Ghest

Aus Jedipedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ghest Rodia.jpg
Ghest
Allgemeines
Heimatwelt:

Rodia

Lebensraum:
  • Seichtes Gewässer
  • Sumpf
Ernährungstyp:

Karnivor

Beschreibung
Durchschnittliche Größe:

Mehrere Meter

Der Ghest ist eine auf dem Sumpfplaneten Rodia heimische Tierart, die unter den Rodianern als eines der gefährlichsten einheimischen Raubtiere gilt. Kurz nach der Schlacht von Yavin erlegte der Rebell Luke Skywalker einen Ghest nahe dem Mausoleum des Jedi Huulik.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die mehrere Meter langen Ghests von Rodia haben scharfe Klauen an Händen und Füßen. Ihr mit scharfen Zähnen besetzter Kiefer ist stark genug, um die Metallhülle eines Landgleiters zu beschädigen. Sie besitzen zwei helle, runde Augen, mit denen sie ihre Beute beobachten, um in einem unachtsamen Moment aus dem Hinterhalt anzugreifen. Dazu verstecken sich Ghests meist in den seichten, trüben Gewässern der Sumpfgebiete auf Rodia, aus denen sie explosionsartig auftauchen und an der Oberfläche nach ihrer Beute schnappen. Ihre bevorzugte Nahrung sind Pflanzenfresser und Vögel. Allerdings sind Ghests nicht in der Lage, ihre Beutetiere von leblosen Objekten zu unterscheiden, da sie nur die Umrisse erkennen. Obwohl sich die Tiere an Land bewegen können, bevorzugen sie es, im Wasser zu bleiben, da sie über Land weitaus langsamer vorankommen. Ihre Arme sind stark genug, um Fahrzeuge zu werfen. Aufgrund ihrer hohen Angriffsgeschwindigkeit schafft es kaum ein Jäger, zu einem tödlichen Schuss anzusetzen, bevor ihn der Ghest erreicht.

Geschichte[Bearbeiten]

Die auf Rodia lebenden Ghests wurden während des Galaktischen Bürgerkrieges nur selten gejagt und galten deshalb als große Gefahr in den weniger besiedelten Regionen des Planeten. Kurz nach der Schlacht von Yavin suchte der Jedi-Ritter Luke Skywalker Rodia auf, um gemeinsam mit der Rodianerin Taneetch Soonta das Mausoleum ihres Onkels Huulik, einem im Zuge der Order 66 getöteten Jedi, zu besichtigen. Nachdem Soonta und Skywalker an einem Seeufer nahe dem Mausoleum gelandet waren, tauchte ein Ghest aus dem Wasser auf und griff einen ihrer Luftgleiter an. Der Ghest bemerkte, dass es sich bei dem Gefährt nicht um ein Beutetier handelte, zerschmetterte den Gleiter an einem Felsen und kehrte in das Gewässer zurück. Dort wartete das Tier darauf, dass sich Skywalker oder der Rodianer nahe genug an das Ufer heranwagten, damit es sie mit einem schnellen Angriff überwältigen und verzehren konnte. Als Soonta und Skywalker das Mausoleum besichtigt hatten, in dem der Rodianer dem Jedi das Lichtschwert seines Onkels aus dem Grabmal überreichte, begab sich Skywalker als Köder an das Ufer und erwartete den Angriff des Ghests. Es gelang dem Tier zwar, den Jedi durch eine Attacke von der Seite zu überraschen und in seine Schulter zu beißen, doch konnte Skywalker den Ghest mit seinen Lichtschwertern enthaupten.

Quellen[Bearbeiten]

Ghest.jpg
Ghest
Allgemeines
Heimatwelt:

Rodia[1]

Kolonien:

Danoor[2]

Klasse:

Reptilien[3]

Lebensraum:

Sumpf und seichtes Gewässer[3]

Ernährungstyp:

Karnivor[3]

Beschreibung
Durchschnittliche Größe:

6 Meter[2]

Der Ghest, von den Rodianern auch als Sumpfdämon bezeichnet, ist eine Tierart, die aufgrund ihrer Größe und Wildheit die Spitze der Nahrungskette ihres Heimatplaneten Rodia bildet. Die bis zu sechs Meter langen Reptilien wurden in der Frühgeschichte der Rodianer dafür gefürchtet, allein ganze Dörfer auslöschen zu können. Die Angriffe der Ghests auf ihre primitiven Clans prägten die Lebensweise der Spezies in kultureller und technologischer Hinsicht. Mit der zunehmenden Industrialisierung des Planeten wurden die Reptilien beinahe vollständig ausgerottet und infolge dessen auch auf anderen Welten angesiedelt. Allerdings galt die erfolgreiche Jagd auf einen Ghest noch zur Zeit des Galaktischen Bürgerkrieges als prestigeträchtiger Erfolg.

Beschreibung[Bearbeiten]

Ein Ghest taucht aus einem Gewässer auf Rodia auf.

Der durchschnittlich sechs Meter lange Ghest ist ein Reptil mit vier Gliedmaßen und einem langen Schwanz.[3] An seinen Extremitäten sitzen Klauen mit je vier scharfen Hornkrallen, die er im Kampf als Waffen einsetzt. Sein Skelett besteht aus Knorpel anstelle von dem bei Reptilien üblichen kalkhaltigem Knochenmaterial.[5] Ghests sind in den Sümpfen von Rodia heimisch.[3] Die Wasserbewohner[5] bewegen sich auf der Suche nach Beute langsam durch das trübe, seichte Wasser, können sich dort aber schneller fortbewegen als an Land.[3] Ihre im Vergleich zum Rest ihres Kopfes übergroßen Augen[5] und die Stirn ragen dabei nur knapp aus dem Wasser. Sobald sie ein Beutetier bemerken, springen sie explosionsartig aus dem Wasser und schnappen mit ihren Klauen[3] und ihren rasiermesserscharfen Zähnen nach ihm.[5] Gewöhnlich verzehren sie ihre Beute im Ganzen. Wenn es sich bei ihrer Beute um ein größeres Tier handelt, töten sie es zunächst und zerteilen dann den Kadaver. Meist jagen sie die größeren Pflanzenfresser von Rodia. In ihrer Frühgeschichte gab es oftmals Übergriffe einzelner Ghests auf die primitiven Siedlungen der Rodianer, bei denen die Reptilien rasch alle Bewohner töteten.[3]

Das Paarungsritual der Ghests ist zugleich ein Tanz und ein Kampf der Geschlechtspartner: Beide Ghests versuchen dabei herauszufinden, ob der andere ein würdiger Partner ist. Instinktiv wählen die Reptilien nur diejenigen Artgenossen aus, die gegen sie im Kampf bestehen. Zoologische Verhaltensforscher sind der Ansicht, dass diese Verhaltensweise der Ghests ihrem Reproduktionstrieb entgegengesetzt ist, da sie so versuchen, den anderen von der Paarung abzuhalten. Meist kämpft das Weibchen härter und unerbittlicher, da es weiß, dass es das Männchen töten, seine Spermien anschließend aus seiner Leiche extrahieren und sich so befruchten kann. Das Männchen weiß, dass ein Nachkomme nur dann geboren werden kann, wenn das Weibchen den Kampf überlebt. Nach der Paarung schwimmen beide Partner instinktiv so schnell wie möglich voneinander weg, um die Chance zu erhöhen, dass das Männchen seinen Nachkommen nicht begegnet. Sobald es seinen Jungen begegnet, wird es sie töten und fressen. Nach der Paarung legt das Weibchen hunderte Eier in einen kleinen Pfuhl. Aus den meisten dieser Eier schlüpfen Junge, die sich kannibalisch ernähren und so sicherstellen, dass nur die stärksten das Kindesalter überleben. Die noch nicht vollständig ausgewachsenen Ghests vergraben sich meist im Schlamm, um sich vor dem Muttertier zu verbergen. Sobald es nicht mehr an seinen Jungen interessiert ist, verlässt es das Brutgebiet. Wenn die Jungtiere zuvor versuchen, ihren Pfuhl zu verlassen, werden sie von ihrer Mutter gefressen. So versucht sie das Risiko zu minimieren, dass es sich bei den Jungtieren um die Abkömmlinge eines anderen Ghests handeln könne.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ghest entwickelte sich in den Sümpfen von Rodia. In der Frühgeschichte der Rodianer verübten einzelne Ghests oftmals Übergriffe auf die primitiven rodianischen Dörfer,[3] um binnen weniger Stunden alle Bewohner zu fressen. Im Gegensatz zu anderen intelligenten Spezies bildeten die Rodianer nicht die Spitze der Nahrungskette in ihrem Ökosystem, sodass die Angriffe durch Ghests und andere Fleischfresser starken Einfluss auf ihre kulturelle Entwicklung nahmen.[6] Die Rodianer glaubten, dass die Ghests die Geister der Getöteten aufsaugen würden. Die bloße Sichtung eines Ghests wurde deshalb als Omen für das Bevorstehen eines Unheils angesehen.[3] Um die Erfahrung dieser Übergriffe zu verarbeiten, entwickelten die Rodianer eine eigene dramatische Gattung, die Ghest-Tragödie. Diese Stücke handelten üblicherweise von dem Angriff eines der Reptilien auf ein rodianisches Dorf und zeigten die verzweifelten Versuche der Einwohner,[6] die als Dämonen dargestellten Tiere zu bekämpfen.[3] Am Ende der Handlung ergriffen die Dorfbewohner die Flucht und wurden dennoch bis auf den letzten Bewohner von dem Ghest verzehrt.[6] Da die Rodianer körperlich nicht gegen ihre Angreifer bestehen konnten, nutzten sie ihre überlegene Intelligenz, um Werkzeuge und Waffen für den Kampf gegen die Ghests zu entwerfen. Dadurch steigerten die Rodianer ihren technologischen Standard und etablierten eine Kultur, in der Jagderfolge honoriert wurden. Oftmals arbeitete der gesamte jeweilige Rodianer-Clan dafür, die Ausrüstung seiner Krieger weiterzuentwickeln und ihnen so Jagderfolge zu ermöglichen.[6] Rituelle Ghest-Jagden waren seltene Anlässe unter den Rodianern, bei denen zahlreiche männliche Clanmitglieder gemeinsam auf die Suche nach den Reptilien gingen. Die erfolgreiche Beendigung einer solchen Jagd wurde als Möglichkeit angesehen, den Fluch der Dürre oder des Hungers zu brechen.[3] Es entstand im Laufe der kulturellen Entwicklung der Rodianer der Beruf des Ghesttöters. Erfolgreich Ghesttöter konnten großen Ruhm in der Gesellschaft der Rodianer erlangen.[7] Durch eine rapide Industrialisierung auf Rodia wurde die Fauna des Planeten nahezu zerstört. Der Bestand an Ghests in freier Wildbahn sank stark ab,[3] sodass die Reptilien zur Zeit der Ankunft der ersten republikanischen Erkundungsteams auf Rodia vom Aussterben bedroht waren.[8] Daher versuchten einige reiche und sentimentale Rodianer, Ghests von der industrialisierten Welt zu bringen und auf anderen Planeten anzusiedeln.[3]

Der trandoshanische Jäger Qyzen Fess jagte und erlegte während des Kalten Krieges Ghests. Die Häute der Tiere verkaufte er zusammen mit den Zähnen eines getöteten Horax.[9] Während des Galaktischen Bürgerkriegs war die rodianische Schauspielerin Entukan Yesoko die standardmäßige Hauptdarstellerin der Rodian Galactic Drama Troupe in Ghest-Dramas.[6] Zu dieser Zeit erlangte der Rodianer Kalon Lenitor Ruhm als professioneller Ghesttöter. Auch sein Sohn Vadon begann diese Karriere, bevor er Rodia verließ, um sich als Kopfgeldjäger in der Galaxis zu verdingen.[7] Ein Ghest wurde von Rodia auf den Planeten Danoor im Kathol Outback gebracht, wo es einen aufgegebenen Regenwasser-Tunnel unter der Stadt Eror Zeen bewohnte. Im Jahr 8 NSY griff der Ghest einige Mitglieder der Besatzung des CR90-Korvette FarStar an, die unter der Führung ihres Navigators Makezh die Tunnel durchquerten.[2] Zur Zeit der Herrschaft der Neuen Republik erlegte der Großwildjäger War’qi einen Ghest auf Rodia mit einem Schuss aus der Firearc49 Speargun von BlasTech Industries, einer Art Harpune zum Einsatz über und unter Wasser. War’qi berichtete von seinen positiven Erfahrungen im Umgang mit der Waffe und seiner Jagd nach dem Ghest in einer Kundenrezension, die der corellianische Waffenhändler Gundark in seinem Katalog Gundark’s Gear Datalog publizierte.[10]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]