Barabel

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Barabel.jpg
Barabel
Allgemeines
Heimatwelt:

Barab I[1]

Klasse:

Reptiloid

Ernährungstyp:

karnivor

Beschreibung
Durchschnittliche Größe:

zwei Meter[2]

Durchschnittliches Gewicht:

110 Kilogramm[2]

Bekannte Individuen:

Saba Sebatyne, Tesar Sebatyne, Glamaxon Tvurl, Skahtul, Bela Hara, Krasov Hara[3]

Die Barabel sind eine reptiloide Spezies vom Planeten Barab I mit niedrigem technologischen Standard. Ihr Verhalten wird von ihren Jagdinstinkten geprägt, sodass Fremden oft der Eindruck entsteht, sie seien aggressiv. Etwa 900 Jahre vor der Schlacht von Yavin wurde ihr Planet entdeckt, geriet bis zur Zeit des Galaktischen Bürgerkrieges aber wieder in Vergessenheit. Danach schlossen sie sich der Neuen Republik an, obwohl beinahe die gesamte Spezies des Yuuzhan-Vong-Krieges von der Barabel-Jedi Saba Sebatyne ausgelöscht wurde.

Beschreibung[Bearbeiten]

Biologie[Bearbeiten]

Saba Sebatyne, eine typische Vertreterin ihrer Spezies

Barabel können bis zu zwei Meter groß und 110 Kilogramm schwer werden.[2] Sie tragen einen harten Panzer aus überlappenden Keratinschuppen,[1] der sogar Blastergeschosse abhalten kann. Ihre Schuppen besitzen zumeist unterschiedliche Färbungen, die sich mit dem Alter verdunkeln.[4] So erhalten sie ein Farbspektrum, dass von Schwarz[1] über grüne[4] oder rotbraune[5] bis hin zu bläulich-violetten Färbungen reicht.[6] Ihre Farbgebung verschafft ihnen eine bessere Tarnung beim Jagen.[4] Es ist ihnen möglich, sich zu häuten, wenn es nötig ist. Ebenso können sie in Grenzsituationen ihren Schwanz abwerfen.[1] Sie verfügen über bis zu fünf Zentimeter lange Reißzähne sowie ein scharfes Gehör und sehr gute Augen,[7] mit denen sie bis ins Infrarotspektrum sehen können.[8] Die Formen ihrer Gesichter können stark untereinander variieren: Ist es bei manchen eher flach[9], haben andere hingegen ein fast schnabelartiges Gesicht.[10] Alle Barabel haben jedoch Hornknoten auf ihrem Kopf. Sie besitzen eine lange, schmale Reptilienzunge, über welche sie Geruchsstoffe aufnehmen können. Allerdings lispeln sie aufgrund der Länge ihrer Zunge auch etwas und zischen das „S“ stark.[7]

Wie alle Reptilien sind sie kaltblütig, was dazu führt, dass sie bei kälteren Temperaturen erstarren und in eine schlafartige Stasis fallen.[7] Allerdings besitzen sie eine Speckschicht unter ihrem Schuppenpanzer, der es ihnen ermöglicht, in den kälteren Nächten auf ihrer Heimatwelt aktiv zu bleiben.[4] Unter Stress erhöht sich häufig ihr Speichelfluss. Sie ernährten sich hauptsächlich karnivor, wobei sie lebendige Nahrung bevorzugten.[7] Im Gegensatz zu vielen anderen Spezies besitzen sie zwei Mägen, über ihre inneren Organe ist nur wenig bekannt.[11] Sie können jedoch ihre Augen und Nasenlöcher schützen, indem sie Membranen verschließen.[8] Aufgrund ihrer körperlich aktiven Lebensweise sind sie sehr widerstandsfähig und überleben meist sogar schwerste Verletzungen. So überlebte Saba Sebatyne, eine Barabel-Jedi, sogar eine schwere, offene Kopfwunde nebst einiger weiterer Verletzungen.[7] Es existiert kein bekannter Geschlechtsdimorphismus unter den Barabeln. Wie alle Reptilien legen sie kugelförmig Eier, die eine gesprenkelte Hülle aufweisen und mehrere Monate lang brüten.[11] Kurz nach dem Schlüpfen besitzen die jungen Barabel etwa die Größe einer menschlichen Hand und sind in der Lage, lebendige Beute anzugreifen und zu verspeisen. Eine Gruppe von ihnen wird als Schar bezeichnet.[8]

Kultur[Bearbeiten]

Die Jagd ist in der Kultur der Barabel stark verankert, was wohl auch durch ihre natürlichen Instinkte bedingt ist. Dies kann auf Außenweltler aggressiv wirken, ist aber keine Besonderheit. Für einen Barabel ist ein Beutetier umso würdiger zu jagen, desto stärker und schlauer es ist. Eine würdige Beute sollte einen Jäger nicht in ihre Nähe lassen. Ihre Tendenz, lebendige Tiere gekochtem Fleisch vorzuziehen, rührt ebenfalls von ihrem Jagdtrieb.[7] Das Erlegen eines Durgolosk, eines der gefährlichsten Tiere der Galaxis, ist für Barabel großartig, wohingegen ein Shenbit-Knochenbrecher, ein vierbeiniger Fleischfresser, nur eine passable Beute ist. „Shenbit“ bezeichnet in der Sprache der Barabel daher eine schwache Person.[1] Wenige Barabel verlassen Barab, freiwillig oder unter dem Zwang der nahen Hutts und anderer Verbrechersyndikate, um Kopfgeldjäger oder Söldner zu werden. Bevor ein Jedi die Welt entdeckte, der einen größeren Stammeskrieg schlichtete und anordnete, dass sich Barabel von da an nie wieder um Jagdreviere streiten würden und nach jeder Jagd die größte Beute dem konkurrierenden Stamm überließen, waren auch Kriege weit verbreitet. Von da an waren die Jedi fester Bestandteil der Religion der Barabel und die Barabel vertrauten ihrem Urteil bedingungslos.[12] Sie glaubten auch, dass die Jedi eines Tages zurückkehren würden. Mehrere wurden während des Yuuzhan-Vong-Krieges sogar selbst zu Jedi ausgebildet.[7]

Aufgrund ihrer Abgeschiedenheit entwickelten sich die Barabel nur schleppend und hatten bis zum Yuuzhan-Vong-Krieg keine nennenswerte Technologie. So leben sie auf Barab I verstreut in kleinen, untereinander zerstrittenen Stämmen von 100 bis zu 10.000 Mitgliedern ohne ein einheitliches Regierungssystem und kommunizieren nur wenig untereinander. Die einzige Stadt, Alater-ka, wurde vom Imperium, ihrer Besatzungsmacht nach ihrer Wiederentdeckung zur Zeit des Galaktischen Bürgerkriegs, gegründet. Meist verweilen Barabel ihr gesamtes Leben auf Barab und verlassen ihren Planeten oder gar ihren Stamm nie.[3]

Für die Barabel ist es unüblich, einander zu berühren, was sich Barabel außerhalb von Barab I nur schwer abgewöhnen können. Eine Berührung von Seiten eines Fremden halten Barabel für eine Drohung und reagieren reflexartig heftig darauf. Zudem bezeichnen Barabel sich selbst immer mit der dritten Person. Die meisten Außenweltler halten dies für befremdlich, aber unter Barabel ist dies durchgehend üblich. Andere Personen hingegen reden sie normal an. Ihre Jagdinstinkte treten in vielen Situationen an die Oberfläche.[7] Auch sehr eigen verhalten sich Barabel bei der Brutpflege und Paarung: Ab dem Zeitpunkt, an dem die Eier gelegt wurden, bis zu ihrem Ausschlüpfen bewachen beide Brutpartner das Nest und versuchen, Eindringlinge so weit wie möglich fern zu halten. [11]

Lebensraum[Bearbeiten]

Hauptartikel: Barab I
Barab I, der Lebensraum der Barabel

Der Heimatplanet der Barabel, Barab I, ist eine lebensfeindliche, dunkle Welt,[1] die jenseits des Hutt-Raumes im Äußeren Rand liegt.[13] Aufgrund seiner Nähe zu seiner Sonne ist diese Welt am Tag starker Hitze sowie gefährlicher Strahlung ausgesetzt. Daher besteht der Planet auch hauptsächlich aus Wüsten- und Steppenregionen. Tagsüber ist ein längerer Aufenthalt an der Oberfläche lebensgefährlich, weshalb beinahe alle alle Aktivitäten nachts stattfinden. Wie die meisten Lebewesen auf Barab halten sich auch die Barabel über den Tag hinweg in den ausgedehnten Höhlensystemen auf. Die Strahlung ist auch der Grund dafür, dass auf Barab nur wenige Pflanzenarten gedeihen. Auch gibt es große Klimaschwankungen: Während der Nacht fällt die Temperatur um bis zu 25° Celsius und das Wasser, das während der großen Trockenheit am Tag von der Oberfläche verdunstet, regnet sich sturzbachartig in der Nacht ab.[3] Die heimische Fauna ist ebenso gefährlich: Die Raubtiere wie die sechsbeinigen Durgolosks gelten als die gefährlichsten in der Galaxis.[1] Auch sie sind gezwungen, den Tag-Nacht-Rhythmus einzuhalten.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Der Jedi Noga-Ta auf Barab I

Da die Geschichtsschreibung der Barabel erst um das Jahr 400 VSY begann, existieren über die Zeit davor nur Stammeslegenden. Die wichtigste von diesen berichtet, dass im Jahr 900 VSY der Jedi Noga-Ta den Planeten für den Rest der Galaxis entdeckt und die Barabel bei seinem Besuch vor ihrer Auslöschung durch einen Krieg der beiden zur damaligen Zeit mächtigsten Stämme gerettet haben soll. Da er seine Entdeckung an niemanden weitergab, geriet der Planet wieder in Vergessenheit. Allerdings gehörte es von da an zum Glauben der Barabel, dass eines Tages die Jedi wiederkehren würden. Zu imperialer Zeit dann wurde der Planet wiederentdeckt, ein Raumhafen errichtet und der Planet schleppend an den Rest der Galaxis angebunden. Die ersten Besucher waren Pioniere von Planetary Safaries, welche dafür sorgten, dass Safaris nach Barab organisiert wurden, bei denen auch Jagd auf die Barabel gemacht wurde. Aufgrund seiner Nähe zum Huttraum wurden von den Hutts auch öfters politische Gegner nach Barab gebracht, um diese in der lebensfeindlichen Umgebung von Barab loszuwerden. [1] Seit seiner Anbindung an den Rest der Galaxis verließen Barabel dann auch vereinzelt den Planeten und wurden in den umliegenden Systemen und im Hutt-Raum Kopfgeldjäger und Söldner, wie beispielsweise Skahtul.[14] Nach der Gründung der Neuen Republik sagten sich die Barabel vom Imperium los und schlossen sich der Republik an, wurden aber schwierige Verbündete. So wollten sie im Jahr 8 NSY gegen die ebenfalls mit der Republik verbündeten Verpinen in den Krieg ziehen. Dabei sollten Körperteile der getöteten Verpinen tiefgefroren an die Kubaz verkauft werden, die diese als Delikatesse schätzten. Dieser Konflikt konnte schließlich mit der Hilfe der Republik beigelegt werden.[10] Im Jahr 28 NSY übernahmen die Yuuzhan Vong den Planeten Barab I und nahmen die meisten Barabel gefangen. Die Barabel-Jedi Saba Sebatyne schoss ein Sklavenschiff der Yuuzhan Vong ab und merkte zu spät, dass sich in ihm unzählige Barabel befanden. Durch dieses Ereignis wurden die Barabel fast vollständig ausgerottet. Manche von ihnen konnten allerdings der Gefangennahme und Vernichtung entgehen, indem sie sich vor den Yuuzhan Vong in den Höhlensystemen von Barab I versteckten.[3] Einige Barabel schlossen sich vor dem Yuuzhan Vong-Krieg dem Neuen Jedi-Orden an und bildeten während des Krieges die Hauptstütze der Wilden Ritter, einer Sternenjägerstaffel der Jedi.[15] Im Jahr 44 NSY wurde Saba Sebatyne sogar zur neuen Großmeisterin des Ordens ernannt.[11] Währenddessen brüteten die Barabel-Jedi Dordi, Zal, Wilyem und Tesar Sebatyne heimlich Barabel-Eier im Jedi-Tempel auf Coruscant aus. Trotz ihrer Sicherheitsmaßnahmen wurden sie von Allana Solo und Bazel Warv gefunden, weshalb die Barabel darauf bestanden, dass diese bei ihnen bleiben sollte, bis die Eier ausgebrütet wären. Jedoch ließen sie Allana gehen, da sie ihnen das Geheimnis ihrer Identität als Tochter von Tenel Ka Djo enthüllt hatte.[11] Schließlich verließen die Jedi den Tempel, die Eier sowie die sie bewachenden Barabel hingegen blieben noch einige Monate im Tempel. Etwas später wurde der Tempel von den Sith übernommen, sodass die Eier dort eingesperrt waren.[16] Nach dem Schlüpfen beteiligten sich die jungen Barabel am letztendlich erfolgreichen Angriff auf die Sith.[8]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  • Über das Gewicht von Barabeln herrscht Uneinigkeit: Während sie in Galaxy at War ein Durchschnittsgewicht von 110 Kilogramm erreichen, sind es in Geonosis and the Outer Rim Worlds 130 Kilogramm.
  • Das Datum der Wiederentdeckung der Spezies ist auch unklar: Stellt Geonosis and the Outer Rim Worlds es so dar, dass sie zur Regentschaft Imperator Palpatines wiederentdeckt wurden, berichtet The Essential Guide to Alien Species von einem Vorfall mit Barabeln als Beteiligten zur Zeit der Alten Republik, kurz vor den Klonkriegen.