Schwarze-Flotte-Krise

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Schwarze-Flotte-Krise
Beschreibung
Beginn:

4 NSY

Ende:

17 NSY

Auslöser:
  • Yevethanischer Genozid auf mehreren bewohnten Planeten im Koornacht-Sternhaufen
  • Bedrohung von Welten nahe dem Sternhaufen
Endergebnis:

Sieg der Neuen Republik

Kontrahenten

Neue Republik

Duskhan-Liga

Kommandeure

Nil Spaar

Truppenverbände
Verluste

viele Kriegsschiffe während der Schlacht von N'zoth

komplette Schwarze Flotte

Wichtige Schlachten

Schlacht um N’zoth (4 NSY)
Große Säuberung
Schlacht von Polneye
Schlacht von Doornik-319
Schlacht von ILC-905

Entscheidungsschlacht

Schlacht von N'zoth (17 NSY)

Die Schwarze-Flotte-Krise war ein Konflikt zwischen der Neuen Galaktischen Republik und der yevethanischen Duskhan-Liga hauptsächlich in den Jahren 16 und 17 NSY, die ihren Namen vom imperialen Sonderkommando Black Sword ableitete. Der Konflikt begann jedoch mit der Revolte der Yevethaner etwa acht Monate nach der Schlacht von Endor.

Geschichte[Bearbeiten]

Vorspiel[Bearbeiten]

Die Krise sah ihren Ursprung acht Monate nach der Schlacht von Endor. Das Galaktische Imperium unter der Kontrolle von Ysanne Isard sah sich aufgrund der in den Kern vorstoßenden Flotten der Neuen Republik dazu genötigt, viele Flottenteile von unwichtigeren Positionen abzuziehen. Diese Order betraf auch das Kommando Black Sword im Koornacht-Sternhaufen. Die in Koornacht einheimischen Yevethaner lehnten sich jedoch zur Zeit des Rückzugs gegen die ohnehin unterbesetzten Schiffsmannschaften auf und übernahmen das Kommando über die Flotte. Die Republik erfuhr bis zu den Geschehnissen der späteren Krise nichts über die Schwarze Flotte und Isard musste sich auf ungenaue Geheimdienstdossiers verlassen, nach denen die Flotte einige Sektoren weiter aufgerieben wurde.

Die Flotte der Neuen Republik

Zwölf Jahre später kam es dann zum Aufeinandertreffen zwischen der Neuen Republik und der duskhanischen Liga. Nichts ahnend von der Vergangenheit Nil Spaars oder der Yevethaner, lud die Staatschefin Leia Organa Solo diese zu diplomatischen Gesprächen nach Coruscant ein. Die Gespräche verliefen friedlich, aber ergebnislos.

Admiral Hiram Drayson, Chef der Geheimdienstbehörde Alpha Blue, traute den Yevethanern jedoch nicht und entsandte eine Spähsonde in den Farlax-Sektor. Im Zielgebiet des Koornacht-Sternhaufens, dem Staatsgebiet der isolationistischen Yevethaner, wurde die Sonde sofort in Stücke geschossen. Nil Spaar nutzte die Situation aus und bezichtigte Prinzessin Leia der Kriegstreiberei. Viele innenpolitische Gegner Leias, die diese bereits für den Bau der Fünften Flotte verurteilten, warfen sich auf Spaars Seite. Da die Abreise der Aramadia - Nil Spaars Diplomatenschiff - zudem behindert wurde, flüchteten die Yevethaner aus allen Rohren feuernd von der republikanischen Zentralwelt und töteten hunderte Lebewesen, stellten es jedoch so dar, als habe die diktatorische Neue Republik sie massiv bedroht.

Infolgedessen geriet die Neue Republik, allen voran ihre Staatschefin, in Verruf. Mehrere Mitgliedswelten gingen sogar soweit und wollten aus der Republik austreten.

Die Große Säuberung[Bearbeiten]

Vizekönig Nil Spaar

Währenddessen begann Nil Spaar in seiner Heimat mit der so genannten Großen Säuberung. Die vor zwölf Jahren gekaperten imperialen Sternenzerstörer sowie eigene Kriegsschiffe dienten Spaar dazu, an allen nicht yevethanischen Völkern im Koornacht-Sternhaufen einen Genozid imperialen Ausmaßes zu begehen. Lediglich der Pilot Plat Mallar von Polneye überlebte den Angriff auf seine Heimatwelt. Mallar wurde von einem Spähschiff der Fünften Flotte entdeckt, wie er ohne Sauerstoff fast tot in einem antriebslosen TIE-Jäger trieb. [1][2]

Die Fünfte Flotte[Bearbeiten]

Das Fünfte Geschwader der Verteidigungsstreitkräfte der Neuen Republik wurde bereits vor Abbruch der diplomatischen Beziehungen zur Republik an den Rand des Farlax- und Hattawa-Sektors verlegt, um dort nach Überbleibseln des Kommandos Black Sword zu suchen - der so genannten Schwarzen Flotte. Ein intakter Memorykern des Imperiums aus dem wracken Sternenzerstörer Gnisnal offenbarte einen kompletten imperialen Schlachtplan; und die Schwarze Flotte fehlte.

Als sich die Krise verschärfte, wurde General Etahn A'bahts Flotte zum Schutz der vielen Welten im Umkreis von Koornacht abgestellt. In einem Schnellverfahren genehmigte Staatschefin Organa Solo die Aufnahme von 23 Planeten. 18 davon befanden sich im Farlax-Sektor, fünf lagen in anderen Teilen der Region. Die Flotte wurde zum Schutz dieser Welten, wie Galantos oder Wehttam, abgestellt, um sie vor den Yevethanern zu schützen.

Doornik-319[Bearbeiten]

Die Schlacht von Doornik-319

Der militärische Konflikt mit den Yevethanern war nach Entsendung der Fünften Flotte unausweichlich geworden und so kam es nach einigen Scharmützeln bei Doornik-319 zur ersten großen Schlacht mit den Yevethanern. Doch die Schlacht von Doornik-319 wurde zum Desaster für die Neue Republik. Die Yevethaner sendeten kurz vor dem Angriff Hilfeschreie von angeblich auf den yevethanischen Schiffen gefangener Flüchtlinge, wodurch die Sternenjägerpiloten abgelenkt wurden.

Der Kampf beginnt[Bearbeiten]

Doch das Unglück riss nicht ab, denn als Han Solo das Kommando über die vorrückende Flotte der Republik übernehmen sollte, wurde der Kurs seines Konvois verraten und Solo entführt. Der General befand sich daraufhin in der Gewalt des yevethanischen Vizekönigs Nil Spaar, der ihn als Druckmittel gegen Leia nutzen wollte, um sie von weiteren Aktionen gegen die Yevethaner abzuhalten. Während die Prinzessin noch versuchte, den Senat dazu zu bewegen, endlich Gegenmaßnahmen zu ergreifen - selbst wenn dies Hans Tod bedeuten sollte - befand sich Chewbacca längst auf einer halsbrecherischen Rettungsaktion, um seinen Freund zu befreien. Aus allen Rohren feuernd landete er an Bord des Millennium Falken auf dem yevethanischen Flaggschiff Pride of Yevetha und setzte dort einen Wookiee-Stoßtrupp ab, der Han Solo befreite.[3]

Schlacht von N’zoth[Bearbeiten]

Als Nil Spaar sein einziges Druckmittel damit verloren hatte, sammelte sich die Flotte der Neuen Republik und sprang nach N'zoth, der yevethanischen Heimatwelt. Mit Unterstützung von Luke Skywalker und den machtsensitiven Fallanassi erzeugte man eine Phantomflotte - optische Abbilder der republikanischen Kriegsschiffe. Diese Phantomschiffe gaben zwar keinen einzigen Schuss ab, aber halbierten die Feuerkraft des Feindes, weil dieser nicht zwischen echten und falschen Schiffen unterscheiden konnte. Ebenfalls zu Hilfe kamen die gefangenen Imperialen. Als die Yevethaner acht Monate nach der Schlacht von Endor die Schwarze Flotte kaperten, ließen sie eine Rumpfmannschaft an Imperialen am Leben, die ihnen die Benutzung der Technologie beibringen und die Kriegsschiffe warten sollten. Im Laufe der Jahre gelang es den Imperialen, Überrangkontrollen einzubauen, die sie während der Schlacht aktivierten. Die gesamte Schwarze Flotte flüchtete in verschiedene Richtungen aus dem System in den Hyperraum. Dennoch musste die Neue Republik in der Schlacht von N’zoth einen hohen Blutzoll leisten, denn die übrig gebliebenen Yevethaner kämpften bis zum letzten Mann gegen die Neue Republik.[4]

Folgen[Bearbeiten]

In der Folgezeit wurde es wieder still um den Koornacht-Sternhaufen. Den Yevethanern wurden die Waffen genommen und die Völker in Koornacht, wie die Fia von Galantos, gründeten Wachflotten, um einer erneuten Invasion der Yevethaner zuvorzukommen. Dennoch rüsteten diese erneut auf und hatten knapp zehn Jahre nach Ende der Schwarze-Flotte-Krise eine doppelt so starke Streitmacht aufgebaut. Doch diesmal verbündeten sich die Völker von Koornacht mit einer Macht, die zum endgültigen Untergang der Yevethaner führen sollte: Die Yuuzhan Vong, außergalaktische Eroberer, löschten die Spezies der Yevethaner vollständig aus und tilgten sie zu einer schrecklichen Erinnerung.[5]

Teilnehmer[Bearbeiten]

Der Konflikt selbst spielte sich lediglich zwischen der Neuen Republik und der yevethanischen Duskhan-Liga ab, doch waren insgesamt mehrere Parteien hierin involviert. Die Beteiligung des Imperiums ist jedoch nur indirekt, da keine imperialen Streitkräfte bei den Schlachten betroffen waren. Von Seiten des Militärs der Neuen Republik war zunächst nur die Fünfte Flotte am Konflikt beteiligt und wurde später durch die Zweite, Dritte und Vierte Flotte unterstützt.

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

In ihrem Verlauf ähnelt die Schwarz-Flotte-Krise dem Falklandkrieg zwischen dem Vereinigten Königreich und Argentinien. Nachweisliche Parallelen sind: Der Konflikt dreht sich um ein kleines, taktisch eigentlich unbedeutendes Gebiet (der Koornacht-Sternhaufen bzw. die Falkland-Inseln), dieses Gebiet wird widerrechtlich vom Aggressor erobert (die Yevethanern bzw. Argentinien) und die Bevölkerung des Angegriffenen (Neue Republik bzw. Vereinigtes Königreich) interessiert sich zunächst kaum dafür. Michael P. Kube-McDowell, der Autor der Serie, erwähnte bislang nie reale Vorbilder für den Konflikt.