Zeison Sha

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Zeison Sha.jpg
Zeison Sha
Allgemeines
Sitz:

Sha Kalan[1] auf Yanibar[2]

Rolle:

Schutz der Bewohner von Yanibar[1]

Historische Informationen
Gründungsjahr:

Etwa 2.000 VSY[3]

Die Zeison Sha waren ein machtbasierter Orden, der sich auf dem Planeten Yanibar entwickelte. Die Abkömmlinge der Angehörigen und Freunde von Jedi-Rittern, die vor den Sith dorthin evakuiert wurden, gründeten einen Kriegerbund, um die Kolonie auf der abgelegenen und lebensfeindlichen Randwelt vor den Bedrohungen ihrer Umgebungen zu beschützen. Als der Standort ihrer Zuflucht im Laufe der Neuen Sith-Kriege in Vergessenheit geriet, fühlten sich die Zeison Sha von den Jedi allein gelassen und begannen, eine Abneigung gegen den Orden zu entwickeln. Die Krieger der Zeison Sha zeichneten sich insbesondere durch ihre telekinetischen Fähigkeiten aus, die sie im Laufe einiger Jahrhunderte bis zur Perfektion brachten. Außerdem nutzten die Zeison Sha statt Lichtschwertern mit der Macht gesteuerte Klingenscheiben, um sich von den Jedi abzugrenzen.

Beschreibung[Bearbeiten]

Der Glaube der Zeison Sha stützte sich auf eine machtbasierte Philosophie, die sich stark von den Weltanschauungen der Jedi und der Sith unterschied. Zentrale Bestandteile ihrer Philosophie waren die Ideale der Unabhängigkeit und des Überlebens.[5] Diese Weltanschauung beruhte auf ihrem Bestreben, sich und ihre Familie vor der lebensfeindlichen Umgebung auf Yanibar zu schützen.[6] Es war den Zeison Sha genauso wichtig, anderen in der Not zu helfen, wie das eigene Überleben zu gewährleisten.[7] Da ihre Existenz auf Yanibar bei den Jedi in Vergessenheit geraten war, verachteten sie den Jedi-Orden,[3] sahen ihn als grausam an und warfen ihm vor, das Schicksal der Galaxis abseits ihres Ordens sei ihm gleichgültig.[1] Insbesondere ihre Praxis, Familien ihre machtempfänglichen Kinder zu entreißen, um sie in einem der Jedi-Tempel isoliert von ihrem eigentlichen Umfeld in den Wegen der Macht auszubilden, brachte dem Jedi-Orden großes Misstrauen unter den Zeison Sha ein.[6] Die Kultisten praktizierten zwar ebenfalls eine frühe Unterrichtung ihrer Kinder im Gebrauch der Macht, jedoch lehnten sie es strikt ab, ein Kind seiner Familie wegzunehmen. Stattdessen wurden machtempfängliche Kinder von Zeison Sha von ihren eigenen Eltern unterwiesen. Wenn sich ein Kind im Umfeld des Kults als machtsensitiv erwies, dessen Eltern jedoch über keinerlei Machtfähigkeiten verfügten, übernahm ein erfahrenes Mitglied der Zeison Sha seine Ausbildung.[3] Meist handelte es sich dabei um einen Freund der Familie. Obwohl die Unterweisung der Kinder im Sha Kalan, dem Tempel des Kults auf Yanibar, erfolgte,[1] lebte das Kind außerhalb seiner Ausbildung weiterhin bei seinen Eltern, um zu gewährleisten, dass es in einem normalen Umfeld aufwuchs.[3] Die Zeison Sha akzeptierten Novizen jeder Spezies, wenn sie machtempfänglich waren und zumindest eine entfernte familiäre oder freundschaftliche Bindung zu dem Kult hatten.[1] Obwohl die Zeison Sha ihre Machtfähigkeiten grundsätzlich nur zu ihrer Verteidigung oder dem Schutz anderer einsetzten,[3] konnte ihre Philosophie der Eigenständigkeit leicht zu einem Fall zur Dunklen Seite der Macht verleiten, ihr Selbsterhaltungstrieb in Selbstsucht umschlagen[6] und ihr Wunsch nach Unabhängigkeit von den Jedi zu Verbitterung und Hass führen.[1] Obwohl dieses Phänomen allgemein als selten galt, fielen gelegentlich Krieger zur Dunklen Seite, sodass sie die übrigen Zeison Sha töten oder zurück zur Hellen Seite führen mussten.[3] Meist folgten die Mitglieder des Ordens der isolationistischen Haltung ihres Kults, jedoch bereisten auch zahlreiche Angehörige der Sekte die Galaxis. Dabei verweilten sie nie lange auf einem Planeten, sondern begaben sich immer an die Orte, an denen ihre Hilfe benötigt wurde.[1]

Die Organisation der Zeison Sha gliederte sich in die Krieger und die Adepten, die sich durch ihre Kampfkleidung unterschieden: Die Adeptenrobe war trotz ihrer Flexibilität robust gegenüber Stößen und konnte mit diversen Unterlagen verstärkt werden. Die Krieger trugen eine schwerere Rüstung,[7] die zwar ihre Bewegungsfreiheit einschränkte, sie aber nicht nicht wesentlich im Kampf behinderte.[8] Während die noch nicht vollständig ausgebildeten Adepten ihren Erfindungsreichtum und Überlebenswillen einsetzten, um im Kampf zu bestehen, nutzten die Krieger der Zeison Sha ihre Machtfähigkeiten, um ihre Gegner zu überwältigen. Insbesondere ihre telekinetischen Fähigkeiten[7] waren denen der meisten Jedi-Ritter überlegen.[6] Ihre Ausbildung bestand größtenteils in der Weiterentwicklung dieser Fähigkeiten, sodass sie ohne jede Anstrengung[6] schwere Objekte bewegen konnten,[3] ohne sie zu berühren.[5] Mit einer anderen Machtfähigkeit war es ihnen möglich, sich mit einem Feld von Machtenergie zu umgeben, um sich vor heeranfliegenden Projektilen zu schützen. Darüber hinaus übten sie sich auch in diversen anderen Anwendungsformen der Macht, um auf jedes schädliche Ereignis vorbereitet zu sein. So konnten sie mit der Macht gefährliche Raubtiere wie Voorkatzen vertreiben oder Stürme umlenken, bevor sie eine Siedlung trafen. Integraler Bestandteil ihres Trainings war auch das Erlernen des Umgangs mit ihrer bevorzugten Waffe, der Klingenscheibe.[3] Dieses Wurfgerät bestand aus einem kleinen Metallring, in dessen Zentrum Handgriffe eingearbeitet waren. Die Seiten waren mit vier dünnen, gebogenen Klingen versehen. Die Zeison Sha griffen auf Klingenscheiben zurück, da sie Energiewaffen verabscheuten[6] und sich von den Lichtschwertern der Jedi abgrenzen wollten. Die Klingenscheiben erwiesen sich sogar gegen Lichtschwerter als effektiv.[3] Die Waffe wurde von den Kriegern vor dem Wurf mit einem Macht-Feld umgeben, um ihr übernatürliche Präzision[9] und Durchschlagskraft zu verleihen.[3] Wenn die Klingenscheibe ihr Ziel getroffen hatte, rief der Krieger sie mithilfe seiner telekinetischen Fähigkeiten in seine Hand zurück.[6] Da gut ausgebildete Krieger mithilfe der Macht sogar ihre Flugkurve kontrollieren konnten,[3] war es möglich, mit einem Wurf sogar mehrere Gegner auf einmal zu treffen.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Etwa 2.000 Jahre vor den Klonkriegen flüchtete eine Gruppe von Angehörigen und Freunden der Mitglieder des Jedi-Ordens vor den ersten Konflikten, die später zu den Neuen Sith-Kriegen führten, aus den Kernwelten in den Äußeren Rand,[6] da sie fürchteten, Ziele von Angriffen der Sith werden zu können.[3] Sie errichteten auf der abgelegenen Welt Yanibar eine Kolonie,[5] in der sie zeitweilig Zuflucht vor dem bevorstehenden Krieg suchten. Dort wollten sie darauf warten, dass ihre Jedi-Verwandten und -Freunde nach dem Kriegsende nach ihnen suchen würden, um sie in Sicherheit zu bringen. Allerdings starben alle Jedi, denen der Standort der geheimen Kolonie bekannt war, im Kampf gegen das Neue Sith-Imperium, sodass die Kolonie in Vergessenheit geriet.[6] Yanibar war aufgrund der extremen dort vorherrschenden Klimabedingungen nahezu unbewohnbar. In den ersten Jahren der Kolonisierung starben tausende Siedler durch die lebensfeindliche Umwelt. Im Laufe der Jahre begannen einige Kolonisten, ihre eigene Empfänglichkeit für die Macht zu entdecken, die ihnen dabei half, in der unwirtlichen Umgebung auf Yanibar zu überleben.[3] Aus Dankbarkeit für ihre Rettung durch die Macht entwickelten die Kolonisten im Laufe der folgenden Jahrhunderte eine neue Philosophie und gründeten auf Basis dieser Weltanschauung einen machtbasierten Orden, die Zeison Sha. Die Mitglieder der Sekte widmeten sich der Fortentwicklung ihrer Fähigkeiten, um sich selbst und ihre Angehörigen vor den Raubtieren von Yanibar zu verteidigen. Da sie jahrhundertelang keinen Kontakt zu den Jedi gehabt hatten, fassten sie ihre Isolation als Verrat durch den Orden auf. Statt auf die Ankunft der Jedi zu warten, konzentrierten sie sich darauf, selbstständig und unabhängig auf Yanibar überleben zu können. Die Zeison Sha lebten mehrere Jahrhunderte unentdeckt auf Yanibar,[6] bis sie einige Zeit nach der Ruusan-Kampagne[5] von Händlern entdeckt wurden, die in den umliegenden Regionen Geschäfte trieben. In der Folgezeit bauten die Zeison Sha ihre Siedlung in einen Handelsposten um, der als Bindeglied zwischen dem bekannten Raum und den Unbekannten Regionen fungierte und innerhalb weniger Jahrzehnte zu einem florierenden Raumhafen anwuchs. Trotz der Größe dieser Stadt und der regelmäßigen Besuche fremder Händler wahrten die Zeison Sha selbst ihre Anonymität gegenüber Fremden.[3]

Als sie von dem Ende der Neuen Sith-Kriege erführen, bereisten einige Angehörige des Kults die Galaxis, wodurch die Jedi von dem Standort der Kolonie erfuhren. Allerdings fürchteten die Zeison Sha, dass der Jedi-Orden ihre machtempfänglichen Kinder entführen und auf Coruscant als Padawane ausbilden würde. Diese Befürchtung begründete ein starkes Misstrauen des Ordens gegenüber den Jedi. Um das Jahr 500 VSY entsandte der Jedi-Orden eine diplomatische Delegation unter der Beteiligung des Jedi-Archivars Bodo Baas nach Yanibar, die über die Wiederaufnahme der Beziehungen zwischen den Zeison Sha und dem Orden verhandeln sollte. Trotz jahrelanger Planung und Vorbereitung gelang es den an der Mission beteiligten Jedi nicht, das Misstrauen der Kolonisten den Jedi gegenüber auszuräumen. Die Zeison Sha sprachen sich insbesondere gegen die Praxis des Ordens aus, Familien ihre Kinder im Säuglingsalter zu entziehen, da die Sorge um das Wohl aller Angehörigen einen zentralen Platz in ihrer Philosophie einnahm. Daher durften die Diplomaten die Kinder der Kolonisten nur im Beisein von erwachsenen Zeison Sha sehen. Im Verlauf der Verhandlungen bekräftigten die Kolonisten ihren Wunsch, unabhängig von den Jedi zu bleiben. Bodo Baas warnte die Zeison Sha vor seiner Abreise vor der Verführung durch die Dunkle Seite, für die die auf Selbsterhaltung ausgerichtete Kultur des Kults besonders anfällig war. Der Krevaaki-Historiker nahm einen Bericht über seinen Aufenthalt bei den Zeison Sha in das Tedryn-Holocron auf.[6] In den folgenden Jahrhunderten blieben die Zeison Sha meist unter sich und verließen Yanibar nur selten.[3] Die Jedi beachteten die Machtanwender ähnlich den Jal Shey oder den Hexern von Tund kaum.[10] Die Isolation der Zeison Sha war ausschlaggebend dafür, dass der Orden die Große Jedi-Säuberung unbehelligt überstand,[5] da Darth Vaders Jagdstaffeln nichts von der Sekte wussten.[1] Während der Herrschaft des Galaktischen Imperiums bekämpfte eine den Zeison Sha angehörende Twi’lek einen imperialen Scoutsoldaten mit ihren Klingenscheiben.[3] Nach der Befreiung großer Teile der Galaxis durch die Neue Republik um das Jahr 6 NSY wurden die Zeison Sha wieder offener gegenüber Fremden und bereisten die Galaxis häufiger. Während des Yuuzhan-Vong-Kriegs ab 25 NSY befürworteten die Zeison Sha insgeheim einen Sieg der Invasoren gegen die ihnen und den Yuuzhan Vong gleichermaßen verhassten Jedi. Andererseits trafen sie aber Maßnahmen, um eine Entdeckung ihrer Heimatwelt durch die extragalaktische Spezies und damit einen befürchteten Genozid an ihrem Volk zu verhindern, und setzten sich für die Wiederherstellung des Friedens in der Galaxis ein.[1]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

Die Zeison Sha wurden mit dem Rollenspielwerk Hero’s Guide von J. D. Wikler in das Star-Wars-Universum eingeführt. Im Widerspruch zu der in diesem Werk getroffenen Aussage, der Orden sei etwa 2.000 Jahre vor der Herrschaft des Galaktischen Imperiums entstanden, kommen in dem ein Jahr nach dem Hero’s Guide erschienenen Videospiel Knights of the Old Republic II – The Sith Lords mehrere den Zeison Sha zugeschriebene Rüstungsgegenstände vor, obwohl dessen Handlung fast 2.000 Jahre vor der Gründung der Sekte spielt.[1] Ebenfalls ist in einer Mission des Online-Rollenspiels The Old Republic, das ebenfalls über ein Jahrtausend vor der Gründung der Zeison Sha spielt, die Rede von diplomatischen Verhandlungen der Galaktischen Republik und des Sith-Imperiums mit den Zeison Sha, um ihren Beistand gegen die jeweils andere Seite im Neuen Galaktischen Krieg zu gewinnen.[2] Dieser Artikel orientiert sich an der Schilderung des Rollenspielwerks.

Einzelnachweise[Bearbeiten]