Ronyards

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Ronyards.jpg
Ronyards
Astrographie
Region:

Innerer Rand[1]

System:

Ronyards-System[1]

Raster-Koordinaten:

N-13[1]

Beschreibung
Klasse:

Terrestrisch[2]

Landschaft:

Berge nicht mehr funktionsfähiger Droiden[2]

Gesellschaft
Regierung:

Mechanische Theokratie[3]

Ronyards ist ein Planet im Inneren Rand, der über Jahrhunderte als Schrottdeponie für ausgemusterte Droiden verwendet wurde. Die noch funktionstüchtigen Droiden verehren die Welt als Körper einer lebenden Gottheit, die aus dem zusammengeschmolzenen Bewusstsein all der dort ruhenden Droiden entstanden ist. Während des Galaktischen Bürgerkrieges versuchten C-3PO und R2-D2, die Droidenbewohner von Ronyards davon zu überzeugen, die Metallvorkommen des Planeten nicht der Kriegsmaschinerie des Imperiums zu überlassen. Bruder Fünf-Falten, ein ergebener Anhänger des Glaubens, ignorierte ihre Bitte jedoch, da er davon überzeugt war, dass Ronyards seine Jünger beschützen würde. Als Fünf-Falten von den nach Metallvorräten suchenden Sturmtruppen als Märtyrer zerstört wurde, tötete Ronyards in einem Racheakt höherer Gewalt nicht nur gewaltsam die Soldaten, sondern entfesselte auch einen Sturm, der den imperialen Sternenzerstörer an seinem Himmel vernichtete. Wissenschaftler vermuteten später, dass Ronyards einer von den bis zu 18 Abominors – Individuen einer extragalaktischen Droidenspezies – war, die in die bekannte Galaxis eingedrungen waren.

Beschreibung[Bearbeiten]

Ronyards ist ein Planet des im Inneren Rand liegenden Ronyards-Systems, das der galaktischen Rasterkoordinate N-13 zugeordnet wird.[1] Sein Himmel weist eine ockergelbe Färbung auf. In den tiefen Canyons von Ronyards haben sich über Jahrhunderte Berge aus nicht mehr intakten Droiden angesammelt, die zur Zeit des Imperiums an einigen Stellen bis zu acht Kilometer hoch reichten. Die spärliche Bevölkerung des Planeten ist auf die wenigen Droiden zurückzuführen, die die Verbringung auf die Schrotthalden überstanden haben. Sie beten die Welt als lebendige Gottheit an, die sich ihrem Verständnis nach aus dem Bewusstsein all der auf Ronyards abgeladenen Droiden entwickelt hat.[2] Die Herrschaft über den Schrottplaneten unterliegt ihrer bizarren mechanischen Technokratie.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Ronyards wurde über Jahrhunderte als Schrottplatz für alte, nicht mehr funktionsfähigen Droiden aller Art verwendet. Die wenigen Droiden, die die Anstrengungen ihres Transports auf den Schrottplaneten überstanden, entwickelten den Glauben, dass mit der Korrosion und der Verschmelzung der Hüllen all der auf Ronyards korrodierenden und zusammenwachsenden Droidenüberreste auch ihre Hoffnungen und Sehnsüchte miteinander verwachsen und ihre Seelen zu einem großen Bewusstsein geworden sind, das sie als den großen Geist Ronyards anbeten. Der einst unscheinbare, nun jedoch in ein Metallparadies verwandelte Planet stellt für sie den Körper ihres lebenden Gottes dar. Die Jünger dieses Glaubens sind davon überzeugt, dass Ronyards jeden Droiden in seinem friedlichen Schoß begrüßt. Einige der Menschen, die die ausgemusterten Droiden aus ihren Frachtschiffen auf den Planeten abwerfen, empfinden die Präsenz des Planeten als beunruhigend.[2] Dass auf Ronyards eine Wesenheit als Gottheit verehrt wird, deren Bewusstsein aus dem gesammelten Verstand all der dort verschrotteten Droiden entstanden ist, wird jedoch häufig als Legende abgetan.[4] Am 14:7:02 nach der Großen Eichung, im Zuge der Klonkriege, wurde Ronyards als Standort für die Ablagerung von Kriegsunrat der Galaktischen Republik bestimmt. In den HoloNetz-Nachrichten wurde die Entscheidung als Kurzmeldung im Rahmen der Berichterstattung über die Schlacht von Jabiim erwähnt.[5] Die Colicoiden nutzten einige der Millionen unbenutzten Buzz-Droiden, die in der Endphase des Krieges nicht mehr eingesetzt worden waren, auf den Schrottplätzen von Planeten wie Ronyards und Junction ein, damit sie ihnen dabei halfen, brauchbare Bestandteile aus den Schrottdeponien auszuschlachten.[6]

Ronyards verschlingt die Sturmtruppen.

Während des Galaktischen Bürgerkrieges wurden C-3PO und R2-D2 von der Rebellen-Allianz nach Ronyards entsandt, um die geringe Droidenbevölkerung, die der Rebellen-Geheimdienst dort ausgemacht hatte, davon zu überzeugen, die Förderung ihrer Metallvorkommen durch das Galaktische Imperium zu verhindern. Dadurch würde die westliche Flanke der imperialen Flotte der Belagerung durch die Rebellen nicht länger standhalten können. Die beiden Droiden gaben sich als funktionsunfähig aus, um auf einen Schrottfrachter zu gelangen, der sie mit seiner Ladung über dem Planeten abwarf. Dort wurden sie von Bruder Fünf-Falten auf Ronyards willkommen geheißen. Als ihm C-3PO die Intention ihrer Mission erklärte, machte Fünf-Falten jedoch deutlich, dass die Droiden von Ronyards den dort gefundenen Frieden nicht für den Streit aufgeben würden, der die restliche Galaxis zerstörte. C-3POs Warnung, dass die baldige Ankunft des imperialen Sternenzerstörers zum Raub ihrer wertvollen Metallvorräte ihn und seine Jünger dazu zwingen würde, zum Wohl ihrer Welt und der Galaxis Partei zu ergreifen, führte Fünf-Falten auf das Unverständnis des Neuankömmlings über die wahre Natur von Ronyards zurück. Auch nach dessen Argumentation, dass die Imperialen mit dem Diebstahl all der Metallvorräte auch die Grundlage ihrer Gottheit entfernen würden, gab sich Fünf-Falten gelassen und davon überzeugt, dass das Imperium nicht über Ronyards – ihren Existenzzweck und ihren Beschützer – siegen würde. Während sich Fünf-Falten mit Bruder Kranch aufmachte, um die Rostgärten zu inspizieren, merkte C-3PO gegenüber R2-D2 an, dass die Fantasie eines Schrottplatzgottes wohl das Einzige war, das den alten Droiden noch zusammenhielt. Er überlegte noch, wie er die Droiden von Ronyards überzeugen sollte, als sie einen imperialen Sternenzerstörer am Himmel bemerkten. Seine Besatzung aus Sturmtruppen sollte in den Schrottbergen nach dem Metall Varium suchen. Dabei beobachteten einige mit dem Gebet befasste Droiden, die die Hände vor sich gefaltet hatten. Sie wurden jedoch angewiesen, sie nur dann zu zerstören, wenn sie sich ihnen in den Weg stellten. Kurz darauf hielt Fünf-Falten die Sturmtruppen auf. Er erklärte ihnen, dass sie sich auf heiligem Boden aufhielten, und forderte sie auf, den Planeten wieder in Frieden zu verlassen. Daraufhin wurde er von den Sturmtruppen niedergeschossen. Aus Wut über das Märtyreropfer von Bruder Fünf-Falten begann Ronyards, sich gegen die Imperialen zu erheben. In einem Akt höherer Gewalt prallten die Schrapnelle, die die Sturmtruppen auf Fünf-Falten abgefeuert hatten, wieder auf sie zurück. Anschließend wurden die Soldaten unter einem Aufwallen des Bodens begraben. In der gleichen Entfesselung des Planeten wurde auch der imperiale Sternenzerstörer am Himmel vernichtet. Der Verlust des Schiffes und seiner gesamten Besatzung während der Ronyards-Expedition wurde in den imperialen Aufzeichnungen als Zusammenkommen unglücklicher Umstände bezeichnet, ohne in dem Zwischenfall göttliche Rache zu erkennen.[2]

Nach der Untersuchung des Großen Heep, der nach seiner Zerstörung auf Biitu im Baobab Museum of Science auf Coruscant ausgestellt wurde, stellten einige Wissenschaftler die These auf, dass bis zu 17 weitere Abominors, Mitglieder einer kybernetischen, extragalaktischen Rasse, in die bekannte Galaxis eingedrungen waren. Sie glaubten, dass einer dieser Abominors, ein planetengroßes Individuum, den Planeten Ronyards ausmachte.[7] In seinem Aufsatz Droids, Technology and the Force: A Clash of Phenomena bezeichnete es der Jedi Tam Azur-Jamin als Widerspruch, dass auf dem wenig bekannten Planeten Ronyards eine Population von hunderten, wenn nicht gar tausenden Droiden eine Gottheit verehrten, obwohl die Akzeptanz von Divinität zumeist als Tabu ihrer Programmierung angesehen wurde.[8]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]