Zirtrans Anker

Aus Jedipedia
Wechseln zu: Navigation, Suche

Zirtrans Anker war eine Art Raumstation, die sich aus zahlreichen Raumschiffen zusammensetzte und in ihrer Beschaffung einzigartig war. Gegründet wurde sie von den Zirtran-Brüdern, die jedoch wenig mit der Erschaffung selbst zu tun hatten. Erst durch die Geelan wurde die Station zu einem Erfolg. Zirtrans Anker war eine Zuflucht und Handelszentrum für Schmuggler und andere Raumfahrer, und da weder Spezies noch Zugehörigkeit dort eine Rolle spielten, wurde sie zur Zeit der Durchsetzung der Menschlichen Hochkultur durch das Imperium sehr beliebt unter Aliens jeglicher Art.

Anfangs noch im Besberra-System aufzufinden, verschwand die Station über mehrere Jahre spurlos und ohne Erklärung, nachdem das Imperium einen Versuch startete, sie unter seine Kontrolle zu bringen. Nachdem sie dann im Phosphura Belt Nebula wieder auftauchte, fand man sie als Geisterschiff vor, sie wurde jedoch erneut von den Geelan übernommen und wuchs stets weiter an, wenn auch das Imperium keine weiteren Versuche zur Kontrolle mehr unternahm.

Die Station setzte sich aus beinahe zahllosen kleinen und großen Schiffen zusammen, darunter die Destiny, die Rusted Cutlass II, die Laughing Sullustan und die Death Mark. Die ursprüngliche Rusted Cutlass tauchte nach dem Verschwinden von Zirtrans Anker nicht wieder auf. Der Ursprung der Station war die KV-29233-44B, ein Prototyp eines großen Transportschiffs, der auch später als Zentrum der Station diente.

Beschreibung[Bearbeiten]

Allgemeines[Bearbeiten]

Die Raumstation Zirtrans Anker war in ihrer Beschaffenheit deshalb einzigartig, da sie sich aus mehreren Raumschiffen und anderen Weltraumvehikeln zusammen tat, die über Drucktunnel und andere Durchgänge mit einander verbunden waren, womit sie ein Gesamtbild darstellten. Die Station diente über ihre gesamte Zeit hinweg als Handelsparadies für Schmuggler und Freihändler sowie viele andere Raumfahrer in der Galaxis, und aufgrund der geringen Präsenz des Imperiums war sie äußerst beliebt. Die Geschichten über das plötzliche und unerklärliche Verschwinden und spätere Wiederauftauchen - abzüglich der gesamten Besatzung - schreckte auf der anderen Seite viele davon ab, sie aufzusuchen. Geleitet wurde die Station von zahlreichen Stammesnestern der Geelan, einer Spezies von Needan, die sich dort sowohl vor als auch nach dem Verschwinden niedergelassen hatten. Die Aliens hatten ein besonderes Gespür und eine Vorliebe für Geschäfte, hatten jedoch auch ihre eigene Art diese zu führen.[1]

Zirtrans Anker hatte als Raumhafen den Status eines Fringe Ports, was bedeutete, dass er zwar in gewisser Hinsicht legal war, jedoch von Personal betrieben wurde, das als korrupt zu bezeichnen war, vom Standpunkt des Imperiums zumindest.[3] Nach seinem ersten, gescheiterten Versuch, die Raumstation zu kontrollieren, wagte das Imperium jedoch nicht, seine Präsenz über das geringe vorhandene Maß zu steigern. Dies war für die Gesetzlosen, die den Raumhafen favorisierten, geradezu eine Einladung, und die Umstände, die das Imperium abhielten, eine Absicherung. Die Station wurde von Besuchern äußerlich oft mit einer Insektenkolonie verglichen. Sie wurde von einer Golan-Verteidigungsstation gegen mögliche Angriffe geschützt, die jedoch während der gesamten Geschichte niemals stattfanden. Es war davon auszugehen, dass auch einige der zur Station gehörenden Schiffe noch funktionierende Schilde hatten und über Bordkanonen verfügten, womit die Station sich auch selbst hätte verteidigen können.[1]

Die Station war sehr ungleichmäßig und grob betrachtet in vier unterschiedliche Sektoren aufgeteilt, die jeweils mehrere Schiffe und Sehenswürdigkeiten beinhalteten. Alle größeren Zollinspektionen und Andock-Möglichkeiten fanden sich im so genannten Knotenpunkt, der in Sektor Alpha gelegen war, dennoch erlaubten einige unabhängige Dritte den Besuchern, direkt an ihre Schiffe anzudocken. Diese Schiffe gehörten zwar zur Station, es handelte sich jedoch um Bereiche, auf die Defensus Solar keinen Einfluss hatte und wo es keine Beschränkungen dahingehend gab, wer unter welchen Voraussetzungen andocken durfte. Der Nachteil für die Besucher war, dass sie dies auf eigene Gefahr taten.[1]

Sektor Alpha[Bearbeiten]

Im Zentrum der Station lag das, was als der Knotenpunkt bekannt wurde und ursprünglich das Transportschiff KV-29233-44B gewesen war, der erste und ursprüngliche Teil der Station, den die Zirtran-Brüder besessen hatten. Durch die ganzen Gänge und Kammern, die hinein und hinaus führten war es kaum mehr als Schiff zu erkennen. Es diente als das Zentrum des Geschehens auf der Station. Ein großer Teil des Inneren dieses Bereichs diente den Geelan als Arbeits- und Wohnbereich. Der untere Teil bot Dockbuchten sowie Reparaturanlagen und andere essentielle Dinge, die für die Funktion der Station als Raumhafen dienten. Die meisten Besucher nutzten diesen Teil als Dreh- und Angelpunkt, weshalb er seinen Namen hatte, und dockten dort an, mussten jedoch die Kontrollen durch die Imperiale Zollbehörde passieren, bevor sie in andere Sektoren weiter konnten. Außerdem mussten sie sich, wenn sie die Inspektionen der Zollbehörde hinter sich hatten, vor Defensus Solar verantworten. Der Hauptgang des Knotenpunktes durchquert diesen vom einen Ende bis zum anderen und gilt als eine der wichtigsten Passagen überhaupt. Inoffiziell wird sie die „Rückgratpassage“ genannt. Entlang dieser wichtigen Passage eröffneten sehr viele Händler ihre Geschäfte, einige Kopfgeldjäger und Freibeuter hatten dort zudem ihre „Büros“.[1]

Die mit Abstand bekannteste und beliebteste Einrichtung entlang der Passage, die für Erholung, Unterhaltung und Glücksspiel eingerichtet waren, war das Chabak's. Der ursprüngliche Besitzer, Chabak, war mitsamt der restlichen ursprünglichen Besatzung verschwunden. Quink und Padda, Verwandte des Twi'leks, hatten die Kasino-Cantina seither übernommen und leiteten sie an seiner Stelle. Pandors Hydrospanner war eine weitere Einrichtung innerhalb dieses Bereichs, ein Teil einer erfolgreichen Kette von Reparaturläden, die auf zahlreichen Raumhäfen in der Galaxis anzutreffen waren. Raumfahrer konnten hier nicht nur ihre Schiffe reparieren lassen, sondern auch Modifikationen vornehmen lassen, allerdings nur auf legaler Ebene.[1]

Sektor Beta[Bearbeiten]

In Sektor Beta hatten sich Defensus Solar niedergelassen, auf einem alten Schiff der Galaktischen Republik, der direkt mit dem Zentrum verbunden war. Sie bezogen außerdem noch zwei weitere Schiffe für sekundäre Belange. Ein Team von über 100 Sicherheitsleuten der Defensus Solar patrouillierte auf Zirtrans Anker. Diese Sicherheitsmänner waren gut ausgerüstet und trainiert, außerdem kannten sie alle rechtlichen Vorschriften und Grenzen. Auf der Station setzten sie nur grundlegende Gesetze und den Willen der Geelan durch, um den Händlern und Reisenden genügend Freiraum zu gewähren. Sie unterstanden den Geelan, die es jedoch selten ausnutzten und ihnen ebenfalls viel Handlungsspielraum zukommen ließen. Nicht alle Schiffe ließen sich jedoch von Defensus Solar kontrollieren, manche waren unabhängig.[1]

Sektor Beta diente auch der Imperialen Zollbehörde als Unterkunft, die von ihrer Basis, einem kleinen Transportschiff, aus alle Operationen leitete. Eine kleine Dockbucht diente für Reparaturen und Wartungen der imperialen Schiffe, ein Schwadron TIE-Jäger und zwei Skipray-Blitzjäger konnten dort andocken. Die Imperialen Zollfregatten wechselten sich bei ihren Kontrollen ab, mindestens eines war zu jeder Zeit angedockt. Zusätzlich befand sich eine kleine Garnison auf Zirtrans Anker, mit mehreren Armeetruppen und zwei Squads Sturmtruppen. Die Antwort auf die Frage, welche Autorität des Sektor Beta die höchste Entscheidungsmacht hatte, war abhängig davon, wen man fragte.[1]

Sektor Delta[Bearbeiten]

Die Reenogga-Drillinge, Bewohner von Sektor Delta.

Im Sektor Delta gab es mehrere Schiffe, die aus unterschiedlichen Gründen Bekanntheit erlangten. Unter anderem die Death Mark, die einst Vygar gehört hatte. Sie diente später den Reenogga-Schwestern und ihrem Unternehmen, Reenogga Personal Services³. Die Schwestern, ehemalige Kopfgeldjägerinnen, boten dort Personenschutz gegen Bezahlung und versprachen ihren Kunden, sie gegen jede mögliche Gefahr zu verteidigen, mit einer Ausnahme. Sie nahmen von niemandem einen Auftrag an, auf den ein legitimes Kopfgeld ausgesetzt war. Zirtrans Anker war aufgrund der Anwesenheit dieser Frauen deutlich sicherer, denn nachdem sie sich auf der Station niederließen, reichte auch nur die Anwesenheit einer der Kopfgeldjägerinnen, damit jemand sich eine gewalttätige Aktion jedweder Art zweimal überlegte. Die Death Mark wurde auch von weiteren bewohnt, Söldnern und einer Reihe anderer, die unterschiedliche Dienste anboten. Kopfgeldjäger hatten dort einen besonderen Status, jeder Imperiale Kopfgeldjäger und Gilden-Kopfgeldjäger wurde mit Respekt behandelt und bekam jegliche Leistungen für weitaus niedrigere Preise.[1]

Ein weiteres Schiff war die Rusted Cutlass II, benannt nach der Rusted Cutlass, die nach dem Verschwinden der Station nicht wieder mit dieser aufgetaucht war. Sie wurde von Leo Bellsfar und seinen Phosphura-Belt-Piraten bewohnt. Diese legten sehr viel Wert auf Ehre, dennoch wurde davor gewarnt, das Schiff aufzusuchen. Der Grund hierfür war, dass es zu den unabhängigen gehörte und die Besatzung nichts auf Defensus Solar gab, somit war das Betreten auf eigene Gefahr. Defensus Solar warf dennoch immer ein wachsames Auge auf die Aktivitäten dort, außerdem war der imperiale Kommandant an der Besatzung interessiert. Sein Bestreben lag darin, eine Verwicklung der Piraten in die Aktivitäten der Rebellen-Allianz und eine mögliche Unterstützung derselben nachzuweisen.[1]

Die Laughing Sullustan war ebenfalls von Kriminellen besetzt, einer Bande die sich Bartog-Syndikat nannte und von Ace of Staves angeführt wurde, die sich nach dem vorherigen Besitzer Quentin Bartog benannt hatten, der mit der Besatzung während des Vorfalls verschwunden war. Das Syndikat hatte einiges mit der Besatzung der Rusted Cutlass II gemein, denn sie gaben ebenfalls wenig auf Defensus Solar. Aufgrund ihrer Aktivitäten befanden sie sich in einem ständigen Konflikt mit den Sicherheitsleuten.[1]

Sektor Epsilon[Bearbeiten]

Dieser Sektor war für die neuesten Schiffe reserviert. Es gab genügend Möglichkeiten und Freiraum auf dieser Ebene, um das eigene Schiff zu einem Teil der Station zu machen, lediglich eine gewisse Gebühr war vonnöten. Außerdem musste man für Wartungen, Schutz und diverse andere Belange zusätzlich Geld bezahlen, was vom Alter, der Größe und dem Design des Schiffs abhing. Alle diese Geschäfte wurden über die Geelan abgewickelt. Eines der neueren Schiffe war die Destiny, was für viele besonders interessant war, weil es den Kalai gehörte. Die einzigen Kalai, die jemals vom Rest der Station gesehen wurden, waren die Lethagoe, Hybriden aus Menschen und Kalai, die als einzige mit der Besatzung Handel trieben und sich auch außerhalb des Schiffs zu erkennen gaben. Niemand wusste, warum sie sich Zirtrans Anker angeschlossen hatten. Es stand nur fest, dass sie den Konflikt zwischen Rebellen-Allianz und Imperiums aufmerksam beobachteten. Viele interessierten sich für die Kalai und stellten Nachforschungen an.[1]

Theorien und Mysterien[Bearbeiten]

Das Verschwinden von Zirtrans Anker rief bereits eine ganze Menge von Theorien hervor, und während die Wiederkehr der Station einige davon zunichte machte, rief sie doch vor allem weitere Fragen auf, da die gesamte Besatzung verschwunden war. Zahllose Personen forschten in dieser Sache nach oder entwickelten die unterschiedlichsten Theorien über die Mysterien an Bord der Station.[1]

Einige der bekanntesten Theorien beinhalteten folgende Spekulationen:[1]

  • Das Pech - oder der Fluch in diesem Sinne - der Zirtran-Brüder ging auf die Station über.
  • Der fehlerhafte Hyperantrieb der KV-29233-44B aktivierte sich unerwartet und verspätet selbst.
  • Die Geelan hatten ein Artefakt von einem Wesen jenseits des Wilden Raumes gestohlen, dieses Wesen holte sich sein Eigentum zurück.
  • Admiral Tabok kam auf der Suche nach einer Tarnvorrichtung und dem Erfinder, wobei sie alle bei der Aktivierung der Tarnvorrichtung verschwanden.
  • Der Imperator schickte einen Inquisitor auf die Station, auf der Suche nach einem Jedi, wurde aber vor dem Verschwinden von einem Rebellen getötet.
  • Whisk der Ältere war niemand anderes als der Große Geel persönlich.

Manche der Theorien konnten teilweise widerlegt werden. So behauptete beispielsweise Platt Okeefe, dass Whisk niemals der Große Geel hätte gewesen sein können, da der Träger dieses Titels die Heimatwelt seiner Spezies nicht verließ, zumindest sagten das ihre Quellen. Die Schmugglerin selbst, die mit der Raumstation äußerst vertraut war, erklärte, dass sie die ganzen Theorien für Gutenachtgeschichten hielt, mit denen man Kinder erschreckte, die wahrscheinlichste Wahrheit sei ihrer Meinung nach die Version mit dem fehlerhaften Hyperantrieb, der sich verspätet selbst aktivierte. Sie hatte außerdem ihre eigenen Theorien, was die verschwundene Besatzung anbelangte, verriet sie jedoch nicht. Die Besatzung und Besucher von Zirtrans Anker hatten immer die Befürchtung, ein ähnliches Ereignis könnte sich wiederholen und dann auch sie betreffen. Es geschahen weiterhin nach und nach immer wieder mysteriöse und unerklärliche Ereignisse, die diese Furcht verstärkten und die Gründe dafür bestätigten.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Entstehung[Bearbeiten]

Die Geschichte der Raumstation begann mit den Zirtran-Brüdern, Urbo und Teebo Zirtran, die verglichen mit erfolgreichen Unternehmern ihrer Art wie Lando Calrissian und Talon Karrde als ständige Opfer von unglücklichen Ereignissen und fehlgeschlagenen Investitionen galten. Alles, was sie angingen, endete in einem Desaster oder ruinierte sie bis zu einem gewissen Grad. Ihre letzte Bekannte Unternehmung dieser Art bestand in der Beschaffung des Prototyps einer Raumfrachters, der lediglich als KV-29233-44B identifiziert wurde. Bereits beim ersten Ausflug mit diesem Schiff versagte selbiges mitten im Raum, der Hyperantrieb und das Backup-System versagten beide komplett.[1]

Zum Unglück der Brüder, später würde man dies als schicksalhaftes Ereignis bezeichnen, ging das Unternehmen, welches das Schiff hergestellt hatte, in Konkurs und ließ die Brüder mit dem Frachter hilflos mitten im Nirgendwo der Galaxis zurück. Urbo und Teebo beschlossen, da sie ohnehin bereits hoch verschuldet waren, den Frachter zurückzulassen und aus dem Geschäft auszusteigen. Eine Gruppe von Aliens - die Geelan - tauchte rechtzeitig auf, um das Schiff zu übernehmen und ihnen eine genügend hohe Summe dafür zu überreichen, damit sie einen Großteil ihrer Schulden abbezahlen und sich zurückziehen konnten. Die Brüder verschwanden spurlos, ohne dass jemals von einem Wiedersehen berichtet wurde. Die Geelan übernahmen somit den Raumfrachter und gestalteten ihn zu seinem mobilen Handelshafen um, auf dem sie jeden willkommen hießen, der freien Handel betreiben wollte, unabhängig von Zugehörigkeit und Loyalität. Da auch die Spezies der Anreisenden und Heimischen keine Rolle spielte, konnte sich die Station als beliebtes Zentrum für den Handel etablieren, da das Imperium strenge Gesetze gegen Nichtmenschen durchsetzte, die dort keine Gültigkeit besaßen. Die Abwesenheit des Imperiums machte das Schiff auch für viele Gesetzlose attraktiv, Schmuggler, Piraten und eine ganze Reihe anderer.[1]

Frühe Entwicklung und Verschwinden[Bearbeiten]

Als die Popularität von Zirtrans Anker zunahm, wurden auch immer mehr Persönlichkeiten aus der oberen Gesellschaftsschicht darauf aufmerksam, da sie Profite witterten, weshalb sich wohlhabende Händler und Repräsentanten verschiedenster Welten mit großem Raumschiffen dem Händlerparadies anschlossen. So wurden Verbindungen zwischen den Schiffen erschaffen und eine aus Raumschiffen und Frachtern bestehende Station geschaffen, wie sie in ihrer Form einzigartig war. Da dies alles auf die Zirtran-Brüder zurückführte, benannte man die Station nach ihnen und gab ihr den Namen Zirtrans Anker. Die Popularität von Zirtrans Anker wuchs mit jedem neuen Schiff und jedem Jahr des Handels weiter an und wurde zu einem beliebten Aufenthaltsort für allerlei Personen, die durch das Besberra-System reisten. Zu dieser Zeit schlossen sich unter anderem die Laughing Sullustan und die Rusted Cutlass der Station an. Der Erfolg führte dazu, dass auch diverse Organisationen und Verbrecherlords auf die Station aufmerksam wurden und sich ihr anschlossen. So kam es teilweise, dass verfeindete Banden am gleichen Ort versammelt und sich so nah waren, dass sie ständig hätten Krieg führen können, doch sie waren alle Teil desselben, neutralen Komplexes, weshalb nichts dergleichen geschah. Die Geelan blieben die führende Macht über den Handel und die Verwaltung von Zirtrans Anker. Die Geelan fingen irgendwann an, sich in den Galaktischen Bürgerkrieg einzumischen, um daraus Profit zu schlagen, und arbeiteten für beide Seiten als Informationshändler.[1]

Mit der Zeit begann das Imperium, der Station und den Geelan mehr Beachtung zu schenken, bis schließlich entschieden wurde, dass auch dort einige der imperialen Handelsgesetze geltend gemacht werden sollten. Die erste Handlung des Imperiums bestand darin, der Station ihren überwiegend neutralen Status abzuerkennen. Vence Tabok, ein imperialer Admiral, wurde nach Zirtrans Anker geschickt, um die Station zu besetzen. Der Admiral erreichte die Station mit zahlreichen Sturmtruppen und einer Anzahl von Schiffen. Als erste Handlung ließ er sämtliche Ansässigen festnehmen, die im Verdacht standen, mit der Rebellen-Allianz zu sympathisieren. Mit den zahlreichen Gesetzlosen, denen vorgeworfen wurde, die Station als Zuflucht zu nutzen, geschah dasselbe. Die Geelan waren durch die Ankunft und das Eingreifen der Imperialen sofort alarmiert, und ein uralter Geelan namens Whisk der Ältere übernahm die Verhandlungen und warnte den Admiral davor, dass jeden auf der Station ein schlimmes Schicksal ereilen würde, wenn das Imperium sich nicht unverzüglich wieder zurück zog. Der Admiral und seine Untergebenen zeigten sich von den Warnungen jedoch bestenfalls amüsiert. Der Admiral ließ den Geelan hinauswerfen und dachte nicht einen Moment daran dem Folge zu leisten, was er für einen dummen Versuch hielt, ihn los zu werden.[1]

Einige Tage später erreichte eine Handelsflotte von Corellia die Station, um dort diverse Waren vor dem Weiterflug zu verkaufen, fanden den Teil des Besberra-Systems, in welchem die Station gelegen war, jedoch leer vor. Selbst die imperialen Schiffe und die diversen Besucherschiffe, die sonst nicht weit weg waren, waren spurlos verschwunden und auch sonst nirgends wieder aufgetaucht.[1]

Wiederkehr und Neubeginn[Bearbeiten]

Ace of Staves, ließ sich nach der Wiederkehr auf der Station nieder.

Über die erste Zeit nach dem Verschwinden verbreitete sich die Nachricht wie ein Lauffeuer, überdies entstanden jedoch zahlreiche Gerüchte und Falschinformationen. Viele sprachen von einem Überfall der Rebellen, die Gegenseite behauptete, es seien geheime imperiale Waffen beteiligt gewesen. Einige glaubten, Piraterie steckte hinter dem Vorfall, doch niemand fand eine nachvollziehbare oder nachweisbare Erklärung. Da die Geelan mit dem Imperium und den Rebellen gearbeitet hatten und auf beiden Seiten Informationen verkauft hatten, wurden auch sie verantwortlich gemacht. Es wurde von vielen Seiten behauptet, das Verschwinden habe selbst Imperator Palpatine persönlich interessiert, der eine Untersuchung in die Wege leitete, um die Hintergründe des Verschwindens zu analysieren und die Gründe festzustellen. Doch selbst groß angelegte Offensiven konnten nichts bewirken. Die Rusted Cutlass war das einzige Schiff, welches nicht mit der Station wieder aufgetaucht war, weshalb man glaubte, dass Mendel Cutter der Katastrophe vielleicht hatte entkommen können[1]

Nachdem die Station wieder aufgetaucht war, ergaben die Untersuchungen, dass sie vollkommen leer und jegliches Leben spurlos verschwunden war, bis auf die kleinste Mikrobe. Man fand lediglich die Droiden, deren Gedächtnisspeicher jedoch nur bis zu dem Zeitpunkt intakt war, an dem die Station verschwunden war, weshalb die genauen Umstände des jahrelangen Verschwindens ungeklärt blieben. Es entstanden mehrere Theorien darüber, was genau sich abgespielt hatte, einige Details vieler solcher Geschichten konnten jedoch mit ein wenig Hintergrundwissen klar widerlegt werden. Die Geelan übernahmen in der Folgezeit erneut die Kontrolle über die Station, als neue Vertreter ihrer Spezies sie aufsuchten und besetzten. Sie setzten auch ihr Bestreben fort, andere Händler dazu zu bewegen, sich und ihre Schiffe der Station anzuschließen – einige taten dies, jedoch mit Widerwillen aufgrund der vergangenen Ereignisse, da man nicht wissen konnte, ob sich diese wiederholen würden. Die ständige Angst, dass sich etwas derartiges wiederholen könnte, begründete sich nicht nur auf das Ereignis selbst, denn auch später noch geschahen auf der Station immer wieder mysteriöse Dinge. Auch das Imperium kehrte zur Station zurück, jedoch mit weitaus weniger Motivation, diese zu übernehmen, sodass die Präsenz deutlich geringer ausfiel und keine weiteren Versuche zur vollständigen Kontrolle unternommen wurden. Fast jegliches Interesse des Imperiums war gewichen. Lediglich ein Kommandant und mehrere Sturmtruppen sowie Beamte der Imperialen Zollbehörde ließen sich auf der Station nieder und um sie herum patrouillierten einige TIE-Jäger. Die Zollbehörde kontrollierte die Schiffe von Besuchern, war jedoch nicht verantwortlich für diejenigen, die zur Station gehörten. Um an diesen ein wenig auf die Einhaltung grundlegender Gesetze zu achten, stellten die Geelan Defensus Solar ein. Die Geelan führten nach der Schlacht von Yavin zudem die Golan-Verteidigungsstation ein, welche die Station gegen mögliche Angriffe schützen sollte, auch wenn sich keine aggressiven Situationen dieser Art ereigneten. Einerseits wollten sie damit ihren Handel schützen, andererseits sollte die Station auch vorrangig die Besucher beruhigen.[1]

Als eines der neuesten bekannten Schiffe, die sich der Station anschlossen, war die Destiny bekannt, hauptsächlich da es sich um ein sehr spezielles Schiff handelte. Es stammte von den Kalai, einer Spezies, über die nur kaum etwas bekannt war. Auch nachdem sie sich Zirtrans Anker angeschlossen hatten, erfuhr man nichts über sie, ihr Schiff wurde außer ihnen jedoch von Mischwesen, den Lethagoe, bewohnt, die sich zum Handel auch außerhalb zeigten.[1]

Einige Schiffe wurden über die Zeit hinweg aufgrund ihres steigenden Alters aufgegeben und verlassen, wenn es Schwierigkeiten gab, sie hinsichtlich ihrer Gravitations- und Lebenserhaltungssysteme instand zu halten. Obwohl diese Schiffe von der Station abgeworfen werden sollten, bestanden die Geelan dennoch darauf, sie als Bestandteil zu erhalten, weshalb Zirtrans Anker stetig wuchs und größer wurde, ohne jemals einen Teil seiner Gesamtmasse zu verlieren. Der Geeloniran seiner Generation, Tiny, besuchte die Station hin und wieder mit seiner Dienerschaft, um den Fortschritt der Geelan zu beurteilen. Es konnte nie bestätigt werden, dass Whisk, der mit der Station verschwunden war, sein Vorgänger gewesen war. Die letzten bekannten Nachforschungen bezüglich der mysteriösen Raumstation wurden noch während des Galaktischen Bürgerkriegs von Horatio Varn-Kezzler angestellt, der Platt Okeefe zu Rate zog und einen Lethagoe interviewete.[1] Die Station wuchs stetig weiter, auch nach dem Verschwinden schlossen sich ihr immer wieder Schiffe an.[4]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,00 1,01 1,02 1,03 1,04 1,05 1,06 1,07 1,08 1,09 1,10 1,11 1,12 1,13 1,14 1,15 1,16 1,17 1,18 1,19 1,20 1,21 1,22 1,23 1,24 1,25 1,26 1,27 1,28 Zirtran's Anchor
  2. Originalzitat:
    „The beauty of the Anchor ist that once you get past Imperial Customs, you're on your own.“ (Zirtran's Anchor)
  3. Pirates & Privateers
  4. Star Wars Enzyklopädie

Die Station Zirtrans Anker wurde von Anthony Russo für den Artikel Zirtran's Anchor in der fünften Ausgabe des Adventure Journals entworfen. Der Artikel war eine Art Preview für Peter Schweighofers später im gleichen Monat erschienenen Platt's Starport Guide, da er im gleichen Stil und aus der Sichtweise von Platt Okeefe geschrieben war, ebenso wie die Kapitel des Quellenbuchs. Hierfür dachte man sich jedoch ein Thema aus, das noch in keiner vorherigen Quelle jemals erwähnt wurde und auch im Starport Guide nicht erscheinen würde, womit Zirtrans Anker entstand. Der Artikel erstreckt sich über 27 Seiten des Magazins. Star Wars Enzyklopädie griff die Informationen aus dem Artikel später grob auf und Pirates & Privateers erwähnte die Station als Beispiel eines Fringe Ports, jedoch fand sie keine weitere Verwendung.