Ranphyx

Aus Jedipedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ranphyx.jpg
Ranphyx
Allgemeines
Heimatwelt:

Elom[1]

Klasse:

Säugetiere[1]

Designierung:

nicht vernunftbegabt[1]

Lebensraum:
Ernährungstyp:
  • Grundsätzlich Fleischfresser[1]
  • Nötigenfalls auch Pflanzen- und Aasfresser[1]
Sprache:

Sprache der Ranphyx[1]

Beschreibung
Haarfarbe:
  • Gelbbraun[1]
  • Cremefarben[1]
  • Dunkelgrau[1]
  • Farbwechselnder Schwanz[1]
Durchschnittliche Größe:
  • 1,50 bis 2 Meter lang[1]
  • 80 Zentimeter Schulterhöhe[1]

Der Ranphyx ist ein katzenartiges Raubtier von dem Planeten Elom, das die Wüstenregionen und Gebirgsketten abseits der Zivilisation der Elomin bevölkert. Ranphyx gelten zusammen mit den Cherfers als Spitzenprädatoren ihrer Heimatwelt. Die Rudeltiere greifen ihre Beute meist aus dem Hinterhalt an und bevorzugen lebendige Nahrung, wenngleich sie gelegentlich auch auf Aas oder Pflanzen ausweichen. Obwohl die Spezies als nicht vernunftbegabt klassifiziert wird, sind Ranphyx vergleichsweise intelligent. So verständigen sie sich untereinander mittels einer rudimentären Sprache und verfügen über eine ausgeprägte Sozialstruktur. Im Kampf um die Vorherrschaft in ihren Rudeln, dem Rang des kzenka, bekämpfen sich die stärksten Ranphyx jeder Herde etwa alle fünf Jahre gegenseitig, wodurch ihre Population gering bleibt. Einige Ranphyx freundeten sich mit Elominfrauen an und teilten ihr Revier mit ihnen. Während der Separatistenkrise benannte sich eine Schmetterballmannschaft von Elom als die Ranphyxes.

Beschreibung[Bearbeiten]

Der Ranphyx ist ein 1,50 bis 2 Meter langes, katzenartiges Raubtier mit einer Schulterhöhe von etwa 80 Zentimetern. Er verfügt über je zwei behufte Vorder- und Hinterläufe mit einer zusätzlichen Zehe an den Außenseiten. Dank seiner langen, nach oben aufstehenden Ohren besitzt er ein ausgezeichnetes Gehör. Darüber hinaus besitzt er einen ausgeprägten Geruchssinn. Aus seiner Stirn und seinen Schläfen ragen drei leicht gekrümmte, nach vorn gerichtete Hörner. Darüber hinaus verfügt er über zwei dünne Hornfortsäütze, die aus seinem Unterkiefer wachsen. Aus seinem Maul ragen mehrere gekrümmte Fangzähne. Das Fell der Ranphyx ist meist gelbbraun, wenngleich die Färbung je nach Jagdrevier variiert und auch ins Cremefarbene oder Dunkelgraue changieren kann. Manche Rudel haben gefleckte oder gesprenkelte Fellmuster,[1] die es ihnen als eine Form der natürlichen Tarnung erlauben, sich im Unterholz versteckt zu halten.[3] Der unbehaarte Schwanz des Ranphyx endet zweigeteilt, was viele Xenobiologen vor ein Rätsel stellt. Verbreiteten Theorien zufolge hilft diese besondere Form dem Tier dabei, Wärme abzuführen. Die Elomin behaupten, dass sich die Farbe des Schwanzes mit den Emotionen des Tiers verändert. So erscheint er dunkelgrün, wenn der Ranphyx verärgert ist, während ein stumpfes Rot Zufriedenheit ausdrückt.[1]

Sie sind herausragende Fährtenleser und verfügen über eine besondere Begabung dafür, ihre Beute aus dem Hinterhalt anzugreifen. Dazu tragen insbesondere ihr kaum wahrnehmbares Anschleichen und ihr Talent, sich kaum auffindbar im Verborgenen zu halten, bei. Obwohl sie lebendige Beute bevorzugen, haben Ranphyx keinerlei Probleme damit, an Pflanzen zu weiden oder Aas zu fressen. Jedes Wesen, das ihren Weg kreuzt, ist für sie ein Beutetier. Obwohl sie furchteinflößende Raubtiere sind, nähern sich Ranphyx nur selten und nur nachts den Siedlungen der Elomin. Im Vergleich zu den wesentlich aggressiveren Cherfers gelten sie daher als relativ ungefährlich. Die katzenartigen Raubtiere sind zwar nicht im herkömmlichen Sinne vernunfbegabt, gelten jedoch als vergleichsweise intelligent. Sie verständigen sich mittels einer relativ komplexen Sprache, die sich aus verschiedenen Bell-, Knurr-, Heul- und Schnurrlauten zusammensetzt. Die Ranphyx leben in den unberührten Wüstenebenen und den kleinen Gebirgszügen von Elom, wo sie die Spitze der Nahrungskette bilden.[1] Insbesondere in den Höhenlagen des A’driannamieq-Gebirges, das eine natürliche Barriere für die Expansion der Elomin-Zivilisation bildet, leben zahlreiche Exemplare.[2] Allerdings werden sie gelegentlich von Cherfers angegriffen, wenn die Nahrung der ebenfalls in Herden organisierten Huftiere knapp wird. Sie sind grundsätzlich Herdentiere, die in kleinen, nomadischen Gruppen über das offene Terrain wandern und sich gelegentlich zu ihrem Schutz Erdlöcher graben oder nach natürlichen Höhlen suchen. Ihre Herden bestehen meist aus zwischen zehn und 15 ausgewachsenen Tieren, während die im Gebirge lebenden Gruppen meist etwas kleiner sind.[1] Ihre vergleichsweise große Zahl verleiht ihnen auf der Jagd Überlegenheit gegenüber ihrer Beute.[3] Sie verfügen über eine ausgeprägte soziale Struktur mit einem klaren Anführer, dem kzenka. Diese Position wird durchschnittlich alle fünf Jahre neu besetzt. Jede Ranphyx-Herde weiß instinktiv, wann es an der Zeit ist, einen neuen kzenka zu bestimmen. Die größten Tiere des Rudels kämpfen anschließend um die Vorherrschaft und das Privileg, die Herde anzuführen. Zwar enden diese Kämpfe selten tödlich, jedoch sterben viele Ranphyx später an den Verletzungen aus den Duellen um die Führerschaft. Das Tier, das sich dabei als das stärkste herausstellt – unabhängig von seinem Geschlecht –, wird daraufhin der neue kzenka. Die Kämpfe um die Rudelführung tragen ebenso wie die Strapazen der Jagd dazu bei, dass die Population innerhalb des Rudels stets niedrig bleibt. Jungtiere werden meist in Würfen von zwei Säuglingen geboren, nachdem sie von der Mutter für etwa sechs Standardmonate ausgetragen wurden. Im Vergleich zu anderen wilden Tieren wachsen junge Ranphyx relativ langsam auf. Sie wachsen erst nach etwa vier Standardjahren aus. Während dieser Zeit lehrt ihnen die gesamte Herde, gleich ob Muttertier oder kzenka, die Grundlagen der Jagd, des Fährtenlesens, der Kommunikation sowie das Überleben in der Wildnis.[1] Bereits als Jungtiere jagen Ranphyx gemeinsam mit dem gesamten Rudel.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Mit dem Ranphyx entwickelte sich auf Elom ein zweiter Spitzenprädator neben dem Cherfer. Obwohl die Zivilisation der Elomin weite Teile der verfügbaren Landfläche Eloms mit Bergbauanlagen und Farmen belegte, blieben noch große Gebiete unbesiedelter Wildnis zurück, die den Ranphyx als Jagdreviere dienen. Die Elomin vermeiden es grundsätzlich, diese Bereiche ihrer Heimatwelt zu bereisen, um keine Begegnungen mit den Ranphyx zu riskieren. Die Ranphyx ihrerseits nähern sich nur selten und im Schutze der Nacht den Siedlungen der Elomin. In einigen Fällen gelang es den Elomin, in friedlicher Koexistenz mit den Ranphyx-Rudeln ihrer Umgebung zu leben. Insbesondere in der Mythologie der Elomin ist oftmals von einer starken Verbundenheit der Ranphyx mit den Elomin die Rede. Obwohl sich die Ranphyx als Wildtiere entgegen dieser Erzählungen nur schwer domestizieren lassen, freundeten sich einige Elominfrauen mit einzelnen Ranphyx an, die ihnen als tierische Begleiter zur Seite standen, auf die sie auch in Notsituationen zählen konnten. Die Tiere schienen ihr Revier mit ihren Elomin-Meisterinnen zu teilen und sie mehr als Partnerinnen denn als Halterinnen anzusehen. Die wenigen Elomin, denen eine derartige Freundschaft zuteil wurde, wurden mit übernatürlichen Fähigkeiten in Verbindung gebracht und in der Gesellschaft der Spezies mit einer Mischung aus Furcht und Respekt behandelt.[1] Als eine Gruppe findiger Elomin das A’driannamieq-Gebirge überquerte, um die Gebiete jenseits der Grenzen der Elomin-Zivilisation auszuloten, mussten sie sich zahlreichen wilden Ranphyx erwehren und überlebten diverse Lawinen, bevor sie in die Wüstengebiete vordrangen, die von den Elom, der zweiten vernunftbegabten Spezies des Planeten, bevölkert wurden.[2]

Im Vorfeld des Dritten Galaktischen Krieges versagte der Trägheitskompensator an Bord des Raumschiffs eines Schmugglers des Verbrechersyndikats Exchange auf dem Weg durch den Sertar-Sektor auf dem Weg zurück nach Centares. Daraufhin vollzog er eine Notlandung in den Bergen von Elom. Während er den Trägheitskompensator reparierte, näherte sich ihm ein Rudel von Ranphyx und kreiste sein Schiff ein. Obwohl er zunächst erwog, gegen die Tiere zu kämpfen, um eines von ihnen als Geschenk an seinen Vorgesetzten zu erlegen, entschied er sich angesichts ihrer Überzahl dazu, sein Schiff zu starten und Elom zu verlassen. Später berichtete er in einer Notiz an einen Freund von dem Vorfall.[3] Im Jahr 3.625 VSY entdeckte der Sith-Lord Darth Malgus auf Elom eine zerstörte Sith-Festung wieder, die aus sämtlichen Aufzeichnungen getilgt worden war. Um Gerüchten, denen zufolge Malgus auf der Jagd nach alten Relikten etwas gefunden habe, das für die Zukunft der Jedi und Sith von entscheidender Bedeutung sein konnte, nachzugehen, entsandten die Galaktische Republik und das Sith-Imperium Aufklärungstrupps nach Elom.[4] In seinem Bericht an den Einsatztrupp Nova warnte der Jedi-Meister Denolm Orr vor den Ranphyx als mögliche Gefahr für die republikanischen Einheiten und empfahl den Einsatz von Waffen gegen die Tiere.[5] Beide Gruppen trafen während ihrer Jagd auf Malgus auf zahlreiche Ranphyx, darunter ein übergroßes Exemplar, das sie töten mussten, um ihren Weg fortsetzen zu können.[4]

Während der Klonkriege benannte sich ein Schmetterballteam der Elomin als die Ranphyxes und trat in einer galaxisweiten Juniorenliga an. Allerdings verlor die Mannschaft am 13:2:28 mit 4:2 gegen die Corellian Dreadnaughts, was den Sportanalysten Kav Muja dazu bewegte, die Ausbildung von Außenweltlern im Schmetterball auf Elom infrage zu stellen.[6] Zwei Monate später stand Zegret Wan, der Kapitän der Ranphyxes, kurz davor, den historischen Rekord von 50 Toren in 50 Spielen aufzustellen.[7]

Der Ranphyx war eine von über 60 Arten, die das Tagge Holographic Museum auf Chandrila während des Galaktischen Bürgerkrieges in der holografischen Ausstellung Creatures of the Galaxy über die Reichhaltigkeit der galaktischen Fauna zeigte. Eine Broschüre für die Besucher beschrieb die ausgewählten Tiere als einige der vielfältigsten und interessantesten Lebensformen auf den tausenden Welten des Galaktischen Imperiums. Jedes der holografischen Ausstellungsstücke wurde in einem begleitenden Datenblatt näher vorgestellt.[1] Das Lachen des Piratenkapitäns Zothip ähnelte dem Bellen eines einsamen Ranphyx.[8]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  • Der Ranphyx wurde für das 1994 veröffentlichte Sachbuch Creatures of the Galaxy zum Star-Wars-Rollenspiel von West End Games entwickelt. Während die Illustrationen in solchen Werken üblicherweise auf Grundlage eines vorgegebenen Manuskripts entstehen, basieren die Einträge in diesem Sachbuch auf den vorher angefertigten Konzeptzeichnungen. Den Beitrag über den Ranphyx verfasste Phil Brucato auf Grundlage einer Zeichnung und eines Grundkonzepts von Mike Vilardi. Da aus dem Sachbuch nicht hervorgeht, welches grammatikalische Geschlecht der Name der Tierart hat, verwendet dieser Artikel das generische Maskulinum.
  • In der deutschen Fassung des Romans Schatten der Vergangenheit wird das Tier fälschlich als „Ramphyx“ bezeichnet.
  • Der Ranphyx ist eine der wenigen in Creatures of the Galaxy eingeführten Spezies, die anschließend erneut in einem offiziellen Star-Wars-Werk – dem Rollenspiel-Regelwerk Galaxy Guide 12: Aliens – Enemies and Allies, dem Roman Schatten der Vergangenheit sowie den HoloNet News – herangezogen wurden. In den HoloNet News, die von dem langjährigen Autor des West-End-Games-Rollenspiels Pablo Hidalgo mitverfasst wurden, dienen die Ranphyx als Namensgeber einer Schmetterballmannschaft.
  • Am 1. Juli 2021 wurde im Rahmen eines Entwicklerlivestreams die neue Erweiterung Legacy of the Sith für das Online-Rollenspiel The Old Republic für das Jahresende angekündigt. Dabei wurde unter anderem bekannt gegeben, dass mit dem Start der Erweiterung ein neuer Mehrspieler-Flashpoint auf dem Planeten Elom implementiert werden würde. Auf dem öffentlichen Testserver des Spiels, der in der Folgewoche verfügbar gemacht wurde, ist der Flashpoint in seinen Grundzügen bereits enthalten. Als erster Bossgegner wird ein übergroßer Ranphyx dienen. Bislang wird für das Tier noch das Animationsmodell eines Pitarr, einer Tierart von Onderon benutzt. Es ist unklar, ob es sich dabei lediglich um einen Platzhalter handelt oder das Modell tatsächlich auch für den Ranphyx benutzt werden wird.