Prisma

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Prisma allein.jpg
Prisma
Allgemeines
Region:

Wilder Raum

System:

Diab-System

Planet:

Diabs sechster Mond

Technische Informationen
Besondere Merkmale:

äußere Form eines Prismas

Kapazitäten
Besatzung:

100 Wachdroiden (Notmannschaft)

Nutzung
Sehenswürdigkeiten:

medizinische Station

Konstruktion:

Zweites Großes Schisma

Letzte Sichtung:

19 VSY

Schlachten:

Prisma-Aufstand

Kommandanten:
Zweck:

Inhaftierung von als gefährlich eingestuften Gefangenen

Zugehörigkeit:

Jedi-Orden

Das Prisma, im Bericht des imperialen Kommandanten Laurita Tohm als Geistergefängnis bezeichnet, war eine geheime Inhaftierungseinrichtung des Jedi-Ordens, die während des Zweiten Großen Schismas über dem sechsten Mond von Diab erbaut wurde. Sie war für Gefangene vorgesehen, die aufgrund der von ihnen ausgehenden Gefahr keine gewöhnliche Haftanstalt übernehmen konnte, und diente während der Klonkriege als Gefängnis für ranghohe Mitglieder der Konföderation unabhängiger Systeme. Im Jahr 19 VSY suchten der Sith-Lord Darth Vader, Moff Trachta und der Leutnant Laurita Tohm die Station auf, um den während des Gentis-Aufstands verletzten Imperator Palpatine zu behandeln. Im Zuge ihres Aufenthalts ließ Vader die Gefangenen frei und befahl ihnen, gegeneinander zu kämpfen. Aus den Überlebenden dieses Prisma-Aufstandes bildete er eine Kampfeinheit, die die Anhänger von Gentis’ Putsch aufhalten sollte.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die Einrichtung, deren Äußeres die Form eines Prismas besaß und in schwarzer Farbe gehalten war, befand sich im Orbit des sechsten Mondes von Diab und war in dessen Masseschatten versteckt. Sie war darauf ausgerichtet, selbstversorgend und ausbruchssicher zu sein. Um die Station versteckt zu halten, befand sie sich in einem Bereich, in dem die Kommunikation durch die elektrischen Stürme von Diab erschwert wurde. Sie verfügte über keine äußeren Verteidigungsanlagen, da ihre Erbauer davon überzeugt waren, dass die Einrichtung nicht entdeckt werden würde. Für ankommende Schiffe besaß sie eine Landeplattform und einen Hangar. Im Zellentrakt, der in Sektoren und Ebenen unterteilt war, verfügte jeder Raum über eine Pritsche, einen Tisch und einen Stuhl. Zudem besaß das Prisma eine fortschrittliche Krankenabteilung, da es der Philosophie der Jedi widersprach, dass Gefangene ungenügend behandelt wurden. Die Datenbank der Anlage enthielt Informationen zu der Einrichtung selbst und ihren Gefangenen.

Für die Betreibung der Einrichtung war lediglich eine Notmannschaft nötig, die aus einem kommandierenden Jedi und 100 Wachdroiden bestand. Die Besatzung war über die gesamte Anlage verteilt stationiert. Aufgrund der Selbstversorgung der Station, ihrer geheimen Lage und des Verbots, Kontakt nach außen aufzunehmen oder von dort zu empfangen, war die Besatzung zeitweise monatelang allein. Während der Klonkriege leitete der Jedi-Meister Skein, zum Ende des Krieges hin eine andere Angehörige des Ordens die Einrichtung. Auf der medizinischen Station waren zudem mehrere 2-1B Medizinische Droiden stationiert.

Zu den Gefangenen des Prismas gehörten Personen, die von den Jedi als für gewöhnliche Inhaftierungseinrichtungen zu gefährlich eingestuft wurden, darunter Cyborgs, Gedankenleser, Gestaltwandler, Attentäter und Machtanwender. Im Verlauf der Klonkriege wurden auch wichtige Angehörige der Konföderation unabhängiger Systeme im Prisma inhaftiert. Dabei wurden die Gefangenen ohne Prozess auf der Raumstation festgehalten, bis das Kriegsende eine Gerichtsverhandlung erlaubte. Während ihres Aufenthalts erhielten die Insassen regelmäßige Essensausgaben und Zugang zu medizinischer Versorgung. Obwohl sich die Jedi als Friedenshüter und nicht als Gefängnisaufseher sahen, war deren Hoher Rat davon überzeugt, dass nur er mit dieser Gefahr umgehen konnte und die Pflicht und die Verantwortung, diese Gefangenen zu kontrollieren, bei ihm lag.

Geschichte[Bearbeiten]

Gefängnis des Jedi-Ordens[Bearbeiten]

Das Prisma wurde während des Zweiten Großen Schismas in einem Masseschatten des sechsten Mondes von Diab erbaut. Einer der Gründe für die Wahl dieser Position waren die auf Diab vorherrschenden elektrischen Stürme, die die Kommunikation in der Region erschwerten. Die Jedi glaubten, dass die Einrichtung aus diesem Grund nicht entdeckt werden würde, und verzichteten daher auf den Einsatz äußerer Verteidigungsanlagen. Die Station diente als Gefängnis für Verbrecher, für deren Sicherheit keine gewöhnliche Haftanstalt garantieren konnte. Allerdings war die Existenz des Prismas nur den Mitgliedern des Jedi-Rates bekannt, der das Geheimnis dieser Station sogar vor dem Obersten Kanzler Palpatine bewahren konnte. Das Gremium übertrug die Leitung dem Jedi-Meister Skein, der als einzige Lebensform mit Ausnahme der Gefangenen eine Gruppe von 100 Wachdroiden befehligte und zeitweilig monatelang keinen Kontakt zu den anderen Jedi hatte.

Während der Klonkriege diente das Gefängnis als Haftanstalt für Personen der Konföderation unabhängiger Systeme, darunter Vertraute von Graf Dooku, dem Oberhaupt der Separatisten, ranghohe Offiziere und Machtträger, die ohne einen Prozess unter der Aufsicht der Jedi inhaftiert wurden. Sie sollten erst nach dem Ende des Konflikts vor ein Kriegsgericht gebracht werden. Mehr als die Hälfte der 208 Insassen, die dort im Jahr 19 VSY inhaftiert waren, wurde dabei von dem Jedi-Ritter Anakin Skywalker, teils in Zusammenarbeit mit anderen Jedi, gefangen genommen, darunter der separatistische General Ur’Loach, die Scharfschützin Shonn Volta, die Flottenkommandantin Calli Trilm, der Pilot N’won Raines und Dookus Attentäter Nax Cirvan. Außerdem waren Harrigan Shunt und Ronko Bist, zwei Vertraute des Anführers der Separatisten, im Prisma inhaftiert. Ein weiterer Insasse war ein früherer Padawan, der sich von den Jedi abgewandt hatte und von einem Suchtrupp unter der Leitung von Trachta auf Noctralis gefangen genommen worden war, nachdem er dem Anführer der Mission schwere Verletzungen zugefügt hatte. Der Padawan wurde in Zelle 1973 im Sektor 3 von Ebene 27 inhaftiert.

Bei einer Sitzung des Jedi-Rates im Verlauf des Krieges äußerte Anakin Skywalker seine Bedenken darüber, dass zahlreiche potenziell gefährliche Verbrecher, die er während des Konflikts gefangen genommen hatte, nach der Auslieferung an den Rat verschwunden waren. Obwohl ihm das Gremium keine Auskünfte dazu geben wollte, diskutierten seine Mitglieder in Skywalkers Abwesenheit darüber, ob sie weiterhin die alleinige Verantwortung für das Prisma übernehmen wollten. Der Jedi-Meister Obi-Wan Kenobi fürchtete die Reaktion des Senats und der Bewohner der Galaxis, wenn es bekannt würde, dass der Orden seit Jahren eine geheime Haftanstalt betrieb. Yoda und Mace Windu sahen es aber in der Verantwortung des Ordens, zu gefährliche Verbrecher unter seiner Aufsicht zu behalten. Daher erkundigte sich Kenobi nach den Koordinaten der Station, da er vor seiner Rückkehr an die Front dort eine Untersuchung der vorherrschenden Umstände vornehmen wollte. Gegen Ende des Konflikts stand die Einrichtung unter dem Kommando einer Jedi, die aufgrund der Isolation der Station nicht erfuhr, dass der Krieg beendet und der Orden im Zuge der Großen Jedi-Säuberung ausgelöscht worden war. Sie glaubte, dass sie und ihre Station von den anderen vergessen worden waren.

Ankunft der Imperialen[Bearbeiten]

Einige Monate nach dem Ende der Klonkriege startete Gentis, ein General der imperialen Armee und der Direktor der Offiziersakademien, mit der Unterstützung der neuen Absolventen der imperialen Ausbildungseinrichtungen einen Putsch gegen Imperator Palpatine auf Coruscant, um zu verhindern, dass weitere Soldaten durch die Militärstrategie des Imperiums starben. Ihm und seinen Truppen gelang es, die strategisch wichtigsten Standorte des Imperiums auf der Zentralwelt auszuschalten. Allerdings wurde Palpatine, von einem Giftgasanschlag der Aufständischen geschwächt, von seinem Schüler Darth Vader, Moff Trachta und dem neu ausgebildeten Offizier Laurita Tohm gerettet. Sie brachten ihn in einen Sith-Infiltrator, der in einem versteckten Hangar nahe dem Imperialen Palast stationiert war. Da die Gruppe wusste, dass ihre Position von Gentis' Anhängern aufgespürt werden würde und sie einen anderen Ort brauchen würden, an dem sich der Imperator regenerieren konnte, begab sich Vader in Begleitung von Tohm in den Jedi-Tempel und aktivierte die Aufzeichnung der Sitzung des Jedi-Rates, in der Skywalker sein Anliegen im Bezug auf die verschwundenen Gefangenen hervorbrachte und Windu die Lage der Station verriet.

Laurita Tohm, Darth Vader und Trachta während des Prisma-Aufstands

Danach begab sich die Gruppe mit Palpatines Sith-Infiltrator in das Diab-System, wo Vader eine weiterentwickelte medizinische Einrichtung vermutete. Nachdem Tohm die versteckte Station entdeckt und das Schiff auf einer Landeplattform abgesetzt hatte, schaltete die Gruppe die befehligende Jedi und mehrere Wachdroiden aus, die sich in Erwartung anderer Mitglieder des Jedi-Ordens auf die Plattform begeben hatten. Der Sith-Lord konnte auch die anderen Droiden zerstören, die ihnen in der Anlage Widerstand leisteten, sodass der Imperator in der Krankenabteilung der Station versorgt werden konnte. Während der Behandlung informierte sich Tohm über die Insassen und erfuhr dabei, dass mit Anakin Skywalker ein einziger Jedi mehr als die Hälfte der Gefangenen inhaftiert hatte. Auf Vaders Befehl hin übertrug er die Daten auf den Sith-Infiltrator und löschte sie aus dem System der Station. Zudem führte er Trachta zu der Zelle des früheren Jedi, der ihm seine Verstümmelungen zugefügt hatte. Dort forderte ihn der Moff auf, die Zelle zu verriegeln, damit er sich an dem Gefangenen für seine Verletzungen rächen konnte. Kurz darauf bat der Leutnant Vader um die Freilassung der 207 verbleibenden Insassen, um eine Armee zum Einsatz gegen Gentis und seine Männer aufzubauen. Obwohl der Offizier glaubte, dass er ihnen einen vollständigen Straferlass anbieten könnte, um sie von ihrer Sache zu überzeugen, befahl der Sith-Lord den Gefangenen, sich gegenseitig zu töten, um aus den Überlebenden eine überlegenere Einheit bilden zu können. Er selbst griff zusammen mit den anderen Imperialen ebenfalls in den Kampf ein. Als Tohm von Ur’Loach, einem separatistischen General, angegriffen wurde, kam ihm die Scharfschützin Shonn Volta zur Hilfe, die seinen Gegner tötete und ihm danach weiterhin zur Seite stand. Sie hielt diese Maßnahme für Selbsterhaltung, da sie ansonsten nicht aus dem Prisma entkommen würde. Vader selbst besiegte den Attentäter Nax Cirvan im Kampf, der mit der Ermordung des Sith-Lords zum König der Gefangenen gekrönt werden wollte. Danach bot Trachta den Überlebenden ihre Freiheit, wenn sie das Imperium in seinem Kampf unterstützten. Alle der 33 Überlebenden nahmen das Angebot an und begannen daraufhin mit ihrer Ausbildung. Bei der Inspektion des Schlachtfeldes entdeckte Tohm, dass der Pilot N'won Raines den Kampf verletzt überlebt hatte, und tötete ihn auf Vaders Anweisung hin mit einer Eisenstange. Trachta, der nach dem Kampf seine lebenserhaltenden Maschinen von einem Medi-Droiden kontrollieren ließ, betrachtete diese Aufgabe als Prüfung des Sith-Lords. Danach beaufsichtigte der Leutnant die Ausbildung der Freigelassenen, indem er die Informationen der Datenbank dazu nutzte, ihre Stärken herauszufinden. So überwachte er eine Schießübung, bei der Shonn Volta mehrere Medi-Droiden mit einem Blaster zerstörte.

Nach dem Ende der Ausbildung schloss sich die Gruppe aus dem Prisma mit Großmoff Tarkin zusammen, um mit dessen Hilfe nach Coruscant zu gelangen und die Aufständischen zu töten. Allerdings hatten Vader und Trachta, der als Großmoff die Leitung der Offiziersakademien übernahm, unterschiedliche Ansichten über den Verbleib der früheren Gefangenen. Während Trachta sein Versprechen erfüllen und den Gefangenen ihre Strafe erlassen wollte, betrachtete Vader sie immer noch als Gefahr für das Imperium und schlug vor, sie zu töten. Tohms Kompromiss sah es vor, dass die früheren Gefangenen des Prismas ins Exil gehen sollten. Daraufhin wurden sie auf ein Schiff gebracht, das sie in den Korporationssektor bringen sollte. Allerdings sabotierte der Offizier auf Vaders Befehl hin ihr Schiff, sodass es kurz nach seinem Start über Coruscant zerstört wurde. Danach fertige Tohm, der für seine Leistung zum Admiral befördert wurde und Volta zu seiner Adjutantin ernannte, einen Bericht über die vorhergehenden Ereignisse an, in der er dem Prisma die Bezeichnung „Geistergefängnis“ gab. Später wurde Tohm von Vader getötet, der in ihm nur einen weiteren Rivalen befürchtete.

Quellen[Bearbeiten]