Republikanische Verteidigungskoalition

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Republikanische Verteidigungskoalition
Allgemeines
Mitglieder:
Rolle:

Verteidigungsbündnis der Galaktischen Republik[1]

Ausstattung
Raumschiffe:
Historische Informationen
Einsätze:

Schlacht von Kur[1]

Zugehörigkeit:

Galaktische Republik[1]

Die Republikanische Verteidigungskoalition, kurz RVK, war ein Militärbündnis, das von der Galaktischen Republik vertraglich mit einigen ihrer Mitgliedswelten vereinbart wurde. Zu den bedeutenden Mitgliedern des Bündnisses zählten Chandrila, Alderaan und Corellia. Zweck der RVK war es, im Falle eines größeren Konfliktes eine gemeinsame Armee und Flotte der Mitgliedswelten unter republikanischer Befehlsgewalt aufzustellen, während die Republik in Friedenszeiten keine eigenen, zentralen Streitkräfte unterhalten musste.

Geschichte

Entstehung des Bündnisses

Über Jahrtausende hinweg hatten die Alte Republik und der Jedi-Orden Konflikte mit den Sith ausgefochten. Etwa 1032 VSY endete der letzte große Konflikt dieser Epoche mit einem Sieg der Jedi über die Sith, nach dem man davon ausging, die Sith endgültig ausgelöscht zu haben.[2] Das Ende dieses Krieges stellte einen Wendepunkt in der Geschichte dar, an dem sich die Alte Republik zur Galaktischen Republik wandelte[3] und nach dem Ende des Sith-Imperiums die Demokratie ausrief.[4] Von ihre zurückgewonnenen Hauptwelt Coruscant aus[3] begannen die Republik und der Jedi-Orden den Wiederaufbau und der Galaktische Senat wurde als gesetzgebendes politisches Gremium ins Leben gerufen.[4] Die Jedi wurden zu einem Teil der republikanischen Judikative und blieben dem Senat unterstellt, der Jedi zu Verhandlungen entsendete, wenn lokale Sicherheitskräfte in einem System nicht in der Lage waren, einen Konflikt zu vermitteln, oder eine lokale Auseinandersetzung in andere Regionen übergriff.[2] Die enge Zusammenarbeit des Jedi-Ordens mit der Republik und dem Senat sorgte dafür, dass in den folgenden Jahrhunderten keine großen Konflikte mehr entstanden.[4]

Dies ermöglichte es der Republik abzurüsten, da ein stehendes republikanisches Heer und eine zentrale Flotte nicht länger benötigt wurden, um den Frieden zu bewahren. Um in Notlagen jedoch weiterhin eine schlagkräftige Flotte zur Verfügung zu haben, wurde die Republikanische Verteidigungskoalition gegründet. Hierfür schloss die Regierung der Republik ein Abkommen mit zahlreichen Mitgliedswelten, in dem diese zusicherten, im Verteidigungsfall Truppen und Kampfschiffe für die Republik zur Verfügung zu stellen. Damit waren hauptsächlich lokale planetarische oder systemische Einsatzkräfte für Sicherungsaufgaben und Beilegung kleinerer Konflikte zuständig.[1] Als die Republik ab etwa 300 VSY in ihrer Blütezeit stand,[2] wurden politische Entscheidungen im friedlichen Konsens der Mitgliedswelten getroffen. Für weite Teile der Bevölkerung – und selbst des Militärs – im Einflussgebiet der Republik waren Kriege zur Zeit der Kanzlerschaft Lina Sohs kaum mehr vorstellbar. Zu dieser Zeit verfügte die Republik nur noch über eine kleine, von der RVK verwaltete Friedensflotte, deren Kernstück um das Jahr 232 VSY mehrere Kreuzer der Emissary-Klasse bildeten, die von diversen kleineren taktischen Schiffen unterstützt wurden. Weitere Kampfschiffe, auf die die RVK über ihre Mitglieder zurückgreifen konnte, waren Kreuzer der Pacifier-Klasse, die neu entwickelten Lazarettfregatten der Salvation-Klasse, Langträger und Z-28 Skywings.[1]

Hyperraumkrise

Ein Langträger der RVK im Einsatz im Hetzal-System

232 VSY kam es zu einem Hyperraumunglück, als der modulare Frachttransporter Legacy Run im Hyperraum auf ein Schiff der Nihil traf und durch das Ausweichmanöver zerstört wurde. Die Trümmer der Legacy Run begannen daraufhin an verschiedenen Stellen aus dem Hyperraum zu fallen. Die Trümmerteile stellten eine Gefahr nicht nur für den Reiseverkehr, sondern für ganze Sternsysteme dar, da der Einschlag eines solchen, beinahe auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigten Trümmerstücks Planetenbevölkerungen auslöschen konnte. Die ersten Trümmer erschienen im Hetzal-System, durch dessen Notruf die Republik erstmals auf die Ereignisse aufmerksam wurde. Da sich der Emissary-Kreuzer Third Horizon unter Admiral Pevel Kronara anlässlich einer Konklave auf der nahezu fertiggestellten Starlight-Station unweit des Systems aufhielt, unterstützte das Schiff die dortigen Evakuierungsbemühungen. Dafür gab Kronara, einer der hochrangigsten Offiziere der RVK, das Kommando an die Jedi-Meisterin Avar Kriss ab, der es mit Hilfe der zahlreichen an Bord befindlichen Jedi und den Langträgern der Republik gelang, den Großteil der Trümmer zu beseitigen. Allerdings entdeckten sie ein Frachtabteil der Legacy Run, welches mit hochexplosivem Tibanna gefüllt war und sich auf Kollisionskurs mit einem Stern des System befand. Die drohende Destabilisierung des Sterns durch eine Tibanna-Explosion bedrohte das gesamte System und Avar Kriss wies Admiral Kronara an, sich mit der Third Horizon und allen weiteren Truppen zurückzuziehen, während die Jedi zurückblieben. Es gelang den Jedi, die Katastrophe abzuwenden, woraufhin die Führungskräfte nach Coruscant zurückkehrten, um einer Lagebesprechung mit Kanzlerin Lina Soh beizuwohnen. In den Tagen, die in der Zwischenzeit vergangen waren, hatte es bereits 15 weitere Emergenzen, wie die Austritte von Trümmerteilen genannt wurden, gegeben, allerdings kannte die Republik die Ursachen für den Unfall der Legacy Run nach wie vor nicht. Die Kanzlerin richtete daher ein Hyperraumreiseverbot im Umkreis von 500 Parsecs um das Hetzal-System ein und beauftragte Admiral Kronara, Teile der RVK-Streitkräfte zu mobilisieren, um diese Flugverbote durchzusetzen. Kronara kam dem Befehl nach, wobei die Mobilisierung für diese Aufgabe einen der größten Einsätze für die Koalition darstellte, den es in den vergangenen Jahrzehnten gegeben hatte.[1]

Im Verlauf der nächsten Wochen kam es insgesamt zu 40 Emergenzen, von denen ein Einschlag auf einem bewohnten Mond von Eriadu rund 1,2 Milliarden Opfer forderte. Doch als die Republik den Flugschreiber der Legacy Run barg, bestätigten dessen Aufzeichnungen, dass ein Schiff der Nihil mit für das Unglück verantwortlich war. Die Nihil waren eine Gruppe von Piraten, die im Äußeren Rand aktiv waren und bis dahin für ein lokales Problem gehalten worden waren. Allerdings waren die Nihil in den Wochen seit dem Unglück bereits mehrfach mit republikanischen Einsatzkräften zusammengestoßen und es hatte den Anschein gehabt, als wüssten sie – anders als die Republik, die erst nach aufwändigen Berechnungen entsprechende Prognosen aufstellen konnten – wo und wann es zu Emergenzen kommen würde. Da für Kanzlerin Soh nunmehr sicher schien, dass die Nihil verantwortlich für die Krise waren, gab sie den Befehl, die Republikanische Verteidigungskoalition kampfbereit zu machen und die Piraten zu bekämpfen. Nachdem die Auswertung der Flugschreiberdaten einen Rückschluss auf die Flugbahn des Nihil-Schiffes gegeben hatte, vermutete man die gegnerische Flotte beim Kur-Nebel. Admiral Kronara übernahm die militärische Leitung der Operation, für die viele der Bündniswelten bereitwillig Truppen zur Verfügung stellten, um zu den Vergeltungsmaßnahmen für die Verluste auf Eriadu beizutragen. Der Third Horizon schlossen sich fünf Pacifier-Kreuzer und eine große Zahl kleinerer Schiffe sowie das Jedi-Schiff Ataraxia an. Außerdem wurde die RVK von einem Kampfverband der Eriaduaner unterstützt, auch wenn diese nicht zu den Bündniswelten gehörten.[1]

Als die Flotte den Nebel erreichte, fanden sie dort einen Kampfverband der Nihil vor, dessen Fluchtwege sie blockierten. Allerdings unterschätzte Admiral Kronara seine Gegner, die sich der RVK-Flotte mit vielen Tricks und unehrenhaften Taktiken erwehrten und den republikanischen Schiffen schwere Verluste beibrachten. Tatsächlich stellten die Nihil am Kur-Nebel auch nur ein Bauernopfer des aufstrebenden Nihil-Anführers Marchion Ro dar, der sich eines Widersachers entledigen und die Republik von seiner Spur abbringen wollte. Mittels eines speziellen Kommandos übernahm Ro während der Kämpfe die Kontrolle über die Nihil-Schiffe und ließ diese zahllose Mikro-Hyperraumsprünge unternehmen, die sie quer über das Schlachtfeld katapultierten, bis sie abgeschossen wurden oder mit republikanischen Schiffen kollidierten. Nachdem die RVK die Kreuzer Yekkabird und ‎Marillion sowie zahlreiche kleinere Schiffe verloren hatte, endete der Kampf, als das letzte Piratenschiff zerstört wurde. Kurz darauf hob die Kanzlerin die Reisebeschränkungen auf und die Starlight-Station, ein neuer, prestigeträchtiger Außenposten der Republik im Äußeren Rand, wurde eröffnet, wobei Admiral Kronara mit mehreren anderen Mitgliedern der Koalition der Zeremonie beiwohnte.[1]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]