Oskanischer Blutfresser

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Oskanischer Blutfresser.jpg
Oskanischer Blutfresser
Allgemeines
Heimatwelt:

Skye[1]

Kolonien:
Klasse:

Humanoider Mutant[1]

Designierung:

Nicht vernunftbegabt[1]

Ernährungstyp:
Art der Fortpflanzung:

Asexuelle, eingeschlechtliche Meiose[6]

Beschreibung
Hautfarbe:

Dunkelrot[1]

Durchschnittliche Größe:

2,50 Meter[7]

Besondere Merkmale:
  • Vier klingenartige Arme[7]
  • Schlund mit Saugrüsseln[6]
Weitere Daten
Erschaffen:

21 VSY[1]

Der Oskanische Blutfresser, oftmals nur als Oskaner bezeichnet, ist eine Spezies, die der arkanianische Mutant Zeta Magnus während der Klonkriege zum Schutz seiner Festung auf dem Planeten Skye durch genetische Experimente erschuf. Das Galaktische Imperium setzte die Tiere auf seinen Gefängniswelten aus, um die Gefangenen zu kontrollieren. Einige Verbrecherlords verwendete Oskanische Blutfresser für Tierkämpfe. Auf Tarnoonga versuchte die Geisteshexe S’ybll, einen Blutfresser einzusetzen, um den Jedi Luke Skywalker zu töten.

Beschreibung[Bearbeiten]

Der 2,50 Meter große Oskanische Blutfresser[7] besitzt einen humanoiden Körperbau mit zwei Beinen[6] und einem aufgeblähten Brustkorb. Seine rötliche Haut ist stellenweise mit einem Chitinpanzer überzogen,[1] der gegenüber herkömmlichen Waffen weitestgehend resistent ist, aber von Lichtschwertern[4] und Vibroklingen durchdrungen werden kann. Seine überdurchschnittlich starken Gliedmaßen können einen Menschen zerreißen. Die stämmigen Beine des Tieres enden in behuften Füßen[1] mit zwei Zehen.[6] Seine Armstümpfe sitzen an seinen muskulösen Schultern und enden in vier gebogenen, klingenförmigen Armen. Mit diesen scharfen Fortsätzen können die Tiere andere Wesen mit wenigen Schnitten zerteilen. Das Blut des Oskanischen Blutfresser ist schwarz und plasmaartig.[1] Eine Ansammlung von Muskeln und Knochen schützt die Augen des Tieres.[7] Anstelle eines Kopfes sitzt auf dem Hals der Tiere ein großer Schlund, der mit mehreren kreisförmigen Reihen spitzer Zähne besetzt ist[4] und ebenso wie seine Gliedmaßen einen tiefroten Schleim absondert.[1] Der Schlund selbst ist eine perforierte Ansammlung von Saugrüsseln, mit denen das Tier das Blut seiner Beute aufsaugt.[7] Die Blutfresser ernähren sich, indem sie ihre Beute nach ihrem Tod mit ihren Klingenarmen zerteilen.[1] Daraufhin saugen die Tiere die Blutlache um den verbleibenden Haufen von Fleischstücken mit ihren Saugrüsseln auf. Mit dieser Methode jagen sie jede Kreatur mit sauerstoffhaltigem Blut.[7] Manche Blutfresser schlitzen ihrem Gegner das Gesicht auf, um sich leichter an seinem Blut nähren zu können.[8]

Oskanische Blutfresser überfallen meist größere Säugetiere, um ihren Durst nach Blut zu stillen.[7] Menschen bilden ihre bevorzugte Nahrung.[4] Blutfresser geraten beim Anblick eines Menschen und anderen großen Säugern in Rage und beginnen, wilde Attacken mit ihren Klingenarmen zu führen. Sie verfügen nicht über sensible Sensororgane, gleichen aber ihren mangelhaften Spürsinn durch ihre Entschlossenheit aus: Wenn sie eine andere Kreatur vergeblich angegriffen haben, suchen Blutfresser für bis zu zwei Standardwochen nach dem entkommenen Widersacher.[6] Oskanische Blutfresser verfügen aufgrund ihrer genetischen Programmierung nur über primitive Instinkte. Seiner genetischen Programmierung folgend stößt ein Oskanischer Blutfresser vor einem Kampf einen lauten, durchdringenden Kampfschrei aus. Da er unfähig ist, seine eigene Existenz zu genießen, ist auch sein Verhalten nach siegreichen Kämpfen programmiert: Wenn ein Blutfresser einen Widersacher getötet hat, verfällt er in eine Reihe spasmischer Zuckungen, die zwar keine tiefere Bedeutung haben, jedoch stets in demselben, zuvor festgelegten Rhythmus erfolgen. Seine eigene Existenz ist für den Blutfresser sinn- und bedeutungslos.[1]

Unter den Oskanischen Blutfressern gibt es nur eine geringe genetische Abwechslung[7] sowie eine niedrige Mutationsrate.[6] Für diesen Umstand ist insbesondere ihre eingeschlechtliche Fortpflanzung durch Parthenogenese verantwortlich: Oskanische Blutfresser vermehren sich durch unbefruchtete Keimzellen, die sich durch Meiose teilen. Auf Zellebene sorgt eine effektive Methode zur Ausschließung von Fehlbildungen in der meiotischen Reproduktionsphase dafür, dass sich ihr genetisches Material kaum verändert.[7] Trotz dieser niedrigen Mutationsrate, die sich durch ihre Entstehung als genetische Experimente erklären lässt,[6] können Blutfresser unter unterschiedlichen klimatischen Bedingungen überleben.[7] Lediglich gegenüber Gravitationsunterschieden zeigen sich die Tiere empfindlich.[5]

Geschichte[Bearbeiten]

Schöpfung durch Zeta Magnus[Bearbeiten]

Halagad Ventor, Obi-Wan Kenobi und Anakin Skywalker kämpfen gegen Zeta Magnus' Oskanische Blutfresser.

Während der Klonkriege übernahm ein Klon des arkanianischen Mutanten Zeta Magnus im Auftrag der Sith-Lords Darth Sidious und Darth Tyranus die Kontrolle über den abgelegenen Planeten Skye, unterwarf die dort einheimischen S’kytri und verseuchte die Randwelt mit einer Krankheit. Zum Schutz seiner Festung auf dem Canaitith-Berg erschuf der Bio-Terrorist durch genetische Experimente die Oskanischen Blutfresser[1] als Kriegsbestien und Wächter[7] für sein Refugium. Aufgrund der annähernd trapezartigen Form ihres Schlundes benannte Magnus die Tiere nach dem Buchstaben Osk des galaktischen Standard-Alphabets Aurebesh. 13 Monate nach der Schlacht von Geonosis versuchten die Jedi Obi-Wan Kenobi, Anakin Skywalker und Halagad Ventor, Magnus’ Regime auf Skye zu stürzen. Der Patriarch der S’kytri, Klarymére, und seine Tochter Kharys führten die Jedi, die Kommandosoldaten der Tark-Einheit und eine Gruppe einheimischer Kämpfer in das Entyrmion, ein bei den Einheimischen als verflucht geltendes Höhlensystem unterhalb von Magnus’ Festung. Auf ihrem Weg begegnete ihnen ein durch Magnus’ Virus degenerierter S’kytri aus den Outland-Clans, der von einem Oskanischen Blutfresser aus Zeta Magnus’ Rudel verfolgt und gejagt wurde. Nachdem der Blutfresser den S’kytri getötet hatte, wurde die Gruppe von einem Dutzend weiterer Oskaner angegriffen, von denen die Jedi und die Republik-Kommandos mehrere vernichteten. Es gelang den Blutfressern jedoch, Klarymére tödlich zu verletzen. Da die Kreaturen in Überzahl waren, tötete der Kommandosoldat Nilo mehrere der Tiere mit einem Thermaldetonator, der über eine Sprengladung auf Disruptortechnologie der Klasse D verfügte. Über den bei der Explosion freigelegten Ausgang zum Fuß des Canaitith-Berges gelangte die Gruppe in Magnus’ Festung.[1]

Nach den Klonkriegen setzte das Galaktische Imperium Oskanische Blutfresser auf diversen Gefängniswelten als Wachkreaturen ein. Verbrecherlords wie der Hutt Jabba Desilijic Tiure ließen sie als Kampfbestien in Tier- oder Gladiatorenkämpfen gegeneinander oder gegen andere Tiere kämpfen. In Verlautbarungen des Imperiums zur Herkunft der Tiere wurde die Republik beschuldigt, die Oskanischen Blutfresser zur Zeit der Klonkriege zu Kriegszwecken gezüchtet zu haben.[7] Diese Informationen wurden von der Destabilization Branch des Operationsbüros im Imperialen Geheimdienst als Gerüchte verbreitet. Einige Zoologen begründeten Theorien zu ihrer Entstehung durch Genexperiment damit, dass die Tiere zwar in vielen Sternsystemen vorkämen, jedoch keine Rolle in der traditionellen Mythologie primitiver einheimischer Völker spielen. Zudem wurden ihre unwahrscheinlich guten körperlichen Voraussetzungen als Jäger als unnatürlich und ihr Einfluss auf die einheimischen Ökosysteme als marginal eingestuft.[6]

Im Besitz lokaler Verbrecherlords[Bearbeiten]

Nim Abeks Oskanischer Blutfresser greift Limna Yith an.

Im Jahr 5 VSY sollte der corellianische Schmuggler Han Solo einen Oskanischen Blutfresser für Jabba in dessen Minstrel-Klasse Raumyacht Sternenjuwel transportieren, den der Verbrecherlord als Kampfbestie in seinem Palast halten wollte. Bei einem Angriff durch die Drell-Piraten musste Solo mehrere schwierige Manöver fliegen. Die harten Kurswechsel verursachten Unwohlsein bei dem Blutfresser, sodass ihm Jabba zur Besänftigung eine seiner Tänzerinnen vorwerfen ließ. Nach ihrer Ankunft auf Tatooine wurde das Tier wohlbehalten in einen Käfig in Jabbas Palast gesperrt.[5] Im Jahr 3 NSY hielt der Nikto-Pirat Nim Abek in einem Käfig seiner Gladiatorenarena auf Ebene Vier seines Schmugglerhafens Abeks Station einen Oskanischen Blutfresser, dem er seine gefangengenommenen Widersacher oder besonders starke Kämpfer vorwarf. Die einzige Möglichkeit, sich gegen den Blutfresser zu verteidigen, bestand in einigen Vibro-Waffen, die an der Wand der Arena hingen.[2] Als der kerestianische Agent Limna Yith im Auftrag des Verbrechersyndikats Schwarze Sonne versuchte, die Station zu zerstören, ließ Abek den Saboteur und die von ihm angeworbenen Söldner gefangen nehmen und dem Oskanischen Blutfresser vorwerfen. Es gelang ihnen, das Tier zu töten und den Nikto so zu beeindrucken, dass er befahl, Yith zu ihm zu bringen.[10] Einige Zeit später befreiten Mitglieder der Piratenbande Geißel unter Chalmer Trillilis Führung einen Oskanischen Blutfresser aus einem imperialen Raumschiff. Seitdem fungierte das Tier als Leibwächter des Bandenchefs im Versteck der Gruppe auf dem Planeten Dega. Als eine Gruppe von Rebellen versuchte, das Versteck der Geißel zu infiltrieren und von den Piraten gefangene Widerstandskämpfer zu befreien, wurden die Eindringlinge von dem Blutfresser angegriffen. Es gelang ihnen jedoch, das Tier zu töten und die Gefangenen zu befreien.[3]

Das Galaktische Imperium unterhielt auf der Wasserwelt Tarnoonga einen Außenposten, in dem sieben Oskanische Blutfresser gehalten wurden. Die Imperialen ließen die Tiere bei der Aufgabe der Garnison zurück. Im Jahr 4 NSY erkundeten die Späher Levlonn und Frija Torlock den Außenposten im Auftrag der Rebellen-Allianz. Dort wurden sie von einem der Oskanischen Blutfresser attackiert. Die Geisteshexe S’ybll griff in den Kampf ein und tötete das Tier mit ihrem Lichtschwert, um den Rebellen und Jedi Luke Skywalker auf sich aufmerksam zu machen und ihn nach Tarnoonga zu locken. Dort wollte sie ihm eine Falle stellen und seine Lebensenergie entziehen. Sie nahm die zwei Rebellen gefangen und wartete darauf, dass Skywalker den Planeten aufsuchte, um die Späher zu suchen. Als Skywalker auf Tanoonga einen von S’ybll platzierten Transmitter fand, griff ihn ein weiterer Blutfresser an. Mit seinem Lichtschwert konnte der Jedi die ersten Angriffe des Tiers abwehren, bevor S’ybll in den Kampf eingriff. Als der Blutfresser die Geisteshexe bewusstlos schlug, verletzte ihn Skywalker mit seinem Lichtschwert so schwer, dass er mit dem zu Boden gefallenen Lichtschwert der Geisteshexe die Flucht ergriff. Skywalker und S’ybll wurden daraufhin von weiteren Blutfressern angegriffen und flohen vor den Tieren in den imperialen Außenposten. Dort täuschte die Geisteshexe mithilfe der Macht vor, von einem weiteren Blutfresser attackiert zu werden. Allerdings durchschaute Skywalker das Trugbild. Daraufhin warf sie ihn in eine Grube, in der sie die beiden Späher der Rebellen-Allianz und einen Oskanischer Blutfresser gefangen hielt. S’ybll erzeugte gegenüber dem Blutfresser die Illusion eines Käfigs, um ihn davon abzuhalten, die Kundschafter anzugreifen. Als sie das Trugbild aufhob und das Tier befreite, gelang es Skywalker, den Blutfresser mit seinem Lichtschwert zu töten.[4]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  • Der Oskanische Blutfresser wurde für das 1994 veröffentlichte Rollenspielwerk Creatures of the Galaxy entworfen. Während die Illustrationen in solchen Werken üblicherweise nach einem vorgegebenen Manuskript entstehen, basieren die Einträge in diesem Sachbuch auf den vorher angefertigten Konzeptzeichnungen. Den Beitrag zu den Oskanischen Blutfressern verfasste Chuck Truett auf Grundlage einer Zeichnung von Tim Bobko. Sie sind eine der wenigen in Creatures of the Galaxy eingeführten Spezies, die anschließend erneut offiziellen Star-Wars-Werken – in Rollenspiel-Büchern wie Secrets of the Sisar Run oder Operation: Elrood, in drei Romanen sowie in Abel G. Peñas Novelle SkyeWalker: A Clone Wars Story – verwendet wurden.
  • SkyeWalkers erklärt, dass Zeta Magnus die Oskanischen Blutfresser zu Beginn der Klonkriege erschafft. In Creatures of the Galaxy werden sie jedoch als imperiale Schöpfung bezeichnet. Da das Rollenspielwerk seine Ausführungen als Gerücht deklariert, wählt dieser Artikel die Darstellung aus der Novelle.
  • In dem Roman Darth Maul – In Eisen tritt ein kleinwüchsiger oskanischer Blutfresser als Leibwächter des Hutts Jabba auf und liefert sich einen Kampf mit einer gamorreanischen Wache. Allerdings wird seine Spezies SkyeWalkers zufolge erst etwa ein Jahrzehnt später von Zeta Magnus entwickelt.