Bilbringi-System

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Bilbringi.jpeg
Bilbringi-System
Astrographie
Region:

Innerer Rand

Raster-Koordinaten:

J-8

Sterne:

1

Raumstationen:

Bilbringi-Raumschiffwerften

Gesellschaft
Offizielle Sprachen:

Basic

Zugehörigkeit:

Das Bilbringi-System ist ein Sternsystem im Inneren Rand. Die Besonderheit an diesem System ist, dass es nur aus Asteroiden besteht, die einen großen Anteil an verwendbaren Erzen haben. Aufgrund der hohen Erzvorkommen errichtete das Imperium dort große Werften. Am Ende des Thrawn-Feldzuges übernahm die Neue Republik das System mitsamt der Werften. Im Yuuzhan-Vong-Krieg wurde es von den Yuuzhan Vong mitsamt den Werften erobert.

Beschaffenheit[Bearbeiten]

Das Bilbringi-System ist ein großes Asteroidenfeld, das um einen Stern kreist. Die meisten Asteroiden bestehen aus Erzen, die für den Raumschiffbau genutzt werden können. Dies ist der einzige Grund, warum dieses unwirtliche System überhaupt besiedelt wurde. Auch wenn es keine Planeten gibt, haben aber einige große Asteroiden verhältnismäßig stabile Umlaufbahnen um den Stern. Auf diesen großen Asteroiden wurden die Werften des Imperiums aufgebaut, allerdings besitzen selbst die größten Asteroiden keine Atmosphäre, weil sie zu wenig Masse haben. Aufgrund dieser denkbar schlechten Gegebenheiten entwickelte sich im Bilbringi-System kein einheimisches Leben.

Die imperialen Werften[Bearbeiten]

Da die Asteroiden des Bilbringi-Systems größtenteils aus Erzen bestehen, hat man hier die seltene Möglichkeit, an einem einzigen Ort Rohstoffe abzubauen und zu verarbeiten. Hierzu wurden die Felsen nach außen und innen mit allerlei technischem Gerät gespickt. Nach innen wurden Minenschächte getrieben, von denen ausgehend der Asteroid ausgehöhlt wurde; auf der Oberfläche befanden sich Weiterverarbeitungsanlagen und an gewaltigen Türmen, die teilweise größer waren als der Himmelskörper, der sie trug, waren die Trockendocks befestigt. Weil sich die meisten Asteroiden mitsamt ihrer gewaltigen An- und Aufbauten frei bewegen konnten, mussten sämtliche Schiffe von beweglichen Bojen markierten Korridoren folgen oder von Lotsen navigiert werden, um nicht in Gefahr zu laufen, mit Asteroiden oder Werftgerät zu kollidieren. Da die Asteroiden keine Atmosphäre besitzen, mussten alle Flächen, die genutzt werden sollten, eingehaust und mit einer künstlichen Atmosphäre gefüllt werden. Auf Grund dieses Umstandes und weil sich alles in ständiger Bewegung befand, waren Frachter und Fähren, die Material und Personal von hier nach dort flogen allgegenwärtig. Als Hauptsitz diente der Asteroid Bilbringi VII. Auf diesem befand sich das Hauptquartier von General Drost, von wo aus die Werften überwacht wurden. Bilbringi VII war außerdem mit Schilden ausgestattet, um für die Sicherheit des Hauptquartiers und der Offiziere zu sorgen. Die Neue Republik nutzte die Werften weiter, ohne sie wesentlich zu erweitern oder umzubauen. Während der Besatzung des Systems durch die Yuuzhan Vong im Jahr 28 NSY wurden die Werften zerstört, ob sie danach wieder aufgebaut wurden, ist nicht bekannt.

Geschichte[Bearbeiten]

Rolle im Galaktischen Bürgerkrieg[Bearbeiten]

Hauptartikel: Thrawn-Feldzug

Die Anfänge der Nutzung des Bilbringi-Systems liegen in der Zeit des Galaktischen Imperiums. Um die riesige Flotte des Imperiums instand zu halten und zu vergrößern reichten die Kapazitäten der anderen Werftplaneten, wie Kuat oder Corellia, nicht mehr aus und es mussten neue Werften errichtet werden. Das Bilbringi-System erschien ideal, da hier Rohstoffe vorhanden waren und man die Asteroiden gut als Unterkonstruktion für die Docks benutzen konnte.

Für Großadmiral Thrawn war dieses System zur Zeit des Thrawn-Feldzuges eine der wichtigsten Festungen überhaupt, da das Imperium zu diesem Zeitpunkt bereits die Planeten Fondor, Kuat, Corellia und Sluis Van an die Neue Republik verloren hatte und mit ihnen die größten Werften der Galaxis. Überwacht wurde das Bilbringi-System während des Thrawn-Feldzuges von General Drost. Hier wurde Thrawns Flotte instand gehalten und ausgebaut. Neben der Reparatur verschiedener Schiffe und dem Bau neuer wurden hier auch Tarnfeldgeneratoren für Thrawn hergestellt. Diese nutzte er bei seinem Angriff auf Ukio, wo er mit Hilfe getarnter Schiffe scheinbar durch einen Schild schoss. Später ließ er auch 22 der Bilbringi-Asteroiden mit Tarnfeldern ausrüsten, um damit Coruscant zu blockieren. Verteidigt wurde das System von vier Golan-II-Kampfstationen, von denen eine getarnt war.

Die Schlacht um Bilbringi tobt.

Am Ende des Thrawn-Feldzuges fand in diesem System die Entscheidungsschlacht zwischen der Neuen Republik und Thrawn statt. Gleichzeitig und nichts von einander wissend griffen die Flotte der Neuen Republik unter der Führung von Admiral Ackbar und einige Schmuggler, angeführt von Talon Karrde, die Werften von Bilbringi an, um eine Kristall-Gravfeldfalle zu erhalten. Der ursprüngliche Plan sah vor, nur eine Kristall-Gravfeldfalle zu stehlen, um die Asteroiden über Coruscant zu enttarnen. Man wollte die Streitkräfte des Imperiums täuschen und bereitete einen Angriff auf Tangrene vor, Thrawn aber durchschaute den Plan und schickte seine Flotte ins Bilbringi-System. Allerdings wurde Thrawn während der Schlacht von Rukh, seinem Noghri Leibwächter, erstochen. Ohne ihren Anführer waren die imperialen Streitkräfte führerlos und der spätere Großadmiral Pellaeon ordnete den Rückzug nahe den unbekannten Regionen an. So fiel das System an die Neue Republik.

Durch Pellaeons Rückzug in der Schlacht von Bilbringi fiel das System mehr zufällig der Neuen Republik in die Hände. Diese nutzte die Werften fortan für sich, zum Beispiel wurde hier die Lusankya repariert, nachdem man sie in der Schlacht um Thyferra erobert hatte. Kurz nach dem Thrawn-Feldzug versuchte Ysanne Isard ihr altes Kommandoschiff bei Bilbringi zurückzuerobern, allerdings wurde sie von Iella Wessiri erschossen.

Yuuzhan-Vong-Krieg[Bearbeiten]

Im Yuuzhan-Vong-Krieg produzierten die Werften von Bilbringi neue Großkampfschiffe für die Neue Republik. Dabei wurden die Kapazitäten der Werft mit 500 Schiffen voll ausgelastet.

27 NSY empfingen Leia Organa Solo und Han Solo im Bilbringi-System Nom Anor. Dieser sprach ein Ultimatum über die Jedi aus und sammelte Informationen über die Werften der Neuen Republik. Um den Yuuzhan Vong falsche Informationen zu geben, ordnete General Muun die "Operation Ruhepause" an. Hierbei wurden die Lichter gelöscht und den Invasoren falsche Informationen über die Standpunkte der gebauten Schiffe geliefert.

Wenig später fielen die Yuuzhan Vong in das System ein und vernichteten die Werften und anwesende Streitkräfte der Republik. Einzig und allein eine getarnte Golan II aus der Zeit der Thrawn-Krise überstand den Angriff. Einige Piraten hatten diese kurz vorher mit einer Kristall-Gravfeldfalle gefunden und in Besitz genommen. Da die Yuuzhan Vong aber ihren Transporter zerstörten, mussten sie sich über ein Jahr lang verstecken.

Um die eigene Situation zu verbessern, wollte die Galaktische Allianz das System, das auf dem Weg nach Coruscant liegt, zurückerobern. Bei diesem Angriff unter dem Codenamen Operation Trinity sah man vor, dass ähnlich wie bei der Schlacht um Ebaq 9 drei Kampfgruppen unter dem Kommando von Pellaeon, Wedge Antilles und Traest Kre'fey nacheinander angreifen sollten. Da während der Schlacht das HoloNetz zerstört wurde, konnte Wedge die anderen wartenden Kampfgruppen nicht erreichen, die Befehl hatten zu warten. Nur durch Hilfe einer getarnten Golan II aus der Zeit des Thrawn-Feldzuges gelang es Wedge zu fliehen. Die Galaktische Allianz musste in dieser Schlacht schwere Verluste hinnehmen.

Quellen[Bearbeiten]