv zeigt Anakin Skywalker und Padmé Amidala nebeneinander im Profil, den Rücken zueinander gekehrt. Ein Schriftzug in der Mitte und die rote Lichtschwertklinge weisen auf Anakins Konflikt und sein Schicksal hin. Der endgültige Filmtrailer wurde am 10. März 2002 erstmals auf dem US-amerikanischen Fernsehsender FOX zwischen den Serien Malcolm mittendrin und Akte X ausgestrahlt. Eine Onlineversion folgte wenig später auf StarWars.com, ebenso wie das von Künstler Drew Struzan entworfene Kinoplakat. Weitere exklusive Einblicke wurden den rund 27.000 Besuchern des offiziellen Fan-Treffens Celebration II gewährt, das ab dem 3. Mai 2002 in Indianapolis stattfand. Dort gab es mehrmals täglich digitale Filmvorführungen von bisher ungesehenen Szenen aus Episode II, bei denen sich die Zuschauer von der Qualität digitaler und hochauflösender Kinobilder überzeugen konnten.[5]

Rund um die Kinopremiere von Episode II kamen unzählige Produkte in den Handel, die an den erwartbaren Erfolg des Films anknüpfen sollten. Sony Classical veröffentlichte den von John Williams komponierten Soundtrack des Films. Gleichzeitig kamen rund drei Wochen vor der Premiere die Romanadaption von R. A. Salvatore sowie der dazugehörige Jugendroman von Patricia C. Wrede auf den US-amerikanischen Markt. Letzterer erreichte sogar Platz eins auf der New-York-Times-Bestsellerliste.[5]

Am 12. Mai 2002 fanden in elf Städten in den USA exklusive Vorpremieren des Films statt, deren Erlöse an wohltätige Zwecke gespendet wurden. Eine ähnliche Aktion wurde auch in vier deutschen Städten durchgeführt. Der offizielle Filmstart von Episode II – Angriff der Klonkrieger erfolgte schließlich am 16. Mai 2002. Zum ersten Mal bei einem Star Wars-Film fand die Kinopremiere gleichzeitig in mehr als siebzig Ländern statt, wodurch der Film die Einnahmen seines Vorgängers am ersten Startwochenende übertreffen konnte.[5][2] Der Film startete in den USA in 3.161 Kinos und spielte am ersten Wochenende 80 Millionen US-Dollar ein. Insgesamt wurde in den USA ein Gesamtergebnis von 302 Millionen US-Dollar eingespielt, weltweit waren es 635 Millionen US-Dollar. Obwohl der Film vollständig digital gedreht wurde, konnte er letztendlich nur in rund 100 US-amerikanischen Kinos auf den dafür geeigneten Digitalprojektoren abgespielt werden. Für den Großteil der Kinos auf der ganzen Welt musste Episode II auf herkömmliche Filmrollen überspielt werden. Am 31. Oktober 2002 startete Episode II in IMAX-Kinos, die es dem Zuschauer erlaubten, den Film mit unkomprimiertem Tonsignal und in digitaler Qualität auf einer acht Stockwerke hohen Leinwand anzusehen. Aufgrund der damaligen Spezifikationen an IMAX-Spielfilme musste hierfür eine neue Schnittfassung erstellt werden, die eine Laufzeit von zwei Stunden aufweist und die ausschließlich in IMAX-Kinos aufgeführt wurde. Die Veröffentlichung im IMAX-Format spielte zusätzliche 1,5 Millionen US-Dollar ein. Die Heimkinoauswertung folgte am 12. November in den USA und am 28. November 2002 im deutschsprachigen Raum mit der Veröffentlichung von Episode II auf Videokassette und DVD. In den USA erschien die DVD in zwei Versionen, einmal im 4:3-Vollbild-Format und einmal im Breitbild-Format. Um die bestmögliche Bildqualität zu erzielen, wurde der Film von einer digitalen Quelle abgetastet und direkt auf DVD transferiert.[5]

Darstellerliste[Bearbeiten]

Hauptpersonen[Bearbeiten]

Jedi[Bearbeiten]

Naboo[Bearbeiten]

Senat[Bearbeiten]

Andere[Bearbeiten]

Deutsche Synchronsprecher[Bearbeiten]

Charakter Sprecher
Obi-Wan Kenobi Philipp Moog
Anakin Skywalker Wanja Gerick
Senatorin Amidala Manja Doering
Palpatine Friedhelm Ptok
Dooku Klaus Sonnenschein
Mace Windu Helmut Gauß
Shmi Skywalker Daniela Hoffmann
C-3PO Wolfgang Ziffer
Jar Jar Binks Stefan Fredrich
Yoda Tobias Meister

Galerie[Bearbeiten]


Inhalt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]


Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Star Wars – Das offizielle Magazin (Ausgabe 7), Prequel-Update: George Lucas im Interview
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 2,6 Wie Star Wars das Universum eroberte (Kapitel 23, Die Prequels erobern Star Wars)
  3. Das Kino des George Lucas, High Definition, Seite 216
  4. Das Kino des George Lucas, High Definition, Seite 219ff
  5. 5,0 5,1 5,2 5,3 5,4 5,5 5,6 5,7 5,8 Die offizielle Geschichte von 1977 bis heute (Kapitel Die Prequel-Trilogie)
  6. Wie Star Wars das Universum eroberte
  7. Star Wars – Das offizielle Magazin (Ausgabe 20)