Mitth’raw’nuruodo

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BKL-Icon.svg Dieser Artikel behandelt den Großadmiral Thrawn; für den Roman siehe Thrawn.
Thrawn Kopf.jpg
Mitth’raw’nuruodo
Beschreibung
Spezies:

Chiss[1]

Geschlecht:

männlich[2]

Hautfarbe:

Blau[2]

Haarfarbe:

Blau-Schwarz[2]

Augenfarbe:

Rot[2]

Biografische Informationen
Dienstgrad:

Großadmiral[2]

Einheit(en):

Siebte Flotte[2]

Zugehörigkeit:

Galaktisches Imperium[2]

Mitth’raw’nuruodo, besser bekannt als Thrawn, war ein Großadmiral des Galaktischen Imperiums, der als taktisches Genie galt. Seinen Rang als einziger Chiss-Offizier des Imperiums erlangte er durch entscheidende Siege, bei denen er seinen Intellekt nutzte, um seine Feinde – darunter Cham Syndulla – auszutricksen. Er wurde zwei Jahre vor der Schlacht von Yavin von Gouverneurin Arihnda Pryce einberufen, um die Phönix-Rebellenzelle zu zerschlagen.

Biografie[Bearbeiten]

Erster Kontakt mit dem Imperium[Bearbeiten]

Auf der Suche nach Schmugglern erreichte der Venator-Klasse Sternenzerstörer unter Kapitän Voss Parcks Kommando den Planeten, auf dem Mitth'raw'nuruodo ausgesetzt worden war. Parck begab sich mit einem Team, darunter Oberst Mosh Barris und Kadett Eli Vanto, auf die Oberfläche und entdeckte das Lager des Chiss, als dieser abwesend war. Da zu diesem Zeitpunkt noch immer ein Protokoll zum Erstkontakt mit unbekannten Spezies bestand, waren die Imperialen verpflichtet, das Lager genauer zu untersuchen. Kadett Vanto war aufgrund seiner Abstammung von einem Planeten nahe der Unbekannten Regionen mitgenommen worden und konnte die Markierungen auf einigen Kisten als eine Variante der Handelssprache Sy Bisti entziffern, die keine imperialen Droiden kannten. Unterdessen hatte Mitth'raw'nuruodo jedoch einen der Alpha-3 Nibmus-Klasse V-Flügel-Sternenjäger, die das Gebiet überflogen, mit einem gespannten Drahtseil zum Absturz gebracht. Der Chiss entfernte den Leichnam des Piloten aus seinem Anzug und stopfte diesen dafür mit Gras und fermentierten Pyussh-Beeren aus. Außerdem stahl er den Blaster, dessen Energieladungen, den Komlink und Betäubungsgranaten des Toten.

Der ausgestopfte Anzug wurde von den Imperialen zurück zum Lager gebracht, während Mitth'raw'nuruodo Vorbereitungen traf, an Bord ihres Schiffs zu gelangen. Er entfernte die Sicherungsbolzen aus den Energieladungen und band sie an kleinere, nachtaktive Tiere. Diese wurden von dem Geruch der fermentierten Beeren angelockt und stürmten in das Lager, wo sie explodierten und Aufruhr verursachten, da man die Ursache der Explosionen nicht nachvollziehen konnte. Parck befahl daraufhin eine koordinierte Suche einer Gruppe von V-Flügel Sternenjägern. Da Mitth'raw'nuruodo mit dem Komlink, dessen Diebstahl noch nicht entdeckt worden war, die Kommunikation abhörte, sorgte er für den Absturz eines weiteren V-Flügel Sternenjägers. Er tauschte die beiden Komlinks gegeneinander aus und stahl erneut die Energieladungen, Betäubungsgranaten und den Blaster des toten Piloten, allerdings ließ er den Leichnam diesmal zurück. Oberst Barris entdeckte kurz darauf den Diebstahl des ersten Komlinks und ließ dessen Frequenz daraufhin blockieren. Durch Mitth'raw'nuruodos Austausch der beiden Geräte konnte dieser die Imperialen jedoch weiterhin abhören.

In der Nacht wurde von einer weiteren Suche abgesehen, stattdessen ließ Barris Wachen aufstellen, während Parck auf die Strikefast zurückkehrte. Mitth'raw'nuruodo griff in der Nacht jedoch die Wachen an, indem er mit einer Schleuder fermentierte Beeren auf die Soldaten warf, die daraufhin von Tieren angesprungen wurden, die erneut mit Energieladungen versehen waren. Am Morgen forderte Barris daher Sturmtruppen an, was sich der Chiss bereits erhofft hatte. Während nach ihm gesucht wurde, blockte mithilfe seines Komlinks die imperiale Kommunikation mit einer Rückkopplung und nutzte den Lärm, um einen Sturmtruppler zu töten. Er untersuchte dessen Rüstung und tötete einen weiteren Sturmtruppler, dessen Rüstung er selbst anlegte. In der Zwischenzeit hatte Barris den Entschluss gefasst, seine Leute abzuziehen und das gesamte Lager an Bord der Strikefast zu bringen, um es dort zu untersuchen. Mitth'raw'nuruodo betrat in der Rüstung das Lager und stellte diese dann neben einem der Transporter auf, bevor er an Bord ging. Die Rüstung war ebenfalls mit einer Energieladung ausgestattet und explodierte kurz darauf, was die Aufmerksamkeit der Imperialen auf sich zog. Der Chiss nutzte die Ablenkung und versteckte sich innerhalb des zweiten Energiegenerators aus seinem Lager, den er nur noch für Ersatzteile verwendete, da er bereits entladen war.

An Bord der Strikefast wartete Mitth'raw'nuruodo für zwei Stunden, bevor er den Transporter verließ und in dem abgedunkelten Hangar ein weiteres Schiff, ein Zeta-Klasse Frachtshuttle, betrat. Kapitän Parck, der bereits vermutet hatte, dass sich ihr unbekannter Angreifer an Bord geschlichen hatte und den Hangar absichtlich abgedunkelt hatte, ließ den Chiss von einigen Sturmtrupplern festnehmen, der keine Gegenwehr leistete. Im Beisein von Oberst Barris und Kadett Vanto befragte Parck Mitth'raw'nuruodo, wobei Vanto ihm als Übersetzer diente. In dem Gespräch erklärte der Chiss, dass er zwar genug Basic verstand, jedoch besser Sy Bisti sprach. Mithilfe von Vantos Übersetzungen erläuterte Mitth'raw'nuruodo sein Exil und wie es ihm gelungen war, die Imperialen zu überraschen und dann an Bord zu gelangen. Voss Parck war beeindruckt von den Fähigkeiten des Chiss und entschloss sich, diesen dem Imperator Palpatine vorzubringen. Mitth'raw'nuruodo bot den Imperialen an, ihn Thrawn zu nennen, da es für sie einfach sei und wurde in ein temporäres Quartier auf dem Schiff gebracht, während Parck in einem weiteren Gespräch mit anderen Offizieren und Vanto sprach. Der Kapitän hatte beschlossen, dass Vanto wegen seines Wissens um die Chiss und Sy Bisti als Thrawns Übersetzer fungieren sollte und diesen für den weiteren Rückflug zum Kern in Basic unterrichten sollte.

Dienst im Imperium[Bearbeiten]

Thrawn war ein imperialer Flottenoffizier, der in den Jahren vor der Schlacht von Yavin in den Rang eines Admirals aufstieg. Etwa zwei Jahre vor der imperialen Niederlage bei Yavin verursachte eine Rebellenzelle auf dem Planeten Batonn einen Aufstand gegen die imperiale Herrschaft im gesamten umliegenden Sektor. Daraufhin wurde Thrawn mit einer Flotte zu dem Planeten entsandt, um die Rebellion niederzuschlagen. Im Zuge der Kampfhandlungen starb eine große Zahl von Zivilisten, bevor es Thrawn gelang, die lokale Rebellenzelle vollständig zu zerschlagen. Obwohl die zivilen Opfer die Zahl der gefallenen Rebellen bei weitem überstieg, sah das Imperium in ihnen lediglich ein akzeptables Maß an Verlusten, da es Thrawn so gelungen war, den gesamten Sektor zu befrieden. Für seine Verdienste in der Schlacht[2] führte Imperator Palpatine den neuen,[5] prestigeträchtigen Rang eines Großadmirals ein,[1] dessen erster Inhaber Thrawn wurde.[5] Außerdem machte er den Chiss zum Oberbefehlshaber der Siebten Flotte. Zur gleichen Zeit wuchs mit der Phönix-Rebellenzelle eine weitere Widerstandsbewegung, deren Erfolge eine Bedrohung für das Imperium darstellten. Die Dissidenten hatten ihren Ursprung auf dem Randplaneten Lothal, sodass Operationen gegen die Gruppierung der Gouverneurin Arihnda Pryce unterlagen. Zwar war es dem Sith-Lord Darth Vader auf Malachor gelungen, die Jedi Ahsoka Tano, die eine Führungsrolle in der Zelle eingenommen hatte, im Kampf zu stellen, jedoch hielt Pryce den zu diesem Zeitpunkt mit der Bekämpfung der Rebellen betrauten Admiral Kassius Konstantine für ungeeignet, sodass sie bei Großmoff Wilhuff Tarkin, dem Gouverneur des gesamten Äußeren Randes, vorstellig wurde, um Thrawns Beteiligung am Kampf gegen die Phönix-Rebellenzelle zu erwirken. Sie hoffte, dass Thrawn groß angelegte Kampagnen gegen die Rebellion führen würde, um den Zusammenschluss einer galaxisweiten Rebellen-Allianz aus den regionalen Dissidentenzellen zu verhindern. Da Tarkin die Bedenken der Gouverneurin verstand, bewilligte er die Verlegung von Thrawn und seiner Flotte.[2]

Thrawn in seiner Besprechung mit Konstantine, Tarkin, Pryce und Kallus

Als Thrawn die mit der Jagd auf die Rebellen betraute imperiale Flotte erreicht hatte, nahm er an einer Besprechung gemeinsam mit Konstantine, Tarkin, Pryce und dem ISB-Agenten Kallus teil, die eine neuerliche Attacke der Rebellen auf einen Konvoi der Minengilde bei Sereeda behandelte. Thrawn brachte die Lage des nahe gelegenen Hyperraum-Sprungpunktes mit der kurz zuvor erfolgten Befreiung des Piraten Hondo Ohnaka aus dem imperialen Gefängnis auf Naraka in Verbindung, bei dem Ohnakas Zellengenosse, der Ugnaught Terba getötet worden war. Da der Hyperraum-Sprungpunkt auf direktem Wege zum Yarma-System lag, in dem der Ugnaught auf der Reklam-Station gearbeitet hatte, schlussfolgerte Thrawn, dass ein Angriff auf die Station bevorstand, im Zuge dessen die Rebellen versuchen würden, ausgemusterte Y-Flügel Sternenjäger zu erbeuten, die in der Reklam-Anlage verschrottet werden sollten. Im Anschluss an das Treffen wurde die Garnison auf der Station alarmiert. In den folgenden Gefechten konnten die Rebellen einige der ausgemusterten Sternenjäger stehlen und die Reklam-Station zerstören. Ein imperialer Kampfverband unter Admiral Konstantines Kommando versuchte, die Rebellen von der Flucht abzuhalten, als ein Konvoi der Rebellenzelle aus dem Hyperraum fiel, um das Operationsteam auf Yarma zu unterstützen. Da Thrawn beabsichtigte, die Rebellenzelle systematisch zu zerschlagen und wusste, dass es sich bei dem gegnerischen Kampfverband nur um einen Teil der Rebellenflotte handelte, befahl er Konstantine, die Widerstandskämpfer mit ihren erbeuteten Sternenjägern entkommen zu lassen. Statt der Vernichtung einer einzelnen Zelle wollte der Großadmiral die gesamte Widerstandsbewegung von innen heraus zerstören.[2]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 Meet Grand Admiral Thrawn auf Twitter
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 2,6 2,7 2,8 2,9 RebelsSteps Into Shadow (3.01)
  3. Eigenübersetzung: „To defeat an enemy you must know them. Not simply their battle tactics but their history, philosophy, art.”
  4. Eigenübersetzung: „All beings begin their lives with hopes and aspirations. Among these aspirations is the desire that there will be a straight path to those goals. It is seldom so. Perhaps never.”
  5. 5,0 5,1 Ranking Rebels: 10 Highlights From „Steps Into Shadow“ auf StarWars.com

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Unvollständiger Artikel
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Begründung: Im Fadenkreuz, Einsame Entscheidungen und diverse Kurzgeschichten aus dem Adventure Journal fehlen.Corran (Mindermeinung) 16:19, 4. Aug. 2017 (CEST)
Thrawn6.jpg
Mitth’raw’nuruodo
Beschreibung
Spezies:

Chiss

Geschlecht:

männlich

Haarfarbe:

Blau-Schwarz

Augenfarbe:

Rot

Körpergröße:

1,80 Meter

Besondere Merkmale:

Nichtmensch im Dienste des Imperiums

Biografische Informationen
Todesdatum:

9 NSY

Heimat:

Csilla

Beruf/Tätigkeit:

Flottenoffizier

Organisation:
Dienstgrad:

Großadmiral

Zugehörigkeit:

Mitth’raw’nuruodo, besser bekannt unter seinem Kernnamen Thrawn, übernahm nach dem Tod des Imperators die Imperiale Flotte. Im Thrawn-Feldzug kämpfte er mit der Technologie des Imperators und dem verrückten Jedi-Meister Joruus C’baoth gegen die Neue Republik. Thrawn war für die Zerstörung des Extragalaktischen Flugprojekts verantwortlich und besonders für seine taktischen Fähigkeiten bekannt. Er war nach seiner Zeit als Chiss-Commander der dreizehnte – obwohl es eigentlich immer nur zwölf gab – und einzige nichtmenschliche Großadmiral des Galaktischen Imperiums, was ein deutliches Zeichen dafür ist, wie begabt er war.

Biografie[Bearbeiten]

Chiss-Commander[Bearbeiten]

Thrawn war ein Proband der Mitth-Familie und der jüngste Chiss, der je zum Commander ernannt wurde. Er kommandierte die zweite Voraustruppe der Vorgeschobenen Verteidigungsflotte. Sein Flaggschiff war die Springhawk.[1]

Als die Schmuggler Jorj Car’das, Dubrak Quennto und Maris Ferasi durch eine Fehlfunktion des Hyperantriebs in das Reich der Chiss kamen, wurden sie von dem Hutt Progga verfolgt, der sie und später die Chiss beschoss. Thrawn griff deshalb Progga an und zerstörte sein Schiff. Er nahm Jorj, Dubrak und Maris mit an Bord seines Schiffs, der Springhawk, und brachte sie zu seiner Basis, Crustai. Thrawn bat Jorj, ihm Basic, die Hauptsprache der Galaktischen Republik, beizubringen und ihm im Gegenzug Cheunh, die Sprache der Chiss, beizubringen. Kurz darauf kam es zu einem Gefecht gegen die Vagaari, eine kriegerische Nomadenspezies. Thrawn enterte das Schiff, in dem sich etliche erbeutete Schätze befanden. Er brachte es nach Crustai, wo er von dem Chiss-Aristocra Chaf’orm’bintrano besucht wurde. Dann wollte auch Admiral Ar’alani sich das Schiff ansehen und brachte dabei Thrawns Bruder Thrass mit, den er erfreut begrüßte. Kurz darauf hörte Thrawn von einer erneuten Schlacht gegen die Vagaari und flog dorthin. Er konnte einen Schwerkraftprojektor der Vagaari erbeuten, allerdings wurde sein Schiff beschädigt und er verletzt, konnte aber von Maris und Jorj, die ihn begleiteten, gerettet werden. Er wurde von Thrass besucht, der ihn warnte, das er nicht mehr so leichtfertig mit der Chiss-Doktrin, dass der Feind zuerst angreifen müsse, bevor man zurückschlagen konnte, umgehen solle, da er sonst noch verbannt werden würde. Thrawn beachtete Thrass’ Warnung jedoch nicht; als fremde Schiffe in der Nähe des Chiss-Reichs auftauchten, flog er mit Jorj hin, um sie sich anzusehen. Diese Schiffe waren von der Handelsföderation, die das Extragalaktische Flugprojekt, welches andere Galaxien erkunden und kolonisieren wollte, zerstören wollten. Der Commander dieser Kampfeinheit, der Neimoidianer Siv Kav, wollte Thrawns Flotte vernichten und griff sie an. Thrawn konnte mit seiner unterlegenen Flotte die Schiffe der Handelsföderation zerstören und verschonte nur das Kommandoschiff, die Darkvenge. Dort erzählte ihm Kinman Doriana, Adjutant von dem Obersten Kanzler der Republik, Palpatine, und Gesandter des Sith-Lords Darth Sidious, von dem Extragalaktischen Flugprojekt und wollte Thrawn dazu bringen, es für ihn zu zerstören. Thrawn durchschaute Dorianas Vorhaben und brachte die Darkvenge zu einem anderen Ort. Er traf sich dort mit Doriana, der ihm seine wahre Identität enthüllte, da er sich vorher Commander Stratis genannt hatte. Er erzählte ihm den wahren Grund, weshalb er das Flugprojekt vernichten wollte: Am Rande der Galaxis befanden sich die sogenannten Far Outsiders, die aber in Wirklichkeit Yuuzhan Vong hießen, was Doriana aber nicht wusste. Er sagte Thrawn, dass diese Wesen eine Invasion vorbereiteten. Das Flugprojekt würde bei seiner Reise auf sie stoßen. Die Gefangennahme der Besatzung und des Flugprojekts würde ihnen alles liefern, was sie für eine erfolgreiche Invasion bräuchten.[1]

Thrawn holte das Flugprojekt mit dem erbeuteten Schwerkraftprojektor aus dem Hyperraum. Er bot ihnen mehrmals an, umzukehren, was der leitende Jedi des Flugprojekts, Jorus C’baoth, ablehnte. Währenddessen tauchten die Vagaari auf, die Jorj Car’das dorthin gelockt hatte. Thrawn tötete die Vaagari und zerstörte dann die Waffen des Flugprojekts. Deshalb wurde er von C’baoth, der der Dunklen Seite verfallen war, mit der Macht gewürgt. Doriana zerstörte, um ihn zu retten, das Flugprojekt mit Strahlungsbomben, die Thrawn eigentlich gegen die Vagaari hatte einsetzen wollen. Thrawn bedauerte den Tod der 50.000 Mitglieder des Flugprojekts sehr. Er ließ die Vaagarischiffe entern und Car’das, der die Vaagari in seine Falle gelockt hatte, retten.

Dann erhielt er die Nachricht, dass Aristocra Chaf’orm’bintrano auf dem Weg war, um das Flugprojekt in Besitz zu nehmen. Da das das Machtgleichgewicht der Chiss sehr gestört hätte, landeten Thrass und die überlebende Jedi Lorana auf einem Planeten, wobei beide starben. Thrawn erfuhr nichts vom Tod seines Bruders. Er konnte einer Bestrafung entgehen.[1]

Früher Dienst für das Imperium[Bearbeiten]

Entdeckung im Exil[Bearbeiten]

Mitth’raw’nuruodo

Zu einem späteren Zeitpunkt wurde er aufgrund eines Verstoßes gegen die Militärdoktrin der Chiss dennoch verbannt.[2] Erst 19 VSY, kaum eine Woche nach Palpatines Ausrufung des Galaktischen Imperiums, erhielt Mitth’raw’nuruodo die Möglichkeit, aus seinem Exil zu entkommen. Der Sternenzerstörer Strikefast unter dem Kommando von Kapitän Voss Parck verfolgte den Schmuggler Booster Terrik bis in den bisher unkartographierten Raum. Bei ihrer Flucht versteckten sich Terrik und seine Leute auf dem Planeten, auf dem Mitth’raw’nuruodo im Exil lebte. Kapitän Parck hatte zwei TIE-Jäger, die anderen waren nicht startbereit, auf die Verfolgung des Schiffs angesetzt, doch Terrik konnte einen der Sternenjäger abschießen und versteckt in einer Höhle landen, während der andere TIE im Wald abstürzte, nahe Mitth’raw’nuruodos Lager. Zur weiteren Suche entsendete Parck Oberst Mosh Barris, der mit seinen Untergebenen auf Mitth’raw’nuruodos Lager stieß. Da die Flotte immer noch den Befehl hatte, mit unbekannten Spezies ersten Kontakt aufzunehmen, durften die Imperialen das Lager nicht zurücklassen. Mitth’raw’nuruodo beobachtete die Ankömmlinge aus sicherer Entfernung und entwarf einen Plan, um mit ihrer Hilfe den Planeten zu verlassen und zu den Chiss zurückzukehren. Noch bevor die Imperialen das Wrack des TIE-Jägers im Wald untersuchten, hatte der Chiss bereits die Leiche des Piloten versteckt und dessen Komlink sowie den Blaster, Energieladungen und Betäubungsgranaten gestohlen, um die Imperialen abzuhören. Damit der Diebstahl des Komlinks unerkannt blieb, ließ er die Kleidung des Toten mit Gras und fermentierten Pyussh-Beeren zurück, sodass die Soldaten glaubten, es handele sich um primitive Einheimische, die den Körper des Piloten gestohlen hatten. Außerdem hoffte er, dass sie die Kleidung samt der Beeren zurück zum Lager bringen würden, um die einheimischen Kreaturen anzulocken.[3]

Tatsächlich wurde die Kleidung zum Lager gebracht und Oberst Barris ließ einen Sicherheitsparameter einrichten, um die Sicherheit während der Nacht zu gewährleisten. Mitth’raw’nuruodo montierte die gestohlenen Energieladungen an einige Tiere, wobei er zuvor die Sicherheitsbolzen aus den Ladungen entfernte. Die Kreaturen wurden von den Beeren angelockt und gerieten in das Lager, wo die Ladungen explodierten. Barris berichtete Parck von dem Angriff auf das Lager, der für die Imperialen nicht erklärbar war, weshalb der Kapitän einige TIE-Jäger hinunterschickte, um einen Sondierungsflug über den Wald zu machen. Mitth’raw’nuruodo, der die Kommunikation mithörte, spannte daraufhin einen hauchdünnen, aber starken Draht zwischen zwei hohe Bäume, der zum Absturz eines weiteren TIE-Jägers führte. Erneut stahl Mitth’raw’nuruodo die Granaten, Energieladungen und den Blaster des toten Piloten. Außerdem tauschte er den Komlink des vorigen Piloten mit dem neuen aus. Kurz darauf bargen die Imperialen den Leichnam des Piloten. In der Kommunikation mit Barris kam Kapitän Parck auf die Idee, dass sie abgehört wurden und fragte nach dem Komlink des ersten Piloten. Als der Diebstahl des Geräts offenbar wurde, ließ Parck den Schaltkreis für den betroffenen Komlink abschalten. Da Mitth’raw’nuruodo jedoch die Komlinks ausgetauscht hatte, konnte er die Kommunikation immer noch abhören. Mittlerweile glaubten die Imperialen, dass die Schmuggler an dem Angriff beteiligt waren und Parck befahl Bariss, die Suche im Morgengrauen auszuweiten. Während der Nacht attackierte Mitth’raw’nuruodo fünf Wachen mit weiteren fermentierten Beeren. Dadurch wurden erneut Tiere angelockt, die die Wachen angriffen. Drei der Imperialen starben durch Betäubungsgranaten, die an den Tieren angebracht waren, während zwei weitere durch das nervöse Feuer von ihren Kameraden getötet wurden. Am Morgen wollte sich Barris aufgrund der Verluste zurückziehen und das Lager stattdessen mit einem Bombardement aus dem Orbit zerstören, doch Parck wollte die Schmuggler lebend fangen und befahl ihm, die Suche fortzusetzen. Zu seiner Unterstützung schickte der Kapitän ein Kontingent an Sturmtrupplern auf den Planeten. Während der Suche nutzte Mitth’raw’nuruodo seinen Komlink, um die Kommunikation der Imperialen zu blockieren und so seinen nächsten Angriff zu decken. Mit Explosionen, die durch die Komstörung überhört wurden, tötete er einen Sturmtruppler, um seine Rüstung zu untersuchen. Dabei fand er eine Möglichkeit, einen der Soldaten zu töten, ohne die Rüstung selbst zu beschädigen, die er benötigte, um unerkannt in das imperiale Lager zu gelangen. Nachdem er einen weiteren Sturmtruppler getötet hatte, setzte der Chiss seinen Plan in die Tat um und begab sich zu den Imperialen. Unterdessen hatte Barris aufgrund der Kommunikationsstörung den Rückzug befohlen und ließ dabei auch das gesamte Lager von Mitth’raw’nuruodo an Bord der Fähre bringen, da sie immer noch Befehl hatten, dieses zu untersuchen. Der Chiss ließ die Rüstung, mit Zweigen aufgerichtet und einer Explosionsladung ausgestattet, außerhalb der Fähre zurück und versteckte sich im Inneren seines zweiten, leeren Energiegenerators in der Fähre. Durch die Explosionsladung fiel der fehlende Sturmtruppler nicht auf und Barris verließ mit den zwei Schiffen den Planeten. Nach ihrer Rückkehr auf den Sternenzerstörer ließ Parck die Truppen den Hangar verlassen und zog sich mit Barris in den Hangarturm zurück, da er vermutete, dass sich ihr Angreifer an Bord geschlichen hatte. Mitth’raw’nuruodo wartete zwei Stunden, um sicherzugehen, dass der Hanger verlassen war, bis er aus der Fähre kam und eines der Kappa-Klasse Truppenshuttle betrat, um zu den Chiss zurückzukehren. Parck gab einer Einheit Sturmtruppen den Befehl, den Eindringling lebend zu fangen und da er die Überzahl seiner Gegner erkannte, ließ sich Mitth’raw’nuruodo widerstandslos festnehmen. Im Gespräch mit Parck und Barris erklärte der Chiss, wie er die Imperialen beobachtet und überrumpelt hatte sowie seine Motivation, sein Volk zu schützen. Kapitän Parck zeigte sich von den Fähigkeiten Mitth’raw’nuruodos beeindruckt und schlug ihm einen Tauschhandel vor. Der Chiss sollte sich in den Dienst des Imperiums stellen und im Gegenzug könnte er so seinem Volk helfen, eventuell sogar im Auftrag von Imperator Palpatine später mit einer Flotte zurückkehren, um die vermeintlichen Gefahren für die Chiss auszulöschen. Mitth’raw’nuruodo stimmte dem Vorschlag zu und auf Parcks Kommentar, dass die Aussprache seines Namens für die meisten Menschen zu schwierig sei, empfahl der Chiss, ihn mit seinem Kernnamen "Thrawn" anzusprechen.[3]

Vorfall auf S’krrr[Bearbeiten]

Mit der Vengeance kam Thrawn ungefähr neun Monate nach der Schlacht von Yavin nach S’krrr und nutzte die Gelegenheit, um die Kunst der S’krrr zu studieren. Gemeinsam mit den Leutnants Wolver und Tier begab sich Thrawn mit der Fähre Tessera direkt in den Sikadian-Garten auf dem Planeten. Gleichzeitig befand sich der Anthropologe Mammon Hoole mit seinen adoptierten Neffen Tash und Zak Arranda dort, ebenfalls um die Kultur der S’krrr zu untersuchen. Hoole hatte erfahren, dass das Imperium eine Garnison auf S’krrr plante und wollte verhindern, dass eine weitere Kultur von ihnen zerstört wurde. Am zweiten Tag von Thrawns Besuch begegnete dieser Tash und Zak, während er ein Blumenbeet betrachtete. Durch eine Randbemerkung von Zak entwickelte sich ein Gespräch zwischen dem Chiss und den Kindern, das jedoch unterbrochen wurde, als sie den Leichnam von Leutnant Wolver fanden, der von den einheimischen Drog-Käfern übersät war. Thrawn kontaktierte sofort sein Schiff und ließ den Garten absichern sowie eine Suche nach Schiffen beginnen, während ein Landungsteam den Toten und die Umgebung untersuchte. Da die Imperialen dabei auch einen Teil des Gartens beschädigten, mischte sich dessen Verwalter Vroon in die Angelegenheit ein. Da Thrawn den Tod seines Untergebenen aufklären wollte, drohte er Vroon abführen zu lassen, woraufhin dieser zornig verschwand. Die Untersuchung von Wolvers Leichnam ergab, dass er aufgrund mehrerer großer Wunden am Körper gestorben war. Obwohl sich das medizinische Team nicht sicher war, ob die Wunden erst nach dem Tod von den Käfern vergrößert worden waren, vermuteten sie, dass sie durch eine Vibrolanze entstanden waren. Daraufhin ließ Thrawn die Kommunikation auf dem Planeten überwachen und begann eine Verhörung aller Verdächtigen. Bis auf Leutnant Tier schickte er jedoch die übrigen Imperialen wieder zurück auf die Vengeance.[4]

Am nächsten Tag konnte die Vibrolanze in einem Busch gefunden werden und Scans der Waffe ergaben, dass sie dem renommierten S’krrr-Poeten Sh’shak gehörte, der sich gerade bei Hoole und den Arrandas aufhielt. Thrawn ließ den S’krrr festnehmen, doch obwohl der Poet zugab, dass es sich bei der Vibrolanze um seine Waffe handelte, leugnete er den Mord an Leutnant Wolver. Zak und Tash bekräftigten, dass sie Sh'shak mit der Lanze trainieren gesehen hatten, kurz bevor sie am Tag zuvor Thrawn begegnet waren. Obwohl Thrawn den Poeten weiterhin verdächtigte, stimmte er zu, den Übungsplatz des S’krrr zu untersuchen. Währenddessen befahl er Leutnant Tier, Vroon zu holen, da dieser ebenfalls verhört werden sollte. Zudem wurde der Chiss zunehmend misstrauisch im Bezug auf Hoole und die Kinder, sodass er plante, sie später zur Vengeance mitzunehmen, um ihre Identität zu prüfen. Als die Gruppe den Trainingsplatz von Sh'shak erreichte, wurden sie von Leutnant Tier unterbrochen, der am ganzen Körper von Drog-Käfern übersät war und auf die Gruppe zurannte. Er erstickte an den Käfern, die sogar in seinen Mund geflogen waren, bevor man ihm helfen konnte. Dies brachte Thrawn zur Erkenntnis, dass Leutnant Wolver ebenfalls von den Käfern getötet worden war und Sh’shak unschuldig war. Drog-Käfer waren für gewöhnlich nur in großen Zahlen aggressiv, weshalb die Population im Sikadian-Garten mithilfe der einheimischen Shreev ausbalanciert wurde. Die Gruppe überlegte, was das Gleichgewicht der zwei Tierarten durcheinandergebracht haben könnte und Zak, der zwei Tage zuvor versehentlich einen Shreev getötet hatte, vermutete, dass er daran schuld sei. Einer Legende zufolge würde der unnatürliche Tod eines einzigen Shreev bereits ein Ungleichgewicht hervorrufen. Thrawn erklärte die Legende jedoch für unglaubwürdig, da der Garten viel zu groß war, als dass ein einziges totes Tier das Gleichgewicht stören könnte. Der Chiss entschloss sich, Vroon aufzusuchen, da der Verwalter des Gartens womöglich eine Erklärung für die Geschehnisse hatte.[4]

Gemeinsam suchte die Gruppe Vroon auf, der jedoch eine Eindämmung der Drog-Population aufs Schärfste ablehnte. Als Thrawn ihn festnehmen wollte, floh der Verwalter durchs Fenster in den Wald und konnte die Gruppe durch sein Wissen um das Terrain schnell hinter sich lassen. Im Wald kamen sie kurz darauf an einer riesigen Grube vorbei, in der Tausende tote Shreevs lagen. Das erklärte das übernatürliche Wachstum der Drog-Population. Vroon, der ein Anhänger eines Kults war, der die Drogs als die Vorfahren der S’krrr verehrte, hatte die Shreevs getötet, um das Wachstum der Drogs zu fördern, obwohl der Kult mittlerweile verboten war. Thrawn entschied sich, Verstärkung zu rufen, doch sein Komlink war während der Verfolgung von Vroon offenbar verloren gegangen. Gleichzeitig bemerkten die Drog-Käfer, die in Schwärmen auf den umliegenden Bäumen saßen, die Gruppe und zwangen sie zur Flucht. Während Thrawn, die Kinder und Sh’shak zur Tessera flohen, lenkte Hoole die Käfer ab, indem er sich in einen Shreev verwandelte und sie angriff. Da die Käfer jedoch in der Überzahl waren, musste Hoole selbst fliehen, hatte den anderen aber genug Zeit verschafft, sodass sie sich in die Fähre retten konnten. Allerdings konnte Thrawn auch aus dem Raumschiff keine Hilfe anfordern, da die Drogs in das Schiff gelangt waren und die Systeme beschädigt hatten. Der Chiss merkte jedoch an, dass die Vengeance Hilfe senden würde, sobald man bemerkte, dass der Kontakt verloren gegangen war. So viel Zeit blieb der Gruppe nicht, da die Käfer durch die offenen Luftkanäle des Schiffs kamen. Daher floh die Gruppe zu Vroons Werkstatt, wobei Hoole ihnen erneut zur Hilfe kam, indem er einen Schwarm Shreevs aufgeweckt hatte, die kurzzeitig die Drog-Schwärme ablenkten, während sich der Anthropologe wieder der Gruppe anschloss. In der Werkstatt fanden sie den Leichnam von Vroon, der von den Drogs getötet und bis auf das Exoskelett gefressen worden war. Nachdem sie die offenen Fenster und Türen barrikadiert hatten, suchte die Gruppe nach etwas, das ihnen gegen die Käfer helfen könnte. Allerdings begann das Dach der Werkstatt bereits unter dem Gewicht der Käfer nachzugeben. Zak erinnerte sich daran, dass Vroon mit den Drogs durch den Flügelgesang der S’krrr kommunizieren hatte können und schlug vor, dass Sh’shak versuchte, die Käfer so zu beruhigen. Thrawn stimmte der Theorie zu, da seine Untersuchungen der S’krrr-Kunst ihn zur Erkenntnis geführt hatten, dass die zwei Spezies tatsächlich ähnliche Gedankenprozesse aufwiesen. Da ein einzelner S’krrr den riesigen Schwarm kaum beruhigen können würde, verwandelte sich Hoole ebenfalls in einen S’krrr und imitierte den Flügelgesang von Sh’shak. Außerdem wies er Tash und Zak an, die Ablenkung zu nutzen, um zu ihrem Schiff zurückzukehren und damit dann Sh’shak und ihn selbst zu retten. Thrawn begab sich jedoch auf sein eigenes Schiff und reparierte seinen Komlink, um Hilfe anzufordern. Während Hoole und die Arrandas den Planeten verließen, kehrte Thrawn zur Vengeance zurück, konnte jedoch die Identität der drei nicht mehr nachprüfen.[4]

Weitere Konflikte[Bearbeiten]

Thrawn begann einen Konflikt mit dem Zann-Konsortium, indem er mehrere Stützpunkte des Konsortiums von Imperialen Flotten angreifen ließ. Später brachte Tyber Zann, der Anführer des Konsortiums, Prinz Xizor dazu, ein Treffen mit einem imperialen Botschafter über Carida zwecks eines Handels zu arrangieren. Tyber wusste jedoch nicht, dass der Botschafter Thrawn war und es entbrannte die Schlacht von Carida, in deren Verlauf der Kopfgeldjäger Bossk Thrawn ein uraltes Artefakt der Sith übergab, das er von Zann gestohlen hatte. Thrawn brachte das Artefakt zu Palpatine. Der mit Tyber Zann verbündeten Nachtschwester Silri gelang es jedoch einige Zeit später, es aus dem Imperialen Palast zu holen.[5]

Später war Thrawn dann angeblich während einer politischen Intrige im Palast auf der falschen Seite und wurde dafür in die Unbekannten Regionen verbannt. In Wahrheit wurde er jedoch von Palpatine dorthin geschickt, um mit einer großen Flotte Planeten für das Imperium zu erobern. Thrawn erfüllte diese Aufgabe mit großem Erfolg und gründete aus den eroberten Welten das Imperium der Hand.[6]

Obwohl er den größten Teil der folgenden Jahre in den Unbekannten Regionen verbrachte, tauchte er zeitweise wieder im bekannten Raum auf. Auf Bitte von Darth Vader hin gab er sich als der Kopfgeldjäger Jodo Kast aus. An Bord des Sternenzerstörers Admonitor erwartete er den Frachter Hopskip, der Blaster für die Rebellen-Allianz transportierte. Die Fracht wurde beschlagnahmt und durch zweihundert Kisten ersetzt. Thrawn ging an Bord des Schiffes und ließ sich nach Corellia bringen. Dort beauftragte er die Besatzung, Kontakt zu Borbor Crisk aufzunehmen, einem corellianischen Kriminellen.

Auf diesen Versuch wurde Zekka Thyne aufmerksam, ein Widersacher Crisks. Er ließ die Besatzungsmitglieder Haber Trell Rathe Palror sowie Hal Horn, den diese kennengelernt hatten, überfallen. Vorgebend, sie befreien zu wollen, machte sich Thrawn in Begleitung von Hals Sohn Corran auf zu Thynes Palast. Dort behauptete Thrawn, Corran sei Teil eines Komplotts, mit dem Thyne getötet werden sollte, und eröffnete ihm den Standort der Fracht. Er begleitete Corran in die Kerker, wo er ihm eine Möglichkeit zur Flucht gab. Da viele von Thynes Leuten die Fracht suchten, gelang es ihm und seinem Vater, Thyne zu verfolgen und festzunehmen. Außerdem hatte Thrawn eine Nachricht an Oberst Maximilian Veers abgeschickt, indem er ihn darauf hinwies, in der Nähe von Thynes Festung sammelten sich Rebellen. Veers Truppen eroberten daraufhin die Festung. Zurück an Bord der Admonitor traf sich Thrawn mit Darth Vader und erklärte, er habe dessen Wunsch entsprechend die corellianische Niederlassung der Schwarzen Sonne eliminiert, ohne dass es Hinweise auf die Beteiligung Vaders gäbe. Im Gegenzug überließ dieser Thrawn den Befehl über die Noghri. Außerdem äußerte Thrawn vor der Rückkehr in die Unbekannten Regionen die Vermutung, die Blaster an Bord der Hopskip sollten in das Derra-System geschmuggelt werden, und empfahl Oberst Veers als neuen Befehlshaber für die Bodentruppen der Exekutor.[7]

Zu einem späteren Zeitpunkt kämpfte er gegen den abtrünnigen Großadmiral Zaarin, welcher sich selbst zum Herrscher des Imperiums erheben wollte. Dennoch blieb er weitestgehend unbekannt. In den Unbekannten Regionen kämpfte der Großadmiral gegen den Kriegsherrn Nuso Esva, den er bis zum Jahr 8 NSY auf den Planeten Quethold zurückdrängen konnte. Esva ging ein Bündnis mit der Königin der eingeborenen Quesoth ein und befestigte seinen Rückzugsort in der Roten Stadt mit Schutzschilden. Mit der Unterstützung des Verbindungsoffiziers Nyama vom Volk der Stromma gelang es Thrawn, eine Kamera in Esvas Unterkunft bringen zu lassen und die dort platzierten Kunstwerke aufzunehmen, aus denen er auf die Strategie seines Gegners zu schließen hoffte. Er erkannte, dass Esva ihm eine Falle gestellt hatte, und ließ ihn zunächst in dem Glauben, seinen Angriffsplan korrekt vorhergesehen zu haben. Als es den Piloten der Grauen Staffel jedoch gelang, die Schilde auszuschalten, entsandte Thrawn die Soldaten der Quesoth mit einem gefälschten Befehl zu seiner Position und Esva wurde besiegt. Anschließend bereitete er sich darauf vor, in den bekannten Raum zurückzukehren.[8]

Feldzug gegen die Neue Republik[Bearbeiten]

Wiederaufbau des Imperiums[Bearbeiten]

Hauptartikel: Thrawn-Feldzug

Er übernahm das Kommando über die Reste der Imperialen Flotte und machte die Schimäre unter Kapitän Pellaeon zu seinem Flaggschiff.[9] Mit Siegen über verschiedene Piratengruppen und Angriffen auf die Republik erlangte er die Unterstützung der mächtigen Familie D’Asta und konnte eine Reihe von Moffs und Kriegsherren überzeugen, ihm das Kommando über eine neue Koalition zu übergeben.[10] Außerdem erfuhr er, dass auf Tatooine das Moosgemälde Killik-Zwielicht versteigert werden sollte, und entsandte den Kommandanten Quenton, um es für seine Sammlung zu sichern. In der Feuchtigkeitskontrolle des Gemäldes war allerdings der Codeschlüssel zu einem geheimen Kommunikationsnetzwerk der Neuen Republik verborgen, und als Han und Leia Solo es zu vernichten versuchten, erkannte Thrawn die Bedeutung des Werkes. Er führte eine Einheit Sturmtruppen auf den Planeten und spürte sie im Hotel Sidi Driss auf, konnte ihre Flucht aber nicht verhindern. Es gelang den Solos, den Schlüssel zu vernichten, ehe sie das Bild einer Gruppe Squibs überließen, die es dem Admiral überbrachten.[11]

Fünf Jahre nach Endor konnte er mit der Schlacht von Obroa-skai seinen Feldzug beginnen. Zu diesem Zeitpunkt verfügte das Imperium bereits nur noch über ein Viertel seines früheren Territoriums, außerdem waren bei der Schlacht von Endor viele führende Offiziere und erfahrene Soldaten ums Leben gekommen, sodass die verbleibenden Truppen größtenteils sehr jung waren und kaum über Kampferfahrung verfügten.

An Bord der Schimäre richtete er sich einen Kommandoraum ein und machte daraus eine zweite Brücke. Außerdem sah er sich dort holographische Darstellungen von Kunstwerken der Welten an, die er in nächster Zeit angreifen wollte. Dadurch konnte er oft die Reaktionen und Pläne seiner Gegner vorhersehen.[9]

Neben den kriegerischen Handlungen umfasste der Plan des Großadmirals auch einen politischen Angriff auf die Neue Republik. Durch Manipulation gelang es ihm, die Reputation Admiral Ackbars zu beschädigen. Da er wusste, dass sich der Bothan Borsk Fey’lya im Rat der Republik befand und er die Kunst der Bothan studiert hatte war Thrawn sicher, dass Fey’lya die Schwäche Ackbars ausnutzen würde, um seine eigene politische Karriere voranzutreiben. Ein weiteres wichtiges Mittel für das Gelingen des Plans war die sogenannte Delta-Quelle, die sich im Inneren des Imperialen Palastes befand, wo auch der Rat der Neuen Republik tagte. Durch sie war Thrawn stets über die Pläne seiner Gegner informiert.[12]

Zu Beginn seines Feldzuges machte er sich auf den Weg nach Myrkr, da sich dort Wesen namens Ysalamiri befanden, die in der Lage waren, Blasen zu erzeugen, in denen die Macht nicht existierte. Mit diesen wollte er sich die auf Wayland befindlichen Hinterlassenschaften des Imperators beschaffen. Da diese aber vermutlich von einem macht-sensitiven Wächter beschützt wurden, benötigte er zunächst die Ysalamiri. Auf Myrkr bot ihm der Schmuggler Talon Karrde an, ihn beim Einfangen der Tiere zu unterstützen. Der Großadmiral nahm dieses Angebot an und machte sich anschließend auf den Weg nach Wayland. Dort trafen sie auf den Klon des Jedi Jorus C'baoth, der den Wächter des Imperators getötet hatte und nun über das Volk von Wayland herrschte. Er versuchte, Thrawn und seine Begleiter umzubringen, diese wurden allerdings von den Ysalamiri beschützt. Anschließend überzeugte Thrawn C’baoth, mit ihm zu kommen und bei bestimmten Angriffen die Zusammenarbeit zwischen den Schiffen mithilfe der Macht zu verbessern, indem er ihm zusagte, ihm die Jedi Luke Skywalker und Leia Organa Solo, sowie deren ungeborene Zwillinge auszuliefern. Anschließend durchsuchten sie die Schatzkammer des Imperators, wo Thrawn ein Tarnfeld sowie einige Spaarti-Zylinder fand.[9]

Zusammenarbeit mit Joruus C’baoth[Bearbeiten]

Joruus C’baoth

Thrawn beauftragte einige Noghri, Luke und Leia zu ihm zu bringen, die die Mission allerdings nicht erfolgreich beendeten. Dies führte zu einer Auseinandersetzung mit C’baoth, der drohte, das Imperium zu verlassen, von Pellaeon aber überzeugt werden konnte, zu bleiben, um die Schlacht von Sluis Van zu unterstützen. Um diese Schlacht vorzubereiten startete Thrawn zunächst einen Blitzangriff auf Bpfassh, einerseits, um die Fähigkeiten des Dunklen Jedi zu testen, andererseits, um seinen Truppen mehr Kampferfahrung zu vermitteln. In dieser Schlacht konnte das Imperium der Neuen Republik erheblichen Schaden zufügen, während die eigenen Verluste aufgrund der Unterstützung C’baoths gering blieben. Da die Neue Republik viele Truppen verloren hatte, war sie gezwungen, Truppen von Sluis Van nach Bpfassh zu verlegen, wodurch Sluis Van, das eigentliche Ziel des Großadmirals, weniger gut geschützt war. Anschließend flog Thrawn mit einigen Truppen nach Nkllon, um dort befindliche Minenmaulwürfe, die er für seinen Angriff auf Sluis Van benötigte, zu erbeuten. Der Angriff, erneut durch C’baoth unterstützt, gelang.[9]

Nach diesem Angriff brachten sie C’baoth nach Jomark. Das Imperium hatte Gerüchte ausstreuen lassen, laut denen sich C’baoth dort befand und dieser hoffte, dass Luke Skywalker sich auf Grund dieser Gerüchte auf den Planeten begeben würde. Zusätzlich hatte er Luke über die Macht eine Botschaft geschickt, um ihn aufzufordern, zu ihm zu kommen. Thrawn plante allerdings, Luke abzufangen, bevor er Jomark erreichte, da er diesen als zu gefährlich einstufte und vermutete, dass C’baoth bei dem Versuch, Leia und deren Zwillinge auf die Dunkle Seite zu ziehen mehr Erfolg haben würde. Als Thrawn herausfand, dass Leia auf dem Weg nach Kashyyyk war, schickte er erneut Noghri, um sie zu fangen, während er selbst mit der Schimäre, einem Abfangkreuzer und einem Frachter aufbrach, um Luke auf seinem Weg nach Jomark abzufangen. Es gelang ihnen, Skywalker aus dem Hyperraum zu ziehen, doch dieser konnte ihren Traktorstrahlen entkommen. Anschließend ließ Thrawn den Verantwortlichen für die Bedienung des Traktorstrahls durch Rukh, einen Noghri, exekutieren. Da er wusste, dass Lukes Schiff durch sein Fluchtmanöver nur noch für ein weiteres Lichtjahr in der Lage war, mit Lichtgeschwindigkeit zu fliegen, setzte er eine Belohnung aus und ließ verschiedene Schmuggler nach ihm suchen. Wenige Tage später reiste Thrawn mit der Schimäre erneut nach Myrkr, da sie noch mehr Ysalamiri benötigten und Thrawn außerdem mit dem Schmuggler Talon Karrde sprechen wollte, unter anderem wegen dessen Weigerung, sich an der Suche nach Luke Skywalker zu beteiligen. Bei seiner Ankunft bemerkte Thrawn einen Blitzjäger, der einen weiteren Blitzjäger verfolgte. Laut Karrde hatte ein Mitarbeiter etwas gestohlen und war nun auf der Flucht, während ein anderer Mitarbeiter ihn verfolgte, doch Thrawn vertraute ihm nicht. Er vermutete, dass Luke in einem der beiden Jäger gewesen war. Als sie abstürzten schickte er Sturmtruppen, um die Wracks zu überprüfen, die aber beide leer waren. Anschließend schickte er weitere Truppen an den vermutlichen Zielort der beiden Insassen.[9]

Großadmiral Thrawn und ein Schiff mit Tarnfeld

Gleichzeitig begann er, den Angriff auf Sluis Van einzuleiten. Kurz vor dessen Start erhielt er die Nachricht, dass die Truppen auf Myrkr vernichtet worden waren. Er vermutete, dass Skywalker Hilfe von Karrde erhalten hatte, konzentrierte sich aber weiterhin auf Sluis Van. Ein alter Frachter war im Inneren mit dem Tarnfeld, dass Thrawn auf Wayland gefunden hatte, ausgerüstet worden, um die dort befindlichen TIE-Jäger und die auf Nkllon erbeuteten Minenmaulwürfe zu verbergen. Kurz vor Sluis Van explodierte der Frachter, damit die TIE-Jäger angreifen konnten. Außerdem nahm nun auch der Rest der imperialen Flotte am Kampf teil. Da niemand auf den Angriff vorbereitet war, war die Verteidigung sehr schwach, einzig ein Geschwader X-Flügler und der Millennium Falke leisteten ernsthaften Widerstand. Währenddessen hefteten sich die Minenmaulwürfe an die Rümpfe der größeren republikanischen Schiffe und brannten sich durch deren Hüllen, damit die Sturmtruppen in den Minenmaulwürfen die Kontrolle über die Schiffe übernehmen konnten. Allerdings befand sich an Bord des Millennium Falken auch Lando Calrissian, der vormalige Besitzer der Minenmaulwürfe. Da er die Steuerkodes der Maschinen kannte, gelang es ihm, sie erneut in Betrieb zu setzen und dazu zu bringen, die Schiffe funktionsunfähig zu machen. Als Thrawn dies erkannte, befahl er den imperialen Truppen, sich zurückzuziehen.[9]

Nach diesem Fehlschlag flog Thrawn mit seinen Truppen zurück nach Myrkr, um die Basis von Talon Karrde anzugreifen. Er vermutete zwar, dass dieser die Basis bereits evakuiert hatte, allerdings war es eine weitere Gelegenheit für seine Truppen, an Kampferfahrung zu gewinnen. Außerdem vermutete er, dass Karrde die Operation beobachten würde, was dieser auch tatsächlich tat. Thrawn schickte einen Abfangkreuzer und mehrere TIE-Jäger an die Stelle, an der er Karrde vermutete, doch dieser konnte kurz vor seiner Gefangennahme entkommen. Anschließend besuchte Thrawn Honoghr, den Heimatplaneten der Noghri, um diese daran zu erinnern, dass er ihr Herr war. Während der zeremoniellen Begrüßung erfuhr er, dass Khabarakh, der einzige Überlebende der Noghri, die Leia Organa Solo auf Kashyyyk hatten gefangen nehmen sollen, auf Honoghr eingetroffen war. Thrawn wollte von ihm weitere Details über die gescheiterte Mission hören und erfahren, warum er so lange gebraucht hatte, nach Honoghr zurückzukehren. Außerdem sollte ein Technoteam sein Schiff untersuchen, da er sich, angeblich wegen technischer Probleme, verspätet identifiziert hatte. Auf Nachfragen Thrawns erklärte Khabarakh, dass er vor seiner Rückkehr Zeit gebraucht hätte, über Dinge nachzudenken und zu meditieren. Thrawn war sich sicher, dass der Noghri ihnen etwas verschwieg. Er vermutete, dass man ihn auf Kashyyyk gefangen gehalten und verhört hatte. Thrawn überließ Khabarakh den Clandynasten, ließ aber vor seiner Abreise einen Sternenzerstörer auf die Berge feuern, um den Noghri seine Stärke zu demonstrieren.[12]

Die Katana-Flotte[Bearbeiten]

An Bord der Schimäre erfuhr er, dass sich der Millennium Falke auf Endor befand, der Ort, an dem der Imperator gestorben und der Zweite Todesstern zerstört worden war. Thrawn vermutete, dass der Beginn dieser Mission absichtlich gleichzeitig mit der Freilassung Khabarakhs stattgefunden hatte, um ihn davon abzulenken. Er befürchtete, dass seine Feinde auf Endor Informationen über Wayland zu finden hofften und brach deshalb sofort nach Endor auf. Auf dem Weg trafen sie auf Mara Jade, die ehemalige rechte Hand des Imperators, die inzwischen der Schmugglerorganisation um Talon Karrde angehörte. Sie bot Thrawn an, ihm die
Die Katana-Flotte
Koordinaten der Katana-Flotte zu geben, wenn das Imperium die Verfolgung von Karrdes Organisation einstellen, die Kopfgelder zurückziehen, ihnen freien Zugang zu imperialen Welten gewähren und ihnen einen Kredit in Höhe von Drei Millionen ausstellen würden. Die Katana-Flotte war eine Flotte aus 200 Dreadnaught-Kreuzern, deren Steuerung von einem Schiff aus möglich war und somit den Personalaufwand deutlich reduzierte. Thrawn ging auf das Geschäft ein und Mara Jade kehrte zu Karrde zurück, um die Koordinaten von ihm zu erfragen. Gleichzeitig versuchte Thrawn, über andere Kanäle den Aufenthaltsort der Flotte in Erfahrung zu bringen. Außerdem ließ er den Flug von Mara Jade verfolgen, um so an die neue Basis von Karrde zu kommen. Dies gelang und Karrde konnte gefangen genommen werden. Mara war darüber sehr wütend und versuchte, Thrawn mit einem Macht-Würgegriff zu töten, ihre Machtausbildung war aber nicht intensiv genug gewesen, als dass sie den Großadmiral ernsthaft in Gefahr hätte bringen können. Er drohte ihr an, sie bei einem erneuten Ausbruch an Joruus C’baoth zu übergeben, woraufhin sie sich einverstanden erklärte, ihm zu dienen. Thrawn schickte sie zurück zur Planetenoberfläche.[12]

Wenig später bemerkte Thrawn, dass sich Eindringlinge auf der Schimäre befanden. Er war sich sicher, dass Mara versuchte, Karrde zu befreien, außerdem vermutete er, dass sie die Hilfe von Luke Skywalker hatte, eine Vermutung, die sich durch von einem Lichtschwert tödlich verwundete Sturmtruppen bestätigte. Obwohl Thrawn ihren Fluchtweg voraussah, gelang es den Imperialen nicht, die Flucht der Drei mit dem Millennium Falken zu verhindern. Da er vermutete, dass Karrde die Koordinaten der Katana-Flotte an die Regierung der Neuen Republik übergeben würde, intensivierte Thrawn seine Anstrengungen, ebenfalls an die Koordinaten zu kommen. Dies gelang und das Imperium konnte sich 178 der 200 Kreuzer sichern, bevor die Republik ankam. Als die Republik versuchte, sich die restlichen Schiffe zu holen, schickte der Großadmiral einen Teil seiner Flotte, um die Schiffe ebenfalls für sich zu bekommen. Thrawn selbst wollte sich mit der Schimäre dem Kampf anschließen, allerdings bestand Joruus C’baoth darauf, sofort an Bord zu kommen und ihn zu sprechen. Dies kostete sie fünfzehn Minuten, in denen es der Neuen Republik, mit der Hilfe von Garm Bel Iblis, sowie Karrdes Schmugglerbande gelang, die Imperialen zu besiegen und die restlichen Schiffe der Katana-Flotte für sich zu beanspruchen. Nach diesem Teilerfolg konnte die Reputation Admiral Ackbars in der Republik wiederhergestellt werden.[12]

Anschließend leitete der Großadmiral die entscheidende Phase seines Plans ein. Der Großteil der Katana-Flotte stand ihm nun zur Verfügung, außerdem hatte er durch die mit den Spaarti-Zylindern in großer Zahl hergestellten Klone nahezu unerschöpfliche Truppenressourcen. Damit die Republik den Standort der Klon-Zylinder nicht herausfinden konnte, ließ er Truppentransporte auf unbedeutenden Planeten durchführen, um die Republik auf eine falsche Fährte zu locken.[13]

Für den ersten Angriff der Endphase seines Plans schickte Thrawn jeweils einen Sternenzerstörer mit einem Angriffstrupp zu Planeten, die sich in der Nähe von Ord Pardron, einem Stützpunkt der Neuen Republik, befanden. Die Neue Republik musste jedem Planeten Unterstützung zukommen lassen, sodass die Basis am Ende nahezu ungeschützt war. Darauf griff ein weiterer Angriffstrupp Ord Pardron an, dass jede erreichbare Verstärkung anforderte, woraufhin Thrawn Ukio angriff, dass nun kaum noch über Verteidigungskräfte verfügte. Es gelang ihm, den Planeten relativ unzerstört und dennoch mit intakten Schilden einzunehmen, was bis dahin als unmöglich gegolten hatte. Er schickte zwei durch das Tarnfeld getarnte Kreuzer durch den Schild in den Orbit des Planeten, während er selbst mit der Schimäre außerhalb des Schilds blieb. Nach einer Aufforderung zur Kapitulation feuerte die Schimäre auf den Schild, welches den Schuss abwehrte. Zur gleichen Zeit schossen die Kreuzer innerhalb des Schildes auf den Planeten, sodass es von dort so aussah, als kämen die Schüsse der Schimäre ungehindert durch den Planetenschild, woraufhin Ukio kapitulierte. Denselben Trick wandte er auch auf dem Planeten Woostri an, der sich darauf ebenfalls dem Imperium ergab. Gleichzeitig schickte er eine kleine Truppe nach Coruscant, die dort Leia Organa Solo und deren ungeborene Zwillinge kidnappen sollten, um den zunehmend ungeduldig werdenden C’baoth zu beruhigen. Allerdings entband er die Noghri von dieser Mission, da diese bereits zweimal versagt hatten und er das Gefühl hatte, dass etwas mit ihnen nicht stimmte. Das Team sollte außerdem Mara Jade eliminieren, da diese etwas über Wayland und die dort befindlichen Klon-Zylinder wissen und der Neuen Republik mitteilen könnte.[13]

Währenddessen erfuhr Thrawn, dass Luke Skywalker den angeblichen Klontransporten folgte und beschloss, ihn abzufangen, um ihn C’baoth zu übergeben. Der Plan schlug fehl und Skywalker entkam, doch durch das Eingreifen eines imperialen Sternenzerstörers würde es ihm noch wahrscheinlicher vorkommen, dass dieser Planet eine hohe Bedeutung für das Imperium hatte. Nach Skywalkers Flucht beförderte Thrawn den Mann, der für die Bedienung der Traktorstrahlen, die Skywalker an Bord hätten bringen sollen, vom Fähnrich zum Leutnant, da er auf den Trick, den Luke für seine Flucht angewendet hatte, mit einer innovativen Methode reagiert hatte, auch wenn es nicht funktioniert hatte.[13]

Großadmiral Thrawn an Bord der Schimäre. Er trägt einen Ysalamir bei sich.

Anschließend schickte Thrawn einen Angriffstrupp nach Nkllon, wo das Imperium bereits vor einiger Zeit die Minenmaulwürfe gestohlen hatte. Auf Nkllon gab es einige Metalle, die das Imperium benötigte. Die Truppen waren erfolgreich und der Planet gehörte dem Imperium. Kurze Zeit später wurde Thrawn von Niles Ferrier aufgesucht, ein Schmuggler, der für den Großadmiral arbeitete. Dieser hatte einer Konferenz mehrerer Schmuggler beigewohnt, bei der Talon Karrde die anderen überzeugen wollte, sich der Neuen Republik anzuschließen. Der Vorschlag wurde zunächst abgelehnt, doch Ferrier hatte einen imperialen Leutnant überredet, die Schmuggler mit einer kleinen Einheit anzugreifen. Der Angriff schlug fehl, die Einheit wurde vernichtet und die Schmuggler schlossen sich anschließend gegen das Imperium zusammen. Thrawn war über diese Entwicklung nicht erfreut und befahl Ferrier, sich weiter unter die anderen Schmuggler zu mischen und seine Anweisungen zu befolgen, ansonsten würde er exekutiert werden. Durch verschiedene Anweisungen versuchte Thrawn, die anderen Schmuggler davon zu überzeugen, dass der Angriff von Karrde organisiert worden war, um die Schmuggler gegen das Imperium zu vereinigen. Wenig später erfuhr Thrawn, dass seine Truppe auf Coruscant ausgeschaltet worden war. Er hoffte aber, dass dieser Einbruch in den imperialen Palast zumindest Mara Jade verdächtig machen würde, da diese einst zum Imperium gehört hatte. C’baoth forderte daraufhin, dass Thrawn Coruscant angreifen sollte, damit er sich die Jedi holen könnte. Thrawn gelang es, C’baoth zu beruhigen und befahl tatsächlich einen Angriff auf Coruscant. Kurz vor diesem Angriff beschloss C’baoth, nach Wayland zurückzukehren, ohne die Gründe dafür zu nennen. Thrawn organisierte ein Schiff für ihn und setzte anschließend den Angriff auf Coruscant fort. Der befehlshabende Commander auf Coruscant war Thrawn nicht gewachsen und so hatten die Imperialen keine Probleme, die Schlacht zu dominieren, bis Garm Bel Iblis das Kommando übernahm und seine Schiffe in den Schutz des Planetenschildes zurückzog. Darauf ließ Thrawn mit Hilfe der Traktorkatapulte getarnte Asteroiden in den Orbit Coruscants schießen, außerdem ließ er die Katapulte noch einige Male ohne Ladung schießen, damit die Neue Republik glaubte, dass sich ein Vielfaches der Asteroiden im Orbit befanden, als tatsächlich dort waren. Die Asteroiden blockierten jede Ein- und Ausfahrt nach beziehungsweise von Coruscant. Da bereits der Einschlag eines Asteroiden auf dem Planeten verheerend wäre, mussten sie den Planetenschild aktiviert lassen. Da die Asteroiden getarnt waren, war es für die Republik sehr schwierig sie zu lokalisieren.[13]

Nach diesem Angriff gelang es dem Imperium, den Schmuggler Mazzic gefangen zu nehmen, der vor einiger Zeit bei den Bilbringi-Werften gemeinsam mit Ellor, einem weiteren Schmuggler, einen halbfertigen Sternenzerstörer vernichtet hatte. Thrawn ließ ihn frei, nachdem er ihn davon überzeugt hatte, dass er den Angriff auf die Schmuggler nicht befohlen hatte. Er hoffte, dass Mazzic nun Karrde verdächtigen würde, was dieser zunächst auch Tat. Bei einem weiteren Treffen gelang es Karrde allerdings, seine Unschuld zu beweisen und Ferrier zu enttarnen, sodass die Schmuggler weiterhin gegen das Imperium vereint waren.[13]

Letzte Schlacht und Tod[Bearbeiten]

Thrawn stirbt durch Rukhs Messerstich.

Nach der Eroberung eines weiteren Planeten erfuhr Thrawn, dass die Republik plante, die KGF-Anlage auf Tangrene zu stehlen. Mit Hilfe dieser Anlage würden sie die Asteroiden um Coruscant enttarnen können. Sämtliche Informationen deuteten darauf hin, dass sie Tangrene angreifen würden, doch Thrawn war überzeugt, dass dies nur eine Finte war und sie tatsächlich Bilbringi angreifen würden, das ebenfalls über eine KGF-Anlage verfügte. Da die Delta-Quelle entdeckt worden war, konnte er von dieser keine Bestätigung erwarten, doch er war sich völlig sicher, dass die Republik Bilbringi angreifen würde. Er behielt Recht und es entbrannte eine Schlacht zwischen Imperium und Neuer Republik. Während dieser Schlacht erhielt Thrawn einen Bericht, demnach die Kloning-Fabriken von Eingeborenen Waylands, Saboteuren der Neuen Republik, sowie einigen Noghri angegriffen wurde. Bevor Pellaeon den Bericht beenden konnte, wurde er von Rukh, dem Leibwächter Thrawns, bewusstlos geschlagen. Anschließend erstach Rukh Thrawn. Die Noghri hatten mithilfe von Leia Organa Solo herausgefunden, dass sie vom Imperium betrogen worden waren und hatten sich daraufhin der Neuen Republik angeschlossen. Nach Thrawns Tod befahl Pellaeon den Rückzug der imperialen Flotte.[13]

Thrawns Klon[Bearbeiten]

Bald darauf musste das Imperium endgültig in die Defensive gehen. Kurz vor seinem Tod hatte Thrawn vorausgesagt, dass er zehn Jahre später zurückkehren werde. Wie sich herausstellte, hatte er beabsichtigt, dies mittels eines Klons mit Wachstumsbeschleuniger zu erreichen. Zeitgleich versuchte der Großmoff Disra mit einem Schauspieler namens Flim, diese Prophezeiung wahr werden zu lassen. Noch einmal ließen sie kurzzeitig das Imperium aufleben und versuchten mit Thrawn als Galionsfigur, Welten auf ihre Seite zu bringen. Als Luke Skywalker und Mara Jade den echten Klon entdeckten, hatten sie nicht vor, ihn zu töten, da sie bei einer neuen Bedrohung auf seine Hilfe angewiesen wären. Doch sie mussten ihn opfern, um selbst dem drohenden Ende zu entgehen.[6] Nachdem sie und Luke Skywalker einige Zeit später von Aristocra Chaf’orm’bintrano von den Chiss in einen Plan verwickelt worden waren, die Vagaari zu einem Angriff auf die Chiss zu provozieren, stellte Mara Jade die Vermutung auf, dass es sich bei ihm um einen weiteren Klon Thrawns handeln könnte, kam allerdings zu dem Schluss, dass er in diesem Fall auf ihrer Seite stünde.[2]

Noch Jahre nach seinem Tod ließ die Galaktische Allianz ihre Kommandanten gegen einen Thrawn-Simulator antreten.[14]

Die Delta-Quelle[Bearbeiten]

Schon vor dem Thrawn-Feldzug hatte Imperator Palpatine die Delta-Quelle erschaffen, um die Personen auf den Gängen des Imperialen Palast auszuspionieren. Thrawn nutzte sie, um ebenfalls die Republik auszuspionieren. Die Republikaner hatten angenommen, dass die Delta-Quelle eine Person oder ein Droide war, doch Leia Organa Solo bemerkte eines Tages durch einen Geistesblitz, dass die Delta-Quelle in den Ch’hala-Bäumen versteckt war. Winter Celchu und Zakarisz Ghent zerstörten dann die Delta-Quelle, was weitreichende Folgen auf die militärischen Aktionen von Thrawn hatte. Er konnte nun keine geheimen Informationen mehr aus dem Innersten der Neuen Republik abfangen und zu seinem Gunsten auslegen.[9]

Persönlichkeit und Fähigkeiten[Bearbeiten]

Thrawn war eine faszinierende Person. Sein Hirn konnte, anders als das eines Menschen, sehr große Datenmengen innerhalb kürzester Zeit verarbeiten, was Thrawn aus menschlicher Sicht zu einem Genie und aus Sicht der Neuen Republik zu einer großen Gefahr machte. Außerdem war Thrawn ein hervorragender Diplomat und Taktiker. Er wusste durch sein Wissen andere zur Kooperation zu überreden.

All seine vielfältigen Fähigkeiten halfen ihm, wie schon Darth Sidious, die Galaxis in Angst und Schrecken zu versetzen.

Auch stand Thrawn in enger Bindung zu seinem Bruder Thrass, der aber diese Bindung durch unüberlegtes Handeln unwiderruflich auflöste.[1]

Thrawn hatte unter anderem die einzigartige Fähigkeit, seine Feinde anhand ihrer Kunst, also z.B. Skulpturen, zu studieren und durch diese Aufschluss über die spezifischen Stärken und Schwächen des Gegners zu erhalten und so die taktischen Züge seiner Gegner in einer Schlacht vorherzusagen und den Feind ohne größere Mühe auszuschalten. Die so gewonnenen Erkenntnisse versetzten ihn in die Lage, die Aktionen und Reaktionen seiner Kontrahenten vorauszusehen und sie gezielt dort zu treffen, wo ihre Verteidigung am schwächsten war. Thrawn verwendete dieselbe Taktik nie mehrmals, was ihn wiederum absolut unberechenbar machte. Dies hatte den Nebeneffekt, dass die Neue Republik bei jedem Schritt, den sie gegen ihn unternahm, fürchtete, Thrawn gerade damit in die Hände zu spielen. So konnte er beispielsweise die ukianische Regierung in der Schlacht um Ukio überlisten, indem er einen getarnten Carrack-Kreuzer hinter den planetaren Schild fliegen ließ, mit einem Sternenzerstörer auf den Schild schoss und den noch immer getarnten Carrack-Kreuzer den Schuss vollenden ließ. So täuschte er vor, den Schild mit seinen Waffen durchdringen zu können und zwang die ukianische Regierung zur Kapitulation. Die Neue Republik versuchte, Thrawn durch eine Finte zu überlisten, scheiterte jedoch, da er dies vorausgeahnt hatte. [13]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

Hinter den Kulissen[Bearbeiten]

  • Großadmiral Thrawn wurde von Timothy Zahn erfunden und tauchte das erste Mal in seinem Buch Erben des Imperiums aus der Thrawn-Trilogie auf. Dies stellte einen Wendepunkt im Erweiterten Universum dar und auf sein Auftauchen wird noch in vielen folgenden Werken Bezug genommen.
  • Anlässlich der Celebration Europe 2016 in London wurde Thrawn als imperialer Großadmiral im Trailer zur 3. Staffel der TV-Serie Rebels dem Publikum als zukünftiger Teil des neuen Kanons präsentiert.[1] Beinahe zeitgleich wurde von Timothy Zahn der Roman Thrawn angekündigt.[2] In der Serie wird Thrawn von Lars Mikkelsen gesprochen, dem Bruder von Mads Mikkelsen.[3] In der deutschen Synchronfassung übernahm, wie schon im Hörspiel zu Erben des Imperiums, Thomas Nero Wolff die Stimme Thrawns.
  • In der unkanonischen Kurzgeschichte An Apology, die 2012 als Aprilscherz auf der Webseite von Del Rey veröffentlicht wurde, stirbt Thrawn nicht bei Bilbringi. Stattdessen arbeitet er mit Luuke Skywalker, einem Klon Luke Skywalkers, zusammen, nachdem dieser den Platz seiner Vorlage eingenommen hat. Luuke beschafft ihm Gewebeproben verschiedenster Personen, aus denen Thrawn Klone züchtet. Luuke kommt zu dem Schluss, dass der Großadmiral plant, eine komplette Sammlung von Klonen aufzubauen, und fragt sich, ob Thrawn womöglich selbst ersetzt wurde. Während des Yuuzhan-Vong-Kriegs beginnt er damit, die Originale heimlich gegen ihre Klone auszutauschen, und ersetzt Luuke schließlich durch Luuuke Skywalker.
  • In der Jubiläumsausgabe von Erben des Imperiums erklärte Zahn, dass er Thrawn als Kommandanten konzipierte, dem seine Männer anders als Darth Vader aus Loyalität anstatt aus Furcht folgten.
  • Timothy Zahn sagte, dass der Charakter Thrawn viele Elemente von historischen und fiktionalen Persönlichkeiten enthalte, so zum Beispiel Erwin Rommel, Robert E. Lee, Hannibal Barkas, Alexander der Große sowie Sherlock Holmes, um nur ein paar zu nennen.
  • Grafische Darstellungen zeigen Thrawn zur Zeit seines Feldzuges gegen die Neue Republik mit einem Ysalamir.
  • In einem Interview mit Timothy Zahn gab dieser an, er könnte noch eine Geschichte über einen weiteren Thrawn-Klon schreiben, falls die Fähigkeiten des Großadmirals für einen zukünftigen galaktischen Konflikt vonnöten sein sollte. Um den typischen Klischee eines Klones zu entkommen, möchte Zahn, dass der Klon sich seiner Identität als Klon klar wird, dass er somit nicht der echte Thrawn ist und unter einen gewissen Druck kommt, um mit dem Original mitzuhalten. Um seine mögliche Rückkehr vorzubereiten, hat Zahn Mara Jade vermuten lassen, dass es wohl noch einen weiteren Klon gäbe und dieser die Fäden im Hintergrund seiner Geschichte Die Verschollenen ziehe.
  • Im PC-Spiel TIE Fighter wurde Thrawn von Tris King gesprochen.
  • Im Jahr 1998 wurde eine Thrawn-Actionfigur für das Merchandising-Sortiment der Power of the Force 2 produziert. Die Figur erschien mit einer Blasterpistole und einem Ysalamir.
  • Eine weitere Thrawn-Miniatur, aus dem Universum-Set von Wizards of the Coast, zeigt ihn mit einem Ysalamir über seine Schulter.
  • Im englischen Original heißen seine letzten Worte: „It was so artistically done" und spielen eher auf das Attentat auf ihn selbst an. Diese Bedeutung ging in der deutschen Übersetzung verloren.
  • Im Videospiel Empire at War – Forces of Corruption wird Thrawn als alter Bekannter von Tyber Zann, der Hauptfigur des Spiels, aus der Imperialen Akademie dargestellt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]