Irmenu

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Irmenu
Astrographie
Region:

Äußerer Rand[1]

Sektor:

Belsmuth-Sektor[1]

System:

Irmenu-System[1]

Raster-Koordinaten:

O-6[1]

Monde:

1[2]

Beschreibung
Landschaft:
  • Tiefe, sturmgepeitschte Ozeane[2]
  • Seichte Meere[2]
  • Inselgruppen mit Sand, Klippen, Wäldern und Grasebenen[2]
Sehenswürdigkeiten / bekannte Orte:
Gesellschaft
Einwanderer:

Menschen[2]

Einwohnerzahl:

5 Millionen[2]

Raumhafen:

1[2]

Regierung:

Feudale Aristokratie[2]

Wichtige Importprodukte:

Technologie-Produkte[2]

Irmenu ist ein am Rande des Crombach-Nebels gelegener Planet im Irmenu-System des Belsmuth-Sektors im Äußeren Rand. Die menschliche Kolonie auf der von Ozeanen dominierten Welt war für Jahrtausende von dem Rest der Galaxis abgeschnitten. In dieser Zeit entwickelte sich zuerst eine Monarchie und nach dem Sturz der, als zunehmend dekadent geltenden, Könige eine vom Adel dominierte Gesellschaftsstruktur. Über diesen steht einzig die Priestergruppe Imperius, die neben der Marine auch den einzigen Raumhafen der Welt kontrolliert. Die Irmenu sind ausgezeichnete Seefahrer, die sich untereinander konstant bekriegen.

Beschreibung[Bearbeiten]

Irmenu ist ein kleiner, vom Orbit aus blau erscheinender Planet, der sich am Rande des Crombach-Nebels[2] im Irmenu-System des Belsmuth-Sektors des Äußeren Randes befindet.[1] Ein einziges Kontinentalschelf erstreckt sich über die Hälfte des Planeten und wird von seichten Meeren bedeckt, wobei die höchsten Punkte des Schelfs die Wasseroberfläche durchbrechen. Diese formen Inselgruppen, deren Landschaft unterschiedlich sind. Neben kleinen sandigen Inseln gibt es auch Felswände, die sich hunderte Meter in die Höhe erheben und von Bergen und Grasland bedeckt sind.[2]

Irmenus einziger Mond ist groß und folgt einer exzentrischen Umlaufbahn, die daraus resultierenden Gezeiten sind ebenso dramatisch wie komplex. Außerhalb des Kontinentalschelfs sind die Ozeane der Welt von Stürmen geplagt und tief, wobei sie von abgrundtiefen Gräben getrennt sind, die ähnlich wie Narben über die Planetenkruste verlaufen.[2]

Bevölkerung und Geschichte[Bearbeiten]

Irmenu ist eine von vielen verlorenen Kolonien, deren Ursprünge aufgrund von Mythenbildung kaum noch nachzuvollziehen sind. Die menschliche Population von etwa fünf Millionen lebt in zahlreichen Königreichen, Höfen und Burgen. Irmenus Gesellschaft ist ein komplexes, verworrenes Netz von feudalen Verpflichtungen, die auf einem strikten Kastensystem basieren. Die Aristokratie des Planeten besteht aus Kleinkönigen, Fürsten, Grafen, Marktgrafen, Baronen und Rittern, die nahezu uneingeschränkte Macht über das gewöhnliche Volk besitzen. Diese sind durch uralte Blutschwüre an ihre Herren gebunden.[2] Der Adel pflegt höfliche Umgangsformen, sodass selbst bei Duellen stets ein zuvorkommender Ton gewahrt wurde.[3] Im Gegensatz zum gemeinen Volk schrien Adelige nie, sondern äußerten ihr Missfallen lediglich lautstark.[4]

Die Aristokraten selbst waren einst Leibeigene der Imperatoren von Irmenu, doch deren[2] aufgrund von Inzucht und Skandalen[5] von Wahnsinn geprägte Erbmonarchie wurde Jahrhunderte vor der Ausrufung des Galaktischen Imperiums gestürzt, wobei der imperiale Palast von Irmenu zerstört wurde. Die Ruinen des Gebäudes sind heute noch sichtbar.[2] Außerhalb dieser rigiden Sozialstruktur existiert der hierarchische Priesterorden Imperius sowie die Ausgestoßenen und Exkommunizierten des Planeten, von denen sich viele als Piraten verdingen. Diese Verbrecher sind sowohl aufgrund ihrer konstanten Bedrohung verhasst, werden aber von vielen Irmenu beneidet, da sie frei von der sozialen Strukturen leben. Viele der beliebtesten Helden von Irmenu sind daher Gesetzlose geworden, um ihre Feinde zu besiegen.[2]

Die Irmenu sind ausgezeichnete Seeleute und werden von Geburt an darin unterwiesen, die Mechanismen von Winden und den Gezeiten zu verstehen sowie die flachen Gewässer ihrer Heimatinseln zu kartieren. Fehden und Eroberungskriege sind so häufig, dass sie fast schon sportlichen Charakter haben. Jeder Fürst von Irmenu erwartet von seinen Söhnen, dass sie ihren Wert als Seefahrer und Kapitäne dadurch unter Beweis stellen, indem sie ihre Schiffe effektiv gegen Piraten und feindliche Fürsten führen.[2] Die Militärdoktrin der Irmenu ist dabei gnadenlos und sie diktiert, weder Gefangene zu machen noch sich gefangen nehmen zu lassen.[6] Diese Auseinandersetzungen werden von Imperius unter Kontrolle gehalten, da die Priester über die Macht verfügen, spirituelle Strafen bis hin zur Exkommunikation zu verhängen. Imperius patrouilliert zudem die Meere, rettet in Seenot geratene Matrosen und bekämpft Piraten. Dienstzeit in der Imperialen Kriegsmarine von Irmenu ist eine religiöse Verpflichtung für Mitglieder der Aristokratie. Söhne, die keine Aussicht darauf haben, Reichtum oder Titel zu erben, können Ehre im Marinedienst finden.[2] Offiziere wie etwa Admiräle trugen Galuniformen.[7]

Irmenu wurde einige Jahre vor der Schlacht von Yavin von der restlichen Galaxis wiederentdeckt. Der Kontakt zu dieser wird über einen einzigen Raumhafen aufrechterhalten, der von Imperius betrieben wird. Viele Bewohner des Planeten sind daher inzwischen mit Blastern, Kommunikationsgeräten oder anderer galaktischer Technologie ausgerüstet, obwohl die Karavellen und Galleonen Irmenus immer noch Schiffsrümpfe aus Holz besitzen und die jeweiligen Familienbanner fliegen. Die Verbindungen zwischen Irmenu und der Galaxis sind im Laufe der Zeit stärker geworden, doch sowohl Imperius als auch die Irmenu selbst sehen diese Kontakte zwiespältig. Für Personen, die mit der sozialen Struktur in Konflikt kommen, bietet sich dadurch aber die Gelegenheit, ein Exil außerhalb der der unwirtlichen Inseln des Planeten zu wählen. Die Erzählungen dieser Exilanten haben Irmenu zu einem Objekt der Kuriosität in der Galaxis werden lassen.[2] Einige Sprichwörter[3] sowie Mythen und Legenden des Planeten waren in der Galaxis bekannt.[5] Dies galt auch für die Volkslegende vom Darakaer,[8] ein Kriegerkapitän aus längst vergangenen Tagen, der sich aus seinem Grab erheben würde, wenn man auf seiner uralten Trommel einen bestimmten Takt schlage. Dann würde er wie versprochen zurückkehren und seinem Volk zu Hilfe eilen.[9]

Ein bekannter Irmenu-Exilant war Walon Vau, der Sohn eines Admirals der Imperialen Kriegsmarine von Irmenu und Graf von Gesl. Vau strebte zwar ebenfalls eine Karriere in der Marine an, doch sein dominanter Vater hielt ihn dafür für nicht gut genug und verwehrte ihm den Eintritt. Der junge Adelige verliebte sich darauf in eine Prinzessin einer Nachbarprovinz, doch eine mögliche Bindung lehnten beide Väter ab. Die Beziehung endete so damit, dass die Prinzessin in einem Konvent von Imperius eingesperrt wurde und Vau in ein zeitlich begrenztes Exil gehen musste. Dieser schloss sich darauf den Mandalorianern an und wurde von seiner Familie enterbt. Später wurde er ein Cuy’val Dar und damit Ausbilder der Kommandoeinheiten der Großen Armee der Republik.[2] Vau brachte seiner Familie Hass entgegen und raubte während der Klonkriege aus Rache das Schließfach seiner Familie in der Dressian Kiolsh Handelsbank auf Mygeeto aus.[7] Seine Herkunft gab dem Mandalorianer aber dennoch einen Sinn für militärische Tradition und Wissen über nautische Begriffe und Taktiken.[10]

Eine weitere bekannte Irmenu war die imperiale Admiralin Natasi Daala. Diese fand erst während ihrer Karriere im Tiefkern heraus, dass sie eine Prinzessin von Irmenu war, deren Familie während der Eroberung ihrer Besitztümer durch Rivalen vollständig getötet worden war. Daala überlebte als Baby deshalb, weil ein jüngerer Sohn der siegreichen Familie Mitleid mit dem Kleinkind hatte, sie vom Planeten schmuggelte und als Findelkind in einem Waisenhaus auf Botajef zurückließ.[2] Daala hatte einst mit ihrem ehemaligen Untergeben Admiral Gilad Pellaeon vereinbart, das sie einander jeweils zu Hilfe kommen würde, sollte dies nötig sein. Als Signal vereinbarten sie den Trommel-Rhythmus des Darakaer.[11] Während des Zweiten Galaktischen Bürgerkrieges tat dies Pellaeon unter dem Eindruck, dass unter dem neuen Staatschef der Galaktischen Föderation Freier Allianzen Jacen Solo die dunkelste Stunde für die Galaxis näher rückte.[9] Als er von Solos Sith-Schülerin Tahiri Veila ermordert wurde, sandte er kurz vor seinem Tod erneut das Darakaer-Signal an Daala.[11] Zu dieser Zeit war der spezifische Rhythmus ansonsten nur Irmenu-Historikern in der Galaxis bekannt.[9]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  • Irmenu wurden von der Autorin Karen Traviss erfunden und erstmals in ihrem Roman True Colors aus der Republic Commando-Reihe erwähnt. Auch in anderen Star-Wars-Romanen von Traviss fand der Planet weitere Erwähnungen.
  • Der Author Jason Fry hatte The Essential Guide to Warfare eine Vielzahl von Porträts einzelner Planeten, darunter auch Irmenu, geplant. Während des Projektes zeigte es sich aber, dass dies zu sehr dem bereits veröffentlichten The Essential Atlas ähnelte und nur wenige dieser vorbereiteten „Planet-at-War“-Porträts im neuen Buch Platz finden würden. So wurden bis auf zwei alle solchen Porträts entfernt. Fry hatte Irmenu dabei stets fasziniert und er empfand das „Worldbuilding“ in dem Beitrag als eine spaßige Aufgabe. Einige der Ideen verwendete er später in seiner eigenen Serie „The Jupiter Pirates“. Dennoch war er der Meinung, dass das Porträt nicht in den Guide to Warfare gehörte. Der Beitrag wurde dennoch in den Legends-Kanon übernommen, da er im fünften Teil des Author’s Cut zu Warfare auf der Website StarWars.com veröffentlicht wurde. Erich Schoenweiss, der Redakteur des Buches, lobte den Beitrag zur Irmenu als gut geschrieben, nutzte ihn aber als eines der Beispiele für die Auswahl von Artikeln. Dabei würde die Frage gestellt werden, ob er genug „Star Wars“ sei. Schoenweiss merkte an, dass lediglich die gegen Ende des Beitrages erwähnten Walon Vau und Natasi Daala den Beitrag so änderten, dass dieser nicht für jede andere Science-Fiction- oder Space-Fantasy-Geschichte verwendet werden könnte. Zwar betonte er, dass dies die Interessantheit des Artikels keinesfalls reduziere, aber das Wortlimit Fry und ihn dazu zwangen, Material zu kürzen und daher Artikel, die sich weniger nach Star Wars anfühlten, eher gestrichen wurden.[1]
  • Jason Fry hatte außerdem angedacht, dass Irmenu wie auch Naboo oder Renatasia IV eine der Welten sein sollte, die von der legendären Königin Elsinoré den Tasia – auch Reina Tasia genannt – gegründet wurden. Daalas Vornahme Natasi hätte für Fry daher eine Abkürzung für Renatasia sein sollen.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]