Victor-Initiative

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Lira und Walex Blissex arbeiten an Entwürfen für die Sieges-Klasse.

Die Victor-Initiative[2] war ein Rüstungsprojekt der Galaktischen Republik während der Klonkriege, im Zuge dessen der Sieges-Klasse Sternenzerstörer konzipiert und entwickelt wurde. Da die Gefahr eines Überlaufens der Rendilischen Raumschiffswerften zur Konföderation unabhängiger Systeme bestand, vermittelte die Republik ein Joint-Venture des Konzerns mit den Kuat-Triebwerkswerften, durch das das rendilische Unternehmen an die Republik gebunden werden sollte. Zahlreiche Niederlagen in den ersten Gefechten der Klonkriege zeigten, dass der Republik dedizierte Kampfschiffe für die Auseinandersetzungen mit den Schlachtschiffen der Separatisten fehlten. Daher erteilte die Republik den beiden galaxisweit größten Raumschiffbauern mit der Victor-Initiative einen Großauftrag, um diesen Mangel auszugleichen. Die ersten fertigen Schiffe der neuen Sieges-Klasse wurden gegen Ende des zweiten Kriegsjahrs drei Monate vor ihrer ursprünglich geplanten Einführung in Dienst gestellt, um die Krise um die Bollwerk-Flotte mithilfe der schlagkräftigen Kriegsschiffe zu bewältigen.

Geschichte[Bearbeiten]

Kontroverse um Rendili[Bearbeiten]

Im Jahr 31 VSY erhielt Onara Kuat, die Vorstandsvorsitzende der Kuat-Triebwerkswerften, ein anonymisiertes Angebot[3] der Kaminoaner.[4] Der Auftrag besagte, unter strengster Geheimhaltung Waffen und Transportmittel – darunter Raumschiffe, Kanonenboote, Landungsboote und Artilleriegeschütze – für eine mehrere Millionen Mann starke Armee zu entwickeln und zu produzieren. Nachdem das Unterfangen unter dem Codenamen „Projekt Eisfang“ vom Firmenvorstand bewilligt worden war und der Jedi-Meister Sifo-Dyas einen Vorschuss in Milliardenhöhe geleistet hatte, betraute Kuat das Unternehmen Rothana-Schwerindustrie, eine abgelegene Außenstelle des Rüstungskonzerns, mit der Durchführung des Auftrags. Die von Rothana konstruierten Waffensysteme und Schiffe kamen in der Eröffnungsschlacht der Klonkriege auf Geonosis erstmalig zum Einsatz.[3] Zu Beginn der Klonkriege erlitt die Große Armee der Republik zahlreiche schwere Niederlagen gegen die Droidenarmee der Separatisten und musste daraufhin mehrere Schlüsselsektoren aufgeben.[5] Daher erhoben republikanische Strategen schwerwiegende Zweifel an den Erfolgschancen der Klonarmee. Insbesondere der Mangel der Republik an schwer bewaffneten Kriegsschiffen zugunsten einer Flotte von Trägerschiffen der Venator- und Acclamator-Klasse galt zu Kriegsbeginn ein gravierender Nachteil gegenüber den schlagkräftigen Großkampfschiffen der Konföderation.[6]

Die infolge der Krise um die Katana-Flotte bei der Republik in Ungnade gefallenen Rendilischen Raumschiffswerften, die über Jahrtausende hinweg als Exklusivlieferant für die republikanische Flotte fungierten, fühlten sich durch den republikanischen Vertrag mit den Kuat-Triebwerkswerften in ihrer Marktposition als galaxisweit größte schwerindustrielle Werft bedroht. Daher ließ Erzpropst Bengila Urlan,[3] der Leiter des rendilischen Rüstungskonzerns, Industriespione und Hacker anwerben, die Firmengeheimnisse, technische Neuentwicklungen und geheime Designentwürfe aus den Datenbanken der Kuat-Triebwerkswerften stehlen sollten. Dadurch wollte er die Wettbewerbsvorteile der Kuati zunichte machen und seinem Unternehmen durch eine Adaptierung von deren Konzepten durch Rendilis weitverzweigtes Netz von Vertragswerften einen entscheidenden Vorsprung verschaffen.[7] Dabei gelang es ihnen auch, Walex Blissex, den Chefingenieur der Kuat-Triebwerkswerften, abzuwerben. Zugleich kam es allerdings auch zu einer unternehmensinternen politischen Spaltung bei den Rendilischen Raumschiffswerften, infolge derer zahlreiche ihrer lizenzierten Werftbetriebe von der Republik abzufallen drohten. Um die wirtschaftliche Stärke des Unternehmens gegen den drohenden Zerfall des Werftenkonglomerats abzusichern und dadurch seine Marktmacht ebenso wie seine Loyalität gegenüber der Republik zu erhalten, ließ das republikanische Oberkommando auf Befehl des Obersten Kanzlers Palpatine ein Joint-Venture des rendilischen Unternehmens mit den Kuat-Triebwerkswerften vermitteln, die Victor-Initiative. Obwohl das Abkommen einen wirtschaftlichen Aufschwung für die Rendilischen Raumschiffswerften bedeutete, führte das Abkommen durch die Uneinigkeit in der Führungsstruktur des rendilischen Unternehmens dazu, dass sich zahlreiche Vertragswerften von den Rendilischen Raumschiffswerften lossagten und zur Konföderation überliefen. Die abtrünnigen Elemente riefen die Unabhängige Übergangsregierung von Rendili aus und schlossen sich den Separatisten an. Der Konflikt kulminierte in der Schlacht von Rendili, in der beide Seiten versuchten, die mächtige Rendili Verteidigungsflotte unter ihre Kontrolle zu bringen. Obwohl die Republik die Schlacht für sich entscheiden konnte, war die Marktposition der Rendilischen Raumschiffswerften durch den Abfall so vieler Subunternehmer nachhaltig geschwächt.[3]

Erste Einsätze[Bearbeiten]

Die gemeinsame Entwicklungsarbeit der Rüstungskonzerne brachte den abgeworbenen Ingenieur Walex Blissex wieder mit seiner Tochter Lira zusammen, die als Ingenieurin bei den Kuat-Triebwerkswerften arbeitete. Aus ihrer Kollaboration an einer neuen Raumschiffsklasse[3] entstand mit dem Sieges-I-Klasse Sternenzerstörer ein 900 Meter langes Kriegsschiff,[5] das mit 10 Traktorstrahlprojektoren und 20 Angriffs-Erschütterungsraketenwerfern[6] weit besser bewaffnet war als die Venator-Klasse, dafür aber weitaus weniger Sternenjäger aufnehmen konnte. Ursprünglich war der neue Sternenzerstörer mit RTB-630-Raumbombern und A-6 Interceptoren bestückt, die jedoch gegen Ende der Klonkriege durch Snub-Jäger ersetzt wurden.[3] Zusätzlich entwarf Walex Blissex auch den nur etwa halb so großen Sternenzerstörer der Gladiator-Klasse, der als Geleitschiff für die größeren Schiffe der Sieges-Klasse ausgelegt war. Allerdings wurden die Pläne für den Gladiator-Sternenzerstörer während der Klonkriege nicht mehr realisiert. Stattdessen bündelten die beteiligten Werften ihre Arbeitskraft, um möglichst schnell eine große Stückzahl von Sternenzerstörern der Sieges-Klasse zu produzieren und so das Fehlen schlagkräftiger Kampfschiffe aufseiten der Republik auszugleichen.[6] Die ursprünglichs Vereinbarung der Victor-Initiative sah vor, die Victory-Flotte, den ersten Kampfverband der neuen Schiffe, im Jahr 19,6 VSY in Dienst zu stellen.[5]

Die bereits kurz nach Kriegsbeginn von der Republik blockierten Schiffswerften der Techno-Union bei Foerost hatten mit dem Beginn der Belagerung den Bau neuartiger Bollwerk-Mark-I-Klasse Schlachtkreuzer in Angriff genommen, um sich aus der Umzingelung zu befreien. Nach ihrer Fertigstellung ein Jahr und elf Monate nach dem Beginn der Klonkriege durchbrach die Bollwerk-Flotte unter dem Kommando von Dua Ningo die republikanische Blockade um die Werften. Daraufhin sprangen die Schlachtkreuzer in den Sektor Null um Coruscant und zerstörten mehrere republikanische Militäraußenposten.[5] Um Ningos Flotte davon abzuhalten, die republikanische Hauptwelt Coruscant selbst anzugreifen, und den Kampfverband möglichst rasch zu vernichten, entschied sich das republikanische Oberkommando dazu, die bereits fertiggestellte Victory-Flotte sechs Monate vor ihrem ursprünglich geplanten Jungfernflug in den Kampfeinsatz zu befördern und sie unter dem Kommando von Jan Dodonna und Terrinald Screed auf die Verfolgung der Bollwerk-Flotte anzusetzen.[5] Zu dieser Zeit galten die Schiffe der Sieges-Klasse als die ultimativen Kriegsschiffe.[3] Nach kurzen Schlachten bei bei Ixtlar, Alsakan und Basilisk gelang es der Victory-Flotte, die Bollwerk-Flotte aus dem Zentrum des Sektors Null randwärts vor sich herzutreiben und sie in einen Hinterhalt bei Anaxes zu locken, in dem die Bollwerk-Flotte vernichtet wurde.[5]

Obwohl sich die Sternenzerstörer der Sieges-Klasse in Schlachten mit einer Beteiligung von zahlreichen Großkampfschiffen als schlagkräftig erwiesen, zeigte sich bald der größte Mangel der Schiffe, ihre zu geringe Gefechtsgeschwindigkeit. Zudem waren die Sternenzerstörer aufgrund ihrer zahlreichen Erschütterungsraketenwerfer zu abhängig vom Nachschub an Munition, um effizient in länger andauernden Gefechten eingesetzt werden können. Daher entwickelten die großen republikanischen Rüstungsunternehmen im Endstadium des Krieges verschiedene neue Schiffsklassen ohne die Nachteile der Sieges-Klasse. Trotz dieser offensichtlichen Mängel blieben die zahlreichen während der Klonkriege produzierten Schiffe der Sieges-Klasse nach der Ausrufung der Neuen Ordnung noch jahrzehntelang in Betrieb und stellten lange Zeit das Rückgrat der imperialen Flotte dar, da die Produktion neuer, überlegener Sternenzerstörer der Imperium I-Klasse nur langsam voranschritt. Mit der Sieges-II-Klasse wurde später sogar ein verbessertes Nachfolgemodell eingeführt. Sobald genügend neue Imperium-Klasse Sternenzerstörer vom Stapel gelassen worden waren, verkaufte das Imperium die meisten seiner Schiffe der Sieges-Klasse an Privatleute, Unternehmen und Regionalregierungen wie die Korporationssektorverwaltung, die mehrere hundert ausrangierte Exemplare kaufte. Das von Blissex parallel zum Sieges-Klasse Sternenzerstörer entwickelte Konzept der Gladiator-Klasse wurde kurz nach dem Ende der Klonkriege von der imperialen Entwicklungsabteilung beschlagnahmt und zur Verbesserung und Weiterentwicklung an die Kuat-Triebwerkswerften weitergegeben. Da Blissex' Sieges-Klasse als eher enttäuschend angesehen wurde, erhielt er nur geringe Anerkennung für die Entwicklung der neuen Schiffe.[6]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eigenübersetzung: „Born of the Victor Initiative Project between Kuat Drive Yards and Rendili StarDrive, they performed with distinction in a shakedown cruise that became a naval slugging match for the heart of Core space.”
  2. Eigenübersetzung von „Victor Initiative“ aus The New Essential Chronology
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 3,5 3,6 The Essential Guide to Warfare
  4. The New Essential Guide to Vehicles and Vessels
  5. 5,0 5,1 5,2 5,3 5,4 5,5 The New Essential Chronology
  6. 6,0 6,1 6,2 6,3 The Force Unleashed Campaign Guide
  7. Das Kompendium – Die Risszeichnungen