Bollwerk-Kampagne

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Bollwerk-Kampagne
Zeitliche Übersicht
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Klonkriege[1]

Beschreibung
Beginn:

20 VSY[1]

Ende:

20 VSY[1]

Auslöser:

Die Bollwerk-Flotte durchbricht die Blockade um die Foerost-Schiffswerften.[1]

Endergebnis:

Sieg der Galaktischen Republik[1]

Kontrahenten

Galaktische Republik[1]

Konföderation unabhängiger Systeme[1]

Kommandeure

Dua Ningo[2]

Truppenverbände
Verluste
  • Arlionne beschädigt[2]
  • Terrinald Screed schwer verletzt[1]

Unrepentant[2]

Wichtige Schlachten
Entscheidungsschlacht

Schlacht von Anaxes[1]

Die Bollwerk-Kampagne war eine Operation der Galaktischen Republik während der Klonkriege. 20 VSY, gegen Ende des zweiten Kriegsjahres, durchbrach die Bollwerk-Flotte der Konföderation unabhängiger Systeme, ein Verband aus neuartigen Bollwerk-Mark-I-Klasse Schlachtkreuzern, unter dem Befehl von Admiral Dua Ningo die republikanische Blockade um die Foerost-Schiffswerften und startete eine Offensive gegen die Kernwelten. Daraufhin wurde aus den neuen Sternenzerstörern der Victory-Klasse die Victory-Flotte gebildet und unter den Befehl der beiden Kapitäne Terrinald Screed und Jan Dodonna gestellt, die die Bollwerk-Flotte in der Schlacht von Anaxes besiegen konnten.

Vorgeschichte[Bearbeiten]

Einige Jahrhunderte vor den Klonkriegen verkaufte die Galaktische Republik die Foerost-Schiffswerften an die Techno-Union. Das Unternehmen setzte die Raumstation[1] als Forschungs- und Entwicklungseinrichtung ein[5] und baute sie zu einer ihrer größten Fertigungsanlagen aus. 13:4:25 nach der Großen Eichung stimmte der Galaktische Senat dem Vorschlag von Wat Tambor, dem Vorsitzenden der Techno-Union, zu, 40.000 zusätzliche Kampfdroiden auf den Foerost-Schiffswerften zu stationieren, um im Zuge des verstärkten Rüstungswettbewerbs die Sicherheit der Anlage zu gewährleisten. Im Gegenzug sollte die Republik weiterhin Zugang zu der Einrichtung erhalten.[6] Für den Sith-Lord Darth Sidious stellten die Werften von Foerost ein Element in seinem Plan dar, die Galaxis unter die Kontrolle der Sith zu bringen, da er insgeheim die Konzerne und Verbände der Konföderation unabhängiger Systeme, darunter auch die Techno-Union, kontrollierte.[7]

Nach dem Beginn der Klonkriege errichtete die Republik eine Blockade um die Foerost-Schiffswerften, um die Versorgungslinien der Separatisten in der Region abzuschneiden. Die Republik hoffte, dass die Produktion in der Anlage aufgegeben werden würde, wenn ihre Besatzungsmitglieder keinen Zugang zu Nachschub und Vorräten mehr hatten. Die republikanische Blockade stand unter dem Befehl von Kapitän Jan Dodonna,[1] der als Experte für Logistik und Belagerungen[8] am Stark-Hyperraum-Krieg teilgenommen hatte.[2] Die Pattsituation dauerte beinahe zwei Jahre an. In dieser Zeit gelang es den Ingenieuren auf den Foerost-Schiffswerften jedoch, einen neuen Schlachtkreuzer, den Bollwerk Mark I, zu entwickeln und herzustellen. Diese kilometerlangen Kriegsschiffe waren mit Turbolasern und Ionenkanonen ausgerüstet und ausreichend gepanzert, um kleinere Schiffe zu rammen, ohne selbst Schaden davonzutragen.[1] Die Bollwerk-Flotte wurde unter den Befehl des sullustanischen Admirals Dua Ningo gestellt, eines älteren Flottenoffiziers der Konföderation unabhängiger Systeme.[9] Er wählte die Unrepentant als sein Flaggschiff aus.[2]

Währenddessen entwickelte Walex Blissex,[10] ein Ingenieur der Rendilischen Raumschiffswerften,[2] im Rahmen des Projekts Victor Initiative,[1] das von Kanzler Palpatine in Auftrag gegeben worden war[2] und eine Zusammenarbeit zwischen seinem Unternehmen und den Kuat-Triebwerkswerften darstellte, den Sternenzerstörer der Victory-Klasse. Der neue Schiffstyp zeichnete sich durch einen pfeilspitzenförmigen, 900 Meter langen Rumpf aus, der mit zehn Traktorstrahlprojektoren und 80 Erschütterungsraketenwerfern ausgestattet war.[1] Bei ihrer Einführung galt die Victory-Klasse als das ideale Beispiel eines Schlachtschiffs.[10] Der neue Sternenzerstörer konnte aufgrund seiner im Vergleich zu der Venator-Klasse geringeren Länge zwar weniger Sternenjäger aufnehmen, verfügte aber über eine bessere Bewaffnung.[2]

Gegen Ende des zweiten Kriegsjahres musste die Galaktische Republik entscheidende Niederlagen gegen die Konföderation unabhängiger Systeme hinnehmen. Mit der Operation Durges Lanze gelang General Grievous dabei ein Vorstoß in die Kernwelten, deren Bewohner er mit Blitzangriffen auf Duro und Humbarine verunsicherte.[7]

Verlauf[Bearbeiten]

Ein Jahr und elf Monate nach dem Beginn der Klonkriege durchbrach die Bollwerk-Flotte die republikanische Blockade um die Foerost-Schiffswerften, die von der Stärke der neuen Schlachtschiffe völlig überrascht wurde. Es gelang dem Kampfverband, mehrere feindliche militärische Außenposten in Sektor Null, dem Bereich um ihre Hauptwelt Coruscant, auszuschalten. Ningos Ziel war es, die wichtigsten Welten in den von der Republik kontrollierten Kernwelten anzugreifen[1] und anschließend Coruscant zu erobern.[9]

Um den Vormarsch der Bollwerk-Flotte aufzuhalten, entschied die Führung der Republik, die Sternenzerstörer der Victory-Klasse einzusetzen, die eigentlich erst sechs Monate später in den Dienst der republikanischen Flotte gestellt werden sollten. Der Auftrag, die Bollwerk-Flotte aufzuhalten, stellte somit den ersten Einsatz des neuen Sternenzerstörers dar. Die neu aufgestellte Victory-Flotte wurde aus zwei Einsatzgruppen zusammengesetzt: Eine stand unter dem Befehl von Jan Dodonna, die andere wurde von Kapitän Terrinald Screed kommandiert,[1] der die Arlionne zu seinem Flaggschiff bestimmte.[2] Er galt als Militarist und gehörte zu den ersten Anhängern des späteren Kanzlers Palpatine.[12]

Die Bollwerk-Flotte und die Victory-Flotte trafen in kurzen Auseinandersetzungen[1] in Sektor Null aufeinander,[7] darunter bei Ixtlar,[1] einem Planeten an der Corellianischen Schnellstraße,[13] Alsakan und Basilisk.[1] Dabei gelang es Screed und Dodonna, Ningos Flotte von Coruscant wegzutreiben und durch mehrere Sternsysteme[9] der Kernwelten zu verfolgen. Über Anaxes stellten Screed und Dodonna der Bollwerk-Flotte einen Hinterhalt.[2] Dodonnas Einsatzgruppe hielt dem Beschuss durch den feindlichen Verband so lange stand, bis Screed mit seinen Schiffen aus dem Hyperraum hinzu kam[1] und mit der Arlionne eine Salve auf die Breitseite der Unrepentant abfeuerte.[2] Obwohl Ningos Flaggschiff bei diesem Angriff zerstört und der Admiral getötet wurde,[9] erfasste die Explosion die Kommandobrücke von Screeds Kommandoschiff. Der Kapitän erlitt dabei schwere Verletzungen.[2]

Folgen[Bearbeiten]

Terrinald Screed und Jan Dodonna wird das Holt-Kreuz verliehen.

Um die Verletzungen, die er in der Schlacht von Anaxes davongetragen hatte, zu überleben, benötigte Screed kybernetische Implantate.[1] Als ihm und Dodonna drei Wochen später auf Anaxes das Holt-Kreuz verliehen wurde, half ihm sein Freund dabei, die Auszeichnung entgegenzunehmen.[2] Bei ihrer Rückkehr nach Coruscant wurden sie in der Bevölkerung als Helden der Republik angesehen.[1] Terrinald Screed setzte seinen Dienst in der republikanischen Flotte als Befehlshaber über die Heimatflotte von Coruscant fort. In dieser Position konnte er sich von seinen Verletzungen erholen. Später trat er in den Dienst des Galaktischen Imperiums und nahm erfolgreich an der Rückeroberung des Randes teil, fiel dann aber in Ungnade und wurde nach der Schlacht von Endor von Zsinj getötet. Dodonna war während der Belagerungen im Äußeren Rand, in der Endphase der Klonkriege, über Cato Neimoidia und Mygeeto im Einsatz. Später schloss er sich der Rebellen-Allianz an.[2]

Nach der Zerstörung der Bollwerk-Flotte in der Schlacht von Anaxes gelang es der Republik, Foerost zurückzuerobern.[5] Im Verlauf des Krieges wurden zwei weitere Sternenzerstörer-Klassen der Kuat-Triebwerkswerften, die Tector-Klasse und die Imperator-Klasse, in die republikanische Flotte aufgenommen.[2] Unter der Herrschaft des Imperiums verlor die Victory-Klasse gegenüber der Imperium-Klasse an Bedeutung und wurde vor allem in planetaren Verteidigungsflotten verwendet. Erst unter Großadmiral Thrawn wurden die Sternenzerstörer der Victory-Klasse wieder verstärkt eingesetzt.[10] Auf Grundlage des Bollwerk Mark I entstanden später zwei weitere Formen des Schlachtschiffes. Bollwerk Mark II wurde noch während der Klonkriege von der Konföderation unabhängiger Systeme in Dienst gestellt. Der 2.500 Meter lange Bollwerk Mark III wurde von TransGalMeg auf der Grundlage der Konzepte der Techno-Union für die Neue Republik entwickelt.[2]

Der Durchbruch von Ningos Bollwerk-Flotte bei Foerost blieb vielen Bürgern der Republik in Erinnerung. Selbst im dritten Kriegsjahr, als die Republik die Separatisten aus dem Kern in die Randgebiete getrieben hatte und versuchte, die letzten von ihrem Feind kontrollierten Gebiete in den Belagerungen im Äußeren Rand zu erobern, fürchteten sich noch viele Bürger, dass sich Ereignisse wie die Operation Durges Lanze und das Eindringen der Bollwerk-Flotte wiederholten.[2]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,00 1,01 1,02 1,03 1,04 1,05 1,06 1,07 1,08 1,09 1,10 1,11 1,12 1,13 1,14 1,15 1,16 1,17 1,18 1,19 1,20 1,21 1,22 1,23 1,24 1,25 1,26 1,27 1,28 1,29 1,30 The New Essential Chronology
  2. 2,00 2,01 2,02 2,03 2,04 2,05 2,06 2,07 2,08 2,09 2,10 2,11 2,12 2,13 2,14 2,15 2,16 2,17 2,18 2,19 The Essential Guide to Warfare
  3. Eigenübersetzung: „At the start of the Clone Wars, the Republic had simply blockaded Foerost space. Without access to Separatist supply lines, the Republic hoped the shipyards would wither into decay. For nearly two years the standoff continued, until the besieged Techno Union engineers exploded from Foerost with warships no one had imagined.”
  4. Eigenübersetzung: „Citing increased corporate competition, the Techno Union has bolstered security on one of their largest construction assets, the Foerost Shipyards.”
  5. 5,0 5,1 The Complete Star Wars Encyclopedia (Band I, Seite 284, Eintrag: Foerost)
  6. Techno Union Tightens Security at Foerost Shipyards in den HoloNetz-Nachrichten (Artikel)
  7. 7,0 7,1 7,2 The Essential Atlas
  8. The Complete Star Wars Encyclopedia (Band I, Seite 194, Eintrag: Dodonna, Jan)
  9. 9,0 9,1 9,2 9,3 The Complete Star Wars Encyclopedia (Band II, Seite 383, Eintrag: Ningo, Dua)
  10. 10,0 10,1 10,2 The Complete Star Wars Encyclopedia (Band III, Seite 305, Eintrag: Victory-class Star Destroyer)
  11. Eigenübersetzung: „Born of the Victor Initiative Project between Kuat Drive Yards and Rendili StarDrive, they performed with distinction in a shakedown cruise that became a naval slugging match for the heart of Core space.”
  12. The Complete Star Wars Encyclopedia (Band III, Seite 131, Eintrag: Screed, Admiral Terrinald)
  13. The Complete Star Wars Encyclopedia (Band II, Seite 126, Eintrag: Ixtlar)
  14. Eigenübersetzung: „I have leaned on Jan in far more dangerous instances than these.”

  • Die Bollwerk-Kampagne wurde für das Sachbuch The New Essential Chronology von Daniel Wallace entworfen. Auf Foerosts Zugehörigkeit zur Techno-Union wurde bereits in einem Beitrag der HoloNetz-Nachrichten von 2002 Bezug genommen. Die Sternenzerstörer der Victory-Klasse erschienen erstmals 1979 in Han Solos Rache, doch waren die Umstände ihrer Einführung in den Kriegsdienst bis dahin unbekannt. Die Bollwerk-Klasse übernahm Wallace aus dem Videospiel Rebellion von 1998, in dem der Bollwerk Mark III auftaucht.[1]
  • Der Verlauf der Bollwerk-Kampagne weist Parallelen zu der Schlacht von Hampton Roads im Amerikanischen Bürgerkrieg auf. Da die Nordstaaten eine Seeblockade um die Küste der Konföderierten errichtet hatten, um die Einfuhr von Baumwolle und Waffen für die Südstaaten zu verhindern, entwickelte die Konföderation ein neues Schlachtschiff, die CSS Virginia, die nicht nur über eine verstärkte Bewaffnung, sondern auch über einen Rammsporn verfügte. Die Virginia griff am 8. März 1862 die Unionsblockade an und zerstörte zwei der gegnerischen Schiffe. Am darauffolgenden Tag wurde die Seeblockade der Union von der USS Monitor verstärkt, die die auf Grund gelaufene USS Minnesota schützen sollte. Die Monitor, ein Schiff der Nordstaaten, war kleiner und wendiger als die Virginia, doch gelang es keinem der beiden Schiffe, in dem dreistündigen Gefecht das andere zu versenken. Daher zog sich die Virginia zurück.
  • Jason Fry, der in dem Sachbuch The Essential Guide to Warfare erstmals auf Terrinald Screeds Beteiligung an der Kampagne einging, erklärte in seinen Notizen, dem späteren imperialen Offizier mit seiner Verstümmelung während der Klonkriege eine Hintergrundgeschichte geben zu wollen, die den Leser Sympathie und Trauer verspüren lassen sollte.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]