Insektikultur

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Eine Bautenfarm

Die Insektikultur oder Insektenzucht ist der Oberbegriff für eine ganze Reihe wissenschaftlicher Gebiete in der Kultur der Kubaz, einer Spezies von dem Planeten Kubindi im Äußeren Rand. Alle Teilaspekte der Insektikultur befassen sich mit der Aufzucht, Veredelung, genetischen Mutation und Pflege von Insekten jeder Art und Größe, die den Hauptbestandteil in der Ernährung der Kubaz bilden. Infolge einer starken Sonneneruption des Blauen Riesen Ku’Bakai wurde Kubindis Planetenüberfläche vollständig in eine Wüste umgestaltet, sodass die sich ursprünglich rein pflanzlich ernährenden evolutionären Vorfahren der Kubaz gezwungen waren, sich an eine überwiegend auf Insekten basierende Ernährungsweise anzupassen. Ein starkes Bevölkerungswachstum der nomadischen Kubaz sowie die Weiterentwicklung der Insekten führte zu Nahrungsmittelknappheiten, die die Einführung der Insektenzucht zeitweise beheben konnte. Aufgrund von Streitigkeiten um die Eigentumsverhältnisse an einzelnen Insektenbauten brach jedoch der Bautenkrieg aus, ein Bürgerkrieg, der die Kubaz an den Rand ihrer Auslöschung brachte. Die Entwicklung der Insektikultur, die eine farbliche Kennzeichung der Insekten eines jeden Clans durch genetische Mutationen erlaubte, beendete den Bautenkrieg und führte die Kubaz in eine Ära des technologischen Fortschritts, der ökonomischen Entwicklung und des Wohlstands für ihre Zivilisation. Kubaz-Köche waren in der Galaxis aufgrund ihrer Fertigkeiten im Umgang mit den Prinzipien der Insektikultur für lange Zeit besonders beliebt.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die Insektikultur fasst die Gesamtheit aller Methoden zusammen, die die Zucht, genetische Veränderung und Erschaffung von Insekten betreffen. Es handelt sich um ein wissenschaftliches Fachgebiet, das von den Kubaz, der dominanten Spezies von Kubindi, anstelle ihrer bis dahin nomadisch geprägten Lebensweise als Jäger und Sammler entwickelt und geprägt wurde. So bietet die Insektikultur etwa hocheffiziente Methoden, um eine große Anzahl von Insektenbauten auf engstem Raum zu züchten.[1] Tiefergehende Aspekte dieser Kubaz-Wissenschaft betreffen die genetische Manipulation der Tiere[2] mithilfe von Hormonen,[3] Wachstumsenzymen und anderen Chemikalien der Gentechnologie. Dank der Insektikultur sind die Kubaz dazu in der Lage, jederzeit Abarten ihrer Lieblingsinsekten zu erschaffen, sofern sie neue exotische Gerichte zu kreieren beabsichtigen.[4] So ist es üblich, die Farbe, Größe und Ausdauer der Tiere nach Belieben anzupassen. Die Veränderung der Farbe diente ursprünglich der farblichen Zuordnung der Insektenstämme zu ihren Eigentümern[2] oder bestimmten Clans.[5] Auf diese Weise lassen sich die Insekten auch mit bestimmten, individuellen Mustern züchten und dadurch weitestgehend fälschungssicher markieren.[6] Die Errungenschaften der Kubaz-Genetiker ermöglichen die Züchtung robusterer und nachhaltigerer Insektenstämme,[2] aber auch die Veränderung ihrer Reproduktionsraten und ihres Geschmacks, die den Bedürfnissen der Kubaz nach herzhafteren Insekten nachkommen.[7] Auf diese Weise sichert die Spezies ihre Nahrungsversorgung.[8] Die besondere, galaxisweit einzigartige Artenvielfalt der Insekten von Kubindi gab der Wissenschaft lange Rätsel auf, bis die Insektikultur bekannter wurde.[4]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Bautenkriege[Bearbeiten]

Die Kubaz entwickelten sich auf Kubindi, dem fünften Planeten des Ku’Bakai-Systems[9] im abgelegenen Calaron-Sektor. Auf der ursprünglich von Wäldern und dichter Vegetation geprägten Welt[10] ernährten sich die evolutionären Vorläufer der modernen Kubaz größtenteils pflanzlich. Während die innersten vier Planeten des Sternsystems von ihrem Zentralgestirn, dem Blauen Riesen Ku’Bakai, völlig verbrannt wurden, ist Kubindi, das den Stern in einem mittleren Abstand von etwa 500 Millionen Kilometern umkreist, zwar habitabel. Der Planet leidet aber dennoch unter den Auswirkungen von Ku’Bakais regelmäßigen Sonneneruptionen. Dadurch wurde Kubindi langfristig zu einer trockenen Welt mit unvorhersehbaren Stürmen und schwankenden Wettermustern.[1] Um das Jahr 10.000 VSY zerstörte ein besonders starker Sonnensturm[9] Kubindis Planetenoberfläche und damit auch den Großteil des pflanzlichen Lebens, wodurch die Welt zu einer Wüste wurde.[10] Die intensive, von Ku’Bakai ausgehende Strahlung und die wechselhaften Wetterlagen verhinderten lange Zeit ein erneutes Entstehen einer einheimischen Flora.[11] Die wenige verbliebene Vegetation war nur für die einheimische Insektenpopulation genießbar.[9] Um dem lebensfeindlichen Klima zu entgehen, passten sich die Kubaz an die neuen Gegebenheiten an und legten im Höhlensystem von Kubindi riesige unterirdische Bauten an.[10] Die Anpassungsfähigkeit der besonders robusten Insekten auf dem Planeten ermöglichte eine exponentielle Vermehrung der Tiere.[11] Nachfolgende Sonneneruptionen führten gar zu einer Entstehung immer neuer Arten durch genetische Mutation infolge der hohen Strahlendosen, die immer besser an das raue Klima und die unvorhersehbaren Strahlungsausbrüche von Ku’Bakai angepasst waren. Die Artenvielfalt reichte von mikroskopisch kleinen Milben bis zu riesigen Sonnenkäfern von der Größe eines Bantha.[1]

Infolge des großen Pflanzensterbens waren die ursprünglich herbivoren Kubaz dazu gezwungen, sich fortan von Insekten, der einzigen auf Kubindi verblieben Nahrungsquelle, zu ernähren.[9] Tausende von Generationen der Kubaz zogen in nomadischen Familienclans über den Planeten, um nach Insektennestern zu suchen und sie zu plündern. Die Population der Kubaz wuchs so stark an, dass Insektennester immer seltener wurden. Eine einzige Familie verzehrte täglich bis zu einem Dutzend Nester, sodass die Insekten immer intelligenter werden mussten, um ihre Nester zu verstecken und zu überleben. Zugleich begannen aber auch die Kubaz damit, einfache Werkzeuge zu benutzen, um tiefer gelegene Nester auszugraben. Während ihrer Wanderschaft wurden die Kubaz immer intelligenter und erschufen immer ausgeklügeltere Technologien.[1] Als ihre Nahrungsquellen immer knapper wurden,[6] verstanden sie, dass sie durch die gezielte Zucht von Insekten ein Vielfaches an Erträgen erzielen konnten.[9] Sie gaben ihre nomadische Lebensweise als Jäger und Sammler zugunsten der Zucht von Insekten auf und wurden sesshaft. Sie entwickelten hocheffiziente Methoden, um eine große Anzahl von Insektenbauten auf kleinstem Raum anzubauen.[1] Mit der Zeit passte sich die Physiologie der Kubaz an ihre neue Ernährung an,[9] sodass sie selbst nachdem sich die lokale Fauna erholt hatte nur ergänzend auf eine pflanzliche Ernährung zurückgriffen.[1]

Obwohl die Clans der Kubaz ihre Insektenstämme – meist Kolonien von Romiten, Tans und Ebs, die dank ihrer robusten Nester besonders gut gegen die Sonneneruptionen von Ku’Bakan geschützt sind – mit großem Erfolg züchteten,[1] weckten die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen der einzelnen Bauten Begehrlichkeiten zwischen Familien. Als die Nahrung infolge der wachsenden Bevölkerungszahlen abermals knapp wurde, überfielen sich diverse benachbarte Clans gegenseitig, um ganze Insektenbauten zu stehlen.[7] Die große Ähnlichkeit der Insektenkolonien erlaubte kaum eine genaue Zuordnung, sodass sich die Kubaz-Clans beschuldigten, ihre Nahrung gestohlen zu haben, ohne jedoch einen belastbaren Beweis führen zu können. Die Unruhen[6] infolge der anhaltenden Lebensmittelknappheit führte letztlich dazu, dass sich die Spannungen zwischen den Familien in einer ganzen Reihe bewaffneter Auseinandersetzungen entluden. Die gesamte Kubaz-Bevölkerung trat in der Folge in einen Bürgerkrieg um die Eigentumsverhältnisse an den Insektenstöcken ein, den Bautenkrieg.[5] Die Kubaz erlernten die Kriegskunst und entwickelten eine Reihe effektiver Waffen wie Schrotgewehre.[1] Die mit voller Härte geführten Bautenkriege zeigten eine verheerende Wirkung auf die Kubaz-Bevölkerung[5] und dezimierten die Spezies stark.[7]

Neue Wege[Bearbeiten]

Eine Insektikultur-Forschungsanlage

Der Bautenkrieg endete, als Kubaz-Genetiker Möglichkeiten entwickelten, Insekten genetisch zu verändern, um sie eindeutig als bestimmten Clans zugehörig zu markieren.[5] Die daraus entstehende Wissenschaft der Insektikultur bot den Kubaz erstmalig die Möglichkeit, individuelle Insektenstämme zu züchten, die sich etwa durch unterschiedliche Färbungen[2] oder Musterungen voneinander unterschieden und so alle Zuordnungsprobleme beendeten.[6] Darüber hinaus ermöglichte die sich immer weiter entwickelnde Insektikultur die Züchtung robusterer und nachhaltigerer Insektenstämme. Die neuartige Gentechnologie bildete die Basis für ein Wiedererstarken der Kubaz und war entscheidend für ihr Überleben.[2] Sie erlaubte es ihnen, sich statt ihrer Streitigkeiten produktiveren Projekten zu widmen. Um die Vielfalt ihrer Nahrung zu erhöhen, begannen die Familien bald nach dem Kriegsende damit, Insektenstöcke auszutauschen. Dabei entfernten sie jedoch die Königinnen, um Nachzüchtungen zu verhindern und ein erneutes Aufkeimen eines Konflikts innerhalb ihrer Gesellschaft zu unterbinden.[1] Sie etablierten ein planetenweites,[6] kapitalistisch geprägtes, insektenbasiertes Handelssystem.[9] Der technologische Fortschritt der Spezies hielt mit ihrer ökonomischen Entwicklung schritt, sodass kurz danach Technologien für die schnellere Verteilung der Güter und die Gewährleistung einer akkuraten Buchhaltung eingeführt wurden.[6] Um die Aufzucht der Insekten noch weiter zu verbessern, entwickelten sie Techniken, mittels derer sie exotische Umgebungen reproduzierten, um die Tiere während ihres Transports und ihrer Lagerung frisch zu halten.[1] Die Bevölkerung der Kubaz gewann an Komplexität und wuchs abermals innerhalb kürzester Zeit stark an.[6] Die kultivierten Kubaz organisierten ihre Gesellschaft rund um den Insektenhandel und waren bestrebt, die größten Delikatessen zu finden.[11] Ihre Gesellschaft wurde rasch von einer Oligarchie von Clans dominiert, die jeweils Millionen von Insektenstöcken kontrollierten.[9] Die größten Handelsfamilien trafen die meisten Entscheidungen der planetaren Regierung.[11] Die Kubaz-Wissenschaft begann damit, interstellare Reisen zu erforschen, um die anderen Welten des Ku’Bakai-Systems zu besiedeln. Bald darauf kolonisierten sie den sechsten, achten und elften Planeten des Sternsystems[6] und bebauten sie mit Insektenfarmen, die sie für die Aufzucht und Veränderung ihrer Lieblingsinsekten nutzten[12] und täglich Tausende Tonnen jeder Art produzierten.[4] Während des Dritten Galaktischen Kriegs exportierten die Kubaz sogar Terrarien mit ihren Züchtungen.[13]

Die einzigartige Vielfalt von Insekten auf Kubindi gab der galaktischen Wissenschaft mangels detaillierter Kenntnisse der Geschichte der Kubaz lange Zeit Rätsel auf. Neben den natürlichen Verhältnissen auf dem Planeten und der Insektikultur der Kubaz wurde die Artenvielfalt darüber hinaus durch den Import diverser Insektenspezies von fremden Welten gefördert. Die insektenbasierte Kochkunst der Kubaz wurde galaxisweit bekannt und war berühmt dafür, dass die Kubaz ständig neue Arten erschufen, um immer noch exotischere Gerichte zuzubereiten. Zu den beliebtesten Käfern zählten die Gnats, das am weitesten verbreitete Gewürz auf Kubindi, sowie die riesigen Sonnenkäfer.[4] Die Kubaz-Insektenbankette galten lange Zeit als ein Höhepunkt ihrer Kultur[9] und ihre Köche waren galaxisweit begehrt. Kurz vor der Blockade von Naboo stand ein Kubaz-Gourmetkoch in den Diensten der Hutt Gardulla, dessen Spezialität in der Zubereitung von Insekten lag. Mithilfe von Wachstumshormonen und anderer Chemikalien ließ er unter anderem Geisterspinnen, Ef-frikim-Würmer und Mora-Käfer, die Leibspeisen der Hutt, zu gigantischen Exemplaren mutieren und sperrte sie in den Sklavenställen von Gardullas Palast ein.[3] Nach der imperialen Machtübernahme zeigten sich diverse Würdenträger der neuen Regierung angetan von der Kubaz-Kochkunst. Der Admiral P’Ton ließ den Kubaz-Küchenchef Kairo Mear sowie ein Dutzend Assistenten engagieren und schickte gelegentlich ein kleines Transportschiff nach Kubindi, um frische Insektenbauten zu kaufen. Dadurch prägte er einen kurzzeitigen Trend in der imperialen Führungsriege. Diverse Würdenträger versuchten, mittels Bestechung die Lage von Kubindi herauszufinden, um dort Kubaz-Köche anzuwerben.[1] In der Hochphase des Galaktischen Bürgerkriegs um das Jahr 8 NSY nahm das Verlangen der Kubaz nach immer neuen Insekten extreme Formen an. Da sie selbst empfindungsfähige insektoide Spezies lediglich als Nahrungsmittel betrachteten,[9] verhandelten die Kubaz um das Jahr 8 NSY gerüchteweise mit den Barabel von dem benachbarten Planeten Barab I über die Lieferung von Körperteilen der insektoiden Verpinen. Die Verpinen waren zuvor über die Herstellung einer Flotte von Großkampfschiffen vertragsbrüchig geworden, was Berichten zufolge eine gewaltsame Reaktion der Barabel provozierte.[14] In der Folge erhofften sie sich einen steten Nachschub gefrorener Verpinen-Gliedmaßen, die auf Kubindi als Delikatesse galten. Diese Vorfälle belasteten ihre Beziehungen mit den Verpinen für eine lange Zeit.[9]

Während des Galaktischen Bürgerkriegs engagierte der huttische Verbrecherlord Beldorion den Kubaz-Koch Zubindi Ebsuk, der die Grundlagen der Insektikultur dazu benutzte, um für seinen Arbeitgeber Insekten wie Sandflöhe zu mutieren. Mittels Genmanipulation und verschiedener Enzyme verbesserte er den Geschmack der Insekten. Er formierte ihre DNS neu und machte die Tiere saftiger und intelligenter, um Beldorions Wunsch nachzukommen, ein empfindungsfähiges Wesen über seinen Teller hetzen zu können. Dabei experimentierte er auch mit einem der auf Nam Chorios einheimischen Droch, den Auslösern der Todessaat. Er gab dem Droch Dzym Enzyme und ließ ihn in der Dunkelheit mutieren, wodurch er ein Vielfaches der für seine Art üblichen Lebensspanne erreichte. Dzym wurde intelligent und machte Zubindi und kurz danach auch Beldorion zu seinen Dienern, indem er ihnen im Wege eines wechselseitigen Vampirismus ihre Lebensenergie entzog und partiell zurückgab. Kurz darauf ergriff er von Seti Ashgad Besitz. Im Jahr 13 NSY versuchte Dzym, eine galaxisweite Pandemie der Todessaat zu bewirken. Sein Plan wurde aber von dem Jedi Luke Skywalker vereitelt.[15] 27 NSY übernahmen die Yuuzhan Vong die Kontrolle über Kubindi und rotteten durch ihr Terraforming nahezu alle einheimischen Insektenarten aus, die von den Kubaz in den vorangegangenen Jahrtausenden kultiviert und neu erschaffen worden waren. Dadurch stand der überlebenden Bevölkerung kaum mehr Nahrung zur Verfügung, was zum Hungertod vieler Kubaz führte. Nach dem Ende des Yuuzhan-Vong-Kriegs kehrten die meisten überlebenden Kubaz zu ihrer Heimatwelt zurück, um abermals eine große Insektenpopulation aufzubauen und das Überleben ihres Volks zu sichern.[16]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

Die Insektikultur wurde erstmals in dem Rollenspielbuch Galaxy Guide 4: Alien Races von West End Games erwähnt und seitdem in einigen Werken im Zusammenhang mit den Kubaz aufgegriffen. In Romanen wie The Ghostling Children und Planet des Zwielichts wurde andeutungsweise, wenn auch ohne Nennung des Begriffs, auf die Technologie Bezug genommen. Im Rahmen der ersten Galaktischen Saison „Der Fremde von Kubindi“ des Online-Rollenspiels The Old Republic wurden im Jahr 2021 erstmals Bautenfarmen der Kubaz und Insektikultur-Labore grafisch dargestellt. Beides ist als Dekoration in dem Spiel erhältlich, nach deren Verwendung in einer Festung oder auf einem Flaggschiff ein Schalter betätigt werden kann, der einen Kodex-Eintrag über Insektikultur und den Bautenkrieg für den Spieler freischaltet.