Wilhuff Tarkin

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Begründung: Die Rettung, Darth Vader, Thrawn, Bottleneck, Verlorene Welten, TCW Staffel 5, Rebels, Rogue One, Der Auslöser & The Bad Batch fehlen, P&F fehlt.Janomoogo (Diskussion) 21:47, 16. Mai 2021 (CEST)
Tarkin1.jpg
Wilhuff Tarkin
Beschreibung
Spezies:

Mensch[1]

Geschlecht:

männlich[1]

Hautfarbe:

Hell[1]

Haarfarbe:

Grau[1] (früher Braun)[2]

Augenfarbe:

Blau[1]

Körpergröße:

1,85 Meter[3]

Biografische Informationen
Tod:

0 VSY, Erster Todesstern[1]

Heimat:

Eriadu[3]

Beruf/Tätigkeit:

Offizier[1]

Titel:

Großmoff[3]

Dienstgrad:

Admiral[3]

Zugehörigkeit:

Wilhuff Tarkin[3] war ein Großmoff des Galaktischen Imperiums. Er diente zunächst als Offizier in der Großen Armee der Republik und stieg nach dem Ende der Klonkriege zu einer der hochrangisten Mitglieder des neuen Imperiums auf. Als Kommandant des Ersten Todessterns ordnete die Zerstörung des Planeten Alderaan an. Tarkin starb, als die Allianz zur Wiederherstellung der Republik den Todesstern in der Schlacht von Yavin zerstörten.

Biographie[Bearbeiten]

Klonkriege[Bearbeiten]

Tarkin während der Klonkriege

Während der Klonkriege bekleidete Tarkin den Rang eines Kapitäns und war dem Jedi-Meister Even Piell zugeteilt. Im Verlaufe einer Schlacht gerieten sie zusammen mit einigen Offizieren in die Hand der Konföderation unabhängiger Systeme und wurden in der Zitadelle interniert. Da er und Piell die genauen Koordinaten der Nexus-Route kannten, starteten die Jedi eine Befreiungsaktion. Als Tarkin und die Offiziere aus ihrer Zelle befreit wurden, äußerte Tarkin gegenüber seinen Befreiern seine Bedenken über die Fluchtmöglichkeiten, da die Zitadelle im Alarmzustand war. Obi-Wan Kenobis Vorschlag einer Aufteilung in zwei Gruppen stand er kritisch gegenüber, da er meinte, sie würden dadurch an Schlagkraft verlieren. Aber auch Piell meinte, dass dies die beste Möglichkeit sei, denn würde einer von ihnen in die Hände der Separatisten fallen, könnten diese die Informationen nicht nutzen. Tarkin wurde Anakin Skywalkers Gruppe zugeteilt, wobei er den Fähigkeiten des Jedi Skepsis entgegenbrachte, was dieser mit Ärger registrierte.[2] Während der gemeinsamen Flucht äußerte Tarkin seine Bewunderung für die Konstruktion der Zitadelle, was Ahsoka Tano überraschte, umso mehr als Skywalker Tarkin beipflichtete. Unterdessen gewann Skywalker Tarkins Respekt aufgrund seiner Aktionen, sie stimmten dabei sogar überein, dass die Taktik der Jedi nicht immer zum Ziel führen würde, da sie Friedenswächter seien. Gegenüber Ahsoka Tano zeigte Tarkin jedoch keinen Respekt, da sie in seinen Augen noch ein Kind war, obwohl Hauptmann Rex ihm gegenüber ihre Qualitäten und Erfolge hervorhob.[4] Schlussendlich war Tarkin der Togruta sogar zu Dank verpflichtet, da sie ihn rettete, als Osi Sobeck, der Kommandant der Zitadelle, versuchte, ihn zu töten. Zurück auf Coruscant angekommen, ergab sich ein neues Problem, da Tarkin seinen Teil der Nexus-Route nur Kanzler Palpatine mitteilen wollte, während Tano die Informationen, welche sie vom sterbenden Piell erhalten hatte, nur dem Jedi-Rat übergeben wollte, sodass sich Yoda gezwungen sah, den Kanzler diesbezüglich aufzusuchen.[5]

Im Imperium[Bearbeiten]

Schließlich wurde die Republik in das diktatorische Imperium umgewandelt, in dem militärische Stärke einen wichtigen politischen Faktor darstellte. Nach dem zu Gunsten der Republik beendeten Krieg mit den Separatisten nutzte Kanzler Palpatine die Gunst der Stunde, um die Republik zum Galaktischen Imperium umzuformen. Wilhuff Tarkin gelang es, im kompromisslosen und völlig undemokratischen System des Imperiums schnell aufzusteigen. Nach dessen Fertigstellung wurde Tarkin Kommandant des Ersten Todessterns.[3] Im Jahr 0 VSY wurden die Pläne des Todessterns von der Rebellenallianz erbeutet und an die Tantive IV gesandt, auf der sich Prinzessin Leia Organa von Alderaan befand, die in Verdacht stand, der Rebellion anzugehören. Darth Vader, der mit der 501. Legion die Verfolgung aufnahm, konnte Organa gefangen nehmen, auch wenn er die Pläne nicht erlangte. Als die Prinzessin sich aber, trotz harter Verhöre in Anwesenheit von Vader, weigerte, Informationen über die Rebellen preis zu geben, drohte Tarkin als Druckmittel Alderaans Zerstörung an. Daraufhin gab die junge Frau - wie sich später herausstellte falsche - Informationen über den Standpunkt der Rebellion an. Tarkin ordnete an, den Planeten trotzdem zu zerstören. Nachdem Organa, kurz bevor sie exekutiert werden sollte, mit Hilfe von Obi-Wan Kenobi, einem der wenigen überlebenden Jedi und dessen Helfern, die Flucht gelang, kam es zu einer Schlacht zwischen den Rebellen und dem Todesstern. Tarkin hatte an das Schiff der Flüchtigen einen Peilsender anbringen lassen. Er hoffte, dass sie ihn so zur Basis der mittlerweile erstarkten Rebellion führen würden. Tatsächlich geschah dies, und sie führten ihn zur Basis auf Yavin 4. Die Rebellen hatten dem Todesstern militärisch nichts entgegenzusetzen. Sie bauten jedoch auf den entdeckten Schwachpunkt der Station; ein einzelner Jäger hatte durch diesen Konstruktionsmangel die Chance, den Todesstern zu vernichten. Die Rebellion schickte nur einige wenige Sternenjäger in den Kampf. Darth Vader kümmerte sich mit einigen Piloten um die die feindlichen Jäger und versuchte diese auszuschalten. Bei der Zerstörung des Todessterns, durch den späteren Jedi Luke Skywalker wurde Tarkin getötet.[1]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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Begründung: Teil von TCW sowie der Darth Plagueis-Roman fehlen.Advieser (Diskussion) 12:40, 23. Nov. 2014 (CET)
Tarkin1.jpg
Wilhuff Tarkin
Beschreibung
Spezies:

Mensch

Geschlecht:

männlich

Hautfarbe:

Hell

Haarfarbe:

Grau (früher Braun)

Augenfarbe:

Blau

Körpergröße:

1,80 Meter[1]

Biografische Informationen
Geburt:

64 VSY

Tod:

0 VSY, Erster Todesstern[1]

Heimat:

Eriadu[1]

Familie:

Familie Tarkin

Beruf/Tätigkeit:
Dienstgrad:

Admiral

Einheit(en):

Republikanische Sicherheitskräfte der Außenregionen

Zugehörigkeit:

Wilhuff Tarkin war ein von Eriadu stammendes hochrangiges Mitglied des Imperiums und wurde vom Imperator zum ersten Großmoff ernannt.[2] Nach dem Imperator war er einer der mächtigsten Männer im Imperium. Er war der Onkel von Rivoche, Bruder von Gideon und Cousin von Ranulph Tarkin.

Nach dem prominenten Großmoff wurde auch eine Raumstation benannt und den Superlaser des Todessterns bezeichnete man gelegentlich auch als den „Tarkinlaser“. Mit diesem war auch die Station ausgerüstet.

Biografie[Bearbeiten]

Frühe Jahre[Bearbeiten]

Tarkin entstammte der alten, einflussreichen, gleichnamigen Militärdynastie von Eriadu. Sein ebenso ehrgeiziger Cousin Ranulph Tarkin war eine Zeit lang Senator von Eriadu. Ohne Erlaubnis zog er in die Schlacht, musste jedoch herbe Verluste hinnehmen und starb. Der Einfluss der Tarkins sorgte jedoch dafür, dass er der Galaxis als Held in Erinnerung blieb.

Im Jahr 33 VSY nahm Tarkin als Vizegouverneur an der Eriadu-Konferenz teil. 29 VSY versuchte Tarkin, der damals die Position des Commanders bekleidete, zusammen mit seinem ehemaligen Studienkollegen Raith Sienar an eines der mysteriösen lebenden Raumschiffe von Zonama Sekot zu kommen. Sienar nahm an der Unternehmung nicht völlig freiwillig teil, sondern wurde mehr oder weniger vom Tarkin gezwungen, eine für diesen Zweck abkommandierte Flotte zu befehligen. Tarkin setzte weiterhin den Blutcarver Ke Daiv auf den Jedi-Padawan Anakin Skywalker an, welcher mit seinem Meister zum berüchtigten Planeten reiste, um eine verlorene Jedi zu suchen. Als Tarkins Plan scheiterte, befahl er einen Angriff auf den Planeten, der durch die Flotte des Commanders erfolgte. Schließlich, als Ke Daiv durch einen Wutanfall des Padawan Anakin um sein Leben gekommen war und die Einwohner des Planeten anfingen, sich zu verteidigen, entführte der wütende Tarkin den jungen Jedi und dessen lebendes sekotanisches Schiff. Skywalker und sein Schiff wurden jedoch von seinem Meister Obi-Wan Kenobi befreit.

Wilhuff Tarkin war zwar schon zur Zeit der Galaktischen Republik ein Freund Palpatines, trotzdem musste er sich bei ihm rehabilitieren und tat dies mit Hilfe der Pläne für den Todesstern, einer schwer bewaffneten Raumstation mit der Kraft ganze Planeten zu zerstören, die eigentlich Sienar entworfen hatte. Auch wegen dieser Pläne konnte er schließlich eine hohe Position im Machtgefüge des Galaktischen Imperiums erreichen.

Klonkriege[Bearbeiten]

Tarkin während der Klonkriege

Während der Klonkriege bekleidete Tarkin den Rang eines Kapitäns und war dem Jedi-Meister Even Piell zugeteilt. Im Verlaufe einer Schlacht gerieten sie sowie einige Offiziere in die Hand der Konföderation unabhängiger Systeme und wurden in der Zitadelle interniert. Da er und Piell die genauen Koordinaten der Nexus-Route kannten, starteten die Jedi eine Befreiungsaktion. Als Tarkin und die Offiziere aus ihrer Zelle befreit wurden, äußerte Tarkin gegenüber seinen Befreiern seine Bedenken über die Fluchtmöglichkeiten, da die Zitadelle im Alarmzustand war. Kenobis Vorschlag, einer Aufteilung in zwei Gruppen stand er kritisch gegenüber, da er meinte, dadurch würden sie an Schlagkraft verlieren, aber auch Piell meinte, dass dies die beste Möglichkeit sei, würde einer von ihnen in die Hände der Separatisten fallen, könnten diese die Informationen nicht nutzen. Tarkin wurde Skywalkers Gruppe zugeteilt, wobei er den Fähigkeiten des Jedi Skepsis entgegenbrachte, was dieser mit Ärger registrierte.

Während der gemeinsamen Flucht äußerte Tarkin seine Bewunderung für die Konstruktion der Zitadelle, was Ahsoka Tano überraschte, umso mehr als Anakin Tarkin beipflichtete. Unterdessen gewann Anakin Tarkins Respekt aufgrund seiner Aktionen, sie stimmten dabei sogar überein, dass die Taktik der Jedi nicht immer zum Ziel führen würde, da sie Friedenswächter seien. Gegenüber Ahsoka Tano zeigte Tarkin jedoch keinen Respekt, da sie in seinen Augen noch ein Kind war, obwohl Hauptmann Rex ihm gegenüber ihre Qualitäten und Erfolge hervorhob. Schlussendlich war Tarkin der Togruta sogar zu Dank verpflichtet, da sie ihn rettete, als Osi Sobeck, der Kommandant der Zitadelle, versuchte, ihn zu töten. Auf Coruscant zurückgekommen, ergab sich ein neues Problem, da Tarkin seinen Teil der Nexus-Route nur dem Kanzler Palpatine mitteilen wollte, während Tano die Informationen, welche sie vom sterbenden Piell erhalten hatte, nur dem Jedi-Rat übergeben wollte, sodass sich Yoda gezwungen sah, den Kanzler diesbezüglich aufzusuchen.

Im Imperium[Bearbeiten]

Aufstieg[Bearbeiten]

Der Imperator, Vader und Tarkin beobachten den Bau des Todessterns.

Schließlich wurde die Republik ins diktatorische Imperium umgewandelt, in dem militärische Stärke einen wichtigen politischen Faktor darstellte. Nach den zu Gunsten der Republik beendeten Kriegen mit den Separatisten nutzte Kanzler Palpatine die Gunst der Stunde, um, wie er meinte, die Sicherheit weiter zu gewährleisten und die Republik zum Galaktischen Imperium umzuformen. Wilhuff Tarkin gelang es, im kompromisslosen und völlig undemokratischen System des Imperiums schnell aufzusteigen. Als Kapitän eines Kriegsschiffes war er für das sogenannte Ghorman-Massaker verantwortlich. Obwohl dabei viele Zivilisten starben, war Imperator Palpatine von der Tragödie begeistert und erhob Tarkin in den Rang eines Moffs, womit sein einstiges Ziel, Gouverneur zu werden, sich erfüllt hatte. Als Gouverneur des Seswenna-Sektors half er Palpatine bei dessen weiterer Machtergreifung. Zum Dank wurde er später zum Großmoff ernannt. Damit gehörte er zur Elite des Imperiums, auch wenn die Macht des Imperators weitaus größer war als die seiner Gouverneure. 5 VSY starb sein jüngerer Bruder Gideon Tarkin bei der Erhynradd-Meuterei, und Wilhuff erfüllte sein Versprechen, dessen Tochter Rivoche in seinem Anwesen aufzunehmen und ihre Erziehung zu übernehmen. Ohne sein Wissen schloss sie sich allerdings der Rebellen-Allianz als Spionin an und arbeitete hinter seinem Rücken eng mit Airen Cracken und Voren Na'al zusammen.[3]

Während der ersten Zeit im Galaktischen Imperium war Wilhuff vor allem damit beschäftigt, den Todesstern fertigzustellen. Anakin Skywalker war mittlerweile zum Sith-Lord Darth Vader geworden, der rechten Hand des Imperators. Tarkin betrachtete Vader deshalb als eine Art Rivalen. Er bekräftigte den Sith jedoch, den Planeten Kashyyyk anzugreifen. Die dort lebenden Wookiees wurden versklavt, um beim Bau des Todessterns zu helfen. Die Konstruktion des Todessterns wurde im Schlundzentrum, einer eigens von Tarkin errichteten Forschungsstation vorangetrieben. Diese befand sich in der Nähe von Kessel inmitten von Schwarzen Löchern. Von Tarkins Idee ganz angetan kamen viele Wissenschaftler ins Zentrum und mehrere Jahre lang erforschte man hier, wie man die gewaltigen Pläne des Großmoffs verwirklichen könne. Den Großteil der Planung überließ Wilhuff Tarkin weitestgehend Bevel Lemelisk, der dabei jedoch einen großen Fehler machte, welcher allerdings nicht entdeckt wurde und später zur Zerstörung des Todessterns führen sollten. Auch Qwi Xux arbeitete an der Konstruktion des Todessterns, ohne zu wissen, dass es sich hierbei um eine Waffe handelte. Tarkin stellte zu seiner Zeit als Großmoff eine Regierungskonzeption auf, die berüchtigte Tarkin-Doktrin. Die Essenz dieser Doktrin war eine Herrschaft durch Furcht vor der Gewalt des Imperiums. In ihr manifestierte sich die imperiale Ideologie. Tarkin leitete zahlreiche Angriffe auf Planeten, zum Beispiel die Invasion von Mon Calamari. Hierbei nahm er auch den späteren Admiral der Rebellen-Allianz Ackbar fest und ließ ihn für sich arbeiten, womit der Gouverneur ihn zusätzlich quälen wollte. Schließlich sollte Ackbar eine Raumfähre der Lambda-Klasse in der sich Tarkin und Bevel Lemelisk befanden, steuern. Diese wurde allerdings plötzlich von Raumjägern der Rebellen angegriffen. Tarkins Sklave nutzte die Gelegenheit, senkte die Schilde der Fähre und schaltete den Antrieb aus. Tarkin konnte mit Lemelisk in einer Rettungskapsel zu einem Sternenzerstörer des Admirals Motti (der durch Heirat mit Tarkin verwandt war) flüchten.

Kommandant des Todessterns[Bearbeiten]

Tarkin erpresst Leia Organa auf dem Todesstern.

Nach dessen Fertigstellung wurde Tarkin Kommandant des ersten Todessterns, den er zuvor selbst erbauen ließ. Hiermit unterstand ihm die bis dahin mächtigste bekannte Waffe der Galaxis. Als erstes befahl der Imperator die Zerstörung Despayre, des Planeten in dessen Orbit die Raumstation erbaut worden war, durch den Todesstern. Nachdem Darth Vader auf der Kampfstation ankam geschah dies dann auch. Bei der Zerstörung des Planeten kamen die Zwangsarbeiter des Todessterns um, die auf dem Planeten gelebt hatten.

Nach einiger Zeit waren auch Häftlinge die der aufkeimenden Rebellion angehörten, auf dem Todesstern gefangen. Diesen gelang es tatsächlich auszubrechen und die dort stationierten Sturmtruppler in Schach zu halten. Zu allem Übel gelangten sie auch noch an die Pläne des Todessterns. Zwar konnte der Ausbruch gestoppt werden, doch die Pläne wurden weiter gesandt. Die 501. Legion nahm die Verfolgung auf. Zuletzt führte die Spur zu Prinzessin Leia Organa von Alderaan, die in Verdacht stand, der Rebellion anzugehören. Schließlich konnte Darth Vader Organa gefangen nehmen, auch wenn die Pläne von den Rebellen schon wieder gesichert worden waren. Als die Prinzessin sich aber, trotz harter Verhöre in Anwesenheit von Vader, weigerte Informationen über die Rebellen preis zu geben, setzte Tarkin als letztes Druckmittel Alderaans Zerstörung ein. Daraufhin gab die junge Frau - wie sich später herausstellte falsche - Informationen über den Standpunkt der Rebellion an. Doch Alderaan war nicht völlig loyal dem Imperium gegenüber und so ordnete Tarkin an, den Planeten trotzdem zu zerstören. Somit löschte Wilhuff Tarkin ein ganzes Volk aus, was ihn jedoch nicht betrübte. Nachdem Organa, kurz bevor sie exekutiert werden sollte, mit Hilfe von Obi-Wan Kenobi , einem der wenigen überlebenden Jedi und dessen Helfern, die Flucht gelang, kam es zu einer Schlacht zwischen Rebellen, die den Konstruktionsmangel Lemelisks entdeckt hatten, und dem Todesstern. Tarkin hatte an das Schiff der Flüchtlinge einen Peilsender anbringen lassen. Er hoffte, dass ihn die Flüchtlinge so zur Basis der mittlerweile erstarkten Rebellion führen würde. Tatsächlich geschah dies, die Basis der Rebellen war Yavin IV. Die Rebellen hatten dem Todesstern militärisch nichts entgegenzusetzen. Sie bauten jedoch auf den entdeckten Schwachpunkt der Station; ein einzelner Jäger hatte durch diesen Konstruktionsmangel die Chance, den Todesstern zu vernichten. Auch wenn die Rebellion nur einige Jäger in den Kampf schickten, bestand nach Analyse des Angriffs Gefahr und Tarkin setzte allein darauf, dass der Todesstern die Rebellenbasis rechtzeitig zerstören würde, was sich als Fehleinschätzung herausstellen sollte. Nur Darth Vader kümmerte sich mit einigen Piloten um die die feindlichen Jäger und versuchte diese abzuschießen. Bei der Zerstörung des Todessterns, durch den späteren Jedi Luke Skywalker wurde Tarkin getötet, da er sich nicht evakuieren lassen wollte, weil er an die Unbesiegbarkeit des Todessterns, seines großen Projektes, glaubte und der Superlaser fast bereit gewesen wäre, Yavin IV zu zerstören. Sein Nachfolger als Großmoff wurde Ardus Kaine.

Persönlichkeit und Fähigkeiten[Bearbeiten]

Großmoff Wilhuff Tarkin war ein bescheidener Mensch, der zwar hoch oben in Imperial City bei den besser Gestellten, aber in einer eher spartanischen Wohnung, lebte. Er beanspruchte die Konstruktionsidee für den Todesstern für sich allein, jedoch war Raith Sienar von Sienar-Flottensysteme eigentlich für die Konstruktion und Grundidee des Todessterns verantwortlich. Sienar empfand jedoch eine gewisse Furcht vor seiner eigenen Schöpfung, weshalb er seinem alten Studienkollegen Tarkin nicht widersprach, als dieser sich als derjenige ausgab, der die Idee für die Raumstation hatte. Tarkin hielt nicht viel von Nichtmenschen und sah schon zu Zeiten der Galaktischen Republik den Menschen als intelligentestes, den anderen deutlich überlegenes Wesen an. Dies erklärt auch, warum er die Wookiees versklavte. Er ahnte auch schon vor den Klonkriegen, dass die Demokratie bald von einer neuen Ordnung abgelöst werden würde. In dieser wollte er natürlich aufsteigen, was ihm auch gelang. Er war ein insgesamt recht machthungriger Mensch, der allerdings nicht völlig ohne Ideale war, was die Tarkin-Doktrin beweist. Ein Aufbegehren gegen den Imperator wurde von Tarkin ausgeschlossen. Grund hierfür waren weniger Loyalität zu Palpatine, sondern das Wissen, dass der Imperator mit Sicherheit für einen solchen Fall vorgesorgt hatte.

Freunde und Lakaien[Bearbeiten]

Wullf Yularen im Konfrenzraum des Todessterns
  • Raith Sienar war Tarkins Studienkollege.
  • Palpatine unterstützte Tarkin schon früh, hatte vor diesem aber Ehrfurcht.
  • Darth Vader sah den Großmoff als eine Art Konkurrent in der Gunst Palpatines an. Er war lange zusammen mit Tarkin auf dem Todesstern. Tarkin ahnte, dass es sich bei Vader um den angeblich verstorbenen Anakin Skywalker handelte, war sich seiner These aber nicht absolut sicher.
  • Fliry Vorru war ein imperialer Moff und glich Tarkin in seinen Charakterzügen.
  • Wullf Yularen war ein Agent, der direkt Tarkin unterstellt war.
  • Admiral Motti war durch Heirat mit Tarkin verwandt.
  • Cassio Tagge war ein General des Imperiums und auf dem Todesstern stationiert.
  • Ackbar war bis zu seiner Flucht der Sklave Tarkins.
  • Bevel Lemelisk war der Chef-Konstrukteur des Todessterns.
  • Lord Tion, imperialer Flottenoffizier, war ebenfalls mit Tarkin befreundet.
  • Admiral Natasi Daala wurde von Tarkin als strategisches Talent gefördert und wurde später seine Geliebte.

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

Darstellung des Charakters[Bearbeiten]

Entwicklung des Charakters[Bearbeiten]

Als George Lucas im Mai 1974 eine erste Rohfassung des Drehbuchs für Episode IV – Eine neue Hoffnung – zu diesem Zeitpunkt noch unter dem Titel The Star Wars – ausarbeitete, führte er im Vergleich zu seinen beiden Vorentwürfen, dem Journal of the Whills und dem ersten Treatment, unter anderem zwei neue Charaktere ein: Den „Grande Mouff Tarkin“, einen korrupten spirituellen Führer und Senator des Planeten Aquilae,[2] und Crispin Hoedaack, den teuflischen Gouverneur des Aquilae-Systems und der umgebenden Raumregionen, der insgeheim gemeinsam mit Darth Vader und Vantos Coll ein Komplott schmiedet, um den regierenden Imperator Cos Dashit zu stürzen und selbst Herrscher des Neuen Galaktischen Imperiums zu werden. Dem Skript zufolge sollte der Gouverneur Aquilae mithilfe seiner Sternenfestung unterjochen. Am Ende des Films sollte sich der Gouverneur trotz der drohenden Zerstörung der Raumstation weigern, sie zu verlassen und gemeinsam mit ihr untergehen.[3] Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Namen in dem Skript ist „Tarkin“ keine Anspielung oder Synthese mehrerer Wörter, sondern fiel George Lucas zufällig ein.[2] Im zweiten vollständigen Drehbuchentwurf vom 28. Januar 1975 mit dem Titel „Adventures of the Starkiller, Episode I: The Star Wars“ entfiel die Rolle des Gouverneurs Crispin Hoedaack gänzlich und der Charakter „Grande Mouff Tarkin“ stand nun auf der Seite der Protagonisten. Tarkin sollte diesem Entwurf zufolge ein dünner, vogelähnlicher Kommandant der „Kesselianischen Dragoner“ und einer der Wortführer in der Basis der Rebellen auf Yavin sein, der seit einer schweren Niederlage der Rebellen und der Zerstörung von Organa Major durch den Todesstern keinen Glauben mehr an die besonderen Kräfte des Kane Starkiller hat. Tarkin fordert daher zunächst eine technologische Analyse von Starkillers Plan zur Zerstörung des Todessterns anstatt ihm zu vertrauen, lässt sich letztendlich aber von Starkiller und Major [[[Bail Antilles (Senator)|Bail Antilles]] umstimmen.[4] In George Lucas’ drittem Entwurf vom 1. August 1975 ist der „Grande Mouff Tarkin“ der Anführer der „Legionen“ der Rebellion. Er führt die Lagebesprechung in der Basis der Rebellen und erklärt den Piloten den Plan zur Zerstörung des Todessterns mithilfe eines direkten Treffers in einen Ventilationsschacht an der Oberfläche der Raumstation.[5] Die Rolle des zögerlichen, ängstlichen Rebellenkommandanten, die im vorhergehenden Entwurf noch Tarkin zugefallen war, wird in dieser Version von dem Charakter „General Dodana“ ausgefüllt.[5] Im vierten Drehbuchentwurf „The Adventures of Luke Starkiller as taken from the ,Journal of the Whills’ (Saga I) Star Wars“ vom 15. Januar 1976 wurde der Charakter des Grande Mouff Tarkin in „Dodonna“ umbenannt und spricht übernimmt mit kleinen Änderungen Tarkins Dialogzeilen aus der dritten Drehbuchfassung,[6] die so auch in den finalen Film übernommen wurden.[7] In diesem Entwurf führte George Lucas die Rolle des bösen, mit Darth Vader verbündeten Gouverneurs aus der Rohfassung wieder ein und benannte den Charakter als „Grand Moff Tarkin“,[6] was so auch in den Film übernommen wurde,[7] und führte somit zwei Charkatere aus seinem Rohentwurf zusammen.[3] In der vierten Drehbuchfassung wurde die Handlung auf dem Todesstern im Vergleich zu den vorhergehenden Entwürfen tiefgreifend ausgebaut.[6] Tarkins Dialogzeilen entsprechen hier bereits größtenteils denen im fertigen Film.[7] Im überarbeiteten finalen Drehbuchentwurf vom 15. März 1976 wurden mehrere Einstellungen mit Tarkins Beteiligung aus der Schlussviertelstunde gestrichen, um die Schlacht von Yavin ohne Substanzverlust zu kürzen.[8] In einer der gestrichenen Szenen hätte Tarkin den Feuerbefehl auf Yavin 4 erteilt und somit zum zweiten Mal in dem Film den Satz „You may fire when ready!“ ausgesprochen.[6] Die Ambitionen des Gouverneurs Crispin Hoedaack aus der ersten Rohfassung des Skripts, selbst Imperator zu werden, wurden zwar nicht explizit in den Film übernommen, finden sich aber teilweise in der einige Monate vor dem Filmstart veröffentlichten Romanfassung[9] und dem vier Jahre später veröffentlichten Radio-Hörspiel zum Film.[10]

Auftritt in Eine neue Hoffnung[Bearbeiten]

  • Als George Lucas die Besetzung für Episode IV – Eine neue Hoffnung zusammenstellte, bot er dem britischen Horrorfilm-Darsteller Peter Cushing zunächst die Rolle des Obi-Wan Kenobi an.[12] Er erklärte sich zu seiner Mitwirkung an dem Projekt bereit, da er der von der durch George Lucas kreierten Fantasiewelt überwältigt war. Er war überzeugt, seinen Fans auch in einem für ihn eher ungewohnten Filmgenre eine Freude bereiten zu können[13] und sah eine Chance, sich nach einem Versuch als Doctor-Who-Darsteller durch Lucas’ Projekt auch dem neuen Markt für Science-Fiction-Filme zu öffnen.[12] Im Zuge der Weiterentwicklung von seines Skripts entschied sich Lucas dafür, dass Darth Vader permanent eine Maske tragen sollte. Daher sah er die Notwendigkeit, neben dem Sith-Lord einen weiteren, menschlichen Antagonisten einzuführen, um eine bessere Identifikationsfigur für die Kinozuschauer zu schaffen, sodass er die Rolle des Tarkin für die Handlung des Films erweiterte. Die Idealbesetzung hierfür sah er in Cushing, sodass er sich dafür entschied, Obi-Wan Kenobi umzubesetzen und dem Briten stattdessen die Rolle des Tarkin anzubieten.[14] Da Cushings Gage mit etwa 2.000 Dollar pro Drehtag um ein Vielfaches höher war als die der bis dahin noch relativ unbekannten Hauptdarsteller Mark Hamill (1.000 Dollar pro Woche), Carrie Fisher (850 Dollar pro Woche) und Harrison Ford (750 Dollar pro Woche), stellte sein Engagement angesichts des knapp bemessenen Produktionsbudgets eine schwierige Entscheidung für George Lucas dar. Dennoch entschied er sich dazu, Cushing zu engagieren, da er die Rolle des Tarkin mit einem Schauspieler mit hoher Reputation besetzen wollte.[2] Als sich der Regisseur erstmals mit Cushing traf, um Details der Rolle zu besprechen, bat er ihn, anstelle der des Jedi-Meisters Großmoff Tarkin zu spielen. Obwohl Cushing selbst lieber Kenobi gespielt hätte, nahm er die ihm angebotene Rolle als Antagonist des Films an, da er Lucas’ Meinung respektierte und der Drehplan für Kenobis Rolle mit seinen eigenen Terminen kollidierte, während er als Großmoff Tarkin weit weniger Zeit am Set verbringen musste. Darüber hinaus hatte Cushing das Gefühl, dass ihn seine Fans und die Filmzuschauer lieber in der Rolle eines Antagonisten sehen wollen würden. In der Rolle des Tarkin sah sich Cushing mit der schweren Aufgabe konfrontiert, dem Archetypen eines militärischen Antagonisten eine ausreichende Tiefe zu verleihen. Im Nachhinein beschrieb er seine Darstellung des Großmoffs als eine Mischung von Charakterzügen aller Antagonisten, die er je gespielt habe mit großen Einflüssen seiner Rolle aus Frankenstein muß sterben.[12]
  • Die erste Szene, die Peter Cushing als Tarkin drehte, war ein Dialog mit Carrie Fishers Charakter Leia Organa, die bislang nur Einstellungen, in denen sie durch die Korridore des Todessterns lief, gefilmt hatte.[2] Um Carrie Fisher bei ihrer ersten großen Filmrolle zu unterstützen und die unterschiedlichen Charakterzüge seiner und ihrer Rolle zu verdeutlichen, stellte sich Peter Cushing bei ihren gemeinsamen Szenen stets in einen Schattenbereich, während Fisher immer im Licht stehen sollte. So sollte ihr jeweiliger Charakter als Vertreter des Guten und des Bösen zum Ausdruck und außerdem die Schönheit der Schauspielerin besser zur Entfaltung kommen. Außerdem unterstützte Cushing die junge Darstellerin, wann immer sie im Zuge der Dreharbeiten Probleme hatte. Fisher gab in einem Interview nach dem Film an, dass es ihr kaum möglich gewesen sei, den Hass der von ihr verkörperten Prinzessin Leia auf Cushings Gouverneur Tarkin überzeugend zu spielen, da sie den Schauspieler während der Dreharbeiten zu sehr zu schätzen gelernt hatte.[12] In ihrer ersten Szene mit Peter Cushing agierte Fisher daher zunächst zu sarkastisch und zeigte zu wenig glaubhaften Hass, sodass sie sich in den folgenden Takes an Cushings Stelle jemand anderen vorstellen musste. In einem späteren Interview gab Fisher an, es sei schwierig gewesen, die Dialogzeile „Ich habe Euren fauligen Gestank schon erkannt, als ich an Bord gebracht wurde.“ glaubhaft auszusprechen, da Cushing stets nach Lavendel geduftet habe. Cushing erklärte dazu, dass er vor jedem Drehtag großzügig Lavendelwasser verwendet habe, da er selbst besonders empfindlich gegenüber schlechten Gerüchen reagiere und den übrigen Darstellern ihre Dreharbeiten möglichst angenehm gestalten wollte. Einige andere Hauptdarsteller wie Mark Hamill baten Cushing während der Dreharbeiten um Autogramme.[2]
Kay Freeborn trägt das Makeup an Peter Cushing auf.
  • Während der Dreharbeiten hatte Cushing ebenso wie sein britischer Landsmann Alec Guinness häufig Probleme, das umfassende technische Vokabular der Filmcharaktere zu verstehen. Im Nachhinein gestand er, den Großteil des Drehbuchs aufgrund des Fachjargons nicht verstanden zu haben. Während der Dreharbeiten traten oftmals Setmitarbeiter an Cushing heran, um in Erfahrung zu bringen, worum es in den einzelnen Szenen überhaupt ging, woraufhin er stets entgegnete, es selbst nicht zu wissen, sondern lediglich zu versuchen, das technische Kauderwelsch möglichst intelligent klingen zu lassen. In einigen Szenen vergaß er daher häufiger seinen Text.[2]
  • Für die Dreharbeiten von Eine neue Hoffnung konnte die Kostümabteilung keine ausreichend großen Militärstiefel in Größe 47 für Peter Cushing beschaffen, sodass er in einigen Szenen deutlich zu kleine Schuhe tragen musste. Daher bat er George Lucas, ihn soweit möglich nur in Nahaufnahmen zu zeigen, damit seine Schuhe nicht im Film sichtbar sein würden und er stattdessen schwarze Damenpantoffeln tragen konnte. Die von den zu engen Stiefeln verursachten Schmerzen beschrieb Cushing im Nachhinein als einen Grund dafür, dass er die Rolle des Tarkin mit einer so großen Feindseligkeit spielen konnte.[12] In den Szenen, in denen Cushing Pantoffeln trug, fiel es den übrigen beteiligten Schauspielern aufgrund des Anblicks eines Militäroffiziers in Damenschuhen oftmals schwer, ihre Ernsthaftigkeit zu bewahren.[15] Im Gegensatz zu den übrigen imperialen Offiziersuniformen, die auf Elementen deutscher Uniformen aus dem zweiten Weltkrieg, der Kostümen aus dem Science-Fiction-Film Fahrenheit 451 sowie der Dienstkleidung der New Yorker Polizei basierten, wurde Tarkins Uniform maßgeschneidert. Zeitweise war vorgesehen, die gebrauchte Gürtelsammlung eines bereits abgedrehten James-Bond-Films zu erwerben, um die imperialen Offiziere mit den Gürteln auszustatten, jedoch entschied sich die Kostümabteilung letztendlich entgegen, da die Entscheidungsträger befürchteten, Fans könnten die Gürtel im Film erkennen.[16] Das Makeup, das Cushings markante Gesichtszüge unterstreichen sollte, wurde von Kay Freeborn aufgetragen.[17]
  • Der Produktionsdesigner John Barry konstruierte für den Konferenzraum des Todessterns eigens ein neues Stuhldesign. Um Tarkins Wichtigkeit zu unterstreichen, ließ er für den Stuhl des Großmoffs eine besonders hohe Lehne anfertigen.[14] Die Szene im Konferenzraum stellte das Kamerateam vor eine kleine Herausforderung, da sie einen regelmäßigen Zoom von einer Totalen, die Tarkin und die übrigen Offiziere zeigte, auf eine Nahaufnahme von Darth Vader erforderte. In einer späteren Szene auf dem Todesstern sollten Tarkin und Vader die flüchtenden Rebellen ursprünglich über einen Videoschirm verfolgen. Die entsprechenden Computergrafiken der Todesstern-Gänge wurden zwar von Larry Cuba kurz vor den Dreharbeiten angefertigt, jedoch ließ George Lucas den Kontrollraum kurz vor dem Drehstart noch umbauen, sodass die Verfolgung auf dem Computermonitor entfiel. Für die letzten Szenen mit Tarkin auf dem Todesstern ließ Lucas in einer späten Phase der Produktion Aufnahmen des sich aufladenden Superlasers anfertigen. Diese Sequenzen sollten zusammen mit bereits aufgenommenen Einstellungen von Tarkin aus anderen Szenen verwendet werden, um die Dramatik der letzten Augenblicke vor der Zerstörung des Todessterns zu verdeutlichen, wurden jedoch letztendlich nicht verwendet.[2]
  • Als George Lucas seinem Mentor Francis Ford Coppola eine vorfinale Fassung des Films zeigte, regte Coppola als einzige strukturelle Änderung an, die Konferenzraum-Szene auf einen späteren Zeitpunkt im Film zu verschieben, um die Zuschauer nicht mit einer zu ausführlichen Exposition zu überfordern. Ursprünglich sollte die Szene direkt nach R2-D2s und C-3POs Wiedervereinigung im Sandkriecher der Jawas gezeigt werden, wurde dann aber hinter die Szenen in Ben Kenobis Hütte verlegt. Der Schnitttechniker Paul Hirsch erklärte nach der Veröffentlichung des Films, dass er diese Änderung rückblickend als großartig einschätze, da der Auftritt der Antagonisten nach Ben Kenobis Schilderungen weit mehr Gewicht habe als wenn sie ohne jeden Kontext bereits zuvor eingeführt würden. Die Verlegung dieser Szene führte zu einer ganzen Reihe weiterer Änderungen und der Streichung mehrerer dadurch obsolet gewordener Szenen Szenen.[2]
  • Für Cushing war es einerseits offenbarend, andererseits aber auch demütigend, den finalen Filmschnitt zu sehen. Im Nachhinein erklärte er, aufgrund der vielen visuellen Effekte zunächst völlig niedergeschlagen gewesen zu sein, da die diversen Droiden, Raumschiffe und Gefechte mit Blasterwaffen das Publikum völlig von den Leistungen der Schauspieler ablenkten. Dem unter Filmschaffenden verbreiteten Sprichwort „Arbeite nie mit Kindern oder Tieren“ fügte er daher den Punkt „oder Spezialeffekten“ hinzu. Seine einzige Enttäuschung sei der Tod seines Charakters gewesen.[2] Während der Entstehung von Episode V – Das Imperium schlägt zurück und Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Ritter beklagte Cushing diesen Umstand mehrfach öffentlich, da ihm somit jede Möglichkeit verwehrt sei, wieder die Rolle des Gouverneurs Tarkin einzunehmen. Er betonte, dass es ihm eine Ehre gewesen sei, bei einem Projekt wie Star Wars mitgewirkt zu haben.[13]
  • Peter Cushing scherzte Zeit seines Lebens über seine Rollenbezeichnung als „Grand Moff Tarkin“, seit er seinem Freund Christopher Lee in einem Briefwechsel nach der Veröffentlichung von Eine neue Hoffnung nicht erklären konnte, was der Titel „Grand Moff“ bedeutete.[18] In einem Interview spottete Cushing darüber, dass ein „Grand Moff“ nach etwas klinge, was aus seinem Kleiderschrank geflogen käme.[12]
  • Peter Cushing spielte in insgesamt sechs britischen Horror-Filmen die Rolle des verrückten Wissenschaftlers Doktor Viktor Frankenstein. In dem Film Frankensteins Höllenmonster aus dem Jahr 1974 verkörperte der Darth-Vader-Darsteller David Prowse Frankensteins Monster, während der Dooku-Darsteller Christopher Lee die Rolle in Frankensteins Fluch aus dem Jahr 1957 übernahm.[19] In Interviews nach der Veröffentlichung von Eine neue Hoffnung gab Peter Cushing an, seine zweite Zusammenarbeit mit David Prowse genossen zu haben, da beide seit Frankensteins Höllenmonster bereits perfekt aufeinander eingestellt gewesen seien: Bereits in dem Horrorfilm habe er die Rolle als Prowses Meister gespielt, sodass die Funktion als sein Befehlshaber in Eine neue Hoffnung kaum eine Umstellung für ihn gewesen sei.[12] Die Zusammenarbeit mit Lee begründete eine langjährige, gute Freundschaft beider Schauspieler.[13] In seiner Rolle als Dooku sah Christopher Lee seine Möglichkeit, dem am 11. August 1994 an Krebs verstorbenen Cushing noch einmal seine Ehre zu erweisen und ebenfalls einen Antagonisten in Star Wars zu spielen.[18] Erste Entwürfe für Dookus Aussehen von Dermot Power basierten daher auf Cushings Darstellung von Tarkin.[20]

Auftritt in Die Rache der Sith[Bearbeiten]

Auftritt in The Clone Wars und Rebels[Bearbeiten]

Tarkins Umgang mit Leia Organa und Ahsoka Tano
  • Im Rahmen eines Treffens des Produktionsteams von The Clone Wars schlug George Lucas vor, mit Wilhuff Tarkin neben Wullf Yularen einen weiteren imperialen Offizier aus der Klassischen Trilogie in die Serie einzuführen. Bei der Planung des Lola-Sayu-Handlungsbogens in der dritten Staffel ergab sich schließlich erstmals eine glaubwürdige Möglichkeit, Tarkin in der Serie unterzubringen, sodass der ausführende Produzent Dave Filoni beschloss, Tarkin zu einer der tragenden Figuren dieser Episoden zu machen. Durch diesen Auftritt wollte Filoni das erste Zusammentreffen von Tarkin und Skywalker illustrieren und einen ersten Ausblick auf die Beziehung beider Charaktere geben. Indem Gemeinsamkeiten und gegensätzliche Positionen beider Figuren beleuchtet wurden, sollte erklärt werden, wie es später dazu kam, dass Tarkin als einer der wenigen Offiziere dazu in der Lage war, Darth Vader Befehle zu erteilen. In einem Kommentar zu der Episode Gegenangriff gab Dave Filoni an, dass es stets ein großer Anreiz für alle Mitglieder seines Produktionsteams sei, einen Charakter aus der Klassischen Trilogie für die Serie zu konzipieren, da das Feedback der Fans zu diesem Figuren meist stärker ausfiel als zu neu eingeführten Protagonisten.[21]
  • Nach dem ursprünglichen Skript der The-Clone-Wars-Episode Opfer und Ehre sollte Tarkin einen unbewaffneten Osi Sobeck mit seinem Blaster exekutieren. Durch diese grausame Tat sollten die an der Mission beteiligten Jedi dazu angeregt werden, seine Ehrenhaftigkeit noch weiter infrage zu stellen.[22]
  • Um Tarkin als einen der Charaktere aus der Klassischen Trilogie in The Clone Wars einzubringen, veranstaltete das Produktionsteam der Serie ein Casting. Als Vorgabe für die Bewerber diente eine Dialogseite aus der Episode Die Zitadelle. Der Sprecher Stephen Stanton, der bereits zahlreiche andere Charaktere des Formats wie Mas Amedda synchronisiert hatte, war bereits vor Eine neue Hoffnung ein großer Fan von Peter Cushing gewesen. Als er von dem Casting hörte, begann er mit Nachforschungen, um eine möglichst authentische Imitation einer jüngeren Version von Cushings Stimme und Sprache zu schaffen. Da seine Probeaufnahme dem Produktionsteam von The Clone Wars am besten gefiel, wurde Stanton für die Rolle engagiert. Zur Vorbereitung auf die Synchronisation sah sich der Sprecher im Vorfeld der Aufnahmen Cushings Film Insel des Schreckens sowie die BBC-Fernsehserie Sherlock Holmes und auf Anraten des ausführenden Produzenten Dave Filoni außerdem einige Doctor-Who-Filme mit Cushings Beteiligung an. Stanton beschrieb das Auf und Ab in Cushings Sprachmelodie und sein gerolltes „r“ als besonders charakteristisch. Es sei schwierig für ihn gewesen, sich in die Rolle einzufinden, da Cushing nur einmal als Tarkin aufgetreten sei und er deshalb nur auf Basis dieses Auftritts und der frühen Werke des britischen Schauspielers arbeiten konnte. Daher versuchte er einerseits, Tarkins Kaltblütigkeit und Grausamkeit einfließen zu lassen, die Stimme aber auch sonorer wirken zu lassen als das Original, um seine Jugend und Unerfahrenheit zu diesem Zeitpunkt zum Ausdruck zu bringen. Vor Beginn der Aufnahmen führte Dave Filoni außerdem ein gemeinsames Gespräch mit Stanton und Anakin Skywalkers Sprecher Matt Lanter, um ihnen ein Gefühl für die Entwicklung einer Beziehung beider Charaktere zu vermitteln. Tarkins Animationsmodell für die Serie wurde lange Zeit vertraulich behandelt, sodass Stanton den Charakter erst sah, als er erstmals für die Tonaufnahmen im Studio war. Im Nachhinein gab Stanton an, dass er aufgrund seiner Rolle als Tarkin einen immensen Erfolgsdruck auf sich selbst aufgebaut habe, um weder die Fans noch sich selbst zu enttäuschen und einem vielfach bewunderten Darsteller wie Peter Cushing gerecht zu werden.[23] Um zu gewährleisten, dass er der Rolle einerseits das Charisma des Tarkin aus Eine neue Hoffnung verlieh und andererseits glaubhaft eine jüngere Version des Charakters verkörperte, war George Lucas während der Gesamten Aufnahmen anwesend und beriet Stanton.[24] Da er das Skript im Vorfeld nicht kannte und Graf Dookus Sprecher Corey Burton während der Aufnahmen ebenfalls zugegen war, vermutete Stanton bis zum Ende seiner letzten Episode in der Rolle als Tarkin, dass er und Burton einen Dialog als Imitatoren von Christopher Lee und Peter Cushing führen würden.[23] In einem Video-Interview lobte Dave Filoni Stanton für seinen Einsatz und seine Kenntnis von Cushings sprachlichen Eigenheiten. Der Produzent bezeichnete seine Synchronisation als eine großartige Hommage an Cushings Darstellung des Großmoffs.[21] In einem Interview mit dem Star Wars Insider erklärte Stanton, seine Lieblingsszene mit Tarkin sei der erste gemeinsame Auftritt mit Darth Vader in Eine neue Hoffnung.[25] Im Nachhinein lobte Dave Filonis Stantons Leistung und hob besonders hervor, dass der Sprecher nicht lediglich versucht habe, Peter Cushing zu imitieren, sondern sich wirklich in die Rolle hineingearbeitet habe, um die bestmögliche Inkarnation von Tarkin darstellen zu können. Filoni bezeichnete Stantons Performanz als großartige Hommage an Peter Cushings Arbeit.[21]
  • Für die Animation des Charakters verwendete das Produktionsteam das Körper-Modell von Wulff Yularen mit einigen geringfügigen Änderungen an den Schuhen und der Hose. Tarkins Kopf-Animation basiert auf einer Maquette von Darren Marshall.[21]
  • Tarkins erste Interaktion mit der gefangenen Ahsoka Tano in der Episode Der Jedi, der zu viel wusste ist eine Hommage an Tarkins Umgang mit Leia Organa in Eine neue Hoffnung.[26]
  • In der Animationsserie Rebels übernahm Steve Stanton erneut die Synchronisation von Tarkin, erstmalig in der ersten Staffel in der Folge Aufruf zum Widerstand. Dort trägt Tarkin zeitweise eine Armeeuniform, die eine optische Hommage an die Kleidung von General Maximilian Veers aus Episode V – Das Imperium schlägt zurück bilden soll.[27] Das Konzept dieser Uniform stammt von Chris Glenn und basiert teilweise auf dem Animationsmodell eines AT-DP-Piloten.[28]

Auftritt in Rogue One[Bearbeiten]

Guy Henry bei Motion-Capture-Aufnahmen für Rogue One
  • Da Cushing zur Zeit der Dreharbeiten von Rogue One, der direkt vor Eine neue Hoffnung spielt, bereits verstorben war und Tarkin als Leiter des Todessterns wichtig war, wurde die Figur mithilfe von computergenerierter Grafik dargestellt. Der Schauspieler Guy Henry trug dafür Motion-Capture-Punkte im Gesicht und am oberen Oberkörper und an seinem Kopf waren auf sein Gesicht gerichtete Kameras befestigt, um seine Mimik exakt aufnehmen und auf ein Computermodell übertragen zu können, das das Gesicht des Schauspielers im fertigen Film ersetzt.[29] Dieses Computermodell konnte mithilfe eines Abdrucks von Cushings Gesicht erstellt werden, der für den Film Top Secret! aus dem Jahr 1984 hergestellt worden war und von ILM eingescannt wurde.[30] Als Schwierigkeit stellte sich die Balance zwischen Realismus und der Ähnlichkeit zu Cushing im ersten Film heraus. So wurde Eine neue Hoffnung anders beleuchtet als Rogue One, wobei das Modell mit der alten Beleuchtung zwar mehr wie Tarkin im Original aussah, aber nicht mehr real wirkte, da er sich von allen anderen Schauspielern in derselben Szene unterschied. Man legte als goldene Regel fest, dass Realismus wichtiger sein sollte als Ähnlichkeit. Zunächst sah das animierte Modell laut Knoll nur aus wie ein Verwandter Cushings, weshalb man die Rohaufnahmen aus dem Originalfilm genauer betrachtete und kleine Details und Ticks fand, die schließlich in die Computeranimation eingebaut wurden. Beispielsweise bewegte Cushing bei einem „aah“-Geräusch seine Oberlippe nicht, sondern öffnete seinen Kiefer nur halb, brachte seine Unterlippe in eine quadratische Form, was seine Zähne zum Vorschein brachte.[29]
  • Guy Henry hatte seine Fernsehkarriere in England als junger Sherlock Holmes begonnen, wobei er sich an alten Sherlock-Holmes-Filmen mit Peter Cushing orientierte. Da er dafür bekannt wurde, behielt er Cushings Art über Jahre hinweg bei.[31] Zusätzlich hatte er eine ähnliche Haltung wie Cushing und konnte seine Sprechweise nachahmen.[29] Besetzungschefin Jina Jay schickte Regisseur Gareth Edwards ein Video von Henry, das er sich mit einem der Produzenten ansah und beide von der Eignung des Schauspielers für die Rolle überzeugte. Später traf sich Edwards mit Henry in einem Restaurant, um ihn davon zu überzeugen, unter strenger Geheimhaltung die Rolle in Rogue One zu spielen, nur um sein Gesicht durch ein Computermodell ersetzt werden zu lassen.[31]
  • Ursprünglich wollte Regisseur Gareth Edwards lediglich einen ähnlich aussehenden Schauspieler verwenden, doch John Knoll, Spezialeffektexperte und Ideengeber für den Film, überzeugte ihn von der Praktikabilität einer computergenerierten Darstellung.[32] Für den Fall, dass dies nicht zufriedenstellend gelingen würde, wurde die Möglichkeit offengelassen, Tarkin nur als Hologramm vorkommen zu lassen oder seine Dialogzeilen an andere Charaktere zu übertragen.[29]
  • Die CGI-Darstellung Tarkins zog Kritik unter Zuschauern und Zeitungsautoren auf sich:[29] Die US-amerikanische Onlinezeitung Huffington Post nannte bezeichnete dies als respektlos gegenüber den Toten[33] und die britische Tageszeitung Guardian nannte es würdelos, obwohl es bemerkenswert gut funktioniert habe.[34] John Knoll und seine Kollegen waren sich den Kritikpunkten bewusst und er verteidigte die Entscheidung damit, dass es aus Handlungsgründen und wegen der Wichtigkeit der Figur Sinn ergeben hat.[29]

Auftritte im Erweiterten Universum[Bearbeiten]

  • Im Rahmen eines Panels zu künftig veröffentlichter Star-Wars-Literatur auf der San Diego Comic Con 2014 beantwortete Pablo Hidalgo von der Lucasfilm Storygroup eine Frage danach, weshalb ausgerechnet Tarkin der Protagonist im ersten Roman des neuen Kanon sei damit, dass er ein großer Fan Peter Cushings gewesen sei und daher Tarkins Präsenz im Star-Wars-Universum expandieren wolle. Jennifer Heddle fügte dem hinzu, dass sie nach dem großen Erfolg von Darth Plagueis einen weiteren Einzelroman über einen Antagonisten der Saga wollte.[36] In dem Roman wurde Tarkins Vorname „Wilhuff“ erstmalig innerhalb des neuen Kanon erwähnt erwähnt.
  • Da Cushing zur Zeit der Dreharbeiten von Rogue One, der direkt vor Eine neue Hoffnung spielt, bereits verstorben war, wurde Tarkin mithilfe von computergenerierter Grafik dargestellt. Dabei verkörperte Guy Henry die Präsenz des Großmoffs, bevor er in der Postproduktion durch ein Computermodell ersetzt wurde. Ursprünglich wollte Regisseur Gareth Edwards lediglich einen ähnlich aussehenden Schauspieler verwenden, doch John Knoll, Spezialeffektexperte und Ideengeber für den Film, überzeugte ihn von der Praktikabilität einer computergenerierten Darstellung.[37]

Synchronsprecher[Bearbeiten]

Werk Darsteller/Originalsprecher deutscher Sprecher
Episode IV – Eine neue Hoffnung Peter Cushing Friedrich Schoenfelder
Episode III – Die Rache der Sith Wayne Pygram
Rogue One Guy Henry Lutz Riedel
The Clone Wars Stephen Stanton Detlef Gieß
Rebels Stephen Stanton Detlef Gieß
Dark Lord Friedrich Schoenfelder
Empire at War Paul Darrow Volker Bogdan
X-Wing Nick Jameson  ?
Episode IV – Eine neue Hoffnung (Radio-Hörspiel) Keene Curtis

Merchandising[Bearbeiten]

Veröffentlichungsgeschichte[Bearbeiten]

Da Tarkin bereits während seines ersten Auftritts in Episode IV – Eine neue Hoffnung starb, nahmen die Marketingexperten des Spielwarenherstellers Kenner, der lange Zeit die die Lizenz zur Produktion von Star-Wars-Actionfiguren innehatte, an, dass die eher jugendliche Zielgruppe kaum Interesse an einer Actionfigur des Charakters haben würde, sodass lange Zeit keine Miniatur von Tarkin produziert wurde. Aus demselben Grund wurden auch lange Zeit keine Actionfiguren von Luke Skywalkers verstorbenen Angehörigen Owen und Beru Lars vertrieben. Mitte der 1980er-Jahre begann Kenner mit den Planungen für die Actionfiguren-Kollektion The Epic Continues, die durch ihre neuen Modelle und kurze Texte auf den Verpackungen eine eigenständige Geschichte erzählen sollte, um die Star-Wars-Saga, zu der nach der Ausstrahlung von Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Ritter zunächst keine weiteren Kinofilme hinzukommen sollten, weiterzuführen. Die Designer des Herstellers erstellten neben neuen Charakteren wie Atha Prime, Blue Four oder den Mongo Beefhead sowie Fahrzeugen wie einem orangefarbenen T-47 Luftgleiter für Wüstenplaneten oder den Doppeldecker-Sternenzerstörer Annihilator auch Konzepte für offensichtlichere Actionfiguren wie die eines Banthas oder Tarkins. Der dazugehörige Storyvorschlag behandelte Tarkins knappes Enkommen von dem explodierenden Todesstern, sein Überleben im Exil und seine Rückkehr nach dem Sturz des Imperators, infolgedessen er die Führerschaft über das imperiale Militär beanspruchen sollte. Als das Produktionsteam im Jahr 1986 seine Pläne den für die Kontinuität der Star-Wars-Saga zuständigen Team von Lucasfilm vorstellte, lobten die Verantwortlichen zwar den Einsatz der Actionfiguren-Designer, insbesondere die „star-warsigkeit“ der Charaktere und Figuren, verweigerten ihnen aber ihre Zustimmung zur Produktion der Kollektion, da sie noch nicht bereit für eine Geschichte wie diese waren. Die geplanten Actionfiguren gingen jeweils maximal ins Prototypenstadium und wurden so zu einzigartigen Sammlerstücken – ebenso wie die limitierte Anzahl von Präsentations-Heftern, die Kenner für die Vorstellung der Kollektion bei Lucasfilm gedruckt hatte.[39]

Der dänische Spielwarenhersteller LEGO lieferte erstmalig mit dem Bausatz 6211 Imperial Star Destroyer im Jahr 2006 eine Minifigur von Tarkin – die erste jemals produzierte Actionfigur eines namentlich bekannten imperialen Offiziers. Allerdings ist Tarkins Rangplakette fehlerhaft und zeigt statt der drei gelben Streifen drei rote. Die Figur wurde zwei Jahre später in dem Bausatz 10188 Death Star nochmals verwendet. Bei diesem Modell wurde der Fehler in der Rangplakette korrigiert. Beide Figuren verfügen allerdings statt Tarkins zweier Kodezylinder auf beiden Seiten nur über je einen Kodezylinder pro Seite. Für das Set 75150 Vader’s TIE Advanced vs. A-Wing Starfighter produzierte LEGO im Jahr 2016 eine an das Design von Rebels angelehnte Tarkin-Minifigur mit ockerfarbener Uniform. Im selben Jahr veröffentlichte LEGO außerdem eine überarbeitete Minifigur für den Bausatz 75159 Death Star, die an das Design von 2006 angelehnt, jedoch detailgetreuer ausgestaltet und ebenso wie die Rebels-Figur mit einem neuen Haar-Bauteil ausgestattet war. Das Haar-Bauteil entsprach dem der Doctor-Who-Minifigur. Darüber hinaus fügte LEGO bei beiden Neuauflagen die fehlenden Kodezylinder hinzu.[40]

Action- und Spielfiguren[Bearbeiten]

Hersteller Reihe Pack Erscheinungsjahr Bemerkungen
Kenner The Power of the Force Grand Moff Tarkin 1997
  • Erste Actionfigur von Tarkin
  • Die Actionfigur erschien in vier verschiedenen Blister-Varianten.
  • Die Freeze-Frame-Variante enthält ein Einzeldia der Besprechungsraumszene.
Kenner The Power of the Force Grand Moff Tarkin & Death Star Gunner 1997 Der Blister enthält außerdem einen Imperialen Bordschützen.
Kenner The Power of the Force Grand Moff Tarkin with Interrogation Droid 1998 Der Blister enthält außerdem einen IT-O Verhördroiden.
Wizards of the Coast Rebel Storm Grand Moff Tarkin 2004 Die Figur ist eine der 60 Miniaturen des Rebel-Storm-Sets.
Gentle Giant Grand Moff Tarkin 2004
Hasbro Star Wars Monopoly: Original Trilogy Edition 2004 Tarkin ist eine der acht Spielfiguren aus Hartzinn.
Hasbro Revenge of the Sith Tarkin (Governor) 2005
DeAgostini The Official Figurine Collection Imperial Leader: Grand Moff Tarkin 2006 Tarkins Modell ist in der 17. Ausgabe von The Official Figurine Collection enthalten. Der Figur ist ein 24-seitiges Magazin über den Charakter beigelegt.
LEGO Classic Star Wars 6211 Imperial Star Destroyer 2006 Dieser LEGO-Bausatz enthielt erstmalig eine Minifigur von Tarkin.
Hasbro 30th Anniversary Collection Governor Tarkin & Stormtrooper 2006
Hasbro The Saga Collection Death Star Briefing 2006
Hasbro Galactic Heroes Grand Moff Tarkin & Imperial Officer 2007 Der Blister enthält einen imperialen Offizier.
Wizards of the Coast Alliance and Empire Imperial Governor Tarkin 2007 Diese seltene Minifigur war in den Booster-Packs zu Alliance and Empire enthalten.
LEGO Ultimate Collector’s Series 10188 Death Star 2008 Dieser LEGO-Bausatz enthielt dieselbe Minifigur von Tarkin, die bereits mit 6211 Imperial Star Destroyer geliefert wurde.
Hasbro The Vintage Collection Grand Moff Tarkin 2012 Der Blister enthält einen MSE-6 Maus-Droiden.
Sideshow Collectibles Grand Moff Tarkin Premium Format Figure 2012 Der Karton enthält außerdem einen IT-O Verhördroiden.
DeAgostini Star Wars Schachfiguren Großmoff Tarkin 2012 Großmoff Tarkin war im 19. Sammelheft der Star Wars Schachfiguren enthalten. In der Kollektion für die Klassische Trilogie nimmt er den Platz des schwarzen Springers ein.
LEGO Star Wars Rebels 75150 Vader’s TIE Advanced vs. A-Wing Starfighter 2016 Dieser LEGO-Bausatz enthielt eine neue Minifigur von Tarkin, die an seine Gestaltung in Rebels angelehnt war.
LEGO Ultimate Collector’s Series 75159 Death Star 2016 Dieser LEGO-Bausatz enthielt eine überarbeitete Version der alten Minifigur von Tarkin mit größerer Detailtiefe und dem Haar-Bauteil der Doctor-Who-Minifigur.
Hot Toys Movie Masterpiece Series Grand Moff Tarkin and Darth Vader 2018
Hasbro The Black Series Grand Moff Tarkin 2018 Der Blister enthält außerdem einen IT-O Verhördroiden.
Kenner (Hasbro) The Retro Collection Escape from Death Star 2018
Star Tots Star Tot Tarkin 2019 Diese Tarkin nachgebildete Medaille war eines von 20 exklusiv auf der Celebration Chicago 2019 erhältlichen metallenen 2D-Charaktermodellen.

Freischaltung in den LEGO-Star-Wars-Videospielen[Bearbeiten]

Spiel Level Freischaltungscode Freischaltungskosten Fähigkeiten
LEGO Star Wars II – Die Klassische Trilogie Episode IV, Level 4:
„Rette die Prinzessin“
SMG219 38.000 Schießen, Seilharpune, Springen, Öffnen von Sturmtruppen-Checkpoints
LEGO Star Wars – Die komplette Saga Episode IV, Level 4:
„Rette die Prinzessin“
VYY985 38.000 Schießen, Seilharpune, Springen, Öffnen von Sturmtruppen-Checkpoints
LEGO Star Wars III – The Clone Wars Bonuscharakter für die Eroberung sämtlicher Planeten im „Separatistenübergriff“-Modus NH2405 Kostenlos Schießen, Seilharpune, Springen

Unstimmigkeiten[Bearbeiten]

  • In der Romanfassung von Eine neue Hoffnung ist Tarkin während des Verhörs von Leia Organa anwesend, während die Befragung im Film lediglich von Darth Vader durchgeführt wird.
  • In dem Videospiel LEGO Star Wars II – Die Klassische Trilogie wird Tarkin ebenso wie bei seiner ersten Minifigur mit einer fehlerhaften Rangplakette sowie nur einem Kodezylinder pro Seite statt zweier abgebildet. In LEGO Star Wars – Die komplette Saga ist der Fehler in der Rangplakette korrigiert, nicht aber die fehlenden Kodezylinder – ebenso wie bei der Zweitauflage der Minifigur. In LEGO Star Wars III – The Clone Wars ist die Rangplakette ebenfalls korrekt, die zweiten Kodezylinder fehlen jedoch nach wie vor.

Sonstiges[Bearbeiten]

  • In der 104. Ausgabe des Star Wars Insider wurde Tarkins Zitat „Evakuieren? Im Augenblick des Triumphes? Ich glaube doch, Sie überschätzen ihre Chancen.“ aus Episode IV – Eine neue Hoffnung auf Platz fünf der zehn Besten Zitate aus der Klassischen Trilogie gewählt.[41]
  • In dem Spiel Galactic Battlegrounds und der dazugehörigen Erweiterung Galactic Battlegrounds: Die Klonkrieg-Kampagnen ist es möglich, durch die Eingabe des Cheat-Codes „tarkin“ sämtliche feindlichen Einheiten auf einen Schlag auszulöschen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eigenübersetzung: „„They’ve pinpointed every terminal. It’s impossible. What are they? Where did they come from? An electromagnetic transfer has started … There’s no stopping it…“ – „Continue the fight …“ – „We’ve already lost control of the planet. We must abandon ship while there is still time … Conditions are much worse than …“ – „Continue the fight…This fortress is invincible. I will not give up.“”
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 2,6 2,7 2,8 The Making of Star Wars – The Definitive Story Behind the Original Film
  3. 3,0 3,1 The Star Wars: Rough Draft, ein Drehbuchentwurf zu Episode IV – Eine neue Hoffnung
  4. Adventures of the Starkiller (Second Draft), ein Drehbuchentwurf zu Episode IV – Eine neue Hoffnung
  5. 5,0 5,1 The Star Wars – From the Adventures of Luke Starkiller – Third Draft, ein Drehbuchentwurf zu Episode IV – Eine neue Hoffnung
  6. 6,0 6,1 6,2 6,3 The Adventures of Luke Starkiller as taken from the ,Journal of the Whills’ (Saga I) Star Wars (Public Version of Fourth Draft), ein Drehbuchentwurf zu Episode IV – Eine neue Hoffnung
  7. 7,0 7,1 7,2 Episode IV – Eine neue Hoffnung
  8. The Adventures of Luke Starkiller as taken from the ,Journal of the Whills’ (Saga I) Star Wars (Revised Fourth Draft), ein Drehbuchentwurf zu Episode IV – Eine neue Hoffnung
  9. Episode IV – Eine neue Hoffnung (Roman)
  10. Episode IV – Eine neue Hoffnung (Radio-Hörspiel)
  11. Eigenübersetzung: „They found the only footwear they had, which was a pair of women's slippers. […] Peter was being nasty, and we’re looking at him in the face trying desperately to keep a straight face. He was totally unaware what was causing the giggles. He would say, 'What’s the problem? What have I done?' And we said: 'It's the shoes.' He said he couldn't do it without them, so he did the whole scene, being really evil, with us looking at him in the eyes, being very stern, while he's wearing these bloody slippers!”
  12. 12,0 12,1 12,2 12,3 12,4 12,5 12,6 Star Wars Insider (Ausgabe 37: „Peter Cushing: Charming to the Last“)
  13. 13,0 13,1 13,2 Star Wars Insider (Ausgabe 24: „A Look At Peter Cushing“)
  14. 14,0 14,1 Star Wars Insider (Ausgabe 96: „Set Piece: Death Star Conference Room“)
  15. Star Wars Insider (Ausgabe 94: „Tribute: Peter Cushing“)
  16. Dressing a Galaxy – Die Star Wars-Kostüme (Seite 21)
  17. Star Wars Insider (Ausgabe 141, Seite 14: „A Star Wars Family Legacy“)
  18. 18,0 18,1 Star Wars Insider (Ausgabe 51: „Christopher Lee – Rings of Fire“)
  19. Revenge of the Sith Scrapbook
  20. Raumschiffe und Fahrzeuge (Ausgabe 29, Seite 25: „Kino-Revolution“)
  21. 21,0 21,1 21,2 21,3 Counterattack Episode Featurette auf StarWars.com
  22. The Clone Wars: Citadel Rescue Trivia Gallery auf StarWars.com
  23. 23,0 23,1 Star Wars Insider (Ausgabe 125: „Talking Tarkin!“)
  24. Star Wars Insider (Ausgabe 125: „Dave Filoni: Clone Ranger!“)
  25. Star Wars Insider (Ausgabe 131, Seite 30ff: „My Star Wars“)
  26. The Jedi Who Knew Too Much Trivia Gallery auf StarWars.com
  27. Call to Action Trivia Gallery auf StarWars.com
  28. Call to Action Concept Art Gallery auf StarWars.com
  29. 29,0 29,1 29,2 29,3 29,4 29,5 How ‘Rogue One’ Brought Back Familiar Faces auf nytimes.com
  30. How 'Rogue One's' Princess Leia, Grand Moff Tarkin Were Created auf dem YouTube-Kanal von ABC News
  31. 31,0 31,1 Rogue One: 13 Revelations From Director Gareth Edwards auf empireonline.com
  32. How a Holby City actor brought one of Star Wars’ most iconic characters back to life auf radiotimes.com
  33. Digitally Reviving Peter Cushing For Rogue One Is Disrespectful auf huffingtonpost.com
  34. Peter Cushing is dead. Rogue One’s resurrection is a digital indignity auf theguardian.com
  35. Eigenübersetzung: „What on earth is a Grand Moff? And why is he called Tarkin?“ – „I have no idea.”
  36. SDCC 2014: Star Wars: A New Dawn Panel – Liveblog auf StarWars.com
  37. How a Holby City actor brought one of Star Wars’ most iconic characters back to life auf radiotimes.com
  38. Eigenübersetzung: „It certainly wasn’t ,We think we can design it just as well as you can, Mr. Lucas’, but rather ,We would really love to work with you to keep the whole thing going.’ They were very complimentary. They said that the new characters and vehicles were all very ,Star Wars-esque’ and that they really appreciated the fact that we wanted to keep this going, but they just were not ready to pursue that kind of thing.”
  39. Star Wars Galaxy (Ausgabe 2, Seite 60f.: „Galactic Bazaar: Tales of Phantom Toys“)
  40. Ultimate LEGO Star Wars
  41. Star Wars Insider (Ausgabe 104: „Top Ten Classic Lines From Star Wars: A New Hope“)